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Kinder und ihre Medienhelden: „Ich will sein wie Thomas Müller!“

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Pressemitteilung
25. Juni 2014
Kinder und ihre Medienhelden: „Ich will sein wie Thomas Müller!“
Gerade zur Fußball-WM in Brasilien sind die Spieler der Nationalmannschaft in allen Medien und
dienen gerade vielen Heranwachsenden als Idol. „SCHAU HIN!“ empfiehlt Eltern, ihre Kinder für
einen bewussten und realistischen Umgang mit Medienidolen zu ermuntern.
Kinder und Jugendliche orientieren sich oft an Vorbildern aus den Medien. Zur WM-Zeit sind gerade
die Spieler der deutschen Nationalmannschaft wie Thomas Müller, Mario Götze und Mesut Özil
ständig präsent und im Fernsehen, im Internet, auf Fanseiten in sozialen Netzwerken und in der
Presse zu sehen. Es gibt sie auf Plakaten, als Aufsteller und Sammelbild oder in Computerspielen.
Kinder brauchen reale und altersgerechte Vorbilder
„Kinder brauchen positive und altersgerechte Orientierungshilfen beim Heranwachsen und Erlernen
sozialer Kompetenzen. Idole aus der Sport- und Medienwelt helfen den Kindern mit Stärke, Fantasie
und Humor beim Großwerden, sollten aber nicht die wichtigsten Bezugspunkte sein“, so Kristin
Langer, Mediencoach von „SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht“, dem Medienratgeber für
Familien. Eltern können oft viel über ihr Kind erfahren, wenn sie darauf achten, welche Idole bei
ihrem Kind gerade angesagt sind und warum. Wichtig ist, dass es auch reale Vorbilder hat.
Sportidole auch hinterfragen
Gerade sportbegeisterte Kinder sind zur Fußball-WM motiviert, sich intensiver mit dem Geschehen
auseinanderzusetzen und freuen sich, dass sie mitreden können. Sie fiebern mit ihren Vorbildern mit
und vergleichen dies mit eigenen Erfahrungen. So lernen Kinder, sich Gedanken über Anforderungen
und Bewertungen in sportlichen Wettkämpfen zu machen, sie sehen, wie sich etwa Trainer oder
Mannschaftskameraden verhalten und können dies mit eigenen Wünschen abgleichen.
Eltern können sie dabei unterstützen, indem sie mit ihnen über Vorbilder und deren Image in den
Medien sprechen und sie auch dazu animieren, deren Inszenierung und Vermarktung kritisch zu
betrachten. Wichtige Denkanstöße sind, sich in die Sport- und Medienhelden hineinzuversetzen:
Welche Anforderung bedeutet das für die Sportler, was erwarten die Zuschauer? Welche Rolle
spielen dabei die Medien und wie präsentieren sie Helden und Verlierer? Fußballstars sind sehr
beliebt und verdienen sehr viel Geld, tragen aber aufgrund der hohen öffentlichen Erwartung auch
eine große Verantwortung und sind einem starken Druck ausgesetzt.
SCHAU HIN!
c/o WE DO
communication GmbH
Chausseestraße 13
10115 Berlin
Karsten Neumann
Tel.: 030 5268 52 132
Fax: 030 5268 52 222
E-Mail: presse@schau-hin.info
Online: www.schau-hin.info
Ansporn oder Überforderung?
Die Orientierung an Idolen kann sich positiv auf die Entwicklung von Heranwachsen auswirken,
indem sie lernen, dass man durch eigene Leistung etwas erreichen kann. Wichtig ist nur, dass sie
sich von ihnen nicht einschüchtern lassen oder ihrem Vorbild zu sehr nacheifern, etwa was das
Äußere betrifft, wenn sie unbedingt die gleiche Frisur oder die gleiche Markenkleidung tragen
möchten. Orientieren sich Jugendliche aber an stereotypen Personen, die sich auffällig inszenieren,
kann sie das in ihrer Selbstfindungsphase unter Druck setzen.
Die Wahl des Vorbilds hängt stark vom jeweiligen Alter der Kinder, ihren Vorlieben, ihrem Umfeld
und nicht zuletzt vom Zeitgeist ab. Medienhelden sind besonders für Kinder interessant, wenn diese
auch bei ihren Freunden beliebt sind und man sich etwas von ihnen abschauen kann oder
bewundert, ob charakterlich oder für ihren Ruhm und Erfolg. Gerade jüngere Kinder im Vor- und
Grundschulalter brauchen Unterstützung dabei: Sie bevorzugen meist fiktive Figuren, etwa
Superhelden wie Spiderman oder Märchenfiguren wie Prinzessin Lillifee, erleben ihre Helden häufig
als Freunde und können oft nur schwer zwischen Fiktion und Realität unterscheiden. Erst ab etwa
zehn Jahren beginnen sie sich an realen Menschen in den Medien zu orientieren. Mädchen
schwärmen meist eher für Musik- und Film-Stars wie Justin Bieber, Jungen haben häufig Sportidole.
Weitere Informationen
„SCHAU HIN!“ hat auf www.schau-hin.info mehrere Bildstrecken mit Medientipps für Kinder zur WM
zusammengestellt. Hier finden Eltern kindgerechte Webseiten, Filme, TV-Tipps, Bücher und Apps
um das runde Leder sowie goldene Regeln für die Mediennutzung und interaktive Angebote wie eine
kostenlose App mit Medientipps für unterwegs, anschauliche Animationsfilme mit der „Familie
Schaumann“, ein „30-Tage-Programm“ und einen Medienpass.
„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medien macht.“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Telekommunikationsunternehmens
Vodafone, der beiden öffentlich-rechtlichen Sender Das Erste und ZDF sowie der Programmzeitschrift TV SPIELFILM. Der Medienratgeber für Familien unterstützt seit 2003 Eltern und
Erziehende dabei, Kinder im Umgang mit Medien zu stärken.
SCHAU HIN!
c/o WE DO
communication GmbH
Chausseestraße 13
10115 Berlin
Karsten Neumann
Tel.: 030 5268 52 132
Fax: 030 5268 52 222
E-Mail: presse@schau-hin.info
Online: www.schau-hin.info
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