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Mehr Frauen auf Professuren – wo gibts das und wie geht das?

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Mehr Frauen auf Professuren –
wo gibt‘s das und wie geht das?
Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister
Mai 2012
Das Problem:
Überproportionaler Dropout von Frauen
aus der Wissenschaftskarriere
Cort-Denis Hachmeister
2
Frauenanteile an Hochschulen in D/AUS
Frauenanteile der Studierenden, Absolventen und
des Personals an Hochschulen
Frauenanteil
in Prozent
2008
2009
2010
Österr.
2010
Bevölkerung insgesamt
51,0
51,0
51,0
51,3
Studienanfänger(innen)
49,7
49,9
49,5
57,4
Studierende
47,8
47,8
47,8
54,0
Absolvent(inn)en
51,1
51,0
51,4
54,6
Promotionen
41,9
44,1
44,1
43,8
Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches
Personal
34,3
35,0
35,8
39,5
Habilitationen
23,4
23,8
24,9
Hauptberufliche Professor(inn)en
17,4
18,2
19,2
19,6
Quelle: Destatis / Statistik Austria
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
3
Professuren (%)
Habilitationen (%)
Mittelbau (%)
Promotionen (%)
Studierende (%)
Quote Prof./Stud.
Quote Prof./Promo.
Erziehungswissenschaft
42,6
45,7
56,0
59,6
79,4
53,7
71,5
Anglistik / Amerikanistik
40,3
61,1
61,1
66,1
74,4
54,2
61,0
Romanistik
40,2
67,5
68,4
64,5
80,1
50,2
62,3
Germanistik*
32,9
37,5
56,2
58,2
74,7
44,0
56,5
Soziologie (inkl. Sozialwissenschaften)
31,4
29,8
43,3
47,0
58,7
53,5
66,8
Politikwissenschaft (inkl. Sozialwissenschaften)
26,0
27,3
35,7
39,0
44,7
58,2
66,7
Psychologie*
25,2
42,4
50,5
63,5
78,9
31,9
39,7
Medienwissenschaften
24,9
41,9
40,9
69,8
35,7
60,9
Pharmazie
23,6
44,9
55,5
72,4
32,6
42,5
Geschichte
21,7
31,6
37,4
44,1
49,2
58,0
Geografie
19,8
33,8
36,1
43,7
45,3
54,8
Fach
32,9
Kommunikationswissenschaft / Journalistik
19,5
48,0
58,9
69,4
28,1
33,1
Biologie
19,3
25,0
38,3
56,6
62,2
31,0
34,1
Architektur
18,1
42,8
37,6
54,0
33,5
48,1
Sport / Sportwissenschaft
14,5
37,1
42,0
37,6
38,6
34,5
BWL*
13,3
23,1
36,5
27,2
46,3
28,7
48,9
Jura
12,9
20,2
38,1
36,5
54,7
23,6
35,3
Wirtschaftswissenschaften
12,7
23,3
34,3
28,5
42,9
29,6
44,6
Geowissenschaften
12,0
28,1
39,7
40,0
30,0
30,2
Humanmedizin*
11,3
21,2
35,8
55,4
59,7
18,9
20,4
Zahnmedizin
11,2
29,0
32,0
53,0
56,4
19,9
21,1
Wirtschaftsinformatik
11,2
17,7
63,3
VWL
10,8
30,2
28,6
36,6
29,5
37,8
Chemie*
10,1
28,3
37,4
40,3
25,1
27,0
Mathematik
9,9
20,9
23,6
35,9
27,6
41,9
Informatik
9,1
12,1
12,7
15,3
59,5
71,7
Physik
8,6
15,4
18,9
20,3
42,4
45,5
Wirtschaftsingenieurwesen
7,9
19,7
20,4
38,7
Bauingenieurwesen
6,1
25,0
22,9
22,3
32,0
19,1
Elektrotechnik und Informationstechnik
4,7
7,5
7,8
7,5
11,9
39,5
62,7
Maschinenbau*
4,4
14,5
14,6
11,9
15,1
29,1
37,0
22,9
15,0
27,4
4
Fach
Professuren (%)
Studierende (%)
Quote Prof./Stud.
(%)
Pflegewissenschaft
Soziale Arbeit*
Wirtschaftsrecht
Medien-/Kommunikationswissenschaft/Journalistik
BWL*
Architektur
Wirtschaftsinformatik
Wirtschaftsingenieurwesen
Verfahrenstechnik / Chemieingenieurwesen*
Informatik
Maschinenbau*
Bauingenieurwesen
Mechatronik
Elektrotechnik und Informationstechnik
57,0
45,7
24,0
21,7
18,7
16,9
13,4
12,2
11,4
11,1
7,3
5,9
5,8
5,4
77,7
76,4
54,9
62,8
51,0
53,1
18,2
23,5
33,6
14,3
9,1
20,8
7,5
8,5
73,4
59,8
43,7
34,6
36,7
31,8
73,6
51,9
33,9
77,6
80,2
28,4
77,3
63,5
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
Auch Varianz innerhalb der Fächer
Beispiel: Professorinnenquote im Fach Erziehungswissenschaft
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
Zusammenfassung
− Je höher die wiss. Qualifikationsstufe, desto weniger Frauen
Bei den Absolvent(innen) Frauen noch in der Mehrzahl
In keinem Fach entspricht der Frauenanteil auf Professuren dem bei
den Studierenden
− Positive, aber sehr langsame Entwicklung
Durch querschnittliche Betrachtung etwas unterschätzt
− Große Unterschiede zwischen verschiedenen Fächern
Hinsichtlich der Frauenanteile
Hinsichtlich der „Durchlässigkeit“
− Es gibt auch Unterschiede innerhalb der Fächer
„Good Practice“ (oder Zufall?)
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
7
Warum ist das ein Problem?
− Gerechtigkeitsproblem: Frauen bleibt der Zugang zur Professur
überproportional häufig verwehrt
(relativ) gut dotierte Dauerstelle (finanzielle Absicherung)
Freiheit zur selbstständigen Forschung
Zugang zu Geldern, um die eigenen Ideen umzusetzen
− Ökonomisches Problem: Innovationspotentiale werden nicht
erschlossen
Wenn Wiss. Talent bei beiden Geschlechtern gleich häufig zu finden
Dann sollte die „Erfolgswahrscheinlichkeit“ gleich hoch sein
->BMBF-Förderlinie „Frauen an die Spitze“
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
8
Das Projekt „Fachkulturen und
weibliche Wissenschaftskarrieren:
Erfolgsfaktoren von Frauenförderung
sichtbar machen
Daniela De Ridder
Projektidee
− Lösungs- statt Problemzentriert: Suche nach Erfolgsfaktoren und
guten Lösungen statt nach den Problemen
− „Good-Practice“-Ansatz: Bei hinsichtlich der Frauenförderung
(quantitativ) erfolgreichen Fachbereichen und ihren Hochschulen
wird nach Erfolgsfaktoren geforscht
− Fächer-/Hochschultyp-bezogen: Es werden Fachbereiche aus 10
verschiedenen Fach/Hochschultyp-Kombinationen untersucht
− Fokus auf kulturelle Aspekte: Fach-, Hochschul-,
Kommunikations- und Leitungskulturen
− Breiter Methodenmix: Qualitative und quantitative Untersuchungen
− Handlungsorientiert: Projektziel ist eine Handreichung für Politik
und Hochschulen mit Empfehlungen
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
10
Projektablauf (Mrz. 2011-Feb.2013)
Literaturanalysen (Erhebung State of the Art)
Exploration von Daten aus dem CHE Hochschulranking
Identifikation von Good-Practice-Fachbereichen/HS
Dokumentenanalysen
Qualitative Expert(inn)en-Interviews mit
Hochschulmanager(inne)n
Zwischenbericht
Quantitative Expert(inn)en-Befragung
Befragung von Nachwuchswissenschaftler(inne)n
Abschlusstagung, Vorstellung der Handreichung
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
11
Projektschritt 1:
Exploration von Daten aus dem
CHE Hochschulranking
Cort-Denis Hachmeister
12
Datenquelle CHE Hochschulranking
− 34 der meiststudierten Fächer sind einbezogen
− Staatlich anerkannte Universitäten und
Fachhochschulen
− Im 3-Jahres-Turnus aktualisierte Daten
− Beteiligung der Fachbereiche: 95%
− Frauenanteile hinsichtlich:
Professuren
Habilitationen
Sonst. Wiss. Personal
Promotionen
Studierende
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
13
Fragestellung der Exploration
− Wie ist das (relative) Abschneiden hinsichtlich
der Frauenanteile verteilt
Bundesländer
(Hochschulen)
(Fächer)
− Welche Korrelate des Abschneidens hinsichtlich
des Frauenanteile lassen sich feststellen?
Fachbereich - Hochschule
Verschiedene Frauenanteile eines Fachbereichs
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
14
Umrechnung in (mittlere) Prozentränge
− Ziel:
Ergebnisse über Fächer und Hochschultypen vergleichbar machen
Aggregation von Fachbereich->Hochschule->Bundesland
− Vorgehen:
Rangliste für Fach/Hochschultyp bilden
Rangplätze in Prozent umrechnen:
• Platz 1 = 100%
• Platz genau in der Mitte der Liste = 50%
• Letzter Platz: 0%
Bei Aggregation: Mittlerer Prozentrang
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
15
Bundesländer
Bundesland
Berlin
Bremen
Hamburg
Niedersachsen
Brandenburg
Saarland
Hessen
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Nordrhein-Westfalen
Mecklenburg-Vorpommern
Baden-Württemberg
Bayern
Thüringen
Schleswig-Holstein
Rheinland-Pfalz
Ostdeutschland
Westdeutschland
Professuren
65,6
62,0
60,9
60,4
58,4
54,8
54,0
51,1
49,9
49,4
49,1
47,8
46,4
44,7
44,1
43,7
50,7
50,5
Mittlere Prozentränge
Sonst. wiss.
Habilitationen
Promotionen
Personal
65,1
58,8
56,8
58,6
59,8
62,9
57,2
49,4
49,7
49,4
54,3
52,1
52,2
52,3
65,5
44,1
50,6
42,2
52,5
58,3
48,5
45,0
57,6
58,8
54,3
57,0
59,1
49,7
49,0
48,5
49,8
57,0
56,7
48,6
47,7
48,6
53,9
44,0
44,1
54,4
56,8
50,7
50,3
50,0
67,6
48,0
46,3
56,8
50,6
56,4
57,9
51,0
49,7
49,7
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
Studierende
55,3
62,5
43,7
51,9
61,9
48,3
42,4
56,4
62,7
44,4
60,9
51,6
56,0
54,4
48,1
46,3
58,7
49,3
16
Einfluss der Hochschule
versus Einfluss des Fachs
Korrelationen
nach Pearson
(Fallzahl)
Mittlerer Prozentrang
Professorinnenquote
Hochschule
Prozentrang
Professorinnenquote
an den Fachbereichen
unkorrigiert
korrigiert
Universitäten
Fachhochschulen
.36** (1126)
.55** (745)
.16** (1116)
.27** (729)
Korrelationen
nach Pearson
(Fallzahl)
Professorinnenquote
an den Fachbereichen
Universitäten
Fachhochschulen
Mittlerer Prozentrang
Professorinnenquote
Hochschule
CEWS-Ranking
Professorinnen
(Fallzahl in
Klammern)
.20** (1121)
.28** (722)
CEWS-Ranking
Professor(inn)en
Fach-/hochschultypspezifischer Median
Professorinnenquote
unkorrigiert
korrigiert
.23** (1126)
.10** (1116)
.24** (1121)
.64** (1126)
.38** (745)
.21** (729)
.50** (722)
.68** (745)
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
17
Einfluss der Hochschule
versus Einfluss des Fachs
Korrelationen
nach Pearson
(Fallzahl)
Professorinnenquote
an den Fachbereichen
Universitäten
Fachhochschulen
Mittlerer Prozentrang
Professorinnenquote
Hochschule
Fach-/hochschultypspezifischer Median
Professorinnenquote
unkorrigiert
korrigiert
.23** (1126)
.10** (1116)
.64** (1126)
.38** (745)
.21** (729)
.68** (745)
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
18
Generelle „Frauenfreundlichkeit“ am
Fachbereich?
Korrelationen
nach Pearson
(Fallzahl)
Prozentränge der
Frauenquoten
Professuren
Habilitationen
Sonst. wiss. Personal
Promotionen
Prozentränge der Frauenquoten
Habilitationen
.10** (746)
Sonst. Wiss.
Personal
.14**(1084)
.04 (716)
Promotionen
Studierende
.11** (1289)
.03 (758)
.12**(1009)
.10** (1800)
.02 (741)
.10** (1048)
.13** (1265)
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
19
KEINE Korrelationen mit...
− Abschneiden beim CHE Hochschulranking
Forschung
Internationale Ausrichtung
Studierenurteile zur Studiensituation
− Gründungsjahr
− Größe der Hochschule (Anzahl Studierende)
− Verteilung der Studierenden auf Fächergruppen
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
20
Fazit der Datenexploration
− Deutliche Unterschiede zwischen
Bundesländern
Hochschulen
Fächern
Fachbereichen eines Fachs
− Unterschiede zwischen den Fachbereichen nur zu
geringen Anteilen auf die Hochschule zurückzuführen
− Einfluss des Fachs geschätzt auf 41% (Uni) bzw. 46%
(FH)
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
21
Projektschritt 2: Identifikation der
Good-Practice-Beispiele
Cort-Denis Hachmeister
Fachkulturen u. weibliche Wissenschaftskarrieren| Dr. Daniela De Ridder | Mai 2011
22
Bestimmung von Good-Practice
− Frauenanteile
Professuren
Sonst. Wiss. Personal (nur Uni)
Promotionen (nur Uni)
Studierende (nur FH)
− Punkte:
Bestes Achtel: 2 Punkte
Bestes Viertel: 1 Punkte
Punktzahl bei Professuren wurde verdoppelt
− Weitere Kriterien:
Punktzahl, Frauenanteil, Anzahl bei Professuren
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
23
BWL
GESAMT Pkt.
Promotionen Pkt.
Promotionen (%)
Wiss. Pers. Pkt.
Wiss. Pers. (%)
Professuren Pkt.
Hochschule
Professuren (%)
Fach
Professuren (VZÄ)
Bestimmung von „Good Practice“
Uni 1
15,5
25,8 2
51,4 2
42,1 2
6
Uni 2
11,0
27,3 4
40
0
37,5 1
5
Uni 3
10,0
30
4
37,5 0
15,8 0
4
Uni 4
10,1
29,8 4
29,1 0
28,1 0
4
Uni 5
18,0
27,8 4
36,5 0
16,7 0
4
Uni 6
11,0
27,3 4
37,8 0
32,3 0
4
Uni 7
11,0
27,3 4
31,6 0
30,8 0
4
Uni 8
4,0
25
2
40
0
53,3 2
4
Uni 9
8,0
0
0
58,6 2
46,7 2
4
Uni 10
8,0
25
2
42,9 1
20
3
0
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
24
Projektschritt 3: Qualitative Analyse
Daniela De Ridder
Auswahl der Fachbereiche /
Hochschulen für die Interviews
− Pro Fach/Hochschultyp zwei Fachbereiche (mind. 1 X
Top 3)
− Möglichst mehrere Fachbereiche an einer Hochschule
− Möglichst eine gewisse regionale Verteilung
− 19 Fachbereiche an 13 verschiedenen Hochschulen
− Schwerpunkt im Osten (Berlin, (Nieder-)Sachsen)
Z.B. keine in NRW
-> Die übrigen „Good-Practice-Fachbereiche“ werden
später einer quantitativen Analyse unterzogen
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
26
Interviewpartner(innen)
Mitglieder der jeweiligen Hochschulleitung
Rektor(in) / Präsident(in)
Verantwortliche (VP, PR) für Ressorts Gleichstellung,
Studium und Lehre sowie Nachwuchsförderung
zentrale/dezentrale Gleichstellungsbeauftragte
(Studien)Dekane/Dekaninnen
Neuberufene Professorinnen und (ein paar) Professoren
Insgesamt 59 Interviews
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
27
Gemeinsam ist den Fachkulturen, dass...
− sich die strukturellen Rahmenbedingungen deutlich verändert haben
(Programme der DFG (forschungsorientierte Gleichstellungsstandards), der
Länder (z. B. Anreizsysteme, Stipendien-, Gastprofessurenprogramme) und
des Bundes (Professorinnen-Programm) (Unterstützung durch monetäre
Anreize)
− der sich vollziehende Generationenwandel zur Frauenförderung genutzt
werden kann.
− Frauen in Professuren und wissenschaftlichen Leitungspositionen als
Normalität betrachtet werden.
− Frauen als Vorbilder fungieren müssen.
− Familienorientierung und Dual Career- Angebote zum
Standardprogramm von Hochschulen gehören müssen.
− (potentielle) Väter Normalität werden sollten (Minimierung des
„Ausfallrisikos“).
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
28
Gemeinsam ist den Fachkulturen, dass...
− insbesondere die hohe (auch internationale) Mobilität für
Wissenschaftlerinnen mit Familie nicht vereinbar ist.
− Netzwerke innerhalb der scientific community zwingend sind.
− dezidierte Unterstützungsangebote wie Mentoring und Coaching eine
hohe Akzeptanz genießen.
− Frauen als angehende Wissenschaftlerinnen besser über
Entscheidungsstrukturen an Hochschulen Bescheid wissen müssen.
− Gesprächs- und Kommunikationskulturen ein entscheidender Faktor für
die Akzeptanz des Gleichstellungsauftrags innerhalb von Hochschulen,
Fakultäten und Fachbereichen sind (Frauenförderung als „Chefsache“).
− bei (professionellen) GleichstellungsakteurInnen
Durchsetzungsvermögen, Idealismus, überdurchschnittlicher Arbeitseinsatz,
Langmütigkeit, Geduld und Hartnäckigkeit, Diplomatie und Pragmatismus
zum Persönlichkeitsinventar gehören sollten.
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
29
Fachkulturelle Unterschiede
− Konkurrierende Arbeitsmarktlage für Natur- und
Ingenieurwissenschaften sowie die Medizin jenseits von
academia
− Aktive Rekrutierung von Professorinnen
− Arbeitsorganisation in der Medizin (durch Patientenversorgung
hohe Flexibilität der Arbeitszeiten durch Schicht-, Wechsel,
Nachdienste
− Aktive Gewinnung von Studentinnen und veränderte
Studieninhalte und geschlechtergerechte Didaktik in den
untersuchten Natur- und Ingenieurwissenschaften
Mehr Frauen auf Professuren...| CHE | Daniela De Ridder & Cort-Denis Hachmeister | Mai 2012
30
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Daniela De Ridder:
daniela-deridder@cedin-consulting.de
Cort-Denis Hachmeister:
cort-denis.hachmeister@che.de
www.weibliche-wissenschaftskarrieren.de
31
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