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Hausarztmedizin – wie weiter? Auf rostigen Wegen Seelsorge hinter

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Mir z'lieb
Die Kundenzeitschrift der EGK-Gesundheitskasse
14. Jahrgang I Mai 2009
Hausarztmedizin – wie weiter?
Den Hausärzten fehlt der Nachwuchs
Auf rostigen Wegen
Der Eisenweg im Fricktal
Seelsorge hinter Mauern
Gefängnispfarrer Heinz Wulf
www.egk.ch
2
Mir z'lieb
Editorial
Liebe Leserinnen und Leser
Für viele ist der Mai der schönste Monat des Jahres. Die Tage sind
länger als die Nächte, die Natur zeigt sich von ihrer farbenprächtigen Seite, und etliche Aktivitäten finden wieder draussen statt.
Unsere Sinne werden verwöhnt, es duftet nach Blumen und Blüten,
ein laues Lüftchen streichelt unser Gesicht und allerorten zwitschert, summt und trällert es. Zu idyllisch, um wahr zu sein? Ich
empfinde es als Geschenk der Erde, zu der wir Sorge tragen sollten.
Mitra Devi
Eine ganzheitliche Heilmethode, in der nährende Sinneseindrücke
einen grossen Stellenwert haben, ist die indische Gesundheitslehre
Ayurveda. Was hinter der asiatischen Heilkunst steckt, die auch
im Westen immer mehr Menschen anspricht, erfahren Sie in dieser
Ausgabe.
Am 1. April haben die Hausärzte mit verschiedenen Aktionen auf
sich aufmerksam gemacht. Yvonne Zollinger hat sich mit
Margot Enz, Vizepräsidentin des Hausärzteverbandes SGAM, über
die Anliegen der Allgemeinmediziner unterhalten.
Schreiben Sie uns bitte, wenn Sie Ergänzungen
oder Einwände gegen die im «Mir z’lieb» publizierten Texte haben! Die Redaktion freut sich auf Ihre
Post, ob als Brief oder E-Mail.
Redaktionsadresse
EGK-Gesundheitskasse
Redaktion «Mir z’lieb»
Postfach 363
4501 Solothurn
mirzlieb@gfms.ch
Impressum: Mir z’lieb
Herausgeberin: EGK-Gesundheitskasse
Internet: www.egk.ch
Redaktionsleitung: Zett Corporate Publishing, Yvonne Zollinger
Verantwortlich: GfM AG, Bruno Mosconi
Lektorat/Koordination: GfM AG, Marianne De Paris
Redaktion: Walter Hess, Mitra Devi
Gestaltung: Ingold Design, Stephan Ingold, Caroline Diethelm
Foto Titelseite: iStockphoto, Daniel Steinmann Boldu Laflor
E-Mail: mirzlieb@gfms.ch
Für unverlangt eingesandte Manu­skripte, Fotos oder Illustrationen
übernimmt die Herausgeberin keine Haftung.
In unserem Portrait erzählt ein Pfarrer von seinem Alltag als
­Seelsorger von Strafgefangenen in einem Gefängnis. Und Walter
Hess nimmt Sie mit auf eine Reise ins Fricktal. Dabei streift er
durch Gegenden, in denen schon zu Römerzeiten Eisenerz abgebaut wurde. Vielleicht lassen Sie sich von ihm anregen, an einem
Sonntagmorgen den 13 Kilometer langen Eisenweg zu Fuss zu
­erkunden.
Ich wünsche Ihnen einen bunten Mai,
Mitra Devi
Redaktions-Mitglied
Mir z’lieb
Inhalt
Den Schweizer Hausärzten fehlt der
Nachwuchs. Sowohl die Ausbildung wie
auch die spätere finanzielle Situation
sind für junge Ärzte nicht attraktiv.
4
Die alte indische Lehre des Ayurveda
boomt seit einigen Jahren auch im
­Westen. Hinter Ayurveda steckt eine
ganzheitliche Wissenschaft der Gesundheit.
8
Fokus
Haben die Hausärzte eine Zukunft?
4
Gesundheit
Ayurveda – mehr als Kräuteröl und
Rosenblütenbad
8
EGK Informationen
Der Newsletter Kräuterwissen 11
Reiselust
Eisenweg – die Lust am Rost
im Fricktal
12
SNE News
15
Kolumne
Chind und Chegel
16
Portrait
Gefängnispfarrer Heinz Wulf
17
Kinderseite
20
12
Bis vor 42 Jahren gehörte das Aargauer
Fricktal zu den Erzlieferanten. Heute
kann man sich auf dem Eisenweg die
Geschichte der Eisenförderung erwandern.
3
4
Mir z'lieb
Fokus
Hat die Hausarztmedizin
eine Zukunft?
Den Schweizer Hausärzten fehlt der Nachwuchs. Laut Margot Enz, Vizepräsidentin
des Hausärzteverbandes SGAM und Hausärztin in Baden, gibt es dafür verschiedene Gründe. Sowohl die Aus- und Weiterbildung wie auch die spätere finanzielle
Situation sind für junge Ärzte nicht attraktiv. Ausserdem kämpfen die Hausärzte
mit einem angestaubten Berufsbild.
Margot Enz: «Das
­Ansehen macht
den Hausärzten zu
schaffen.»
Die SGAM
Die Schweizerische Gesellschaft für Allgemeinmedizin
(SGAM) vereinigt rund 4000
Hausärzte, zumeist Fach­
ärztinnen und Fachärzte in
Allgemeinmedizin (mit einer
Weiterbildung von mindestens 5 Jahren).
Frau Enz, es wird viel über die Forderung der
Hausärzte nach höheren Löhnen geredet. Wie
passt das zu den ständig steigenden Kosten im
­Gesundheitswesen?
Das passt sehr gut, weil niemand daran zweifelt,
dass die Hausarztmedizin jene mit dem besten
Kosten-Nutzen-Verhältnis ist. Wenn wir weiterhin mit entsprechendem Rüstzeug und guter
­Ausbildung qualitativ hochstehende Hausarzt­me­dizin betreiben können, ist diese im Verhältnis
zu dem, was wir alles abschliessend behandeln
können, eine kosteneffiziente Medizin.
Es gibt immer weniger Hausärzte, dafür mehr
­Spezialisten.
Ja, es gibt eine Verschiebung hin zur Spezialisierung. Man geht davon aus, dass ein Verhältnis
von 40 Prozent Spezialisten zu 60 Prozent
Hausärzten ideal für ein gut funktionierendes
­Gesundheitssystem ist. Aktuell haben wir aber
in der Schweiz bereits über 60 Prozent Spezialisten und weniger als 40 Prozent Hausärzte. Laut
einer Studie des Schweizerischen Gesundheitsobser­vato­riums sind bis ins Jahr 2030 40 Prozent
der hausärztlichen Konsultationen nicht mehr
gewährleistet.
Wann hat diese Verschiebung hin zur Spezialisie­
rung angefangen?
Ich würde sagen, dass das schon vor mindestens
15 Jahren begonnen hat. Bereits als Ruth Dreifuss
noch Gesundheitsministerin war, hat sie uns
Hausärzte ermahnt, etwas gegen diesen Trend zu
unternehmen, damit er später nicht zu einem
Problem wird.
Dabei ist zu bedenken, dass ein angehender Hausarzt sechs Jahre Studium und fünf Jahre Weiterbildungszeit als Assistenzarzt absolvieren muss,
bis er praktizieren kann. Was wir heute in die
­Wege leiten, wird also erst in etwa zehn Jahren
Früchte tragen.
Es braucht sicher einiges an Kapital, um als Haus­
arzt in der eigenen Praxis praktizieren zu können.
Ist das vielleicht ein Hinderungsgrund für junge
Ärzte, in die Hausarztmedizin zu gehen?
Ich denke, im Vergleich zum Spitalarzt braucht
ein Hausarzt sicher mehr Kapital. Aber es gibt
­natürlich auch viele Spezialärzte, die freiberuflich
tätig sind. Deren Geräte sind um einiges teurer.
Mit Sicherheit sind die Kreditvergaben schwieriger geworden. Früher war das einfacher. Keine
Bank hatte damals Grund zur Annahme, dass ein
Hausarzt zu wenig verdienen würde.
Fokus
Dann ist das Einkommen ein Grund, warum die
jungen Ärztinnen und Ärzte nicht in die Haus­
arztmedizin wollen?
Es ist einer von mehreren Faktoren. Dass die
Hausarztmedizin für angehende Ärzte nicht attraktiv ist, liegt unter anderem auch daran, dass
wir in der Schweiz keine strukturierte, praxisnahe
Hausarztausbildung haben. An den Universitäten
werden die Studenten ausschliesslich von Spezialisten geprägt. Etwas salopp gesagt hat man bis
jetzt angenommen: Man nehme ein wenig von
jedem Spezialisten und mache einen Hausarzt
­daraus. Das stimmt so nicht! Die Hausarztme­
dizin ist eine eigenständige Spezialität, die auch
durch entsprechende Experten vermittelt werden
sollte.
Ein weiterer Grund ist sicher auch die finan­zielle
Seite. Ein Kardiologe verdient in der Stunde das
Mehrfache eines Hausarztes. In vielen Spezial­
gebieten kann man auch besser Teilzeit ­arbeiten.
Als Hausarzt macht man viel mehr Langzeit­
betreuung bei den Patienten. Wenn am Sonntag
ein Medikament fehlt, das der Spezialist vergessen hat auf­zuschreiben, rufen die Patienten nicht
bei ihm an, sondern beim Hausarzt.
Das Berufsbild des Hausarztes ist im Wandel
­begriffen. Was macht das Spezifische an seiner
­Arbeit aus?
Das alte Bild des Hausarztes ist das des ewig Präsenten, der auch in entlegenen Gebieten noch
­seine Hausbesuche macht usw. Wenn im Fern­
sehen ein Hausarzt porträtiert wird, dann genau
dieser Typ. Natürlich gibt es die noch, aber sie
sind am Aussterben.
Heute besteht vor allem für angehende Ärzte eine
gewisse Verunsicherung, was ein Hausarzt ist, wie
seine Arbeit definiert werden soll. Über das Berufsbild des Hausarztes in einer sich verändernden Gesellschaft wurde im Kollegium für Hausarztmedizin ausführlich diskutiert.
Das Spezifische an der Arbeit des Hausarztes ist
wohl, dass er sich mit komplexen klinischen Fällen
mit einem hohen Anteil an Unsicherheit auseinanderzusetzen hat. Sie können zum Beispiel einen
Husten haben, und dieser kann Ausdruck einer
­ analen Erkältungskrankheit sein, aber, wenn Sie
b
Raucherin sind, auch Symptom von etwas Ernsterem. Also, zwischen «banal, geht von alleine wieder weg», bis zu schwerwiegenderen Erkrankungen – in diesem Umfeld der Unsicherheit bewegt
sich der Hausarzt tagtäglich. Auch die Langzeitbegleitung der Patienten ist eine typische Aufgabe
der Hausärzte. Und je mehr alte Menschen es gibt,
desto mehr nimmt auch die Behandlungsbreite
zu. Da gilt es oft gleichzeitig Bluthochdruck,
Diabetes, Rheuma und Schlafstörungen im Auge
zu behalten.
Trotz dieser anspruchsvollen Arbeit geniesst der
Beruf des Hausarztes nicht das gleiche Ansehen
wie der des Spezialisten. Muss man sagen, dass es
beinahe so etwas wie eine Zwei-Klassen-Gesell­
schaft bei den Ärzten gibt?
Ich denke, das Ansehen ist schon etwas, das uns
zu schaffen macht. Nicht in der Bevölkerung, aber
innerhalb der Ärzteschaft sind wir oft «nur» die
Hausärzte. Das wird zum Teil auch von der Politik
unterstützt. Gewisse Bestrebungen gehen zum
Beispiel dahin, dass ein Teil unserer Arbeit einfach
von Krankenschwestern, den Nurse Practitioners,
gemacht werden soll, nach dem Motto: «Wenn es
zu wenig Hausärzte gibt, dann bilden wir doch
einfach mehr Krankenschwestern aus.»
Natürlich gibt es Bereiche, die man zum Beispiel
der Spitex überlassen kann. Ich arbeite gern
Die Langzeitbegleitung
des Patienten ist eine
­typische Aufgabe des
Hausarztes.
Foto: iStockphoto, stevecoleccs
Aber eigentlich scheint es logisch, dass bei ­immer
weniger Hausärzten die Chance auf eine volle Pra­
xis gut ist. Ist das für die Banken kein Argument?
Die Frage ist, ob sie mit einer vollen Praxis wirklich so viel verdienen, wie sie sollten. Mein Mann
ist Mittelschullehrer und ich kann offen sagen,
dass ich mit meiner Praxistätigkeit noch nie mehr
verdient habe als er. Die Vorstellung, dass eine
volle Arztpraxis einen entsprechend grossen Verdienst bedeutet, stimmt für den Hausarzt nicht.
Die Banken haben das gemerkt.
5
Mir z'lieb
Fokus
mit der Spitex zusammen. Es gilt einfach, die
Schnittstellen gut zu überprüfen.
Foto: iStockphoto, ranplett
6
Werden Patienten auch
in 20 Jahren noch
­genug Hausärzte zur
Verfügung stehen?
Schon 2006 machten die Hausärzte mit einer
­grossen Aktion auf ihre Anliegen aufmerksam.
Aber in den Medien ist zu lesen, dass sich seither
nicht viel getan hat.
Ich würde nicht sagen, dass sich nichts getan hat.
Wie Sie bemerkt haben, sind wir seither viel präsenter in den Medien, was wir vorher überhaupt
nicht waren. Wir haben auch bei unseren Kernforderungen, wie zum Beispiel nach Instituten
für Hausarztmedizin an den Universitäten, einiges erreicht. Zwar hat man für diese bereits vorher
schon seit längerer Zeit gekämpft. Aber die Demo
hat doch gewisse politische Blockaden gelöst und
Bewegung in die Sache gebracht.
Was muss man sich unter einem Institut für Haus­
arztmedizin vorstellen? Welche Aufgabe hat es?
Das Institut wird von einem ordentlichen Professor geführt, der einen Lehrstuhl für Hausarztmedizin innehat. In Zürich sind am Institut zum
Beispiel zwei Hausärzte in Teilzeit an der Universität in Lehre und Forschung tätig. Da ­werden
z. B. Vorlesungen gehalten, und es wird Forschung
in der Grundversorgung betrieben, was ebenfalls
ein wichtiges Anliegen der Hausärzte ist.
Um bei der Ausbildung zu bleiben: In Zürich
­wollen zehn mal mehr junge Menschen ein Arzt­
studium beginnen, als Studienplätze vorhanden
sind. Müsste es nicht auch ein Bestreben der Haus­
ärzte sein, mehr Studienplätze zu fordern?
Natürlich wären mehr Studienplätze von Vorteil.
Aber dann muss man den jungen Studenten zusätzlich die Hausarztmedizin schmackhaft machen.
Mehr Studienplätze garantieren noch nicht mehr
Kernforderungen der Hausärzte
Bessere Arbeitsbedingungen
• Durch Erhaltung und Förderung des Dienstleistungsangebotes
(Röntgen, Labor, Notfalldienst etc.)
• Durch Reduktion des bürokratischen Aufwandes und der Reglementierung
• Durch gleiche Rechte und Chancen in Tariffragen
Umfassendes Mitspracherecht
• Durch Einbezug in alle gesundheitspolitischen Entscheidungsprozesse
Praxisnahe Aus- und Weiterbildung
• Durch Schaffung von Instituten für Hausarztmedizin an allen Fakultäten
in der Schweiz
• Durch finanzielle und ideelle Unterstützung der Weiterbildung künftiger
Hausärztinnen und Hausärzte
Quelle: SGAM
Hausärzte. Das Studium selbst und die beruflichen
Chancen müssen so ausgerichtet sein, dass mehr
Studenten diesen Berufsweg einschlagen wollen.
Und wenn man nur für jene, die Hausärzte wer­
den wollen, Studienplätze schafft?
Ich denke, das wäre kein guter Weg. Natürlich hat
man als Student zu Beginn des Studiums meist
eine Idee, was man später machen möchte. Ich
selbst bin nicht mit dem Wunsch, dass ich Hausärztin werden will, an die Uni gegangen. Lange
Zeit ­wollte ich Gynäkologin werden. Erst mit der
Zeit habe ich gemerkt, dass dies nicht das Richtige
für mich ist. Unter anderem hat mich die Arbeit
bei einem Landarzt auf meinen heutigen Beruf
gebracht.
Wir haben vorhin eine Entwicklung angesprochen,
die in den nächsten Jahrzehnten grosses Gewicht
erhalten wird: Es wird immer mehr alte Menschen
geben, denen immer weniger Hausärzte zur Ver­
fügung stehen.
In diesem Zusammenhang sind wir Hausärzte in
Zukunft sicher noch mehr gefordert. Jetzt schon
hört man den Vorschlag, dass man Spezialisten
für Altersmedizin einsetzen könnte. So wie ein
Kinderarzt sich um die gesundheitlichen Bedürfnisse von Kindern kümmert, kümmert sich ein
Altersmediziner um die Beschwerden, die bei
­älteren Menschen auftreten.
Gibt es denn schon eine gewisse Anzahl Ärzte, die
sich auf die Altersmedizin spezialisiert haben?
V. a. in den Alters- und Pflegeheimen gibt es heute schon Ärzte, die für Altersmedizin spezialisiert
sind (Geriater und Hausärzte mit entsprechender
Fortbildung). Man kann aber den Mangel an
Hausärzten nicht durch etwas ersetzen, wovon es
auch noch viel zu wenig gibt. Das ist keine Lösung
für das Problem.
Mit der geplanten Volksinitiative soll nun die
­Bevölkerung entscheiden, wie es mit der Haus­
arztmedizin weitergehen soll.
Wenn es die Hausärzte irgendwann nicht mehr
geben sollte, bedeutet dies auch, dass es einen
­Paradigmenwechsel in der ganzen Gesundheitsversorgung geben wird. Es geht nicht darum, eine
Initiative zu lancieren, um einen Berufszweig
zu retten. Sondern es geht darum, sich gesellschaftspolitisch Gedanken darüber zu machen,
welche Art von ambulanter Gesundheitsversorgung wir in zehn, zwanzig oder dreissig Jahren
noch haben wollen. Gehört die Hausarztmedizin
dazu? Und wenn ja, dann müssen wir uns jetzt
sofort viel mehr dafür einsetzen.
Interview: Yvonne Zollinger
Fokus
Ärztekundgebung
Protestbrief an
Couchepin
Gegen 2000 Hausärzte, Praxisassistentinnen und Patienten
haben sich am 1. April vor dem Departement von Pascal
Couchepin versammelt und einen Protestbrief überreicht.
Mit Protestbrief und
Transparenten zogen
die Teilnehmer der
Kundgebung in Bern
durch die Altstadt.
«Die Tatsache, dass so viele Hausärztinnen und
Hausärzte ihre Praxis geschlossen haben, um an
diesem Protestmarsch teilzu- nehmen, ist ein starkes Zeichen der Solidarität, aber auch des herrschenden Missmutes », sagte Hausarzt Patrick
Gutschner am Rande der Kundgebung in Bern.
Und sein Berufskollege Christian Stöcklin fand,
dass sich dadurch zwar nichts geändert habe, die
Meinungsäusserung auf jeden Fall aber wichtig gewesen sei.
Grund für den Protestmarsch war die Empörung der Allgemeinpraktiker über die auf Mitte
Jahr vorgesehene Senkung der Labortarife um 20
Prozent. Im Brief an den Gesundheitsminister
warfen die Ärzte Couchepin vor, er betreibe eine
Anti-Hausarzt-Politik, die für eine grosse Zahl von
Praxen das Aus bedeuten werde.
Fotos: Yvonne Zollinger
Anstelle von Couchepin nahm der Direktor des
Bundesamtes für Gesundheit, Thomas Zeltner,
den Brief entgegen. Für das Fernbleiben Couchepins gab es Schmährufe und Pfiffe.
Die Berner Hausärzte wurden von einer grossen
Gruppe aus den Kantonen Waadt und Genf unterstützt. Diese gingen mit dem welschen Bundesrat
besonders unsanft ins Gericht und forderten ihn
auf, nach Martigny zurückzukehren. Auch Transparente wie «Discussion ou Démission» waren zu
sehen.
Wichtiges Werkzeug
Die Allgemeinpraktiker argumentierten im
Brief an den obersten Gesundheitspolitiker, man
nehme ihnen mit der Abwertung der Praxislabors
eines der wichtigsten diagnostischen Werkzeuge.
Dank dieser Präsenzdiagnostik könnten die Allgemeinpraktiker 80 Prozent der Patienten abschliessend und ohne weitere Folgekosten behandeln.
Die Teilnehmer an der vom Verein Bernischer
Hausärztinnen und Hausärzte (VBH) organisierten Kundgebung, die vierte am 1. April seit 2006,
zeigten sich entschlossen, die beabsichtigte «Demontage der Hausarztmedizin nicht hinzunehmen», wie Präsident Markus Grossenbacher sagte.
Deshalb lasse man Couchepin diese dicke Post
­zukommen. Am Schluss war er jedoch überzeugt,
dass nur eine Volksinitiative zur Stärkung der
Hausarztmedizin die festgefahrene Situation lockern und wieder in Gang bringen werde.
Text: Yvonne Zollinger/sda
7
Mir z'lieb
Gesundheit
Mehr als Kräuteröl und
Rosenblütenbad
Die jahrtausendealte indische Lehre des Ayurveda boomt seit einigen
­Jahren auch im Westen. Ayurveda ist mehr als Wellness. Hinter
den ­trendig angepriesenen Wohlfühlbehandlungen steckt eine ganz­
heitliche ­Wissenschaft der Gesundheit.
Wer hat die Bilder nicht schon gesehen? Über
die Stirn einer entspannt daliegenden jungen Frau
wird ein dünner Strahl Öl gegossen, ihre Augen
sind geschlossen, sie scheint mit sich und der Welt
V o n mitra devi
in Einklang zu sein. So stellen sich viele die indische Heilmethode Ayurveda vor, dazu Massagen,
Blütenbäder und wohlschmeckende exotische
Köstlichkeiten.
Doch der Shirodhara, der sogenannte «Königliche Stirnguss», der sich in westlichen Ländern einer immer grösseren Beliebtheit erfreut, stellt nur
einen kleinen Teil der umfassenden Lehre dar.
Ayurveda, aus den Sanskrit-Wörtern Ayus
­(Leben) und Veda (Wissen) zusammengesetzt,
bedeutet wörtlich «Das Wissen vom Leben». Die
Heilkunst besteht aus acht verschiedenen Teil­
bereichen: Innere Medizin, Chirurgie, Behandlungen des Kopfes (Hals, Nasen, Ohren, Augen),
Toxikologie, Psychologie und Psychiatrie, Kinderheilkunde, Sexualmedizin und Verjüngungstherapien.
Das Hauptaugenmerk des Ayurveda liegt auf
der Vorbeugung von Krankheiten und der Erhaltung der Gesundheit. Ist diese aus dem Gleichgewicht geraten, bieten sich die verschiedensten
Behandlungsmethoden an, so z. B. typenspezi­
fische Ernährung, Bewegung, Massagen, Reinigungs- und Entgiftungsmethoden. Aufbauende
oder beruhigende Beschäftigungen können dazu
beitragen, erste Symptome wie allgemeines Unwohlsein und Müdigkeit sowie auch chronische
Störungen und Erkrankungen wie Rheuma, Migräne, Verdauungs-, Haut- und Schlafprobleme
zu lindern und manchmal ganz zu heilen.
Wurzeln reichen weit in die
Vergangenheit
Man schätzt, dass die Ursprünge des Ayurveda
mindestens 5000 Jahre zurückliegen. Einige Forschungen deuten sogar auf eine 7000-jährige Geschichte hin, deren Wurzeln bis in die Zeit der
vedischen Hochkultur des alten Indien reichen.
Vor ungefähr 2500 Jahren lebte der Arzt und ­Weise Maharishi Charaka, der die Charaka-Samhita,
eines der drei Grundlagenwerke des Ayurveda, auf
Foto: iStockphoto, Nikolay Suslov
8
Gesundheit
Vata, Pitta, Kapha –
drei verschiedene Typen
Grundlage der ayurvedischen Diagnose und
Behandlung sind die drei Doshas, die vorherrschenden Eigenschaften eines Menschen. Diese
setzen sich unter anderem aus körperlichen Merkmalen, der psychischen Verfassung sowie dem
Verhalten zusammen. Die Doshas sind den Elementen zugeordnet: Vata entspricht den Elementen Äther und Luft, Pitta steht für Feuer und
­Wasser und Kapha für Wasser und Erde.
Der Vata-Typ ist schlank bis untergewichtig,
hat schwache Muskeln, neigt zu trockener Haut
und friert leicht. Er spricht, handelt und geht
schnell und verfügt über einen raschen Verstand,
verzettelt sich aber manchmal. Ein Übermass an
Vata-Energie – auch bei anderen Konstitutionstypen – kann zum Beispiel zu nervösen Störungen,
Ängsten, Schlaflosigkeit, Verstopfung oder Gelenkproblemen führen.
Der Pitta-Typ ist eher athletisch, hat oft eine
rötliche Haut- und Haarfarbe. Er tendiert zu
­Sommersprossen, gerät schnell ins Schwitzen, hat
einen guten Appetit und verfügt über Disziplin
und Ordnungsliebe. Eine Pitta-Störung kann sich
in Hitzewallungen, Hautentzündungen, Geschwüren, Konkurrenz- und Eifersuchtsverhalten oder
Perfektionismus äussern.
Der Kapha-Typ hat einen kräftigen bis übergewichtigen Körperbau. Er hat schwere Knochen
und Muskeln, fettige Haut, dickes Haar, eine träge
Verdauung, bewegt sich langsam und spricht ruhig und geduldig. Zu viel Kapha kann zu Fett­
leibigkeit, Grippe, Nebenhöhlenentzündungen,
Motivationslosigkeit und Depressionen führen.
Anregen oder beruhigen –
je nach Verfassung
Die meisten Menschen sind Mischtypen der
oben genannten Doshas. Akute Störungen oder
Symptome werden vor der vorherrschenden
Grundkonstitution behandelt, dabei wird dieselbe
Krankheit bei verschiedenen Personen auf individuelle Weise kuriert. Das kann heissen, dass je-
mand, der seit seiner Kindheit mollig ist, was dem
Kapha-Prinzip zugeordnet wird, und momentan
unter Ängsten leidet (Vata-Überschuss), als erstes
eine Vata-reduzierende Behandlung erhält.
Als Vata-reduzierend wird alles bezeichnet, was
wärmt, beruhigt und nährt. Das heisst im Bereich
der Ernährung: gekochtes Gemüse mit wärmenden Gewürzen der Geschmacksrichtungen süss,
sauer und salzig. Dazu entspannende Bäder und
Massagen, sanfte Musik, genügend Schlaf und eine sichere Umgebung. Vermieden werden sollte
Stress, Schlafmangel, eine unregelmässige Lebensweise und zu viel Rohkost.
Pitta-reduzierend wirken kühlende Anwendungen und süsse, herbe oder bittere Nahrungsmittel wie Früchte, Joghurt oder Artischocken.
Auch stille Morgenspaziergänge oder kalte Bäder
tragen dazu bei, das feurige Element zu besänf­
tigen. Menschen mit einem Pitta-Überschuss
­sollten scharfe Gewürze, zu viel Sonne, hitzige
Diskussionen und Aufregung meiden.
Als Kapha-reduzierend gelten körperliche Betätigungen, Abwechslung, anregende geistige
­Aktivitäten und leichte, warme Speisen von scharfer, herber oder bitterer Geschmacksrichtung.
Personen mit zuviel Kapha sollten darauf achten,
nicht zu lange zu schlafen, keine monotonen Arbeiten auszuführen und nicht zu fett und süss zu
essen. Auch Milchprodukte und Bewegungsmangel verstärken Kapha.
Teilbereiche des
Ayurveda
Foto: iStockphoto, Elena Ray
Sanskrit verfasste. Auf sein medizinisches Werk,
das in etliche Sprachen übersetzt wurde, berufen
sich Praktizierende aus aller Welt bis heute.
In den westlichen Ländern ist der Begriff Ayurveda-Therapeut nicht geschützt, das bedeutet,
dass jeder und jede sich nach einem Wochenendkurs so nennen und Anwendungen durchführen
darf. Dies mag dazu beitragen, dass Kritiker die
alte Heilkunst abschätzig in die ScharlatanerieEcke stellen. Ärzte in Indien und Sri Lanka da­
gegen haben fünfeinhalb Jahre lang studiert und
ein Staatsexamen in ayurvedischer Heilkunst abgelegt.
9
• Typengerechte
Ernährung
• Heilkräuter
• Körperübungen
(Sport und Yoga)
• Atemtherapie
• Beachten der
Biorhythmen
• Therapie der Sinne
(Musik, Farben, Düfte)
• Pulsdiagnose
• Reinigungstherapien
(Panchakarma)
• Bewusstsein und
Meditation
• Ayurvedische Baukunst
• Biologische
Landwirtschaft
• Intellekt (Einsicht in
­mentale Ursachen von
Krankheiten)
Mir z'lieb
Gesundheit
Foto: iStockphoto, Sven Hoppe
10
Naturbelassene
­Heilmittel sind ein
Hauptbestandteil
des Ayurveda.
Richtlinien für Gesunde
Die indische Heilkunst spricht nicht nur Kranke an. Auch den gesunden Menschen bietet Ayurveda Tipps, um das Wohlbefinden noch lange zu
erhalten. Dazu gehören eine regelmässige Lebensweise; das Vermeiden von übermässigem oder zu
häufigem Essen; die Beschäftigung mit geistig
und seelisch ausgleichenden Tätigkeiten wie Yoga
oder Meditation; Heilkräuter, Atemübungen, das
Ansprechen der Sinne mit Aroma-, Farb- und
Musiktherapie und vieles mehr.
Oft hilft der gesunde Menschenverstand. Wer
unterkühlt von einem Skitag nach Hause kommt,
wird eher das Bedürfnis nach einer heissen Suppe
als nach einem Salat haben. Doch auf das Gefühl
kann man sich nicht immer verlassen. So haben
beispielsweise ausgerechnet Kapha-Typen, die
von Natur aus mit ihrem Gewicht zu kämpfen
haben, oft die stärksten Gelüste nach Süssem und
Fettigem.
Doch Ayurveda, das zu keiner Religion gehört
und Fanatismus und Rigidität ablehnt, schlägt in
solchen Fällen eine langsame Änderung des Verhaltens vor. Ein tägliches, bewusstes Umdenken
und Umsetzen in kleinen Schritten bewirkt mehr
als eine Hauruck-Methode, die mit viel Eifer begonnen und nach kurzer Zeit wieder fallen gelassen wird.
Möglichkeiten und Grenzen
Sei es Knoblauch mit Honig gegen Husten,
das Inhalieren von Ingwerpulver bei Kopfschmerzen oder das Einnehmen der exotisch klingenden
Kräuter Trikatu, Chitrak und Kutki bei chronischer Magenverstimmung – Ayurveda bietet bei
harmlosen Beschwerden sowie bei chronischen
Symptomen ein reiches Angebot an Behand­
lungsmöglichkeiten und verträgt sich gut als Ergänzung schulmedizinischer Therapien. Dennoch
hat auch Ayurveda Grenzen: Krankheiten die
Operationen erfordern, und medizinische Notfälle gehören in die Hände der Schulmedizin.
­Tumorerkrankungen können zwar, zur Linderung der Nebenwirkungen bei Chemotherapien,
ayurvedisch begleitet werden, benötigen aber
auf jeden Fall ärztliche Überwachung.
Wer sich für mehr als nur Wellness interessiert
und eine tief greifende Reinigung und Regene­ra­tion erleben möchte, der kann sich einer
mehr­wöchigen Panchakarma-Kur unterziehen.
Bei dieser kommen, nebst typenspezifischer Ernährung, auch ableitende, entgiftende und wiederaufbauende Methoden wie Kräuterölmassagen
und Einläufe zur Anwendung. Ein Kuraufenthalt
in Indien oder Sri Lanka kann in der Umgebung
von Meeresstränden und Palmen zur einzigartigen Erfahrung werden. Doch auch in der Schweiz
werden seriöse Panchakarma-Kuren angeboten.
Vergewissern Sie sich, dass die Behandlungen von
kompetenten Ärzten/Ärztinnen oder HeilpraktikerInnen begleitet werden. Dann lassen Sie sich
vom «königlichen Stirnguss» verwöhnen und räkeln Sie sich in einem Rosenblütenbad.
Informationen
Büchertipp:
• Vasant Lad: Selbstheilung mit Ayurveda,
O.W. Barth-Verlag, ISBN: 3-502-61038-X
• Dr. med. Ernst Schrott/Dr. med. Wolfgang
­Schachinger: Handbuch Ayurveda, Haug-Verlag,
ISBN: 3-8304-2106-0
• Gopi Warrier/Deepika Gunawant: Ayurveda,
das grosse Handbuch, Mosaik-Verlag,
ISBN: 3-576-10767-3
Therapeutenliste:
Ayurvedische Kräutermedikamente, die per Internet bestellt werden, sind nicht immer über jeden
Zweifel erhaben. Sinnvoll ist, sich von AyurvedaTherapeutInnen beraten zu lassen. Weiterführende
Informationen finden Sie auf der Homepage:
www.praxis-info.ch/ayurveda.htm
EGK Informationen
11
April Newsletter
Kräuterwissen
Gänseblümchen
Dezem
ber N
Bellis perennis (Asteraceae)
Und in stillen Nächten kann man die Gänseblümchen sogar lachen hören.
Newsletter Kräuterwissen
Kr äu
15 verschiedene Kräuter sind in den vergan­
genen Monaten im Newsletter bereits vorgestellt
worden. Dabei wurde nicht nur ihre Verwendung
in der Küche beschrieben, sondern auch die
­Anwendung in der Heilkunde erläutert und die
Bedeutung in Geschichte, Botanik und Kultur
­erklärt. Jeder Newsletter schliesst mit einem feinen Rezept ab, in dem das Kraut seine Verwendung findet.
Frau Speck, nach welchen Kriterien wählen Sie
die Kräuter für den Newsletter aus?
Christian Fotsch und ich suchen die Kräuter
nach der Jahreszeit aus. Wenn das Kräutlein mit
passendem Rezept vorgestellt wird, soll es im
Garten oder in der Natur ernte­bereit oder auf
dem Markt erhältlich sein.
Welches Kraut verwenden Sie besonders gerne?
Mein Lieblingskraut ist der frische Koriander. Er
riecht so intensiv und erinnert mich an meine
Auslandsjahre.
Brigitte Speck,
Ernährungsberaterin
Christian Fotsch,
Bio-Kräutergärtner
Der Newsletter «Kräuterwissen» hat bereits 15
Kräuter und entsprechende Kochrezepte vorge­
stellt. Gibt es noch viele Kräuter, über die Sie im
Newsletter berichten können?
Ja, es gibt unendlich viele Kräuter, die wir noch
nicht vorgestellt haben.
tter
te rw
is se
Kultur n
Koria
nder
Geschichte, Botanik und
Gerne pflückten die jungen Frauen in früheren
Zeiten die Blütenblätter des Geiseblüemlis
um etwas über ihrenSe
Liebsten
in Na zu erfahren –
me lä
«Er liebt mich, er liebt mich nicht,
…ss
!»t
Die Vielfalt der Kräuter
Ernährungsberaterin Brigitte Speck und Bio-Kräutergärtner
Christian Fotsch stellen im Newsletter «Kräuterwissen» der
EGK-Gesundheitskasse jeden Monat ein anderes, interessantes
Kraut vor. Der Newsletter kann gratis abonniert werden.
ewsle
sich au
Verwendung in
Naturheilkunde und Küche
s dem
griech
ische
n Wor
t «kor
Gesc
is» =
Wanze
hichte
Die ersten 3 Gänseblümchenblüten im Früh, Bota
jahr mit den Zähnen abgezupft und ungekaut Co
nik un
ria
d Kultu
verschluckt, bleibt man das ganze Jahr von dhan nder (Engla
r
ia
nd), yin
Zahnschmerzen verschont.
seit üb (Indien),
sai (C
da
weltw er 3000 Ja un ketumb hina), ha
ra
hr
eit ve
rwen en wird die er (Malays
det.
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ses Kr
Rezept
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Frühlingssalat mit Gänseblümchen und Verw
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Rucola-Vinaigrette
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Likören
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Rezept
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wurden. Im Garten gab es Schnittlauch, Petersilie
und Zwiebeln. Ausserdem haben sie in der Natur
im Frühjahr Brennnesseln und Bärlauch geerntet.
Aus den Holunderblüten und Beeren wurde Sirup
hergestellt.
Wo bekomme ich etwas speziellere Kräuter, wenn
ich sie selbst nicht anpflanzen kann?
Die meisten Kräuter können auch im Topf auf
dem Balkon gehalten werden. Die spezielleren
Kräuter gibt es im Frühling auf den Märkten, oder
man kann sie bei den Kräutergärtnereien bestellen. Es gibt auf den Wochenmärkten auch viele
bereits geschnittene Kräuter zu kaufen.
Gibt es Kräuter, die man heute für die Küche
­wiederentdeckt hat?
Die Wildkräuter halten wieder Einzug. Vielen Menschen macht es Spass, zusammen mit den Kindern
oder auch alleine auf Kräutersuche zu gehen.
Stimmen Sie dem Spruch «Gegen alles ist ein
Kraut gewachsen» zu?
Dieser Spruch hat wirklich etwas Wahres. Wer
sich mit den Inhaltstoffen der Kräuter beschäftigt,
stellt fest, dass man für vieles das richtige Kraut
findet.
Was waren die Lieblingskräuter unserer Gross­
eltern?
Wenn ich an meine Grosseltern denke, stelle ich
fest, dass damals nicht so viele Kräuter verwendet
Interview: Yvonne Zollinger
12
Mir z'lieb
Reiselust
Eisenweg: die Lust am
Rost im Fricktal
Um die Jahrtausendwende dürften weltweit pro Jahr etwa
­eine Milliarde Tonnen Eisenerz gefördert worden sein.
Jetzt ist der Abbau, wegen abnehmender Nachfrage der
Stahlindustrie, wieder am Schrumpfen. Im Mittelalter und
bis vor 42 Jahren gehörte auch das Aargauer Fricktal zu
den Erzlieferanten.
Rostfarbig: eisenhal­
tiger Boden auf dem
Chornberg.
Das 1967 stillgelegte Bergwerk Herznach kennen viele vom Hörensagen. Insgesamt wurden
allein dort 1,7 Millionen Tonnen Erz (Eisenoolith)
aus dem Chornberg geholt, ein verschwindend
Von WALTER HESS
Darunter schlummert
Erz: Riedmatt bei Wölflinswil am Eisenweg.
kleiner Beitrag zum Weltbedarf allerdings. Die
Geschichte dieses erzkonservativen Bergbaus lässt
sich wandernd nachvollziehen.
Die Gemeinden Herznach, Ueken, Wölflinswil
und Zeihen (Bezirk Laufenburg) waren wesentliche Schauplätze der Fricktaler Eisenerzhistorie.
Nach einer jahrhundertealten Tradition begann
Fotos: Walter Hess
sie 1919 mit der Eisenerz-Entdeckung bei Herznach erneut aufzublühen. Geologische Untersuchungen am Ostabhang des Hübstels gaben den
Impuls. 1920 wurde ein Versuchsstollen gegraben,
aber erst 1937 nahm das Bergwerk seinen Betrieb
auf. Im 1. Betriebsjahr wurden 33 329 Tonnen Erz
aus dem Boden geholt und im Ruhrgebiet (D)
verhüttet.
1941 wurde die «Jura Bergwerke AG» mit der
Ludwig von Roll’schen Eisenwerke als Hauptaktionärin gegründet. Es war das lebhafteste Jahr in
der Herznacher Bergwerkgeschichte: 139 Beschäftigte förderten rund um die Uhr 211 783 Tonnen
Erz – in Kriegszeiten ist der Eisenbedarf aus nahe
liegenden Gründen besonders gross. Im Jahr darauf wurden ein trichterförmiger Betonsilo und
eine 4,2 km lange Seilbahn für den Erztransport
zum Bahnhof Frick in Betrieb genommen. Doch
die Rentabilität der Anlage litt wegen des relativ
niedrigen Eisengehalts (maximal 33 %) des dunkel-rostbraunroten bis violetten Erzes. Der
Hauptstollen war 370 m lang und endete im
­Gebiet Weichlen (Ueken).
1967 wurde der Abbau eingestellt, weil sich die
Hauptabnehmerin, die Von Roll AG, gezwungen
sah, ihr Werk Choindez (heute: JU) mit dem einzigen Hochofen der Schweiz auf phosphorarmes
Eisenerz umzustellen.
Reiselust
Erinnerungen wachhalten
Die Erinnerungen an den Erzabbau im Fricktal
hält der im August 2004 gegründete Verein «Eisen
und Bergwerke» im Rahmen des Regionalprojekts
«dreiklang.ch Aare‒Jura‒Rhein» aufrecht. Als erste
Grosstat richtete er für Wanderfreunde sowie kulturhistorisch und geologisch Interessierte den gut
ausgeschilderten und mit Infotafeln bestückten
«Eisenweg» ein, womit er nicht auf dem Holzweg
ist. Man lustwandelt zwischen Wölflinswil und
Herznach sozusagen auf Eisen; denn noch heute
befinden sich dort die wahrscheinlich umfangreichsten Erzlagerstätten der Schweiz, bestehend
aus Roteisenerzen mit Versteinerungen ehemaliger Meerestiere, die etwa 160 Millionen Jahre alt
sind. Der Eisenweg erreicht dann Zeihen und
steigt auf den Zeiher Homberg.
Die Wanderung
Der 13 km lange Eisenweg beginnt (oder endet)
in Wölflinswil, wo in der Pfarrkirche eine Figur
der heilig gesprochenen Barbara, Schutzpatronin
der Bergleute, steht. Der Wanderweg ist im Zentrum des noch immer bäuerlich geprägten, sternförmigen Haufendorfs Wölflinswil und auch
nachher mit braunen Wegweisern tadellos markiert. Er führt vorerst nördlich am (Densbürer)
Strihen vorbei, dem mit seinen 866,7 m höchsten
Aargauer Berg, der vollständig in diesem Kanton
liegt. Wo viel Erz vorhanden ist, nehmen die
­Natursträsschen eine rostrote Farbe an; auf
­normalem Juragestein sind sie hellbraun. Verschiedene Landwirtschaftshöfe auf dem Chornberg (Herznach), leuchtend gelbe Getreidefelder,
Rhabarberpflanzungen, hochstämmige Kirschbäume, und dann wieder andere Obstbaumplantagen, Hecken usf. prägen das Landschaftsbild.
Beim Pflügen mit Tiefgang kommen hier oft
Brocken von den rostroten Steinen zum Vorschein, die daran erinnern, dass tief im Boden
noch immer riesige Eisenvorräte schlummern, die
aber wohl kaum auf eine Förderung warten: Laut
dem Geologen Alfred Amsler beläuft sich der abbauwürdige Vorrat auf gegen 30 Millionen Tonnen mit einem Erzgehalt von 28 bis 33 %. Die
Schichten im obersten braunen Jura (Dogger) treten an verschiedenen Stellen an die Oberfläche.
Unterwegs kaufte ich einem betagten Bauern
im Wölflinswiler Gebiet Burgstetten eine Handvoll saftige, frisch gepflückte, schwarze Kirschen
ab (er wollte sie mir zwar schenken). Ich genoss
diese Köstlichkeiten beim Gang übers Erzlager im
(rötlichen) Rötifeld, spuckte die Steine in der
Hoffnung aus, dass neue Kirschbäume heranwachsen würden. Und irgendwie empfand ich es
als sympathisch, dass unter mir ein Rohstofflager
von stattlichem Wert war, das nicht mehr ausgebeutet wird. Denn es besteht ja wirklich keine
13
Ein Kapital Fricktaler Geschichte
Vor der Aargauer Kantonsgründung (1803) verstand man unter «Fricktal» nur den
Talkessel von Frick, bestenfalls das Tal der Sissle. Seither aber erstreckt sich der
geografische Begriff über die Bezirke Laufenburg und Rheinfelden und eventuell
Randbereiche der Bezirke Brugg am Bözberg und Aarau (Densbüren). Die Tafeljuralandschaft zwischen Rhein und Kettenjura, die östlich fast bis zur Aare und
westlich bis zur Ergolz reicht, diente einst ausserhalb der Wälder dem Getreideund Weinbau; aber auch für den Obstbau (insbesondere Kirschen) sind die Voraussetzungen hier ausgezeichnet.
Im Oberen Fricktal wurde schon seit der Römerzeit bis tief ins 20. Jahrhundert
hinein Eisenerz abgebaut, das insbesondere in Laufenburg und den Gemeinden
des Sulztals verarbeitet wurde, sodass sich auch Handwerk und Gewerbe an­
siedeln konnten. Verschiedene kraterförmige Änzlöcher (Änz = frisch ausgebeutetes Erz, meist hochwertiges Bohnerz) belegen das. Wälder wurden geplündert,
und vor allem die Kraft der Hotzenwaldbäche wurde in den Dienst der Eisenwerke (Hammerwerke) gestellt.
Zu Wohlstand brachte es das Fricktal allerdings nie, obschon in der Region
Rheinfelden umfangreiche Salzlager entdeckt wurden, sich Tabak- und Textil­
betriebe und die Brauerei Feldschlösschen ansiedelten und Rheinfelden zu
einem klassischen Kurort mit Solebädern wurde. Der Bau der Bözberg- (1875)
und der Rheintalbahn (1892) gab einige Impulse. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zu einem gewissen Aufschwung, als die Basler Chemische Industrie
ins Sissler- und Kaisterfeld expandierte und insbesondere die Basler dieses angenehme ländliche Gebiet, das sich für Wohnzwecke bestens eignet und durch
die A3 erschlossen wurde, entdeckten. Man mag sich darüber freuen oder dies
bedauern; das Fricktal hat jedenfalls noch immer seine romantischen Nischen.
Der Eisenweg führt an einigen von ihnen vorbei.
Ausblick vom Zeiher
Homberg: das eisen­
haltige Gebiet mit
Oberzeihen und Zeihen
– im Hintergrund der
Schwarzwald.
Wahrzeichen Silo:
thematischer Wanderweg.
14
Mir z'lieb
Reiselust
dem Siloturm bis zu den Vogesen, zum Schwarzwald (Hotzenwald). Eine beschriftete Panoramafotografie erleichtert die Orientierung. Wer will,
kann übers Gebiet des Schiessplatzes Sulzbann
nach Zeihen zurückkehren, wo es Anschlüsse an
öffentliche Verkehrsmittel gibt. Von Zeihen nach
Wölflinswil besteht eine Postautoverbindung.
Persönlich empfehle ich, die Wanderung in
zwei Etappen zu unterteilen (z. B. Wölflinswil –
Herznach und Herznach – Zeiher Homberg),
­damit genügend Musse fürs Studium der Info­
tafeln, der Landschaft und der lokalen Gastronomie besteht, eingedenk des Umstands, dass Eisen
ein lebenswichtiges Spurenelement ist. Wer sich
auf seine Spuren begibt und seine Geschichte mit
Praxisbezug durchlebt, rostet nicht, weder körperlich noch geistig. Um das Gehirn mit genügend sauerstoffhaltigem Blut zu versorgen,
braucht es Eisen.
Supermarkt nach Emmentaler Art: Mumis
Hof-Lädeli
zwischen
Einst für Erz,
heute für
Affoltern
der Lueg.
Gäste:
derund
Siloturm
in
Herznach.
Verpflichtung, dass wenige Generationen alle
Rohstoffe plündern und verschwenden. Der
Chornberg mit seinem weiten Plateau war auch
eine Fundgrube für den Kornbergsandstein, der
für Einfassungen von Fenstern, Toren und Wegkreuze verwendet wurde.
Ammoniten-Präpara­
tion: Hans Merz am
­filigranen Werk.
Silo als Gastroerlebnis
In Herznach ist das Bergwerk mit dem Silo das
zentrale Ereignis. Dieser 17,5 m hohe Siloturm
wurde 2002 für erlebnisgastronomische Veranstaltungen und Übernachtungsmöglichkeit umgebaut. Beim Bergwerksfest im September 2007
wurde Geld für die teilweise Öffnung der Stollen
gesammelt, die auf den Herbst 2010 geplant ist,
und die Rückkehr vieler Ammoniten gefeiert.
Diese Fossilien wurden seinerzeit vor allem von
Ernst Schertenleib aus Thalheim zusammengetragen, der jeweils mit dem Velo über den Jura gefahren war, harassenweise Bier ins Bergwerk brachte
und dafür ebenfalls harassenweise Ammoniten
mitnahm. Ein Teil der Ammoniten (etwa 750
Stück) kam dann zum bekannten Ballonfahrer
Andy Hunziker in Vordemwald AG (Bezirk
­Zofingen), der sie für 20 000 Franken abgab, und
nun sind sie wieder an ihren Ursprungsort zurückgekehrt. Auch weitere Gaben sind hinzugekommen. Herznach war früher ein Mekka der
Fossiliensammler.
Nach Herznach setzt sich der Eisenweg in östlicher Richtung nach Zeihen-Dorf, im Uhrzeigersinn gegen Effingen-Station und hinauf auf den
Zeiher Homberg (782 m) fort – eine typische
­Aargauer Juralandschaft. Dort öffnet sich plötzlich eine grandiose Aussicht mit Oberzeihen und
Zeihen im Vordergrund, dahinter Herznach mit
Infos
Adresse
Verein Eisen und Bergwerke (VEB)
Postfach, 5027 Herznach
www.verein-eisen-und–bergwerke.ch
www.dreiklang.ch
www.bergwerksilo.ch
www.sghb.ch (Schweizerische Gesellschaft für
­historische Bergbauforschung)
Für Besichtigungen des Stollens und der
­Ammoniten wende man sich bitte an Peter Bircher,
Wölflinswil, www.dreiklangland.ch.
Karte Eisenweg
www.verein-eisen-und-bergwerke.ch/ydcms/­
images/database/1/18-1209735495-600.jpg
Quellen
• Bühler, Rolf: «Bergwerk Herznach. Erinnerungen
an den Fricktaler Erzbergbau», AT Verlag, Aarau
1986.
• Jehle, Fridolin: «Geschichte der Stadt Laufenburg», Band 1: «Die gemeinsame Stadt», verlegt
durch die beiden Städte Laufenburg-Baden
und Laufenburg-Schweiz 1979.
• Stäuble, Karl: «Das Eisengewerbe», in «800 Jahre
Laufenburg. Bewegte Geschichte am Fluss», Ausstellungsschrift des Museumsvereins Laufenburg
2007.
• Verein Eisen und Bergwerke (VEB): «Eisenweg.
Wölflinswil – Hernach – Ueken – Zeihen»,
­dreiklang.ch, Oberdorf 419, 5063 Wölflinswil.
SNE
SNE News
15
Akademie
SNE Akademie
Seminar
Kräuterwissen neu
entdecken
Garten oder Balkon als Oase der Ruhe und Erholung
Was gibt es Schöneres als einen eigenen Kräutergarten, wo man sich er­
holen und abschalten kann. Kräutergärtner Christian Fotsch vermittelt in
seinem Seminar Grundwissen sowie viele Tipps und Tricks zum Anlegen
einer Duft- und Pflanzenoase, auf Balkon, Sitzplatz oder im Garten.
Herr Fotsch, ist Ihr Seminar auch für Gartenanfänger geeignet? Oder braucht
es Vorkenntnisse?
Das Seminar richtet sich an Gartenanfänger, wie auch an Personen mit
­Vorkenntnissen. Vorausgesetzt wird eigentlich nur, dass man einen «Rucksack» voll mit Interesse und Freude an der vielfältigen Kräuterwelt mitbringt.
Sie sind seit vielen Jahren Kräutergärtner. Gibt es ein Kraut, dass auch für Sie
noch eine Herausforderung darstellt?
Ich habe in den letzten 28 Jahren die Erfahrung gemacht, dass es immer
wieder neue Herausforderungen in der Kräuterwelt gibt. Jedes Jahr ist anders
als das vorausgegangene Gartenjahr. Auch ein simples und einfaches Kraut,
das man sonst «im Griff» hat, kann beeinflusst durch Umwelteinflüsse in
einem Zwischenjahr Probleme machen.
12.06.2009
Christian Fotsch
Kräuterwissen neu entdeckt
Brienz BE, Hotel Lindenhof, Lindenhofweg 15
13.06.2009
Christian Fotsch
Kräuterwissen neu entdeckt
Brienz BE, Hotel Lindenhof, Lindenhofweg 15
17.06.2009
Käthi Vögeli
Signale wirken
Thalwil ZH, Hotel Sedartis, Bahnhofstr. 16
20.06.2009
Brigitte Speck
Kreationen für Gemüsemuffel
Olten SO, Restaurant zum goldenen Ochsen,
Ringstr. 23
23.06.2009
Madeleine Ducommun
Wickel und Kompressen
Thalwil ZH, Hotel Sedartis, Bahnhofstr. 16
25.06.2009
Yvonne Küttel
Souverän handeln unter Druck
Bern BE, Hotel Allegro, Kornhausstr. 3/ Vivace 2
30.06.2009
Anja Förster
Heute schon geärgert?
Thalwil ZH, Hotel Sedartis, Bahnhofstr. 16
Christian Fotsch
Inhaber Heil- und Duftpflanzen
­Garten ART Silberdistel Brienz, Pflege
der Heilpflanzengärten der Schweizer
Drogisten im Ballenberg
Seminardaten und Seminarorte
12.06.2009 Brienz BE, Hotel Lindenhof, Lindenhofweg 15
13.06.2009 Brienz BE, Hotel Lindenhof, Lindenhofweg 15
Dauer:
1 Tag, 09.15 bis 16.15 Uhr
Kosten:
EGK-Versicherte Fr. 180.–, Nichtversicherte Fr. 220.–
Anmeldung:
Erforderlich, beschränkte Teilnehmerzahl
SNE, Solothurn – Telefon 032 626 31 13
28.08.2009
Barbara Stucki Bickel
Weiber – Wandel – Wechseljahre
Thalwil ZH, Hotel Sedartis, Bahnhofstr. 16
29.08.2009
Ulrike Banis
Leben um zu arbeiten – oder arbeiten um zu leben?
Thalwil ZH, Hotel Sedartis, Bahnhofstr. 16
05.09.2009
Ulrike Banis
Leben um zu arbeiten – oder arbeiten um zu leben?
Bern BE, Hotel Allegro, Kornhausstr. 3/Vivace 2
Anmeldung: erforderlich, beschränkte Teilnehmerzahl
Seminarpreise gemäss ausführlichem Programm
Verlangen Sie das Programm Seminare & Workshops 09
SNE, Solothurn – Telefon 032 626 31 13 oder
www.stiftung-sne.ch
16
Mir z'lieb
Kolumne
Begegnungen 2009
von yvonne zollinger
Über den Wolken
Neulich habe ich gelesen, dass nun einige Fluggesellschaften
den Passagieren erlauben wollen, während des Fluges das
­Handy zu benutzen. Da stellen sich mir doch einige nicht unerhebliche Fragen.
1. Was hat sich an der Bordtechnik verändert, dass ich jetzt
plötzlich telefonieren darf, ohne damit den Vogel gleich zum
Absturz zu bringen? Bis jetzt sind die Stewardessen wie die
Habichte auf mich gestürzt, wenn ich an Bord auch nur kurz
auf mein Handy geschielt habe. Und ich habe bei so viel Angstmacherei jeweils Blut geschwitzt, wenn ich bemerkte, dass
mein Sitznachbar vor dem Start noch schnell eine SMS ab­
schicken musste. In meiner Fantasie malte ich mir die elek­
tronischen Verwicklungen aus, die sich deswegen in den Eingeweiden des Fliegers abspielten. Wir würden abstürzen,
garantiert, nur weil sich so ein Volltrottel nicht an die Vorschriften halten konnte. Und nun stellt sich heraus, dass ich
meine Nerven völlig umsonst strapaziert habe?
2. Ein Rätsel ist mir ausserdem, wie in 10 000 Metern Flughöhe
das Handy ein Netz findet. Ich nehme an, dass die Nähe zu den
Satelliten ein Vorteil sein könnte. Aber haben Sie eine Ahnung,
wie viele von den Dingern da oben herumschwirren? Bei einer
Reisegeschwindigkeit von 900 km/h wird mein Handy wahrscheinlich alle fünf Minuten einen anderen Satelliten anwählen. Viel Spass beim Abrechnen, liebe Swisscom!
3. Können Sie mir sagen, wie ich einen Flug von mehreren
Stunden überstehen soll, wenn neben mir eine Tussi sitzt, die
sämtlichen Freundinnen von ihrem gegenwärtigen Standort
über den Wolken berichten muss: «Hoi Susi, rat mal, wo ich bin.
Nein, falsch, nein falsch, nein falsch, neeheein faahaalsch! Ich
bin im Flugzeug und wir überfliegen jetzt gerade Paris, und
jetzt die Vororte von Paris und jetzt kommt dann gleich der
Ärmelkanal und jetzt seh ich die Vororte von London und jetzt
biegen wir ab nach links … und jetzt kommt einfach nur noch
Wasser, immer noch Wasser, immer noch Wasser … und jetzt
sehe ich die Freiheitsstatue und jetzt gaaanz viele Häuser,
du, ich glaub, wir sind in Amerika … ja, affengeil sag ich dir,
und wenn du Paul siehst, richte ihm schöne Grüsse aus und sag
ihm, dass ich die dümmste Nuss bin, die je ein Handy besessen
hat, und keine andere so viel Stuss reden kann wie ich, und dass
meine Sitznachbarin schon seit einer Stunde im Koma liegt.»
O.k., ich gebe zu, dass der Schluss leicht übertrieben ist.
25.08.2009
Sabine Asgodom
Die sieben Schlüssel zur Gelassenheit
Einen klaren Kopf behalten in stürmischen Zeiten
Wil SG, Stadtsaal Wil, Bahnhofplatz 6
26.08.2009
Sabine Asgodom
Die sieben Schlüssel zur Gelassenheit
Einen klaren Kopf behalten in stürmischen Zeiten
Aarau AG, KUK Kultur & Kongresshaus, Schlossplatz 9
27.08.2009
Sabine Asgodom
Die sieben Schlüssel zur Gelassenheit
Einen klaren Kopf behalten in stürmischen Zeiten
Schwyz SZ, Mythen Forum Schwyz, Reichsstr. 12
31.08.2009
Ulrike Banis
Natürlich mehr Energie!
Wie wir äusseren und inneren Energieräubern
entgehen können
Winterthur ZH, Ev. ref. Kirchgemeindehaus
Winterthur-Stadt, Liebestr. 3
03.09.2009
Ulrike Banis
Natürlich mehr Energie!
Wie wir äusseren und inneren Energieräubern
entgehen können
Thun BE, Congress Hotel Seepark/Saal Genève, Seestr. 47
Informationstelefon: 032 623 36 31
Anmeldung: keine
Beginn: 20.00 Uhr
Portrait
17
Heinz Wulf ist Seelsorger in der Strafanstalt Pöschwies. Sein Alltag ist geprägt von Begegnungen mit Männern,
für die ­unsere Gesellschaft oft nur
­Verachtung übrig hat. Die Taten verurteilt er, aber nicht die Täter. Er frömmelt und bekehrt nicht, sondern spricht
mit den Gefangenen die Sprache, die
sie verstehen.
Ein Pfarrer hinter
Gefängnismauern
«Dass ich je im Gefängnis landen würde, hätte
ich nicht gedacht!», sagt der 49-jährige Heinz
Wulf. Doch schon als Kind wollte er Pfarrer werden, obwohl er damals, wie er sagt, keine Ahnung
hatte, was das wirklich bedeutete.
V o n mitra devi
Der gebürtige Kölner, der seit vielen Jahren in
der Schweiz lebt, war ein typisches Arbeiterkind,
dessen pubertäre Rebellion darin bestand, reli­giös
zu werden. «Ich wurde viel zu fromm», fügt er mit
einem Lächeln hinzu. Wenn man ihm jetzt gegenüber sitzt, merkt man nichts davon. Er könnte
Schreiner oder Maurer sein, hat einen kräftigen
Körper, wie einer, der zupacken kann. Energiegeladen und redegewandt nennt er die Dinge beim
Namen, schaut einem geradewegs in die Augen.
Predigte er auf einer Kanzel, würde seine Stimme
durch das Kirchgemäuer hallen und die Gläubigen in den Bann ziehen. Doch seine Gemeinde
lebt hinter Gittern und besteht aus Dieben, Betrügern und Mördern.
Fotos: Mitra Devi
Eindringliche Gewissensfrage
Wulf studierte in Berlin, dann arbeitete er
mehrere Jahre im Gassenzimmer in Basel mit
­Obdachlosen und Drogensüchtigen. Zuerst hatte
die Leitung Bedenken, ihn einzustellen, weil sie
befürchtete, als Theologe wolle er missionieren.
Doch das lag ihm fern. «Menschen, die auf der
Strasse leben, sind verzweifelt. Sowas wäre für
mich die Ausnützung einer Notlage.» Von Anfang
an hatte er einen guten Draht zu den Süchtigen
und Gestrandeten, weil er ihre Sprache verstand.
«Ich glaube, sie merkten, dass ich auch aus einem
einfachen Elternhaus stammte und nicht auf sie
herunterschaute.»
18
Mir z'lieb
Portrait
Egal, wie die Gefangenen gestrickt sind, Wulf geht
auf sie ein. Manchmal sind dafür Psychologie,
­Ermutigung und Verständnis notwendig, manchmal Humor oder einfach Da-Sein.
Die offiziellen seelsorgerischen Gespräche finden während der Arbeitszeit der Insassen statt.
Wer das Bedürfnis verspürt, mit dem Pfarrer zu
sprechen, kündigt dies mit einem blauen Zettel
an. Versucht einer, damit bloss der Arbeit zu entgehen, merkt der Pfarrer das schnell. Häufiger
jedoch als die angekündigten Gespräche finden
spontane zwischen Tür und Angel statt. Die meisten Männer, so Wulf, scheuten sich, Persönliches
preiszugeben. Sie möchten als starke Kerle gelten,
die niemanden brauchen. Darum versteckten sie
ihre Bitte nach Hilfe hinter lockeren Sprüchen.
Wulf lässt sich nicht täuschen. Er nimmt trotz
grobem oder coolem Verhalten die Unsicherheit
der Insassen wahr. Einige hätten massive Schuldgefühle. Doch diese kann er ihnen nicht einfach
abnehmen. Was geschehen ist, ist geschehen. Da
geht es um materielle Schäden, Drogen oder Menschenleben.
Pfarrer Heinz Wulf
­engagiert sich kompromisslos für die Straf­
gefangenen.
Vor sieben Jahren erfuhr er von einer offenen
Stelle in der Strafanstalt Pöschwies im zürche­
rischen Regensdorf. Er hatte vorher bereits ein
Nachdiplomstudium in Gefängnisseelsorge absolviert und war sofort Feuer und Flamme. «Doch
bevor ich mich im Strafvollzug bewarb», berichtet
er, «habe ich mich eindringlich gefragt, ob ich das
schaffen würde. Könnte ich zum Beispiel einem
Mann gegenübersitzen, der seine Tochter vergewaltigt hatte, die so alt war wie meine eigene?»
Doch die Erfahrung lehrte ihn, dass dies im
­Grossen und Ganzen Menschen seien «wie du
und ich». Inzwischen wohnt er mit seiner Frau
und seinen vier Kindern am Greifensee.
Gespräche zwischen Tür und Angel
In jedem der Insassen einen achtungswürdigen
Menschen zu sehen, auch wenn dieser grässliche
Verbrechen begangen habe, empfindet Heinz
Wulf als Voraussetzung, um seine Aufgabe zu bewältigen. Der Seelsorger spricht nebst deutsch
auch englisch, ein wenig französisch und spanisch.
Diese Kenntnisse unterstützen ihn bei seiner Arbeit. Er weiss, wie er im Gespräch sein Gegenüber
am besten erreicht. Hat er einen introvertierten
Mann vor sich, der sich nicht traut, von seinen
Problemen zu erzählen, oder einen Aufschneider
mit überhöhter Selbsteinschätzung? Schämt sich
ein Insasse für seine Tat oder zeigt er keine Reue?
Gemeinsam mit den Gefangenen
auf dem Fussballplatz
Ebenso wichtig wie Gespräche sind Begegnungen beim Sport. Wulf spielt gemeinsam mit den
Gefangenen Fussball im Training des FC Inter
Pöschwies. Manche seelsorgerische Momente
entstehen auf dem Spielfeld, in der Pause oder
nach dem Spiel. «Wenn ich mit ihnen zusammen
geschwatzt, geschwitzt und gebrüllt habe, merken
sie, dass ich ein normaler Mensch bin. Dann
wächst Vertrauen.»
Hilft die vorurteilslose und dennoch nicht
­beschönigende Haltung des Pfarrers als Präven­
tion gegen Rückfälle? So eins zu eins könne er
das nicht beurteilen, doch es unterstütze sicher
die Selbstakzeptanz der Strafgefangenen. Ein
Mensch, der sich selber selbstbewusst annehmen
kann, gerate weniger in Gefahr, anderen etwas
­anzutun. Gut findet Heinz Wulf, dass er das Delikt eines neuen Gefangenen nicht kennt, wenn er
ihm zum ersten Mal begegnet. Die einen erzählen
es ihm schon bald, von anderen erfährt er es nie.
Langsame Justiz
Angehörige aller Religionen suchen den Seelsorger auf: Christen, Moslems und Hindus ge­
nauso wie Atheisten. In den Gesprächen geht es
nicht nur um die Bibel und das Wort Gottes, oft
stehen ganz andere Themen im Vordergrund, die
die Gefangenen beschäftigen. «Obwohl ich hier
schon mehrere Männer getauft habe», wie er sagt,
und ein bisschen Stolz schwingt in seiner Stimme
mit. Für einige der Insassen sei der Glauben die
Chance für einen Neuanfang.
Portrait
Mit dem Strafgesetz hingegen hadert Wulf ab
und zu. Einerseits ist er der Kirche unterstellt,
­andererseits im kantonalen Justiz-System ein­
gebettet. Das ist nicht immer einfach. Er muss
Gesetze akzeptieren, die er sich anders wünscht,
und administrative Verzögerungen, die ihn wütend machen. «Die Langsamkeit der Justiz kann
eine Qual sein.» Wartet jemand auf einen Prozess
Die Strafanstalt Pöschwies – früher Strafanstalt
Regensdorf genannt – ist das grösste geschlossene
Gefängnis der Schweiz. Die Insassen sind Männer,
die zu einer mindestens einjährigen Freiheitsstrafe
oder einer Verwahrungsmassnahme verurteilt
­wurden. Momentan verbüssen 440 Gefangene ihre
Strafe in der Pöschwies. 250 Angestellte arbeiten
in der Anstalt. Mit seinem katholischen Kollegen
hat Seelsorger Heinz Wulf die Internetseite «PrisonNews» entwickelt, die den Gefangenen eine OnlinePlattform bietet, um sich mittels Malerei, Geschichten- und Gedichteschreiben auszudrücken und
damit auch Menschen «draussen» anzusprechen.
Die Insassen haben jedoch keine Möglichkeit, mit
Internet-Besuchern direkt in Kontakt zu treten. Die
Website wird von Spenden finanziert.
www.poeschwies.ch
www.prison-news.ch
19
oder auf ein Gutachten, können Jahre vergehen;
das sei für die Betroffenen zum Teil unerträglich.
Heinz Wulf ergreift kompromisslos Partei für
die Gefangenen, und man kann sich gut vorstellen, dass er damit nicht überall auf Sympathie
stösst. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und
riskiert es, anzuecken.
So sehr er sich jedoch für die Strafgefangenen
engagiert, so sehr versteht er auch die andere­
Seite. Er weiss, dass gerade Opfer von Gewaltverbrechen sehr auf Schutz angewiesen sind. Auch
wenn viele Täter eingesperrt werden, seien andere
noch draussen in Freiheit. Mit dieser Tatsache
zu leben, sei schwierig für Menschen, die unter
Gewalt gelitten haben. Eine hundertprozentige
Sicherheit gebe es nie.
Erschütternde Geschichten
Einige der Geschichten, die er erfährt, gehen
ihm sehr nah. Er erzählt von der Begegnung mit
einem Insassen, dessen Vater gestorben war, und
der unbedingt an die Beerdigung wollte. Erst
nach einem längeren Gespräch begriff Heinz
Wulf, dass viel mehr dahinter steckte als der
Wunsch nach einem Abschied am Grab. Der
Mann stammte aus einer Kultur, in der das un­
geschriebene Gesetz gilt, dass der Erstgeborene
beim Begräbnis des Vaters anwesend sein muss.
Wer sich nicht daran hält, wird vom ganzen Clan
geächtet. Der Drogenkurier verlor so nicht nur
seinen Vater, sondern seine ganze Familie. Das
berührt den Pfarrer, seine Stimme wird emotional. Natürlich sei der Mann nicht unschuldig im
Gefängnis, ­dennoch habe er Mitgefühl mit ihm.
«Der Entzug der Freiheit ist hart.» Das sei vielen
Leuten, die vorschnell urteilten, nicht bewusst.
Es ärgert ihn, wenn er hört, wie das Schweizer
Strafsystem als zu lasch und die Pöschwies als
Luxus-Gefängnis bezeichnet werden. Nach fünf
bis sieben Jahren Gefangenschaft leiden viele
­Insassen an ersten Haftschäden, davon ist er
überzeugt.
Nicht immer gelingt es ihm, die unzähligen
Einzelschicksale, mit denen er täglich konfrontiert wird, von seinem Privatleben fernzuhalten.
«Und das ist auch gar nicht sinnvoll.» Da er mit
einer Pfarrerin verheiratet sei und beide die gleiche seelsorgerliche Schweigepflicht hätten, sei
dies nicht tragisch. Das mache es einfacher, am
Ende des Tages belastende Dinge nicht mitzuschleppen. Alles in allem bestehe seine Tätigkeit
als Seelsorger nebst schwierigen Begegnungen
auch aus vielen befriedigenden und berührenden
Momenten.
Und was ist mit Gefangenen, mit denen er absolut nicht klar kommt? Wulf lacht und kontert
nicht ganz ernst gemeint: «Die übergebe ich meinem katholischen Kollegen!»
Auflösung von
Seite 20
FINDE 10 FEHLER
Punkt um punkt
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3
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2
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23
39 112
110
1
105
113 114 16 17 20
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109 38
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86 104 103
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133
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118
99
87
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Mir z'lieb
Kinderseite
Finde 10 Fehler
Kochrezept für Kinder
Aus dem Kochbuch «Kochen mit
Felix und Lisa». Kann unter
mirzlieb@gfms.ch bestellt werden.
(Erstausgabe in deutscher Sprache.)
Powermüesli
zutaten für 1 PERSON
3–4 EL feine Haferflocken
5–6 EL Wasser
1
Apfel
½
Banane
½
Naturejoghurt (ca. 100 g)
1 EL
Rosinen
1 TL Birnel oder Honig
Punkt um Punkt
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8
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17 20
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63
67
C o n c e p t i s P u z z l es
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zubereitung
1Fülle die Haferflocken in einen Suppenteller. Giesse das Wasser darüber.
2Wasche den Apfel. Lege die Röstiraffel
auf den Suppenteller und reibe den
­Apfel mit Schale bis auf das Kerngehäuse dazu. Mische alles gut.
3Schäle die halbe Banane. Schneide sie
in kleine Stücke. Mische sie unter die
Haferflocken.
4Mische den Joghurt, die Rosinen und
den Birnel unter die Flockenmischung.
FINDE 10 FEHLER
Im unteren Bild haben sich 10 Fehler eingeschlichen. Finde sie!
punkt um punkt
Verbinde die Punkte der Reihe nach. Wer oder was versteckt sich
hinter den Zahlen?!
Die Lösungen findest Du auf der Seite 19.
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Seele and Geist
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