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Evas Rundmail # 13 November 2008 Salama! Muhawo? Hi! Wie

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Evas Rundmail # 13
November 2008
Salama! Muhawo?
Hi! Wie geht’s?
Hallo
meine
lieben
Freunde,
Familie, Bekannte und Verwandte!
Es ist mir eine Freude euch von meinem
Aufenthalt in Mosambik zu berichten!
Es passiert viel und doch wenig, da
jeder Tag hier scheinbar viel mehr
Minuten hat als Zuhause .
Und davon möchte ich euch erzählen! Viel Spass!
1.
Mein Trip zu einer Konferenz in Beira:
Gleich ein paar Tage nachdem ich hier in Mosambik angekommen bin und die Schule
angefangen hat, sind wir nach Beira gefahren. Anreise: 3 Tage mit 30 Leuten auf einem
Kleinlastwaagen in der Hitze der Sonne ohne viel Platz für sich alleine.
Wenn wir so die Strasse entlanggefahren sind,
haben wir immer wieder Kinder jubeln und
kreischen gehört. Welch eine Besonderheit:
Weisse fahren auf so einem Gefährt durch
Mosamik. So oft erleben sie das nicht!
Diese Tage auf der Konferenz und auch am
Truck waren geprägt von:
• Ein viel besseres Kennenerlernen meiner
Schulkameraden
• Lobpreis, Lehre und Gebet im Stil von
Hillsong (Hillsong SouthAfrica war dabei)
• Wunder (viele Neubekehrte, Krankenheilungen…)
1 Evas Rundmail #13 Mozambique Ich selber habe auch für Taube und
Blinde gebetet, war aber nie
ausdauernd genug, denn Gott hat
nicht einfach schnell geheilt,
sondern erst nach Stunden des
Gebets konnte man bei einigen
Besserungen sehen. So haben
tatsächlich 2 Taube zu hören
begonnen und 2 Blinde das
Augenlicht
wiederbekommen.
Halleluja. Das ist Evangelium pur!
Die Bibel ist wahr 
Auf der Fahrt haben wir in Zelte
übernachtet und dann bei der
Konferenz in einer Gastfamilie. Oft
haben uns IRIS Gemeinden in
Empfang genommen und auch
super nett afrikanische Lieder für
uns gesungen!
Nach dieser Zeit weit weg, war ich
wieder richtig froh nach Pemba zurück
zu kommen. Nach allem, was wir da
erlebt und durchgestanden haben, fühlt
sich das Leben hier schon richtig als
Luxus an 
2.
Wie
schaut
mein
Leben hier aus?
Ich lebe in einem kleinen Haus
zusammen mit einer Familie aus
Amerika (Justin, Rachel und Baby Faith), zwei Mädels aus Canada (Camilla, Deka) und
Susan aus der USA. Das Zusammenwohnen läuft absolut problemlos.
2 Evas Rundmail #13 Mozambique Wir teilen Freuden
 wenn Wasser aus dem Wasserhahn
kommt!
 wenn die Ameisen vernichtet sind
 wenn es zum Abendessen Hühnchen
gibt
 wenn jemand die genial Idee hat
Popcorn zu machen
und Trauer
 wenn der Strom an einem Tag zum wiederholten Male ausfällt
 wenn der Frosch nicht im Abfluss bleibt,
sondern Unterschlupf im Haus sucht
 wenn das Wasser braun ist und stinkt
 wenn es Blätter zum Essen gibt
Was soll ich sagen? Klar das Leben hier ist anders.
Ich bekomme jeden Tag in der Früh Tee (Wasser und
Zucker), mittags Reis mit Bohnen und abends Reis mit
Blätter, Hühnchen, Ziege, Kraut abwechselnd.
Doch keine Sorge, es gibt auch andere Dinge zu kaufen

Von der “Base” hier kann man direkt aufs Meer und
den Strand sehen – ich liebe es, es ist
wunderschön!
3 Evas Rundmail #13 Mozambique 3.
IRIS
Ministries:
Was
machen
Se
in
Mozambique?
Neben
unserer
kleinen
”Siedlung” stehen anderen
Häuser – voller Kinder. Ca.
300 Waisenkinder leben
hier mit uns in Pemba. IRIS
gibt
den
Kindern
3
Mahlzeiten
am
Tag,
Kleidung,
Schulunterricht
und
nebenbei
noch
Freizeitprogramm (Fussball, Kreatives!, Filme…) Viele der
Kinder wurden von der Strasse eingesammelt, einige von ihren Grosseltern oder
Verwandten gebracht. Ich verbringe am meisten Zeit mit den ganz kleinen (0-6
Jährigen) und hab sie schon richtig in mein Herz
geschlossen. Es ist echt sehr berührend vorallem die älteren
Kinder berichten zu hören, wie ihr Leben durch IRIS (Heidi
Baker) verändert wurde.
Outreaches: Jedes Wochenende geht mind. ein Team von
IRIS in kleine Dörfer oder grössere Städte und: Sie zeigen
den Jesus-Film, predigen das Evangelium und heilen die
Kranken! Und das funktioniert  Meist bekommen alle
Menschen im Dorf auch noch zu Essen und oft einige auch
medizinische Versorgung (die Kinder werden entwurmt).
4 Evas Rundmail #13 Mozambique Village Feeding: Neben der Arbeit im Kinderheim werden alle Kinder vom Dorf jeden
Tag mittags mit Essen versorgt. (Dabei dürfen wir auch mind. 1 mal pro Woche
mithelfen.)
Gottesdienst: Jeden Sonntag gibt es hier einen Gottesdienst mit vielen afrikanischen
Liedern, Predigt und Gebet. Nebenbei gibt es auch Programm für die Kinder. Die
Gemeinde liebt den Sonntag, es ist der Tag, wo sich jeder auch ganz besonders schick
macht!
Neben der Arbeit in Pemba gibt es aber noch viele andere Orte, wo IRIS wirkt. Wenn
man die Strasse durch Mosambik fährt (ist das nicht witzig-nur eine Strasse ), dann
kann man oft Schilder zur IRIS Gemeinde sehen. IRIS bildet Pastoren aus, welche dann
meist in den Dörfern, aus denen sie kommen Gemeinden gründen. Das Ziel für die
nächsten Jahre ist, dass jeder Pastor 10 Waisen in seinem Dorf aufnehmen und
versorgen kann.
Ausserdem gibt es noch einige andere IRIS Zentren in Mosambik aber auch in vielen
anderen Ländern! www.iris.com
5 Evas Rundmail #13 Mozambique 4 . D ie K ultur: W elche B eobachtungen habe ich gemacht?
Kinder und Familie:
Die meisten Familien bestehen aus vielen, vielen Kindern hier, denn Kinder sind der
Reichtum ihrer Eltern. Gleichzeitig aber sehe ich nur wenig Liebe im Umgang
miteinander: kein trösten, kuscheln oder einfach nur beisammen sein. Kleine Kinder
werden von den grösseren Kindern versorgt.
Was ich hier aber auf alle Fälle als positiv beobachtet habe ist: Die Kinder nehmen sehr
stark aufeinander Rücksicht. Ihr denken ist nicht geprägt von:
„Hauptsache mir gehts gut. ICH will. ICH…“ Sondern wenn ein
Kind etwas bekommt, wird das ohne Nachzudenken mit den
Geschwistern geteilt. (Beobachtung beim Village Feeding: Ich habe
einem kleinem Kind einen Keks gegeben, da es super zugehört
hat. Dieses hat es gleich in viele Teile zerteilt und etwas an alle
seine Geschwister gegeben! Es war nicht die Reaktion, die ich
erwartet hatte: Das ist echt schön zu sehen!)
Die Kinder fangen hier auch echt früh an sexuell aktiv zu sein. (Oft
auch unfreiwillig.) Das ist krass. Im Dorf haben wir z.B. zwei 13
jährige gesehen: Eine hatte 4 Kinder, die andere 3 und eines ist
schon gestorben. Wow. So ist das Leben hier.
Für uns als weisse Frauen ist es natürlich auch nicht so einfach, da
die Männer oft ganz schon nah an uns ran wollen...
Kultur voller Verletzungen:
Ich sehe selten Erwachsene Menschen lachen oder lächeln. Das ist
vermutlich deshalb, weil die Menschen hier so viel erlebt haben:
Krieg und die Folgen dieser tiefen Armut. Ich denke jeder erwachsene Mosambikaner
hatte Todesfälle in seiner Familie. Die Menschen hier erzählen ohne sichtbare
Emotionen von ihren Lebensschicksalen als wäre es ganz normal und
wahrscheinlich ist es das hier auch. Echt tragisch.
Probleme in der Kultur:
Gleichzeitig habe ich hier beobachtet, dass vorallem in Mosambik
eine Kultur des Bettelns, Stehlen, Lügens und Betrügens herrscht.
Ein Mädchen kam zu mir und ich hab ihr meine Wasserflasche
gegeben, dann hab ich sie auf meinen Schoss genommen und ihr so
Liebe geschenkt. Danach bin ich kurz zum Aufräumen gegangen und
in der Zwischenzeit hat sie mir alles Geld aus meiner Geldtasche in
meiner Tasche gestohlen. Krass oder? Also für mich war das eine
starke Herausforderung trotzdem noch zu lieben! Oder auch bei
unserem gemeinsamen Essen mit den Pastoren haben einige
tatsächlich gesagt, dass sie noch keinen Kuchen hatten, obwohl ich
genau gesehen habe, wie sie ihn gegessen haben – und das von
6 Evas Rundmail #13 Mozambique erwachsenen Leuten. Hm. Wie gesagt, da lerne ich echt zu lieben, auch wenn ich nicht
vertrauen kann. Ich denke mal Jesu Freunde, die Sünder haben auch gelogen,
betrogen, gestohlen usw. Und er hat sie geliebt – das will ich auch!
Kultur, die an das Uebernatürliche glaubt:
Als ich für ein Wochenende in einem kleinen Dorf war, hab ich sehr
viele Kranke gesehen. Ist halt echt hart zu wissen, dass sie keinerlei
Zugriff zu medizinscher Versorgung haben – das Erste, was die
meisten Leute hier machen ist zum “Witchdoctor” = Hexendoktor zu
gehen. Dafür zahlen sie viel und manche geht es dann auch besser,
bei anderen wird es sogar schlimmer… In Afrika haben die Menschen
keinen Zweifel daran, dass es eine geistige Welt gibt. Sie kennen
Dämonen und Engel, sie wissen von der Kraft des Uebernatürlichen –
niemand hier stellt das in Frage oder bezweifelt es! Wenn Gott ein
Wunder tut und Leute geheilt werden, sieht man nur selten grosse
Freude auf ihren Gesichtern, weil die Menschen Angst haben, dass
wir Geld haben wollen, wenn Gott heilt – weil der Witchdoctor genau
das gleiche macht, wenn dämonische Mächte Wunder tun.
5. Die „Harvest School“
Zusammen mit ca. 100 anderen habe ich jeden Vormittag, 5 Tage die
Woche Gebetszeit und dann Lehre. Ich habe schon sehr viel gehört
aber vorallem auch viel erlebt, da der Unterricht hier SEHR praxisnah
ist und das find ich sehr spannend! Leute aus über 20 Nationen sind
hier zusammen, Jung und Alt doch alle haben wir eines gemeinsam:
Gott hat uns für diese Zeit hierher gerufen!
Ich bin sehr dankbar für die Gemeinschaft und die Ermutigung, die
diese schenkt.
Heid ist letzte Woche angekommen und hat uns schon 2x gelehrt.
Wow, die Frau strahlt echt Liebe und Hingabe aus, ihre kindliche Natur bringt uns alle
oft zum Lachen, aber auch zum Weinen 
7 Evas Rundmail #13 Mozambique 6.
Was hat mir die Zeit hier bis jetzt gebracht?
Hm… gute Frage. Auf alle Fälle habe ich einen Traum verwirklicht  Afrika
kennenlernen und die Kultur sehen. Es öffnet mir einen Weitblick in die Welt und
schenkt mir mehr Verständnis für Armut, Gerechtigkeit aber auch geistliche Wahrheiten.
Ausserdem habe ich mehr über mich selbst gelernt und
teilweise erfahren können, was es heisst sich selbst zu
sterben. Man erkennt erst, was man alles als normal
annimmt, wenn es nicht mehr vorhanden ist... Seine
eigenen Bedürfnisse können hier gar nicht im Vordergrund
stehen, wenn man all das Leid und die Lebensweise der
Menschen sieht!
Als wir in einem kleinem Dorf die Christen ermutigen
konnten, ist in mir die Frage gross geworden, was Gottes
Plan für diese Menschen ist. Gott hat mir klar gesagt, dass
jeder einzelne dieser Afrikaner (obwohl sie nicht mal
irgendwo offiziell in einer Liste erscheinen) genau so
wichtig für ihn ist, wie ich oder wie alle grossen Missionare. Und das hat mich echt
berührt, denn so oft nehmen wir uns so wichtig, oder zumindest mache ich das. Wir
wollen die Welt verändern, wir wollen grosse Dinge tun, haben grosse Träume und
Visionen. Doch diese Menschen hier haben keine Möglichkeiten, keine Träume, haben
nicht im Kopf mit ihrem Leben etwas bewirken zu können. Verstehst du was ich meine?
Diese Frage ist echt lang in meinem Kopf herumgeschwirrt und ich hab gebetet, dass
Gott mir Antwort gibt: Was ist seine Vision mit diesen Leuten hier? Und irgendwann
dann am nächsten Tag hatte ich eine Antwort. Ich hatte das Gefühl als würde Jesus
sagen: Schau dir mein Leben an. Ich hatte nicht mehr Möglichkeiten als diese
Menschen in diesem Dorf. Ich hatte kein Geld, keine Möglichkeit um die Welt zu reisen,
keine fette Lobpreisband oder eine gute Ausbildung. DOCH was Jesus hatte, war die
enge Beziehung zum Vater UND genau das kann jeder
einzelne auch haben, egal wo er lebt. Jesus hat gelehrt,
Wunder getan, viele Menschen erreicht. Er ist zu Fuss
herumgezogen und hat den Willen seines Vaters getan. UND
genau das können die Menschen hier auch machen.
HALLELUJA. Gott hat eine Berufung für jeden einzelnen
dieser Mosambikaner!
Das wars von mir!
Ich freu mich über Nachricht von dir und freu mich schon,
wenn ich euch alle Wiedersehe!
Viel Segen und heisse Grüsse, Eva
“I want to waste my life, to search you out. To search you out – Jesus!”
Eva Klaffenböck, Oberfraunleiten 8, 4490 St.Florian; Bankverbindung: Kontonr.: 01402040553 BLZ: 20320 IBAN: AT142032001402040553 BIC: ASPKAT2LXXX
8 Evas Rundmail #13 Mozambique 
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