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48 lange nicht verloren, wie solches durch eine einmal bei Cor

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Die
48
Corallineen.
lange nicht verloren, wie solches durch eine einmal bei Cor. rubens gefundene
Anomalie aufs deutlichste demonstrirt wird.
instructive
In diesem Fruchtbehälter nämlich lagen neben
einander, und aus demselben procarpialen Discus entstanden, zwei völlig normale und gegen
einander Sporenketten erzeugende Cystocarpien.
Gerade die allermeist central gelegenen Car-
pogenzellen waren also hier zur Sporenbildung gelangt.
Die Ursachen besagter Anomalie
sind mir freilich verborgen geblieben, ich konnte damals an dem fast reifen Conceptaculum
nicht mehr als hier mitgetheilt feststellen; zu bedauern bleibt, dass mir der Fall beim ersten
Beginn meiner Untersuchung aufstiess, als mir die in Frage kommenden Gesichtspunkte kaum
noch vorlagen, und dass es fernerhin
Art
zu erhalten.
nicht mehr gelingen wollte, einen zweiten ähnlicher
Und in noch viel eclatanterem Maasse tritt die functionelle Gleichwerthig-
keit sämmtlicher Carpogenzellen bei einer anderen Species, dem weiter unten zu behandelnden
Lithophyllum insidiosum n. sp., hervor, bei welchem nämlich die Sporenketten nicht auf den
Rand der Fusion beschränkt bleiben, vielmehr auf deren ganzer oberer Fläche hervortreten,
die Paranematen zusammendrückend und theilweise verdrängend.
A n ihrer Erzeugung sind
hier die sämmtlichen mit einander verschmolzenen gleichwerthigen Componenten betheiligt.
Während innerhalb der einzelnen Florideenprocarpien einseitig divergirende Fortbildung
nach den Richtungen der Empfängniss und der Fruchterzeugung eintrat, muss gleichzeitig die
Einleitung gegenseitiger Beziehungen zwischen den von einander getrennten Organen als novum
hinzugekommen sein, da sonst nach stattgehabter Verarmung die beiden Theilapparate ver­
mittlungslos neben einander gestanden haben würden.
Offenbar ist nun bei der Anordnung
der Corallineenprocarpien im Discus die carpogene Verschmelzung zur Gewinnung solcher Be­
ziehungen der einfachste sich bietende W e g .
Region in der ganzen Gruppe
Ohnehin besteht ja selbst in der vegetativen
die Neigung zur Fusionirung
benachbarter
1
Zellen ).
Bei
1
Dudresnaya, Poh/ides und den Cruorieen" ), wo die räumliche Anordnung eine solche direkte
Verschmelzung verbietet, treten die bekannten, die Empfängniss übertragenden Schläuche auf.
In diesen Fällen ist nun, soweit bekannt,
überall die Verarmung der Procarpien vollständig
durchgeführt; möglicherweise-gelingt es aber bei weiterer Durchforschung der Florideen, Fälle
zu finden, bei denen die durch Empfängnissschläuche verbundenen Organe noch beide constituirenden Apparate wie bei Corallina besitzen.
Das äusserste mögliche Glied, welches auf dem W e g e dieser Entwicklungsdivergenz
entstehen könnte, die tetröcische Floridee, bei der differente Empfängniss und Fruchtbildungs­
individuen auftreten müssten, wird, fürchte ich, ein pium desiderium bleiben.
Für die Beziehungen, die den Geschlechtsakt der Florideen mit dem der übrigen Algen
3
verknüpfen, kann füglich auf DE BARY'S ) Ausführungen
die auf Coleochaete hinweisen, sind zudem schon früher
*) SCHMITZ, Zellkerne der Thallophyten.
1880
verwiesen werden.
Die Analogieen,
von anderer Seite in den Vordergrund
Sitzber. der niederrh. Ges. f. Nat. u. Heilk. zu Bonn 7. Juni
p . 2 des Separatdrucks.
2
) F. SCHMITZ, Fruchtbildung der Squamarieen.
3) DE BA.RY, Zur Systematik der Thallophyten.
Ebenda 4 . Aug. 1879 p . 33 des Separatdrucks.
Bot. Ztg. 1881 p . 9.
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Gesundheitswesen
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