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Bestimmungen wie bei Neubauten - St.Galler Bauernverband

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tierhaltung
st.galler bauer 43 – 2012
Diverse Übergangsfristen für Rindviehställe laufen im September 2013 ab
Bestimmungen wie bei Neubauten
Das Bundesamt für Veterinärwesen BVET informiert über
die neuen Vorschriften für
bestehende Rindviehställe.
Die Landwirte haben noch
knapp ein Jahr Zeit, die
Neuerungen umzusetzen.
Ab dem 1. September 2013 gilt für
alle Rindviehställe , was bisher nur
für Neubauten vorgeschrie-ben
war: Der Liegebereich für Jungvieh
muss mit ausreichend Einstreu oder
mit einem weichen, verformbaren
Material ausgestattet sein. Zudem
gelten bei vollperforierten Böden
höhere Mindestflächen. Auch die
Übergangsfrist für Einflächen-Tiefstreubuchten für Mastrinder läuft
am 1. September 2013 ab. Zudem
dürfen Kälber nur noch zum Tränken zu ihren angebundenen Mutter­
kühen gelassen werden.
Zu harte Liegeflächen
Die Beton-Vollspaltenbuchten werden den Anforderungen von Rindern an eine Liegefläche nicht gerecht. Die Härte des Bodens wirkt
sich ungünstig auf das Liegeverhalten aus und hat häufig Schäden im
Bereich der Gelenke zur Folge. Zudem ist die Tritt­sicherheit besonders
bei älteren Betonspaltenböden ungenügend. Die Tierschutzverordnung verlangt deshalb für Kälber,
Kühe, hochträchtige Rinder und
Zuchtstiere eine Liegefläche mit
ausreichender Einstreu. Für Jungvieh gilt, gemäss Art. 39 Abs. 2, dass
ein Liegebereich vorhanden sein
muss, der mit ausreichend Einstreu
oder mit einem weichen, verform28
baren Material, wie beispielsweise
einer Gummiauflage, versehen ist.
Die erwähnte Vorschrift gilt seit dem
Inkraftreten der revidierten Tierschutzverordnung vom 1. September 2008 für neu errichtete Ställe.
Bestehenden Tierhaltungen wurden
damals eine fünfjährige Übergangsfrist gewährt.
Höhere Mindestanforderungen
Das Liegeverhalten von Rindern, die
in Vollspaltenbuchten gehalten werden, hängt nicht nur von der Bodenqualität ab, sondern auch vom
Platzangebot. Mehr Fläche bedeutet, dass die Tiere auch Liegepositionen mit ausgestreckten Beinen einnehmen oder im Liegen mehr Abstand zueinander halten können.
Deshalb gelten ebenfalls ab dem
Stichtag für die Bodenfläche bei
vollperforierten Böden höhere Mindestanforderungen: Für Tiere bis
200 kg ­gelten 1,8 m2, von 200 bis
250 kg 2,0 m2, von 250 bis 350 kg
2,3 m2, von 350 bis 450 kg 2,5 m2
und über 450 kg 3,0 m2. Die Besatzdichte in den Vollspaltenbuchten
muss termingerecht diesen Vor­
gaben entsprechen.
Problematische Tiefstreu
Einflächen-Tiefstreubuchten bieten Rindern eine komfortable Liegefläche. Weil jedoch bei dieser
Bodenqualität kein Klauenabrieb
stattfindet, kommt es bei Tieren,
die über längere Zeit in Einflächen-Tiefstreubuchten gehalten
werden, zu einem übermässigen
Klauenwachstum. Zudem ist es
mit zunehmendem Gewicht der
Tiere zunehmend schwieriger, die
Tiefstreu trocken zu halten. Deshalb dürfen Rinder zur Grossviehmast über vier Monate nicht in
Einflächenbuchten mit Tiefstreu
gehalten werden. Auch hier läuft
die Übergangsfrist nächstes Jahr
ab. Die Beschränkung auf Rinder
zur Grossviehmast kam zustande,
weil Aufzuchtrinder über vier
Monate in der Regel nicht über
längere Zeit in Einflächenbuchten
mit Tiefstreu gehalten werden.
Wird die Einflächenbucht mit Tiefstreu bei der Rinderhaltung zur
Grossviehmast nur als Liege­
bereich in einem Stall mit einem
Laufhof oder mit ganzjährigem
Weidegang genutzt, ist dies im
Einklang mit dem neuen Art. 33
Abs. 3 TSchV. Es handelt sich dann
um ein Mehrflächensystem. bvet.
Kälber getrennt halten
Kälbern von angebunden gehaltenen Mutter- und Ammenkühen
konnten bis anhin uneingeschränkt Zugang zu den Kühen
haben. Für die Kühe hatte das zur
Folge, dass sie durch saugwillige
Kälber stark bedrängt wurden,
weil sie sich diesen nicht entziehen konnten. Um diese Tierschutzprobleme zu beseitigen,
wurde in der revidierten Tierschutzverordnung von 2008 festgehalten, dass die Kälber im Stall
nur kurzfristig zum Tränken Zugang zu ihren angebundenen
Müttern und Ammen erhalten
dürfen bvet.
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