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Die Stimme eines Menschen ist wie sein zweites Gesicht

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Klinikum Lüdenscheid
Die Stimme eines Menschen
ist wie sein zweites Gesicht
Die HNO-Klinik bietet
Patienten vielfältige
stimmverbessernde
Operationen an
Die Stimme eines Menschen ist wie sein
zweites Gesicht. Einzigartig und unverwechselbar. Ihr Klang hinterlässt unbewusst einen nachhaltigen Eindruck auf
andere und weckt Emotionen. Bei einer
Stimmstörung ist der natürliche Klang
verändert. Die Stimme hört sich belegt,
rau, kratzend oder leise, heiser und resonanzarm an bis hin zur vollständigen Tonlosigkeit. Beruflich, psychisch und sozial
kann dies für Betroffene sehr belastend
sein. Deshalb sollte man eine Stimmstörung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Eine rechtzeitig eingeleitete Behandlung kann Spätfolgen vermeiden und
vor allem die Kommunikationsfähigkeit
erhalten, was für die Lebensqualität äußerst wichtig ist.
Stimmstörungen haben viele Ursachen,
sie werden durch entzündliche Erkrankungen, operative Eingriffe am Kehlkopf
oder Stimmlippenlähmungen beispielsweise nach Schilddrüsen-, Hals- oder
Gefäßoperationen verursacht. Stimmliche Störungen können auch nach einer Intubation oder Verkümmerung
der Schleimhaut im Alter auftreten.
Die einseitige Lähmung eines Stimmbands führt zu Heiserkeit, da sich die
Stimmbänder nicht mehr vollständig
in der Kehlkopfmitte aneinanderlagern
können. Durch einen kleinen Spalt entweicht unkontrolliert Luft, der Klang der
Stimme ist verhaucht, die Atmung verändert. Dies kann beispielsweise besonders sportliche Patienten als auch solche
mit Sprechberufen betreffen. „Erst der
komplette Stimmbandschluss führt zu
einem entsprechenden Druckaufbau, der
das Abhusten von Schleim und damit die
Reinhaltung der Lungen und der Bronchien ermöglicht. Das ist insbesondere
bei immungeschwächten Menschen, vor
allem Tumorpatienten unter Chemotherapie wichtig“, erklärt Dr. Heino Davids,
Direktor der HNO-Klinik.
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„Wenn eine logopädische Behandlung
nicht ausreicht, sollte eine stimmverbessernde Operation zeitnah erwogen
werden“, rät Cindy Küch, Oberärztin in
der HNO-Klinik. Hier gibt es mehrere
Möglichkeiten, die sich individuell an der
Grunderkrankung, den körperlichen Bedingungen und den Wünschen des Patienten ausrichten.
Trotz moderner Messverfahren lasse sich
nach Auftreten einer einseitigen Stimmbandlähmung nicht immer feststellen,
ob es sich um eine regenerierende zeitweilige oder bleibende Störung handelt.
Soweit man mit einer vollständigen Genesung rechnen kann, rät die Ärztin zu
einer endoskopischen Stimmband-Augmentation, bei der eine Substanz (z.B.
Hyaluronsäure) in das gelähmte Stimmband eingespritzt wird. Dadurch wird der
Restspalt zur gesunden Gegenseite verkleinert und so ein kompletter Stimmbandschluss ermöglicht. In Verbindung
mit einer Atemtherapie und Logopädie
wird die Atmung und Stimmgebung
deutlich verbessert. Mit dieser Aufpolsterung der Stimmbänder kann Patienten
mit Stimmstörungen von heute auf morgen wieder zu Kraft und Klang verholfen
werden. Im Gegensatz zu den früher verwendeten Materialien bergen die heutzutage gebräuchlichen kein erhöhtes
Allergierisiko. Die bei der so genannten
passageren (zeitweiligen) Stimmbandaufpolsterung verwendeten Materialien
bauen sich allerdings in überschaubarer
Zeit – in einem Zeitraum von bis zu einem
Jahr - von selbst wieder ab. Nachinjektionen sind aber jederzeit möglich.
Stellt sich schlussendlich heraus, dass die
Stimmstörung nach dem Abbau des Materials nach wie vor vorhanden ist, gibt
es die weitere Möglichkeit der endoskopischen Stimmband-Augmentation - mit
Materialien, die sich eben nicht abbauen. Der Vorzug der so genannten permanenten Aufpolsterung mit einem nicht
abbaubaren Füllmaterial (z.B. zähflüssige
Silikone) liegt in der individuell guten
Formbarkeit der Stimmlippe, allerdings
ist eine Vollnarkose notwendig. „Hier gilt
die Maxime, dass ein solcher endgültiger
Eingriff frühestens ein Jahr nach Auftreten der Symptome durchgeführt werden
Implantate zur permanenten
Stimmbandverlagerung
Friedrich-Prothese-TVF
Hier handelt es sich um eine Metallkonstruktion. Die Implantation erfolgt durch Schnitt von
außen und Anlage eines Knorpelfensters. Über
dies wird die Prothese in den Kehlkopf eingebracht und somit das erkrankte Stimmband
besser in Richtung Kehlkopfmitte verlagert.
Goretex-Band
Als besonders anpassbares Material zur
Stimmbandverlagerung stehen Goretex-Bänder zur Verfügung. Durch den individuellen
Zuschnitt des Materials erhält man eine größtmögliche Variabilität in der Verlagerung der
Stimmlippe. Ein Nachteil der Anwendung von
Goretex liegt in der begrenzten Fixationsmöglichkeit, so dass es zu einem Verrutschen des
Materials kommen kann.
Montgomery-Stempel
Der Montgomery-Stempel wird ähnlich wie
die Friedrich-Prothese über ein Knorpelfenster appliziert. Während des Eingriffs in örtlicher Betäubung kann beim wachen Patienten
Atmung und Stimme überprüft werden. Die
passend ausgemessene Montgomery-Prothese wird platziert und passgenau eingebracht.
Stimmbandstraffung
Hierbei wird durch einen Schnitt von außen
der Schildknorpel des Kehlkopfes mit dem
Ringknorpel des Kehlkopfes mit einem permanent haltenden Faden verbunden und damit
das Stimmband wie die Saite an einer Gitarre
gestrafft.
Operativ angelegtes Knorpelfenster des Kehlkopfes zur Verlagerung des Stimmbandes durch
Einlage eines Implantates.
Klinikum Lüdenscheid
Die Friedrichprothese.
sollte. Denn zu diesem Zeitpunkt ist mit
einer Erholung nicht mehr zu rechnen“, so
Cindy Küch.
Für beide Verfahren gilt: „Die Stimmbandaufpolsterung ist ein einfaches und wenig
komplikationsträchtiges, endoskopisches
Verfahren mit einer hohen Erfolgsquote.
Der operative Eingriff belastet nur minimal, es gibt keine sichtbaren äußeren
Narben und der Krankenhausaufenthalt
ist sehr kurz“, erklärt Cindy Küch: „Bei unseren Patienten führt sie zu einem hohen
Zufriedenheitsgrad.“
Für bleibende Stimmbandlähmungen
kann dem Patienten außerdem die permanente Stimmbandverlagerung durch
einen Schnitt von außen und Einsetzen
eines Implantates (z.B. Friedrichprothese,
Goretexband, Montgomerystempel etc.)
als Therapieoption angeboten werden.
Die externe Stimmlippenverlagerung hat
den entscheidenden Vorteil, dass es ein
überschaubarer und leicht durchführbarer Eingriff ist, der in den meisten
Fällen gut in örtlicher Betäubung zu
praktizieren ist. „Damit verbunden ist
der Vorteil, dass während der Operation
eine Kommunikation mit dem Patienten
möglich ist und so die Atmung und der
Stimmerfolg unmittelbar überprüft werden kann“, erklärt Dr. Davids: „Auch die
Besonderheit einer Stimmbandstraffung
kann bei diesem operativen Verlagerungsverfahren mit durchgeführt werden“, fügt er hinzu.
Bereits seit Anfang der 90er Jahre führt
der Lüdenscheider Chefarzt mit seinem
Team stimmverbessernde Operationen
durch. Mehr als 150 Operationen jährlich
sprechen für das große Erfahrungspotential, das man in vielen anderen HNO-Kliniken vergeblich sucht. „Welcher der
Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Lüdenscheider Forum Seele & Köper
Veranstaltungsreihe wird fortgeführt - Jahresprogramm 2013
Psychosomatische Störungen sind heute
in unserer Gesellschaft weit verbreitet.
26 % der Bevölkerung leiden zeitweise
oder ständig unter leib-seelischen Beschwerden, die Hälfte davon in so erheblichem Umfang, dass sie professionelle
Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Meist
sind innerseelische Zwiespälte, belastende Lebenserfahrungen oder Konflikte
in zwischenmenschlichen Beziehungen
und ihre unbewussten Auswirkungen
Ursache psychosomatischer Beschwerden. Diese wirken sich ihrerseits wieder
auf aktuelle zwischenmenschliche Beziehungen aus. Psychosomatische Medizin ist so verstanden Beziehungsmedizin: „Beziehungen können krank machen
aber auch heilen.“
Mit vier Veranstaltungen im Jahr 2013
bietet das Lüdenscheider Forum Seele
& Körper interessiertem Publikum, Betroffenen und Angehörigen Informationen zu den vielfältigen Themen der
Psychosomatischen und Psychotherapeutischen Medizin. In den einzelnen
Vorträgen wird auf spezielle leib-seelische Zusammenhänge und Wechsel-
wirkungen eingegangen. Des weiteren
werden Störungen des leib-seelischen
Gleichgewichts erläutert und über Möglichkeiten berichtet, wie diese Störungen
zu beeinflussen sind.
Die Vortragsinhalte sind allgemein
verständlich und dennoch der medizinisch-wissenschaftlichen Psychosomatik und Psychotherapeutischen Medizin
verpflichtet. Referent ist bei allen Vorträgen Dr. med. Gerhard Hildenbrand.
Er ist Facharzt für Psychosomatische
Medizin und Psychotherapie, Facharzt
für Psychiatrie - Psychotherapie - Psychoanalyse (DGPT, DGPM) und Direktor
der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum
Lüdenscheid.
Die Veranstaltungen finden jeweils in der
Zeit von 18.30 - 20.00 Uhr im Seminarzentrum Hellersen (Haus 7 - Seminarraum
25) statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen zum Lüdenscheider Forum
Seele & Körper gibt es im Sekretariat der
Klinik für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie (Frau Bunzel) unter der
Telefonnummer 02351 46-2731.
genannten Eingriffe für den jeweiligen
Patienten am besten geeignet ist, kann
nur im Einzelfall und in enger Abstimmung mit dem Betroffenen entschieden
werden. Im Regelfall führen alle drei
Verfahren zu einer Normalisierung der
Stimmfunktion“, resümiert die HNO-Ärztin Cindy Küch.
Weitere Infos
Klinik für Hals- NasenOhrenheilkunde
Cindy Küch und Dr. Heino Davids
Telefon: 02351/46-3281
Mail: HNO@klinikum-luedenscheid.de
Forum Seele & Körper
Veranstaltungen 2013
25.02.2013
„burnout“ – Das erschöpfte Selbst in
einer globalisierten Welt.
Ursachen, Erscheinungsformen und Behandlungsmöglichkeiten einer neuen(?) psychosomatischen Erkrankung.
27.05.2013: „Wie wir so sind“.
Wie werden wir zu dem, was uns als Persönlichkeit auszeichnet? Welche Vorzüge und
welche Probleme sind für unterschiedliche
Persönlichkeiten typisch?
16.09.2013:
Wozu brauchen wir Gefühle?
Wie wir Gefühle erkennen, einsetzen, ausdrücken und bewältigen.
18.11.2013:
Diagnose Krebs – und dann?
Seelische Auswirkungen einer unheimlichen
Erkrankung und deren Bewältigung.
Klinikdirektor
Dr. med. Gerhard
Hildenbrand
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Gesundheitswesen
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