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252 wurde die Bildung einer Substanz beobachtet, die 2—6

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Biochemie.
wurde die Bildung einer Substanz beobachtet, die 2—6-Dichlorphenol wie
auch Jod in saurer Lösung reduziert; da dieses Verhalten für 1-Ascorbinsäure,
sowie für Glutathion und verwandte Substanzen charakteristisch ist, so
schließen Verff., daß es sich bei dem in den Kulturflüssigkeiten auftretenden
reduzierenden Körper um eine ascorbinsäureähnliche Substanz handeln
könnte. Verff. studierten zunächst die günstigsten Bedingungen für die
Anhäufung der betreffenden Substanz und finden, daß hohe Zuckerkonzen­
tration für die Bildung günstig ist. Der günstigste pH-Wert ist 2,8—3. Ver­
gleichende Versuche mit verschiedenen Pilzstämmen zeigten, daß kein direkter
Zusammenhang mit der Säurebildung feststellbar ist. Die höchsten "Werte
ergaben Kohrzucker, Sorbit, Inosit und Glyzerin.
Baertich
(Halle a. d. S.J.
Janke, A., und Tayenthal, W., Problem des Stickstoffkreislaufs. I I I . Über
den Abbau des Glykokolls durch Bakterien. Bioch. Ztschr. 1936. 289,
76—86.
Eine Desaminierung des Glykokolls gelang im schwach alkalischen
Beaktionsbereich mit ruhenden Kulturen von Ps. fluorescens, B a c . mycoides,
Bact. coli und Bact. vulgare. In Versuchen mit Bac. mycoides und Bac. coli
konnte gezeigt werden, daß die Desaminierung bei einem pn von 7,5—8 am
besten verläuft, jedoch bei Zuführung von Luft bzw. Sauerstoff, während sie in
Stickstoff nur in Gegenwart von Sauerstoffüberträgern, wie m-Dinitrobenzol
stattfindet. Es handelt sich um keinen hydrolytischen, sondern um einen
oxydativen Prozeß. Die erwartungsgemäß auftretende Glyoxylsäure konnte
mit 2—4 Dinitrophenylhydrazin abgefangen und das entstandene Hydraozon
durch Schmelzpunkt und Farbreaktionen erkannt werden. Die Desami­
nierung des Glykokolls ist von einer Entcarboxylierung begleitet bzw. ge­
folgt, deren Ausmaß durch quantitative Bestimmung des hierbei entstehenden
C 0 ermittelt wurde. Der Formaldehyd, der durch die Entcarboxylierung
der Glyoxylsäure entstehen sollte, war nicht nachzuweisen, ebensowenig
wie seine mutmaßlichen Umsetzungsprodukte, Ameisensäure und Methyl­
alkohol. Eine Desaminierung des Glykokolls durch Enzympräparate des
Bac. mycoides und des Bact. coli gelang nicht.
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Baertich
(Halle a. d. S.J.
Hilpert, R . S., Becker, D., und Rossée, W., Untersuchungen an Flechten,
Pilzen, Algen. Bioch. Ztschr. 1936. 289, 178—192; 1 Textabb.
Verff. stellten fest, daß die Gerüstsubstanz der untersuchten Vertreter
der Pilze, Flechten und Algen sich in wesentlichen Punkten vollständig
von der früher untersuchten höherer Pflanzen unterscheidet. Bei der präparativen Darstellung der Cellulose durch Kochen mit Alkali oder Na-Sulfit
wird fast die gesamte Substanz aufgelöst; sie verhält sich so wie die Hemizellulose der höheren Pflanzen. Die Wasserabspaltung aus den Kohlenhydra­
ten bei Flechten und Algen geht über die Stufe C H O bereits hinaus. Be­
trachtet man Cellulose als den Bestandteil, der dem Gerüst die mechanische
Festigkeit geben soll, so ist ihr Fehlen bei den Flechten und Pilzen und ihre
geringe Menge bei den Algen verständlich. In den Blättern der Laubbäume,
die jedes Jahr abgeworfen werden, wurde nur sehr wenig Cellulose gefunden,
während die Blätter, die gleichzeitig das mechanische Gerüst der Pflanze
enthalten, wie bei Alfa (Stipa tenacissima) und die Zwergpalme (Chamerops
humilis) bis 4 0 % Cellulose enthalten. Mineralsäuren wirken auf Flechten,
Pilze und Algen anders ein, als wie auf höhere Pflanzen. Die Pilze unterschei­
den sich von den Flechten vor allem durch ihren hohen Stickstoffgehalt.
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