close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Kinder wie die Zeit vergeht - Evangelische Kirche der Pfalz

EinbettenHerunterladen
Vater Kind Aktionen
Kinder wie die Zeit vergeht
Warum nicht mal von außen einer Kindertagesstätte ein Angebot machen. Das dachte sich der
Synodalbeauftrage für Männerarbeit im Kirchenkreis An Sieg und Rhein Uwe Juschka. Die Resonanz
war überwältigend.
Kinder, wie die Zeit vergeht
in der Kindertagesstätte Regenbogen, Ev. Kirchengemeinde Hennef
09:00 Drei fleißige Geister huschen durch die Räume der KiTa, tragen Tische, schneiden Brötchen,
Gurken und Äpfel, füllen Kannen mit Apfelsaft, verteilen Bastelmaterial.
09:30 In der Turnhalle ticken Uhren leise vor sich hin. Sand rieselt in mehreren Sanduhren. Die Zeit
vergeht – unaufhaltsam!
10:00 Die ersten Väter treffen erwartungsvoll mit ihren Kindern ein.
10:10 In der Turnhalle lauschen 30 Kinder gemeinsam mit ihren Papas den Worten ihrer KiTa – Chefin
Ute. Nach einer Vorstellungsrunde und Begrüßungsworten von Uwe Juschka, dem
Männerbeauftragten, geht`s los.
10:20 Fleißige Kinder und Väter basteln gemeinsam Uhren. Da werden Pappteller bemalt,
Zeiteinteilungen errechnet, Lederarmbänder geschnitten.
Kommentar eines „Uhrmachers“: “Ich wusste gar nicht, dass ich so kreativ sein kann.“
11:10 Die Zeit vergeht wie im Flug. Die Uhren sind fertig und schon heißt es: „Werkstatt aufräumen!“
11:15 Frau Stobbe ruft zum Essen. Die Würstchen sind heiß. Hochbetrieb in der Küche, denn die
Handwerker haben Hunger. Während des Mittagessens unterhalten sich die Väter angeregt
untereinander und einige stellen fest, dass man sich regelmäßig treffen sollte.
11:45 Die Turnhalle füllt sich wieder. Die Sanduhren rieseln ein letztes Mal. Nach einem Abschlusslied
und der Aussicht auf eine weitere Veranstaltung von Kindern und Vätern in der KiTa, löst sich der
Kreis auf. Die Zeit ist vergangen.
12:30: Die KiTa sieht wieder aus wie vorher. Die Uhren sind verschwunden, aber die Zeit läuft weiter.
Mehr Väter in die Kindertagesstätte
Kindertageseinrichtungen sind immer noch weitgehend Männer freie Räume. Mit Projekten in
einzelenen Kindertagesstätten will die Männerarbeit Väter in diesem Bereich zum Engagement
ermutigen.
Väter fühlen sich in der Welt der Kindertagesstätten wenig zu Hause
In Bezug auf ihre Mitwirkung in Kindertagestätten und in der Schule leben die meisten Männer noch
ein traditionelles Familienkonzept: Sie sind hauptsächlich für die Erwerbsarbeit zuständig, während die
Frauen sich um die Erziehung und Betreuung der Kinder kümmern.
Auch die Kindertagesstätten sind Teil dieser gesellschaftlichen Wirklichkeit und arbeiten überwiegend
mit den Müttern zusammen. Es gibt nur relativ wenige Angebote, die sich speziell an Väter richten, um
sie in die Arbeit zu integrieren.
Kindertagesstätten brauchen aktive Väter
Väter sind als Bezugspersonen für ihre Kinder genauso wichtig wie die Mütter. Die Bedeutung einer
aktiven Vaterschaft kommt erst langsam in den Blick der Väter selbst und der Institutionen, die mit der
1
Erziehung von Kindern zu tun haben. Zum Wohle der Kinder ist es sinnvoll, Väter stärker in die Arbeit
zu integrieren:
Zwei Bereiche sind dabei von besonderem Interesse:
- Räume für eine aktive Vaterschaft anbieten
Wie kann ich als Vater aktiv die Entwicklung meines Kindes fördern? Wo liegen hier die besonderen
Stärken der Väter? Aber auch: Was macht mir das aktive Vatersein oftmals schwer? Wo liegen
Hindernisse für eine engagierte Vaterschaft?
Der Kindergarten oder die Kindertagesstätte könnte ein Ort sein, an dem Väter zusammenkommen,
ihr Vatersein reflektieren und sich gegenseitig stärken.
- Räume für Väter und Kinder eröffnen
Wo liegen die besonderen Möglichkeiten und Fähigkeiten von Vätern die Erziehung ihrer Kinder zu
fördern? Welche Möglichkeiten bieten sich im Jahreslauf für gemeinsame Vater-Kind-Aktionen? Wie
sind diese zu gestalten, dass sie für Väter und Kinder in gleicher Weise attraktiv sind? Auch der
Kindergarten oder die Kindertagesstätte könnte ein Ort sein, an dem sich Väter aktiv in die Erziehung
ihrer Kinder einbringen.
Vätergruppe auf Zeit
Väter planen ein gemeinsames Wochenende mit ihren Kindern in der Kindertagesstätte oder einem
anderen Ort, z. B. Jugendfreizeitheim, Jugendherberge.
Dazu treffen sie sich im Vorfeld zweimal zur Planung des Vorhabens. Das erste Treffen dient dem
Kennen Lernen und der Klärung von organisatorischen Fragen. Beim zweiten Mal wird das gewählte
Thema entfaltet, ein Zeitraster erstellt und die Aufgaben werden verteilt.
Das Wochenende sollte immer auch Zeit für gemeinsame Väterrunden einplanen, um den Vätern Zeit
zum Austausch über ihre Fragen zu Erziehung und zur Vaterrolle zu geben.
Ein Auswertungstreffen reflektiert die Eindrücke und die Wirkung des Wochenendes und stellt die
Frage nach einer Wiederholung.
Um als Kindertagesstätte nicht allein dazustehen, bietet die Männerarbeit den Kitas Unterstützung an.
In einem Fall hat dies zu einer vertraglichen Festlegung darüber zwischen einer Kita/Familienzentrum
und der Männerarbeit geführt.
18.12.2007
Mein Papa hält mich!
Ein richtiger „Zirkustag“ sollte der erste Vater–Kinder–Tag dieses Jahres werden. Und tatsächlich:
Acht Väter und elf Kinder haben sich von der Zirkusleidenschaft des Referenten Christian MeynSchwarze anstecken lassen.
Nach einer kurzen Kennenlern- und Aufwärmphase wurde kräftig geübt. Eine tolle Erfahrung für
Kinder und Väter, wenn der eigene Papa plötzlich zum akrobatischen „Untermann“ wird, auf dem man
wunderbar klettern, turnen und die verschiedensten Übungen ausprobieren kann. Oder wenn man mit
Leitern turnt und plötzlich kleine Kunststücke beherrscht, die man sonst nur aus dem Zirkus oder dem
Fernsehen kennt. Die verschiedensten, wichtigen Erfahrungen lassen sich so machen, z.B.:
„Ich kann mehr, als ich dachte.“
Besonders Kinder, die eher gehemmt oder mit wenig Bewegungserfahrung in einen solchen
Nachmittag hineingehen, bedeutet die Erfahrung, selber Dinge zu tun können, die man sonst aus dem
Fernsehen oder Artisten im Zirkus kennt, verbunden mit der Anerkennung der anderen Teilnehmer,
vor allem eben auch des eigenen Vaters, eine enorme Stärkung ihres Selbstbewusstseins.
„Mein Papa ist für mich da.“
Kinder erleben häufig ihre Väter als diejenigen, die keine Zeit für sie haben. In vielen Familien
bestimmt das immer noch eher traditionelle Rollenbild den Vater als berufstätigen, die Mutter als
familienarbeitenden Teil des Elternpaares. In getrennt lebenden Familien ist der Kontakt zum Vater oft
zeitlich sehr eingeschränkt. In dieser Form der Vater – Kind – Arbeit erleben sich Kinder und Väter
ganz intensiv, sie sind aufeinander konzentriert, beschäftigen sich mit den verschiedensten
akrobatischen Übungen und in diesen Übungen miteinander. Eine reservierte Zeit für Kinder und
Väter.
2
„Mein Papa hält mich.“
„Ich kann mich fallen lassen, mein Vater fängt mich. Ich kann mich auf seine Schultern stellen, er trägt
mich. Ich balanciere, probiere aus, er sorgt dafür, dass mir nichts passiert.“ In der sportlichen,
akrobatischen Übung erleben die Kinder ganz intensiv als jemanden, dem man vertrauen kann, der
einen hält, durch Schwierigkeiten trägt, tröstet, wenn etwas nicht klappt. Eine Erfahrung, die an dieser
Stelle exemplarisch erlebt wird, sicherlich aber auch das Verhältnis zueinander im Alltag mit prägt.
„Mein Papa trägt mich“ wird so auch zum Ausdruck eines Alltags- und Lebensvertrauens, das den
Kindern hilft, sich befreit zu bewegen, auszuprobieren, in dem Bewusstsein: „In meinem Vater habe
ich meine Sicherheit, auf die ich vertrauen und auf die ich bauen kann.“
Von Vätern und Kindern wurde dieser Nachmittag als besonders intensiv empfunden, im Füreinander
und im Miteinander. Eine gute Erfahrung, die das Vater – Kind – Verhältnis auch im Alltag sicherlich
weiterentwickelt, vielleicht sogar ein Stück weit mit geprägt hat.
Wer an dem Zirkusprogramm interessiert ist, wende sich an Christian Meyn-Schwarze, Tel.:
02103/31607 begin_of_the_skype_highlighting
02103/31607
end_of_the_skype_highlighting oder meynschwarze@t-online.de.
11.04.2005
10 Tipps, ein guter Vater zu sein
Gestaltungsidee: Jeder Tipp auf je einen Zettel schreiben; die 10 Zettel liegen verdeckt auf dem
Boden; im Laufe der Zeit „ent-decken“ wir die Tipps, wobei jeweils ein Vater dran ist und zuerst seine
Assoziationen zu dem gerade aufgedeckten Tipp sagt, danach offenes Gespräch; wenn genug:
nächster Zettel
1. Unterscheide zwischen deiner Vater- und deiner Partnerrolle
2. Reserviere dir Zeiten exklusiv für dich und dein/e Kind/er
3. Sei gerne ein Mann
4. Nimm dir Zeiten für dich
5. Zeig deinem Kind etwas von dir
(deine Berufswelt, deine Hobbys, deine Schwächen, deine Träume, deine Sicht der Welt)
6. Mach dich auf die Suche nach deinen Vorbildern
7. Lass dich von deinem Kind zum Spielen verführen
8. Sei klar und freundlich
9. Gib Sicherheit durch gehaltene Versprechen
10. Gönne deinem Kind deine eigene Art und Weise, es zu pflegen
Gemeinsames Natur-Erleben
Ein Abend-/Nachtspaziergang mit Taschenlampe, an einer Stelle Lichter aus und für 2 Minuten ganz
still sein ...
Gottesdienst zum Thema Burg
Nach Besichtigung einer Burg Gottesdienst zum Thema „Schutz in der Burg, wobei die Väter die
außen sitzen und die Burgmauern darstellen. Gott ist für Väter und Kinder wie eine Burg...
Vater-Kind-Freizeit als Anlass von ...
Warum nicht mal eine gemeinsame Fahrt von Vätern mit ihren Kindern aus Anlass der Einschulung
oder der Konfirmation (bietet eine Chance für welche, die Vater-Kind-Freizeiten ganz neu aufziehen
wollen, weil diese Anlässe einen hohen Stellenwert in den Familien haben)
Vaterbilder
3
Die Kinder malen ein Bild, wie sie ihren Vater sehen, die Väter unterhalten sich über ihre Väter;
anschließend schenken die Kinder den Vätern das Bild und die Väter erzählen von ihren Vätern, den
Großvätern der Kinder
Von Volker Hofmann, Köln, 11.06.2008
Väter-Kinder Aktionen
... haben 1994 als Ökumenische Aktion begonnen; zunächst gab es „nur“ den Väter-Kinder-Morgen –
ein Samstag-Vormittag, zweimal im Jahr. Die Resonanz war sehr schnell sehr groß; mittlerweile
kommen zu solch einem Morgen ca. 100 Personen.
Die Haaner Väter-Kinder-Aktionen werden von den beiden Gemeinden angeboten:
Detlef Tappen, Pastoralreferent, Adorlf-Clarenbach-Str. 10, 42781 Haan; 0 21 29 / 59874,
tappen@gmx.de
Rolf-Joachim Lagoda, Bachstraße 7, 42781 Haan; 02129/52685 rojola@online-club.de
Interessenten, die in ihrer Gemeinde Väter-Kinder-Aktionen anbieten wollen, geben wir gerne weitere
Auskünfte.
Hier folgt nun in Stichworten, was bei den vielen Treffen, die es im Laufe der Zeit gegeben hat ,
angeboten wurde:
Väter-Kinder-Morgen
Samstag-Vormittag: 9.00 – 12.30 Uhr
Struktur: Frühstück / Spielaktion mit allen (Altersspirale, 4-Ecken-Spiel, etc.) / Workshops - an
verschiedenen Orten / Schlussteil – die TeilnehmerInnen berichten von ihren Aktionen
Die Workshops beim Väter-Kinder-Morgen:
Bewegungsbaustelle – Kleinkindturnen
Abenteuersport, NewGames, Ballspiel-Intercrosse
Trampolinspringen, In-Line-Skaten, Jazz-Tanz,
Fahrräder sommerfit machen, Spaßfahrräder fahren
YOGA-Schnupperstunde
Indoor-Golfing – 12-Loch-Golfanlage
Nistkastenbau, Bau eines Heißluftballons
Mandala - selber gestalten mit Zirkel und Lineal
Marmor-Stein mit Eisen bricht – Besuch im Steinbruch Gruiten
Speckstein - mit Hammer, Speitel und Schleifpapier
Formen-Steine-Farben: Yton-Figuren
Portrait-Photographie und Styling: „mein ges-ICH-t“
Bau von Marionetten, Masken, Tütenkasper und Stabpuppen
Theaterspielen
DOMINO-Day in Haan - 2500 Steine stehen, bilden Muster und fallen
„Hickhack im Gackelwack“ - neue prämierte Gesellschaftsspiele
„mindstorms“ - Programmierung von LEGO-Robotern
Formel 1 – Rennen mit ferngesteuerten Autos
Blut, Schweiß, Tränen, Popel und Rotze – ein Kinderarzt erklärt
Besuch eines Bäckers
Besuch der Hildener Moschee
„Segelflieger im Winterschlaf?“ – Besuch der Hildener Segelflugwerkstatt
Besuch des Museum Neanderthal
Besuch von Haus Stöcken (Haaner Heimatmuseum)
Besichtigung der Kirchenorgel und Bau einer Glas-Orgel
Väter-Kinder-Specials
Paddeln auf der Niers, Freeclimbing – jeden ersten Samstag in den NRW-Sommerferien
4
Adventnachmittage: Nikolaus, Lichtfeste versch. Religionen, Krippen-Geschichten,
Jesaja in NewYork, Florenz und Berlin (Bilder und Skulpturen zu seinen Visionen)
Frühsport – Radtour nach Dormagen: um 5.00 Uhr geht es los
Haus der Geschichte in Bonn – auch mit Großvätern
Besuch des Sport- und Olympia-Museums in Köln
Fußgänger-Rallye durch Kölner Altstadt
Scotland-Yard-Spiel in Düsseldorf – Mr. X wird per ÖPNV gejagt
EINSLIVE-Besuch – Studio, Kultcafé, Diskussion
Familiengeschichte – Genealogie
Jonglage und Akrobatik
EXPO- und Documenta-Besuch – jeweils mit Einführungsabend
Väter-Kinder-Wochenende
Struktur: Ankommensaktion (Kennenlernen, Hausrallye, etc.), Sport/Spiel/..., Aktion je nach örtlichen
Attraktionen, freie Zeit, Väter-Gespräche, Wortgottesdienst am Sonntag
JH Neuß-Üdesheim
JH Lindlar (Spiele und Wiehler Tropfsteinhöhle)
JH Kevelaer (Zirkus – Aufführung für ökum. Pfarr-Gemeindefest)
JH Monschau („Grenzen erleben“, Wanderung: Hohes Venn)
JH Bad Münstereifel (Stadtrallye - incl. Besuch von St. Chrysanthus und Daria)
JH Glörsee (Besuch der Kluthert-Höhle, Phänomenta in Lüdenscheid)
JH Möhnesee (Besuch der Benektiner-Abtei Meschede)
Ferienheim Sonsbeck (Xantener Dom, Kirchen-Asyl, ...)
Ferienheim Sonsbeck (Wildgänse überwintern auf einer Rheininsel bei Xanten)
Männergesprächsabende
10-mal-10-Gesprächsreihe für 10 Männer an 10 Abenden
Familienrituale am Abend
„Männer weinen heimlich“ – Männer und Trauer
Männerwochenende mit „for! (ju:)“ aus Göttingen: Vater-Hunger
Feldenkrais-Workshop
Theater- und Kino-Besuch
In der Fastenzeit: Kunst in der Haaner Pfarrkirche St. Chrysanthus und Daria
Wüstentag: geistlicher Impuls, Wanderung, Abschlussgespräch
18.12.2007
Quelle: Männerarbeit im Rheinland: Vater-Kind-Aktionen www.ekir.de/maenner
5
Document
Kategorie
Bildung
Seitenansichten
2
Dateigröße
69 KB
Tags
1/--Seiten
melden