close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

1 5 6 2 Stimmung ist wie 1976 3-4 - Markus Blaschzok Research

EinbettenHerunterladen
07/07/2013
1
Stimmung ist wie 1976
2
Charts
3-4
Analyse zu Gold
5
Platin wieder bei 1.300 USD
Palladium erreicht erneut Kursziel
6
Impressum | Disclaimer
Prognose und Trading
Stimmung ist wie 1976
Die amerikanischen Arbeitsmarktdaten fielen
mit 195.000 neu geschaffenen Stellen besser
aus als die Markterwartung von 165.000. Um
+70.000 neue Stellen außerhalb der
Landwirtschaft
wurden
die
beiden
Vormonatswerte revidiert, sodass es im April
ein Plus von +199.000 Stellen und um Mai ein
Plus von +195.000 Stellen gab. Um aus der
schlechten Wirtschaftslage hinauszukommen,
würden jedoch monatlich neue Stellen in der
Größenordnung von mind. +275.000 benötigt.
Die Arbeitslosenquote nach U-3 blieb
unverändert bei 7,6%, während die breiter
gefasste und mit unseren Zahlen besser
vergleichbare U-6 um +0,5% auf 14,3%
förmlich explodierte. Die Qualität der Jobs
nahm zudem ab, da die Teilzeitjobs um
+360.000 auf ein Allzeithoch anstiegen, die
Vollzeitarbeitsplätze jedoch um -240.000
sanken und die neu geschaffenen Stellen im
produzierenden Gewerbe lediglich +13.000
betragen. Dass im gesamten Jahr 2013 bisher
lediglich 130.000 Vollzeitarbeitsplätze in den
USA geschaffen wurden, ist eine Auswirkung
der
Planungsunsicherheit
in
einer
geldmengengetriebenen, von Blase zu Blase
stolpernden Konjunktur, die es in einer
Wirtschaft, frei von sozialistischen Einflüssen,
so nicht gäbe.
Der Markt scheint sich dennoch sicher, dass es
im Herbst zu einer Reduzierung des QEProgramms kommen wird, und eskomptierte
das sofort in fallenden Kursen.
Bis zur Veröffentlichung der Daten hielten sich
Gold und Silber noch gut bei steigenden
Preisen – danach ging es sofort bergab und
Gold fiel um 35 USD in der Spitze. Der S&P
500 gab 15 Punkte nach, konnte die Verluste
bis zum Handelsende jedoch wieder
wettmachen und auch Öl ging nach einem
anfänglichen Einbruch mit einem Plus aus dem
Handel. Der DAX, der gefährlich nah an der
200-Tagelinie und dem mittelfristigen
Aufwärtstrend notiert, schloss hingegen in der
Nähe des Tagestiefs und dürfte sich zu
Wochenbeginn
erholen.
Wird
diese
charttechnische Unterstützung gebrochen,
sollte man beginnen Positionen glatt zustellen,
da ein stärkerer Einbruch möglich ist. Erst über
8.000 Punkte entspannt sich die Lage wieder.
Der Grund, warum wir nicht an eine
Reduzierung der QE-Programme weltweit
glauben, liegt in den Zinsen, die weiter steigen.
Die 10-jährigen Staatsanleihen fielen nach den
Arbeitsmarktdaten auf ein neues 2-Jahrestief
und stehen kurz davor den Aufwärtstrend zu
brechen. Die Rendite stieg auf 2,4% an und
lässt den Ben Bernank somit keinerlei
Spielraum für ein Tapering. Im Gegenteil – wir
rechnen damit, dass die Anleihekäufe sogar
ausgeweitet werden, da monatliche Käufe von
45 Mrd. an Staatsanleihen offenbar nicht
ausreichen.
Auch die Europäische Zentralbank beließ
gestern all ihre Zinssätze auf unverändert
niedrigem Niveau und Mario Draghi
überraschte die Märkte mit der Ankündigung,
die Geldpolitik auf dem aktuellen oder einem
niedrigeren Zinsniveau für einen längeren
Zeitraum belassen zu wollen (6-12 Monate),
auch wenn er für das Jahr 2014 „eine
wirtschaftliche Erholung“ erwarte. Was sollte
die EZB auch sonst tun bei steigender
Arbeitslosigkeit und einer sich aus den
Krisenländern heraus ausweitenden Rezession.
Im Mai stieg die Arbeitslosenquote im
Euroraum von 12,1% auf 12,2% an. Der
gesamte Rat war sich einstimmig einig,
erstmals einen derartigen Ausblick zu geben.
Hatte der Markt nicht aufgrund der
wirtschaftlichen
Erholung
mit
einer
Normalisierung des Zinsniveaus gerechnet? Es
sollte nun jedem klar werden, dass niedrigere
Leitzinsen und steigende Renditen bei den
Staatsanleihen nicht zusammenpassen. Wenn
Draghi also von einer nochmaligen
Zinssenkung spricht, meint er gleichzeitig einen
neuen Ankauf von Staatsanleihen, der
wahrscheinlich nicht mehr so weit in der
Zukunft liegen dürfte, um das Bankenkartell zu
schützen. Die EZB wird also noch länger
reichlich Liquidität zur Verfügung stellen und
von einem „Exit“ kann keine Rede sein. Dies
wird durch die Aussage, dass das
Anleihekaufprogramm OMT in den Startlöchern
stehe, nur unterstrichen.
Selbst Goldman Sachs „schließt sich nun
unserer Meinung an“ und erwartet, dass die
QE-Programme nicht nur bis zum Herbst des
Jahres laufen werden, sondern mindestens bis
zum Sommer des nächsten Jahres.
Dieses Dokument wurde von Markus Blaschzok Research erstellt. Die Vervielfältigung und Weitergabe als Ganzes ist gestattet. Ohne schriftliche Einwilligung des Autors darf dieses Dokument nicht
nachträglich verändert oder weiterverwendet werden. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen. Dieses Dokument finden Sie auch auf www.BlaschzokResearch.de
24. Juni 2012
Dies entspricht den Äußerungen Bernankes in
der letzten Woche. Auch die britische
Notenbank beließ den Leitzins auf niedrigem
Niveau von nur 0,5% und bestätigte, dass das
Anleihekaufprogramm von 375 Mrd. Pfund
unverändert bliebe. Jetzt muss nur noch der
Markt dies früher oder später auch so sehen,
um einen Sentimentwechsel herbeizuführen.
Wann die Edelmetallpreise drehen, können wir
einem Artikel aus der New York Times
entnehmen.
gedeckt, während es heute gerade einmal
9,85% sind. Damals wie heute waren die
Abstände zur 200-Tagelinie gleich.
Als im September des Jahres 1976 der
Aktienmarkt eine Korrektur von 27% über 18
Monate hinweg begann, stieg der Goldpreis
um 78% an. Auch heute stehen die
Aktienmärkte vor einer Korrektur und der DAX
ist bereits kurz davor eine extrem wichtige
Unterstützungszone zu brechen.
Shadowgoldpreis
7. Juli 2013
14.000
M0 goldgedeckt [Shadow Gold Price] = 12.298 USD/Feinunze
12.000
Gold: 1.225 USD
10.000
8.000
6.000
4.000
2.000
USD
0
1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015
Shadowgoldpreis 7. Juli 2013
12.375 USD (+2.073 USD / +20,1% seit Jahrsanfang)
The New York Times
Vor zwei Jahren flippten die Gold Bugs aus, nachdem der Preis für Gold um beinahe
das Sechsfache anstieg. Doch seitdem es vor zwei Jahren gipfelte, sank der Preis
kontinuierlich um beinahe die Hälfte, was die Gold Bugs zu einer Flucht zwang. Die
aktuellste Empfehlung einer führenden Wall Street Firma kommt zu dem Schluss,
dass der Preis weiterhin abwärts treiben und sich letztlich 40% unter dem aktuellen
Niveau ansiedeln wird.
Shadowsilberpreis
7. Juli 2013
700
Shadow Silverprice: 622 USD
600
Silber Aktuell: 18,60 USD
500
400
300
200
100
Diese Schlappe sagt viel über das Verbrauchervertrauen in der weltweiten
Wirtschaftserholung. Die stark gefallenen Inflationsraten, kombiniert mit dem
Wiederaufleben mehr wirtschaftlich produktiver Investments, wie den Aktien,
Immobilien und Bankeinlagen, haben in Kombination die Faszination von Gold
eliminiert.
Wenn sich die Steigerungsrate der Erholung der amerikanischen Wirtschaft auch
reduzierte, ist sie immer noch auf einem standfesten expansiven Kurs. Die Angst, die
noch zwei Jahre davor vorherrschte ist weitestgehend verschwunden, ersetzt durch
eine Erholung, welche die Träume der Gold Spekulanten in einen Albtraum
verdrehte.
Dieser Artikel, der ziemlich genau die aktuelle
Situation und die Stimmung am Markt
beschreibt, stammt aus der New York Times
vom 29. August 1976 – 3 Tage nachdem
das Korrekturtief im Jahr 1975/1976 erreicht
wurde und Gold daraufhin eine Rallye bis
Anfang 1980 startete. Damals fiel der
Goldpreis um 44% und aktuell um 39%. Die
Ähnlichkeit ist deutlich, doch reimt sich
Geschichte nur. Beispielsweise war der Dollar
damals schon wieder zu 23,55% mit Gold
Die weltweiten Fehlallokationen sind heute
jedoch viel größer, die Verschuldungen höher
und die Bereitschaft zur Inflationierung, größer
denn je. Von daher ist die aktuelle Situation für
Gold weitaus bullischer als zur damaligen Zeit
und der Wille zur Drückung des
Inflationsindikators stärker.
Was zusätzlich grundsätzlich auf eine nahende
Bodenbildung und bald steigende Preise
USD
0
1970 1975 1980 1985 1990 1995 2000 2005 2010 2015
Shadowsilberpreis 7. Juli 2013
622USD (+105 USD / +20,1% seit Jahresanfang)
EWU - Arbeitslosenquote
28
26
24
22
20
18
16
14
12
10
8
6
4
% 2000
27
26,8
Europäische Union (27 Länder)
Euroraum (17 Länder)
Deutschland (einschließlich der ehemaligen DDR seit 1991)
Griechenland
Spanien
12,2
11
5,4
2003
2006
2009
2012
PREMIUM-Marktkommentar
Dieser Marktkommentar-FREE ist ein Ausschnitt
aus den letzten PREMIUM-Marktkommentaren
GOLD | Abstand zum GD 200
In dem Premium-Marktkommentar finden Sie
mehr
60%
50%
40%
30%
20%
10%
0%
-10%
-20%
-30%
Extreme Deviation
from 200 day MA
• Ökonomische Analysen
• mehr zu Politik und Wirtschaft
• nach der Österreichischen Schule
• Analysen zu den Edelmetallen
• Gold, Silber, Palladium, Platin
• Agrarrohstoffe wie
• Zucker, Kakao, Kaffee, Weizen, Soja usw.
• Devisen wie
• EUR / USD, USD-Index
• WTI - Öl
• Indizes wie Aktienmärkte, Minen
• Premium-Terminmarktreport (CoT-Daten)
Deviation to 200 MA
1973
1974
1975
1976
1977
1978
1979
1980
1981
1982
1983
1984
1985
1986
1987
1988
1989
1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
-40%
Dieses Dokument wurde von Markus Blaschzok Research erstellt. Die Vervielfältigung und Weitergabe als Ganzes ist gestattet. Ohne schriftliche Einwilligung des Autors darf dieses Dokument nicht
nachträglich verändert oder weiterverwendet werden. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen. Dieses Dokument finden Sie auch auf www.BlaschzokResearch.de
24. Juni 2012
hinweist, ist der Umstand, dass der Ölpreis
trotz
negativer
Positionierungen
am
Terminmarkt in dieser Woche über die Marke
von 100 USD ausgebrochen ist. Die Differenz
zwischen der Sorte Brent und WTI ist auf nur
noch 4 USD zusammengeschrumpft und auch
Brent hat eine wichtige Widerstandsmarke bei
107 USD angelaufen, die in der kommenden
Woche getestet werden wird. Bemerkenswert
ist, dass Gold und Öl seit 2008 ein fast fixes
Tauschverhältnis zum langfristigen Mittel
hatten. WTI ist im Vergleich zu Gold rund 29%
zu teuer oder vice versa ist Gold zu billig und
der aktuell faire Mindestpreis müsste bei 1.573
USD liegen. Wir vermuten, dass das Öl zu Gold
aufgrund der Drückung im Augenblick so teuer
ist und erwarten mit einem Einbruch des
Aktienmarktes bzw. der Ausweitung der
Rezession, dass Öl zu Gold billig werden und
für bis zu einem Gramm je Barrel zu haben sein
wird.
Analysiert man den Markt hingegen, was ein
viel größerer Aufwand ist, so kann dies beim
Traden grundsätzlich viele Vorteile bringen.
Man kann baldige Trendwenden beispielsweise
antizipieren und die Trefferquote bei der
Auflösung von Kursmustern erhöhen. Der
Goldpreis war, bevor dieser die 200-Tagelinie
nach unten hin durchbrach, bereits
überverkauft und verschiedene Indikatoren
zeigten klare Kaufsignale, insbesondere als die
Unterstützung bei 1.575 getestet wurde. QE3
und QE4 sorgten für Liquidität, weshalb ein
Deflationsschock abgewendet wurde und es so
keinen Grund zur Annahme gab, dass der
Goldpreis ähnlich wie 2008 fallen sollte. Doch
er tat es dieses Mal, obwohl der Ölpreis
anstieg, anstatt um 75% zu fallen wie in 2008
und auch die Aktienmärkte legten 10% bis
60% (Nikkei) zu, anstatt um 40%
einzubrechen.
Dies ist eine Sicht auf die nächsten 2-3 Jahre,
wobei kurzfristig aufgrund der Drückung Gold
zu Öl billig bleiben oder sogar noch günstiger
werden könnte. Daher verwundert es nicht,
dass die Verbraucherpreise im Juni
voraussichtlich wieder um 0,2% auf 1,6% im
Euroraum ansteigen werden. Besonders stark
steigen im Augenblick Nahrungsmittel, Alkohol
und Tabak mit einer Rate von 3,2%, während
man bei den Energiepreises bisher nur einen
Anstieg von 1,6% erwartet. Die Inflation bahnt
sich
längst
ihren
Weg
zu
den
Konsumentenpreisen.
Mit QE4 und insbesondere nach dem
japanischen Ankaufprogramm (70 Mrd. USD
jeden Monat | 1,4 Billionen USD gesamt),
waren unsere Sorgen vor einem Szenario wie
2008 verflogen. Bei dem Einbruch aller Märkte
in 2008, inklusive den Edelmetallen und den
Minen, gab es zuerst keine quantitativen
Lockerungen und in der Tat musste man sich
damals vor einem Kollaps des Bankensystems
und der gesamten Schuldgeldmenge fürchten.
Dies hätte eine Abwärtsspirale aller Preise zur
Folge gehabt und eine Rezession. Die Existenz
des Kartells stand damals auf dem Spiel,
weshalb man sich später entschloss, in den
Markt einzugreifen und die ersten Banken und
Unternehmen zu retten.
Technische Analyse zu Gold
Der folgende Chart zeigt die drei Aktienmärkte
DAX, S&P500 und Nikkei sowie Gold, Silber,
WTI Öl und die 10-jährigen US-Staatspapiere.
In einem Deflationsszenario fielen in 2008 alle
Assetklassen.
Auf dem nächsten Chart ist ersichtlich, dass
2008
nichts
vor
der
deflationären
Abwärtsspirale sicher war und die Edelmetalle
ganz logisch mit nach unten gezogen wurden.
Erst als Ende November dann das erste
Aufkaufprogramm startete, begann sich die
Lage zu stabilisieren. Die Anleihekurse konnten
davor schon als Fluchthafen profitieren und
noch mehr, als dann das Ankaufprogramm und
die Bail Outs starteten.
Heute sieht es hingegen völlig anders aus, was
der zweite Chart auf der nächsten Seite zeigt.
Seit dem letzten Zwischenhoch im Gold bei
1.800 USD haben sich die gleichen
Assetklassen völlig anders entwickelt. Die
Aktienmärkte sind nicht eingebrochen, sondern
notieren 10% bis 60% im Plus. Rohöl, das im
deflationären Crash -75% verlor, notiert
immerhin noch +8% über dem damaligen
Zeitpunkt. Trotz der Ankaufprogramme für
Staatsanleihen in den USA und in Japan, die
einer der Preistreiber für Aktien waren, floss
kein Kapital in die Inflationsindikatoren Gold
und Silber. Auch die Agrarrohstoffe hielten in
den vergangenen Wochen ihr niedriges
Preisniveau und brachen nicht noch weiter ein.
Der Goldpreis fiel heute im Zuge der
Arbeitsmarktdaten nahe bis auf die
Unterstützung bei 1.200 USD, wobei der Markt
eine Drosselung der monetären Maßnahmen
einpreiste. Bei 1.214 USD hielt jedoch jemand
die Hand auf und nahm das Angebot der
Shortspekulanten auf. Gegen 21 Uhr zog der
Preis dann wieder auf 1.225 USD an, womit
sich die Lage entschärft und die Marke von
1.200 USD erst einmal gehalten hat.
Bei der Frage, warum der Goldpreis in den
letzten Monaten so gefallen ist, gehen derzeit
Trader und Analysten gegenseitig auf sich los.
Dazu muss man sagen, dass eine Prognose zu
einer Kursentwicklung etwas völlig anderes ist,
als einen Markt nur zu handeln. Trader
interessieren sich grundsätzlich nicht dafür,
warum ein Markt steigt oder fällt – sie gehen
einfach mit dem übergeordneten Trend in meist
sehr kurzen Zeitfenstern – sie sind also
Trendfolger.
Dieses Dokument wurde von Markus Blaschzok Research erstellt. Die Vervielfältigung und Weitergabe als Ganzes ist gestattet. Ohne schriftliche Einwilligung des Autors darf dieses Dokument nicht
nachträglich verändert oder weiterverwendet werden. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen. Dieses Dokument finden Sie auch auf www.BlaschzokResearch.de
24. Juni 2012
Die Analyse und Prognose eines Preises ist die
eine Sache - ob man dann letztlich in den
Markt geht oder nicht, ist vom Trading
abhängig und eine ganz andere. So empfohlen
wir mit dem Bruch der 200-Tageline bei 1.660
USD im Februar Gold erstmals kurzfristig bis
1.625 USD zu shorten, auch wenn unser
bevorzugtes Szenario ein Sprung über den
Abwärtstrend war. Wir wiesen darauf hin, dass
ein prozyklisches Kaufsignal erst über diesem
Abwärtstrend
entstünde.
Wir
waren
optimistisch, dass das Kaufsignal dann einige
Wochen später kommen würde und wir warten
bis heute noch, da es kein derartiges Signal
mehr gab, obwohl in den letzten 12 Jahren
immer der Preis nach oben drehte, im gleichen
Umfeld. Meist wird nicht ansatzweise
verstanden, wie wichtig ein niedriger Goldpreis
im Augenblick ist, um einen Bankrott des
Bankenkartells zu verhindern. Deshalb wird
Gold insbesondere von Tradern nur als
unbedeutender Rohstoff in einem kleinen
Markt gesehen und die Manipulationsdebatte
ist einfach zu komplex für deren Weltbild des
übergeordneten Trends in einem „freien
Markt“.
Belassen wir es dabei und wenden uns wieder
der Analyse zu. Auf Wochensicht sind die
Indikatoren schon so lange im überverkauften
Bereich, wie zuletzt 1996. Kurz- und
mittelfristig ist der Trend weiterhin short. Die
Oszillatoren sind erstmals seit Beginn der
Hausse im Jahr 2000 völlig ausgefallen und
Trendfolger geben natürlich noch kein Signal.
Wenigstens kann man auf Tagesbasis bullische
Divergenzen ausmachen, die das Tief der
Vorwoche nicht mehr bestätigten. Also muss
man sich von Unterstützung zu Unterstützung
und Widerstand zu Widerstand hangeln. Die
Marke von 1.200 ist eine signifikante
langfristige Unterstützung, die erst einmal Halt
bieten könnte. Gelingt dem Preis der Anstieg
über 1.275 USD, so entspannt sich die Lage
kurzfristig und 1.325 USD sollten erreicht
werden – im Best Case sogar Preise um 1.380
USD. Unter 1.200 USD wartet die nächste
Unterstützung erst bei 1.000 USD, mit der
schon Viele am Markt rechnen. Der Abstand
von der 200-Tagelinie entspricht den
vergangenen Extremwerten. Da das Umfeld
inflationär ist, sollte diese Korrektur eigentlich
mehr als genügen, was für den Halt der 1.200USD-Marke spricht. Alle Kauf- und
Verkaufmarken sind bisher kurzfristiger Natur,
denn das mittelfristige prozyklische Kaufsignal
kommt erst, wenn der Abwärtstrend und die
200-Tagelinie wieder überwunden wurden –
und die ist aktuell bei 1.560 USD und somit
weit entfernt.
Gold | USD
Gold | USD | Wochencandle
FAZIT: Antizyklische Käufe scheinen mit einem
Sprung über den Widerstand bei 1.275 USD
interessant. Der Stop Loss sollte dann jedoch
eng darunter liegen – spätestens bei 1.200
USD und bei einem erfolgten Anstieg im
Abstand von 75 USD nachgezogen werden.
Mittelfristig prozyklisch agierende Investoren
müssen sich noch gedulden, da ein derartiges
Kaufsignal in weiter Ferne ist und sich bisher
kein Boden ausgebildet hat. Langfristig
agierende Investoren bekommen Gold im
Augenblick zu 9% der Dollardeckung, was ein
historisches Allzeittief ist und eine
entsprechend interessante Kaufgelegenheit.
Jedoch muss bei einem Kauf auf dem aktuellen
Niveau klar sein, dass man in ein fallendes
Messer greift und ein Rücksetzer bis 1.000 USD
nicht ausgeschlossen werden kann.
Wir unterstützen diese Initiative
Dieses Dokument wurde von Markus Blaschzok Research erstellt. Die Vervielfältigung und Weitergabe als Ganzes ist gestattet. Ohne schriftliche Einwilligung des Autors darf dieses Dokument nicht
nachträglich verändert oder weiterverwendet werden. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen. Dieses Dokument finden Sie auch auf www.BlaschzokResearch.de
24. Juni 2012
Platin wieder bei 1.300 USD
Kurz nach unserer letzten Analyse zu Platin, dass
"wahrscheinlich die Marke von 1.400 USD nochmals
erreicht wird oder gar 1.300 USD" , ging es mit dem
Preis schon bergab. Die Unterstützung bei 1.400 USD
wurde wie Butter durchschnitten und bei exakt 1.300
USD setzten erste Käufe ein. Die CoT-Daten sehen
jetzt ganz ordentlich aus, und solange die Wirtschaft
gestützt wird durch billiges Geld, könnte Platin sich
jetzt erst einmal wieder stabilisieren.
Der in der letzten Woche prognostizierte Pull Back bis
an die 1.400 USD-Marke, da die Oszillatoren
überverkauft waren, fand statt. Das Open Interest
kam auch ein Stück zurück und der C/OI-Indikator
steht auf "Kaufen". Über 1.300 USD würden wir jetzt
die Longseite im Trading bevorzugen, wobei es
kurzfristig erst noch ein neues Tief geben kann. In
diesem Fall bleiben wir außen vor und beobachten, da
das Chance/Risiko-Verhältnis für einen Short-Trade im
Moment zu schlecht ist.
PLATIN | USD
Von fundamentaler Seite machen wir uns Sorgen
wegen der Eintrübung am Automobilmarkt. Würde
der DAX unter die 200-Tagelinie fallen, sollte man
jede bis dahin aufgebaute Longposition in Platin
glattstellen! Ein Short-Trade würde dann evtl.
interessante kurzfristige Möglichkeiten bieten, sobald
eine Unterstützung dann nach unten hin
durchbrochen würde.
Verkaufsempfehlung bei 690 USD
Palladium erreicht erneut Kursziel
PALLADIUM | USD
In der vorletzten Analyse schrieben wir: "Der
Widerstand bei 760 USD wurde erreicht... Unser
mittelfristiges Kursziel behalten wir bei und rechnen
mit einer zweiten Verkaufswelle bei einem Rückgang
bis in den Bereich von 600 USD bis 620 USD. Einen
weiteren Anstieg über 690 USD halten wir für äußerst
unwahrscheinlich."
Tage später setzte eine Verkaufswelle ein, die den
Preis binnen zwei Wochen zu unserem Kursziel bei
620 USD geschickt hat. Palladium war ebenso wie
Platin gut zu traden seit Jahresanfang. Entgegen der
Masse der Analysten sahen wir fallende anstatt
steigende Preise.
Kurzfristig: Kurzfristig sahen wir im letzten
Marktkommentar, dass Palladium überverkauft und
reif für eine Erholungsbewegung zur 200-Tagelinie
bei 700 USD war. Die CoT-Daten sind immer noch
schlecht, weshalb unterhalb der 200-Tagelinie jetzt
die Shortseite grundsätzlich zu bevorzugen ist. Ein
Short-Trade mit engem Stop Loss über der 200Tagelinie ist möglich.
Bei 640 USD Gewinne
mitnehmen
PALLADIUM USD | WEEKLY
0,2
0,1
0,0
900
800
C/OI-Indicator
Palladium:
665,4
700
-0,1
600
-0,2
500
-0,3
400
Im Wochenchart sieht man, dass wir mittelfristig
mit einem weiteren Absacker auf 560 USD rechnen,
sobald der Bereich von 620 USD bis 600 USD
unterschritten wird.
-0,4
300
-0,5
200
-0,6
100
-0,7
-0,8
© www.BlaschzokResearch.de
0
13
13
13
13
13
12
12
12
12
12
12
12
12
11111111110
10
10
10
10
10
10
10
109
09
09
09
09
09
09
09
08
08
08
08
08
08
08
08
08
07
07
07
07
07
07
07
07
07
06
06
06
06
06
06
06
06
06
05
05
05
05
05
05
05
05
04
04
04
04
04
04
04
04
04
03
03
03
03
03
Dieses Dokument wurde von Markus Blaschzok Research erstellt. Die Vervielfältigung und Weitergabe als Ganzes ist gestattet. Ohne schriftliche Einwilligung des Autors darf dieses Dokument nicht
nachträglich verändert oder weiterverwendet werden. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit wird nicht übernommen. Dieses Dokument finden Sie auch auf www.BlaschzokResearch.de
24. Juni 2012
Marktkommentar 15.06.2012
IMPRESSUM
Markus Blaschzok Research
Postfach 1255
92202 Amberg
TELEFON: +49 (0) 900 1776 198 (2,79€ aus dem Festnetz)
TELEFAX: +49 (0) 3212 444 18 88
EMAIL: info@markus-blaschzok.de
INTERNET: www.BlaschzokResearch.de
DISCLAIMER
Diese Analyse dient ausschließlich der Information des jeweiligen
Empfängers. Ohne schriftliche Einwilligung des Autors darf diese
Publikation nicht nachträglich verändert oder weiterverwendet werden.
Diese Publikation darf als Ganzes vervielfältigt und an andere Personen
weitergegeben werden.
Die in dieser Veröffentlichung dargelegten Informationen beruhen auf
sorgfältiger Recherche und stellen keine Aufforderung zum Kauf oder
Verkauf dar. Die gesamte Analyse und die daraus abgeleiteten
Schlussfolgerungen spiegeln die Meinung und Ansichten des Autors zum
Zeitpunkt der Veröffentlichung wider und stellen in keiner Weise einen
Aufruf zur individuellen oder allgemeinen Nachbildung, auch nicht
stillschweigend, dar. Handelsanregungen oder anderweitige Informationen
stellen keine Beratungsleistung und auch keine Aufforderung zum Kauf
oder Verkauf von Wertpapieren, derivativen Finanzprodukten, sonstigen
Finanzinstrumenten, Edelmetallen und -hölzern, Versicherungen sowie
Beteiligungen dar. Wir weisen darauf hin, dass beim Handel mit
Wertpapieren, Derivaten und Termingeschäften, hohe Risiken bestehen,
die zu mehr als einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen
können. Jeder Leser/Kunde handelt auf eigenes Risiko und auf eigene
Gefahr. Eine Haftung für Vermögensschäden, die aus dieser
Veröffentlichung mit möglichen Handelsanregungen resultieren, ist somit
ausgeschlossen. Eine Verpflichtung dieses Dokument zu aktualisieren, in
irgendeiner Weise abzuändern oder die Empfänger zu informieren, wenn
sich eine hier dargelegte Stellungnahme, Einschätzung oder Prognose
ändert oder unzutreffend wird, besteht nicht. Eine Gewähr für die
Richtigkeit und Vollständigkeit wird nicht übernommen.
Die Verwendung von Hyperlinks auf andere Webseiten in diesem
Dokument beinhaltet keineswegs eine Zustimmung, Empfehlung oder
Billigung der dort dargelegten oder von dort aus zugänglichen
Informationen. Markus Blaschzok übernimmt keine Verantwortung für
deren Inhalt oder für eventuelle Folgen aus der Verwendung dieser
Informationen. Desweiteren werden weder wir, noch unsere
Geschäftsorgane, sowie Mitarbeiter, eine Haftung für Schäden die ggf. aus
der Verwendung dieses Dokuments, seines Inhalts oder in sonstiger Weise,
entstehen, übernehmen. Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass
der Autor derzeit in ein oder mehrere der besprochenen
Investmentmöglichkeiten investiert ist.
AUTOR
Markus Blaschzok, Dipl.-Betriebswirt (FH), CFTe, ist seit 2001 Mitglied
in der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands (VTAD). Als
Verfechter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie verfolgt er
einen ganzheitlichen Analyseansatz. Er hält Vorträge zu Themen der
Österreichischen Schule, wie beispielsweise den monetär bedingten
Konjunkturzyklen als Ursache von Wirtschaftskrisen, sowie der
Vermögenssicherung mit Edelmetallen und Rohstoffen. Von 2009 bis 2011
schrieb er als Chef-Analyst bei pro aurum einen wöchentlich erscheinenden
Marktkommentar und untersuchte erfolgreich die mittel- bis langfristige
Entwicklung der Finanz-, Rohstoff- und insbesondere der
Edelmetallmärkte. Weiterhin ist er Autor verschiedener Fachpublikationen
und gibt Schulungen in Bereichen der Österrreichischen Schule der
Nationalökonomie.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
9
Dateigröße
2 683 KB
Tags
1/--Seiten
melden