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Auf ein Wort Sechstageauftakt wie immer stimmungsvoll - Berliner

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Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
1
Sechstageauftakt wie immer stimmungsvoll
Die Fussball-Legenden Uwe Seeler und Franz Beckenbauer als Starter
1. Tag
Junge Talente gaben
guten Einstand
Es ist schon erstaunlich und eigentlich auch
ein wenig überraschend: auch im Jahr eins
nach Heinz Seesing hat es der nunmehr
alleinige Geschaftsführer Reiner Schnorfeil
mit seinem Sportlichen Leiter Dieter Stein
verstanden, die Massen für das 103.
Berliner Sechstagerennen zu bewegen. Alle
vorherige, eventuelle Skepsis wurde über
den Haufen geworfen und 12.500
Zuschauer sorgten für prächtige Stimmung.
So ist die Hoffnung der Veranstalter nicht
unbegründet, dass auch dieses Rennen
wieder zu einem vollen Erfolg wird.
In Berlin ist selbst das vorher viel diskutierte
Fehlen des Lokalmatadors Marcel Kalz kein
Thema,
allein
der
spannende,
abwechslungsreiche Sport fasziniert die
Besucher in einer Weise, wie es
offensichtlich nur in Berlin möglich ist. Das
Festhalten an den Slogan „Tradition mit
Zukunft“ hat gerade in diesem Jahr dafür
gesorgt, dass das Starterfeld bei den Profis
jünger ist als je zuvor. Das Erfreuliche daran
ist, dass die Jungen gleich zu Beginn für
einige bemerkenswerte Akzente sorgten,
die für die weitere Entwicklung des
Sechstagesports von großer Bedeutung ist.
Zunächst aber waren die Nachwuchsfahrer
der Rahmenwettbewerbe, die gemeinsam
von der Sechstage-Rennen GmbH mit dem
Berliner Radsport Verband e.V. (BRV)
veranstaltet werden, an der Reihe und
sorgten mit spannenden Wettkämpfen für
die richtige Einstimmung. Im UIV-Cup der
U 23 gab es zunächst ein 60 Runden
Punktefahren, dass die Polen Rafal
Jeziorski/Wojciech Pszczolarski mit 22
Punkten vor den überraschend starken
Deutschen
Martin
Reinert/Tim
Schlichenmaier (17) und den Topfavoriten
aus den Niederlanden Melvin van Zijl/Didier
Caspers (15) gewinnen konnten.
Interessant dabei, dass die hier erzielten
Punkte
und
auch
eventuelle
Rundengewinne, die am ersten Abend aber
ausblieben, in die Gesamtwertung mit
einfließen.
Danach war im Omnium der Jugend U 17
ein 50 Runden Punktefahren angesagt, das
der starke Däne Andreas Kron mit 32
Punkten vor Felix Groß vom RSV Venusberg
mit 24 und dem besten Berliner Karlo Brüser
vom SC Berlin mit 15 Punkten gewann. Im
Rahmen des UIV-Cups trugen dann die
Akteure ein 30 Minuten Madison aus, das
Melvin van Zijl/Caspers mit 16 Punkten vor
den starken Dänen Elias Helleskov Busk/
Mathias Krigbaum mit 12 und den
Deutschen Achim Burkart/Nils Politt mit 11
Punkten siegreich gestalten konnten, womit
die Niederländer auch die Gesamtführung
nach dem ersten Tag vor den Polen und den
Dänen übernahmen. Der Berliner Tim Reske
an der Seite von Stefan Schneider liegt
derzeit auf Platz acht, während die KEDStevens Fahrer Philipp Zwingenberger/Felix
Donath den 13. Platz inne haben.
Bemerkenswert dabei die Ausgeglichenheit
des Feldes, denn nur drei der 18 Teams
mussten einen Rundenrückstand in Kauf
nehmen.
Nach dem Startschuß von Uwe Seeler und
Franz Beckenbauer, zu denen sich noch
Berlins Sportsenator Frank Henkel gesellte,
begannen
die
Profis
mit
den
Wertungssprints, bei denen sich die
vermeintlichen Favoriten gleich mächtig ins
Zeug legten. So behaupteten sich auf den
ersten drei Plätzen in dieser Reihenfolge de
Ketele/Müller, Lampater/de Buyst und
Bartko/Reinhardt, die ihre Ambitionen mehr
als
andeuteten.
Nach
der
Mannschaftausscheidung, die von den Topfavoriten Lampater/
de Buyst gewonnen wurde, startete die erste
30-minütige Jagd, die die drei Topteams
Lampater/de Buyst, Bartko/Reinhardt und
de Ketele/Müller in dieser Reihenfolge mit
Rundenvorsprung
dominierten.
Beeindruckend hier gleich die Vorstellung
des Youngsters Maximilian Beyer in seinem
Auf ein Wort
Im Zeitalter des Coming Out will ich mich
an dieser Stelle auch einmal für meine
Vorliebe für die Sechstagerennen
bekennen, die ja viele Radsportfreunde
und aufmerksame Leser unserer News
schon bemerkt haben dürften. Das hat
natürlich seinen Ursprung, der schon in
das Jahr 1955 zurückführt, als mein Vater
mich als sechsjährigen Knirps mit in den
legendären Sportpalast genommen hat
und ich sofort von dieser Art des
Radsports fasziniert war. Seitdem habe ich
alle Berliner Sechstagerennen - bis auf das
im Jahre 1956 wegen Krankheit - miterlebt
und bis heute hat mein Interesse
diesbezüglich nicht nachgelassen.
Das gerade zu Ende gegangene 103.
Berliner Sechstagerennen war für mich
das 61. in Berlin, das ich miterleben durfte,
aber auch in Bremen, Stuttgart, München,
Dortmund, Amsterdam und zuletzt in Gent
habe ich mir Eindrücke verschaffen
können. Im Laufe der Zeit hat sich dabei
vieles gewandelt und viele Städte haben
sich inzwischen aus dem Sechstagesport
aus unterschiedlichsten Gründen
zurückgezogen, so dass in Deutschland
neben Berlin nur noch Bremen übriggeblieben ist, wo gerade das 50. Sechstagerennen über die Bühne ging.
Heutzutage spricht man von einem Event,
wenn eine derartige Veranstaltung ansteht
und der Sport ist für viele Besucher
oftmals nur zweitrangig, da rund um das
Sechstagerennen viel Unterhaltung geboten wird. Es ist auch ein gesellschaftliches
Ereignis und ein Treffpunkt für viel
Prominenz, dazu für die Sponsoren ein
wichtiger wirtschaftlicher Faktor, zumal
ohne sie solch eine Veranstaltung nicht
mehr möglich wäre. Dennoch wird es
immer schwieriger, ein derartiges Ereignis
finanziell zu stemmen und auch sportlich
hat sich vieles nicht unbedingt zum Vorteil
entwickelt.
Während früher Spitzenprofis aus dem
Straßenrennsport im Winter ständig auch
auf den Sechstagebahnen unterwegs
waren, trifft man sie heute nur noch selten
an. Der Radsportkalender des Weltverbandes UCI hat dazu nicht unwesentlich
beigetragen und somit wird es für die
Veranstalter immer schwieriger attraktive
Starterfelder zu verpflichten. Der Sportliche Leiter in Berlin, Dieter Stein, kann
davon ein Lied singen und dennoch hat
er trotz vieler schwieriger Fälle auch in
diesem Jahr wieder international
hervorragende Athleten an den Start
bringen können. Wenn man einmal vom
derzeit besten Sechstagefahrer Iljo Keisse
aus Belgien absieht, der aufgrund einer
Mannschaftsvorstellung
seines
Straßenteams absagen musste, und die
Veranstalter auch das verletzungsbedingte Fehlen des französischen
Madison-Weltmeisters Morgan Kneisky
hinnehmen mussten, so fehlte eigentlich
nur einer am Start: der sich in überragender Form befindliche Lokalmatador
Marcel Kalz hat ein nach Aussagen der
sportlichen Leitung gutes Angebot leider
nicht bestätigen wollen. Bleibt zu hoffen,
dass er vor heimischer Kulisse im
nächsten Jahr wieder dabei sein kann.
Bernd Mülle
Leif Lampater (r.) und Supertalent Jasper de Buyst.
Foto: Josef Uhlig
2
ersten Sechstagerennen an der Seite des
schnellen Schweizers Tristan Marguet, die
Vierte wurden. Aber auch die Talente Kersten
Thiele, Sebastian Wotschke/Hans Pirius
sowie Nico Heßlich überzeugten mit
couragierter Fahrweise.
Es folgten für die Profis noch zwei Läufe um
den
Derny
Europapokal,
ein
Rundenrekordfahren sowie die zweite große
Jagd über 45 Minuten, die aufgrund
fortgeschrittener Zeit leider vor nur noch
spärlich besetzten Rängen stattfand. Das
war im vorigen Jahr anders, als man mit der
großen Jagd begonnen hatte. Aber vielleicht
sollte man hier einmal mit einer langen Jagd
den Eröffnungsabend beginnen, z.B. über
75 km, und dann auf eine zweite Jagd
verzichten, was durchaus im Hinblick auf
das Zuschauerverhalten Sinn machen
würde. Den ersten Dernylauf gewannen de
Ketele/Müller vor Lampater/de Buyst und
Bartko/Reinhardt, während im Lauf der im
Gesamtstand in der zweiten Hälfte liegenden
Teams Jesper Mörköv/Pascal Ackermann
vor Wotschke/Pirius siegten. Marcel Barth
und der schnelle Nico Heßlich hießen die
Sieger im Rundenrekordfahren mit 13,143
Sekunden und die große Jagd wurde von
Vivien Brisse/Christian Grasmann
gewonnen, die de Ketele/Müller und die
Spanier David Muntaner/Albert Torres auf
die Plätze verwiesen.
Zum Programm gehören auch wieder die
Frauen, die zum dritten Mal dabei und kaum
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
noch wegzudenken sind. In diesem Jahr
startet wieder ein international besetztes
Rennen mit jetzt sogar 15 Teilnehmerinnen,
darunter auch mit einer Sondergenehmigung Berlins großes, erst 16jähriges Talent Laura Ida Waskowski vom
BRC Semper, die hier nur lernen kann.
Nach dem Sieg von Lisa Küllmer im
Punktefahren vor der punktgleichen
Charlotte Becker und dem Sieg im
Ausscheidungsfahren von Alzbeta
Pavlendova aus der Slowakei führt in der
Gesamtwertung nach dem ersten Tag
Küllmer mit 4 vor der Slowakin mit 5
Punkten, während Laura Ida Waskowski mit
24 Punkten derzeit Platz 12 einnimmt.
Was wäre ein Sechstagerennen in Berlin
ohne die Sprinter? In drei Wettbewerben
glänzten sie wieder mit Spitzenleistungen,
wobei im Rundenrekordfahren ein neuer
Bahnrekord von 12,603 Sekunden von
Robert Förstemann erzielt wurde. Im Sprint
siegte er ebenfalls gegen Maximilian Levy
und im abschließenden Keirin triumphierte
überraschend der Pole Damian Zielinski.
Auch die Steher fehlen nicht im Programm
und sie lieferten sich von Beginn an viele
Positionskämpfe. Am Ende hatte der
sensationell fahrende Robert Retschke die
Oberhand gegenüber die verbissen
fightenden Mario Birrer aus der Schweiz und
Patrick Kos aus den Niederlanden. Der
Mitfavorit Florian Fernow von den
Zehlendorfer Eichhörnchen hatte sich ein
wenig verspekuliert und landete nur auf dem
vierten Platz.
Zwischenstände:
Profis: 1. Lampater/de Buyst 62 Punkte, 2. de
Ketele/Müller 52, 3. Bartko/Reinhardt 41, 1 Runde
zur.: 4. Brisse/Grasmann 39, 5. Havik/V.Hacecky
20, 6. Muntaner/Torres 19, 7. Bommel/Thiele 12,
8. Marguet/Beyer 9, 9. Barth/Heßlich 2, 2 Runden
zur.: 10. Wotschke/Pirius 11, 3 Runden zur.: 11.
J.Mörköv/Ackermann 11, 12. East/Holloway 8, 13.
Blaha/M.Hacecky 1, 4 Runden zur.: 14. Thömel/
Schomber 6, 15. Marvulli/Roberts 2, 5 Runden
zur.: 16. Byrgesen/Christensen 0.
Sprinter: 1. Förstemann 15 Punkte, 2. Levy 14, 3.
Zielinski 13, 4. Enders, 5. Balzer beide 9, 6.
Kelemen 3.
Steher: 1. Retschke 1 Punkt, 2. Birrer 2, 3. Kos 3, 4.
Fernow 4, 5. Daeninck 5, 6. Faltus 6, 7. Kovalcik 7.
Frauen: 1. Küllmer 4 Punkte, 2. Pavlendova 5, 3.
Markus 7, 4. Pohl 9, 5. Kröger 10, 6. Dideriksen
13, 7. Ch.Becker 14, 8. Fischer, 9. Basso beide
17, 10. Stock 18, 11. Walker 22, 12. Waskowski,
13. Paller beide 24, 14. Eberhardt 26, 15. Meyvisch
30.
UIV-Cup U 23: 1. M.van Zijl/Caspers 31 Punkte,
2. Jeziorski/Pszczolarski 27, 3. Busk/Krigbaum, 4.
Reinert/Schlichenmaier beide 19, 5. Burkart/Politt
18, 6. Sisr/Rybin 13, 7. Gibson/Cullaigh, 8. Reske/
S.Schneider beide 11, 9. T.Wauch/C.Imrek 9, 10.
Freuler/Cazzaro 6, 11. Filip/Helis 5, 12. Bigum/
Schwartz 3, 13. Zwingenberger/Donath 1, 14.
Geßner/Dinkler, 15. Froidevaux/Marcel Millet
beide 0, 1 Runde zur.: 16. Lichnovsky/Vrazel 3, 2
Runden zur.: 17. Matzner/Mastaller 8, 18. Steger/
Krause 3.
Jugend: 1. Kron 10 Punkte, 2. Groß 8, 3. Brüser
6, 4. Bader 5, 5. J.Schneider 4, 6. Mechsner 3, 7.
Kümmel 2, 8. Grabowsky 1.
2. Tag
Marguet/Beyer und Havik/
V.Hacecky mit starker Leistung
Nicht ganz so gut besucht wie der
Donnerstag war die Stimmung im Velodrom
am zweiten Abend dennoch wieder
ausgezeichnet und die gezeigten Leistungen
konnten sich sehen lassen. Begonnen
wurde mit zwei Dernyvorläufen der Frauen,
die sich für das im Hauptprogramm
stattfindende Finale qualifizieren mussten.
Die jeweils ersten Fünf mit den Siegerinnen
Kelly Markus aus den Niederlanden und
Stephanie Pohl erreichten das Finale, das
leider die junge Berlinerin Laura Ida
Waskowski als Vorlaufsechste knapp
verpasste. Das Finale war ein sportlicher
Leckerbissen zwischen der lange führenden
Charlotte Becker und Stephanie Pohl, die mit
fulminanten Endspurt schließlich vor Becker
und
der
jungen
dänischen
Straßenweltmeisterin der Juniorinnen Amalie
Dideriksen siegte. Das Punktefahren wurde
eine Beute von Mieke Kröger, die Pohl und
Becker auf die Plätze verwies, so dass nach
dem zweiten Tag Stephanie Pohl mit 12
Punkten die Gesamtwertung vor Lisa
Küllmer und der starken Slowakin Alzbeta
Pavlendova mit jeweils 17 Punkten anführt.
Berlins Talent Laura Ida Waskowski, im
Punktefahren Elfte, verteidigte ihren zwölften
Platz im Gesamt-klassement.
Nach den Dernyvorläufen starteten die UIVCup-Teilnehmer wieder mit einem 60 Runden
Punktefahren, das die Deutschen Achim
Burkart/Nils Politt vor den Tschechen Sisr/
Rybin und den Niederländern M.van Zijl/
Caspers für sich entschieden. Es folgte ein
Dänisches Punktefahren über 50 Runden für
die Jugendklasse, das der starke Däne
Andreas Kron mit 50 Punkten vor Felix Groß
mit 45 und dem erneut besten Berliner Karlo
Die legendäre, schwarze 7 setzt Akzente: Jungtalent Beyer (l.) und der schnelle Schweizer Tristan Marguet.
Foto: Arne Mill
Brüser mit 39 Punkten gewinnen konnte. Die
Gesamtwertung führt Kron mit 20 Punkten
vor Groß und Brüser, die 16 bzw. 12 Punkte
auf ihrem Konto haben, an. Erneut große
Ausgeglichenheit herrschte wieder im
Madison über 30 Minuten der U 23-Fahrer
vor, denn nur die Mannschaft Steger/Krause
musste einen Rundenverlust hinnehmen,
alle anderen Teams blieben in einer Runde.
Am Ende siegten die starken Niederländer
mit 20 Punkten vor Burkart/Politt mit 15 und
den Dänen Busk/Krigbaum mit 12 Punkten.
Während der Berliner Tim Reske mit seinem
Partner Stefan Schneider ohne Punkte Platz
zwölf belegte, war das KED-Stevens-Team
Zwingenberger/Donath aufgrund einer
Verletzung Zwingenbergers nicht mehr
dabei.
Das Hauptprogramm begann wie üblich mit
den Wertungssprints, die Marguet/Beyer vor
Lampater/de Buyst gewannen, die dann in
der Mannschaftsausscheidung die Nase
vorn hatten und Havik/V.Hacecky
bezwangen. In beiden Wettbewerben
deuteten sowohl Marguet/Beyer als auch
Havik/V.Hacecky an, dass an diesem Abend
noch einiges von ihnen zu erwarten war. Vor
allem der junge Berliner Maximilian Beyer
strotzte nur so von Selbstvertrauen, so dass
auch sein Schweizer Partner Tristan Marguet
zur Höchstform auflief. Nach einem tollen
dritten Platz im ersten Dernylauf hinter den
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
Überraschungssiegern Muntaner/Torres aus
Spanien und de Ketele/Müller sowie einem
guten fünften Platz in der kleinen Jagd über
30 Minuten, war es Tristan Marguet
vorbehalten mit einer sensationellen Fahrt
im Rundenrekordfahren für die Bestzeit von
12,779 Sekunden zu sorgen. Die zweite
Siegerehrung an diesem Abend für den
Youngster Beyer wird ihm mit Sicherheit
weiteren Auftrieb für die nächsten Tage
geben.
Glänzend, wie schon angedeutet, auch der
Niederländer Yoeri Havik mit seinem
tschechischen Partner Voitech Hacecky, die
ebenfalls an diesem Abend über sich
hinauswuchsen. Sie dominierten die erste
Jagd, wo sie die rundengleichen Lampater/
de Buyst, de Ketele/Müller und Brisse/
Grasmann bezwangen, während der
abermals enttäuschende Franco Marvulli mit
seinem australischen Partner Luke Roberts
als einzige mit zwei Verlustrunden Letzte
wurden. Auch in der zweiten großen Jagd
über 45 Minuten waren Havik/V.Hacecky
sehr präsent und immer im Bilde, so dass
auch hier am Ende für sie ein
hervorragender zweiter Platz hinter Bartko/
Reinhardt und vor Brisse/Grasmann
heraussprang, die gemeinsam kurz vor
Schluß noch eine Gewinnrunde
herausfuhren. Im abschließenden zweiten
Dernylauf der schlechter platzierten
Mannschaften gab es durch Wotschke/
Pirius einen Berliner Sieg, die Barth/Heßlich
und die US-Amerikaner East/Holloway hinter
sich ließen. Noch ein Wort zu den Spaniern
Muntaner/Torres, die als vermeintliches
Spitzenteam in dieser Nacht mit fünf Runden
Rückstand auf Rang 9 zurückfielen. Sie
waren durch einen Sturz von Muntaner, der
sich am Kinn verletzte, in der großen Jagd
gehandicapt, wo sie allein drei Runden
verloren.
Die Sprinter begeisterten wieder das
Publikum mit ihren drei Wettbewerben
Rundenrekordfahren, Sprint und Keirin.
Erneut war Förstemann auf der Runde der
Schnellste, wenn er auch seine Zeit vom
Vortag knapp verpasste. Dennoch konnten
sich 12,612 Sekunden durchaus sehen
lassen, wobei auch Levy, Balzer und der
Pole Zielinski unter 13 Sekunden blieben.
Im Sprint drehte diesmal Levy den Spieß um
und schlug Förstemann, während Erik
Balzer im Keirin vor Förstemann und Levy
auf Platz 1 landete. Nach zwei Tagen führt
Förstemann den Wettbewerb mit 31 Punkten
vor Levy mit 29 an, so dass alles wieder auf
einen Zweikampf der beiden hinausläuft.
Der Berliner Mitfavorit Florian Fernow konnte
im Steherrennen am Freitagabend seinen
ersten Erfolg landen, den er aus führender
Position gegen den Schlußangriff von
Robert Retschke verteidigte, der wiederum
die Gesamtwertung mit 3 Punkten vor dem
Schweizer Mario Birrer und Fernow mit
jeweils 5 Punkten anführt. Für Spannung
dürfte auch hier für die nächsten Tage
gesorgt sein.
Zwischenstände:
Profis: 1. Lampater/de Buyst 121 Punkte, 1 Runde
zur.: 2. de Ketele/Müller 88, 3. Bartko/Reinhardt
72, 4. Havik/V.Hacecky 70, 5. Brisse/Grasmann 63,
4 Runden zur.: 6. Marguet/Beyer 55, 7. Bommel/
Thiele 32, 8. Barth/Heßlich 22, 5 Runden zur.: 9.
Muntaner/Torres 35, 7 Runden zur.: 10. Wotschke/
Pirius 30, 11. J.Mörköv/Ackermann 14, 8 Runden
zur.: 12. Thömel/Schomber 17, 13. East/Holloway
14, 14. Blaha/M.Hacecky 7, 9 Runden zur.: 15.
Byrgesen/Christensen 0, 10 Runden zur.: 16.
3
Marvulli/Roberts 10.
Sprinter: 1. Förstemann 31 Punkte, 2. Levy 29, 3.
Balzer 23, 4. Zielinski 20, 5. Enders 15, 6. Kelemen
8.
Steher: 1. Retschke 3 Punkte, 2. Fernow, 3. Birrer
beide 5, 4. Kos 8, 5. Daeninck 9, 6. Kovalcik, 7.
Faltus beide 13.
Frauen: 1. Pohl 12 Punkte, 2. Küllmer, 3.
Pavlendova beide 17, 4. Kröger 18, 5. Ch.Becker
19, 6. Dideriksen 21, 7. Markus 23, 8. Basso 35,
9. Stock 36, 10. Fischer 38, 11. Paller 42, 12.
Waskowski 46, 13. Eberhardt 47, 14. Walker 49,
15. Meyvisch 58.
UIV-Cup U 23: 1. M.van Zijl/Caspers 66 Punkte,
3. Tag
Förstemann toppt Rundenrekord
zum wiederholten Mal
War das wieder eine Goldene Nacht im
Velodrom vor vollem Hause, mit prächtiger
Stimmung und sportlichen Leistungen, die
einfach nur beeindrucken konnten. Für den
absoluten Höhepunkt sorgten einmal mehr
die Sprinter, die vor allem im
Rundenrekordfahren glänzten. Doch
zunächst war wie gehabt der Nachwuchs an
der Reihe, der bei der Jugend mit einem
Ausscheidungsfahren sein dreitägiges
Omnium abschloß. Dabei beeindruckte
Karlo Brüser vom SC Berlin mit einer
kämpferisch und taktisch einwandfreien
Leistung, in dem er den Favoriten Andreas
Kron aus Dänemark und Jan Hugger aus
2. Burkart/Politt 51, 3. Jeziorski/Pszczolarski 45,
4. Busk/Krigbaum 43, 5. Sisr/Rybin 36, 6. Reinert/
Schlichenmaier 22, 7. Freuler/Cazzaro 15, 8.
Gibson/Cullaigh, 9. Filip/Helis beide 14, 10.
Bigum/Schwartz, 11. T.Wauch/C.Imrek, 12. Reske/
S.Schneider alle 13, 13. Froidevaux/Marcel Millet
5, 14. Geßner/Dinkler 1, 1 Runde zur.: 15.
Lichnovsky/Vrazel 6, 2 Runden zur.: 16. Matzner/
Mastaller 13, 3 Runden zur.: 17. Steger/Krause 3.
Aufgegeben: Zwingenberger/Donath.
Jugend: 1. Kron 20 Punkte, 2. Groß 16, 3. Brüser
12, 4. J.Schneider 9, 5. Bader 7, 6. Hugger 4, 7.
Zöttler, 8. Mechsner beide 3, 9. Kümmel 2, 10.
Trübenbach, 11. Grabowsky beide 1.
14 Punkten vor Stephanie Pohl und Mieke
Kröger, die je 12 Punkte auf ihrem Konto
hatten, siegreich beendete. Damit war
Stephanie Pohl der Gesamtsieg mit 17
Punkten vor der Slowakin mit 22 und Mieke
Kröger mit 26 Punkten nicht mehr zu
nehmen.
Für die UIV-Cup Teilnehmer stand zunächst
wieder ein 60 Runden Punktefahren an, das
mit 18 Punkten von den Niederländern
Melvin van Zijl/Didier Caspers vor den
Tschechen Sisr/Rybin mit 17 und den Dänen
Busk/Krigbaum mit 14 Punkten gewonnen
wurde. Hier gab es erstmals zwei
Verlustrunden zu verzeichnen, die auf das
Konto der jungen Lukas Steger/Robert
Krause gingen. Im folgenden Madison über
wieder 30 Minuten mussten Steger/Krause
sogar vier Runden Rückstand in Kauf
Robert Förstemann fordert Unterstützung vom Publikum für das Rundenrekordfahren.
Foto: Arne Mill
Niedereschach distanzieren konnte. Der
Däne wurde schließlich Sieger der
Gesamtwertung vor Brüser und Felix Groß
vom RSV Venusberg, der im letzten
Wettbewerb früh ausscheiden musste und
somit seinen zweiten Platz noch an Brüser
verlor.
Ebenfalls ihren Wettbewerb beendeten die
Frauen, die sich noch einmal in einem
Punkte- und einem Ausscheidungsfahren
messen
konnten.
Während
die
Niederländerin Kelly Markus das
Ausscheidungsfahren gegen die von der
Jury distanzierte Straßenweltmeisterin der
Juniorinnen Amalie Dideriksen gewann,
setzte sich Alzbeta Pavlendova aus der
Slowakei im Punktefahren durch, das sie mit
nehmen, die sie hoffnungslos auf den letzten
Platz beließen. Sieger wurden Sisr/Rybin mit
16 Punkten vor den Deutschen Achim
Burkart/Nils Politt, die ebenso 15 Punkte
erspurteten wie die Drittplatzierten M.van Zijl/
Caspers, die wiederum ihre Führung in der
Gesamtwertung auf 99 Punkte vor Burkart/
Politt mit 74 und Sisr/Rybin mit 69 Punkten
ausbauten.
Die Favoriten auf den Gesamtsieg des 103.
Berliner Sechstagerennens zeigten gleich
zu Beginn der 3. Nacht ihre Stärken, indem
Lampater/de Buyst die Wertungssprints und
de Ketele/Müller die erste Jagd über 30
Minuten gewannen. Letztere setzten noch
einen drauf, als sie sich im ersten Dernylauf
vor Lampater/de Buyst und Bartko/
4
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
Reinhardt behaupteten. Die Lokalmatadoren
Robert Bartko aus Potsdam und Theo
Reinhardt aus Berlin ließen sich den Sieg in
der Mannschaftsausscheidung nicht
nehmen und distanzierten hier Lampater/de
Buyst und de Ketele/Müller. Danach schlug
dann die Stunde des jungen belgischen
Talents Jasper de Buyst, der in der 45minütigen großen Jagd an der Seite seines
in dieser Saison über sich hinauswachsenden Partners Leif Lampater seine
eindrucksvolle Stärke mehr als einmal
offenbarte. Vorstöße fahren, Löcher
schließen und Sprints gewinnen, all das
beherrscht der Belgier in einer Art und Weise
und einer Leichtigkeit, dass man aus dem
Staunen nicht mehr herauskommt. „Der
Junge fährt wie eine Rakete“, hat Leif
Lampater schon in Gent behauptet und man
kann es auch hier in Berlin nachvollziehen.
Der Sieg in dieser Jagd mit Rundenvorsprung vor Brisse/Grasmann und de
Ketele/Müller war eindrucksvoll und zeigte
deutlich, dass sie für den Sieg am Dienstagabend als erste in Betracht kommen.
Die überraschend starken Havik/V.Hacecky
gewannen weitere Wertungssprints,
während im Rundenrekordfahren Teil 1
erneut Tristan Marguet und Maximilian Beyer
mit 12,695 Sekunden die schnellste Zeit
realisierten und damit ihre Zeit vom Vortag
noch einmal toppen konnten. Im
abschließenden zweiten Dernylauf
triumphierten der Schweizer Franco Marvulli
und der Australier Luke Roberts, die sich
gegen Muntaner/Torres und Thömel/
Schomber schadlos hielten.
Die Sprinter eröffneten ihre Wettbewerbe mit
einem Paukenschlag: der am ersten Tag von
Robert Förstemann aufgestellte Bahnrekord
von 12,603 Sekunden wurde gleich zweimal
unterboten. Zunächst erzielte Maximilian Levy
phantastische 12,582 Sekunden, die Robert
Förstemann nochmals auf 12,441 Sekunden
verbesserte. Das Publikum war schlichtweg
begeistert und feierte die Stars entsprechend.
Danach konnte sich Förstemann im
Sprintfinale gegen Levy ebenfalls
durchsetzen, der wiederum in seiner
Spezialdisziplin Keirin die Oberhand vor Rene
Enders behielt. Somit führte Förstemann
weiterhin die Gesamtwertung mit 46 Punkten
vor Levy mit 45 Punkten an.
Auch die Steher lieferten sich wieder
packende Kämpfe, wo am Ende der
amtierende Europameister Mario Birrer aus
der Schweiz vorn lag und den Berliner Florian
Fernow knapp auf Platz zwei verwies. Damit
übernahm der Schweizer auch die
Gesamtführung mit 6 Punkten vor Fernow
und Robert Retschke, die beide mit 7 Punkten
weiterhin aussichtsreich im Rennen liegen.
4. Tag
Familientag wieder vor
vollem Hause
den „Preis des Stadler Zweirad Center
Berlin“ ein dreitägiges Omnium austragen.
Zu Beginn fuhren sie 30 Temporunden, die
der Berliner Calvin Dik vom Spandauer RV
mit 12 Punkten siegreich gestalten konnte.
Mit 7 Punkten auf Platz zwei kam Elias
Richter vom Marzahner RC 94 ein, während
der ehemalige Berliner Erik Vater vom RSC
Cottbus bei gleicher Punktzahl sich als
Dritter platzieren konnte.
Zum Abschluß des UIV-Cups mussten die
Am vierten Tag waren erstmals die Junioren
an der Reihe, die mit 18 Mannschaften am
Start waren und ein insgesamt dreitägiges
sogenanntes Madison-Omnium um den
„Hotel Kolumbus-Preis“ zu bestreiten
haben. Unter den Teilnehmern auch ein
aktueller Weltmeister mit dem Ansbacher
Manuel Porzner, der im Scratch den Titel in
Glasgow gewann. Zunächst stand ein 60
Runden Punktefahren auf dem Programm,
das die Cottbuser Lennard Kämna und
Christian Koch mit 36 Punkten vor den
Mitfavoriten Patrick Haller und Manuel
Porzner gewannen, die ebenfalls am Ende
die gleiche Punktzahl aufwiesen. Einen
hervorragenden dritten Platz belegten Til
Schuster und Julian Witt vom SC Berlin, die
28 Punkte erspurtet hatten. Die übrigen fünf
Berliner Teams schlugen sich ebenfalls
prächtig, wobei Moritz Malcharek vom RSV
Werner Otto und Christopher Schulz vom
RC Charlottenburg auf Platz sechs
unmittelbar vor den beiden Teams des SC
Berlin, Malte Jürß/Enrico Schmidt und
Yannik-Marcel Stehlin/Jan-Eric Schlaubitz
einkamen. Auch Gino Heinze/Andre Thiel
vom BSV AdW Berlin erreichten noch drei
Punkte und damit Platz 13, während Jeremy
Lendowski von den Zehlendorfer
Eichhörnchen mit Max Sommerfeld vom RC
Charlottenburg ohne Punkte blieben und
nur Rang 17 belegten.
Ebenfalls ihr Debut gaben am
Sonntagvormittag die Schüler U 15, die um
Zwischenstände:
Profis: 1. Lampater/de Buyst 176 Punkte, 2. de
Ketele/Müller 147, 3. Bartko/Reinhardt 120, 4.
Havik/V.Hacecky 109, 5. Brisse/Grasmann 102, 6
Runden zur.: 6. Bommel/Thiele 53, 7 Runden zur.:
7. Marguet/Beyer 64, 8. Muntaner/Torres 57, 9.
Barth/Heßlich 26, 10 Runden zur.: 10. Wotschke/
Pirius 38, 11. J.Mörköv/Ackermann 23, 11 Runden
zur.: 12. Thömel/Schomber 25, 12 Runden zur.:
13. Marvulli/Roberts 26, 13 Runden zur.: 14. East/
Holloway 20, 15. Blaha/M.Hacecky 12, 15 Runden
zur.: 16. Byrgesen/Christensen 2.
Sprinter: 1. Förstemann 46 Punkte, 2. Levy 45, 3.
Balzer 33, 4. Zielinski 27, 5. Enders 24, 6. Kelemen 14.
Steher: 1. Birrer 6 Punkte, 2. Fernow, 3. Retschke
beide 7, 4. Kos 11, 5. Daeninck 16, 6. Kovalcik
18, 7. Faltus 19.
UIV-Cup U 23: 1. M.van Zijl/Caspers 99 Punkte,
2. Burkart/Politt 74, 3. Sisr/Rybin 69, 4. Busk/
Krigbaum 65, 5. Jeziorski/Pszczolarski 55, 6.
Reinert/Schlichenmaier 29, 7. Gibson/Cullaigh 25,
8. Freuler/Cazzaro, 9. T.Wauch/C.Imrek, 10.
Bigum/Schwartz, 11. Reske/S.Schneider alle 22,
12. Filip/Helis 16, 13. Froidevaux/Marcel Millet 9,
14. Geßner/Dinkler 1, 1 Runde zur.: 15.
Lichnovsky/Vrazel 10, 3 Runden zur.: 16. Matzner/
Mastaller 13, 9 Runden zur.: 17. Steger/Krause 7.
Aufgegeben: Zwingenberger/Donath.
Endstände:
Frauen: 1. Stephanie Pohl (GER) 17 Punkte, 2.
Alzbeta Pavlendova (SVK) 22, 3. Mieke Kröger
(GER) 26, 4. Charlotte Becker (GER), 5. Kelly
Markus (NED) beide 29, 6. Amalie Dideriksen
(DEN) 30, 7. Gudrun Stock (GER) 49, 8. Laura
Basso (ITA), 9. Lisa Fischer (GER) beide 57, 10.
Tatjana Paller (GER) 64, 11. Verena Eberhardt
(AUT) 66, 12. Laura Ida Waskowski (GER) 70, 13.
Hannah Walker (GBR) 71, 14. Molly Meyvisch
(BEL) 84. Aufgegeben: Lisa Küllmer (GER).
Jugend: 1. Andreas Kron (DEN) 28 Punkte, 2.
Karlo Brüser (SC Berlin) 22, 3. Felix Groß (RSV
54 Venusberg) 16, 4. Jan Hugger (RV Viktoria
Niedereschach) 10, 5. Felix Bader (RSC Biberach),
6. Jonas Schneider (SSV Fortschritt Lichtenstein)
beide 9, 7. Martin Smida (CZE) 5, 8. Tom Kamlot
(SC DHfK Leipzig) 4, 9. Maciej-Marek Litkowski
(RC Charlottenburg), 10. Jakob Zöttler (RSG
Muldental Grimma), 11. Josh Mechsner (Berliner
TSC) alle 3, 12. Clemens Kümmel (SSV Gera
1990) 2, 13. Julius Bonnes (SC DHfK Leipzig), 14.
Marvin Trübenbach (Berliner TSC), 15. Joe
Grabowsky alle 1, 16. Pepe Kunert (beide SC
Berlin), 17. Lena-Marie Gerstäcker (RSV Speiche),
18. Michaela Ebert (1. VRV Plauen), 19. Adrien
Buley (Marzahner RC 94), 20. Niklas Spuhrmann
(Verein Cölner Straßenfahrer), 21. Edgar Richter
(Berliner TSC), 22. Elias Sonntag (RU 1913
Wangen i.A.), 23. Maximilian Karasch (BRC
Semper) alle 0.
Akteure in einer 50-minütigen Jagd ihren
Sieger ermitteln und hier entbrannte noch
einmal ein heißer Kampf um die Plätze. Da
die Jagd mit 14 rundengleichen
Mannschaften begonnen wurde, konnte
schon ein einziger Rundengewinn das
Ergebnis erheblich verändern und das
wussten vor allem der Schweizer Freuler
und sein italienischer Partner Cazzaro, die
immer wieder an den Ketten zerrten. Aber
auch die jungen Briten Gibson/Cullaigh
Harter Zweikampf bei den Stehern zwischen dem Berliner Florian Fernow (unten) und
Europameister Mario Birrer aus der Schweiz.
Foto: Josef Uhlig
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
bewiesen Courage und versuchten es
mehrmals im Alleingang. Doch die
niederländischen Favoriten Melvin van Zijl/
Didier Caspers wollten sich den Gesamtsieg
nicht mehr nehmen lassen und gewannen
auch die letzte Austragung mit 26 Punkten
vor den starken Dänen Busk/Krigbaum mit
23 Punkten, die damit die Deutschen
Burkart/Politt noch vom zweiten Gesamtplatz
verdrängen konnten. Diese hatten großes
Pech und Glück zugleich, als Politt beim
forschen Antritt aus dem Pedal rutschte und
bei dem enormen Tempo Mühe hatte, wieder
Tritt zu fassen, so dass er mit Burkart eine
nicht gestattete Sichtablösung vornahm, die
ihnen hätte ein Rundenverlust einbringen
können. Aber die Jury zeigte sich einsichtig
und sprach nur eine Verwarnung aus, was
aus unserer Sicht die richtige Entscheidung
war. Noch größeres Pech hatte die zu Beginn
an sechster Stelle platzierte Mannschaft
Reinert/Schlichenmaier, die durch einen
schweren Sturz von Reinert das Rennen
noch aufgeben musste.
Nach der harten Samstagnacht mussten die
Profis auch am Familientag wieder ein volles
Programm absolvieren, wobei sich die
Favoriten zu Beginn ein wenig zurückhielten.
So gewannen Muntaner/Torres die
Wertungssprints mit 10 Punkten vor den
punktgleichen Havik/V.Hacecky, Marguet/
Beyer dominierten die kleine Jagd über 30
Minuten vor Barth/Heßlich und im
Mannschaftsausscheidungsfahren
behaupteten
sich
die
Berliner
Lokalmatadoren vom KED-Stevens Team
Wotschke/Pirius vor Bommel/Thiele. Im
ersten Dernylauf trumpften dann Bartko/
Reinhardt auf, die Havik/V.Hacecky und
Brisse/Grasmann distanzierten. In der
großen Jagd über 45 Minuten unterstrichen
Lampater/de Buyst und de Ketele/Müller ihre
Siegesambitionen, indem sie dem restlichen
Feld eine Runde abnahmen und in dieser
Reihenfolge ins Ziel kamen. Im
Rundenrekordfahren Teil 2 kam keine
Mannschaft an die Zeit von Marguet/Beyer
mehr heran, die damit in der Gesamtwertung
siegten. Den zweiten Dernylauf gewannen
schließlich die US-Amerikaner East/
Holloway vor Wotschke/Pirius und Thömel/
Schomber.
Die Sprinterrennen begannen wie üblich mit
dem Rundenrekordfahren, aber hier hatten
die Protagonisten offensichtlich noch etwas
schwerere Beine vom Vortag. Für
Förstemann reichten diesmal 13,278
Sekunden zum Sieg vor Balzer und Levy, so
dass das Sprintfinale dieses Mal von Balzer
und Förstemann bestritten wurde, der dabei
überraschend unterlag. Den Keirin
Wettbewerb sicherte sich Rene Enders vor
dem Polen Damian Zielinski und dem jungen
Tschechen Pavel Kelemen, während Levy
und Förstemann nur die Plätze 4 und 5
belegten. Damit lag im Gesamtstand
Förstemann nach wie vor in Führung mit 59
Punkten, aber der Zweikampf mit Levy, der
56 Punkte erspurtet hat, dürfte in den
verbleibenden Tagen noch sehr spannend
werden.
Die vermeintlichen Favoriten auf den Sieg
im Steherrennen hielten sich am Sonntag
etwas zurück, dabei den Kampf um den
Gesamtsieg noch spannender gestaltend.
Es gewann der gestenreiche, seinen
Schrittmacher und Vater immer wieder
anfeuernde Niederländer Patrick Kos vor
dem Franzosen Daeninck und dem
5
Draufgänger aus den USA , Zachary
Kovalcik, während Berlins Lokalmatador
Florian Fernow hinter Europameister Mario
Birrer nur Fünfter werden konnte. An der
Spitze der Gesamtwertung haben jetzt noch
vier Fahrer die Chance auf den Sieg, wobei
der führende Birrer nur drei Punkte
Vorsprung vor dem Viertplatzierten Robert
Retschke hat.
Den Abschluß des Sonntags bildeten 20
Temporunden der Schüler U 13 um den
„Großen Preis der Märkischen Schweiz“, die
von
Florian
Bondzau
vom
nachwuchsstarken SC Berlin vor Leo
Zierenner aus Erfurt und Raul-Odin Voigt
vom aufstrebenden Marzahner RC 94
gewonnen wurden.
Zwischenstände:
Profis: 1. Lampater/de Buyst 211 Punkte, 1 Runde
zur.: 2. de Ketele/Müller 162, 2 Runden zur.: 3.
Bartko/Reinhardt 139, 4. Havik/V.Hacecky 137, 5.
Brisse/Grasmann 123, 7 Runden zur.: 6. Marguet/
Beyer 110, 7. Bommel/Thiele 79, 8 Runden zur.:
8. Barth/Heßlich 53, 9 Runden zur.: 9. Muntaner/
Torres 91, 14 Runden zur.: 10. Wotschke/Pirius
75, 11. J.Mörköv/Ackermann 38, 15 Runden zur.:
12. Thömel/Schomber 42, 13. Marvulli/Roberts
30, 17 Runden zur.: 14. East/Holloway 40, 15.
Blaha/M.Hacecky 23, 19 Runden zur.: 16.
Byrgesen/Christensen 2.
Sprinter: 1. Förstemann 59 Punkte, 2. Levy 56,
3. Balzer 45, 4. Zielinski 35, 5. Enders 34, 6.
Kelemen 23.
Steher: 1. Birrer 10 Punkte, 2. Kos, 3. Fernow
beide 12, 4. Retschke 13, 5. Daeninck 18, 6.
Kovalcik 21, 7. Faltus 26.
Junioren U 19: 1. Kämna/Koch 15 Punkte, 2.
Haller/Porzner 12, 3. Schuster/Witt 10, 4. Derksen/
5. Tag
Vorentscheidungen blieben aus
Am Berliner Tag mit Frank Zander als
Stargast des Abends war die Halle erneut
hervorragend besucht und ließ die
Veranstalter
auch
wegen
der
hervorragenden sportlichen Leistungen
mehr als strahlen. Das Berliner
Sechstagerennen ist und bleibt ein Renner,
was nun schon seit Jahren bewiesen wird,
auch wenn es bestimmt Dinge gibt, über die
man durchaus diskutieren könnte. Aber
nicht nur der Zuschauerzustrom gibt den
Veranstaltern Recht und lässt sie
hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.
An diesem Abend gab es eine Ehrung des
Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) in
Vertretung des Vizepräsidenten Udo
Sprenger für einen verdienstvollen
Radsportler, der seine Karriere nunmehr
beendet hat: Bert Grabsch, geboren in der
Lutherstadt Wittenberg, war seit 1998 als
Profi unterwegs und wurde u.a. viermal
Deutscher Meister im Einzelzeitfahren,
gewann eine Etappe bei der Vuelta in
Spanien und feierte im Jahre 2008 seinen
größten Erfolg als Weltmeister im
Einzelzeitfahren. Ebenfalls geehrt und
verabschiedet durch den Veranstalter wurde
der Schweizer Franco Marvulli, der hier sein
letztes Berliner Sechstagerennen bestreitet,
wo er 13 Mal am Start war und sieben Mal,
bei einem Sieg mit seinem Landsmann
Bruno Risi im Jahre 2008, auf dem Podium
stand.
Die fünfte Nacht begann wie immer mit dem
Nachwuchs, wo zunächst ein Punktefahren
über 60 Runden der Junioren zu absolvieren
war, das von Jannik Steimle/Laurin Winter
Reiche 8, 5. Jurczyk/Reutter 6, 6. Schulz/
Malcharek 4, 7. Jürß/Schmidt 2, 8. Stehlin/
Schlaubitz 1.
Schüler U 15: 1. Dik 10 Punkte, 2. Elias Richter 8,
3. Vater 6, 4. Gehrmann 5, 5. Hannack 4, 6. Dreier
3, 7. Florian Behnke 2, 8. Bohla 1.
Endstände:
UIV Cup U 23: 1. Melvin van Zijl/Didier Caspers
(NED) 125 Punkte, 2. Elias Helleskov Busk/
Mathias Krigbaum (DEN) 88, 3. Achim Burkart/
Nils Politt (GER) 85, 4. Frantisek Sisr/Ondrej Rybin
(CZE) 73, 5. Rafal Jeziorski/Wojciech Pszczolarski
(POL) 71, 6. Jan-Andre Freuler (SUI)/Manuel
Cazzaro (ITA) 37, 7. Simon Bigum/Frederik
Schwartz (DEN) 31, 8. Tim Reske/Stefan
Schneider (GER), 9. Matthew Gibson/Gabriel
Cullaigh (GBR), 10. Tobias Wauch/Christopher
Imrek (AUT) alle 25, 11. Jakub Filip/Ludek Helis
(CZE) 16, 12. Maxime Froidevaux (SUI)/Philemon
Marcel Millet (FRA) 9, 13. Konrad Geßner/
Jonathan Dinkler (GER) 1, 1 Runde zur.: 14. Ludek
Lichnovsky/Viktor Vrazel (CZE) 10, 5 Runden zur.:
15. Stefan Matzner/Stefan Mastaller (AUT) 13, 14
Runden zur.: 16. Lukas Steger/Robert Krause
(GER) 7. Aufgegeben: Philipp Zwingenberger/
Felix Donath (GER) und Martin Reinert/Tim
Schlichenmaier (GER).
Schüler U 13: 1. Florian Bondzau (SC Berlin) 11
Punkte, 2. Leo Zierenner (RSC Turbine Erfurt), 3.
Raul-Odin Voigt (Marzahner RC 94) beide 5, 4.
Paul Wirbeleit (RSG Sprinter Fredersdorf) 3, 5.
Selina König (NRVG Luisenstadt 1910), 6. Lucy
Arendt (RSC Turbine Erfurt) beide 2, 7. Sascha
Telschow (Marzahner RC 94), 8. Sandra Hainzl
beide 1, 9. Laura Marie Fröschl, 10. Bela Wawro
(alle SC Berlin), 11. Laurin Banniza (NRVG
Luisenstadt 1910), 12. Maric Jahn (RSC Turbine
Erfurt), 13. Oliver Schneider alle 0 Punkte, 14. Nico
Daum (beide RSG Sprinter Fredersdorf) -8 Punkte.
Aufgegeben: Miriam Herfort (SC Berlin).
mit 28 Punkten vor den favorisierten Marc
Jurczyk/Sven Reutter mit 19 Punkten
gewonnen wurde. Die Berliner Teams
schlugen sich erneut gut und erreichten mit
Heinze/Thiel, Schuster/Witt, Jürß/Schmidt
und Stehlin/Schlaubitz die Plätze 4,5,8 und
9. Danach folgte ein Dänisches
Punktefahren für die Schüler U 15 über 50
Runden, das erneut mit einem Sieg des
Berliners Calvin Dik endete, der mit 46
Punkten knapp vor dem stark fahrenden
Fabian Dreier vom SC Berlin mit 43 Punkten
siegte. Es war ein umkämpftes Rennen mit
vielen Rundenverlusten, so dass am Ende
nur drei Fahrer in der gleichen Runde
blieben. In der Gesamtwertung lag Dik damit
mit 20 Punkten weiter in Führung vor Elias
Richter mit 13 und Fabian Dreier mit 11
Punkten, die damit unterstrichen, dass es
um den Berliner Nachwuchs nicht schlecht
bestellt ist.
Der zweite Wettbewerb der Junioren war ein
Madisonrennen über 30 Minuten, das heiß
umkämpft war. Hier gab es auch
Rundengewinne/-verluste, die aber nicht in
das Gesamtergebnis einfließen, da es sich
hier um ein Omnium handelt, das nach
Punkten entschieden wird. Sieger wurden
mit 22 Punkten die amtierenden Deutschen
Madison-Meister Marc Jurczyk/Sven Reutter
vor den Berlinern Schuster/Witt mit 20
Punkten. Am Ende waren neun
Mannschaften rundengleich, darunter auch
die Berliner Schulz/Malcharek auf Rang 7
und Stehlin/Schlaubitz als Achte. Nach dem
zweiten Tag führten nunmehr Jurczyk/
Reutter in der Gesamtwertung mit 48
Punkten vor Schuster/Witt mit 41 und Haller/
Porzner mit 38 Punkten.
Zwei Meldungen zum Rennen der Profis
6
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
zweiten Platz im Keirin hinter dem
Tschechen Pavel Kelemen dafür sorgte,
dass der Wettbewerb vor Spannung nur so
knisterte. Denn vor dem Finaltag lagen
nunmehr Förstemann und Levy mit jeweils
72 Punkten in Führung vor dem jungen Erik
Balzer, der mit 53 Punkten aber bestenfalls
als Dritter in der Gesamtwertung aufs
Podium steigen kann.
Bei den Stehern hieß der Sieger Florian
Fernow, der den Lauf vor Retschke, Kos und
Birrer gewinnen konnte und damit die
Führung in der Gesamtwertung mit 13
Punkten übernahm. Aber Birrer mit 14 sowie
Retschke und Kos mit je 15 Punkten hatten
noch alle Chancen auf den Gesamtsieg im
Esso Weltpokal.
Robert Bartko in seinem letzten Berliner Sechstagerennen schiebt den jungen Theo
Reinhardt ins Rennen.
Foto: Josef Uhlig
seien einmal vorangestellt: Der Spanier
David Muntaner, der durch einen Sturz in der
zweiten Nacht einen Kiefergelenkbruch
erlitten hatte, stieg vom Rad und muß sich
noch in dieser Woche einer Operation
unterziehen. Sein Partner Albert Torres
bestreitet bis auf weiteres nur noch die
Einzelwettbewerbe, bleibt aber weiterhin in
der Wertung. Die zweite, etwas
überraschende Meldung, sickerte bereits
am Vorabend durch, als in einem
Fernsehinterview Lokalmatador Robert
Bartko von seinem letzten Berliner
Sechstagerennen sprach. Er wird nur noch
in Kopenhagen dabei sein und dann seine
lange, äußerst erfolgreiche Karriere
beenden.
Für Gesprächsstoff war also gesorgt, doch
die Wettkämpfe standen wieder schnell im
Vordergrund. Die Wertungssprints
gewannen der Däne Jesper Mörköv und
sein junger Partner Pascal Ackermann vor
de Ketele/Müller und Bartko/Reinhardt,
während
das
Mannschaftsausscheidungsfahren eine
Beute der Favoriten Lampater/de Buyst
wurde.
Der
Sieg
im
Berliner
Sechstagerennen führt nur über sie, die
einen Start-Ziel-Sieg feiern könnten. Das
6. Tag
Überraschungen bei Profis
und Stehern
Auch am letzten Tag des Berliner
Sechstagerennens, an dem Reiner
Schnorfeil
als
erstmals
allein
verantwortlicher Geschäftsführer ein
positives Fazit ziehen konnte, war das
Velodrom wieder glänzend besucht und die
Stimmung ausgezeichnet. So kann es
weitergehen und die insgesamt ca. 75.000
Besucher an den sechs Tagen haben
gezeigt, dass das Interesse an diesem
jährlichen Event nach wie vor groß ist. Das
weiter gelebte Konzept „Tradition mit
Zukunft“ bewährt sich immer wieder aufs
Neue und wurde vom Sportlichen Leiter
Dieter Stein mit der Verpflichtung vieler
junger Fahrer hervorragend umgesetzt.
Nach dem Rücktritt von Fahrern wie Robert
Bartko oder Franco Marvulli ist die
unterstrichen sie auch mit einem weiteren
Erfolg im Finale des Derny Europapokals,
den sie vor de Ketele/Müller und Havik/
V.Hacecky souverän gewannen. Im B-Finale
behaupteten sich später Marvulli/Roberts
gegen Byrgesen/Christensen und den
Youngstern Wotschke/Pirius, die ein
insgesamt starkes Rennen fahren und sich
auch bei den vielen Jagden gut in Szene
setzten.
In den beiden Jagden hielten sich die
favorisierten Teams Lampater/de Buyst und
de Ketele/Müller ein wenig zurück, während
Bartko/Reinhardt, ebenfalls Anwärter für das
Podium, die große Jagd vor Havik/V.Hacecky
dominierten und in der kleinen Jagd hinter
Brisse/Grasmann Zweite wurden. Das
Rundenrekordfahren, wieder auf zwei Tage
verteilt, sah im Teil 1 Bommel/Thiele mit
13,536 Sekunden erfolgreich, einer Zeit, die
am Ende kaum zum Sieg z.B. gegen
Marguet/Beyer reichen dürfte, die erst am
Schlusstag anzutreten hatten.
Die Sprinter brachten das Publikum wieder
in die richtige Stimmung und Robert
Förstemann war es erneut, der im
Rundenrekordfahren mit 12,515 Sekunden
begeisterte. Im Sprint um Platz 1 unterlag er
dann aber Maximilian Levy, der mit seinem
Blutauffrischung für den Sechstagesport
dringend notwendig in der Hoffnung, dass
künftig auch wieder einmal an anderer Stelle
sich Veranstalter finden, die ein
Sechstagerennen auf die Beine stellen und
den Talenten ein Beschäftigungsfeld bieten.
Berlin kann dabei als Erfolgsmodell eine
entscheidende Rolle spielen und ist zu
Gesprächen, die in diese Richtung gehen,
durchaus bereit.
Der letzte Abend war zu Beginn wieder dem
Nachwuchs vorbehalten, der mit
Punktefahren für die Junioren und für die
Schüler sein bereits beachtliches Können
unter Beweis stellte. Dazu fuhren die
Junioren noch ein Madison über 30 Minuten
als perfekte Einstimmung für den Rest des
Abends. Bei den Junioren gab es noch eine
Mannschaftsneubildung auf Seiten des SC
Berlin, wo Jan-Eric Schlaubitz und Enrico
Schmidt nicht mehr antraten und mit Malte
Jürß/Yannik-Marcel Stehlin ein neues Team
Zwischenstände:
Profis: 1. Lampater/de Buyst 253 Punkte,
2. de Ketele/Müller 200, 1 Runde zur.: 3.
Bartko/Reinhardt 186, 4. Havik/V.Hacecky
168, 5. Brisse/Grasmann 167, 8 Runden
zur.: 6. Marguet/Beyer 121, 7. Bommel/
Thiele 96, 10 Runden zur.: 8. Barth/Heßlich
59, 16 Runden zur.: 9. Marvulli/Roberts 49,
10. J.Mörköv/Ackermann 48, 17 Runden
zur.: 11. Muntaner/Torres 94, 12. Wotschke/
Pirius 83, 13. Thömel/Schomber 49, 20
Runden zur.: 14. East/Holloway 43, 21
Runden zur.: 15. Blaha/M.Hacecky 24, 23
Runden zur.: 16. Byrgesen/Christensen 10.
Sprinter: 1. Levy, 2. Förstemann beide 72
Punkte, 3. Balzer 53, 4. Enders 45, 5.
Zielinski 41, 6. Kelemen 32.
Steher: 1. Fernow 13 Punkte, 2. Birrer 14,
3. Retschke, 4. Kos beide 15, 5. Daeninck
24, 6. Kovalcik 26, 7. Faltus 33.
Junioren U 19: 1. Jurczyk/Reutter 48
Punkte, 2. Schuster/Witt 41, 3. Haller/
Porzner 38, 4. Kämna/Koch 33, 5. M.Franz/
Kanter 28, 6. Steimle/Winter 24, 7. Jägeler/
Mandrysch 20, 8. Schulz/Malcharek, 9.
Derksen/Reiche beide 18, 10. Stehlin/
Schlaubitz, 11. Heinze/Thiel beide 13, 12.
Schmiedel/Schubert 8, 13. Lendowski/
Sommerfeld, 14. Jürß/Schmidt beide 7, 15.
P.Franz/T.Franz 6, 16. Appeltauer/Auer 3, 17.
Schuchmann/Zeise 2, 18. Frahm/Louis
Rohde 1.
Schüler U 15: 1. Dik 20 Punkte, 2. Elias
Richter 13, 3. Dreier 11, 4. Vater 9, 5. Bohla
7, 6. Gehrmann 5, 7. Voß, 8. Hannack beide
4, 9. Pohle, 10. Florian Behnke beide 2, 11.
Benz-Kuch 1.
am Start war. Im 60 Runden Punktefahren
und in der abschließenden Jagd
dominierten die bislang Drittplatzierten
Patrick Haller und Manuel Porzner als
Sieger derart, dass sie sogar noch
Gesamtsieger werden konnten. Im
Punktefahren waren dieses Mal Schulz/
Malcharek auf Platz 5 beste Berliner vor
Schuster/Witt auf Rang 7, die ihre
berechtigten Siegchancen hier einbüßten.
Im Madison landeten Schuster/Witt hinter
Marcel Franz/Max Kanter aus Cottbus auf
einem ausgezeichneten dritten Platz, den
sie dann auch in der Gesamtwertung des
Junioren-Omniums
hinter
den
Zweitplatzierten Favoriten Jurczyk/Reutter
erreichten.
Das Punktefahren der Schüler U 15 über
50 Runden sah den Cottbuser RogerRüdiger Bohla mit 18 Punkten an erster
Stelle, knapp vor dem Berliner Elias Richter
vom Marzahner RC 94 und dem Cottbuser
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
Erik Vater. Mit einem guten vierten Platz
sicherte sich Calvin Dik vom Spandauer RV
die Gesamtwertung, die er mit 25 Punkten
vor Elias Richter mit 21 und Bohla mit 17
Punkten gewann.
Für die Profis waren vor der 60-minütigen
Finaljagd noch einige Wettbewerbe zu
bewältigen, die punktemäßig noch eine
Rolle spielen konnten. Zunächst gab es die
Wertungssprints, die eine Beute von Bartko/
Reinhardt wurden, die Wotschke/Pirius
hinter sich ließen. Die großen Favoriten
Lampater/de Buyst siegten souverän in der
Mannschaftsausscheidung vor de Ketele/
Müller, während das Dernyrennen, als
Revanche ausgetragen, von Havik/
V.Hacecky gewonnen wurde. Im
Rundenrekordfahren gab es nochmals eine
Steigerung durch Marguet/Beyer, als der
schnelle Schweizer mit 12,550 Sekunden
ein Ausrufezeichen setzte, womit ihnen der
Sieg nicht mehr zu nehmen war. Ein
Punktefahren über 40 Runden gab den
Teams nochmals Gelegenheit den
Punktestand zu verbessern, doch nutzten
dies vor allem Bommel/Thiele, die de
Ketele/Müller und Brisse/Grasmann
bezwingen konnten.
Die Finaljagd brachte dann ein Ergebnis,
womit die meisten nicht mehr gerechnet
hatten. Nach der bislang souveränen
Fahrweise von Lampater/de Buyst konnten
eigentlich nur diese beiden die
Siegerschleifen erringen, doch sie hatten die
Rechnung ohne de Ketele/Müller und
Bartko/Reinhardt gemacht. Letztere setzten
die Spitzenreiter immer wieder mit
Ausreißversuchen und Rundengewinnen
unter Druck, dabei in der ersten halben
Stunde mehrmals allein in Führung gehend.
Die entstandenen Löcher mussten
Lampater/de Buyst allein zufahren und
betrieben damit einen Aufwand, der ihnen
vielleicht am Ende die nötige Kraft raubte.
Als letztlich etwa 30 Runden noch zu fahren
waren, setzten de Ketele/Müller die
entscheidende Attacke, die Lampater/de
Buyst nicht mehr kontern konnten. Das
brachte den nach all den Tagen mehr als
überraschenden Sieg der belgisch/
österreichischen Kombination, womit der
gebürtige Berliner, jetzt für Österreich
fahrende, Andreas Müller den ersten
Sechstagesieg seiner Laufbahn und dazu
noch auf seiner früheren Hausbahn
herausfuhr. Für ihn ging damit ein
langgehegter Traum in Erfüllung und er
bezeichnete den Sieg als den schönsten
seiner langen Karriere.
Die Sprinter lieferten sich am Finaltag noch
einmal drei heiße Rennen, die das
Publikum wie jeden Tag begeisterten. Im
Rundenrekordfahren siegte nochmals
Robert Förstemann in 12,477 Sekunden
und verfehlte seine eigene Bestzeit nur
knapp. Das anschließende Keirinrennen
gewann dann Maximilian Levy und der
Showdown erfolgte im abschließenden
Sprint, den hauchdünn Förstemann vor
Levy siegreich gestaltete. Damit wurde
Förstemann auch Gesamtsieger mit 89
Punkten vor Levy, der nur einen Punkt
zurücklag.
Ebenfalls mit hauchdünner Entscheidung
verlief das Finale der Steher, in das Florian
Fernow als Favorit gestartet war. Aber nach
seinen Siegen im Steher-Championat und
im Weltpokal wollte er hier den Hattrick, der
ihm aber versagt blieb. Der amtierende
7
Der Berlin-Österreicher Andreas Müller (l.) wird auf der Fahrt zu seinem ersten Sechstagesieg von Kenny de Ketele ins Rennen geschickt.
Foto: Arne Mill
Europameister Martin Birrer aus der Schweiz
war es, der ihm im letzten Lauf die Show
stahl und knapp vor Fernow gewann. Am
Ende waren sie mit je 15 Punkten auf
gleicher Höhe und so entschied der letzte
Lauf etwas überraschend zu Gunsten
Birrers.
Endstände:
Profis: 1. Kenny de Ketele (BEL)/Andreas Müller
(AUT) 250 Punkte, 1 Runde zur.: 2. Leif
Lampater (GER)/Jasper de Buyst (BEL) 308, 3.
Robert Bartko/Theo Reinhardt (GER) 236, 2
Runden zur.: 4. Vivien Brisse (FRA)/Christian
Grasmann (GER) 211, 5. Yoeri Havik (NED)/
Vojtech Hacecky (CZE) 210, 11 Runden zur.: 6.
Tristan Marguet (SUI)/Maximilian Beyer (GER)
143, 7. Henning Bommel/Kersten Thiele (GER)
128, 15 Runden zur.: 8. Marcel Barth/Nico
Heßlich (GER) 72, 18 Runden zur.: 9. Franco
Marvulli (SUI)/Luke Roberts (AUS) 63, 10.
Jesper Mörköv (DEN)/Pascal Ackermann (GER)
61, 19 Runden zur.: 11. Tino Thömel/Nils
Schomber (GER) 65, 20 Runden zur.: 12.
Sebastian Wotschke/Hans Pirius (GER) 100, 24
Runden zur.: 13. Guy East/Daniel Holloway
(USA) 44, 25 Runden zur.: 14. Martin Blaha/
Martin Hacecky (CZE) 27, 27 Runden zur.: 15.
Niki Byrgesen/Mads Christensen (DEN) 10
Punkte. Aufgegeben: David Muntaner/Albert
Torres (ESP).
Sprinter: 1. Robert Förstemann (Berlin) 89
Punkte, 2. Maximilian Levy 88, 3. Erik Balzer
(beide Cottbus) 63, 4. Rene Enders (Erfurt) 56,
5. Damian Zielinski (POL) 45, 6. Pavel Kelemen
(CZE) 37 Punkte.
Steher: 1. Mario Birrer/Helmut Baur (SUI/
GER), 2. Florian Fernow/Peter Bäuerlein
(GER) beide 15 Punkte, 3. Robert Retschke/
Karsten Podlesch (GER) 18, 4. Patrick Kos/
Rene Kos (NED) 19, 5. Benoit Daeninck/
Holger Ehnert (FRA/GER) 29, 6. Zachary
Kovalcik/Rene Aebi (USA/SUI) 32, 7. Richard
Faltus/Gerd Gessler (CZE/GER) 40 Punkte.
Junioren U 19: 1. Patrick Haller/Manuel
Porzner (RSC Ingolstadt/RSG Ansbach) 83
Punkte, 2. Marc Jurczyk/Sven Reutter (RSG
Böblingen/RWV Wendelsheim) 78, 3. Til
Schuster/Julian Witt (SC Berlin) 65, 4. Marcel
Franz/Max Kanter (RSC Cottbus) 63, 5.
Lennard Kämna/Christian Ko c h ( R S C
Cottbus/RK Endspurt 09 Cottbus) 50, 6.
Robert Jägeler/John Mandrysch (RV
Elxleben/RSC Turbine Erfurt) 48, 7. Jannik
Steimle/Laurin Winter (Radsport Kirchheim
u.T./1. RV Stuttgardia Stuttgart) 42, 8.
Christopher Schulz/Moritz Malcharek (RC
Charlottenburg/RSV Werner Otto Berlin) 33,
9. Malte Jürß/Yannik-Marcel Stehlin (SC
Berlin) 22, 10. Luke Derksen/Steffen Reiche
(RSC 77 Schwerte) 20, 11. Gino Heinze/
Andre Thiel (B SV AdW Berlin) 16, 12.
Jeremy Lendowski/Max Sommerfeld
(Zehlendorfer
Eichhörnchen/RC
Charlottenburg) 15, 13. Paul Franz/Toni
Franz (RSC Sachsenblitz Burgstädt/1. RV
Leipzig 1990), 14. Sebastian Schmiedel/Erik
Schubert (SSV Gera 1990/RV Elxleben)
beide 13, 15. Jasper Frahm/Louis Rohde
(RSC Cottbus) 11, 16. Samuel Appeltauer/
Tim Auer (Österreich/RSV Edelweiß
Oberhausen) 9, 17. Franz Leon
Schuchmann/Paul Zeise (RSV Sonneberg/
RSC Turbine Erfurt) 6 Punkte. Aufgegeben:
Enrico Schmidt und Jan-Eric Schlaubitz
(beide SC Berlin).
Schüler U 15: 1. Calvin Dik (Spandauer RV
1891) 25 Punkte, 2. Elias Richter (Marzahner
RC 94) 21, 3. Roger-Rüdiger Bohla (RK
Endspurt 09 Cottbus) 17, 4. Erik Vater (RSC
Cottbus), 5. Fabian Dreier (SC Berlin) beide
15, 6. Pepe Voß (Spandauer RV 1891) 4, 7.
Eleonora Schütz (NRVG Luisenstadt 1910) 3,
8. Jakob Antkowiak (BSV AdW Berlin), 9. Max
Benz-Kuch (Berliner TSC), 10. Leonie Pohle
(RK Endspurt 09 Cottbus), 11. Florian Behnke
(Marzahner RC 94) alle 2, 12. Justin Winzer
(RC Charlottenburg), 13. Maurice Ballerstedt
(RSV Blankenfelde), 14. Luise Ollick, 15.
Oskar Marlon Bloeß, 16. Lotta Schoenemeyer
(alle SC Berlin), 17. Hannah Steffen
(Genthiner RC 66), 18. Marie Wawrzinek
(Berliner TSC), 19. Danny Meinke (Marzahner
RC 94), 20. Finn Hildebrandt (Radteam
Cöpenick) alle 0 Punkte.
Herausgeber/Anzeigenverwaltung:
Berliner Radsport-Verband e.V., Paul-Heyse-Str. 29,
10407 Berlin, Tel.: 42 10 51 45, Fax: 42 10 51 46
Verantwortlicher Redakteur: Bernd Mülle
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Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
DM Omnium in der Nachbetrachtung
Sensationeller Maximilian Beyer glänzt mit zwei Titeln
Vor leider nur spärlicher Zuschauerkulisse
wurden im Berliner Velodrom am 21. und
22. Dezember 2013 die 3. Deutschen
Omnium-Meisterschaften ausgetragen, die
aber an beiden Tagen mit hervorragenden
Leistungen der Sportler aufwarten konnten.
Dabei bot vor allem der KED-Stevens Fahrer
vom SC Berlin, Maximilian Beyer, eine
überragende Leistung, als er schon am
ersten Tag die Führung übernahm und sich
den Gesamtsieg im Omnium auch am
folgenden Tag nicht mehr nehmen ließ.
Zunächst gewann der am 24.12. erst 18 Jahre
alt gewordene Maximilian Dörnbach aus
Wingerode das Rundenrekordfahren, für das
er als Juniorenweltmeister im KilometerZeitfahren und Europameister im Sprint und
Teamsprint prädestiniert war. Hinter Pascal
Ackermann vom rad-net ROSE Team und
Nico Heßlich vom RSC Cottbus belegte
Beyer hier den vierten Platz und schuf sich
damit eine gute Ausgangsposition. Der Sieg
im Punktefahren ging an den ebenfalls erst
18-jährigen Leon R. Rohde vom RSC
Cottbus, der als großes Talent auf der Bahn
gilt. Er gewann den Wettbewerb mit 91
Punkten vor Maximilian Beyer, der mit 84
Punkten den Mitfavoriten Nils Schomber vom
rad-net ROSE Team, der 77 Punkte erreichte,
auf den dritten Platz verwies. Zum Abschluß
des ersten Tages gewann dann Beyer das
Ausscheidungsfahren gegen geballte
Konkurrenz des rad-net ROSE Teams, indem
er Henning Bommel und Domenic Weinstein
distanzierte.
Bei den Frauen führte nach dem ersten Tag
die Schnellste des Rundenrekordfahrens
Mieke Kröger vom Team Futurumshop.nl mit
7 Punkten vor ihrer Teamkameradin
Stephanie Pohl, die 8 Punkte auf ihrem
Konto
hatte,
der
Siegerin
im
Ausscheidungsfahren Lisa Küllmer aus
Reinheim und der Siegerin im Punktefahren
Gudrun Stock aus München, die beide mit
10 Punkten für einen spannenden Verlauf
des zweiten Tages sorgten. Hinzu kam noch
die erst 17-jährige Lisa Klein von Edelweiß
Kandel, die mit 12 Punkten auch noch nicht
aus dem Rennen war. Berlins großes
Nachwuchstalent, die mit einer
Sondergenehmigung fahrende 16-jährige
Laura Ida Waskowski vom BRC Semper
schlug sich zunächst mit Platz sieben unter
14 Starterinnen im Rundenrekordfahren
mehr als prächtig, um dann beim
Punktefahren ohne vorherige Ankündigung
durch eine nicht ganz verständliche
Entscheidung der Jury auf den letzten Platz
gesetzt zu werden, nachdem sie gerade in
diesem
Rennen
taktisch
ganz
ausgezeichnet gefahren war und sogar
einen Zwischenspurt für sich entscheiden
konnte. Ihr Trainer Uwe Freese nahm die
junge Berlinerin, die weinend das Velodrom
verließ, daraufhin als Vorsichtsmaßnahme
aus dem weiteren Wettbewerb.
Im Rahmenprogramm gab es auch ein
Schüler U 15- und ein Jugendomnium, an
dem auch Fahrer aus dem Umland und
sogar Hannover teilnahmen. Sie fuhren an
beiden Tagen jeweils zwei Wettbewerbe,
wobei aufgrund der Vielzahl der Starter bei
den Schülern im Ausscheidungsfahren
immer zwei Läufe gefahren werden
mussten. Diese wurden am ersten Tag von
Elias Richter vom Marzahner RC 94 und
Roger-Rüdiger Bohla vom RK Endspurt
Cottbus gewonnen, während im
Punktefahren der ehemalige Berliner Erik
Vater vom RSC Cottbus die Nase vorn
hatte. Bei der Jugend konnte Karlo Brüser
vom
SC
Berlin
sowohl
das
Ausscheidungsfahren als auch das
Punktefahren für sich entscheiden.
Zu einem attraktiven Höhepunkt zählte
auch die im Rahmen dieser Meisterschaft
zur Austragung kommende offene Berliner
Stehermeisterschaft, an der zwölf Steher,
darunter auch zwei Niederländer,
teilnahmen. Insgesamt mussten acht Läufe
an beiden Tagen absolviert werden, wobei
es jeweils zwei Vorläufe und zwei
Platzierungsläufe gab, die alle mit einem
(für den Ersten) aufsteigend bis 6 bzw. 7
Zwei Deutsche Meistertitel für Maximilian Beyer: Deutscher Omnium- und Scratch-MeisFotos: Arne Mill
ter.
Punkte (bei Nichtstart) gewertet wurden. Die
ersten Läufe gewannen mit Florian Fernow und
Robert Retschke die Topfavoriten, die sich
später im großen Finale ein packendes Rennen
lieferten. Hier siegte dann der amtierende
Deutsche Meister und Vize-Europameister
Fernow von den Zehlendorfer Eichhörnchen
vor Retschke vom Team Quantec-Indeland und
dem jungen Marcel Bartsch, der ebenfalls den
Zehlendorfer Eichhörnchen angehört und ein
tolles Rennen fuhr.
Der zweite Tag begann mit der
Einerverfolgung, die Maximilian Beyer auf
einem guten dritten Platz hinter Moritz
Schaffner vom Thüringer Energie Team und
Nils Schomber beendete. Letzterer hatte
sich die Chance auf den Titel durch einen
12. Platz im Ausscheidungsfahren verbaut,
obwohl er ein starkes Team hinter sich
wusste, während Beyer lediglich auf die
Unterstützung der zwei UIV-Cup Sieger von
Gent, Sebastian Wotschke und Hans Pirius,
hoffen durfte. Aber was gerade diese Beiden
drauf hatten, zeigte sich im Scratchrennen,
das zusätzlich als separate Deutsche
Meisterschaft ausgetragen wurde und für
Maximilian Beyer die Möglichkeit bot, als
vorjähriger Meister den Titel zu verteidigen.
Es war ein nahezu sensationelles Rennen,
das durch zahlreiche Ausreißversuche
geprägt war, die immer wieder dank starker
Führungsarbeit von Pirius und vor allem von
dem über sich hinauswachsenden
Wotschke gestoppt wurden. Am Ende war
es ein Schlußspurt von noch 17 Fahrern, den
Beyer mit einer taktisch ausgereiften
Leistung für sich entschied. Damit hatte er
nicht nur seinen Scratch-Titel verteidigt,
sondern sich auch für das abschließende
Zeitfahren über 1000 m die beste
Ausgangsposition geschaffen.
In diesem Wettbewerb war der junge
Maximilian Dörnbach ein zweites Mal nicht
zu schlagen, doch der gute fünfte Platz von
Maximilian Beyer reichte völlig aus, um mit
16 Punkten überlegen die OmniumMeisterschaft vor Nils Schomber mit 30
Punkten und Leon R. Rohde mit 31 Punkten
zu gewinnen, dem punktgleich auf Rang vier
Nico Heßlich folgte. Damit machte sich
Beyer knapp eine Woche vor seinem 20.
Geburtstag selbst das schönste Geschenk
und geht nun voller Optimismus auch in sein
erstes großes Sechstagerennen Ende
Januar in Berlin. Aller Ehren wert waren auch
die Leistungen der KED-Stevens Fahrer
Hans Pirius und Sebastian Wotschke, die
am Ende Platz acht und zwölf unter den 20
Teilnehmern belegten.
Äußerst spannend ging es bei den Frauen
zu, wo am Ende Mieke Kröger das bessere
Ende mit 14 Punkten für sich hatte. Die vor
dem letzten Wettbewerb führende Stephanie
Pohl belegte mit 16 Punkten den zweiten
Platz vor der jungen Lisa Klein, die auf 19
Punkte kam und damit punktgleich vor
Gudrun Stock Dritte wurde. Die
Wettbewerbe des zweiten Tages hatten
Stephanie Pohl (Einerverfolgung), Lisa Klein
(Scratch) und Gudrun Stock (500 m
Zeitfahren) für sich entscheiden können,
wobei Lisa Klein sich gleichzeitig auch den
Deutschen Meistertitel im Scratch sicherte.
Auch am zweiten Tag waren wieder Schülerund Jugendfahrer im Einsatz, die mit Siegen
im Ausscheidungsfahren der Schüler von
Elias Richter und Roger-Rüdiger Bohla
sowie Tom Müller vom RSC Cottbus bei der
Jugend endeten. Im Punktefahren siegte
ebenfalls Bohla, der damit auch die ➼
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
Gesamtwertung vor Erik Vater und Elias
Richter gewann. Karlo Brüser siegte
schließlich im Punktefahren der Jugend und
gleichzeitig auch in der Gesamtwertung vor
Tom Müller und Maciej-Marek Litkowski vom
RC Charlottenburg.
Den Abschluß der Veranstaltung bildete dann
die offene Berliner Stehermeisterschaft mit
zwei Platzierungsläufen nach zwei
vorangegangenen Vorläufen, die wieder von
Florian Fernow und Robert Retschke
gewonnen wurden. Der Finallauf war dann
eine äußerst spannende Angelegenheit
zwischen Florian Fernow und Robert
Retschke, bei der am Ende Retschke die Nase
vorn hatte. Beide hatten in der Gesamtwertung
beider Tage 5 Punkte auf ihrem Konto, so dass
Retschke
dank
der
besseren
Schlussplatzierung den Titel des offenen
Berliner Stehermeisters erringen konnte.
Erneut sensationell war die Leistung des
jungen Marcel Bartsch, der im 30 km Finale
zum Schluß noch gefährlich aufkam und nur
äußerst knapp geschlagen Dritter, wie auch
in der Gesamtwertung mit 10 Punkten, wurde.
Noch ein Wort zu einem bemerkenswerten
Athleten wie Thorsten Riedel: Er feierte am
Schlusstag seinen 50. Geburtstag und fuhr
im kleinen Finale sein letztes Rennen hinter
Motoren, das er dann auch noch gewann und
freudestrahlend die verdiente Ehrenrunde
absolvierte. Ihm und den weiteren
Geburtstagskindern Peter Bäuerlein und Uwe
Freese wurden vom neuen Präsidenten des
Berliner Radsport Verband e.V., Günter
Polauke, zum Abschluß der Veranstaltung
Glückwünsche überbracht.
Von sportlicher und auch organisatorischer
Seite her war es eine überaus gelungene
Meisterschaft, die leider zu kurzfristig von
Frankfurt/Oder nach Berlin verlegt wurde, um
noch mehr die Werbetrommel rühren zu
können. Außerdem war der Termin für ein
halbwegs ordentliches Zuschauerinteresse so
kurz vor den Festtagen auch nicht gerade ideal,
zumal auch noch ein verkaufsoffener Sonntag
als Konkurrenz diente. Das krankheitsbedingte
Fehlen von Brandenburgs Newcomer Willi
Willwohl, auf dessen Abschneiden man schon
gespannt war, und des Berliners Theo
Reinhardt, der zu den Mitfavoriten gehörte, war
zwar nicht schön, dürfte aber nicht so eine
entscheidende
Rolle
in
Sachen
Zuschauerresonanz gespielt haben.
9
Neuer offener Berliner
Stehermeister: Robert
Retschke mit seinem Schrittmacher
Holger Ehnert.
(RSC Biberach) 52, 9. Lisa Carolin Happke (RSV
Unna) 54, 10. Lydia Wegemund (RV Iduna), 11.
Jenny Heeger (TG Witten) beide 60 Punkte.
Aufgegeben: Laura Süßemilch (RSC Biberach),
Nadine Meissner (RU 1913 Wangen i.A.), Laura
Ida Waskowski (BRC Semper).
Offene Berliner Stehermeisterschaft:
1. Robert Retschke (Team Quantec-Indeland)/
Schrittmacher: Holger Ehnert (Chemnitz) 5
Punkte, 2. Florian Fernow (Zehlendorfer
Eichhörnchen)/Schrittmacher: Peter Bäuerlein
(Berlin) 5, 3. Marcel Bartsch/Schrittmacher:
Karsten Podlesch (beide Zehlendorfer
Eichhörnchen) 10, 4. Christian Passenheim
(Schwalbe Solingen)/Schrittmacher: Gerd Gessler
(Bielefeld) 14, 5. Christopher Ehlers (Zehlendorfer
Eichhörnchen)/Schrittmacher: Karsten Podlesch
bzw. Jürgen Fahrt (Schwabach) 16, 6. Luuk
Jansen/Schrittmacher: Uwe Smit (beide
Niederlande) bzw. Peter Bäuerlein 19, 7. Thorsten
Riedel
(Zehlendorfer
Eichhörnchen)/
Schrittmacher: Gerd Gessler 20, 8. Marcel Kuban
(RV Union Nürnberg)/ Schrittmacher: Jürgen
Fahrt bzw. Karsten Podlesch sowie Gerd Gessler
26, 9. Torsten Schönberger (Chemnitzer PSV)/
Schrittmacher: Holger Ehnert 27, 10. Marcin
Latussek (RSG Hannover)/Schrittmacher: Jürgen
Fahrt 29, 11. Maurice Steenbeek/Schrittmacher:
Uwe Smit (beide Niederlande) 34 Punkte.
Aufgegeben: Lars König (Zehlendorfer
Eichhörnchen)/Schrittmacher: Peter Bäuerlein.
Gesamtwertung Schüler U 15:
1. Roger-Rüdiger Bohla (RK Endspurt Cottbus) 70
Punkte, 2. Erik Vater (RSC Cottbus) 68, 3. Elias
Richter (Marzahner RC 94) 67, 4. Fabian Dreier
(SC Berlin) 61, 5. Jonas Onnecken (PSV Forst)
60, 6. Jakob Antkowiak (BSV AdW Berlin) 53, 7.
Florian Behnke (Marzahner RC 94) 48, 8. Max
Benz-Kuch (Berliner TSC) 43, 9. Hannah Steffen
(Genthiner RC) 41, 10. Eleonora Schütz (NRVG
Luisenstadt) 40, 11. Leonie Pohle (RK Endspurt
Cottbus) 38, 12. Eric Lerahn (BSV AdW Berlin),
13. Luise Ollick (SC Berlin) beide 34, 14. Danny
Meinke (Marzahner RC 94) 32, 15. Patrick Dietze
(Radteam Cöpenick), 16. Pepe Voß beide 31, 17.
Ali Pado (beide Spandauer RV) 27, 18. Justin
Winzer (RC Charlottenburg) 26, 19. Tobias Riemer
(Marzahner RC 94) 23, 20. Finn Hildebrandt
(Radteam Cöpenick), 21. Jonas Voigt (RK
Endspurt Cottbus), 22. Marie Wawrzinek (Berliner
TSC) alle 20, 23. Jan-Pascal Eckert (BSV AdW
Berlin) 13, 24. Till Groß (RK Endspurt Cottbus) 9,
25. Carina Hainzl 3, 26. Tim Pröhl (beide SC
Berlin) 0 Punkte.
Gesamtwertung Jugend:
1. Karlo Brüser (SC Berlin) 55 Punkte, 2. Tom
Müller (RSC Cottbus) 52, 3. Maciej-Marek
Litkowski 44, 4. Constantin Kasterich (beide RC
Charlottenburg) 41, 5. Josh Mechsner (Berliner
TSC) 39, 6. Joe Grabowsky (SC Berlin) 37, 7.
Marvin Trübenbach (Berliner TSC) 31, 8. Pepe
Kunert (SC Berlin) 20, 9. Paul Taebling (RSC
Cottbus) 19, 10. Adrien Buley (Marzahner RC 94)
18, 11. Sarah Beudt (Genthiner RC) 17, 12. Edgar
Richter (Berliner TSC) 16, 13. Maximilian Karasch
(BRC Semper) 15 Punkte.
Ergebnisse:
Omnium-Gesamtwertung Männer:
1. Maximilian Beyer (SC Berlin) 16 Punkte, 2. Nils
Schomber (rad-net ROSE Team) 30, 3. Leon R.
Rohde, 4. Nico Heßlich (beide RSC Cottbus) beide
31, 5. Pascal Ackermann 40, 6. Domenic
Weinstein 47, 7. Henning Bommel (alle rad-net
ROSE Team) 50, 8. Hans Pirius (Berliner TSC) 52,
9. Kersten Thiele (rad-net ROSE Team) 53, 10.
Tino Thömel (Team NSP-GHOST) 61, 11. Marco
Mathis (rad-net ROSE Team) 65, 12. Sebastian
Wotschke (BSV AdW Berlin) 69, 13. Stefan
Schneider (Verein Cölner Straßenfahrer) 76, 14.
Franz Schiewer (LKT Team Brandenburg) 88, 15.
Moritz Schaffner (Thüringer Energie Team) 91, 16.
Tim Reske (Team Bergstraße Jenatec) 99, 17. Felix
Donath 100, 18. Carl Soballa (beide LKT Team
Brandenburg) 104, 19. Maximilian Dörnbach (RSV
Pfeil Wingerode) 115, 20. Robert William Kessler
(Frankfurter RC 90) 122 Punkte.
Omnium-Gesamtwertung Frauen:
1. Mieke Kröger 14 Punkte, 2. Stephanie Pohl
(beide Team futurumshop.nl) 16, 3. Lisa Klein (RV
Edelweiß Kandel), 4. Gudrun Stock (RC Die
Schwalben München) beide 19, 5. Lisa Küllmer
(RSC Reinheim) 27, 6. Alina Lange (Verein Cölner
Straßenfahrer) 42, 7. Tatjana Paller (Equipe Velo
Oberland Holzkirchen) 44, 8. Isabell Linda Seif
Siegerehrung für die neuen Deutschen Meister: v.l. Lisa Klein (Scratch), Maximilian Beyer
(Omnium und Scratch) und Mieke Kröger (Omnium), flankiert von BDR-Vizepräsident
Udo Sprenger (l.) und BRV-Präsident Günter Polauke.
10
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
Wolfgang Scheibner wurde 80
Ohne Radsport geht es einfach nicht
Der Ehrenpräsident Wolfgang Scheibner (Mitte) wird zu seinem 80. Geburtstag vom
BRV durch Präsident Günter Polauke (l.) und Schatzmeister Dr. Manfred Reimann im
Velodrom geehrt.
Foto: Arne Mill
Am 24. Januar 2014 war es wieder soweit
und unser Ehrenpräsident Wolfgang
Scheibner feierte zum wiederholten Male
seinen Geburtstag während des Berliner
Sechstagerennens. Dieses Mal war es ein
ganz
besonderer
und
mit
der
Sportlersprache ausgedrückt, hat er das
bereits achte Jahrzehnt mit absoluter Fitness
gemeistert, wobei man ihm sein Alter nach
wie vor kaum ansieht. Aber Sport treiben hält
bekanntlich gesund und so ist Wolfgang
Scheibner, wenn auch nicht mehr mit dem
geliebten Fahrrad, aber dennoch
anderweitig, wie zum Beispiel beim Tennis,
nach wie vor emsig dabei, seinen
Gesundheitszustand zu erhalten.
Früh hat er angefangen, mit 16 Jahren zog
ihn der Radsport in den Bann und er fuhr
sein erstes Radrennen für den RV Sport
1888. Doch der berufliche Werdegang führte
leider dazu, dass er mit 21 Jahren das
Rennrad an den berühmten Nagel hängen
musste, ohne aber dem Radsport gänzlich
„ade“ zu sagen. Als Kassenprüfer und
Geschäftsführer stellte er sich seinem Verein
zur Verfügung, auch nach der Fusion mit
der Kreuzberger RVG im Jahre 1967 zum
RV Berlin. Mittlerweile hat die Radfahrer
Vereinigung Berlin 1888, wie der Verein
offiziell heißt, gerade vor kurzem ihr 125jähriges Jubiläum gefeiert.
Dort bekleidet er nach wie vor das Amt des
Geschäftsführers, nunmehr schon seit 40
Jahren. Doch sein radsportliches
Engagement war damit keinesfalls gestillt,
vielmehr wollte er sich auch in der
Verbandsebene einbringen und stellte sich
daher im Jahre 1985 zur Wahl des
Vizepräsidenten des Berliner Radsport
Verband e.V. (BRV) zur Verfügung, wo er
folgerichtig auch gewählt wurde. Sein Anteil
an der Wiedervereinigung der beiden
Landesverbände Ost und West war kein
geringer und als er dann 1994 zum
Präsidenten des BRV gewählt wurde, konnte
er diesen Prozeß zur Vollendung führen.
Immer an seiner Seite war auch seine
Ehefrau Rosi, die ihm bei all seinen
Aktivitäten für den Radsport immer zur Seite
stand und dabei auch die eine oder andere
Aufgabe übernahm. Für einen so
engagierten Menschen, der einen nicht
unerheblichen Teil seiner Freizeit zur
Verfügung gestellt hat, ist eine
verständnisvolle Ehefrau allemal das
Wichtigste!
17 Jahre lang hat Wolfgang Scheibner an
der Spitze des BRV gestanden und dabei
viele radsportliche Höhepunkte mitgestalten
und miterleben dürfen. Ob Deutsche
Meisterschaften,
Europaoder
Weltmeisterschaften auf der Bahn, die Tour
de Berlin oder die Kids Tour, an vielen
Topereignissen hat er seinen Anteil und nicht
von ungefähr wurde er mit vielen Ehrungen
ausgezeichnet. Er ist Ehrenmitglied des RV
Berlin, ausgestattet mit der Goldenen
Ehrennadel des Vereins, die er auch vom
Landessportbund erhielt. Darüber hinaus
wurde er im Jahre 2005 zum „Besten
Ehrenamtlichen des Jahres“ gewählt und
erhielt fünf Jahre später auch die Goldene
Ehrennadel des Senats für die Förderung
des Berliner Radsports. Als er dann aus
eigenem Antrieb seinen Posten im BRV zur
Verfügung stellte, wurde er zum Abschied
auf der Jahreshauptversammlung
einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt.
Erwähnt werden muß auch noch seine
langjährige Freundschaft zu Heinz Seesing,
der 1997 die Sechstagerennen in Berlin
wiederbelebte. Der BRV konnte sich dank
Wolfgang Scheibner in das Konzept mit
einbringen, dem Nachwuchs aller Klassen
innerhalb des Sechstagerennens eine
Chance zu geben. Das Konzept „Tradition
mit Zukunft“, mit dem Heinz Seesing in
Berlin begann, passte ausgezeichnet und
es lebt auch nach dem Ausscheiden der
beiden „Macher“ vergangener Jahre
unverändert weiter.
Nicht nur der Unterzeichner, sondern die
gesamte Berliner Radsportfamilie wünscht
Dir, lieber Wolfgang, weiterhin alles Gute und
beste Gesundheit, damit Du Deinem
geliebten Radsport noch recht lange zur
Seite stehen kannst. Du hast es gerade vor
kurzem wieder bewiesen, als Du für die
Leitung
der
außerordentlichen
Hauptversammlung zur Verfügung standest.
Noch ein ganz persönliches Wort von mir:
Du hast auch eine gewisse Hartnäckigkeit
und Konsequenz bewiesen, als Du mich für
die ehrenamtliche Arbeit im BRV gewinnen
wolltest. Immerhin bin ich jetzt schon seit
2006 dabei und danke Dir für das seinerzeit
mir entgegengebrachte Vertrauen.
Bernd Mülle
50 Jahre 6-Tage-Rennen in Bremen
Ein Endergebnis wie noch nie
Zum Jubiläumsrennen in Bremen hat
Thorsten Schmidt ein Buch unter dem
obigen Titel herausgegeben, in dem er alle
bisherigen Austragungen mit den jeweiligen
Ergebnissen Revue passieren ließ, jedoch
ein Resultat, wie es in diesem Jahr erzielt
wurde, lässt sich dabei nicht annähernd
herausfinden. Das, was heuer in Bremen
geschah, hat es in der langjährigen
Geschichte der Sechstagerennen nicht nur
dort noch nicht gegeben.
Ein sogenanntes Herzschlagfinale, wo am
Ende zwei Mannschaften runden- und
punktgleich vorne lagen, hatte die
Zuschauer förmlich von den Sitzen
gerissen. Bei diesem Finale furioso dabei
auch die Berliner Youngster Sebastian
Trotz Klasseleistung
in einem denkwürdigen Finale hauchdünn unterlegen:
Robert Bartko (l.)
und Marcel Kalz.
Foto: Arne Mill
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Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
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Im Velodrom gastierte der Nikolaus
Überraschender Besuch aus Chicago
Am zweiten Tag der Deutschen
Omniummeisterschaft, bei der im
Rahmenprogramm die offene Berliner
Stehermeisterschaft ausgetragen wurde,
kam es zum Abschluß der Veranstaltung am
Sonntag im Velodrom zu einer Einlage auf
dem Lattenoval, die alle Anwesenden
zunächst in Erstaunen versetzte.
Kurz vor der Siegerehrung für die Steher
fuhr auf einmal ein als Nikolaus verkleideter
Schrittmacher um die Bahn und drehte
außerhalb des Protokolls einige Runden auf
der Piste. Wer könnte das wohl sein, fragten
sich alle und blickten dabei erstaunt in die
Runde. Es sah durchaus professionell aus,
wie sich dieser unbekannte Schrittmacher
auf der Bahn bewegte und so warteten alle
gespannt auf des Rätsels Lösung.
Der routinierte Pacemaker Peter Bäuerlein
war es, der mir einen Tipp gab, um welche
Person es sich dort handelte. Ein gewisser
Emanuel Bianchi aus Chicago, der dort seit
etwa zehn Jahren lebt und aus Sardinien
stammt, ist für eine neugeschaffene Bahn
von 166 m Länge im Velocampus von
Chicago in den USA als Botschafter in
Europa unterwegs. Nachdem er im Mai 2013
in Nürnberg bereits die Prüfung als
Dernyschrittmacher abgelegt hat, bestand
er nunmehr in Berlin auch die
Schrittmacherprüfung für große Maschinen.
Auch wenn auf so einer kleinen Bahn wie in
Chicago nur Dernyrennen stattfinden
dürfen, war es Emanuel Bianchi wichtig,
auch diese Prüfung zu absolvieren. Eine
Dernymaschine hat man in Chicago derzeit
zur Verfügung, zwei weitere will der
Radsportenthusiast mit in die USA nehmen.
Wie Peter Bäuerlein andeutete, sollen zu
gegebener Zeit dort einige Dernyrennen
stattfinden, an denen auch europäische und
damit auch deutsche Fahrer bzw.
Schrittmacher teilnehmen werden.
Nachdem bereits in Hollywood ein Madison
in dieser Saison stattgefunden hat, scheint
sich der Bahnradsport in den Vereinigten
Staaten wieder zu beleben, was durchaus
Hoffnung verbreitet. Immerhin gab es in den
USA,
dem
Ursprungsland
der
Sechstagerennen, viele Städte inklusive
Chicago, die dem munteren Treiben auf den
Pisten schon zu weitaus früheren Zeiten
positiv gegenüberstanden. Dem munteren
Nikolaus kann man für sein Engagement nur
alles Gute mit auf den Weg geben, damit
sein Wunsch auf Wiederbelebung des
Bahnradsports in Erfüllung geht.
Emanuel Bianchi aus Chicago legte in
Berlin seine Schrittmacherprüfung ab und
wirbt für den Radsport in den USA. Bei der
Siegerehrung der Steher sorgte er als Nikolaus für ein Highlight.
➼ Wotschke und Hans Pirius, die nach ihrem
grandiosen Erfolg beim UIV-Cup in
Rotterdam, wo sie die Konkurrenz um vier und
mehr Runden distanzierten, erstmals
gemeinsam bei den Großen mitfuhren. Dort
spürten sie einen ganz anderen Wind, der am
Ende zu 36 Verlustrunden führte, wenngleich
sie auch hier durchaus mit einzelnen Erfolgen
in Rahmenwettbewerben das eine oder
andere Highlight setzen konnten. Selbst in der
finalen Schlußjagd gingen auch sie auf
Rundengewinne, dabei in dieser Jagd sogar
ein Team wie Marvulli/Marguet hinter sich
lassend.
An der Spitze aber gab es Hochspannung,
die man so noch nicht erlebt hatte. Am Ende
lagen mit Lampater/Stroetinga, Bartko/Kalz,
Müller/Hester und Brisse/Grasmann vier
Mannschaften in einer Runde, die sich
erbitterte Kämpfe in den letzten Sprints
lieferten, wobei es für Bartko/Kalz und
Lampater/Stroetinga punktemäßig um Platz
eins und für ihre Kontrahenten um Platz drei
ging. Nur ein Rundengewinn hätte den
Letztgenannten einen Sieg noch bringen
können, aber dafür reichte es am Ende nicht
mehr.
Vor der abschließenden Jagd führten Bartko/
Kalz mit nur vier Punkten Vorsprung vor
Lampater/Stroetinga,
während
die
punktemäßig chancenlosen Grasmann/Brisse
und Müller/Hester dazu noch eine Runde
zurücklagen. Aber aus dem vermeintlichen
Zweikampf wurde schließlich ein Vierkampf,
als Grasmann/Brisse und Müller/Hester nach
17 Minuten der 60-minütigen Schlußjagd
gemeinsam ein Rundengewinn gelang, der
sie zu den Spitzenreitern aufschließen ließ.
Das Rennen tobte hin und her und einzelne
Rundengewinne wurden immer wieder
gekontert, bis Lampater/Stroetinga nach
einer schnellen Gewinnrunde von Bartko/Kalz
mit einer sogenannten Doublette (zwei
unmittelbar
aufeinander
folgende
Rundengewinne) wieder zur Spitze
aufschlossen. Da auch Grasmann/Brisse und
Müller/Hester nachzogen, lief alles auf eine
Entscheidung nach Punkten hinaus.
So mussten die letzten 50 Runden über Sieg
und Podium entscheiden, wo es alle zehn
Runden 10-6-4-2 Punkte zu gewinnen gab.
Den Sieg vor Augen hatten Bartko/Kalz, die
zwei Sprintwertungen vor Schluß mit 8
Punkten vorn lagen, aber die letzten beiden
Sprints hatten es in sich. Hauchdünn die
Entscheidung beim vorletzten Sprint, den
Stroetinga, der gewinnen musste, um die
Siegchance zu wahren, gegen Kalz gewann,
der mit Bartko mit vier Punkten Vorsprung in
den letzten Sprint ging, der nunmehr über
Sieg und Niederlage entscheiden musste.
Bartko/Kalz versuchen es mit einem langen
Sprint, doch der Wechsel von Lampater auf
Stroetinga klappt perfekt, so dass der
Niederländer mit einem fulminanten Spurt
kurz vor dem Zielstrich an Kalz vorbeifliegt.
Das bedeutete Runden- und Punktgleichheit
nach sechs Tagen und beide Teams fühlten
sich als Sieger! Aber das Reglement ist
eindeutig: bei Punktgleichheit entscheidet der
letzte Sprint und den hatten nun einmal
Lampater/Stroetinga für sich entschieden und
somit
das
Bremer
JubiläumsSechstagerennen gewonnen.
Auch der Kampf um Platz drei war äußerst
spannend, ging jedoch durch die
Konstellation an der Spitze ein wenig unter.
Hier waren am Ende Müller/Hester die
Stärkeren, während bei Brisse/Grasmann in
der Schlussphase ein wenig die Kräfte
nachließen. Der Österreicher aus Berlin und
sein dänischer Partner hatten als Dritte das
Podium erklommen mit einem ebenfalls
minimalen 6-Punkte-Vorsprung vor Grasmann
und Brisse, die mit dem undankbaren vierten
Platz vorliebnehmen mussten.
Ergebnis:
1. Leif Lampater (GER)/Wim Stroetinga (NED)
359 Punkte, 2. Robert Bartko/Marcel Kalz
(GER) 359, 3. Andreas Müller (AUT)/Marc
Hester (DEN) 276, 4. Vivien Brisse (FRA)/
Christian Grasmann (GER) 270, fünf Runden
zur.: 5. Jesper Mörköv (DEN)/Andreas Graf
(AUT) 202, neun Runden zur.: 6. Nick Stöpler/
Yoeri Havik (NED) 185, 14 Runden zur.: 7.
Franco Marvulli/Tristan Marguet (SUI) 217, 23
Runden zur.: 8. Marcel Barth/Erik Mohs (GER)
141, 25 Runden zur.: 9. Milan Kadlec (CZE)/
Nico Heßlich (GER) 166, 29 Runden zur.: 10.
Luke Roberts (AUS)/Martin Blaha (CZE) 65,
36 Runden zur.: 11. Hans Pirius/Sebastian
Wotschke (GER) 74, 38 Runden zur.: 12. Tino
Thömel (GER)/Nicky Cocquyt (BEL) 44
Punkte.
In Bremen wurde auch der UIV-Cup an drei
Tagen ausgetragen, der von den Deutschen
Pascal Ackermann und Stefan Schneidermit
58 Punkten vor den rundengleichen Favoriten
aus den Niederlanden, Melvin van Zijl und
Didier Caspers mit 37 sowie Achim Burkart
und Nils Politt aus Deutschland mit 29
Punkten gewonnen wurde. Der einzige
Berliner Teilnehmer Philipp Zwingenberger
vom KED-Stevens Team belegte mit seinem
Partner Tim Schlichenmaier mit zwei Runden
Rückstand unter zwölf Teams den sechsten
Platz.
12
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
Deutsche Radcross Meisterschaft 2014
Berliner mit großem Kampf und viel Pech
Am 11. und 12. Januar fanden im
bayerischen Döhlau die Deutschen
Meisterschaften im Radcross statt. Gut 300
Starter in 10 Rennklassen boten attraktive
und spannende Wettbewerbe. Dabei
machte, ganz typisch im Radcross, die
Strecke manch große Hoffnungen zunichte.
Mit Ausnahme der Junioren war Berlin auch
in allen Klassen vertreten. Und würde man
noch ehemalige Berliner wie z.B. Hanka
Kupfernagel, Birgit Hollmann, Juri Hollmann,
Erik Vater oder Max Walsleben
hinzurechnen, wäre das Berliner Auftreten
noch eindrucksvoller. Bei denen, die aktuell
auch in Berliner Vereinen starten, stach Poul
Rudolph vom Radteam Cöpenick besonders
hervor. Das Rennen der U17 war auch das
mit dem knappsten Ergebnis, denn am Ende
trennten die ersten Drei nur acht Sekunden.
Poul machte dabei alles richtig und hielt sich
mit einem guten Start aus möglichen
Behinderungen auf der Startrunde heraus.
Auch Maximilian Möbis vom BSV AdW Berlin
fuhr einen beherzten Startsprint und kam als
Zweiter ins Gelände. Doch noch auf der
Startrunde riss bei ihm die Schaltung ab und
er musste über 150 Meter zum nächsten
Depot laufen. Das warf ihn zunächst auf den
15.Platz zurück. Mit großer Moral fuhr er bis
auf den 8. Platz und in Schlagdistanz zu den
Top 5. Doch ein Kettenklemmer bremste ihn
erneut und er wurde schließlich Zwölfter. An
der Spitze wollte Topfavorit Jonas Rutsch
aus Hessen die Kontrolle übernehmen, doch
ein Sturz auf einer langen schlammigen
Abfahrt machte ihm einen Strich durch die
Rechnung, zumal sich gerade die späteren
Sieger vom Rest des Feldes absetzten. Poul
Rudolph zeigte sein Können im Gelände und
hatte den späteren Sieger, Björn Traenckner,
immer im Blickfeld. Mit jedem Kilometer kam
zudem Juri Hollmann, RSC Cottbus, immer
näher an die Beiden heran. Juri fuhr im
letzten Jahr noch für den BRC Zugvogel, als
er bereits Vizemeister der U15 wurde. Auf
dem letzten Kilometer schaffte er schließlich
den Anschluss und setzte sich im Sprint als
Zweiter knapp gegen Poul Rudolph durch.
Hervorragend fuhr auch Tarik Haupt von den
Zehlendorfer Eichhörnchen, der zunächst
auf Rang Sechs lag und sich sukzessive mit
Aussicht auf einen Podestplatz verbesserte.
Zum Schluss reichte die Kraft dafür nicht
ganz, aber er erreichte immer noch einen
hervorragenden vierten Platz.
Am ersten Renntag fuhren auch die Masters
der Klassen 2, 3 und 4 die Titel aus. Der
älteste Berliner Starter, Michael Ziege, von
den Zehlendorfer Eichhörnchen belegte in
der Klasse Masters 4 einen sehr guten
vierten Platz hinter dem Sieger Karl-Heinz
Jürß aus Rostock. Klaus-Dieter Appelt,
Radteam Cöpenick, belegte bei den Masters
3 den achten Platz, wo der Seriensieger
dieser Klasse, Armin Raible von Blau-Weiß
Buchholz, den Titel gewann. Bei den
Masters 2 war der einzige Berliner Starter
Heiko Rudolph, der Vater von Poul, der am
Ende den 26. Platz belegte. Dominiert wurde
dieses Rennen von den ehemaligen
Nationalfahrern Ralph Berner vom Team
Berner Bikes Mallorca, Stefan Danowski,
von der RG Hamburg und Timo Berner,
ebenfalls Team Berner Bikes Mallorca, die
in dieser Reihenfolge, mit jeweils deutlichen
Abständen, auch auf das Podest fuhren.
Der Dritte der Familie Rudolph, Justin
Rudolph vom Radteam Cöpenick, wollte
sich im Rennen der U23 vom Erfolg seines
Bruders motivieren lassen. Es reichte
schließlich aber nur zu Platz 20 in einem
Rennen, das mit über einer Minute
Vorsprung von Felix Drumm vom Verein
Radsport Rhein-Neckar gewonnen wurde.
Zwar nicht als Meisterschaft ausgetragen
aber dennoch erwähnenswert, ist das
Abschlussrennen des ersten Tages. Beim
Jedermann Rennen waren zwei Berliner am
Start, von denen einer den zweiten Platz
belegte. Ronny Hartz vom Berlin Cycling
Club 2012 musste sich mit nur zwei
Sekunden Frank Ziemann vom Stevens
Factory Team geschlagen geben, während
Florian Speicher von den Zehlendorfer
Eichhörnchen auf Platz 18 fuhr.
Am ersten Tag weichten einige Passagen
Siegerehrung U17 v.l. Juri Hollmann, Björn Traenckner, Poul Rudolph.
Fotos: Jörg Wittmann
der Strecke mehr und mehr auf, wobei
besonders ein langes leicht abfallendes
Teilstück über einen Acker tiefer und tiefer
wurde. Nach einer Videofahrt, in der man
schon Wochen vor dem Rennen die Strecke
im Internet ansehen konnte, wurde dieser
Teil und auch der Kurs insgesamt bei
Kritikern schon als Autobahn bezeichnet.
Doch gerade dieser Teil wurde am Sonntag
der entscheidende bei den weiteren
Rennen, da über Nacht Minusgrade dafür
sorgten, dass der Boden fest gefror. So
entstanden tiefe und harte Spurrillen, die
den Rennfahrern viel Kraft und fahrerisches
Können abverlangten. Hinzu kamen
zahlreiche Stürze, die die Felder immer
wieder durcheinander wirbelten und am
Ende für zum Teil erhebliche Zeitabstände
sorgten.
Den Anfang machten die Junioren mit den
Favoriten Ludwig Cords und Paul Lindenau
vom Stevens Racing Team. Doch während
Ludwig Cords einem Start-Ziel-Sieg
entgegenfuhr, sorgte Paul Lindenau für viel
Aufregung und Spannung an der Strecke.
Schon in der Startphase sorgte ein Defekt
dafür, dass er mit Zeitabstand und als Letzter
des Feldes ins Rennen ging. In der zweiten
Runde, mittlerweile schon wieder dicht an
den Top 10, musste er im Depot einen Schuh
wechseln, doch damit erzeugte er scheinbar
so viel Adrenalin, dass er unaufhörlich
Tempo machte und förmlich an den
Gegnern vorbeiflog. Platz um Platz machte
er gut und fuhr schließlich als Vierter in die
Schlussrunde. Vor ihm lagen neben Cords
noch der ebenfalls im Stevens Team
fahrende Lauritz Urnauer und, als
Überraschung, Steven Schreiber vom RSV
Blankenfelde. Letzterer wurde von seinen
Betreuern entlang der Strecke ebenfalls
enorm angetrieben, so dass er sogar auf
den zweiten Platz fuhr und Paul Lindenau
auf den dritten Rang verwies. Dagegen
verließen Lauritz Urnauer zum Ende die
Kräfte, so dass es für ihn nur zum fünften
Platz reichen sollte.
Im folgenden Rennen der jüngsten Klasse
U 15 hatte aus Berliner Sicht Maximilian
Meyer vom BRC Zugvogel 1901 die größten
Chancen. Doch leider wurde auch er vom
Pech verfolgt und nach Behinderungen und
einem Sturz in der ersten Runde lag
Maximilian noch auf Rang zehn. Er kämpfte
unverdrossen, doch spätestens nach zwei
weiteren Stürzen war seine Moral gebrochen
und warf ihn auf den 23.Platz zurück. Mehr
Fortune schien zunächst Calvin Dik vom
Spandauer RV zu haben, der aus der dritten
Reihe starten mußte, jedoch schnell bis aus
den sechsten Platz vorfuhr. Doch nach
Problemen in der Schlussrunde blieb für ihn
am Ende Rang acht übrig, während Jost
Zankel vom Youngsters Cycling Team Platz
16, Pepe Voß und Ali Pado, beide vom
Spandauer RV, die Plätze 27 und 31
belegten.
Einer der Höhepunkte war das
Frauenrennen, wo man einen Dreikampf
erwarten konnte, doch auch hier sorgte vor
allem die Fahrt über den Acker für klare
Verhältnisse. Hanka Kupfernagel,
Ehrenmitglied beim BRC Zugvogel und
aktuell startend für einen Bike Shop in
Buggingen, sorgte für eine Erinnerung an
alte Zeiten. Obwohl sie aus der zweiten
Reihe starten musste fuhr sie mit einem
unwiderstehlichen Antritt schon nach 200
Metern als Erste ins Gelände. Schon in der ➼
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
➼
ersten Runde sorgte Sie mit enormer Power
für einen deutlichen Vorsprung vor der
Zweiten, Elisabeth Brandau vom RSC
Schönaich, und wer dachte, dass hätte ihr
zu viel Kraft gekostet, wurde durch den stetig
steigenden Vorsprung widerlegt. Wie sie
selbst hinterher sagte, fuhr sie die lange
Abfahrt mit enormer Wut, dadurch hoffend,
den schwierigen Teil schnell und fehlerfrei
zu überwinden. Elisabeth Brandau kam als
Zweite mit einem Rückstand von 1:40
Minuten ins Ziel, wobei Hanka Kupfernagel,
bis auf die nach ihr folgenden fünf
Fahrerinnen, das gesamte Feld mindestens
einmal überrundete. Dagegen kamTrixi
Worrack, die Titelverteidigerin vom Team
Specialized Lululemon, mit dem Kurs gar
nicht zurecht. Als Weltmeisterin im
Mannschaftszeitfahren fehlt ihr auch die
spezifische Erfahrung und die Technik auf
Crosskursen. Sie wurde mit fast vier Minuten
Rückstand Vierte hinter der Drittplatzierten
Lisa Heckmann vom VC Darmstadt. Die
einzige Berliner Starterin, Yvonne Fiedler
vom Schöneberger RV Iduna, kam auf den
14.Platz ein.
Den Abschluss der Meisterschaften bildete
wie immer das Feld der Eliteklasse, in der
die Zuschauer mit Philipp Walsleben und
Marcel Meisen auch Weltklassefahrer des
Querfeldeinsports begrüßen konnten. Beide
fahren regelmäßig in den Weltcuprennen mit
um die vorderen Plätze, wobei besonders
Philipp Walsleben auch von der führenden
Crossnation Belgien als heißer Aspirant auf
die WM-Medaillen in Hoogerheide am 02.
Februar 2014 gehandelt wird. Das Rennen
begann jedoch durchaus kurios als sich,
ihrer Stärke bewusst, Walsleben und Meisen
einige Runden lang gegenseitig belauerten
und das Tempo verschleppten. Das nutzte
Sascha Weber vom Cyclingteam CCI-Di, der
sich zunächst an die Spitze setzte und
schon 30 Sekunden Vorsprung hatte, als
ihm die Kette heruntersprang. So wurde er
wieder eingeholt und zur Rennmitte machte
Walsleben dann deutlich mehr Druck, so
dass zunächst Sascha Weber und später
auch Marcel Meisen diesem Tempo Tribut
zollen mußten. Philipp Walsleben fuhr
schließlich einem ungefährdeten Sieg
entgegen und unterstrich damit seine
Favoritenrolle. Tobias Tetzlaff vom Berliner
TSC belegte in der Eliteklasse am Ende den
30.Platz.
Als Fazit kann man sagen, dass sich die
Berliner teuer verkauften, aber zum Teil auch
viel Pech hatten. Besonders bei den
Junioren und der U17 kann man in den
folgenden Jahren auf weitere Erfolge hoffen.
Schon in einem Jahr kann sich eine große
Berliner Fangemeinde zum Besuch der
Deutschen Meisterschaften auf den Weg
machen, denn dann finden die
Meisterschaften in Borna statt, das nur ca.
200 Kilometer von Berlin entfernt liegt.
Ergebnisse:
Master 4, Fahrzeit: 37:59,875 Minuten
1. Jürß, Karl-Heinz (RV Rostock)
2. Hack, Gerhard (RSG Frankfurt 1890)
3. Bartsch, Manfred (SG Athletico Büdelsdorf)
4. Ziege, Michael (Svg. Zehlendorfer
Eichhörnchen)
Master 3, Fahrzeit: 32:29,828 Minuten
1. Raible, Armin (Blau-Weiß Buchholz)
2. Lange, Stephen (RRG Osnabrück)
3. Ristau, Renè (RC Kleinmachnow)
4. Weppner, Thomas (RV Germania Delitzsch)
8. Appelt, Klaus-Dieter (Radteam Cöpenick)
13
Die schwere Abfahrt in Döhlau im Rennen
der Elite, von vorne Sascha Weber, Marcel
Meisen, Michael Schweizer, hinten laufend: Philipp Walsleben
11. Riedel, Thorsten (Svg. Zehlendorfer Eichhörnchen)
19. Cremers, Karsten (Svg. Zehlendorfer Eichhörnchen)
Jugend männlich U 17, Fahrzeit: 34:08,683
Minuten
1. Traenckner, Björn (RSC Wiesbaden)
2. Hollmann, Juri (RSC Cottbus)
3. Rudolph, Poul (Radteam Cöpenick)
4. Haupt, Tarik (Svg. Zehlendorfer Eichhörnchen)
12. Möbis, Maximilian (BSV AdW Berlin)
Männer U 23, Fahrzeit: 55:28,028 Minuten
1. Drumm, Felix (Radsport Rhein-Neckar)
2. Schelb, Julian (SV Kirchzarten)
3. Gruner, Yannick (Harvestehuder RSV v. 1909)
4. Lindenau, Max (RV Germania Hamburg)
20. Rudolph, Justin (Radteam Cöpenick)
Master 2, Fahrzeit: 40:12,020 Minuten
1. Berner, Ralph (RV-TTC Fürstengrund)
2. Danowski, Stefan (RG BSV Hamburg)
3. Berner, Timo (VC Frankfurt 1883)
4. Lastowsky, Matthias (RC 1913 Wendelstein)
26. Rudolph, Heiko (Radteam Cöpenick)
Schüler U15 über 8,4 km, Fahrzeit: 19:39,39
Minuten
1. Wollenberg, Tim (E-Racers Top Level Augsburg)
2. Gohla, Philipp Nickels (RC Endspurt Herford)
3. Höllmann, Frederic (SC Unterensingen)
4. Rautzenberg, Robin (SV Mittweidatal 06
Raschau-Markersbach)
8. Dik, Calvin (Spandauer RV 1891)
16. Zankel, Jost (Youngsters Cycling Team)
23. Meyer, Maximilian (BRC Zugvogel Berlin
1901)
27. Voß, Pepe (Spandauer RV 1891)
31. Pado, Ali (Spandauer RV 1891)
Junioren U 19, Fahrzeit: 41:56,443 Minuten
1. Cords, Ludwig (Harvestehuder RSV v. 1909)
2. Schreiber, Steven (RSV Blankenfelde)
3. Lindenau, Paul (RV Germania Hamburg)
4. Schübel, Michael (RC Herpersdorf 1919)
Männer-Elite über 30,8 km, Fahrzeit:
1:03:26,336 Stunden
1. Walsleben, Philipp (Team BKCP-Powerplus)
2. Meisen, Marcel (Kwadro-Stannah)
3. Weber, Sascha (Continental Cyclingteam CCI Di)
4. Schulte-Lünzum, Markus (Focus XC Team)
5. Pfingsten, Christoph (Cyclingteam De Rijke)
6. Schweizer, Michael (Harvestehuder RSV v.
1909)
30. Tetzlaff, Tobias (Berliner TSC)
Frauen-Elite über 16,8 km, Fahrzeit: 43:15,449
Minuten
1. Kupfernagel, Hanka (Wolfi‘s Bike Shop
Buggingen)
2. Brandau, Elisabeth (RSC Schönaich)
3. Heckmann, Lisa (VC Darmstadt 1899)
4. Worrack, Trixi (Specialized Lululemon)
5. Lambracht, Jessica (RSC Hildesheim)
6. Schiff, Carolin (VC Vegesack)
14. Fiedler, Yvonne (Schöneberger RV Iduna)
Jedermann Rennen, Fahrzeit: 41:58,138
Minuten
1. Ziemann, Frank (Team Stevens Factory)
2. Hartz, Ronny (BCC 2012 e.V.)
3. Seidel, Marcel (RSV Erzgebirge e.V.)
4. Bretschneider, Jan (Team ProCycle e.V.)
18. Speicher, Florian (Svg. Zehlendorfer
Eichhörnchen)
Jörg Wittmann/B.M.
Abschluß der Weltcup-Serie in Mexiko
Theo Reinhardt und Maximilian Beyer zeigen Flagge
Die beiden Mitglieder des SC Berlin, Theo
Reinhardt und Maximilian Beyer, waren beim
letzten Weltcup in Guadalajara für die
Mannschaft des Bundes Deutscher
Radfahrer (BDR) im Einsatz und wussten
dabei durchaus zu gefallen. Wenn auch in
Mexiko nicht die ganz großen Favoriten am
Start waren, so konnten die beiden Berliner
dennoch mit guten Leistungen aufwarten.
Während der KED-Stevens Fahrer Beyer
schon in der Qualifikation der von fünfzehn
Mannschaften bestrittenen Mannschaftsverfolgung eingesetzt wurde und er dabei mit
Henning Bommel, Nils Schomber und
Kersten Thiele die drittbeste Zeit mit 4:05,353
Minuten realisieren konnte und der BDRVierer nach langer Zeit wieder einmal im
kleinen Finale um Bronze stand, kam der für
das rad-net ROSE Team fahrende Theo
Reinhardt erst im Finallauf zum Einsatz. Da
Reinhardt auch im Punktefahren und im
Madison eingesetzt wurde, war diese
Maßnahme verständlich, zumal für Beyer
und Thiele kein weiterer Start vorgesehen
war und sie sich somit voll auf den Vierer
konzentrieren konnten.
In der Besetzung Reinhardt, Beyer, Bommel
und Schomber lief es dann im Kampf um
Bronze gegen die Spanier ganz
ausgezeichnet, wobei sie eine Runde vor
Schluß das spanische Quartett sogar
einholten. Die Mannschaft hatte sich im
kleinen Finale nochmals deutlich gesteigert
und eine Zeit knapp unter vier Minuten in
Aussicht, die sie durch das Einholmanöver
leider nicht bestätigen konnten. Dennoch
wieder ein deutlicher Aufwärtstrend des
Vierers, der auf dem richtigen Weg zu sein
scheint. Nur die starken Australier und die
ebenfalls überraschenden Schweizer waren
schneller als der BDR-Vierer, der
offensichtlich ein hohes Grundniveau
erreicht hat, das schnelle Zeiten auch bei
Austausch eines Fahrers ermöglicht.
Für Theo Reinhardt gab es im Punktefahren
unter 24 Fahrern am Ende einen 11. Platz
und zusammen mit Henning Bommel fuhr
er im Madison bei einer Runde Rückstand
auf die Sieger Bevin/Scully aus Neuseeland
auf Rang sieben.
Ergebnisse (mit deutscher Beteiligung):
Sprint Männer: 1. Hugo Haak (NED), 2. Max
Niederlag (GER), 3. Sam Webster (NZL), … 9. Erik
Balzer (GER).
Keirin Männer: 1. Matthijs Büchli (NED), 2.
Santiago Ramirez (COL), 3. Lewis Oliva (GBR),…..
5. Joachim Eilers (GER).
Fortsetzung auf S. 15
➼
14
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
Überlegener Sieg von Pirius/Wotschke
KED-Stevens Fahrer beherrschen UIV-Cup in Rotterdam
Die beiden jungen Berliner Hans Pirius und
Sebastian Wotschke haben ein weiteres Mal
auf internationaler Ebene zugeschlagen:
nach dem Sieg beim Nachwuchsrennen in
Gent gelang ihnen nun in Rotterdam ein
weiteres Husarenstück. Im sechstägigen
Wettbewerb über jeweils 150 Runden
zeigten sich die Berliner derart überlegen,
dass sie am Ende die Gesamtwertung mit
sage und schreibe vier (!) Runden
Vorsprung vor ihren Landsleuten Pascal
Ackermann und Stefan Schneider
gewannen.
Nach zunächst drei Tagessiegen hielten sie
sich in den darauffolgenden beiden
Austragungen etwas zurück und belegten
am Sonntag den fünften und am Montag
den zweiten Platz, ohne ihren angestrebten
Gesamtsieg auch nur annähernd zu
gefährden. Sie gingen in die letzte
Austragung mit zwei Runden Vorsprung vor
fünf Teams, die sich alle noch Chancen auf
die weiteren Podiumsplätze ausrechnen
konnten.
Dass der erste Platz längst vergeben war,
unterstrichen die Berliner Youngster dann
noch einmal am Schlusstag, als sie der
Konkurrenz noch einmal deutlich das
Hinterrad zeigten. Sie gewannen diese
Austragung nochmals mit einer Runde
Vorsprung vor den Tschechen Vendolsky/
Rugovac, während die restlichen Teams
allesamt zwei Runden preisgeben mussten.
Für Pirius und Wotschke war es letztlich ein
überlegener Sieg, mit dem sie auch die
Führung in der Gesamtwertung des UIVCups übernahmen und damit eine gute
Generalprobe für das
Bremer
Sechstagerennen boten. Dort sollte es
erstmals bei den Großen gemeinsam rund
gehen in der Hoffnung, mit einer gehörigen
Portion Selbstvertrauen für das eine oder
andere Highlight sorgen zu können. Wir sind
gespannt auf die weitere Entwicklung der
Berliner, die in dieser Saison bislang
durchaus überzeugen konnten.
Ergebnis: 1. Hans Pirius/Sebastian
zwangen. Sie hatten sich während der
gesamten sechs Tage immer wieder mit de
Ketele/de Buyst in der Führung abgelöst,
während die dänischen Mitfavoriten erst zum
Ende hin immer mehr ihre Siegesambitionen
unterstrichen.
Als die finalen Sprintwertungen für Terpstra/
Süßer Lohn für sensationellen Sport: Sebastian Wotschke (l.) und Hans Pirius genießen
ihren klaren Erfolg beim UIV-Cup in Rotterdam.
Foto: Arne Mill
Wotschke (GER) 88 Punkte, vier Runden
zur.: 2. Pascal Ackermann/Stefan Schneider
(GER) 86, 3. Matthias van Beethoven/
Lindsay de Vylder (BEL) 68, 4. Michel
Sandstoed/Elias Helleskov Busk (DEN) 68,
5. Dylan van Zijl (NED)/Giovanni de Merlier
(BEL) 28, 6. Jaap de Jong (NED)/Lukas Löer
(GER) 10, fünf Runden zur.: 7. Pascal
Dieterich/Silvan Dieterich (SUI) 10, sechs
Runden zur.: 8. Ondrej Vendolsky/Denis
Rugovac (CZE) 32, 9. Manuel Cazzaro/
Matteo Moschetti (ITA) 18, acht Runden
zur.: 10. Tobias Wauch/Christopher
Imrek (AUT) 2, 11. John Meewisse/Jason
van Dalen (NED) 0 Punkte. Aufgegeben:
Mitchell Cornelisse/Stefan Kreder (NED).
Bei den Profis erlebte Rotterdam ein
tolles Spektakel mit einem verdienten
Sieg von Iljo Keisse/Niki Terpstra, die vor
der Finaljagd bei vier rundengleichen
Teams punktemäßig nur Dritte hinter
Kenny de Ketele/Jasper de Buyst und
Michael Mörköv/Alex Rasmussen waren.
Aber sie gaben dann im letzten MadisonWettbewerb den Ton an, indem sie
wiederholt mit Angriffen vorlegten und
ihre Kontrahenten zu Reaktionen
Wotschke (vorn) und Pirius am Boden,
ansonsten aber obenauf: Spitzenreiter
in der Gesamtwertung des UIV-Cups.
Foto: Arne Mill
Keisse keine punktmäßige Verbesserung
brachten, mussten sie alles auf die Karte
Rundengewinn setzen, um ihren
Vorjahreserfolg wiederholen zu können. So
starteten sie 20 Runden vor Schluß den
entscheidenden Rundengewinn, den sie
neun Runden vor Schluß vollendeten.
Daraufhin ließ der starke Terpstra es sich
nicht nehmen, auch noch den finalen Spurt
zu gewinnen und machte somit den Sieg an
der Seite des überragenden Iljo Keisse
perfekt.
Ergebnis: 1. Niki Terpstra (NED)/Iljo Keisse
(BEL) 357 Punkte, eine Runde zur.: 2. Kenny
de Ketele/Jasper de Buyst (BEL) 375, 3.
Michael Mörköv/Alex Rasmussen (DEN)
362, 4. Jens Mouris/Wim Stroetinga (NED)
205, sieben Runden zur.: 5. Barry Markus
(NED)/Leif Lampater (GER) 155, 13 Runden
zur.: 6. Yoeri Havik/Nick Stöpler (NED) 174,
14 Runden zur.: 7. Robert Bartko/Marcel Kalz
(GER) 134, 19 Runden zur.: 8. Franco
Marvulli/Tristan Marguet (SUI) 180, 9. Vivien
Brisse (FRA)/Marc Hester (DEN) 112, 24
Runden zur.: 10. Michel Kreder/Wesley
Kreder (NED) 52, 11. Guy East/Daniel
Holloway (USA) 34, 26 Runden zur.: 12.
Melvin Boskamp/Jesper Asselman (NED)
42, 28 Runden zur.: 13. Theo Bos (NED)/
Graeme Brown (AUS) 90, 30 Runden zur.:
14. Arno van der Zwet (NED)/Nolan Hoffman
(RSA) 68, 31 Runden zur.: 15. Didier
Caspers/Melvin van Zijl (NED) 20 Punkte.
Berliner Radsport · Ausgabe Nr. 2 · Februar 2014
15
Amtliche Bekanntmachungen
Berliner Radsport Verband e.V.
Geschäftsstelle: Paul-Heyse-Str. 29/IV. · 10407 Berlin
Telefon: 421 051 45 · Telefax: 421 051 46,
www.berlin-radsport.de · e-mail: info@berlin-radsport.de
In der Nacht vom 21. zum 22. Dezember 2013 verstarb viel zu früh im 53. Lebensjahr
unser Vereinskamerad
André Mäker
nach längerer schwerer Krankheit. Wir verlieren mit ihm einen treuen, verläßlichen
Freund, der immer bereit war zu helfen, und der oft seine Kameradschaftlichkeit unter
Beweis gestellt hat. Dies galt nicht nur für den Verein, sondern auch für den privaten
Bereich. Wir werden ihn so in unserer Erinnerung behalten.
Für den Vorstand des Radfahr-Vereins Möwe Britz und für alle Mitglieder
Norbert Schulz, 1. Vorsitzender
Ausschreibung der RV Iduna 1910
➼
Dienstag 9.00 bis 13.00 Uhr
Donnerstag 14.00 bis 19.00 Uhr
Freitag 9.00 bis 13.00 Uhr
Redaktionsschluß:
15. des laufenden Monats
Der R.V. Möwe Britz hat sein Vereinslokal
gewechselt. Am 08. Januar 2014 und am
22. Januar 2014 haben nunmehr unsere
ersten beiden Sitzungen im „Vereinsheim
am Buschkrug“, Buschkrugallee 175 in
12359 Berlin stattgefunden. Ab Februar
geht es dann wieder nach dem alten
Rhythmus des 1. und 3. Mittwoch im
Monat weiter.
Jahresabschluß im
Grunewald
Iduna-Wanderpreis für Skat-Mannschaften der
Berliner Radsportvereine
CTF des R.V. Möwe Britz bei
regnerischem Wetter
Der Schöneberger RV Iduna 1910 veranstaltet
am Sonntag, dem 23. Februar 2014, im SportCasino Schöneberg, Priesterweg 2, 10829
Berlin, die Skatwettspiele um den „IdunaWanderpreis“.
Teilnahmeberechtigt sind alle Berliner
Radsportvereine mit einer 3er Mannschaft.
Zweite Mannschaften werden nach Maßgabe
der Meldungen zugelassen.
Es wird nach den üblichen deutschen
Skatregeln gespielt. Die Spielfolge wird im
Voraus festgelegt. Gespielt werden vier
Durchgänge zu 15 Spielen an Dreiertischen.
Die siegende Mannschaft erhält den „IdunaWanderpreis“. Für die teilnehmenden
Mannschaften gibt es Sachpreise.
Das Startgeld beträgt 30,- Euro pro
Nach dem RC Charlottenburg hat nun auch
der R.V. Möwe Britz zum jahresendlichen
Halali im Grunewald geblasen und trotz
regnerischem Wetter war die Veranstaltung
zu unserer Freude mit rund 60 Starterinnen
und Startern durchaus gut besucht.
Gefahren wurde in zwei Gruppen: in der einen
diejenigen, die dank ihres Alters und ihrer
Kraft noch ordentlich „gut drauf sind“ und ihre
Technik noch verbessern wollen und zum
anderen die, die nicht mehr so mithalten
können –oder es auch nicht wollen- und die
vom Organisator der Veranstaltung
scherzhaft als Gruppe „Jammer und Elend“
bezeichnet wurden.
Dem Veranstalter R.V. Möwe Britz kam es vor
allen Dingen darauf an, dass letztlich alle
Teilnehmer möglichst miteinander das Ziel
erreichen sollten und niemand im
Waldgelände verloren ging. Bei der Gruppe
„Jammer und Elend“ hat das auch sehr gut
geklappt, weil die Guides immer dann
gewartet hatten, bis die Fahrer, die den
Anschluß verloren hatten, wieder aufschließen
konnten. In der anderen Gruppe lief das nicht
ganz so gut, weil einige Fahrer Probleme
durch etliche Pannen bekamen, die offenbar
nicht schnell genug behoben werden
konnten.
An der Verpflegungsstelle fanden dann aber
doch alle wieder zusammen und die Tour
konnte mit dem zweiten Abschnitt zu Ende
geführt werden. Die Stimmung war sehr gut,
vielleicht auch, weil der zwischenzeitliche
Regen wieder aufgehört hatte. Zudem gab
es am Ende der Tour nochmals zu essen und
zu trinken und es wurde die Frage gestellt:
„Macht Ihr in diesem Jahr noch einmal so eine
CTF?“ Ein besseres Lob kann man doch wohl
nicht erwarten, oder??
Harald Langner
Fortsetzung von S 13
Teamsprint Männer: 1. Niederlande (Nils van’t
Hoenderdaal, Hugo Haak, Matthijs Büchli) 43,311
Sek., 2. Deutschland (Erik Balzer, Max Niederlag,
Joachim Eilers) 43,465 Sek., 3. Großbritannien
(John Paul, Callum Skinner, Lewis Oliva) 43,854 Sek.
Mannschaftsverfolgung Männer: 1. Australien
(Tirian McManus, Joshua Harrison, Callum
Scotson, Scott Sunderland) 4:01,494 Min., 2.
Schweiz (Thery Schir, Stefan Küng, Loic Perizzolo,
Cyrille Thiery) 4:06,312 Min., 3. Deutschland
(Theo Reinhardt, Maximilian Beyer, Henning
Bommel, Nils Schomber, Kersten Thiele) 4:05,353
Min. in der Qualifikation.
1000 Meter Zeitfahren Männer: 1. Scott
Sunderland (AUS) 59,675 Sek., 2. Krzysztof
Maksel (POL) 59,820 Sek., 3. Hugo Haak (NED)
59,976 Sek., ….. 9. Sascha Hübner (Team Erdgas)
1:01,343 Min.
Punkterennen Männer: 1. Kiril Sveshnikov (RUS) 40
Punkte, 2. Thomas Scully (NZL) 38, 3. Roman
Lutsyshyn (UKR) 34, …. 11. Theo Reinhardt (GER) 2.
Einzelverfolgung Männer: 1. Jenning Huizenga
(NED) 4:21,931 Min., 2. Mauro Agostini (ARG)
4:25,708 Min., 3. Stefan Küng (SUI) 4:19,542 Min.,
…. 6. Nils Schomber (GER) 4:24,917 Min.
Madison Männer: 1. Patrick Bevin/Thomas Scully
(NZL) 18 Punkte, 2. Kenny de Ketele/Jasper de Buyst
(BEL) 13, 3. Stefan Küng/Thery Schir (SUI) 9, …. 1
Runde zur.: 7. Theo Reinhardt/Henning Bommel 10.
Sprint Frauen: 1. Junhong Lin (MSP), 2. Tianshi
Zhong (MSP), 3. Wai Sze Lee (HKG), ….8. Miriam
Welte (GER).
Keirin Frauen: 1. Wai Sze Lee (HKG), 2. Fatehah
Mustapa (YSD), 3. Sandie Clair (FRA),…. 11.
Miriam Welte (GER).
Omnium Frauen: 1. Katarzyna Pawlowska (POL)
20 Punkte, 2. Isabella King (AUS) 21, 3. Laurie
Berthon (FRA) 25,…..17. Mieke Kröger (GER) 87.
Teamsprint Frauen: 1. Max Success Pro Cycling
Mannschaft, zahlbar bei Spielbeginn bar oder
bis zum 15.02.2014 (Meldeschluss) auf das
folgende Konto:
Prof. Dr. Leschber
Postbank Berlin, Konto-Nr. 942 82 101,
Bankleitzahl 100 100 10.
IBAN: DE 23 100 100 10 0094 2821 01,
BIC: PBNK DEFF.
Eintreffen der Teilnehmer und Registrierung:
23.02.2014 ab 9:00 Uhr, Spielbeginn: 10:00
Uhr.
Gut Blattl
Dr. R. Leschber
Im Anschluss an die Wettspiele findet ein
gemeinsames Mittagessen statt. Wünsche für
Eisbein telefonisch an den Wirt Peter Gedlich
unter der Nummer: 781 37 25.
(Junhong Lin, Tianshi Zhong) 33,016 Sek., 2.
Russland (Anastasia Voinova, Ekaterina Gnidenko)
33,269 Sek., 3. Großbritannien (Victoria Williamson,
Dannielle Khan) 33,569 Sek.,…. 9. Deutschland
(Gudrun Stock, Miriam Welte) 35,022 Sek.
Mannschaftsverfolgung Frauen: 1. Kanada
(Allison Beveridge, Laura Brown, Jasmin Glaesser,
Stephanie Roorda) 4:23,828 Min. in der
Qualifikation, 2. USA (Jennifer Valente, Cari
Higgins, Lauren Tamayo, Jade W ilcoxson)
eingeholt, 4:30,769 Min. in der Qualifikation, 3.
Australien (Isabella King, Georgia Baker, Rebecca
Wiasak, Elissa Wundersitz) 4:30,668 Min.,…. 10.
Deutschland (Mieke Kröger, Lisa Fischer, Tatjana
Paller, Gudrun Stock) 4:41,397 Min.
500 Meter Zeitfahren Frauen: 1. Anastasia
Voinova (RUS) 33,645 Sek., 2. Miriam Welte (GER)
33,736 Sek., 3. Wai Sze Lee (HKG) 33,928 Sek.
Scratch Frauen: 1. Xiao Juan Diao (HKG), 2. Jannie
Milena Salcedo (COL), 1 Runde zur.: 3. Evgenia
Romanyuta (RUS),…. 17. Lisa Küllmer (GER).
2. Aufruf!!
Aufgrund etwas fehlerhafter Übermittlung in der
letzten November-Ausgabe der „Radsport News“
nachstehend nochmals der Aufruf wie folgt:
Am 03. Oktober 2013 ereignete sich in der
Nähe der Abfahrt auf der A 10 hinter Bernau
ein Unfall, von dem ein älteres Ehepaar mit
einem silbernen PKW Peugeot betroffen war.
Das Ehepaar erfuhr dabei sofortige Hilfe von
drei freundlichen Rennfahrern. Die Betroffenen
wollen den Rennfahrern, die so schnell wieder
die Unfallstelle verließen, ihren ganz
persönlichen Dank aussprechen.
Es wäre schön, wenn sich die drei Rennfahrer
bei dem Ehepaar telefonisch unter der
Rufnummer 0174-523 1636 melden würden.
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RC Charlottenburg informiert
Am 06.04.2014 findet ein Straßenrennen
im Raum Spandau statt. Die Runde führt
über ca. 12 km und folgende Rennen
sind vorgesehen:
1. Klasse: A,B,C und KT über ca. 150 km
2. Klasse: Jedermann und Senioren
über ca. 80km.
Ausschreibung folgt.
RC Charlottenburg
gez. Hein-Detlef Ewald
Internetadressen der Vereine siehe:
www.berlin-radsport.de/ber/vereine/
RC Berliner Bär e.V.
1. Vorsitzender/Geschäftsstelle: Friedrich Wellner,
Holzstr. 16, 13359 Berlin, Telefon: 437 24 906, Fax 437
24 907. Sitzung jeden 1. Mittwoch im Monat, 19.00
Uhr, Waldklause, Eichkampstr. 156, Schmetterlingsplatz.
RV Berlin 1888 e.V.
1. Vorsitzender: Michael von der Heyde, RudolfSeiffert-Str. 56, 10369 Berlin, Telefon 427 11 76, Fax
204 93 100. Geschäftsstelle: Wolfgang Scheibner,
Bismarckstr. 102, 10625 Berlin, Telefon: 312 83 70,
Fax:312 17 68. Sitzung: jeden Freitag 20.00 Uhr „Haus
des Sports“ Gitschiner Straße 48-49, Ecke Böcklerstr.,
10969 Berlin, Telefon 615 73 73.
Radsport Club Charlottenburg e.V. v.1883
1. Vors. + Ehrenvors. Hein-Detlef Ewald, Tel. 030/365
52 89, Fax 030/36 80 26 20, Geschäftsstelle:
Olympiapark Berlin, Hanns-Braun-Str., 14053 Berlin,
Tel. 030/ 308 105 58, Fax 030/308 105 57,
E-Mail: radsport@rccharlottenburg.de,
Internet: www.rccharlottenburg.de,
Sitzung Montag 2 x im Monat um 19.00 Uhr
RSV Spandau e.V.
1. Vorsitzender: Hartwig Stöckigt, Wilzenweg 21,
13595 Berlin, Telefon: 362 24 86; Sitzung jeden 2.
Dienstag im Monat 19.30 Uhr, Gasthaus Havelkrug.
SVg Zehlendorfer Eichhörnchen
1. Vorsitzender: Karsten Podlesch, Telefon:
45 08 18 35, Fax: 45 08 18 36. Geschäftsstelle: Norbert
Flor, Fritz-Erler-Allee 112, 12351 Berlin, Tel./Fax:
603 31 31, Handy: 0175/962 34 99. FFachwart RTF
Peter Matthes, Landhausstr. 44, 10717 Berlin, Tel. 030/
861 76 83
Schöneberger RV Iduna 1910 e.V.
Ehrenvorsitzender: Prof. Dr. Leschber, 1.
Vorsitzender: Horst Laukait, Telefon 823 51 28, Fax
824 60 32, Geschäftsstelle: Manfred Mölders,
Apostel-Paulus-Str. 30, 10823 Berlin, Telefon 784 83
50, Mail: info@rv-iduna.de. Sitzungstermine: siehe
www.rv-iduna.de immer im Sportcasino
Schöneberg, Priesterweg 2, 10829 Berlin.
Spandauer RV 1891 e.V.
1. Vorsitzender: Joachim Schlaphoff, Breddiner Weg
21 b, 13591 Berlin, Telefon: 367 95 45. Geschäftsstelle: Sabrina Makowski, Emil-Basdeck-Straße 27, 14089
Berlin, Telefon: 362 54 03, mail: info@spandauerrv1891.de. Training: Di. 17-20 Uhr, Mi. 18-21 Uhr, Do.
18-21.30 Uhr. Astrid-Lindgren-Schule, Südekumzeile
5, 13591 Berlin. Sitzung: jeden 3. Dienstag im Monat,
20 Uhr, Sportcasino „Staaken“, 13591 Berlin.
NRVg Luisenstadt
Ehrenvorsitzender Alfred Witte.1. Vorsitzender: Peter
Scheunig. Geschäftsstelle: Peter Hans Schmidt, HansOlde-Str. 60, 15831 Mahlow, Tel. 03379/310384,
geschäeftsführer@nrvg.de. Sitzung: jeden Montag 19
Uhr, „ Zum Doppelochsen“, Pätzer Str. 17, Ecke
Gradestr.
Youngsters Cycling Team e. V.
c/o M. Killa Dickensweg 6, 14055 Berlin, Funk 0174
1836097 (M. K.), www.youngsters-berlin.de,
info@youngsters-berlin.de
BSG Berliner Feuerwehr – Abt. Radsport
1. Abteilungsleiter: Andreas Ohlwein, Sodener Str. 24,
14197 Berlin, Telefon: 821 67 00, Fax: 827 010 26,email: andreas.ohlwein@arcor.de, Funk: 0172 /
305 75 54. Versammlung: Alt Feuerwache Mariendorf,
Rathausstr. 72.
RV Möwe Britz
Ehrenvorsitzender: Siegfried Freier; 1. Vorsitzender:
Norbert Schu/z, Templerzeile 2, 12099 Berlin,
Tel.: 751 4729, Schatzmeisterin und Geschäftsstelle: Käthe Rostig, Neuköllner Strasse 335, Tel.:
6633003., Internet: www.moewe-britz.de. Sitzung jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat um 19.00 Uhr im
„Vereinsheim am Buschkrug“, Buschkrugallee 175,
12359 Berlin.
Mountain-Bike Verein Berlin e.V.
1. Vorsitzender/Geschäftsstelle: Dirk Borrmann, Am
Irissee 4, 12349 Berlin, Telefon: 400 394 47, Handy:
0172-397 77 76, Fax: 435 606 61.
E-mail: dk.borrmann@versanet.de, Internet: www.mtbverein-berlin.de. Weitere Ansprech-partner: Sascha
Piechowski, Tel. 345 015 49 und Christian Akrutat, Tel.
347 06 398. Vereinstreffen nach Vereinbarung (Ankündigung siehe Internetseite).
RVg Nord Berlin e.V.
1. Vorsitzender und Geschäftsstelle: Gerd Wolschke,
Sonnenblumenweg 15a, 16548 Glienicke/Nordbahn,
Handy: 0172-394 16 33. Sitzung: jeden 1. Donnerstag,
19.00 Uhr im Restaurant „Pfefferkorn“, Transvaalstr.
25, 13351 Berlin, Tel. 45 97 30 26. Radballtraining: Turnhalle Utrechter Str. 25, Mittwoch und Freitag 19-22 Uhr;
Turnhalle Neues Ufer 6, Dienstag 19-22 Uhr.
RSV Werner Otto e.V.
1. Vorsitzender: Werner Otto, Telefon: 916 52 46, Fax:
916 56 15. Geschäftsstelle: Velo-Sport „Werner Otto“,
Pastor-Niemöller-Platz 8, 13156 Berlin. Sitzung: Jeden
2. Dienstag im Monat 19.00 Uhr Stadtteilzentrum von
Pankow-City, Schönholzer Str. 10, Seminarraum im
II. OG, 13187 Berlin. Internet: www.rsvwernerottonet.
SC Berlin, Abt. Radsport
1. Vorsitzender: Volker Schuster, Tel. 0173/606 71 04.
Vereinsheim Sportforum Weißenseer Weg 51-55, 13053
Berlin, Tel. 97 17 22 66, Fax 97 17 22 91, Geschäftszeit: jeden ersten Dienstag eines Monats 17-19 Uhr.
BRC Semper 1925 e.V.
1. Vorsitzende/Geschäftstelle: Ines Purschwitz, Am
Fließ 35, 15366 Hoppegarten, Funk: 0151/11 84 79 43.
www. BRCSemper1925.de,
mail: info@brcsemper1925.de.
Sitzungen: Radrennsport/RTF: jeden 2. Mittwoch im
Monat, 18.00 Uhr, Haus des Sports, Eisenacher Str.
121, 12685 Berlin-Hellersdorf.
Sitzungen Radwandersport: jeden 1. und 3. Mittwoch
im Monat, 18.00 Uhr, Kiezspinne, Schulze-Boysen-Str.
38, 10365 Berlin.
VELOX Berlin e.V.
Geschäftsstelle: c/o Ariane Röstel, Wörther Str. 4,
10435 Berlin. Tel. 030 / 44 34 15 79, Fax 030 /
44 34 15 81, E-Mail: Teamvelox@t-online.de,
www.Velox-Berlin.de
los amigos e.V. (BMX und Downhill)
1. Vorsitzender: Lars Falkenberg, Geschäftsstelle:
Silvia Koch, Perleberger Str. 26, 10559 Berlin, Tel. 030 /
390 31 586
Bundes-Ehrengilde im BDR, Gilde Berlin
Obmann: Ronald Schädler, Dieter von der Heyde.
Geschäftsstelle: Greifswalder Str. 119, 10409 Berlin,
Tel.: 421 74 02, mobil: 0172 / 759 12 86,
E-Mail: d.v.d.heyde@web.de
PSV Olympia Berlin e.V., Abteilung Radsport
1. Vorsitzender Thomas Altmann, Rennsportwart Lars
Scheer, Bautzener Platz 3, 10829 Berlin, Tel.: 0163 /
250 51 59
TSV Tempelhof-Mariendorf e.V., Abt. Radsport
Abt.-Leiter: Helmut Stiller, Marmaraweg 14, 12109
Berlin, Tel. 030/703 10 06
BRC Defekt 1902 e.V.
1. Vorsitzender: Matthias Zerbel, Tel. 030 / 345 51 37;
Geschäftsstelle + RTF Fachwart: Wilfried Busch, Lindenring 36, 16761 Hennigsdorf, Tel 03302/872 00 32
BRC Zugvogel 1901
1. Vorsitzender: Jörg Wittmann, Tel. 0179/206 51 48,
Fax: 01805-624562-13570; j.wittmann@berlin.de; Geschäftsstelle: Ralph Wittmann, An der Koppel 35,
12529 Schönefeld, Tel. 03376-222 83 57; Fax:
069 1330 312 97 09; Sitzung: freitags 19.30 Uhr, Haus
des Sports, Gitschiner Str. 48-49, Ecke Böcklerstr., Telefon: 615 73 73; www.brc-zugvogel.de
BSV AdW, Abt. Radsport
1. Vorsitzender: Karsten Wiewald, Hellersdorfer Straße 103, 12619 Berlin,Telefon: 562 98 351; 2. Vorsitzender: Guido Heinze, Telefon: 532 70 98. Geschäftsstelle (montags 18 bis 20 Uhr): Köpenicker Landstraße 186, 12437 Berlin, Telefon: 40 03 53 63, Fax: 40 03
53 64, E-Mail: radsport-adw@web.de, Internet:
www.radsport-adw.de. Sitzung: jeden ersten Montag
im Monat um 19 Uhr
RV Lichterfelde-Steglitz
1. Vorsitzender: Hans Schubert, Moselstr. 67,
15827 Blankenfelde, Telefon: 0337 / 937 19 64, Geschäftsstelle: Kontakt über H.-J. und E. Schubert,
Moselstr. 67, 15827 Blankenfelde, e-mail: radschubert@t-online.de. Sitzung: jeden 1. und 3. Freitag, 20 Uhr, VFK Südwest, Ostpreußendamm 85 b,
Lichterfelde. Jugend trifft sich 30 Minuten vor
Sitzungsbeginn.
BSG Berliner Sparkasse, Sparte Radfahren
Alexander Bößwetter, Paul-Gerhardt-Ring 18,13589
Berlin., Telefon 030/ 373 74 62. Geschäftsstelle: Lothar
Belitz, Klaushager Weg 3A, 13467 Berlin.,Telefon: 030/
405 39 116, Internet: www.lbb-radsport.de
ESV Lok Berlin-Schöneweide, Abt. Radsport
Abteilungsleiter: Torsten Nelde, Fercher Str. 26, 12629
Berlin, Tel. 998 56 52, Funk 0177 / 89 85 652. Treffpunkt
jeden ersten Freitag im Monat 17.00 Uhr Turnhalle
Adlergestell 143, 12439 Berlin.
Marzahner Radsportclub Berlin '94 e.V.
1. Vorsitzender / Geschäftsstelle: Michael Lemke,
Geraer Ring 51, 12689 Berlin, Telefon: 930 23 504,
Fax: 930 23 518.
Berliner TSC e.V., Abt. Radsport
Vorsitzender: Thorsten Klick-Kenzler. Geschäftsstelle:
Paul-Heyse-Str. 25, 10407 Berlin, Telefon: 421 17 45
Fax über TSC-Zentrale: 423 21 11. Sitzung: Jeden ersten Montag im Monat um 18.00 Uhr.
Weltraumjogger Berlin e.V., Abt. Radsport
Alexander Dierig, Falkenseer Str. 28, 14621 Schönwalde, Tel.: 03322 / 424 88 80.
Velo-Club Avanti Berlin e.V.
1. Vorsitzender: Alfredo Lami, Kurfürstendamm 134,
10711 Berlin. 2. Vorsitzender Enrico Cutino,
Grunewaldstr. 79, 10823 Berlin
Radteam Cöpenick e.V.
1. Vorsitzender: Uwe Steffen, Fürstenwalder Allee 274,
12589 Berlin, Tel./Fax: 67 82 09 59, Funk
015116006538, mail: steffenuwe@web.de.
Sportfreunde Kladow e.V., Abt. Gymnastik und Turnen
Geschäftsstelle Gößweinsteiner Gang 53, 14089
Berlin, Tel. 030/ 365 77 80
PSV Berlin e.V., Cycling Team
Abt.-Leiter: Alan Kamal, Oberhofer Weg 5, 12209
Berlin, Tel. 030 / 536 799 10, Funk 0176/84115476
Berlin Cycling Club 2012 e.V.
1. Vorsitzender Ronny Hartz, Ebertystr. 35, 10249
Berlin, Telefon: 0173/6344168,
Email: bcc2012@gmx.de
Berlin Rides e.V., c/o Benjamin Di Bartolo,
Neumannstr. 50, 13189 Berlin
Downhill Berlin e.V.
Vorsitzender: Peer Gumin, Teupitzerstraße 30, 12627
Berlin, Geschäftsstelle: Michael Lieschke, Marie-Curie-Allee 56, 10315 Berlin, Tel.: 0163-1391790
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