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Geschichte. Wie viele Ortsnamen in der Gegend ist auch »Batzlow

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Geschichte.
LPG Gelände
Wie viele Ortsnamen in der Gegend ist auch Ab 1953 wurde das Gelände am Rand von Batzlow
»Batzlow« slawischen Ursprungs. Es wird an- für einen selbst verwalteten, örtlichen Betrieb
genommen, dass die Benennung im sechsten kultiviert und genutzt. 1956/1957 folgten die ersJahrhundert erfolgte, als slawische Stämme, die ten Stallungen für den Betriebszweig ViehwirtGebiete zwischen Elbe und Oder besiedelten und schaft. Die Umwandlung des örtlichen Betriebes
sich dort niederließen. Im 12. und 13. Jahrhundert zu einer Landwirtschaftlichen Produktionsgegelang es den Deutschen in den Osten vorzu- nossenschaft, kurz LPG, folgte im Jahr 1960. Bis
dringen, wobei sie viele der slawischen Stämme 1967 war die vollgenossenschaftliche Organisavertrieben. Deutsche Siedler übernahmen nicht tion der Gemeinde abgeschlossen. In den Jahren
nur den Ort sondern behielten auch den Namen 1972 und 1973 wurden eine Tankstelle errichtet
Batzlow bei. Das Gründungsjahr der Gemeinde und die Befestigung der Dorfstraße vorgenomwird aus historischen Gründen erst mit dem Jahr men. Die letzten Stallungen wurden 1975 gebaut
1375 festgelegt - mit der ersten gesicherten ur- und für die Bullenmast verwendet. Alle Haushalkundlichen Angabe im Landbuch der Mark Bran- te bekamen einen Anschluss an die LPG-eigene
denburg. Die erste schriftliche Erwähnung fand Wasserversorgung im Jahr 1977. Bis zur Wende
allerdings bereits am 19. November 1300 statt. waren ca. 12 Mitarbeiter für die insgesamt 9 StalDort übertrug der Markgraf Albrecht III. dem Zis- lungen zuständig. Bis zum Jahr 1989 aber auch
terzienserinnen Kloster Friedland die Batzlower noch danach wirkte sich die Landwirtschaft präMühle ebenso wie einen Teil der umliegenden gend auf die wirtschaftliche Entwicklung der GeLändereien. Von 1340 bis 1906 (mit Unterbre- meinde Batzlow aus. Jedoch konnte der Einbruch
chungen) wurde die wirtschaftliche Struktur der des Betriebszweiges Milchwirtschaft nach der
Gemeinde durch das Rittergut der brandenbur- Wende nicht aufgehalten werden. Ausschließlich
gischen Adelsfamilie von Barfus über 23 Gene- die beiden Ställe für die Bullenmast wurde bis
rationen hinweg geprägt. Der Dreißigjährige Krieg Ende der Neunzigerjahre weiter geführt. Es folgte
und Napoleons Machtausbreitung waren für das der Abriss von drei Ställen sowie der Teilabriss eiGut und die Gemeinde Batzlow eine starke wirt- nes weiteren, der jedoch gestoppt werden mussschaftliche Belastung. 1906 entschlossen sich te, da das Land die Fördergelder für die Abrissdie Nachkommen derer von Barfus den Besitz zu maßnahmen einstellte. Über Jahre gab es keine
verkaufen. 1913 kaufte der Fregattenkapitän a.D. offizielle Nutzung/Verwendung für das Gelände Guido Karcher das Gut mit mehreren Länderei- illegale Verklappung von Bauschutt und Schrott
en, wovon er einen großen Teil im Jahre 1929 zu prägten Teile der Anlage. Seit ein paar Jahren ist
Siedlungszwecken wieder verkaufte. Der zweite die Teilnutzung als Weideflächen für private TierWeltkrieg hinterließ seine Spuren: Neun Wohn- haltung gestattet. Ein Gebäude ist als Düngemithäuser und die Dorfschule wurden zerstört, die tellager und Getreidespeicher verpachtet.
Kirche und weitere Häuser stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Bodenreform in der nunmehr
sowjetischen Besatzungszone hatte zur Folge,
dass die übrigen Ländereien des Kapitän Karcher
aufgesiedelt und der damalige Bürgermeister, ein
Nationalist, enteignet wurde.
Und der Rest ist Ruine.
Der Bauer
Guido Seb Görres
Er grub die Pflugschar durch die dunkle Erde
und streute neue Saaten Jahr um Jahr.
Er sah es keimen, wachsen, blühn und werden,
– und zu dem Acker kehren, ders gebar.
Er sah die Frucht zu ihrer reifen Fülle,
– es neigte sich der apfelschwere Baum –
er brach sie auf, – und in des Kernes Hülle
fand er des ewigen Seins geheimen Traum:
Dort lag das ganze Wurzelwerk verborgen
der Stamm, die Krone und das Blattgezweig.
Die Pracht der Blüte grüßte da den Morgen,
und auch die neue Frucht war schon bereit.
So ahnte er, daß Werden und Vergehn
nur Teile sind im weitgespannten Bogen,
der weiter reicht als unsre Augen sehn;
Beginn und Ende sind hineinbezogen.
Denn jedes Leben scheint die Stufe nur
zu neuem Sein, zu neuem Weiterwerden.
Die gleichen Kräfte speisen die Natur,
die sich im Wandel tausendfach verzehren...
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Reisen
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