close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Ausgabe laden (PDF) - Deutscher Zahnärzte Verband

EinbettenHerunterladen
Fakten für die Praxis – Eine Serviceleistung des DZV! © agentur adp
Gesundheitspolitik
Ministerin Schmidt:
„Fast alle Kassen werden
ihre Verschuldung
planmäßig abbauen.“
Schmidt weiss aber offenbar
schon nicht mehr, wie ihr
eigenes Gesetz heißt.
Bezeichnender Lapsus in der
Pressemitteilung:
„Die konsequente Umsetzung der mit dem GKVWirtschaftlichkeitsStärkungsgesetz verbundenen Einsparungen...
Freud´sche Fehlleistung?
ausgabe 13/07 • 04. juni 2007
GKV: Genauso viel Geld für Verwaltung wie für zahnärztliche Behandlung
Mit der Veröffentlichung der Finanzergebnisse der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für
das Quartal I/07 am vergangenen Freitag in Berlin bestätigt sich der bereits im Jahr 2006
vorgezeichnete Trend, dass die Verwaltungskosten der Kassen nachhaltig das Niveau des
zahnärztlichen Behandlungssektors (ohne ZE) erreicht haben. Die Nettoverwaltungskosten in
den ersten drei Monaten des Jahres betrugen 1,879 Milliarden € (= 5,06%), für zahnärztliche
Leistungen (ohne ZE) fielen Ausgaben in Höhe von 1,984 Mrd. € (=5,34%) an. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sieht die GKV angesichts des „jahreszeitlich üblichen Defizits“ von rund 0,7 Milliarden € auf einem positiven „Konsolidierungskurs“. Das System werde auf einer stabilen finanziellen Grundlage ab 2009 in den Gesundheitsfonds starten“
können, lautet ihre Prognose.
Hier eine Übersicht der Veränderungsraten wichtiger Ausgabensektoren in Relation zum Vorjahr (pro Mitglied in Prozent):
Veränderungsraten
West
Ost
Bund
I/2007 zu I/2006
je Mitgl.
Je Mitgl.
Je Mitgl.
Ärztliche Behandlung
+1,9
+4,6
+2,3
Zahnärztl. Behdlg. ohne ZE
+3,7
+2,2
+3,5
Zahnersatz
+6,4
+9,8
+7,0
Arzneimittel
+4,7
+2,2
+4,3
Krankenhausbehandlung
+0,3
+0,9
+0,4
Soz. Dienste / Prävention
+32,7
+17,3
+29,7
Früherkennung
+13,9
+12,8
+13,9
Leistungsausgaben insgesamt
+2,7
+3,0
+2,8
Verwaltungskosten
+1,7
+3,0
+1,9
Den „Nachholeffekt“ beim Zahnersatz kommentiert das BMG mittlerweile immer mit demselben Textbaustein: „Die Veränderungsraten von + 7,0 v.H. bei den Zahnersatzausgaben sind
vor dem Hintergrund der hohen zweistelligen Einbrüche in 2005 nachvollziehbar. Obwohl die
Ausgaben für Zahnersatz somit immer noch deutlich niedriger lagen als im Jahr 2004, scheint
sich die Entwicklung in diesem Bereich allmählich wieder zu normalisieren.“ Quelle: BMG-PM,
adp-Recherche
GKV-Szene
...aus dem GKV-Leistungskatalog
Krankenkassen bezuschussen nicht nur – wie von der KV Nordrhein beklagt - Kreuzfahrten. Sie
sind auch im ganz normalen Leben präsent: „Tiersittexpress: Bei Vorlage der Krankenversichertenkarte erhalten Versicherte der Deutschen BKK 10% Preisnachlass auf die Leistungen
des Tiersitterexpress® vom Gassi-Service über halb- oder ganztägige Betreuung für Hund,
Katze, Nager oder Vogel, bis hin zur wochenweisen Aufnahme des Tieres in einer Gastfamilie.
Kontaktdaten: Tiersitterexpress Region Wuppertal, Angelika Lohmer, Telefon: (02227) 4641,
Fax:
(02227)
9128
39,
email:
info.wuppertal@tiersitterexpress.de;
Homepage:
www.tiersitterexpress.de“ Quelle: Homepage der Deutschen BKK
Zahnheilkunde
APW – Kontrovers: Diskussion über die verkürzte Zahnreihe
„APW – Kontrovers“, eine kritische Veranstaltungsreihe der Akademie Praxis und Wissenschaft (APW), widmet sich am Samstag, 6. Oktober 2007, im Rahmen des Dresdener Kolloquiums in hochkarätiger Besetzung dem Thema: „Verkürzte Zahnreihen – verhindern, behandeln, belassen“. „Ich erwarte einen interessanten Austausch der Argumente, die letztendlich um die Fragen ‚Extrahieren oder Erhalten‘ und „Wie viele Zähne wie ersetzen“ kreisen
werden“, freut sich Moderator und Veranstaltungsleiter Prof. Dr. Michael Walter (TU Dresden) auf angeregte und fachkundige Diskussionen.
Das Kolloquium im Rahmen der APW-Reihe, das von 9 bis 16 Uhr im Hörsaal des Medizinisch-Theoretischen Zentrums in Dresden veranstaltet wird, teilt sich in die drei Blöcke
•
„Grundlagen“
•
„Verkürzte Zahnreihen verhindern oder rechtzeitig extrahieren?“ und
•
„Verkürzte Zahnreihen behandeln“.
Neben Prof. Walter werden u.a. auch der Präsident elect der Deutschen Gesellschaft für Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Prof. Dr. Thomas Hoffmann (Dresden), Prof. Dr.
Edgar Schäfer (Münster) sowie Prof. Dr. Dr. Stefan Schultze-Mosgau (Jena), Prof. Dr.
Ralph Luthardt (Ulm) und Prof. Dr. Klaus Böning (Dresden) das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Weitere Informationen und Anmeldungen über die APWGeschäftsstelle, Liesegangstraße 17a, 40211 Düsseldorf, Tel. 0211-66 96 73-0, oder apwfortbildung@dgzmk.de. Quelle: APW-PM vom 30.05.07
auf den punkt /
Praxismanagement I
BZÄK/DGZMK-Infos:
„kompetent,
leicht verständlich und
wissenschaftlich
abgesichert“
Praxismanagement
II
Themenkomplexe auf der
KBV-Homepage:
-angestellte Ärzte
-Zweigpraxen
-Berufsausübungsgemeinschaften
-„Teilzulassungen“
-Med. Verorgungszentren
Arbeitsrecht
Abmahnung als milderes
Mittel oder Vorstufe zur
Kündigung
Praxisfinanzen
© agentur adp
13/2007 • 04. juni 2007
Patienteninfos von BZÄK, DGZMK und KZBV
Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Deutsche Gesellschaft für Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) werden in einer gemeinsame Initiative
eine Serie von Patienteninformationen für die zahnärztliche Praxis erstellen. Diese
setzen auf den wissenschaftlichen Stellungnahmen der DGZMK sowie den bis dato erarbeiteten Leitlinien auf und stehen dem interessierten Patienten auch im
Web unter www.bzaek.de bzw. www.dgzmk.de zur Verfügung. Geplant sind die
sechs Themengruppen
„Grundlagenwissen“
„Prophylaxe“
„Zahnerhaltung“
„Parodontalerkrankungen“
„Zahnersatz“
„Kieferorthopädie“
Bereits jetzt verfügbar: „Op. Entfernung von Weisheitszähnen“, „Fluoridierung zur
Kariesprävention“, Fissurenversiegelung“ und „Parodontalbehandlung“. BZÄKVizepräsident Dr. Dietmar Oesterreich machte in diesem Zusammenhang
deutlich, dass BZÄK und DGZMK mit ihrem neuen Web-Angebot „für eine entsprechend fachlich wissenschaftliche Absicherung sowie unabhängige Beurteilung
der Informationen sorgen“ wollen.
¾
Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat ein neues
Patienteninformationsblatt zum Thema Wurzelbehandlung herausgegeben. Der
Flyer ist als Hilfestellung für die Zahnarztpraxis beim Patientengespräch gedacht
und gibt unter anderem Auskunft darüber, wann die Kasse die Therapie bezahlt.
Download unter www.kzbv.de.
Quellen:“ zm online“; BZÄK/DGZMK-PM
¾
„Kooperationskompass“ informiert über Praxismodelle
Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Kassenärztliche Vereinigungen
(KVen) haben ein Handbuch, den so genannten „Kooperationskompass“, aufgelegt. Ziel
ist die Information über die wichtigsten Formen der Zusammenarbeit seit Inkrafttreten
des Vertragsarztrechtsänderungsgesetzes (VändG). Die Ausarbeitung (Preis 19,90
€) soll einen systematischen Überblick über die möglichen Modelle und die damit verbundenen Fragen (u.a. Honorare, Finanzen, Qualität und Qualitätsmanagement, Verträge und
rechtliche Voraussetzungen) geben. Darüber hinaus bietet die KBV auf ihrer Homepage
(www.kbv.de) eine Zusammenstellung von häufig gestellten Einzelfragen (FAQs) mit den
jeweiligen Antworten der KBV-Vertragsabteilung an. Für den zahnärztlichen Bereich gibt
es ein derartiges Angebot noch nicht. Quelle: adp-Recherche
Vertraglich vereinbarte Überstunden sind auch zu leisten
Dies geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichtes (LAG) Nürnberg vom
09.01.2007 (7 Sa 79/06) hervor. In dem entschiedenen Fall hatte sich ein Arbeitnehmer
wiederholt geweigert, Überstunden zu leisten, obgleich in seinem Arbeitsvertrag eine
Pflicht, auf Anordnung Mehrarbeit zu erbringen, vereinbart worden war. Die hierauf vom
Arbeitgeber erklärte ordentliche Kündigung wurde vom LAG Nürnberg für wirksam gehalten. Dabei betonte das Gericht allerdings, dass als Voraussetzung für die Wirksamkeit
einer verhaltensbedingten Kündigung in der Regel immer auch eine zuvor erteilte, aber
vergeblich gebliebene Abmahnung ist. Die Abmahnung als milderes Mittel oder Vorstufe
zur Kündigung soll dem Einwand des Arbeitnehmers begegnen, „er habe die Pflichtwidrigkeit seines Verhaltens nicht erkannt oder jedenfalls nicht damit rechnen müssen, der
Arbeitgeber sehe dieses Verhalten als so schwerwiegend an, dass er kündigungsrechtliche
Konsequenzen ziehen werde“ (BAG, Urteil vom 17.02.1994, 2 AZR 616/93).
Der von der Kündigung betroffene Arbeitnehmer hatte bereits zuvor angeordnete Mehrarbeit verweigert. Diese Pflichtwidrigkeit wurde von dem Arbeitgeber auch wirksam abgemahnt. Trotz dieser Abmahnung weigerte sich der Arbeitnehmer ca. ein Jahr später erneut, angeordnete Mehrarbeit zu leisten bzw. machte seine Bereitschaft hierzu davon
abhängig, am darauf folgenden Tag Freizeitausgleich für diese Mehrarbeit zu bekommen.
Dies jedoch durfte der Arbeitnehmer nach Auffassung des LAG Nürnberg nicht, weil die
Verpflichtung zur Leistung von Mehrarbeit jedenfalls dann bedingungslos ist, wenn die
Anordnung der Mehrarbeit billigem Ermessen entsprach. Zudem hatten die Vertragsparteien eine anteilige Vergütung für anfallende Überstunden und gerade keinen Freizeitausgleich im Arbeitsvertrag vereinbart hatten. Quelle: Extrakt aus einem Artikel von Rechtsanwalt Sven Rothfuß aus der Kanzlei Dr. Halbe & Partner (Köln/Berlin) - Justiziar des DZV
Auswirkungen der Unternehmenssteuerreform auf die Praxis
Am 25. Mai 2007 stimmte der Deutsche Bundestag den Neuregelungen der Unternehmenssteuerreform 2008 zu. Vorbehaltlich der „Absegnung“ durch den Bundesrat
(noch vor der parlamentarischen Sommerpause) treten per 01.01.08 zahlreiche Änderungen in Kraft, die z.T. auch aus Sicht der zahnärztlichen Praxis interessant sind (stichwortartige Zusammenfassung):
•
Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Die Grenze für die Sofortabschreibung der GWG sinkt von bisher € 410,- auf € 150
•
Sonderabschreibungen: Die Inanspruchnahme ist auch für gebrauchte Wirtschaftsgüter möglich
•
Degressive AfA: Wegfall
•
Zinsschranke: Einführung einer Zinsschranke, die den Betriebsausgabenabzug
von Zinsaufwendungen begrenzt
•
Gewerbesteuer: Senkung der Gewerbesteuermesszahl auf 3,5%
Quelle: diverse Medienberichte
Redakteur & Herausgeber: Dr. Dirk Erdmann
Tel: +49 (0) 172-5959231, Fax: +49 (0) 2129-567931
E-Mail: redaktion@adp-medien.de
Jetzt auch im Web: www.adp-medien.de
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
2
Dateigröße
243 KB
Tags
1/--Seiten
melden