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277 Herkunft wie auch klimatische und Standortsverhältnisse sind

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Physiologie, Biologie, Anatomie u.
Morphologie.
277
Herkunft wie auch klimatische und Standortsverhältnisse sind
hier, wie auch bei anderen werthvollen Pflanzenstoffen, v o n Einfluss
auf die M e n g e . So scheint das englische Klima zur Entwicklung
des ätherischen Oeles in den Blüten von Lavendula
vera am g e ­
eignetsten zu sein; nirgends wird das Lavendelöl in solcher Güte
erzeugt wie dort. D e r B o d e n v o n Mitscham und Hitkin soll sich
besonders für Laveudelcultur eignen.
W a s die Bedeutung der ätherischen Oele für die sie erzeugen­
den Pflanzen betrifft, so ist es wohl zweifellos, dass dieselben, ein­
mal gebildet, im Stoffwechsel keine weitere Verwendung
finden.
Niemals ist eine Wiederauflösung harziger oder öliger A b l a g e r u n g e n
bemerkt w o r d e n ; bei manchen Laurineen
und Piperaceen
ist das
Gegentheil sicher beobachtet w o r d e n , nämlich dass das Harz v o m
ersten A u g e n b l i c k seiner A b l a g e r u n g an keine weitere V e r w e n d u n g
mehr findet.
Hingegen haben die ätherischen Oele*) eine Bedeutung als
Schutzmittel gegen Thiere und Pilze, bei ersteren manchmal auch
als Anlockungsmittel.
Insecten werden oft ungünstig beeinflusst durch die ätherischen
O e l e ; so ist v o n B u r c h a r d t nachgewiesen worden, dass der
Perubalsam (von verschiedenen Myroxylon-Arten
stammend) mit
seinem Gehalt an Zimmtsäurebenzylester und Zimmtsäurezimmtester
ein starkes Gift für die Krätzmilbe ist; sie stirbt darin binnen
2 0 — 3 0 Minuten (auch die Eier). Bekannt ist die A n w e n d u n g v o n
Kampfer g e g e n Motten, der Blütenköpfe v o n Pyreihrum
cinerarifolium T r e v . g e g e n Insecten.
Verf. prüfte insbesondere den Einfluss der ätherischen Oele
auf niedere Organismen, wie Infusorien, Diatomeen,
Spaltalgen,
Pilze; bei solchen Oelen, deren Bestandtheile rein dargestellt
werden können, wurden auch die betreffenden chemischen Sub­
stanzen geprüft, so das Eugenol (im Nelkenöl), der Zimmtaldehyd
(im Z i m m t a l d e h y d ) .
Es ergab sich in den meisten Fällen eine schädliche Einwirkung
schon bei sehr grosser Verdünnung. D i e mikroskopisch kleinen
Thiere und Pflanzen des Teichschlammes sterben in 0,1—0,01 °/o
Lösung des ätherischen Oeles meist bald ab oder gehen in einen
Erschlaffungszustand über. Pilze werden ebenfalls ungünstig beein­
flusst, in der Entwicklung gehemmt, und zwar Schimmelpilze mehr
als Bakterien.
Ueber den Zusammenhang zwischen schädlicher W i r k u n g und
chemischer Constitution ist im Original nachzusehen.
Bokorny
Ewart, A . E., O n
contact
irritability.
Jardin botanique de Buitenzorg.
Vol. X V .
—242.)
(München).
(Annales du
1898. p . 187
Nach den Untersuchungen des Verf. besteht in physiologischer
Hinsicht ein ganz allmählicher U e b e r g a n g zwischen den Haken*) Im weiteren Sinne des W o r t e s , nicht bloss die
Terpene.
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Gesundheitswesen
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