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ende Motoren beim Autocross „Wie der Phönix aus der Asche“ - Holle

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Hildesheimer Land • Süd
22 Hildesheimer Allgemeine Zeitung
Dienstag, 15. September 2009
Kompakt
Unfall fordert
Schwerverletzten
Süd
Baddeckenstedt (ara/r). Schwere Verletzungen hat ein Autofahrer bei einem
Verkehrsunfall am Sonntagabend in Baddeckenstedt erlitten. Ein 78-Jähriger bemerkte zu spät, dass auf der Bundesstraße
6 zwei Fahrzeuge gestoppt hatten. Der
Mann fuhr auf den Wagen eines 23-Jährigen auf. Dessen Fahrzeug wurde durch
die Wucht des Aufpralls gegen ein weiteres davor stehendes Auto geschoben. Der
23-Jährige erlitt dadurch erhebliche Verletzungen. Den Gesamtschaden beziffert
die Polizei auf etwa 9500 Euro.
Holle
Holle. Nach dem Ende der Sommerpause lädt die Arbeiterwohlfahrt
Holle wieder zu ihrem turnusmäßigen
Familienfrühstück ins AWo-Zentrum
ein. Jeder, der Lust hat, ist am Mitt-
woch, 16. September, ab 9.30 Uhr
eingeladen. Kostenbeitrag: 4,50 Euro.
Im Mittelpunkt der Frühstücksrunde
steht ein Vortrag über das Thema
„Südfrüchte“.
(r)
Neue Spender helfen Leben retten
Holle. Der DRK-Ortsverein kann einen
Erfolg verbuchen: Beim jüngsten Blutspendetermin waren mit 20 Erstspendern über zehn Prozent Anfänger dabei. 176 kamen insgesamt in die
Grundschule Holle. Möglicherweise ist
dieser Erfolg auf eine Werbeaktion zurückzuführen. Denn die Vorsitzende
Sieglinde Deffner-Korrmann, Kassenwartin Birgit Dittrich und Dürken
Lüer hatten im Vorfeld vor einem Einkaufsmarkt in Holle die Werbetrommel
gerührt. „Wir brauchen unsere Statis-
tik nicht schön zu reden, doch die Anzahl der Erstspender ist wirklich überdurchschnittlich hoch“, sagte die
Spendenbeauftragte im Ortsverein,
Birgit Hahn. Unter Berücksichtigung,
dass das DRK bei einem zusätzlichen
Termin in Sottrum (96 Spender) nun
mit 176 ein durchaus respektables Ergebnis erzielt habe, so Hahn. Vorsitzende Sieglinde Deffner-Korrmann
(rechts) gratulierte und dankte den
Wiederholungsspendern mit Geschenken (von links): Dürken Lüer (50-mal),
Christa Staufenbiel (25mal), Christina Schmidt (sie
stieg erst vor zwölf Jahren
als Blutspenderin auf Aufregung der Eltern ein und
kann nun die runde Zahl 40
aufweisen), Norbert Graminski (80-mal) und Reinhard
Christel (25-mal). Nicht auf
dem Bild ist Heike Umgelter aus Grasdorf, die sich
zum 40. Mal einen Pikser
setzen ließ.
(hs)/Foto: Schlittenbauer
Elze
Elze. In der Stadtbücherei werden am Donnerstag, 17. September, ab 17 Uhr neue Bücher vorgestellt. Der Eintritt ist frei.
(ol)
Wittenburg/Alferde. Die Bürgerinitiative „Rettet die Finie“ lädt zur Jahresversammlung für Donnerstag, 17. September, um 19 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus Alferde ein. Nachdem alle Initiativen in Richtung EU, Bundestag und
Landtag gescheitert sind, ist Hauptdiskussionspunkt die Auflösung der Bürgerinitiative.
(r)
Wülfingen. Der DRK-Ortsverein lädt
die Kinder zum Herbstbasteln ein. Beginn ist am Sonnabend, 26. September,
um 15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus. Die Leitung hat Martina Othmer.
(ol)
Wülfingen. Der Heimatbund lädt Mitglieder und Gäste zur Grenzbegehung
ein. Treffpunkt ist am Sonnabend, 26.
September, um 14 Uhr an der Mehrzweckhalle. Die Führung übernimmt
Jens Rinne. Die Begehung führt über
den Holzweg zum „Weißen Brink“.
Dort trifft die Gruppe den Ortsvorsteher der Nachbargemeinde Sorsum,
Friedrich Thiele. Die Exkursion endet
mit Pellkartoffeln und Hering im Vereinsheim an der Mehrzweckhalle. (ol)
Gronau
Brüggen. Der Gemeinderat tagt am
heutigen Dienstag ab 19 Uhr in der
Gaststätte „Deutsches Haus“. Auf der
Tagesordnung stehen unter anderem
Rückzahlungen für die Vorfinanzierung
des Radweges zwischen Brüggen und
Wettensen sowie Bodenabbrüche im
Bereich des Kiesabbaus.
(r)
Rheden. Ein familienfreundliches Vermarktungskonzept für das Baugebiet
„Talweg“ und das Baudenkmal „Brunottescher Hof“ werden im Mittelpunkt
der Gemeinderatssitzung am morgigen
Mittwoch, 16. September, ab 19 Uhr in
der Gaststätte „Alte Schule“ stehen. (r)
Gronau. Der Umweltausschuss befasst
sich am Donnerstag, 17. September, ab
17 Uhr im Sitzungszimmer des Bürgermeisterhauses mit der Umstellung der
Straßenbeleuchtung auf Energiesparlampen, dem Stadtumbau West mit
Blick auf die südlichen Leineinseln und
der Schaffung eines RegenwasserRückhaltebeckens in Verlängerung des
Eitzumer Wegs für den Hochwasserschutz. Ferner wird es um den ersten
Bauabschnitt des Eitzumer Wegs, um
den Bebauungsplan „Saure Maate
West“, um die Erneuerung von Straßen
im Stadtgebiet und die Instandsetzung
von Straßen und Gehwegen gehen.
Auch die Beseitigung von Pappeln am
Verbindungsweg nach Elze wird das
Gremium beschäftigen.
(r)
Gronau. Am Freitag, 18. September, gibt
es in Gronau wieder eine Rentenberatung der ehemaligen LVA (jetzt: Deutsche
Rentenversicherung
Braunschweig/Hannover). Von 11 bis 17 Uhr
bietet der Versichertenälteste Günter
Cassin seine Sprechstunde im Verwaltungsgebäude II der Samtgemeinde Gronau, Zimmer 6 (Rentenbüro), an. Terminvereinbarung unter 0 50 63 / 7 22. (r)
Reservisten stellen
sich in Sottrum vor
Die Gemeinde feierte in Holle den Wiedereinzug in die Martinskirche mit rund 200 Teilnehmern.
„Wie der Phönix aus der Asche“
Eine Million Euro für Reparatur und Renovierung des St. Martins Gotteshauses in Holle
Holle (hs). Eine Wiedereinweihung in
Etappen: Ab sofort gibt es in der Holler
St.-Martins-Kirche nach fast 32-monatigen Reparaturarbeiten wieder Gottesdienste. Aber ganz fertiggestellt ist die
über 800 Jahre alte historische Kirche
noch nicht. Es wird wohl noch bis Pfingsten 2010 dauern, ehe eine Orgel, ein Taufstein, die Kanzel und Altarfiguren das
Gebäude wieder schmücken.
Mithin feierte nun die Gemeinde mit
Superintendent Christian Castel vom
evangelischen Kirchenkreis Hildesheimer
Land mit einem Festgottesdienst keine
Wiedereinweihung, sondern erst den Wiedereinzug.
So war es auch zu verstehen, dass Kirchenvorsteher Gerhard Klein vor Beginn
des Gottesdienstes von einem Aus- und
Einzug sprach. Denn zunächst zog die
Gemeinde aus dem überbesetzten PaulGerhardt-Haus aus, um dann gemeinsam
mit Castel, den Geistlichen Claudia Schubert und Peter Michael Wiegandt, dem
Kirchenvorstand und dem Kirchenchor in
die nahe fast fertige Kirche zu gehen.
Nach einer kurzen Abschiedsandacht aus
dem Gemeindehaus überreichte Klein der
Küsterin Vera Oldenburg den Schlüssel
für die Kirchentür. „Falls die Stühle in
der Kirche nicht reichen, können welche
aus dem Paul-Gerhardt-Haus mitgenommen werden“, sagte Wiegandt. Dazu kam
es nicht, das Angebot im Gotteshaus mit
rund 200 Plätzen reichte gerade so aus.
Schubert und Wiegandt gingen in der
Ansprache unter anderem auf das furchtbare Feuer ein, das am 27. Januar 2007
die Kirche schwer beschädigt hatte. Die
neue Empore und das strahlende Licht
lassen die Kirche nunmehr in weiß-blauem Ton hell erleuchten. Nur im Zentrum
des Altars mit dem Gekreuzigten seien
noch Brandspuren vorhanden, so Schu-
Bauverein spart
für Erneuerungen
Sie standen beim Wiedereinzug der Besucher in die St. Martins Kirche an der Eingangstür Spalier: Peter Michael Wiegandt, Claudia Schubert und Superintendent Christian Castel (von links).
bert. Die Reparaturkosten beliefen sich
auf rund eine Millionen Euro. Versicherungen, Zuschüsse und Spenden brachten
den Betrag zusammen. Es reiche aber um
weitere notwendige Anschaffungen zu tätigen, sagte Wiegandt und bat um weitere
Spenden. Auch die Kollekte der Feierstunde soll dafür verwendet werden.
Dann trat Castel nach vorn: Er stellte die
renovierte und restaurierte Kirche wieder
in den Dienst Gottes, indem er mit der Gemeinde betete. Vor rund 1000 Tagen sei es
erschreckend und schockierend gewesen,
das verwüstete Bild des Gebäudes anzusehen. „Nach tiefer Betroffenheit folgt nun
die große Freude. Die Kirche ist wie Phönix aus der Asche wieder da – und schöner
als früher“, lobte er.
Dröhnende Motoren beim Autocross
Der „alte Fuchs“ zeigt der Konkurrenz das Heck: Günter Wegner aus Rheden verteidigt Deutschen Meistertitel
Carsten Niepel
(Langenholzen)
errang den Deutschen Meistertitel
in der Klasse II,
Serientourenwagen
bis 1800 ccm.
Silvio Luxath
(Empelde), der
neue Hoffnungsträger des AST Eime,
hatte Pech mit
einem Getriebeschaden. Bis kurz
vor Schluss lag
er auf der Langstrecke in Führung.
Eberholzen (bn). Dröhnender Motorlärm bestimmte zwei Tage lang das Geschehen bei Eberholzen. Ein spektakuläres Autocross-Rennen auf einer
schnellen und harten Strecke mit waghalsigen Lenkmanövern in den Kurven
forderte von allen Piloten hohe Konzentration. Bei hohen Touren und meterweiten aufwirbelndem Schlamm erlebten auch die Zuschauer beeindruckende
Momente.
Zum 16. Mal in Folge gab das AutoSpeedway-Team Eime den Start frei –
diesmal mit einer Doppelveranstaltung:
70 Piloten fuhren bei der Weserbergland-Autocross-Meisterschaft, rund 100
Piloten fuhren um die Meisterschaft des
Deutschen Rallye-Cross-Verbandes. Aus
allen Teilen Deutschlands und den Benelux-Ländern kamen die Teilnehmer
zur einzigen regionalen Veranstaltung
in der Region angereist. Die Begeisterung und der Enthusiasmus der Piloten
mit ihren „Schraubern“ zeigten, dass
Autocross schon lange nicht mehr zu
den Randsportgruppen zählt. Sie geben
alles für den Motorsport – fast jedes Wochenende.
Das Gelände um die Rennstrecke glich
Fotos: Schlittenbauer
einem riesigen Campingplatz mit fahrbaren Werkstätten und Ersatzteillagern.
Bei technischen Problemen musste
gleich vor Ort repariert und getüfftelt
werden. Um die Umwelt nicht zu gefährden, wurden dabei große Planen unter den Rennautos ausgebreitet.
Bei der Gruppe Spezialcrossfahrzeuge
in der Klasse V (1800 ccm) hat der amtierende Deutsche Meister Günter Wegner seinen Titel erfolgreich verteidigt.
Somit ist der Rhedener gleichzeitig auch
fünfmaliger Vereinsmeister. Seit 20 Jahren ist er dabei – unter Crossfahrern ein
„alter Fuchs“. Er investiert viel Freizeit
in sein Hobby, die Karosserie ist Marke
Eigenbau.
Carsten Niepel errang den Deutschen
Meistertitel in der Klasse II, Serientourenwagen bis 1800 ccm. Der Langenholzener fährt mit seinem Scirocco schon
20 Jahre Crossrennen. Großen Anteil an
dem Sieg haben auch seine „Schrauber“
Cord Wählisch und Ulf Dörfer. Wählisch erreichte in der Gesamtwertung
der Deutschen Meisterschaft den siebenten Rang. Großes Pech hatte das
Vereinsmitglied Silvio Luxath aus Empelde. Bei 40 gefahrenen Runden lag der
Kurz nach dem Start der Spezialcrossfahrzeuge setzt sich der spätere Sieger Günter Wegner (Mitte) an die Spitze.
Sottrum (hs). Die Kreisgruppe Hildesheim im Verband der Reservisten der
Deutschen Bundeswehr veranstaltet am
Sonnabend, 19. September, in Sottrum
den Aktionstag „Tag der Reservisten“.
Das Motto lautet: „Treffen Sie jetzt auf
Reserven der Zukunft“. Dabei möchten
sich die Organisatoren präsentieren und
deutlich machen, dass sie den „friedenssichernden Auftrag der Bundeswehr unterstützen, indem sie der Truppe als verlässlicher Partner zur Seite stehen.“ Schirmherr ist Landrat Reiner Wegner.
Das Programm: 10 Uhr, Ökumenischer
Feldgottesdienst, 11 Uhr, Eröffnung der
Veranstaltung, 13 und 16 Uhr, Platzkonzert, ab 15 Uhr Fahrt mit dem Heißluftballon (wenn es die Wetterbedingungen
zulassen). Ab 11.30 Uhr Erbsensuppe aus
der Feldküche. Die weiteren Aktivitäten:
Fahrzeugschau, Waffenausstellung, Aktionsausstellung „Leben im Felde“, Panzermodelle/Bw-Fahrzeuge im Maßstab
1:25. Auch das Technische Hilfswerk
(THW), das DRK, der Wehrdienstberater,
der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und die Feuerwehr sind dabei.
talentierte Pilot in Führung, als er kurz
vor Schluss wegen eines Getriebeschadens aufgeben musste.
Zur Durchführung der Veranstaltung
hatte das 20-köpfige Organisationsteam
des AST Eime wieder eine logistische
Meisterleistung vollbracht. Einige Helfer nehmen sogar Urlaub für dieses
Spektakel. Angefangen von der gastronomischen Versorgung aller Rennbeteiligten und Zuschauer bis hin zur Aufbereitung der Rennstrecke hatten die Verantwortlichen alles im Griff. Lob kam
von allen Seiten. „Besonders die Sicherheit wird bei uns groß geschrieben. Wir
sind der einzige Verein weit und breit,
der Sicherheitszäune aufstellt“, kommentierte Pressesprecher Tobias Friedrich die Sachlage.
Trotz des Lärmpegels freut sich Friedrich über das gute Einvernehmen und
Verständnis mit den Eberholzer Bürgern. Besonderer Dank galt den Landwirten für die Bereitstellung der Agrarflächen und Hilfe mit Maschinen, der
Samtgemeinde Sibbesse, dem Realverband Eberholzen, den Ortsfeuerwehren
Eberholzen und Sibbesse sowie dem Sanitätsdienst.
Fotos: Neumann
Nach der Lesung durch Ilse Hanke hielt
die neue Pastorin der Region Holle, Claudia Schubert, die Predigt. Die Leihorgel
spielte Hans-Henning Bleckmann. Die
Feier gestaltete ein verstärkter Kirchenchor mit Dirigentin Lieselotte Lerch und
dem Lied „Lobe den Herrn, o meine Seele!“ mit. Dann ging es wieder zurück ins
Paul-Gerhardt-Haus, das inzwischen als
„Kirchencafé“ für Gespräche unter den
Gemeindemitgliedern eingerichtet war.
Mit Blick nach vorn sollten sich die
Besucher schon den 10. Oktober 2010
vormerken: „Dann wird nämlich ein
Gottesdienst aus der wohl endgültig
kompletten St. Martins Kirche im Rundfunk übertragen“, sagte Wiegandt und
erhielt Beifall.
Elze (ol). Die Jahresversammlung des
Bauvereins ist harmonisch verlaufen.
Vorstandsmitglied Karl-Heinz Büssel berichtete über das gestiegene Gesamtvermögen des Bauvereines durch Zunahme
des Anlagevermögens und Erhöhung der
Bausparguthaben. Zum Verein zählen
215 Mitglieder.
Büssel bezeichnete die Mietrückstände
als ein großes Problem. Dadurch habe es
auch im vergangenen Jahr wieder Kündigungen und Zwangsräumungen gegeben.
Die Genossenschaft bewirtschaftet zurzeit 143 Wohnungen, ein Büro, 51 Garagen und 37 Einstellplätze. Der Bilanzgewinn von etwa 9000 Euro soll nach dem
Willen der Mitglieder der Bauerneuerungsrücklage zugeführt werden. Andreas Baumann sprach von geordneten Vermögens- und Kapitalverhältnissen. Für
das ausgeschiedene Aufsichtsratmitglied
Heinz Schütte wurde Lothar Bernecker
als Nachfolger gewählt.
Bürgermeister Friedel Albes hält es
künftig für wichtig, sich wieder verstärkt
in die Arbeit des Bauvereins einzubringen. Allerdings muss erst geprüft werden,
ob die Städtebauförderung dabei greifen
wird.
Aus dem Abstecher
wurden 22 Jahre
Chefarztwechsel in der Allgemein- und Viszeralchirurgie
Gronau (mb). „Eigentlich wollte ich
nur ein oder zwei Jahre in Gronau bleiben, am Ende sind es 22 Jahre geworden“, sagte der scheidende Chefarzt der
Allgemein- und Viszeralchirurgie am
Johanniter-Krankenhaus, Dr. Joseph
Theruvath, bei seiner Verabschiedung.
Im Beisein von 100 Gästen wurde auch
sein Nachfolger, der Diplommediziner
Stefan Train, in sein Amt eingeführt.
„Mit Dr. Joseph Theruvath wird ein
verdienter Chefarzt in den verdienten
Ruhestand geschickt“, meinte der Vorsitzende des Kuratoriums, Professor Dr.
Philipp Albrecht, und dankte dem Arzt
für sein Engagement. Train wünschte er
Freude und Erfolg in seinem neuen Job.
Der ärztliche Direktor, Dr. Jürgen
Bertram, verglich die 22-jährige Beziehung zum Gronauer Krankenhaus mit
einer Ehe. „Immerhin haben Sie einen
Großteil Ihres Lebens hier verbracht“,
sagte er mit Blick auf Theruvath. Er attestierte dem scheidenden Chefarzt, fast
als Alleinunterhalter die Viszeralmedizin (Chirurgie der inneren Organe) in
Gronau wieder auf die Beine gestellt zu
haben. „Ich bin stolz darauf, dass Sie
fast Silberhochzeit mit unserem Krankenhaus feiern konnten.“
Theruvath war als 19-Jähriger nach
Deutschland gekommen, studierte zunächst Theologie, dann Medizin. Gronau
sollte nur eine kurze Etappe sein. „Meine Frau und ich fühlten uns aber trotz
anfänglicher Schwierigkeiten so gut
aufgenommen, dass dann 22 Jahre daraus wurden“, sagte Theruvath. Ihm habe immer das Wohl der Menschen am
Herzen gelegen. Deshalb sei er froh, dass
mit Stefan Train ein würdiger Nachfolger gefunden worden sei. Theruvaths
Dank für die langjährige Zusammenarbeit galt allen Mitarbeitern des Krankenhauses sowie allen Kollegen in den
Praxen und den Krankenhäusern in der
Region. „Vielleicht sehen Sie mich künftig als Seelsorger im Krankenhaus“,
sagte der scheidende Chefarzt, der im
Jahr 2007 vom Hildesheimer Bischof als
Diakon geweiht worden war.
Bertram hieß anschließend Theruvaths Nachfolger willkommen. Der gebürtige Brandenburger hat an der Cha-
Der Diplommediziner Stefan Train (links) löst
Dr. Joseph Theruvath als Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Gronauer Johanniter-Krankenhaus ab.
Foto: Bornemann
rité in Berlin Medizin studiert. Im Anschluss an seine chirurgische Facharztausbildung im Städtischen Krankenhaus am Prenzlauer Berg in Berlin setzte
Train seine chirurgische Facharztausbildung in Hamm in Westfalen fort.
1991 wurde er Facharzt für Chirurgie,
1992 Facharzt für Unfallchirurgie. Seit
1993 war Train Oberarzt, seit 2006 Leitender Oberarzt am Krankenhaus in
Springe. Stefan Train ist verheiratet
und Vater von vier Kindern. „Ich bin gespannt auf Ihre Arbeit und Ihre Ideen“,
rief Bertram dem neuen Chefarzt zu.
Train betonte, dass jeder Mensch ein
Anrecht auf eine individuelle Therapie
habe. „In der Medizin und vor allem in
der Chirurgie kommt es dann auf die
Teamleistung an.“ Die Krankenhäuser
stünden derzeit vor schwierigen Zeiten.
Das Internet, aber auch andere Medien
gewännen bei der Bewertung der Häuser
immer mehr an Bedeutung. „Das Gronauer Krankenhaus ist in diesem Zusammenhang insbesondere dank des aktiven Fördervereins aber sehr gut aufgestellt.“
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