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GRAUBUNDEN Wie der einzelne Konsument Verantwortung

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GRAUBUNDEN
M o n t a g , 10. Februar 2014
Wie der einzelne Konsument
Verantwortung übernehmen kann
Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit - mit diesen Stichworten lud die ökumenische
von Brot für alle und Fastenopfer am Samstag Interessierte nach Landquart.
Kampagne
• GIAN ANDREA MARTI
D
Die Impulsveranstaltung der beiden Landeskirchen stand ganz im
Zeichen zu Themen der Nachhaltigkeit und' Generationengerechtigkeit. Denn wer ein gewöhnliches
Kleidungsstück wie eine Jeans genauer unter die Lupe nimmt, wird
feststellen, dass unser Konsum
langfristige globale Auswirkungen
hat. Mit der ökumenischen Kampagne 2014 möchten die beiden Landeskirchen zum genauen Hinschauen ermutigen und aufzeigen, wie
man anders handeln kann. Verschiedene Workshops sollten den
Teilnehmenden dabei Einblicke in
die Zusammenhänge unseres Konsums und den Handlungsspielraum
des einzelnen Konsumenten geben.
Abgeschlossen wurde die Tagung
mit einer Podiumsdiskussion, in der
die Teilnehmer Jules Rampini, Theologe und Biobauer, Christa Suter, Geschäftsleitung Stiftung bioRe, Simona Matt, ProjektkoordinatorinNachhaltigkeits-Eigenmarken von Coop
Schweiz, Bruno Tscholl, Leiter Caritas Graubünden, sowie die Kirchenrätin Barbara Hirsbrunner unter der
Leitung von Radio Grischa Moderator Simon Lechmann, die Thematik
diskutierten.
Nachhaltig
produzieren
Dass Nachhaltigkeit bei Produktion
und Konsum von Produkten notwendig ist, darin waren sich die Diskussionsteilnehmer einig. Auch
grosse Detailhandelsunternehmen
wie Coop setzen auf Nachhaltigkeit.
Es gehe darum den ökologischen
Fussabdruck jedes Einzelnen möglichst gering zu halten, erklärte Simona Matt von Coop Schweiz, denn
der Konsum von Lebensmitteln und
Getränken mache einen Grossteil
der heutigen Umweltbelastung aus.
Auch bei der Kleiderproduktion
wird vermehrt auf Nachhaltigkeit
gesetzt, beispielsweise die Stiftung
bioRe welche den Anbau von Bio-
Bewusstsein für künftige Generationen stärken: Simona Matt, Coop Schweiz, Christa Suter, Stiftung bioRe, Barbara
Hirsbrunner, Kirchenrätin, Bruno Tscholl,, Caritas Graubünden, Jules Rampini, Bergbauer und Theologe (v. L). (Ol)
Baumwolle fördert. Gravierende
ökologische Schäden, wie sei beim
konventionellen Anbau auftreten,
können laut Christa Suter so vermieden werden. Das Prinzip der Nachhaltigkeit müsse jedoch auch in den
Köpfen der Konsumenten Einzug
halten, so Suter.
Aufklärung als Schlüssel
Doch können sich Normalsterbliche überhaupt Bioprodukte leisten?
Simona Matt ist überzeugt, dass
sich nicht nur besser situierte über
Bioprodukte Gedanken machen
sollten. «Wer neben Bioprodukten
auch saisonal einkauft, spart sogar
Geld.» Denn saisonal angebotene
Schweizer Früchte seien beispielsweise deutlich günstiger als eine Peperoni aus Spanien. Auch Kleider
aus Bio-Baumwolle seien nicht erheblich teurer betont Suter. «Wer
Markenkleidung trägt, bezahlt wesentlich mehr als für Produkte aus
Bio-Baumwolle.» Doch muss nun
ein schlechtes Gewissen haben, wer
beim Einkaufen nicht auf Nachhaltigkeit achtet und eine gewöhnliche
Jeans kauft? «Eine gewisse Betroffenheit ist notwendig», betonte Barbara Hirsbrunner. Gerade bei Kindern und Jugendlichen brauche es
eine gewisse Vorbildfunktion, indem nachhaltiges Einkaufen vorgelebt wird. «Als einzelner Konsument hat man auch eine gewisse
Verantwortung», entgegnete Suter
auf die Frage, ob der tägliche Einkauf so nicht zum Politikum werde.
Wichtig sei es, sich zu informieren
und zu hinterfragen. Überhaupt sei
Aufklärung der Schlüssel zu einem
grösseren Bewusstsein und Verständnis beim Thema Nachhaltigkeit. Neue Technologien könnten
zudem zu wesentlichen Verbesserungen beim Energieverbrauch und
zur Effizienzsteigerung in der Produktion führen.
Handeln gefordert
Im Zentrum der ökumenischen
Kampagne 2014 mit dem Titel «Die
Saat von heute ist das Brot von
morgen» stehen die Themen Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit. Die Kampagne
möchte zum Handeln auffordern,
um Lebensgrundlagen wie Land,
Wasser und Luft für zukünftige
Generationen zu erhalten. Die
Jeans als generationenübergreifendes Symbol soll dabei aufzeigen, wie bedenklich mit den
Ressourcen Mensch und Umwelt
umgegangen wird. Im Rahmen der
Kampagne sollen die Konsumenten zu einem überlegteren Einkaufen animiert, sowie durch eine angepasste, biologische Landwirtschaft die Menschen im Süden unterstützt werden, ihre Ernährung
zu sichern und den Boden als Lebensgrundlage zu erhalten, (GAM)
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Kategorie
Bildung
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