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(Liebes-)Szenen wie aus dem richtigen Leben - ATOS Klinik

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HEIDELBERG
Nr. 90 / Rhein-Neckar-Zeitung
Montag, 18. April 2011
(Liebes-)Szenen wie aus dem richtigen Leben
Das Mittelstufentheater des Elisabeth-von-Thadden-Gymnasiums präsentierte das Theaterstück „phasenweise“
Von Cosima Stawenow
Unterhaltsam, provokant, befreiend, er
nüchternd – Begriffe, die nur ungefähr
wiedergeben können, in was für eine
Welt das Mittelstufentheater des Elisa
beth von Thadden Gymnasiums die Zu
schauer am Wochenende entführte. Das
Stück hieß „phasenweise“ und es ging
um die Liebe – womit eigentlich schon al
les gesagt ist. Bereits am Eingangsbe
reich erhielten die Zuschauer von leicht
bekleideten Mädchen Fragebögen zum
Thema Liebe und Beziehung. In der Turn
halle gab es dann Schmusefeeling: Auf
den Tischen, an denen die Zuschauer für
ein „Beziehungsseminar“ Platz nehmen
mussten, tanzten Paare eng umschlun
gen.
In rasantem Tempo folgte Szene auf
Szene. Mal von den Schauspielern ange
flirtet, mal ausgeschimpft sollten die Sze
nen vor allem verblüffen und überzeu
gen, ob sie nun banal, lustig oder ergrei
fend war. Mit Lust am Entertainment ver
höhnten die Schauspieler Partner Such
Events von Herzblatt bis Speed Dating.
Bedauernswert hingegen das gefesselte
Opfer von SMS Beziehungen, das mit
Kurzbotschaften wie „Sahst süß aus heu
te Abend“ abgespeist wurde und sich
nach echten Herzergüssen sehnte. Die wa
ren allerdings nur in der klassischen bzw.
romantischen Literatur zu finden. Litera
risches von Shakespeare bis Bravo, Film
ausschnitte und Musiktitel von der „Zau
berflöte“ bis zu „Je t’aime“ lieferten ein
Bild, das jederzeit erstaunte und trotz
oder gerade wegen seiner Klischeelastig
keit sehr unterhaltsam war. Viel Mut be
wiesen die Paare, die sich in einem „Kuss
seminar“ auf eine Stimme aus dem Off
hin einander sehr nahe kommen mussten,
eine Szene, bei der alle den Atem anhiel
ten. „Da war nicht so viel Schamgefühl,
Selbsthilfegruppen
suchen Mitstreiter
RNZ. Das Selbsthilfebüro plant die Grün
dung von mehreren Selbsthilfegruppen:
Bei der Tinnitus Gruppe geht es um den
„Ton im Ohr“. Die Gruppe „ADS Er
wachsene mit und ohne Kinder“ wird
sich am Wochenende vor oder nachmit
tags treffen. Bei der Gruppe für Histami
nintoleranz geht es um Beschwerden
nach den Mahlzeiten wie Blähungen,
Durchfall, Übelkeit oder Kopfschmer
zen. Die Ursache kann eine Unverträg
lichkeit von Histamin sein, das in fast al
len Lebensmitteln vorkommt. Mehr Infor
mationen unter Telefon 184290.
Im BiZ stellt die SRH
Ausbildungen vor
RNZ. Die SRH Fachschulen stellen am
Dienstag, 19. April, neun Ausbildungsbe
rufe im
Berufsinformationszentrum
(BiZ) der Agentur für Arbeit in der Kai
serstraße 69 71 vor. Von 13 bis 15 Uhr
können sich Schulabgänger sowie deren
Eltern über Ausbildungen in den Berei
chen Logopädie, Ergotherapie, Physiothe
rapie, Diätassistenz, Medizinische Doku
mentation, Jugend und Heimerziehung,
Marketing und Kommunikation, Informa
tik für Game und Multimedia Entwick
lung sowie MediaDesign informieren.
Die Ausbildungen bei der SRH starten im
Oktober 2011, für die Ende März begon
nene Logopädieausbildung werden bis
Ende April noch Bewerbungen entgegen
genommen.
5
Ausstellung über
das Nigerdelta
RNZ. Eine Fotoausstellung über Erdöl, Ar
mut und Umweltzerstörung im Nigerdelta
wird am Dienstag, 19. April, mit einer Ver
nissage um 19 Uhr in der Volkshochschu
le, Bergheimer Straße 76, eröffnet. Bis 12.
Mai sind die Bilder dann zu den Öffnungs
zeiten der Volkshochschule zu sehen. Ba
sierend auf Informationen einer aktuellen
Studie von Amnesty International behan
delt die Fotoausstellung vor allem die Aus
wirkungen der Umweltverschmutzung
durch die Ölindustrie auf die Menschen
rechte der im Niger Delta lebenden Men
schen. Viele Menschen in den Ölförderge
bieten seien für ihren Lebensunterhalt auf
die Fischerei, die Landwirtschaft und die
damit verbundene verarbeitende Indus
trie angewiesen, heißt es in der Ankündi
gung. Jahrzehntelange Verschmutzung
der Umwelt habe das Recht auf einen ange
messenen Lebensstandard untergraben.
Jobmesse im
DKFZ
Mittendrin in den Szenen saßen die Besucher des Theaterstücks in der Turnhalle der Thadden-Schule. Foto: Stefan Kresin
die Zuschauer waren ja auch ausgeblen
det“, meinte eine Schülerin dazu in der
anschließenden Pause.
Das Stück – oder vielmehr, die einzel
nen Szenen – sind eine Eigenproduktion
des Seminarkurses „Theater und Politik“
unter der Leitung von Sascha Lieneweg,
der nicht nur die Ausarbeitung des The
mas „Liebe“ voranbrachte, sondern die
selbst geschriebenen Szenen auch mit
den jüngeren Schülern einstudierte. Er er
wartet, dass die Szenen aus dem Leben
gegriffen sind, und man merkt, dass er sei
nen Schülern dabei sehr viel zutraut. So
wurde im Vorfeld viel über die unter
schiedlichen Vorstellungen von Liebe
und Beziehung diskutiert. „Es hat mich
erstaunt, wie fertig diese Vorstellungen
in den Köpfen schon sind“, so Lieneweg
im Gespräch. Typisch auch, dass kaum
Jungs an dem Thema Interesse zeigten.
Besonders stolz war der Regisseur des
halb auf seine nur drei männlichen
Schauspieler, die sich mit manchen Rol
len erst einmal anfreunden mussten.
Doch Jungen wie Mädchen hatten sich
viel vorgenommen: Nicht nur die Span
nung der Annäherungsversuche, auch die
Ernüchterung des häuslichen Streits und
der Beziehungs Langeweile hatten sie in
ihrem Repertoire. Ein universales Thema
in einem so großen Wurf zu behandeln
und dabei überzeugend zu wirken, erfor
dert viel Herzblut. Das hatten Schauspie
ler und Regisseur reichlich, wie die durch
weg gelungene Vorstellung zeigte.
Handchirurgen waren von Anfang an dabei
Vor 20 Jahren öffnete die Atos-Klinik in Heidelberg ihre Pforten
die Arthrosen aus, etwa der „Hausfrauen
daumen“ (Sattelgelenkarthrose) oder Ar
throse in den Füßen genauso wie der dem
Ein richtiges Krankenhaus sollte vor 20
Spreizfuß folgende „Hallux valgus“, der
Jahren am Bismarckplatz entstehen. Der
Schiefstand der großen Zehe. „Mit Ar
Frankfurter Immobilienunternehmer Jür
throse muss sich keiner abquälen“, ist
gen Schneider – er legte 1994 eine aufse
Polzers gute Nachricht für Patienten, an
henerregende Milliardenpleite hin – hat
den Händen etwa könne man mit Mini
te Großes vor in Heidelberg, als er die
Operationen helfen, Fingerge
Atos Klinik errichtete. Inzwi
lenke ließen sich ersetzen.
schen bekam das Haus, bei
Auch Schnappfinger, Finger
dem zu Beginn auch ein Gynä
verkrümmungen, Karpaltun
kologe und ein HNO Arzt an
nelsyndrom oder Bandverlet
gesiedelt waren, eine eher or
zungen gehören zur Domäne
thopädische Ausrichtung. Und
der Handchirurgen, sie arbei
die Klinik blieb auch privat; in
ten an Knochen, Nerven, Seh
die offizielle Krankenhauspla
nen.
nung des Landes wurden die
Noch ist nicht bekannt,
Betten nie aufgenommen.
was Arthrosen entstehen
Doch einige der im Gebäude
lässt, man weiß lediglich von
der Klinik eingemieteten Pra
einer genetischen Fixierung.
xen behandeln auch Kassenpa
Gezüchteter Knorpel, so Pol
tienten und operieren diese in
zer, helfe nur bei Schäden
umliegenden Krankenhäusern
durch Verletzungen, nicht bei
und OP Zentren.
Zerstörungen durch Arthro
Von Anfang an dabei – ne
se. Während in Sachen Kno
ben Radiologie, Anästhesie,
chenheilung derzeit keine
Neurologie, Chirurgie/Phlebo
logie und Physiotherapie – war Dr. Sigmund Polzer (r.) ist als Handchirurg von Anfang an in der Atos da- Fortschritte zu sehen seien,
Dr. Sigmund Polzer mit seiner bei. Heute arbeitet er mit Dr. Steffen Berlet und Dr. Hans-Werner Bou- aber extrem viel geforscht
werde, seien mit minimal in
Praxis für Hand , Ellenbogen mann (v.l.) zusammen. Foto: Sven Hoppe
vasiven Eingriffen und Mikro
und Fußchirurgie, zuerst zu
Schlierbach. Polzer und Frobenius waren
chirurgie in den letzten Jahren echte Fort
sammen mit Dr. Hartmuth Frobenius,
heute mit den Kollegen Dr. Hans Werner die Ersten, die sich auf diesem Gebiet in schritte gelungen, sagt Polzer.
Bouman und Dr. Steffen Berlet. 80 000 Heidelberg selbständig machten; sie ka
Bemerkenswert findet der Chirurg,
Patienten, 40 000 vorwiegend ambulante men direkt aus der Universitätsklinik. dass viele der modernen Heilmethoden
Operationen sind die Bilanz der 20 Jahre. „Mittlerweile gibt es viele Hand und schon vor Jahrzehnten vorausgedacht
„Basisversorgung“, nennt es Dr. Polzer, Fußchirurgen, aber es gibt auch Arbeit wurden: „Erst jetzt aber gibt es verträgli
für alle“, meint Sigmund Polzer.
denn versorgt werden Patienten aller Kas
che Materialien, mit denen man die Ideen
Einen großen Teil der Arbeit machen umsetzen kann.“
sen, auch akute Notfälle, Arbeits und
Von Birgit Sommer
Schulunfälle. Das gültige „Atos“ Kon
zept – Orthopäden mit den ergänzenden
medizinischen Praxen unter einem Dach
zu vereinen – findet Polzer gelungen.
Handchirurgen existierten vor zwan
zig Jahren nur wenige, etwa an der Be
rufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in
Ludwigshafen und an der Orthopädie in
RNZ. Der Verein „BioContact e.V.“, der
Jungwissenschaftlern bei der Berufsorien
tierung im Bereich Life Sciences informie
ren und unterstützen will, veranstaltet
am Dienstag, 19. April, die Jobmesse
„Contact 2011“ im Deutschen Krebsfor
schungszentrum (DKFZ), Im Neuenhei
mer Feld 220. Zwischen 10 und 17 Uhr
präsentieren sich dort namhafte Firmen
aus dem gesamten Bundesgebiet, wie zum
Beispiel Roche Diagnostics, Boehringer
Ingelheim oder Merck interessierten jun
gen Naturwissenschaftlern, Medizinern
und technischen Angestellten. Die Messe
soll die Gelegenheit bieten, gezielt neue
Kontakte für die berufliche Zukunft zu
knüpfen. Der Eintritt ist frei. Mehr Infos
im Internet unter www.contact2011.info
POLIZEIBERICHT
Ohne Grund zugeschlagen
Weil ein 20 Jähriger zu viel Alkohol
konsumiert hatte, verlor er beim Ver
lassen einer Gaststätte kurz nach 2
Uhr in der Unteren Straße das Gleich
gewicht und stürzte. Eine Gruppe
gleichaltriger Frauen amüsierte sich
darüber und wurde von dem Gestürz
ten beschimpft. Er sprang auf und ver
setzte einer der Frauen eine Ohrfeige.
Als die Polizei vor Ort war, zeigte sich
der Mann weiter renitent und aggres
siv. Im Streifenwagen trat er mit den
Füßen gegen die Scheibe und versuch
te auf die Beamten einzuschlagen. Auf
dem Revier wurde ihm eine Blutprobe
entnommen, ein Vortest hatte knapp
2,0 Promille ergeben. Den jungen
Mann erwartet nun eine Anzeige we
gen Körperverletzung und Widerstand
gegen Vollstreckungsbeamte.
Einbruch in der Humboldtstraße
Unbekannte brachen am Freitag zwi
schen 8 und 22.30 Uhr in ein Mehrfami
lienhaus in der Humboldtstraße ein.
Vermutlich gelangt es den Tätern, ein
gekipptes Fenster zu entriegeln, um in
die Wohnung zu kommen. Gestohlen
wurden ein Laptop und eine Kamera.
Unfallflucht in Rohrbach-Süd
Unfallflucht beging der Fahrer eines
Fahrzeuges, der am Samstag, in der
Zeit zwischen 15 und 16 Uhr, einen auf
dem Parkplatz des Obi Baumarktes
„Im Breitspiel“ abgestellten VW Pas
sat beschädigte. Obwohl er einen Sach
schaden in Höhe von 2000 Euro verur
sacht hatte, flüchtete der Unfallverur
sacher. Zeugenhinweise an die Ver
kehrspolizei, Telefon 06221/991870.
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