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Materialkennwerte – wie generiere ich die richtigen Daten für - TIM

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Materialkennwerte – wie
generiere ich die richtigen
Daten für die Simulation
Gliederung
• Vorstellung des TCKT
• Werkstoffprüfung allgemein
• Materialdaten für die Simulation
©TCKT, SGE 06/2014
2
Das Unternehmen
Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH
Franz Fritsch Straße 11, A-4600 Wels
Wir sind ihr Partner für anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung
im Kunststoffbereich.
Gegründet 2001 als Abteilung der Upper Austrian Research GmbH,
2008 Ausgliederung als eigenständige Gesellschaft.
Eigentümerverhältnis:
74%
Upper Austrian Research GmbH
13%
FH OÖ, Forschungs & Entwicklungs GmbH
13%
Johannes Kepler Universität Linz
Mitarbeiterstand: ca. 35 Beschäftigte
davon 13 Akademiker
Frauenanteil ca. 34%
©TCKT, SGE 06/2014
3
Angewandte F&E
Das TCKT ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen, bei dem Beratung
und aktive Hilfe für Sie im Vordergrund steht. Unsere Schwerpunkte liegen auf
den Gebieten:
 Material- und Compoundentwicklung
neuartige Füll- und Verstärkungsstoffe, Additive und Naturfasern
 Werkstoffcharakterisierung
Akkreditiertes Prüflabor seit 2004
 Prozesstechnik
Spritzguss, Extrusion, Composite
 Simulation-CAE
Spritzgusssimulation, thermische Auslegung von Spritzgießwerkzeugen,
strukturmechanische Berechnungen
Unsere Arbeit erfolgt entweder als direktes Auftragsprojekt oder im Rahmen
einer Forschungskooperation.
©TCKT, SGE 06/2014
4
Projektschwerpunkte
Im TCKT werden derzeit mehr als 20 Forschungsprojekte abgearbeitet.
Schwerpunkte
Material‐
entwickl‐
ung
Werkstoff‐
charakte‐
risierung
Simula‐
tion
Prozess‐
technik
Forschungsthemen
Naturfaserverstärkte Polymere und Biopolymere
Additive und Füllstoffe
Composite und Leichtbau
Recycling
Interface in polymeren Werkstoffverbunden
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5
• Vorstellung des TCKT
• Werkstoffprüfung allgemein
• Materialdaten für die Simulation
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6
Werkstoffprüfung allgemein
Einteilung der Werkstoffprüfung:
• Zerstörende Werkstoffprüfung
• Zerstörungsfreie Werkstoffprüfung
Einteilung nach der Art der Eigenschaften:
• Mechanische Eigenschaften
• Thermische Eigenschaften
• Elektrische Eigenschaften
• Optische Eigenschaften
• Rheologische Eigenschaften
• Akustische Eigenschaften
• Oberflächenspannung
• Stofftransportvorgänge
• Tribologische Eigenschaften
• …
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7
Werkstoffprüfung allgemein
Zuteilung der einzelnen Prüfverfahren:
mechanisch: Zug-, Druck-, Biege-, Scher-, Torsions-, (Kerb)Schlagbiege-,
Zeitstand-, Ermüdungsversuch, Härte, Kratzfestigkeit …
thermisch:
Brennprobe, Schmelztemperaturbestimmung, TgBestimmung, Thermogravimetrie, Thermisch-MechanischeAnalyse, Wärmeleitfähigkeit, Wärmeformbeständigkeit, …
rheologisch: Viskosität, MFR, pVT, Gelier- und Erstarrungszeit, …
optisch:
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Lichtdurchlässigkeit, Farb-, Glanz-, Reflexionsmessung,
Brechungsindex, …
8
Werkstoffprüfung allgemein
Zuteilung der einzelnen Prüfverfahren:
elektrisch:
elekr. Leitfähigkeit, Oberflächenwiderstand, elektrische
Durchschlagsfestigkeit, Dielektrisches Verhalten, …
chemisch:
Chemikalienbeständigkeit, Feuchtebestimmung,
Gaschromatopraphie, Elementaranalysen, …
physikalisch: Ultraschallprüfung, Laser-Ultraschallprüfung,
Röntgenprüfung (CT-Verfahren), Thermografie, InfrarotSpektroskopie, Dichte, Akkustik, Magnetresonanz, …
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Werkstoffprüfung allgemein
Prüfpyramide
Konsument / Betreiber
BauteilHersteller
RohstoffHersteller
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Bauteil /
Verhalten
-
Lebensdauer
…
Bauteil /
Einsatz
-
Defekte / Mängel
Alterung
…
Bauteil /
Herstellung
-
Rheologie
Struktur / Morphologie
mech. Eigenschaften
…
Kunststoffformulierung
/ Compounds
-
Struktur / Morphologie
mech. Eigenschaften
funktionelle Eigensch.
…
Einsatz- / Rohstoffe
-
Stabilisierung
Pigmente
…
10
Mechanische Kunststoffprüfung
Mechanisches Verhalten von Kunststoffen
Temperaturabhängigkeit
• Tiefe Temperaturen -> spröde
• Hohe Temperaturen –> weicher
• Glasübergangstemperatur TG ändern sich
Eigenschaften abrupt
• Oberhalb von TG → E-Modul nimmt stark ab
• Unterhalb von TG → Kunststoffe deutlich
steifer, Bewegungen der Kettenmoleküle
eingefroren
• Auswahl von Kunststoffen je nach Einsatzgebiet
→ Konstruktionswerkstoffe (Polyamid = 80 °C) → unterhalb von TG
eingesetzt
→ Elastomere ( = - 40 °C) → oberhalb von TG eingesetzt
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11
Mechanische Kunststoffprüfung
Mechanisches Verhalten von Kunststoffen
Zeitabhängigkeit (Viskoelastizität)
• Belastungsgeschwindigkeit
• Molekül-Netzwerk antwortet auf zeitliche Belastungen
unterschiedlich.
• Schnelle Belastung → Netzwerk verhält sich steifer
• Langsame Belastung → Ketten haben ausreichend Zeit
sich neu zu orientieren und verhält sich dadurch weicher
• Spannungsrelaxation
• Aufgrund von Entspannungsvorgängen und Reorientierungen im Polymer lassen innere Spannungen nach
• Kriechen
• Zunahme der Dehnung bei einer konstant aufgebrachter
Last
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12
Mechanische Kunststoffprüfung
Mechanisches Verhalten von Kunststoffen
Schädigungseffekte
• Bei Deformationen können sich
Vernetzungspunkte lösen
• Schädigungen reduzieren die
Steifigkeit
• Führt zu einer Art Plastizität
→ einer bleibenden Dehnung
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13
Mechanische Kunststoffprüfung
Mechanisches Verhalten von Kunststoffen
Nichtlinearität
• Kunststoffe und vor allem Elastomere
zeigen im Zugversuch einen stark
nichtlinearen Zusammenhang zwischen
Spannung und Dehnung.
• Im Gegensatz zu Metallen lässt
sich dieser Verlauf selten allein
mittels E-Modul beschreiben.
• Kunststoffe zeigen zudem große
Unterschiede im Materialverhalten
im Zug- und Druckbereich.
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14
Mechanische Kunststoffprüfung
Ergebnisbestimmende Einflussfaktoren
Um vergleichbare Messergebnisse in der Kunststoffprüfung zu erhalten müssen
neben den eigentlichen Prüfbedingungen auch der Herstellungsprozess der
Prüfkörper und die Eigenschaften der Formmassen berücksichtigt werden.
Eigenschaft der Formmasse
+
Herstellprozess des Prüfkörpers
+
Prüfbedingungen
─────────────────────────────
= MESSERGEBNIS
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Mechanische Kunststoffprüfung
Uniaxialer Zugversuch nach ISO 527-ff
Einsatz:
• Ermittlung der Eigenschaften bei einachsiger Belastung
• Untersuchung des Spannungs-Dehnungs-Verhaltens bei
konstanter Verformungsgeschwindigkeit bis zum Bruch des
Probekörpers
Spannungs-Dehnungs-Diagramm:
E… Zug- Elastizitätsmodul
B… Bruchspannung
y… Streckspannung
50… Spannung bei 50% Dehnung
B… Bruchdehnung
y… Strecksdehnung
tB… nominelle Bruchdehnung
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Mechanische Kunststoffprüfung
Biegeversuch nach ISO 178 (Dreipunktbiegeversuch)
Einsatz
• Biegebeanspruchung entspricht der am häufigsten in der
Praxis auftretenden Beanspruchungsart und hat somit hohe
Relevanz
Wichtige Kriterien
• Randfasern der Probe am höchsten belastet
• Auftretende Schubspannungen gering halten
• bei Überschreiten der Fließspannung wird die Spannungsverteilung
nichtlinear
Biegemodul
≠
Zug E‐Modul
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Mechanische Kunststoffprüfung
Druckversuch nach ISO 604
Einsatz:
• Ermittlung der Eigenschaften bei einachsiger
Druckbelastung
Vergleich Druckversuch mit Zugversuch
• Auf Grund unterschiedlicher Deformationsmechanismen
von Kunststoffen bei Zug- und Druckbeanspruchung können
deutlich abweichende σ-ε-Diagramme erhalten werden
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Mechanische Kunststoffprüfung
Schlagbiegeversuch
Übersicht der Schlagbiegeversuche
• Schlagzähigkeit nach Charpy (ISO 179)
• Kerbschlagzähigkeit nach Charpy (ISO 179)
• Schlagzähigkeit nach Izod (ISO 180)
• Kerbschlagzähigkeit nach Izod (ISO 180)
• Dynstat Schlagbiegeversuch an kleinen Proben (DIN 53435)
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Mechanische Kunststoffprüfung
Schlagbiegeversuch
Gegenüberstellung von Charpy- und Izod-Anordnung
Schlagzähigkeitsversuche nach unterschiedlichen Methoden können nicht miteinander verglichen werden!
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Mechanische Kunststoffprüfung
Dynamische Versuche (Ermüdungsversuche)
Wichtige Kriterien
• Ermüdung ist neben Impact die kritischste Belastung für einen Werkstoff
• Versagen eines Bauteils, unter zyklischer Belastung wird weit unter der
Zugfestigkeit bzw. der Fließspannung eingeleitet und führt durch
nachfolgende Rissausbreitung zum Totalversagen des Bauteils
• Bei Kunststoffen ist die Charakterisierung aufgrund der hohen Dämpfung und
der geringen Wärmeleitfähigkeit (hysteretisches Aufheizen) eingeschränkt.
• Ermüdungsversuche werden unter sinusförmiger Belastung durchgeführt
• Es wird die Zykluszahl bis zum Bruch bei versch. Belastungsniveaus ermittelt
(Wöhlerlinie)
• Sehr zeitaufwändig
• Kostenintensive Prüfung (Apparatur, Zeit,…)
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Mechanische Kunststoffprüfung
Dynamische Versuche (Ermüdungsversuche)
Prinzip
Spannungsverh.
-1 ≤ R < 0
Wechselbeanspruchung
0≤R<1
Zugschwellbeanspruchung
R=1
1< R ≤ ∞
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Belastungsart
Stat. Beanspruchung
Druckschwellbeanspruchung
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Thermische Kunststoffprüfung
Thermoanalyse
Mit Hilfe von thermischen Analyseverfahren werden physikalische und/oder
chemische Eigenschaften als Funktion der Temperatur und der Zeit bestimmt.
• Strukturänderungen (Glasumwandlung, Schmelzen und Kristallisieren,
Vernetzung, Verdampfung, Sublimieren, …)
• Mechanische Eigenschaften (elastisches Verhalten, Dämpfung,..)
• Thermische Eigenschaften (Ausdehnung, Schrumpfung, spezifische
Wärme, Schmelz- und Kristallisationstemperatur, …)
• Chemische Reaktionen (Zersetzung und thermische Stabilität in
verschiedenen Gasatmosphären, Reaktionen in Lösung bzw. flüssiger
Phase, Dehydratisierung, Alterung, ….)
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23
Thermische Kunststoffprüfung
Dynamische Differenzkalorimetrie (DSC) nach ISO 11357
Ergebnisse:
• Ermittlung charakteristischer Temperaturen, wie Schmelztemperatur bei
teilkristallinen Thermoplasten, Glasübergangstemperatur bei amorphen
Thermoplasten
• Bestimmung von Wärmekapazität und spezifischer Wärme
Prinzip:
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24
Thermische Kunststoffprüfung
Thermogravimetrie (TGA) nach ISO 11358
Ergebnisse:
• Massenänderung einer Probe in Abhängigkeit von Temperatur und/oder
Zeit (Massenänderungen treten beim Verdampfen, Zersetzen,
chemischen Reaktionen auf)
Prinzip:
• Die während der Messung auftretende Massenänderung der Probe wird
durch eine elektromagnetisch oder optoelektronisch kompensierende
Waage ausgeregelt.
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25
Rheologische Kunststoffprüfung
Rheologie allgemein:
Definitionen:
• Rheologie ist die Wissenschaft, die sich mit der Deformation und dem
Fließen von Materie beschäftigt (Bingham 1930)
• Zentraler Gegenstand der Rheologie ist das Messen, Erfassen und
Erklären des Stoffverhaltens der Materie unter Einwirkung von äußeren
Kräften.
• Durch rheologische Messungen können sowohl bei den Feststoffen als
auch bei Schmelzen charakteristische Materialgrößen ermittelt werden,
die Aufschlüsse über die Elastizität und Viskosität des Materials sowie
über sein Relaxationsverhalten geben.
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26
Rheologische Kunststoffprüfung
Rheologie allgemein:
Stoffmodelle:
• Polymerschmelzen zeigen nur bei sehr geringen Schergeschwindigkeiten
ein newtonsches Verhalten. Bei realen Verarbeitungsverhältnissen liegt
nun ein nichtnewtonsches Verhalten vor, d.h. es besteht keine direkte
Proportionalität zwischen Schubspannung und Schergeschwindigkeit, die
Viskosität ist keine Konstante mehr.
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27
Rheologische Kunststoffprüfung
Rheologische Messgeräte:
Einteilung:
• Kapillarrheometer
• Rotationsrheometer
• Kugelfallviskosimeter
• Dehnrheometer
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28
Rheologische Kunststoffprüfung
Kapillarrheometer:
Prinzip
• Bei diesen Systemen durchströmt die Meßsubstanz eine Kapillare mit
kreis-, kreisring- oder schlitzförmigen Querschnitt.
• Die zu charakterisierende Schmelze wird mit Hilfe der Schwerkraft oder
von Druck durch eine Kapillare gefördert. Der Druckgradient sowie das
pro Zeiteinheit durch die Kapillare strömende Volumen werden
gemessen und daraus die rheologischen Kenngrößen ermittelt.
p
Druck vor dem Kapillareinlauf
∆pe Einlaufdruckverlust
∆pL theoret. Druckverlust infolge Scherung
in der Kapillare
∆pa Auslaufdruckverlust
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Rheologische Kunststoffprüfung
Rotationsrheometer: Platte-Platte Rheometer, Kegel-Platte Rheometer
Messmethoden
• Rotationsrheometer zeichnen sich dadurch aus, dass
viele der rheologischen Grundversuche mit ihnen
durchgeführt werden können.
• Beim Spannversuch wird die Schergeschwindigkeit vorgegeben
und als Antwort der Flüssigkeit die Schubspannung als Funktion
der Zeit gemessen wird. (die Winkelgeschwindigkeit wird
vorgegeben und das Moment gemessen)
• Beim Kriechversuch wird die Schubspannung als Sprungfunktion vorgegeben (Der Antrieb arbeitet mit konstantem
Drehmoment, die Winkelgeschwindigkeit wird bestimmt)
• Beim Relaxationsversuch wird sprungartig eine Deformation
erzeugt und der Abfall der Schubspannung als Funktion der Zeit ermittelt.
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30
Rheologische Kunststoffprüfung
Verfahrensvergleich:
Viskositätskurve
MFR
Torsionsrheometer
Kapillarrheometer
PC
ABS
• MFR repräsentiert 1 Messpunkt aus Viskositätskurve
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31
Rheologische Kunststoffprüfung
pvT-Verhalten von Kunststoffen:
• Polymerschmelzen sind unter Druck stark kompressibel. In einer
Spritzgießmaschine können Schmelzen bis zu 15% komprimiert werden.
• Zusätzlich zum Einfluss des Druckes auf das spezifische Volumen spielt auch
die Temperaturänderung eine wichtige Rolle. Aufgrund der großen
Temperaturänderungen in der Kavität während der Formfüllung muss auch
dieser Einfluss berücksichtigt werden.
pvT-Daten für einen
teilkristallinen Kunststoff (li)
und einen
amorphen Kunststoff (re)
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32
Rheologische Kunststoffprüfung
Messung des pvT-Verhalten:
Pirouette Dilatometer:
• Das Pirouette Dilatometer ermöglicht die Messungen des spezifischen
Volumens von Kunststoffen als Funktion von Druck, Temperatur, Kühlrate und
Scherrate.
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33
Rheologische Kunststoffprüfung
Messung des pvT-Verhalten:
Messbedingungen:
• Druckbereich: 60 – 1000bar
• Temperaturbereich: 20 – 300 °C
• Kühlraten: 0.1 – 100 °C/s
• Ohne Kühlung: 0.1 °C/s
• Luftkühlung: 1.5 °C/s
• Wasserkühlung: 100 °C/s
• Scherraten: 1 – 180 s-1
• Probendimension:
• Innendurchmesser 21mm
• Außendurchmesser 22mm
• Höhe 2,5mm
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• Vorstellung des TCKT
• Werkstoffprüfung allgemein
• Mechanische Kunststoffprüfung
• Thermische Kunststoffprüfung
• Rheologische Kunststoffprüfung
• Materialdaten für die Simulation
• RECENDT
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35
Materialdaten für die Simulation
Arten der Simulation:
Prozess-Simulation
• Prozess und Werkzeugoptimierung
• Spritzguss
• Extrusion
• Thermoformen
• Resin Transfer Molding (RTM)
• …
Strukturmechanische Simulation
• Strukturmechanische und thermische Analysen zur Optimierung von
Bauteilen unter Berücksichtigung von linearen und nichtlinearen
Werkstoffverhalten
• Mehrkörpersimulationen
• Ermüdung
• Thermisch stationäre und transiente Analysen
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36
Materialdaten für die Simulation
Spritzgießsimulation:
erforderliche Materialkennwerte
Mechanische Kennwerte
Messmethode
Norm
E-Modul 1, 1. Hauptrichtung [MPa]
Zugversuch
ISO 527-2 
E-Modul 2, 2. Hauptrichtung [MPa]
Zugversuch
ISO 527-2 
Poisson Zahl v12
Zugversuch
ISO 527 
Poisson Zahl v23
Zugversuch
ISO 527 
Schubmodul G12 [MPa]
Rheometer
ISO 6721 
Wärmeausdehnungskoeffizient a [1/C]
Dilatometer
ISO 11359
Streckspannung [MPa]
Zugversuch
ISO 527-2 
Bruchdehnung [%]
Zugversuch
ISO 527-2 
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37
Materialdaten für die Simulation
Spritzgießsimulation:
erforderliche Materialkennwerte
Thermische Kennwerte
Messmethode
Norm
Spezifische Wärmekapazität [J/kgK]
DSC
ISO 11357 
Schmelzetemperatur [°C]
DSC
ISO 11357 
Entformtemperatur [°C]
DSC
ISO 11357 
Übergangstemperatur [°C]
DSC
ISO 11357 
Füllstoffgehalt [%]
TGA
ISO 11358 
Wärmeleitfähigkeit [W/mK]
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Materialdaten für die Simulation
Spritzgießsimulation:
erforderliche Materialkennwerte
Rheologische Kennwerte
Messmethode
Norm
MFR, HKR, Rheometer
ISO 1133,
DIN 11443 
MFR [g/10min]
MFR
ISO 1133
pvT Kennwerte
Messmethode
Norm
Dichte [g/cm³]
Dichtewaage
ISO 1183
pvT
pvT-Gerät
ISO 17744 
Schwindungs Kennwerte
Messmethode
Norm
Längsschwindung [%]
Schwindungsplatte
Moldfow-spezifisch
Querschwindung [%]
Schwindungsplatte
Moldfow-spezifisch
CRIMS (Corrected residual stress)
Schwindungsplatte
Moldfow-spezifisch
Viskosität [Pas]
©TCKT, SGE 06/2014


39
Materialdaten für die Simulation
RTM-Simulation:
erforderliche Materialkennwerte
Kennwerte – Harz
Generell
Thermisch
Chemisch
Dichte
[kg/m³] 
Viskosität
[Pas] 
Wärmeleitfähigkeit
[W/mK]
spez. Wärmekapazität
[J/kgK]
Enthalpie
[J/kg] 
Reaktionsmodell
Kennwerte – Verstärkungsfaser
Generell
©TCKT, SGE 06/2014
Dichte
[kg/m³] 
Permeabilität (K1, K2, K3)
[m²] 
40
Materialdaten für die Simulation
RTM-Simulation:
erforderliche Materialkennwerte
Kennwerte – Verstärkungsfaser
Komprimierbarkeit
©TCKT, SGE 06/2014
Format
-Druck als Funktion des
Fasergehalts 
-Spannung als eine
Funktion der Belastung 
Kompressionskurve
-Druck als Funktion des
Fasergehalts 
Ausgangsdicke
[m] 
Oberflächendichte einer einzelnen Lage
[kg/m²] 
41
Materialdaten für die Simulation
RTM-Simulation:
erforderliche Materialkennwerte
Kennwerte – Verstärkungsfaser
Thermisch
Erweitert
©TCKT, SGE 06/2014
Wärmeleitfähigkeit in K1, K2, K3
[W/mK]
Effektive Wärmeleitfähigkeit
(Wärmeleitfähigkeit von mit Harz gesättigten
Fasern)
[W/mK]
Spezifische Wärmekapazität
[J/kgK]
Charakteristische Länge
[m]
Permeabilität – gescherter Zustand (K1, K2,
K3)
[m²] 
Drehwinkel – gescherter Zustand
[°] 
42
Materialdaten für die Simulation
Strukturmechanische-Simulation:
erforderliche Materialkennwerte
Mechanische Kennwerte
Messmethode
Norm
E-Modul 1, 1. Hauptrichtung [MPa]
Zugversuch
ISO 527

E-Modul 2, 2. Hauptrichtung [MPa]
Zugversuch
ISO 527

Poisson Zahl ν12
Zugversuch
ISO 527

Poisson Zahl ν23
Zugversuch
ISO 527
Spannungs-Dehnungs-Kurve σ/ε
Zugversuch
ISO 527
DSC
ISO 11357 


Thermische Kennwerte
Wärmeleitfähigkeit [W/mK]
Spezifische Wärmekapazität [J/kgK]
©TCKT, SGE 06/2014
43
Materialdaten für die Simulation
Beispiel Verzugsrechnung:
Spritzgusssimulation ohne/mit Schwindungsdaten des Materials
©TCKT, SGE 06/2014
44
Materialdaten für die Simulation
Beispiel pvT-Daten:
1,30x10
6
1,25x10
6
1,20x10
6
1,15x10
6
1,10x10
6
1,05x10
6
200 bar
0.1 °C/s
1.5 °C/s
100 °C/s
40
60
80
Specific Volume [mm³/kg]
Specific Volume [mm³/kg]
Einfluss der Kühlrate und des Drucks auf das pvT-Verhalten und die
Morphologie
100
120
140
Temperature [°C]
160
180
200
1,30x10
6
1,25x10
6
1,20x10
6
1,15x10
6
1,10x10
6
1,05x10
6
1000 bar
0.1 °C/s
1.5 °C/s
100 °C/s
40
60
80
100
120
140
160
180
200
Temperature [°C]
Höhere Kühlrate: Verschiebung der Übergangstemperatur Tc zu geringeren Werten
Höherer Druck: Verschiebung der Übergangstemperatur Tc zu höheren Werten
Höhere Kühlrate: Feinere morphologische Strukturen
©TCKT, SGE 06/2014
45
Materialdaten für die Simulation
Beispiel pvT-Daten:
Vergleich der Messmethoden : pvT-Messung mit Pirouette vs. HKR an PP
6
1,30x10
PP, Slow Cool (~0,1°C/s)
6
1,28x10
200bar Pirouette
200bar HKR
400bar Pirouette
400bar HKR
600bar Pirouette
600bar HKR
800bar Pirouette
800bar HKR
1000bar Pirouette
1000bar HKR
6
1,26x10
Specific volume [mm³/kg]
6
1,24x10
6
1,22x10
6
1,20x10
6
1,18x10
6
1,16x10
6
1,14x10
6
1,12x10
6
1,10x10
6
1,08x10
6
1,06x10
6
1,04x10
6
1,02x10
6
1,00x10
40
60
80
100
120
140
160
180
200
Temperature [°C]
©TCKT, SGE 06/2014
46
Materialdaten für die Simulation
Beispiel pvT-Daten: Material HDPE
Pirouette
Moldflow
1,50
HDPE
0bar
500bar
1000bar
1500bar
2000bar
0barMF
500barMF
1000barMF
1500barMF
2000barMF
1,45
Specific Volume [cm³/g]
1,40
Vol. Schwindung
10% - 3%
1,35
1,30
1,25
1,20
1,15
1,10
1,05
1,00
0,95
0,90
0,85
0
20
40
60
80 100 120 140 160 180 200 220 240 260 280 300
Temperature [°C]
Druck
923bar - 955bar
Verzug aller Effekte
0,82mm - 0,52mm
©TCKT, SGE 06/2014
47
Danksagung
Ein Dank ergeht an …
• die Mitarbeiter des TCKT
• die Forschungsförderungsgesellschaft FFG und das Land OÖ für die
Förderung des COMET-Projektes „APMT“
• die Organisatioren dieser Veranstaltung
Danke für Ihre Aufmerksamkeit!
©TCKT, SGE 06/2014
48
Kontakt
Transfercenter für Kunststofftechnik GmbH
Franz-Fritsch-Straße 11, A-4600 Wels
Tel: +43(0)7242/2088-1000
Fax: +43(0)7242/2088-1020
E-mail: office@tckt.at
Homepage: www.tckt.at
©TCKT, SGE 06/2014
49
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