close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Marktbericht Inflation – wie kann man sich schützen? - Raiffeisen

EinbettenHerunterladen
derinews
Eine Publikation der Bank Vontobel · Juni 2010 · Ausgabe Schweiz
Marktfokus
Qualität zeigt sich in
turbulenten Zeiten
(Seite 8)
Strukturen im Fokus
Anlagealternativen
für Seitwärtsmärkte
(Seite 10)
Basiswerte im Fokus
Rohstoffwährungen
(Seite 12)
Marktbericht
Inflation – wie kann man
sich schützen?
Wer wird Millionär? In den frühen
20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts
ist in Deutschland wohl jedermann zum
Millionär geworden. So richtig reich aber
kaum jemand. (Seite 4)
Inhaltsverzeichnis
Marktbericht
Inflation – wie kann man
sich schützen?
4
Fragen & Antworten
Interview mit Dr. Ralf Wiedenmann
Leiter Economic Research,
Bank Vontobel AG
7
Marktfokus
Qualität zeigt sich in
turbulenten Zeiten
8
Strukturen im Fokus
Anlagealternativen
für Seitwärtsmärkte
10
Basiswerte im Fokus
Rohstoffwährungen
12
Investmentidee
Sprinter-Warrants Open End
14
Wussten Sie, dass…
15
Bild
Seite 2
Impressum
Herausgeberin: Bank Vontobel AG, Financial Products,
Dreikönigstrasse 37, 8022 Zürich
Redaktion: Fulvia Baldelli, Jessica Tresch,
Deimante Turchi
Marketing: Isabelle Anja Sippel
Wussten Sie, dass … : Swisscontent Corp.
Erscheinungsweise: monatlich
Auflage: 7900 Exemplare
Gestaltung: Kovikom Werbeagentur AG ASW,
Seefeldstrasse 225, 8008 Zürich, www.kovikom.ch
Bestellen Sie via: E-Mail
derinews@vontobel.ch
Internet www.derinet.ch
oder schreiben Sie an: Bank Vontobel AG, Financial
Products, Isabelle Anja Sippel, Dreikönigstrasse 37,
8022 Zürich
Rechtlicher Hinweis Die vorliegende Publikation dient lediglich der Information und stellt keine
Anlageempfehlung oder Anlageberatung dar und ersetzt nicht die vor jeder Kaufentscheidung
notwendige qualifizierte Beratung, insbesondere auch bezüglich aller damit verbundenen Risiken.
In der Vergangenheit erzielte Performance darf nicht als Hinweis oder Garantie einer zukünftigen
Performance verstanden werden. Allein massgeblich sind die in den jeweiligen Prospekten enthaltenen
vollständigen Bedingungen, die bei der Bank Vontobel AG, Financial Products, CH-8022 Zürich,
unter Tel. +41 (0)58 283 78 88, kostenlos erhältlich sind. Weiter verweisen wir auf die Broschüre
«Besondere Risiken im Effektenhandel», die Sie bei uns bestellen können. Strukturierte Produkte
gelten nicht als kollektive Kapitalanlagen im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) und unterstehen deshalb nicht der Bewilligung und der Aufsicht der Eidgenössischen
Finanzmarktaufsicht FINMA. Die Werthaltigkeit von strukturierten Produkten kann nicht nur von der
Entwicklung des Basiswertes, sondern auch von der Bonität des Emittenten abhängen. Der Anleger
ist dem Ausfallrisiko des Emittenten/Garantiegebers ausgesetzt. Diese Publikation und die darin
dargestellten Finanzprodukte sind nicht für Personen bestimmt, die einem Gerichtsstand unterstehen,
der den Vertrieb der Finanzprodukte oder die Verbreitung dieser Publikation bzw. der darin enthaltenen
Informationen einschränkt oder untersagt. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.
Liebe derinews-Leserinnen
und -Leser
Inflation droht, wenn viel mehr Geld und damit Nachfrage
in den Wirtschaftskreislauf gepumpt wird, als dem an realer
Leistung gegenübersteht. Die Notenbanken in den USA und
in Europa haben seit 2007 Hunderte Milliarden Dollar und
Euro an Bürgschaften und an zusätzlicher Liquidität bereitgestellt, um die Finanzmarktkrise zu überwinden. Ökonomen
warnen vor einer Geldentwertung in Europa angesichts der
hohen Staatsschulden, der tiefen Zinssätze und der lockeren
Geldpolitik.
In der aktuellen derinews beschäftigen wir uns mit dem
Thema Inflation und stellen Ihnen einige interessante
Produktlösungen vor.
Qualität zeigt sich in turbulenten Zeiten. Wir haben unser
VONCERT auf den Solactive® European Good Banks
Performance-Index unter die Lupe genommen. Dabei
haben wir geprüft, wie sich die Credit Spreads der einzelnen
Indexkomponenten in den vergangenen zwei Monaten
entwickelt haben. Lesen Sie mehr dazu im Marktfokus.
Mit freundlichen Grüssen
Fulvia Baldelli
Distribution Management, Bank Vontobel AG
Editorial
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine spannende
Lektüre und erfolgreiche Anlageideen.
Wer wird Millionär? In den frühen 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist in Deutschland wohl jedermann
zum Millionär geworden. So richtig reich aber kaum jemand.
Inflation – wie kann man
sich schützen?
Die Hyperinflation war mit Warenmangel, Sorgen und Armut verbunden. Fast ein
Jahrhundert später ist das Geschehene mal wieder in aller Munde. Denn die europäische Zentralbank hat angefangen, die Anleihen hoch verschuldeter Euroländer
zu kaufen und bricht damit eines ihrer grössten Tabus: Die Beteiligung an der
Staatsfinanzierung. Die Debatte um Inflationsgefahren wird dadurch noch angeheizt.
Und auch wenn die Situation heutzutage nicht so drastisch erscheint: Lehren aus
der Vergangenheit zu ziehen und sich Gedanken über die Zukunft zu machen,
lohnt sich immer.
Die deutsche Hyperinflation nach dem Ersten Weltkrieg hat sich stark ins Gedächtnis
der Bevölkerung eingeprägt. Vom Juli 1922 bis November 1923 entwertete sich das
Geld rasend schnell. Die Preise vervielfachten sich wöchentlich. Den Lohn konnte
man entweder in Billionenscheinen oder schön gestopft in Kartoffelsäcken mit nach
Hause transportieren. Im November 1923 erreichte der Dollarkurs 4.20 Billionen Mark.
Zum Vergleich: vor dem Krieg 1914 bezahlte man gerade 4.20 Mark für einen Dollar.
Grosse Gewinner der Hyperinflation waren Halter von Hypotheken – durch die
massive Geldentwertung wurden sie innerhalb kurzer Frist von ihren Schulden
befreit. Die Darlehen waren nämlich nicht inflationsgeschützt.
Zurzeit sorgen der schwache Euro und die Griechenland-Krise für Unruhe. Mit ihrer
Ankündigung, Anleihen hoch verschuldeter Euro-Staaten bei Bedarf aufzukaufen,
hat die Europäische Zentralbank die Debatte über einen möglichen Inflationsanstieg
noch verschärft.
Seite 4
Marktbericht
Ein Anstieg der Konsumentenpreise im Euroraum wird erwartet
Die europäische Zentralbank hat in ihrem am 13. Mai 2010 veröffentlichten
Monatsbulletin die Resultate einer Umfrage bei Experten zu Inflationserwartungen
im Euroraum bekannt gegeben. Gemäss Expertenangaben wird für das laufende
Jahr eine etwas höhere Inflationsrate als bisher angenommen: 1.40 % anstatt bisher
1.30 %. Die wichtigsten Gründe für die Prognosenrevision sind steigende Energieund Lebensmittelpreise sowie der schwächelnde Euro-Wechselkurs. Für 2011 und
2012 wird mit 1.50 % bzw. 1.70 % eine moderat steigende Inflation erwartet.
Längerfristig (fürs Jahr 2014) rechnen Experten mit einer Inflationsrate von 1.90 %.
Entwicklung der Konsumentenpreise im Euroraum und in Frankreich
125
120
115
110
105
100
95
90
Jan 04
Jan 05
Jan 06
Jan 07
French Cosumer Price Index exluding tobacco
Harmonised Index of Consumer Prices excluding tobacco (Euroraum)
Quelle: Bloomberg, Stand am 26.05.2010
Jan 08
Jan 09
Jan 10
Inflation bedeutet, das Leben wird teurer. Für den gleichen Warenkorb muss mehr
bezahlt werden als vorher. Wer das Geld werterhaltend investieren möchte, soll
auf Anlagen achten, die sich grundsätzlich einem steigenden Preisniveau anpassen.
Zum Beispiel gilt seit eh und je Gold als ein sicherer Hafen. Doch wer Edelmetalle
physisch erwerben möchte, muss auch mit Lagerkosten rechnen.
Von einem unerwarteten Inflationsanstieg sind vor allem festverzinsliche Anlagen
wie Obligationsanleihen besonders stark betroffen. Hat der Anleger zum Beispiel
eine einjährige Obligation mit einem Coupon von 2 % zu pari gekauft, und steigt
das Preisniveau während der Laufzeit ebenfalls um 2 %, resultiert eine reale Verzinsung der Anlage von 0 %. Der Coupon war also gerade ausreichend, um den
Anleger für die allgemeine Teuerung zu entschädigen. Mehrwert wurde aber nicht
generiert. In Extremfällen kann sogar eine negative Realverzinsung resultieren. Das
ist dann der Fall, wenn die Inflation höher als die Verzinsung der Anlage ausfällt.
Doch nicht alle Anleihen sind Inflationsverlierer. Sogenannte Inflation Linked Bonds –
oder inflationsindexierte Anleihen – bieten wirksamen Inflationsschutz.
Inflationsschutz mit Inflation Linked Bonds
Inflationsindexierte Anleihen können den Anlegern Schutz gegenüber dem Inflationsrisiko bieten. Der Nennwert und die Couponzahlungen solcher Anleihen sind
an einen Verbraucherpreis-Index gekoppelt und werden diesem laufend angepasst.
Die inflationsindexierten Anleihen ähneln sich daher einer variabel verzinslichen
Anleihe. Bei Inflation – also einem Anstieg des Verbraucherpreis-Index – steigen
Zinsausschüttungen kontinuierlich an. Bei fallendem Verbraucherpreis-Index
(Deflation) sinken sie wieder. Der Unterschied besteht darin, dass der Nennwert am
Laufzeitende nicht zu 100 % zurückbezahlt wird, sondern inklusive der bis dahin
aufgelaufenen Inflation. Derartige Anleihen zahlen einen festen realen (d.h. inflationsbereinigten) Coupon. Zu jedem Coupontermin werden die Couponzahlungen
auf der Basis des inflationsangepassten Nennwertes berechnet. Bei Inflation führt
dies zu steigenden absoluten Zinszahlungen.
Zum Beispiel: eine fiktive einjährige inflationsindexierte Anleihe ist mit einem
realen einmaligen Coupon von 2 % ausgestattet. Der Nennwert beträgt
EUR 1000 und wird per Verfall an die Inflation angepasst. Am Ende der Laufzeit
ist der zugrunde liegende Verbraucherpreis-Index um 3 % angestiegen. Dem
Anleger wird anstelle des ursprünglichen Nennwertes von EUR 1000 ein inflationsangepasster Betrag von EUR 1030 (= 1000 + 1000 x 3 %) zurückbezahlt.
Der feste Coupon von 2 % bezieht sich jetzt auf den modifizierten Nennwert.
Somit resultiert eine Couponzahlung von EUR 20.60 (= 1030 x 2 %).
Ein wichtiger Punkt ist, dass die Inflationsindexierung in beide Richtungen wirkt.
Während die inflationsindexierten Bonds eine wirksame Absicherung gegen einen
Inflationsanstieg bieten, verlieren sie an Attraktivität bei einer unerwarteten Deflation.
Vontobel VONCERT auf den Inflation Linked Euro Bondbasket
Die Bank Vontobel hat ein neues VONCERT auf einen Basket aus inflationsindexierten Bonds lanciert. Der Basket beinhaltet fünf Euro-Anleihen aus Deutschland und
Frankreich, welche an die Entwicklung zweier unterschiedlichen VerbraucherpreisIndices gekoppelt sind.
Der harmonisierte Verbraucherpreis-Index (engl. Begriff: The Eurozone Harmonized Index of Consumer Prices excluding tobacco, kurz HICP) misst das Niveau
von Marktpreisen für Güter und Leistungen im ganzen Euroraum. Berücksichtigt
werden alle Waren und Leistungen, die von den Verbrauchern für Konsumzwecke gekauft werden. Milch- und Brotpreise fliessen in den Index gleich wie Preise
für Miete, Fahrzeuge oder den Friseur. Der französische Verbraucherpreis-Index
(engl. Begriff: French Consumer Price Index excluding tobacco) ist enger gefasst
und dient als Inflations-Index für Frankreich. Auf Basis dieser Preisindices werden
die Nennwerte und die Couponzahlungen der dem Zertifikat zugrunde liegenden
Bonds laufend adjustiert.
Basket-Zusammensetzung
1
2
ISIN
Emittent
Realer
Zinssatz
Verfall
Gewichtung Index
bei Emission (Bloomberg
Symbol)
DE0001030500
Deutschland
1.50 %
15.04.2016
20 % CPTFEMU 1
FR0010235176
Frankreich
1.00 %
25.07.2017
20 % FRCPXTOB 2
FR0010137554
Cades
1.85 %
25.07.2019
20 % FRCPXTOB 2
FR0010850032
Frankreich
1.30 %
25.07.2019
20 % FRCPXTOB 2
DE0001030526
Deutschland
1.75 %
15.04.2020
20 % CPTFEMU 1
CPTFEMU = The Eurozone Harmonised Index of Consumer Prices excluding tobacco
FRCPXTOB = French Consumer Price Index excluding tobacco
Die fünf Bonds verfügen über ein erstklassiges Rating (Moody's Aaa) und werden
per Anfangsfixierung zu gleichen Teilen in den Basket aufgenommen. Allfällige
Couponzahlungen werden jeweils in den entsprechenden Bond reinvestiert und
erhöhen seinen Anteil im Basket. Das Produkt ist in Euro denominiert und hat eine
Laufzeit von beinahe sechs Jahren. Das Produkt verfügt über keinen Kapitalschutz.
Daher ist zu beachten, dass im Falle einer Deflation – d.h. eines Rückgangs des
Preisniveaus – der Nennwert und die Couponzahlungen der zugrunde liegenden
Bonds sinken und das Produkt unter dem Emissionspreis notieren kann. Während
der Laufzeit unterliegt das Produkt verschiedenen Marktrisiken (z.B. dem Zinsrisiko).
Produktdetails
VONCERT auf einen Inflation Linked Bond Basket
Basiswert
Inflation Linked Bond Basket
Valor / Symbol
1132 8414 / VZILB
Nominal
EUR 1000.00
Emissionspreis
100 %
Anfangsfixierung / Liberierung
25.06.2010 / 30.06.2010
Letzter Handelstag
01.04.2016
Schlussfixierung / Rückzahlung
08.04.2016 / 13.04.2016
Börse
SIX Swiss Exchange
Zeichnungsschluss
25.06.2010 (12.00 Uhr)
Quelle: Bank Vontobel AG
Seite 6
derinews: Herr Dr. Wiedenmann, eine der Aufgaben von Zentralbanken ist die
Sicherstellung der Preisstabilität. Was versteht man unter Preisstabilität und mit
welchen Massnahmen können die Zentralbanken intervenieren?
Unter Preisstabilität verstehen Ökonomen und Notenbanker nicht eine Inflationsrate
von null, sondern eine moderate Inflationsrate von gegen 2 %. Eine Inflationsrate
von null wäre zu tief, da dann einige Preise sinken müssten, um eine Veränderung
der Preisrelationen zu ermöglichen. Die Geldmengensteuerung erfolgt hauptsächlich
über den Ankauf und Verkauf von Wertpapieren (Offenmarktgeschäfte). Verkauft
die Notenbank Wertpapiere, sinkt die Geldmenge, kauft sie Wertpapiere, steigt sie.
Eine zu schnelle Geldmengenexpansion birgt das Risiko einer Inflation.
derinews: wie können sich Anleger gegen die Abwertung des Geldes schützen?
Anleger können sich durch den Kauf von inflationsgeschützten Anleihen gegen
Inflation schützen. Sowohl der Coupon als auch der Nennwert der Obligation werden
dem Konsumentenpreis-Index angepasst. Inflationsgeschützte Staatsanleihen gibt
es beispielsweise für die Eurozone, die USA und Grossbritannien. Leider werden in
der Schweiz keine inflationsgeschützten Anleihen emittiert.
Daneben gelten auch Anlagen in Rohstoffen, Immobilien und Aktien als Inflationsschutz. Dabei muss jedoch berücksichtigt werden, dass Rohstoffpreise wesentlich
volatiler sind als die Konsumentenpreise. Rohstoffpreise können auch starke Einbrüche
erleiden, ohne dass es bei den Konsumentenpreisen zu einer Deflation kommt. Zum
Beispiel hat sich der Goldpreis zwischen 1980 und 1982 mehr als halbiert, während
die Konsumentenpreise munter weiter stiegen. Auch die Immobilienpreise und die
Konsumentenpreise entwickeln sich bisweilen recht unterschiedlich. Zwischen
Februar 2006 und Mai 2009 verloren Wohnhäuser in den USA über 30 % an Wert,
während die Konsumentenpreise im gleichen Zeitraum um insgesamt 7 % stiegen.
Fragen & Antworten
Interview mit Dr. Ralf
Wiedenmann, Leiter Economic
Research, Bank Vontobel AG
Aktien sind allenfalls langfristig ein Schutz gegen Inflation, da Aktien wie Immobilien
und Rohstoffe auch reale Werte reflektieren. Kurzfristig unterliegen Aktien starken
Schwankungen und sind als Inflationsschutz nur in einem breit diversifizierten
Portfolio aus Aktien, Obligationen und möglicherweise weiteren Anlageklassen wie
Immobilien, Rohstoffe, Hedge Funds, usw. sinnvoll. Als effizientester Inflationsschutz
erweisen sich somit die inflationsgeschützten Staatsanleihen.
Eine detaillierte Analyse zu diesem Thema finden Sie in der Vontobel-Studie «Was
sollen Anleger in inflationären Zeiten tun?», die Ihnen Ihr Kundenbetreuer gerne
aushändigt.
derinews: wie sehen die Inflationsprognosen für den EU-Raum in den nächsten
Jahren aus?
Wir sehen im laufenden Jahr eine Inflationsrate in der Eurozone von 1.10 % und im
nächsten Jahr 1.50 %. Dabei unterstellen wir, dass sich die Kerninflation, welche auf
einen Tiefstand von 0.80 % gefallen ist, wieder stabilisiert. Die Energieinflation,
welche derzeit noch bei fast 10 % liegt, wird sich dagegen auf gegen 3 % beruhigen.
Trotz tiefer Notenbankzinsen ist die Kreditvergabe der Banken an Unternehmen
und private Haushalte derzeit rückläufig. Ausserdem ist die Kapazitätsauslastung in
der Industrie sehr tief und die Arbeitslosigkeit recht hoch. Auch in den folgenden
Jahren gehen wir davon aus, dass es der Europäischen Zentralbank gelingen wird,
das Inflationsziel von gegen 2 % im Grossen und Ganzen einzuhalten.
derinews: vielen Dank für dieses Gespräch.
Dr. Ralf Wiedenmann
Leiter Economic Research, Bank Vontobel AG
Marktfokus
Durch die griechische Staatskrise und die Betrugsklage der
US-Aufsicht gegen die Investment-Bank Goldman Sachs
legten die Marktteilnehmer ihren Fokus wieder verstärkt
auf das Risiko.
Qualität zeigt sich in
turbulenten Zeiten
Die griechische Schuldenkrise verschärfte sich im April und Mai deutlich. Risikoaufschläge für griechische Staatsanleihen stiegen und zunehmend kamen auch Staatsanleihen anderer südeuropäischer Staaten in Bedrängnis. Die Sorge über erneutes
Abschreibungspotential der Finanzinstitute und etwaige Befürchtungen um ein
Austrocknen des Interbankenmarktes im Falle eines Staatsbankrottes kamen in der
Entwicklung der Kreditaufschläge der vergangenen zwei Monate zum Ausdruck.
Kreditmärkte spiegeln Unsicherheit
Die erhöhte Unsicherheit zeigte sich an den europäischen Kreditmärkten in der
Entwicklung der iTraxx-Indices. iTraxx ist der Familienname von CDS-Serien, die
Unternehmen unterschiedlicher Kreditwürdigkeit und Regionen umfassen und vom
Dienstleister Markit berechnet werden. Der Credit Spread ist ein Risikoaufschlag. Er gilt
als Indikation für das übernommene Ausfallrisiko eines Schuldners bei einer Investition
in die entsprechende Obligation. Der Credit Spread wird in Basispunkten angegeben.
Je schlechter die Bonität eines Schuldners ist, desto höher ist der Credit Spread.
Der iTraxx Europe, der die Ausfallwahrscheinlichkeit 125 ausgewählter Unternehmen guter Bonität darstellt, stieg im Mai von rund 87 auf 131 Basispunkte. Für
diesen Anstieg waren vor allem Finanztitel verantwortlich. Der iTraxx ohne Finanzwerte (iTraxx Non Financials) stieg im selben Zeitraum von 73 auf 118 Basispunkte,
während der iTraxx Financials eine Spitze von 262 Basispunkten erreichte.
Seite 8
Qualität zeigt sich in Krisenzeiten
Während im europäischen Bankensektor die durchschnittlichen Risikoaufschläge bis
über 275 Basispunkte notierten (dunkelgrüne Linie), lagen die Risikoaufschläge der
Titel aus dem Solactive® European Good Banks Performance-Index deutlich unter
dem Durchschnitt. Dies erstaunt nicht, wenn man bedenkt, dass die Titelselektion
auf die Analyse der Risikoaufschläge (Credit Spreads) basiert.
Entwicklung der Risikoaufschläge im europäischen Bankensektor:
Durchschnittliche Entwicklung (grün) und Entwicklung der Basketkomponenten
des VONCERTs auf den Solactive® European Good Banks Performance-Index
250
200
150
100
50
Mrz 15
Mrz 31
Apr 15
Apr 30
Standard Chartered 90
Svenska Handelsbanken AB 75
Nordea Bank 85
Credit Suisse 113
Commerzbank 132
HSBC 90
DnB NOR Bank ASA 85
Banca Intesa 133
BNP Paribas 108
Danske Bank 85
Durchschnitt europäischer Bankensektor 229
Quelle: Bloomberg, Stand am 12.05.2010
Für die Credit Spreads werden Credit Default Swaps mit 5-jähriger Laufzeit auf die
jeweilige Unternehmensanleihe als Referenzobjekt herangezogen. Halbjährlich werden die Indexmitglieder mit den geringsten Credit Spreads neu bestimmt. Monatlich wird geprüft, ob ein Indexmitglied eine Credit-Spread-Erhöhung von 15 % oder
mehr im Vergleich zum Vormonat hatte. Tritt dieser Fall ein, und macht der Anstieg
mindestens 20 Basispunkte aus, dann wird das betreffende Indexmitglied bis zum
nächsten regulären Anpassungstag durch eine Cashkomponente (Geldmarkt-ETF o. ä.)
ersetzt. Die Berechnung und Veröffentlichung erfolgen durch die Structured
Solutions AG, ein neutraler Indexanbieter.
Das VONCERT auf den Solactive® European Good Banks Performance-Index ist ein
Tracker-Zertifikat und bildet die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index ab.
Das Risiko des VONCERTs entspricht demjenigen einer Direktanlage in den Index.
Produktdetails
VONCERT auf den Solactive® European Good Banks Performance-Index
Basiswert
Solactive® European Good Banks Performance-Index
Laufzeit
Open End
Kotierung
SIX Swiss Exchange
Währung
CHF
EUR
Preis am 02.06.2010
CHF 93.50
EUR 94.80
Valor / Symbol
1118 1614 / VZGBC
1118 1615 / VZGBE
Quelle: Bank Vontobel AG
Indexzusammensetzung per 05.05.2010
Aktien
Gewichtung
Commerzbank AG
10.76 %
Dnb Nor Asa
10.68 %
HSBC Holdings Plc.
10.45 %
Credit Suisse Group
10.26 %
Svenska Handelsbanken AB
10.07 %
BNP Paribas
9.78 %
Danske Bank A/S
9.69 %
Intesa Sanpaolo SpA
Standard Chartered Plc
Nordea Bank AB
Quelle: Bank Vontobel AG
Weitere Informationen finden Sie auf www.derinet.ch
8.71 %
10.02 %
9.58 %
Strukturen im Fokus
Seite 10
Barrier Reverse Convertibles erfreuen sich grosser Beliebtheit.
Dies nicht zuletzt, weil sie bereits in seitwärts tendierenden
Märkten Anleger mit einer interessanten Rendite bescheren
können. Eine besondere Variante sind Barrier Reverse
Convertibles mit Barrierenbeobachtung am Laufzeitende.
Anlagealternativen für
Seitwärtsmärkte
Ähnlich wie ihre Pendants mit kontinuierlicher Barrierenbeobachtung schützen sie das
investierte Kapital bis zu einer definierten Barriere gegen kleinere Kursrückschläge.
Jedoch sind für die Rückzahlung nur die Basiswertpreise bei Schlussfixierung relevant.
Bei dieser Produktvariante können die Kurse der Basiswerte während der Laufzeit
unter die Barriere fallen, ohne dass dies einen Einfluss auf die Rückzahlung hat.
In der nächsten Zukunft bleiben die Aussichten für Aktienmärkte grundsätzlich
positiv: viele Anleger sind noch nicht investiert und haben hohe Cash-Bestände.
Die Unternehmen lieferten im ersten Quartal 2010 mehrheitlich positive Gewinnund Umsatzüberraschungen. Jedoch ist auf dem Markt Verunsicherung wegen der
Schuldenkrise in Südeuropa zu spüren. Kurzfristig könnte man daher mit volatilen
Seitwärtsmärkten rechnen.
Gewinnchancen in Seitwärtsmärkten: Barrier Reverse Convertibles mit
Barrierenbeobachtung am Laufzeitende
Alternativen zur Direktanlage sind vor allem in volatilen Seitwärtsmärkten gesucht.
Eine Möglichkeit bieten Barrier Reverse Convertibles mit Barrierenbeobachtung am
Laufzeitende. Diese zeichnen sich durch einen garantierten Coupon einerseits und
einen bedingten Kapitalschutz anderseits aus. Ähnlich wie bei der herkömmlichen
Produktvariante mit kontinuierlicher Barrierenbeobachtung verfällt der Kapitalschutz,
falls der Preis des Basiswertes auf oder unter die Barriere fällt. Der Unterschied liegt
darin, dass hier nicht die Kursentwicklung des Basiswertes während der ganzen
Laufzeit, sondern nur der Basiswertkurs bei Schlussfixierung auszahlungsrelevant
ist. Während der Laufzeit darf der Basiswertpreis unter die Barriere fallen, ohne dass
der bedingte Kapitalschutz verfällt. Daher tragen solche Barrier Reverse Convertibles
ein tieferes Risiko als ihre Pendants mit kontinuierlicher Barrierenbeobachtung.
Gewinn- / Verlustdiagramm von Barrier Reverse Convertibles mit
Barrierenbeobachtung am Laufzeitende
Gewinn
Coupon + 100%
Nennwert
Barriere
0
Ausübungspreis
ert
w
sis
Ba
Verlust
Quelle: Bank Vontobel AG
Die Rückzahlung am Ende der Laufzeit erfolgt in Abhängigkeit vom Schlusskurs des
Basiswertes bei Schlussfixierung. Liegt der Basiswertkurs bei Schlussfixierung über
der Barriere, wird der Coupon zuzüglich des Nennwertes ausbezahlt. Andernfalls
erfolgt entweder die Lieferung einer festgelegten Anzahl Basiswerte oder eine
Barabgeltung, die dem Schlussfixierungskurs des Basiswertes entspricht.
Investmentmöglichkeit: Vontobel Multi Defender VONTI auf Swiss Re, UBS AG
und Zürich Financial Services AG
Kürzlich hat die Bank Vontobel einen neuen Multi Barrier Reverse Convertible mit
Barrierenbeobachtung am Laufzeitende emittiert. Das Produkt hat eine Laufzeit von
12 Monaten und ist mit einem Coupon von 14.10 % sowie einer jeweiligen Barriere
von 70 % ausgestattet. Als Basiswerte dienen die Aktien von Swiss Re, UBS und
Zürich Financial Services. Daher auch der Zusatz «Multi»: die Rückzahlung ist
abhängig von der Entwicklung mehrerer Basiswerte. Zu beachten ist, dass wegen
der «Multi»-Struktur das Barriere-Ereignis wahrscheinlicher ist als bei Produkten,
die sich nur auf einen der Basiswerte beziehen.
Am Verfallstag können sich zwei Auszahlungsszenarien ergeben:
Alle drei Aktien schliessen bei Schlussfixierung über den jeweiligen Barrieren:
Swiss Re
UBS AG
Zürich FS AG
>
>
>
CHF 33.66
CHF 11.31
CHF 167.70
Mindestens eine Aktie schliesst bei Schlussfixierung auf oder unter ihrer Barriere
Rückzahlung in Höhe des Nennwertes von
CHF 1000.00 + Coupon von CHF 141.00
Lieferung der im Voraus definierten Anzahl
Aktien mit der schlechtesten Entwicklung +
Coupon von CHF 141.00
Mit einem Multi Defender VONTI mit Barrierenbeobachtung am Laufzeitende
haben Anleger in stagnierenden oder sogar moderat fallenden Märkten interessante
Gewinnchancen. Im Vergleich zu klassischen Barrier Reverse Convertibles mit
kontinuierlicher Barrierenbeobachtung wird die Chance auf die Maximalrendite
erhöht. Während der Laufzeit ist das Produkt Marktschwankungen ausgesetzt,
und es fallen keine laufenden Erträge (z.B. Dividenden) an. Zudem unterliegt es
dem Ausfallrisiko der Emittentin bzw. Garantin.
Produktdetails
Multi Defender VONTI mit Barrierenbeobachtung am Laufzeitende
Basiswert
Swiss Re, UBS AG, Zürich Financial Services AG
Valor / Symbol
1118 1704 / VON1PK
Coupon (p.a.)
14.10 % (14.13928 % p.a.)
Barriere
(70 % vom jeweiligen
Ausübungspreis)
Swiss Re
UBS AG
Zürich Financial Services AG
Nennwert (Stückelung)
CHF 1000.00
Anfangsfixierung / Liberierung
21.05.2010 / 28.05.2010
SIX Swiss Exchange
Aktueller Preis*
101.80 % (in % des Nennwertes)
Effektiver Handel und Sicherheit
schliessen sich nicht aus.
Jedes gewinnbringende Geschäft setzt auch
einen sicheren und transparenten Handel voraus.
Das garantiert Scoach, Ihre Börse für Strukturierte Produkte, durch die Abwicklung aller
Ordergrössen unter der Kontrolle einer neutralen
Marktüberwachung. Anleger und Emittenten profitieren so gleichermassen von einem Maximum
an Sicherheit und Transparenz.
Sicher börslich handeln: Scoach.
Eine neue
Technologie erobert die Welt: 3D für Unterhaltungselektronik und Mobile Entertainment
eröffnet auch Ihrem Portfolio eine zusätzliche
Dimension.
CHF 33.66
CHF 11.31
CHF 167.70
Schlussfixierung / Rückzahlung 20.05.2011 / 27.05.2011
Kotierung
Cha nüt
me schief
ga!
Quelle: Bank Vontobel AG, *Stand am 02.06.2010
Weitere Multi Defender VONTIs mit Barrierenbeobachtung am Laufzeitende finden
Sie unter www.derinet.ch
Bild in 3D
VONCERT auf den «3D» Basket
Das neue VONCERT der Bank Vontobel
partizipiert am dreidimensionalen Trend mit
einem 3D-Aktienbasket. In Zusammenarbeit
mit dem Bank Vontobel Equity Research
wurden Unternehmen identifiziert, die
von diesem Trend profitieren könnten. Der
«3D-Basket» besteht aus insgesamt 15
gleichgewichteten Aktien internationaler
Technologieunternehmen.
Valor 1127 0044, Symbol VZDDB
Interessiert?
+41 (0)58 283 78 88 oder www.derinet.ch/3d
Basiswerte im Fokus
Seite 12
Rohstoffe, allen voran Öl, Gold und landwirtschaftliche
Erzeugnisse, erzielen zurzeit Höchstpreise an der Börse.
Doch nicht nur Rohstoffpreise, auch die Währungen der
rohstoffreichen Länder profitieren von diesem Trend.
Rohstoffwährungen
Länder mit starken Ressourcen
Glücklich kann sich schätzen, wer den Rohstoffhunger aufstrebender Nationen
stillen kann. Steigt die Nachfrage und der Export eines Rohstoffs, begünstigt
dies auch die Entwicklung der Währung des exportierenden Landes, da das
importierende Land die entsprechende Fremdwährung vermehrt einkaufen oder
gegen die heimische Währung eintauschen muss. Als Rohstoffwährungen werden
diejenigen Währungen bezeichnet, die in hohem Masse von der Entwicklung
der Rohstoffpreise abhängen. Diese Abhängigkeit ergibt sich aus dem hohen
Exportanteil der Rohstoffe zur gesamten Wirtschaftsleistung eines Landes. Nicht
selten dominiert ein bestimmter Rohstoff die Exportwirtschaft eines Landes.
Entsprechend folgt die Währung des Landes eng der Preisentwicklung dieser
Rohware. Die sich erholende Weltkonjunktur könnte die Exportnachfrage nach
Rohstoffen erhöhen und dadurch den Rohstoffwährungen Auftrieb geben. Da in
diesen Ländern das Zinsniveau meist deutlich höher ist als im Euro- oder US-DollarRaum, ergeben sich zusätzliche Ertragschancen. Zu den Währungen rohstoffreicher
Länder gehören beispielsweise der südafrikanische Rand, der australische Dollar
oder brasilianische Real.
Südafrika hat sich, nicht zuletzt dank dem Vorkommen reichhaltiger Bodenschätze,
vom Schwellenland zu einem aufstrebenden Industriestaat entwickelt. In Südafrika
liegen die reichsten Goldvorkommen der Erde. Ca. 40 % des heute bergmännisch
geförderten Goldes kommen aus Südafrika, den USA, Australien und Russland. Das
Witwatersrand-Goldfeld-Gebiet in Südafrika ist mit Abstand das grösste der Welt,
denn rund 40 % der Weltgoldreserven lagern noch immer in diesen Gebieten. Zu
den wichtigsten Rohstoffen Südafrikas zählen auch mineralische Rohstoffe wie
Diamanten, Platin, Chrom, Vanadium, Mangan, Uran, Eisenerz und Kohle. Rund
60 % des gesamten südafrikanischen Exports entfallen auf Gold und diese Güter.
Auch auf die Landeswährung hat sich die wirtschaftliche Entwicklung positiv
ausgewirkt. Zuletzt gehörte die Währung wegen der steigenden Goldpreise zu den
grossen Gewinnern gegenüber dem Euro. Die Entwicklung zum Euro betrug seit
Jahresanfang +25 %.
Australiens Exportschlager ist Kohle – das Land ist der grösste Kohlelieferant
überhaupt. 80 % davon wird direkt nach Asien und Indien verschifft. Braunkohle
und Steinkohle sind die bekanntesten Kohlearten, die weltweit exportiert werden.
Über 50 % Braunkohle werden von den grössten Förderländer wie Australien,
Deutschland, China, Russland und der Türkei geliefert. Über 80 % Steinkohle werden
nebst Australien aus den Ländern China, USA, Indien und Indonesien exportiert.
Weitere bedeutende Rohstoffvorkommen finden sich in Australien auch an Gold,
Erdöl, Erdgas, Kupfer, Nickel, Zirkon, Eisenerz, Bauxit, Diamanten, Aluminium und
Uran. Die grosse Nachfrage der Chinesen und Asiaten nach dem Rohstoffreichtum
in Australien lässt auch die Währung nicht unberührt, denn gezahlt wird in heimischer
Währung.
Angesichts der vom Rohstoffboom getragenen kräftigen Konjunkturerholung
hat Australiens Notenbank ihren Leitzins erneut angehoben. Diese schrittweise
Normalisierung der Geldpolitik spiegelt die wirtschaftliche Entwicklung wider. Es
ist die fünfte Zinserhöhung in Australien seit Oktober 2009. Die Entwicklung zum
Euro betrug seit Jahresanfang +24 %.
Brasilien profitiert von seinem starken Agrarrohstoffsektor. Nicht nur der gestiegene
Konsum von Kaffee, Schokolade, Zucker oder Eisenerz auch die Suche nach Ersatztreibstoffen, wie z.B. Bioethanol, haben Brasiliens Rohstoffexporte angetrieben.
Bio-Kraftstoff Ethanol wird als Basis für die Herstellung aus Zucker gewonnen.
Der weltweit wichtigste Zuckerproduzent Brasilien hat bereits die Hälfte seiner
Zuckerrohr-Ernte für die Aufarbeitung von Ethanol verwendet. Kakao ist ebenfalls
ein wichtiges Exportprodukt Brasiliens und ist der Grundstoff bei der Herstellung
von Schokolade. 2009 und 2010 führten Nachfrageerhöhungen und Produktionsrückgänge dazu, dass die Kakaopreise neue Höchststände erreichten. Rund 30 %
der jährlichen Kaffee-Produktion und des Export-Angebots stammen aus Brasilien.
Kaffee ist nach Wasser das am häufigsten konsumierte Getränk der Welt und der
Anbau verschafft weltweit rund 125 Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt.
Die zunehmenden Exporte haben die Finanzsituation des Landes stark verbessert,
was sich positiv auf den brasilianischen Real ausgewirkt hat. Im Frühjahr 2004
kostete ein Euro noch 3.63 Real, heute erhält man einen Euro für rund 2.22 Real.
Bei Schwellenländerexporten steht Brasilien derzeit relativ weit oben. Sollte sich
die Weltkonjunktur schneller erholen als erwartet, dürften die Börse in Sao Paulo
und damit der Real überproportional profitieren. Denn der Aufschwung treibt die
Preise für Rohstoffe nach oben; die Schwäche der vergangenen Monate dürfte
dann der grosse Vorteil Brasiliens sein. Die Entwicklung zum Euro betrug seit
Jahresanfang +30 %.
Entwicklung AUD, BRL und ZAR gegenüber EUR (auf 100 indexiert)
160
140
120
100
80
Jan 09
AUD
Apr 09
BRL
Juli 09
Sep 09
Jan 10
Apr 10
ZAR
Quelle: Bloomberg
Kapitalgeschützt in Rohstoffwährungen investieren
Rohstoffwährungen sind stark von der Preisentwicklung der Exportrohstoffe abhängig und die Devisen dieser Länder könnten so von den steigenden Exportpreisen
profitieren. Die neue UNIT auf den «Resources Currency» Basket ermöglicht es
Ihnen, von der Entwicklung des Währungskorbes – bestehend aus drei Währungen
der rohstoffreichen Länder Südafrika, Australien und Brasilien – gegenüber dem
Euro zu profitieren. Das Produkt bietet zweierlei: 100 % Kapitalschutz per Verfall
und eine Partizipation von 200 % an der positiven Performance des Währungskorbes
gegenüber dem Euro. Der Basket setzt sich gleichgewichtet aus den drei Rohstoffwährungen zusammen. Anleger sollten beachten, dass während der Laufzeit der
Kurs unter dem Kapitalschutz notieren kann.
Produktdetails
Resources Currency Basket
Basiswert
Resources Currency Basket (AUD, BRL, ZAR)
Valor / Symbol
1118 1689 / VURCB
Kapitalschutz
EUR 1000.00 (100% des Emissionspreises) per Verfall
Partizipation
200 % an der positiven Entwicklung des Resources Currency Baskets
Produktwährung
EUR
Laufzeit
3 Jahre
Quelle: Bank Vontobel AG
Weitere Informationen finden Sie unter www.derinet.ch
Investmentidee
Wer schon einmal in Warrants investiert hat, weiss, dass
er neben der Kursent wicklung des Basiswertes auch die
Entwicklung der Volatilität im Auge behalten muss. Die
Einführung von Sprinter-Warrants vereinfachte die Anlage
für so manchen Privatanleger, da diese Produktkategorie
nur marginal durch die Volatilität beeinflusst wird.
Sprinter-Warrants Open End
Ab sofort wird die Auswahl noch einfacher:
Durch die Weiterentwicklung zu Sprinter Warrants Open End können Anleger in
eine breite Anzahl Basiswerte mit unterschiedlich hohem Hebel ohne Laufzeitbegrenzung und ohne Volatilitätseinfluss investieren. Egal ob zur Spekulation
oder zur Portfolioabsicherung bieten Sprinter-Warrants Open End spannende
Anlagechancen.
Produktvorteile auf einen Blick
– Keine Laufzeitbegrenzung
– Interessanter Hebeleffekt aufgrund des geringen Kapitaleinsatzes
– Kein Einfluss der Volatilität und kein Zeitwertverlust
– Transparente Preisberechnung
– Schutz vor unbegrenzten Verlusten dank Stop-Loss-Level
– Täglich handelbar an der SIX Swiss Exchange
Produktbeschreibung Sprinter Open End
Sprinter Open End sind Hebelprodukte ohne feste Laufzeit, zeichnen sich aber –
wie herkömmliche Sprinter Warrants – durch den unmittelbaren wertlosen Verfall
bei Erreichen oder Unterschreiten (Call) bzw. Erreichen oder Überschreiten (Put)
des jeweiligen Knock-out-Levels aus.
Seite 14
Durch den geringeren Kapitaleinsatz als bei einer direkten Investition in den
Basiswert ermöglichen sie eine dem Hebel entsprechende überproportionale
Partizipation an der Kursentwicklung des Basiswertes und können somit zur
Spekulation oder zur Absicherung von Positionen eingesetzt werden.
Der Strike und Knock-out-Level werden täglich angepasst. Grundsätzlich gilt: je
näher der aktuelle Marktpreis des Basiswertes zum Strike, desto grösser der Hebeleffekt. Der Preis des Sprinter Open End wird im Unterschied zu herkömmlichen
Warrants nur marginal durch die Volatilität beeinflusst.
Unsere Produktauswahl finden Sie auf www.derinet.ch/sprinteropenend
Wussten Sie, dass …
Inflation – Hyperinflation – Staatsbankrott: im Laufe der
vergangenen Jahrhunderte haben sich Regierungen häufig
finanziell übernommen, wurden zahlungsunfähig und erlitten schliesslich Staatsbankrott. Ein kleiner Exkurs über den
Umgang mit der Banknotenpresse durch die Jahrhunderte.
Wussten Sie beispielsweise, dass…
… das Wort Inflation vom Lateinischen «sich aufblasen» kommt?
Schon die Antike kannte das Phänomen des andauernden Preisanstiegs
respektive der rasanten Geldentwertung.
… das chinesische Kaiserreich bereits 1166 unter einer schweren Inflation litt?
Das damalige enorme Wirtschaftswachstum erforderte eine Ausweitung der
Geldmenge. Anstelle der bis anhin üblichen Münzen setzte man Papiergeld in
Umlauf, das erste der Welt.
… König Philipp II. von Spanien zwischen 1557 und 1596 viermal den offenen
Staatsbankrott erklärte?
Er verweigerte Zahlungen, leistete keinen Schuldendienst oder er verschob
oder verminderte diesen.
… der Finanzhistoriker Alfred Manes für das 19. Jh. insgesamt 23 europäische
Staatsbankrotte zählte?
Am spektakulärsten waren diejenigen in Verbindung mit den
Napoleonischen Kriegen.
… 1923 in Deutschland ein einziges Ei 150 Milliarden Reichsmark kostete?
Die Hyperinflation (eine Teuerung von mindestens 50 % im Monat) in
Deutschland von 1914 bis 1923 wurde durch die Finanzierung des
Ersten Weltkrieges ausgelöst.
… zuletzt 30 Fabriken rund um die Uhr das Papier für die Geldscheine produzierten?
Bis zu 133 Fremdfirmen mit 1783 Druckmaschinen arbeiteten für die deutsche
Reichsdruckerei.
… die Lohnzahlungen damals täglich erfolgten?
In Restaurants konnten sich die Preise bereits während einer Mahlzeit
verdoppeln.
… mit dem Reichsmark-Papiergeld im Winter 1923 / 1924 geheizt wurde?
Kurz vor der Währungsreform war das Papiergeld weniger wert als Holz.
… sich der Dollarkurs im Oktober 1923 in nur acht Tagen von 440 Millionen
auf 5.06 Milliarden Mark verzehnfachte?
… die Inflation in Argentinien im Jahr 1989 4900 % betrug?
Das Bruttoinlandsprodukt sank schliesslich im Krisenjahr 2002 um 21 %, was
zum Staatsbankrott führte.
SC2010060303
Sportler
haben eine schnelle Reaktion und setzen
ihre Kräfte effektiv ein. Genau wie dieses
Anlageinstrument mit interessantem
Hebel und ohne Laufzeitbeschränkung, also
ohne Grenzen.
Kapitalschutz
Rendite
Partizipation
Hebel
Sprinter Open End –
Die beste Alternative zu Calls, Puts und Futures
Ab sofort wird die Auswahl an Hebelprodukten bei Vontobel noch grösser.
Sie suchen: ein Hebelprodukt mit einem klaren Rendite-Risikoprofil, das Ihnen ermöglicht, mit geringem
Kapitaleinsatz kleinste Kursbewegungen in attraktive Gewinnchancen umzusetzen – dies neu ohne Laufzeitbeschränkung (Open End).
Wir bieten Ihnen: die Weiterentwicklung eines bewährten Hebelinstrumentes, das seit über sieben
Jahren erfolgreich an der SIX Swiss Exchange gehandelt wird. Sprinter Open End weisen einen attraktiven
Hebeleffekt auf und unterliegen nur gering dem Volatilitätseinfluss. Wird der Knockout-Preis berührt,
verfallen sie wertlos.
Unsere Produktauswahl finden Sie auf www.derinet.ch/sprinteropenend
Kontaktdetails
Gratis-Hotline: 00800 93 00 93 00
Institutionelle Investoren: 058 283 78 88
www.derinet.ch
Dieses Werbeinserat stellt kein Kotierungsinserat, keinen Emissionsprospekt gem. Art. 652a OR bzw. 1156 OR und keinen vereinfachten Prospekt gem. Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes
über die kollektiven Kapitalanlagen (KAG) dar und ist nicht als Offerte oder Empfehlung zum Erwerb von Finanzprodukten zu verstehen. Alleine massgeblich sind die in den entsprechenden
Kotierungsprospekten enthaltenen vollständigen Produktbedingungen, Risikohinweise und Verkaufsbeschränkungen. Prospekte sowie die Broschüre «Besondere Risiken im Effektenhandel» können bei der Bank Vontobel AG, Financial Products, Dreikönigstrasse 37, CH-8022 Zürich, kostenlos bezogen werden. Derivative Produkte sind keine kollektiven
Kapitalanlagen im Sinne des KAG und daher nicht der Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht FINMA unterstellt. Anlagen in Derivative Produkte unterliegen dem Ausfallrisiko
des Emittenten/Garantiegebers und weiteren spezifischen Risiken, wobei ein möglicher Verlust auf den bezahlten Kaufpreis beschränkt ist. Vor dem Eingehen von Derivatgeschäften
empfiehlt sich eine fachkundige Beratung durch ihre Hausbank. Die Angaben in diesem Werbeinserat erfolgen ohne Gewähr. Für Fragen zu unseren Produkten stehen wir Ihnen gerne
unter Telefon +41 (0)58 283 78 88 zur Verfügung. Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass die Gespräche auf diesen Linien aufgezeichnet werden. Zürich, Juni 2010.
Vontobel Holding AG (S&P A/Moody’s A2)
Bank Vontobel AG (S&P A+/Moody’s A1)
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
17
Dateigröße
531 KB
Tags
1/--Seiten
melden