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der Ewigkeit aussieht, als darum, wie der zeitliche - Herzmariens.de

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der Ewigkeit aussieht, als darum, wie der zeitliche Weg aussieht, der
dorthin führt.
2.6 Der Geist der Kindheit
Jesus sagte zu Seinen Jüngern: “Wenn ihr nicht umkehrt und wie die
Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.” Die Gesinnung eines Kindes in seinem noch reinen Zustand ist eine Bedingung,
die ewige Glückseligkeit zu erreichen, weil in dieser Gesinnung eine Anzahl von Tugenden vereint sind, ebenso wie ein schärferer Sinn dafür,
was wirklich zählt. Solange die Kinderseele nicht zu sehr durch die Welt
und ihre unchristlichen Werte verunreinigt ist, “fühlt sie sich besser in die
Dinge des Himmels ein”. Ein Kinderherz fühlt sich noch besser in die Eigenschaften ein, die Gott bei der Schöpfung in jede Seele legt, weil diese der Seele auf dem Weg zum ewigen Heil helfen sollen und ihr das
Gepäck verschaffen sollen, für die Verwirklichung von Gottes Plänen zu
kämpfen. Dieses Gepäck setzt sich aus Einfachheit, Frohmut, Sanftmut,
Reinheit, Demut, Gehorsam, Fügsamkeit, Gelehrigkeit, Hingabe und Aufrichtigkeit zusammen.
Solange seine angeborene Reinheit nicht völlig durch die Einflüsse aus
seiner Umwelt und die oft unrichtigen Lehrsätzen aus seiner Erziehung
zerstört wird, vertraut ein Kind ohne weiteres auf die Weisheit derjenigen, unter deren Obhut es steht (Eltern, Lehrer usw.) Aus diesem Grunde tragen Seelen mit einer Erziehungsaufgabe eine sehr große Verantwortung für das Heil der Seelen, die ihnen anvertraut sind. Das Kind
selbst ist gleichsam ein Muster der wahren Weihe: Es bietet sich sozusagen denjenigen dar, in die es Vertrauen hat, und lässt sich von diesen
Letztgenannten führen.
Die Kinderseele wird als die Trägerin eines Keimes der Reinheit in die
Welt gesandt. Dieser Keim wird sehr bald dadurch verunreinigt, dass eben das ganze Wesen der Welt unrein geworden ist. Dieser Prozess hat
mit der Erbsünde angefangen und ist in dem Maβe immer deutlicher geworden, wie sich die Geschichte der Menschheit weiter entwickelte. Der
Geist der Kindheit ist ein Geist, der dem Geist Gottes nahe ist. Je nachdem dieser Geist in dem aufwachsenden Menschen erkrankt (und letzten Endes oft getötet wird), treibt die Seele weiter von Gott und Seinen
Plänen ab. Aus diesem Grunde ist es von wesentlicher Bedeutung, dass
sich jede Seele möglichst bald überlegt, wie der Rückweg zu der Lehre
Christi anzutreten ist.
Was macht die Kinderseele zum Muster der Einfachheit? Zwei Tugenden
tun dies (und zwar die Größten von allen): die Liebe und die Reinheit.
Die Seele soll danach streben, die Liebe und Reinheit der Stunde ihrer
Schöpfung zurück zu gewinnen. Die Seele, die nicht umkehrt und wie ein
Kind wird, kann nicht in das Himmelreich kommen, weil sie sich vom Bal46
last allen weltlichen Denkens und Fühlens beherrschen lässt. Wie ein
Kind zu werden, heißt: Die Herrschaft der weltlichen Dinge und Einflüsse in sich selbst zu entthronen und diese Herrschaft Denjenigen
zu übertragen, die uns tatsächlich zum Heil führen können und
werden: Gott und Maria. Es heißt weiterhin: unser eigenes Leben
wie ein Kind zu führen, das in seinem Spiel aufgeht, aber zur gleichen Zeit dieses Leben wie selbstverständlich von Denjenigen
Richtung geben zu lassen, die uns führen: Gott und Maria.
Betrachtung
3. Die Wüste und die Oase
Eingebung Mariens, der Herrin aller Seelen, an “Myriam van Nazareth” in
einer Vision mit Erläuterungen während der Morgenweihe an die Herrin
aller Seelen am 5. März 2009.
Maria: “Ich gebe dir diese Bilder und die Weisheit, sie in Worte zu fassen, als Hilfsmittel, wodurch die Seelen Mir in tiefer Betrachtung ihre
ganze Vergangenheit und ihre inneren Gesinnungen weihen können.
Jede Seele kann sich selbst, ihr Leben und ihre tiefsten – manchmal
verborgenen – Wünsche in diesen Bildern erkennen und sich aufgrund
derer für ein Leben zu Diensten der größten Werke der Göttlichen Dreifaltigkeit entscheiden, die ja in der Herrin aller Seelen angesammelt
sind.” (5. März 2009)
BETRACHTUNG
Das Leben in der Welt ist wie eine Reise durch die Wüste. Die reisende
Seele hat täglich feindlichen Einflüssen die Stirn zu bieten: dem scheuernden Sand, der Dürre, der sengenden Hitze, Schlangen und Skorpionen und einer trostlosen Landschaft.
Mitten in der Wüste liegt eine bezaubernd schöne Oase, ein Ort der Zuflucht und des Schutzes gegen die Feindlichkeiten des weltlichen Lebens. In der Oase herrscht eine völlig andere Atmosphäre, eine ganz
andere, sauerstoffreiche, nicht trockene Luft, es blühen Blumen und es
wachsen Palmbäume und Ziersträucher. Die Sonne dort ist entzückend
und mild.
In der Wüste leidet der Reisende unter:
- der sengenden Hitze von dem andauernden Fieber der Versuchungen;
- der Dürre des aussichtslosen, inhaltslosen weltlichen Lebens;
- dem heißen Wind der Leidenschaften, der Stürme im Herzen;
- dem Sand der Prüfungen, dem Sand aller weltlichen Eindrücke und
dem Sand jedes Mangels an Halt, in welchem die Seele versinkt, wo47
durch ihre Reise erschwert wird, und welcher während der inneren
Sturmwinde in ihr ganzes Wesen beißt;
- den Bissen von Schlangen und Skorpionen, die mit dem Gift aller weltlichen Einflüsse die Seele krank machen.
Dann und wann kann die Seele in der Wüste etwas von dem aus der
Oase herüberwehenden Duft spüren, wenn der Geist Gottes in ihrem
Herzen spricht und sie auf Seine Stimme hört. Wenn die Seele diesen
Duft wahrnimmt, kann sie sich inständig wünschen, sie möge wahrhaftig
geheilt werden, und sich nach einem neuen Leben sehnen. Wenn dieses
Gebet erhört wird, wird es der Seele für eine Weile ermöglicht, ihre Reise
auf dem Rücken eines Kamels fortzusetzen. Sie findet innerlich ein bisschen Ruhe, findet teilweise den inneren Frieden zurück und kommt wieder ein bisschen zu Kräften. Das Kamel ist Zeichen der Hoffnung, die
Gottes Vorsehung auf den Weg der Seele gebracht hat und die es ermöglicht, die Reise in das Land der Befreiung ein wenig zu beschleunigen.
Je nachdem das Verlangen nach innerer Heilung stärker wird und länger
dauert, wird die Seele kräftiger in Richtung der Oase getrieben. An einem gewissen Tag erreicht sie das Zugangstor zur Oase. An jener Stelle
bringt sie ihren Wunsch zum Ausdruck, ein neues Leben zu beginnen,
und wird sie hereingelassen.
Der König der Wüste ist Satan. Die Oase allerdings ist das Reich Mariens, der paradiesische Garten Ihres Unbefleckten Herzens, in dem
sämtliche Wunderwerke des Schöpfers angesammelt sind, so dass dieser Garten alles enthält, was nötig ist, um die Seele im Hinblick auf die
ewige Glückseligkeit neu zu gestalten. Die gesamte Oase ist von Ziersträuchern und Palmen umsäumt, die einen Zaun gegen sämtliche Bedrohungen aus der Wüste bilden. Die Königin der Oase strebt danach,
Ihr Reich dauernd zu erweitern, weil es Gottes Reich ist, dessen Früchte
von Ihr verwaltet werden. Sie strebt diese Erweiterung dadurch an, dass
Sie immer mehr Seelen aus der Wüste zu Sich zu ziehen versucht. Sie
ist unendlich viel mächtiger als der Wüstenkönig, aber Sie zwingt niemanden dazu, in Ihren Dienst zu treten.
Sobald der Reisende durch das Tor in die Oase hereingelassen worden
ist, werden ihm die Kleider ausgezogen, er wird gewaschen, von jeder
Spur des Wüstensandes gereinigt, erquickt und seine von Schlangenund Skorpionenbissen herbeigeführten Wunden werden gepflegt. Die
Heilung kann beginnen. In der Seele ist soviel Gift im Umlauf, dass sie
chronisch krank ist. Der Reisende weiht sich der Königin der Oase als
Diener, und ihm wird aufgrund dieser Weihe ein neues Kleid angezogen,
das zeigt, dass er künftighin dem Reich Mariens angehört.
In der Oase herrscht eine dem Reisenden neue Atmosphäre. Während
in der Wüste die heißen Winde wehen, die dafür sorgen, dass der Sand
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sich aufnimmt und lebt. Derjenige, der nicht von der Überzeugung
durchdrungen ist, dass Gott (oder Maria) alles in seinem Leben ändern
kann, vorausgesetzt, er gibt sich Gott (oder Maria) total hin, in einer bedingungslosen Weihe, kann sich nicht als Christ bezeichnen, ohne sich
selbst zu betrügen. Wenn Gott bemerkt, dass sich die Tür unserer Seele
nur schwer für Ihn öffnet, versteht Er dies wie eine Kommunikationsstörung zwischen uns und Ihm. Infolgedessen wird Er nur zögernd in uns
hereinkommen; denn Er kommt nie ungefragt oder unerwünscht bei uns
zu Besuch, und wenn die Tür unserer Seele beim Öffnen beträchtlich
knarrt, könnte sie beschädigt werden, falls Er sie nicht äußerst vorsichtig
öffnen sollte. Diese Vorsicht hat zur Folge, dass wir Geduld haben
müssen, und zwar umso mehr, wie unsere Liebe und unser Glaube
unbeständiger sind.
Ich möchte jede Seele an die Prüfung Abrahams erinnern. Gott lud Abraham dazu ein, mit seinem einzigen Sohn Isaak zu einem Berg zu reisen, um das Kind dort als Brandopfer Gott darzubieten. Versetzen wir
uns in die Schuhe Abrahams: Gott erwartet von uns eine Wahl zwischen
der Welt (das Leben unseres Kindes sicher zu stellen) oder den Interessen Gottes (wir sollen dasjenige, was uns auf Erden am Teuersten ist,
Gott anvertrauen). Wir werden uns die Frage stellen: Wieso verlangt Gott
dies von mir? Was geschieht, wenn ich gehorche, und was, wenn ich es
nicht tue?
Im Allgemeinen entscheidet sich die Seele zugunsten desjenigen, was
sie konkret “in den Griff bekommt”: Gottes Einladung nicht Folge zu leisten, heißt wenigstens, die weltlichen Sicherheiten nicht aufzugeben. Allerdings, die Seele, die über das Weltliche hinausschaut, sehnt sich nach
nichts anderem mehr, als dass sich die Werke Gottes verwirklichen. Das
ist die geheime Macht der totalen Weihe: der felsenfeste Glaube, dass
Gott weiß, was Er verlangt, und dass Er uns eine Schmerz erregende
Einladung nicht einmal ins Herz schreiben würde, wenn Er nicht wüsste,
dass die Erfüllung derselben für die Seele am Besten wäre. Totales Vertrauen in Gottes Wirkung, Vermittlung und Weisheit ist eine Gabe
an die Seele, die sich wirklich wünscht, alles mit Gott zusammen zu
tun. Diese Seele wird alles bekommen, was innerhalb der Pläne
Gottes nur irgendwie einen Platz erhalten kann.
Eine Gottesfurcht, die vom Verlangen getrieben wird, unseren eigenen
(weltlichen) Interessen zu dienen, ist kein echter Glaube. Echter Glaube
ist die Bereitschaft zur vollkommenen Hingabe an Gott in der Überzeugung, dass dies für die Seele der einzige unfehlbare Weg zum
ewigen Heil ist. Halten wir uns dies vor Augen, wenn es schwierig wird,
Christ zu sein: Jede Prüfung ist lediglich ein weltlicher Stein auf unserem
Weg, aber der Seele, die eher auf den Schöpfer des Weges schaut
(Gott) als auf die Aussicht des Weges, ist die Bestimmung (das Ewige
Heil) zugesichert. Kümmern wir uns vielmehr darum, wie unser Garten in
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Reichtümern (das heißt: mit allem Weltlichen) um Gottes Weisheit zu erlernen.
Jesus wies darauf hin, um klar zu stellen, dass sie, die Juden, das von
Gott auserwählte und in spiritueller Hinsicht so reichlich begnadete Volk,
den Messias Selbst in ihrer Mitte hatten und trotzdem sehr ungläubig
und gleichgültig waren, während eine heidnische Frau, die alles Weltliche besaß, an dem sie hätte angekettet bleiben können (Macht, Reichtum und Schönheit), alles im Stich ließ, um sich den himmlischen Dingen
zuzuwenden. Etwas Ähnliches soll den Christen der letzten Zeiten
betont gesagt werden: Diejenigen, die es nicht wussten und aus
dem Grunde noch entschuldigt werden können, werden gegen euch
auftreten und euch verurteilen, es sei denn, ihr kehrt jetzt zu dem
einen wahren Messias, dem Christus, zurück.
Es ist wenig lobenswert für viele Seelen, die sich selbst in diesen letzten
Zeiten noch als Christen betrachten, dass sie glauben, das Gleichnis Jesu vom Senfkorn sei lediglich als eine Art poetischer Übertreibung zu betrachten: “Wenn euer Glaube auch nur so groß wäre wie ein Senfkorn,
würdet ihr zu dem Maulbeerbaum hier sagen: Heb dich samt deinen
Wurzeln aus dem Boden und verpflanz dich ins Meer!, und er würde
euch gehorchen.” Ein Korn ist ein Lebenskern, aus dem Früchte, Blumen
und Blätter hervorkommen. Ein Senfkorn ist winzig. Somit sagt Jesus eigentlich das Folgende: Sogar wenn euer Glaube nur die kleinst mögliche Lebensquelle wäre, würde eure Fähigkeit, Dinge (also: auch
die Welt und all sein Elend) umzugestalten, noch eure Vorstellung
übersteigen. Mit anderen Worten: Durch unseren Glauben können
wir die Welt ändern.
Wunder geschehen immer noch, aber nur dort, wo die bittende Seele
ohne jegliche Hemmung ihre Tür zu öffnen weiß - gut geölte Gelenke
besitzt - und ein Auge für die himmlischen Vermittlungen hat. Diese
Vermittlungen vollziehen sich mach Mal indirekt, und nur dem Herzen,
das Gottes Werke wiedererkennt, wird es dann gegeben sein, das Wunder zu bemerken. Darüber hinaus werden viele übernatürliche Vermittlungen in unserer modernen Welt lediglich als “Zufall” bezeichnet. Zufall
ist eine Illusion, etwas nicht Existierendes: Nichts ist “Zufall”; alles, was
geschieht, vollzieht sich in einer bestimmten Weise und zu einem bestimmten Zeitpunkt, weil es so verfügt worden ist. Nur der Mangel an
Glaube und Erleuchtung der betreffenden Seelen macht die Wunder unsichtbar, oder schlimmer: unmöglich.
Unzählig sind die Christen, die eine Kerze anzünden, ein Gebet herleiern
oder an einer Pilgerfahrt teilnehmen, um eine Gunst zu erhalten, zur
gleichen Zeit jedoch nicht die geringste Spur eines wahren Glaubens
aufweisen. Diese Seelen sind in Gottes Augen keine Christen mehr,
sondern irrende Seelen. Ein Christ ist eine Seele, die die Lehre Christi in
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an der Seele scheuert und diese verwundet, ist in der Oase nur die wohltätige Brise des Heiligen Geistes spürbar, welche die Eingebungen von
Gottes Vorsehung und Weisheit sanft in die Seelen hineinfließen lässt.
Die Landschaft dort ist Trägerin des wahren Lebens. Im Gegensatz zum
Anblick der Wüste ist der Anblick der Oase von Farben, von unendlicher
Verschiedenheit, von bezaubernden Düften und Entzückungen für die
Seele und das Herz erfüllt. Darüber hinaus ist die Oase vollkommen frei
von Gefahren: Es herrscht lauter Göttliche Liebe. Die Wüste bot nur eine
einzige Quelle vermeintlicher Entzückung: die Sonnenwärme, die allerdings nur die Sinne streichelte und nur im Körper Erregungen auslöste,
die sich jedoch in der Seele rasch in das Fieber chronischer Krankheit
verwandelte.
Die Königin der Oase pflanzt in jeden Ihrer Diener einen Palmbaum, und
zwar:
- die Siegespalme des Triumphes Mariens über die Seele, über ihren
Lebenslauf und über den Wüstenkönig;
- die Palme des Sieges der Seele über sich selbst, über ihre alten Gewohnheiten und Anhänglichkeiten.
Die Palme in der Seele und die Palmen in der ganzen Oase wogen leise
auf der Brise des Heiligen Geistes und weisen dadurch auch auf den inneren Frieden und die innere Ruhe von dem Diener Mariens hin, ebenso
wie auf die Unerschütterlichkeit und Unbesiegbarkeit seiner Herrin. Die
Palmen und die vielen anderen Bäume und Ziersträucher in der Oase
durchdringen die Luft mit einem unermesslichen Reichtum an Sauerstoff
der Göttlichen Beseelung, welche die Seele voll atmen lässt und sie völlig im wahren Leben untertaucht.
In der Oase findet die Seele unzählige Obstbäume mit den unterschiedlichsten Früchten des Göttlichen Lebens: mit sämtlichen Tugenden, mit
jeglicher Nahrung für die vollkommene Heiligung.
Die Oase ist das Reich Gottes auf Erden, in dem Maria als die unbestreitbare Königin eingesetzt worden ist. Sie verwaltet dort das Wachstum und die Blüte sämtlicher Palmen, Obstbäume, Blumen und Ziersträucher. Sie ist auch die Herrin der kristallklaren Wasserquellen, in denen Sie Ihre Untertanen zu gegebenen Zeitpunkten Waschungen unterzieht, damit diese innerlich tief gereinigt werden. Sie wäscht dadurch die
letzten Spuren des Wüstensandes und der Gifte von Schlangen- und
Skorpionenbissen aus den Seelen weg, und lässt sie ungehemmt von
dem Wasser der Wahrheit Gottes trinken.
Die Seele, die in der Oase lebt, ist Untertan eines Reiches, in das kein
Wüstensand mehr hineindringt. Sie kann sich allerdings immer noch
freiwillig zum Tor begeben, um dort wieder in die Wüste zu schauen, und
sie kann dadurch wieder verseucht und verunreinigt werden. Bei ihrem
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Eintritt in die Oase sind der Seele die Kleider ihrer Erinnerungen, Gewohnheiten und Anhänglichkeiten ausgezogen worden, weil diese den
Sand der weltlichen Erfahrungen in sich trugen, der durch die Winde der
innerlichen Stürme die Seele verwundete und ihre Augen gegen Gottes
Wahrheit blendete.
Jedes Mal, wenn die Schlangen von schmerzvollen Erinnerungen und
von Vergiftungen durch weltliche Einflüsse in die Oase hineinzudringen
versuchen, werden diese auf den einfachen Hilfeschrei des Gebetes von
Seiten der bedrohten Seele unter dem Fuß der Königin der Oase getötet.
Die Seele wird in der Oase nicht gefangen gehalten. Sie ist dort freiwillig
Untertan. Jeden Tag, an dem sie sich aus freiem Willen dazu entscheidet, im Dienst Mariens zu leben, genießt sie den Lohn der Früchte aus
dem paradiesischen Garten der Herrin, das Wasser des Göttlichen Lebens und die sauerstoffreiche Luft der Beseelungen durch die Göttliche
Weisheit und die Ewige Wahrheit. Das Dienstwerk der Seele in der Oase
besteht hierin:
- sie hat dafür zu sorgen, dass sie sich rein und gut genährt erhält, damit
sie des Kleides einer Dienerin Mariens und sämtlicher Entzückungen
des Göttlichen Lebens würdig ist, und
- sie wird regelmäßig in die umgebende Wüste gesandt, um diese dadurch zu kultivieren, dass sie Gottes Wahrheit mit Seelen teilt, die noch
durch die Wüste ziehen. So werden die ausgedehnten dürren Böden
für die heilige Saat aus der Oase empfänglich gemacht.
Maria, die Herrin aller Seelen, krönt Ihr Gleichnis mit den nachfolgenden Worten: “Im Februar 2007 rief Ich die Seelen zum ersten Mal
dazu auf, Mir täglich 33 Male das nachfolgende Bittgebet darzubringen:
‘Maria, mächtige Herrin aller Seelen, erwirke uns totale Vergebung, Reinigung und Wiedergeburt’. Seht doch, wie sehr dieses Bittgebet in diesem Gleichnis ihre Auswirkung findet:
- Vergebung findet bereits statt, wenn der Seele beim Eintritt in Mein
Reich ein neues Kleid angezogen wird. Ihr altes ‘Ich’ wird dabei von
Gott ‘vergessen’. Er betrachtet die Seele künftighin gleichsam in einem
neuen Kleid. Dieses Kleid kann noch bekleckert werden, jedes Mal,
wenn sich die Seele dadurch Meiner Herrschaft entzieht, dass sie eine
Sünde gegen das Gesetz der Oase begeht. Es wird bei jeder Erneuerung der totalen Weihe an Mich wieder anprobiert und wird in jeder in
aufrichtiger Gesinnung gesprochenen, sakramentalen Beichte tief gereinigt;
- Reinigung findet während der Waschungen an den Quellen in der Oase statt, und jedes Mal, wenn die Seele dort vom Wasser des Göttlichen Lebens trinkt, aber auch jedes Mal, wenn sie die Gnade annimmt,
Mir total nachzufolgen;
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unsere Seele in dem Maß leichter total für Gott, wie unser Glaube vollkommener ist.
Der Glaube zeigt sich nicht nur in den großen Dingen, sondern an erster
Stelle in den vielen kleinen Dingen, die unseren Alltag gestalten. Wenn
wir ganz ehrlich in uns hineinschauen, spüren wir, dass wir im Laufe eines Tages wiederholt von einem gewissen Zweifel, einem gewissen Gefühl der Unsicherheit oder der Zurückhaltung darüber befallen werden,
was im nächsten Augenblick oder in einer ferneren Zukunft auf uns wartet. Jeder dieser Augenblicke bildet einen kleinen Stein auf unserem Lebensweg, über den wir fallen können oder der uns wenigstens hindern
kann, voran zu kommen. Der Glaube ist hier wie eine Bürste, die uns
voran geht und die jedes Steinchen entfernt, sobald es auf dem Weg erscheint.
Durch das Maß unseres Glaubens helfen wir selber mit, zu bestimmen,
in wie fern sich die Macht Gottes in unserem Leben bemerkbar machen
kann. Gott ist von Natur aus allmächtig. Maria ist auch (wie Sie in den
Offenbarungen der Herrin aller Seelen erläutert) “allmächtig in der Ordnung der Gnade”, indem Sie uneingeschränkt über die Macht und die
Gaben Gottes verfügen kann. (Gott hat dies so verfügt, weil Maria sonst
nicht die Führung im Kampf des Lichtes gegen die Finsternis in den Letzten Zeiten hätte antreten können, wie es die Göttliche Weisheit erlassen
hatte.) Trotzdem können weder Gott noch Maria etwas für uns ändern,
wenn unser Glaube mangelhaft ist. Das kommt dadurch, dass Gott uns
einen freien Willen geschenkt hat und Er diesen nie unwirksam macht.
In diesem Sinne könnten wir sogar sagen, dass die Macht des Glaubens
größer ist als die Macht Gottes: Gott will unendlich viel gute Dinge für
uns tun, aber unser Mangel an Glauben kann Ihn vollkommen daran hindern. Umgekehrt ist es so, dass in dem Maß, wie unser Glaube vollkommener wird, wir mehr von Gott bekommen können. Die Christen dieser Zeit haben manchmal den Eindruck, dass es keine Wunder mehr
gibt. Das liegt nicht an Gott, sondern an der Tatsache, dass in dieser
modernen Welt der Glaube an Gott und das Vertrauen in Gott allein viel
weniger ausgesprochen sind als es unter den Christen aus den ersten
Jahrhunderten nach Christo der Fall war.
Ich erinnere an die Predigt, in der Jesus sagte: “Die Königin des Südens
wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie
verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos
zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.” Die Königin des
Südens war die mächtige Herrscherin von Saba, einem reichen Land,
die jedoch nach Israel reiste, um dort von König Salomo zu erfahren, wie
er sein Land mit einer solchen großen Weisheit regierte. Die Königin war
eine Heidin. Als sie aber erfuhr, dass Salomo seine Weisheit von Gott
erhalten hatte, verließ sie trotzdem sofort ihr Land mit allen seinen
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der Schöpfung. Deswegen wirkt jeder Widerstand gegen die Prüfungen Gottes Plan entgegen und bildet somit ein nicht christliches
Verhalten.
Jesus hat uns noch eine andere Form gelehrt, das Leiden als kostbares
Geschenk anzunehmen: Er hält dem Christen vor, dass er ein Vorbild
der Friedfertigkeit sein soll, indem er seinen Verfolgern die andere Backe
hinhält. Die christliche Lehre ist wesentlich eine Lehre des Pazifismus
(der Liebe zum Frieden). Das “Auge um Auge, Zahn um Zahn” ist eine
Richtlinie des Teufels. Gott will keinen Streit; denn Streit gedeiht nur auf
dem Mangel an Liebe, und da wird die Domäne des Satans betreten.
Der einzige Kampf, der dem Christen erlaubt ist, ist der gegen das Böse,
und das heißt an erster Stelle: der Kampf gegen das Böse in uns. Dieser
Kampf fügt keinen Schaden zu, ganz im Gegenteil, er ist an Selbstverbesserung orientiert und kommt dadurch letzten Endes anderen zugute.
Tatsächlich, je mehr wir unsere eigenen finsteren Züge bekämpfen, umso mehr nähern wir uns dem Licht (Gott, der Liebe), und umso größer
wird unsere Fähigkeit, unserem Mitmenschen Licht und Liebe zu schenken.
Würde jeder Christ verbissen und mit Ausdauer das Böse in sich bekämpfen, so würde Gottes Reich des Friedens bald Wirklichkeit werden;
denn in einer Gemeinschaft von Herzen, die keine Finsternis mehr zulassen, findet Satan, der Fürst des Unfriedens, keine Nahrung mehr.
2.5 Bedingungsloser Glaube
Jesus lehrte uns den bedingungslosen Glauben an Gott. Er zeigte Seiner
Umgebung, dass der Glaube die Hauptvoraussetzung sei, um die Vermittlung Gottes zu erwirken. Immer wieder wies Er die Seelen nach ihrer
Heilung darauf hin, dass sie ihren neuen Zustand dem Glauben zu verdanken hätten, den Sie in Gott gesetzt hatten. Es ist von wesentlicher
Bedeutung, dass wir diese Lektion auf alle Umstände unseres Lebens
anwenden. Glaube hängt mit Vertrauen zusammen, und diese beiden
bilden das Fundament für Weihe. Zu dem unübertroffenen Wert der
Weihe habe ich bereits vieles geschrieben und auch im dritten Kapitel
dieses Manifestes werde ich darauf zurückkommen.
Wenn wir die Liebe als die Tür zwischen unserer Seele und Gott betrachten, wäre der Glaube mit dem Öl vergleichbar, das die Gelenke dieser Tür schmieren soll. Durch die Liebe können wir uns vollkommen öffnen oder verschließen für Gott, Seine Kräfte und alle Seine Gaben und
Gnaden. Mangel an Liebe ist wie eine Tür, die geschlossen bleibt. Das
Maß, in dem sich die Tür leicht öffnen lässt oder nicht, wird vom Zustand
der Gelenke bestimmt: Insofern diese gut geölt sind, lässt sich die Tür
hemmungslos öffnen. Auf ähnliche Weise öffnen sich unser Herz und
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- Wiedergeburt findet in vielen aufeinander folgenden Schritten statt,
jedes Mal, wenn die Seele von den Früchten aus dem paradiesischen
Garten Meines Herzens isst. Ich verschenke diese Früchte im Übermaß in allen Schriften, die Ich durch Meinen Propheten zu den Seelen
trage.
In der Herrin aller Seelen sind totale Vergebung, Reinigung und Wiedergeburt, weil Sie die vollendete Brücke zum Herzen Gottes im Reich des
Ewigen Frühlings ist.”
Gebete
173. Weihe unserer Kinder an Maria
Liebe Mutter Maria,
unter Deinen mütterlichen Schutz und unter Deine Führung stelle ich
heute unsere Kinder; denn sie stützen morgen die neue Welt, die so viel
Bedarf an heiligen Seelen hat.
O Königin des Himmels und der Erde, bewahre wie eine kostbare Perle
in Deiner Krone die Reinheit, die Gott bei ihrer Geburt in ihre kleine Seele gelegt hat; denn einst soll sie ihr großer Schatz an der Himmelspforte
sein.
Siehe ihr kleines Herzchen, es ist ein Blümchen, um die herum die Engel
spielen. Ich gebe es Dir in die Hände, damit es nicht verwelkt und in
Wärme blühen möge, bis Du es für Jesus pflücken wirst.
Möge der Heilige Geist auf Dein Gebet hin ihren jungen Geist erhellen
und Feuer und Glauben in den Boden ihrer Seele säen, damit die Blume
ihres Herzens niemals durch das Ungeziefer von Hass, Selbstsucht und
Gottlosigkeit verwüstet wird.
Öffne ihr Herz für die Gnade einer tiefen Gottesfurcht zu Jesus und zu
Dir Selbst, damit sie nach Gottes Wohlgefallen wachsen mögen im Widerstand gegen die zahllosen Versuchungen, womit die Welt Gottes Edelsteine in den Abgrund stürzt.
Geruhe, ihre unsicheren Schritte zu leiten, damit sie nie verloren gehen
auf dem Weg der Gerechtigkeit, der sie über Berge und durch Täler zu
Gottes Herrlichkeit führen soll; denn im Ewigen Reich des Vaters spielen
nur diejenigen, die wirklich Kind geblieben sind.
Küsse ihre kleinen Hände, damit sie immer freigiebig sein mögen und
alles, was sie berühren, durch ihre Reinheit gesegnet werden möge.
Ich gebe Dir ihre Krankheiten und Schmerzen, worin ihre kleinen Körper
so viel ausbüßen, das ihre junge Unschuld nicht begreift.
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Ich gebe Dir allen ihren Kinderkummer. Wie süß werden selbst ihre Tränen werden, wenn Dein engelhafter Anblick ihre kleinen Augen streichelt.
O zärtliche Mutter von Liebe, so wie Gott Dir den kleinen Jesus anvertraute, lege ich in Hingabe und Glauben unsere Kinder in Deine Arme.
Manchmal werden ihre Wege endlos scheinen, doch ich weiß jetzt, dass
Deine Liebe sie auch weiterhin tragen wird, wenn mir dazu die Kraft fehlt.
Manchmal wird ihre Reise durch dies Leben hindurch sie enttäuschen,
doch ich weiß jetzt, dass Du sie auch entlang dem Wegrand erwarten
wirst, wenn ich nicht mehr da sein werde.
Manchmal wird ihr Herz verzehrt werden durch die Verlockung eines anderen Weges, der nicht zum Heil führt, doch ich weiß jetzt, dass Du sie
immer auf den guten Weg zurück bringen wirst, weil ich sie heute Dir gegeben habe.
174. Gebet zu Jesus nach der Heiligen Kommunion
Lieber Jesus,
Du hast Dich herabgelassen, als ein für mich zum Schlachtopfer gewordener Gott in dem Himmelsbrot zu mir zu kommen.
Das Wort ist Fleisch geworden, damit das Licht für immer in der Finsternis scheint, und das Fleisch hat sich jetzt aus Liebe meiner hungrigen
Seele gegeben.
Mein Herr und mein Gott, Du hast meinen kleinen Tempel durch die Tür
betreten, durch die mein Herz sich über die Welt ausgießt. Möge kein
unreines Wort mehr das Portal des Tempels des Heiligen Geistes verunreinigen.
Geruhe, jetzt Deine Reise durch mein ganzes Wesen hindurch fortzusetzen.
Möge die Ausgießung Deiner Selbst sich in meinem Blut vollziehen, damit mein Herz und jede Zelle meines ganzen Wesens befruchtet werden
möge mit Deinem Licht, Deiner Weisheit, Deinen Tugenden und Deiner
geheimnisvollen Göttlichen Gegenwart.
Erfülle mein ganzes Wesen mit dem Göttlichen Licht, damit alle Finsternis aus mir fliehen möge.
Möge Dein Verweilen in mir zusammen mit der allmächtigen Fürsprache
meiner Himmlischen Mutter Maria, die Du in mein Herz eingeladen hast,
jetzt den Heiligen Geist auf mich herab rufen, damit ich heute aufs Neue
als ein heiliger Apostel des Ewigen Lichtes geboren werden möge.
***
52
Verkettung von Verfolgungen, seelischen Leiden, Verleumdung und Unverständnis gegenüber Seiner Mission. Als sich die Stunde Seiner großen Leiden näherte, erklärte Er eindeutig, dass der Menschensohn ausgeliefert werden sollte, dass es die Schrift so prophezeit hatte und dass
alles in Erfüllung gehen sollte. Als Petrus antwortete, dass dies nie geschehen dürfe, erwiderte Jesus: “Weg mit dir, Satan, geh Mir aus den
Augen! Du willst Mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn,
was Gott will, sondern was die Menschen wollen.” Diese Aussage enthält
eine der wichtigsten Thesen für die Christen aller Zeiten: Gottes Wille
muss der Maßstab und die treibende Kraft all unseres Tuns und
Lassens sein und bleiben, und wenn Gottes Plan es so verfügt,
dass wir zu einem gewissen Zeitpunkt einem bestimmten Leiden
unterzogen werden sollen, so sollen wir das in Liebe hinnehmen.
Alle Leiden werden nur von dem Menschen verlangt, wenn dazu die
Notwendigkeit vorliegt, und der letztendliche Zweck liegt immer in Gottes
Verlangen, die Menschheit in einer Welt vollendeter Liebe und vollkommenen Friedens an einem Leben in Heiligkeit teilhaben zu lassen. Eine
Seele, die sich dem Leiden und den Prüfungen widersetzt, kann
sich selbst nicht als Christ bezeichnen. Wenn man das Leiden, das
einen geliebten Mitmenschen trifft, nicht akzeptiert, wäre dies scheinbar
als große Liebe zu betrachten, aber trotzdem ist dies eine menschliche
Betrachtungsweise. Leiden, das in Liebe hingenommen und geweiht
(bewusst aufgeopfert) wird, bildet eine mächtige Quelle der Erlösung für
die Welt, der Verherrlichung für Gott und der Heiligung der leidenden
Seele selbst, indem Leiden eine unübertroffene Macht besitzt, das Böse
zu brechen. Die Seele soll nicht das Leiden suchen; denn dann verstößt
sie gegen die Tugend der Vorsicht und kann sie darüber hinaus Gottes
Plan mit ihr als Individuum hemmen. Aber sie soll auf jeden Fall für die
Gnade beten, das Leiden womöglich in Freude oder wenigstens ohne
Widerstand zu akzeptieren. Falls der Seele von einem Mitmenschen Leiden zugefügt wird, soll sie für die Bekehrung dieses Mitmenschen beten.
Sie darf auch andere Seelen bitten, für diesen Mitmenschen zu beten,
insofern sie weiß, dass diese anderen Seelen die Gebetsabsicht aufrichtig ins Herz schließen und nicht dazu neigen werden, den betreffenden
Mitmenschen zu verleumden. Falls die Seele befürchtet, das Letztere
dürfte der Fall sein, so ist es besser, sie übermittelt diesen anderen Seelen keine Informationen; denn sie könnte dadurch sämtlichen beteiligten
Seelen Schaden zufügen.
Selig, die Seele, die begreift, dass Leiden, Prüfungen, Bürden, Krankheiten, Schmerzen und Ermüdung eine notwendige Komponente des irdischen Lebens bilden. Alles Leiden wird durch die Sünde herbeigeführt. Die Sünde muss wiedergutgemacht werden; denn sie ist
Quelle einer Schuld gegenüber der Göttlichen Gerechtigkeit, und
jede nicht ausgeglichene Schuld stört das Gleichgewicht innerhalb
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des Blutes Jesu gibt es kein Göttliches Vermächtnis, keinen Bund zwischen Himmel und Erde. Ohne Beteiligung der Seele an diesem Opfer, indem sie der Wiederholung desselben in der heiligen Messe
beiwohnt, gibt es für sie keine Erlösung und kann sie sich nicht
einmal als Christ bezeichnen. Diese Erwägung ist von größter Bedeutung; denn dies heißt, dass das christliche Leben die Heilige Messe
zum Mittelpunkt haben muss.
Von einer Seele, die für dieses Leben auf Erden in einem Land mit
christlicher Tradition geboren wird, wird erwartet, dass sie diese Tradition
in sich fruchtbar werden lässt. Von ihr wird erwartet, dass sie begreift,
dass das Christentum auf der Grundlage des Gedächtnisses an das Opfer lebt, das Jesus Christus zugunsten der Menschheit vollbracht hat,
und dass sie dieses Opfer dadurch ehrt, dass sie sich auf sakramentaler
Weise (in der Heiligen Messe) daran beteiligt. Diese Beteiligung soll in
einer Gesinnung der Liebe und der Ehrfurcht erfolgen. Nichtbeteiligung
an der Heiligen Messe wird von Gott als Gleichgültigkeit gegenüber
Seinem Vermächtnis betrachtet. Wer eine Erbschaft nicht antritt, kann
deren Früchte nicht pflücken. Wer aus gültigen Gründen nicht an der
Heiligen Messe teilnehmen kann, kann seine Liebe und sein Verlangen
nach der Gemeinschaft mit Jesus Christus dadurch bezeugen, dass er
regelmäßig auf geistigem Wege kommuniziert, d. h., um die Einwohnung
Jesu in der Seele bittet, mittels eines Gebets, das gerade diese Vereinigung bezweckt. Das Kreuzesopfer von Kalvaria war ein Geschenk der
obersten Liebe. Von uns als Christen wird vollkommene Nachfolge verlangt, indem wir uns mit diesem Opfer in der Heiligen Messe vereinigen,
wobei wir uns unsererseits an Jesus wegschenken. Verstehen wir richtig,
dass wir bei der heiligen Kommunion Gott Selber in unserer Seele zu
Gast bekommen. Seien wir aufrichtig, ehrfürchtig und liebevoll. Christus
ist für uns am Kreuze gestorben. Uns obliegt die Verpflichtung, unsererseits für Ihn an der Welt zu sterben: bitten wir Ihn, Er möge alle
unsere Fehler am Kreuz festnageln und die Einflüsse der Welt auf unser
Herz in Seinem Blut ertrinken lassen, damit uns die Heilige Eucharistie
wahrhaftig Erlösung einbringen kann.
2.4 Der nicht zu überschätzende Wert des Leidens
“Wer nicht sein Kreuz trägt und Mir nachfolgt, kann nicht Mein Jünger
sein.” Sein Kreuz tragen, heißt, die Prüfungen auf dem Lebensweg zu
akzeptieren. Das ist ein wesentliches Element unseres Christ-Seins. Jesus hat Seine Lebensaufgabe dadurch gekrönt, dass Er buchstäblich
das Kreuz getragen hat. Er hat denjenigen, die Ihm nachfolgen, dadurch
ein großes Vorbild gezeigt, dem sie in ihrem eigenen Leben nachfolgen
sollten. Das Leben Jesu als Mensch war ein ununterbrochenes Vorbild
für den immensen Wert des Leidens. Sein Öffentliches Leben war eine
40
Viele Menschen sind sich dessen zu wenig bewusst, dass sie in der
Kommunion Gott empfangen. Die Kommunion ist ein unabschätzbares
Göttliches Geschenk, womit der Himmlische Vater den Christen erlaubt,
Jesus wirklich in sich zu tragen. Wenn der Mensch tatsächlich verstehen
könnte, was dies in seiner Fülle bedeutet, dann würde er vermutlich mit
einer anderen Verfassung des Herzens dieses Geschenk annehmen.
Bitten wir Maria, dass Sie uns auf diesen Göttlichen Besuch vorbereiten
möge. Einst wird uns der immense Wert dieses Geschehens deutlich
werden.
***
Liebe Mutter Maria, tiefe Liebe für Dich und für Gott ist ein unaussprechliches Göttliches Mysterium. Alles, was wirklich wertvoll auf dieser Welt
ist, ist für den menschlichen Mund unzugänglich. Vielleicht ist es auch
besser so; denn die größten Verseuchungen und Entheiligungen sind
bereits durch Menschenmünder geschehen.
(Myriam, 10. August 1998)
175. Gebet zu Maria, Mutter der Apostel des Kreuzes
Liebe Mutter Maria,
unter dem Kreuz hat Dein Geist mich ausgesandt, um sterbenden Seelen ihre Wiedergeburt in das Reich der Freiheit zu verkünden. Zum
Kreuz muss ich zurück, um dort für alles zu sterben, was Menschenherzen den Tod wählen lässt, damit das Licht der Welt verherrlicht wird.
Siehe, wie das Korn der Liebe unter dem heißen Atem von Gottes Feind
versengt.
O Mutter der Barmherzigkeit, richte es doch auf in der heilsamen Flut
aus der Quelle der Gnade, die der Erlöser für uns geöffnet hat.
Lässt Er ihr rettendes Wasser nicht aus Deinen zärtlichen Augen zum
sterbenden Korn fließen, damit die Halme gestreichelt werden?
Der Sämann muss auf Seinem hohen Acker sterben, damit jeder, der
den Weg dorthin vollenden will, sich an Seinem Brot sättigen kann.
Sein Blut und Deine Tränen ziehen unauslöschliche Spuren von schmerzendem Feuer und von Licht in meinem Herzen, das sich durch Deine
Hände zu einer kleinen Boje auf Seinen heiligenden Pfaden kneten lässt.
Aus meinem Mund muss das Echo Deines Rufes widerhallen; denn Dein
Wort küsst die Wände meines Herzens in Freude und Schmerz.
Meine Hände müssen das Heil verbreiten; denn Deine Hände salben
mich zum Apostel der unsterblichen Liebe.
53
Meine Füße müssen Wegweiser zum leuchtenden Kreuz sein; denn Deine Füße haben die Spuren des Messias gedruckt von der Nacht von
Bethlehem bis zur Finsternis von Golgatha.
O Kreuz, von der Welt verabscheut, wie bitter schmecken Deine Früchte
in dem Mund, der nur die Welt zu sich nimmt.
Doch mit welcher Macht entlädt Dein Licht sich in der aufgerissenen
Seele Deines Apostels, wenn der Blitz über Kalvaria die Verschmelzung
mit dem Geliebten einsegnet, der in Deinen Armen hat sterben wollen.
O Kreuz, goldener Schlüssel des Paradieses, wie sollte ich Dich nicht
lieben? Bist Du nicht gesegnet durch das Blut und die Tränen von Demjenigen, der Dich zum Ring der allerheiligsten Vermählung zwischen Gott
und meiner armen Seele gemacht hat?
O Mutter, was lähmt doch die Lämmer bei dem süßen Anblick des Gipfels vom Berg des Lebens? Weht von dem Berg nicht der heilige Wind,
der den gekreuzigten Leib des Erlösers und Deinen Schleier von Tränen
gestreichelt hat?
Wie viele sind auserkoren, doch wollen ungewaschen bei Tisch sitzen
zwischen dem Lamm und der Lilie? Strahlt das Licht auf dem Berg nicht
nur aus demjenigen, der seine Finsternis auf den Flanken zurückgelassen hat?
O trauernde Blume der obersten Glorie, sie tragen ihre Seele wie einen
toten Stein in sich. Lass die Morgendämmerung der Hoffnung in ihnen
anbrechen.
O verherrlichte Lilie, rufe sie zum Leben zurück. Wurde der harte Todesacker von Golgatha nicht zum Blumenbeet der Liebe?
Möge der Wind des Geistes die Vorhänge des kleinen Tempels lupfen,
den Du für Gottes Glorie bereitest, damit die Menschenaugen wirklich
sehen.
O Mutter des Lichtes, nimm mir mein weltliches Kleid. Wie ein Scheffel
verdüstert es die Lampe, die Du in meinem Herzen angezündet hast,
damit auch andere Lämmer die ewig grünen Weiden finden. Mache mich
zu einem heiligen Licht auf dem Berg, wo Christus auf den wartet, den
Du in Seinem Blut und Deinen Tränen gewaschen hast. Nähre mein
Herz mit dem heiligen Öl der Gnade, und seine Strahlen werden der
Welt die Größe der demütigen Blume verkünden, die den Fuß des Kreuzes von Ewigkeit zu Ewigkeit küssen wird.
54
kann diese Seele alles von Ihm bekommen, insofern es mit den Plänen
Gottes in Übereinstimmung ist. Vollkommene Nachfolge Jesu heißt, dass
wir jeden Augenblick des Tages unser Herz in Gott und in den Interessen des Himmels versinken lassen. Man kann nicht den ganzen Tag
Gebete mit festem Text aussprechen, und das wird auch von keinem erwartet. Was durchaus jeder tun kann, ist: alle seine Gefühle
an Gott und an Seinen Werken und Plänen orientieren. Das ist das
eigentliche Gebet; denn es öffnet ununterbrochen das Herz für Gott
und Seine Eingebungen in Bezug auf unsere Berufung: dasjenige,
was jeden Augenblick von einer Seele erwartet wird. Das wahre Gebet ist somit nicht an erster Stelle eine Reihe von Worten, die wir
aussprechen (sei es laut oder innerlich), sondern ein Seinszustand,
eine Gesinnung im Herzen.
2.3 Die Notwendigkeit der Heiligen Eucharistie
Noch vor Beginn der Stunde Seines Leidens, sagte Jesus: “Wenn ihr das
Fleisch des Menschensohnes nicht esst und Sein Blut nicht trinkt, habt
ihr das Leben nicht in euch. Wer Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt,
hat das ewige Leben, und Ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.”
Ein anderes Mal bezeichnete Er Sich Selbst als “das lebendige Brot, das
vom Himmel herabgekommen ist”. Noch ehe den Seelen klar geworden
war, dass Jesus eigentlich dazu in die Welt gesandt worden war, ein Opfer erlösenden Leidens zu vollbringen, verkündete Er bereits mit diesen
Worten, dass die Erlösung der Seele darin liegen würde, dass die Seele
Ihn Selber “essen” sollte: die vollkommene Einheit der Seele mit Gott,
indem die Seele die Gottheit buchstäblich zu sich nimmt. Jesus machte
die Notwendigkeit der Kommunion (= Gemeinschaft) zwischen der Seele
und Gott noch deutlicher bei der Einsetzung der heiligen Eucharistie am
Abend, an dem Seine Leiden begannen. Als Jesus das Brot brach und
den Kelch mit dem Wein hob, sprach Er die Worte, die wir immer noch
von der Heiligen Messe her kennen: “Nehmet und esset alle davon. Das
ist Mein Leib, der für euch hingegeben wird... Nehmet und trinket alle
daraus. Das ist der Kelch des neuen und ewigen Bundes, Mein Blut, das
für euch und für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Tut
dies zu Meinem Gedächtnis.” Jesus regt hier unverkennbar diejenigen,
die Ihm folgen, dazu an, sich durch die Jahrhunderte mit Seinem Leib
und Blut zu vereinigen, und zwar in Form des Brotes und des Weines,
die durch die Priester der Kirche Christi, der einzigen wahren Kirche Gottes, in allen weiteren Jahrhunderten dargeboten werden sollen zum Gedächtnis des Opfers, das Er, der Erlöser, während der darauf folgenden
Stunden darbringen sollte. Jesus fordert dadurch alle Christen auf, für
immer des Kreuzesopfers zu gedenken, und Er stellt klar, dass die
Seele nicht erlöst werden kann, falls sie sich nicht im Sakrament
der Eucharistie mit Christus vereint. Ohne das Opfer des Leibes und
39
ben. Wiederholt zog Er Sich zurück, um zu beten, häufig auf einen Berg,
einsam und in der Stille. Dadurch zeigte Er dem Menschen den großen
Wert des inneren Gebets in der Geschlossenheit des eigenen Herzens.
Jesus betete auch bei jeder Handlung, der Er irgendwie eine besondere
Bedeutung beimaß: bevor Er Heilungen vornahm, bevor Er Tote auferweckte, bevor Er das Brot brach - die Mahlzeit war für Ihn wesentlich ein
Akt der Vereinigung mit Gott; denn Er betrachtete das Essen wie eine
Aufnahme der Nahrung des Lebens, von Gott geschenkt zugunsten des
Körpers aber auch zugunsten der Seele -, während des Letzten Abendmahls und vor dem großen Leiden: Jesus betete im Olivengarten, und
sogar Sein letztes Wort am Kreuz war ein Gebet: “Vater, in Deine Hände
lege Ich Meinen Geist”. Als die Jünger Ihn an einem gewissen Tag baten, sie zu lehren, wie sie beten sollten, lehrte Er sie das Vater Unser.
Der Mensch kann ohne Gebet nicht leben. Beten heißt: mit Gott sprechen und Gott zuhören. Gebet ist unendlich viel mehr als das Aussprechen einer Reihe von Worten. Über alles ist es ein Darbieten von Gefühlen aus unserem Herzen an Gott. Jeder Seufzer zu Gott ist ein Gebet.
Gebet heißt nicht nur, um etwas bitten; es heißt vor allen Dingen, etwas
geben: Liebe und Lobpreis. Beim Beten wird unser Herz zu einer Blume,
die sich öffnet, um ihre Düfte in den Himmel zu schicken. Wenn Gott diese Düfte spürt - Er erkennt sie wieder; denn Er hat sie Selbst gemacht -,
weiß Er, dass wir versuchen, Kontakt zu Ihm aufzunehmen. Um tatsächlich einen Duft von sich zu geben, soll unser Herz vollkommen aufgeschlossen sein. Eine halb oder völlig geschlossene Blume duftet kaum
oder gar nicht. Dadurch kommt es, dass ein Gebet nur “zu Gott
durchdringt”, wenn es von Gefühlen wahrer Liebe beseelt ist. Gebet, das mit wenig Gefühl hergeleiert wird, ist so gut wie nutzlos. So ist
es möglich, dass eine Seele stundenlang beten kann und trotzdem der
Verwirklichung der Werke Gottes kaum förderlich ist, weil von ihrem Herzen zu wenig Kraft ausgeht und der Boden ihres Herzens ungenügend
rein ist.
Betrachten wir Jesus, während Er betet: Er ist wie tot für die Welt, hält
den Blick zum Himmel gekehrt oder aber in Sein eigenes Herz versenkt,
vor Liebe verzehrt und von einem einzigen Verlangen beseelt: dem der
totalen Selbsthingabe an den Ewigen Vater, während Er Sich vollkommen dessen bewusst ist, dass der Vater der Seele nichts verweigert, die
so sehr verlangt, mit Ihm eins zu sein. Während des inständigen Gebets,
von nichts anderem getrieben als von der Liebe und dem Bedürfnis, sich
Gott hinzugeben und Seinen Plänen zu dienen, lebt die Seele eigentlich
den Stand der Heiligkeit, die in dem Grad wächst, wie sich die Seele in
sämtlichen Tugenden entwickelt hat und sie durch reumütige Beichte
Vergebung früherer Sünden bekommen hat. Das inständige Gebet deiner Seele im Stand der Heiligkeit erinnert Gott an Seinen eigenen Sohn
und an Maria, die vollkommen heilige Fürsprecherin. Aus diesem Grunde
38
176. Gebet zum Heiligsten Herzen Jesu
Heiligstes Herz Jesu, unerschöpflicher Kornspeicher zwischen des Winters kahlen Feldern, auf Dich hofft jede Seele, die die Leere der Welt erfahren hat.
Heiligstes Herz Jesu, sicherer Schafstall in einem Land von Wölfen, auf
Dich hofft jede Seele, die durch die Zähne der Welt verwundet ist.
Heiligstes Herz Jesu, Fass, das das Blut der Erlösung über eine Welt in
Sklaverei ausgießt, auf Dich hofft jede Seele, die dahinschwindet in Ketten von Flittergold.
Heiligstes Herz Jesu, Obstgarten des Lebens, der am Ende des Weges
zum Tod aufragte, auf Dich hofft jede Seele, die durch die Früchte der
Welt erkrankt ist.
Heiligstes Herz Jesu, Bett von Blumen in einer Steppe der Trostlosigkeit,
auf Dich hofft jede Seele, die keine Freude mehr in der Welt findet.
Heiligstes Herz Jesu, Boje von Licht zwischen Herzen in Finsternis, auf
Dich hofft jede Seele, für die die Sonne in der Welt endgültig untergegangen ist.
Heiligstes Herz Jesu, Baum der Liebe, gepflanzt im Reich des Hasses,
auf Dich hofft jede Seele, die durch die Welt nur mit dem Judaskuss geliebt wird.
Heiligstes Herz Jesu, in Dich schließe ich jede Seele, die auf den Wegen
der Welt umherirrt; denn in Dir kommt jedes Geschöpf nach Hause.
***
Das Heiligste Herz Jesu drückt die grenzenlose Güte und Freigiebigkeit
Gottes aus, wie es auf symbolische Weise in der völligen Ausgießung
von Blut und Wasser aus dem Herzen gezeigt ist, als es nach dem Kreuzestod von der Lanze durchbohrt wurde. Jesu Herz ist auch ein Zufluchtsort gegen alles Böse.
***
Meine liebe Mutter, dieses irdische Leben ist eine Reise entlang einer
unbekannten Route voller Gefahren und Schmerzen. Dennoch ist es die
schönste Reise, die ich je gemacht habe, weil ich jede Etappe zusammen mit Dir habe zurücklegen dürfen. Die irdischen Wege haben meine
Füße verwundet, doch seit Du mir in die Augen schaust, laufe ich auf
Wolken.
(Myriam, 24. Dezember 1998)
***
55
Liebe Mutter, wie der Tau auf dem Feld will ich an Deinem Herzen ruhen, bereit, unter den Strahlen der Ewigen Sonne zum Himmel aufzusteigen.
(Myriam, 1998, Datum nicht mehr bekannt)
177. Gebet der Wiedergutmachung an das Schmerzvolle Herz Mariens
Betrübtes Herz Mariä, Mutter Gottes und meine Mutter,
ich küsse Dein Herz, das weint, weil Jesus, der während Seines Lebens
auf Erden durch so viele blinde Seelen gehasst wurde, noch immer gehasst wird von Menschen, die weltlichen Genuss dem Weg der Wahrheit
vorziehen, der zum Leben führt. Gegrüßet seist Du, Maria ...
Ich küsse Dein Herz, das weint, weil Jesus, der bei den Pharisäern nur
Verkennung und Missachtung fand, auch bei uns noch wenig wahre Gottesfrucht findet. Gegrüßet seist Du, Maria ...
Ich küsse Dein Herz, das weint, weil Jesus, der mit so viel Liebe die Kinder zu Sich kommen ließ, jetzt sehen muss, wie die Kinder von Ihm entfernt oder nicht einmal geboren werden. Gegrüßet seist Du, Maria ...
Ich küsse Dein Herz, das weint, weil Jesus, der im Olivengarten um die
endlosen Sünden der Welt Tränen vergoss, auch heute noch zusehen
muss, wie Zahllose sich für die Finsternis der Sünde entscheiden.
Gegrüßet seist Du, Maria ...
Ich küsse Dein Herz, das weint, weil Jesus, der während der Geißelung
unkenntlich verstümmelt wurde, noch immer verstümmelt wird durch alle
Entheiligungen in den Kirchen und in den Menschenherzen. Gegrüßet
seist Du, Maria ...
Ich küsse Dein Herz, das weint, weil Jesus, der bei der Dornenkrönung
verspottet wurde, noch immer verspottet und verfolgt wird in inbrünstigen
Christen, die für das Reich Gottes arbeiten. Gegrüßet seist Du, Maria ...
Ich küsse Dein Herz, das weint, weil Jesus, der auf dem Weg nach Kalvaria das Kreuz unsere Sünden trug, noch immer die Last von denjenigen tragen muss, die ihr Kreuz verweigern. Gegrüßet seist Du, Maria ...
Ich küsse Dein Herz, das weint, weil Jesus, der für so viele fruchtlos am
Kreuz gestorben ist, heute noch immer so viel Gleichgültigkeit begegnet,
wenn Er Sich Selbst in jeder Heiligen Messe opfert. Gegrüßet seist Du,
Maria ...
Ich küsse Dein Herz, das weint, weil Jesus, Gott und Spender des Lebens, bei der Kreuzabnahme, durch Seine Geschöpfe ermordet, in Deinen Schoß gelegt wurde und seitdem unaufhörlich aufs Neue in Seiner
56
vollkommen wird. Das wäre der Fall, wenn sich die Seelen völlig
Gott hingeben und ausschließlich Sein Herz in sich klopfen lassen.
Antichristliche Kräfte werfen dem Christentum oft vor, die Welt habe beträchtlich abgewirtschaftet, seitdem die westliche Welt vom Christentum
beherrscht wird. Das mag wohl stimmen, ABER daran ist einzig und allein der Unwille der Menschen schuld, die Liebe so in ihrem Leben herrschen zu lassen, wie Jesus es gelehrt hat. Jede Stimme, die uns glauben lassen möchte, die christliche Lehre sei schuld an dem Elend und
Unfrieden in dieser Welt, soll als die Stimme Satans betrachtet werden.
Lasset uns in unserem Herzen nie den töten, der uns den Weg in
das wahre Leben gezeigt hat. Verurteilen wir Gottes Lehre nicht als
schlecht, weil die Menschen sie schlecht zur Anwendung bringen.
Wie treten Hemmungen in der Strömung der Liebe zutage? Sowohl
durch Mangel an Liebe zu Gott (Lauheit in der Gottesfurcht) als durch
Mangel an Nächstenliebe: Wir können Gott dienen, indem wir unserem
Nächsten dienen, aber wir können Gott auch verletzen oder vernachlässigen, indem wir unseren Nächsten verletzen oder vernachlässigen.
Mangelhafte Nächstenliebe äußert sich auf vielerlei Weise: Gleichgültigkeit gegenüber dem Elend und den Leiden unseres Mitmenschen, Mangel an Hilfsbereitschaft, Unfreundlichkeit, Intoleranz, Verleumdung oder
Verdächtigung unseres Mitmenschen, uns selbst unserem Mitmenschen
vorziehen (Egoismus), unserem Mitmenschen Leiden zufügen (durch
physische Gewalt, verletzendes Verhalten oder verletzende Worte) usw.
Jede Äußerung eines Mangels an Liebe, die von uns ausgeht, beraubt
unsere eigene Seele eines Teilchens der Lebenskraft und hindert Gottes
Pläne und Werke daran, die Welt in einen Ort des Friedens und des Glückes zu verwandeln. Mangel an Liebe zu Gott, zu unserem Mitmenschen
und sogar zu den Tieren macht uns aus diesem Grunde eigentlich zu
Meuchelmördern und Saboteuren von Gottes Plänen. Ziehen wir dies
sorgfältig in Erwägung und begreifen wir so, weshalb Jesus die Liebe als
die treibende Kraft allen Lebens predigt. Nur die Liebe kann uns die ewige Glückseligkeit einbringen, und in gleicher Weise kann uns ein regelmäßiger Mangel an Liebe schneller und weiter von Gott entfernen, als
jeder andere Mangel dies könnte. Machen wir unser Leben zu einer
unaufhörlichen Anstrengung, in der Liebe zu Gott und zu unseren
Mitgeschöpfen zu wachsen. Die Welt wird den Weg Christi nicht wieder finden, wenn nicht die Herzen das Licht der Liebe wieder in sich
strahlen lassen.
2.2 Leben im innigen Kontakt zu Gott: Das Gebet
Jesus wies durch das Vorbild Seines Lebens eindeutig darauf hin, dass
es von wesentlicher Bedeutung ist, im innigsten Kontakt zu Gott zu le37
dem Elend, der Weg ins Reich von Liebe und Frieden, nicht nur im
Himmel, sondern auch hier auf Erden. Jesus ist gekommen, das
Reich Gottes auf Erden vorzubereiten. Das ist das letztendliche Ziel von
Gottes Plan mit den Seelen. Das ist auch der tiefe Sinn dieses kleinen
Satzes im Vater Unser, den wir immer wieder aussprechen: “Dein Reich
komme...”.
Viele Christen sind sich nicht mehr richtig dessen bewusst, was das
Christ-Sein umfasst. Was hat Jesus uns gelehrt? Eigentlich könnte die
Essenz des Evangeliums in zehn Thesen zusammengefasst werden:
1. Totale Liebe zu Gott und zum Mitmenschen
Schöpfung und in den Menschenherzen gekreuzigt und getötet wird.
Gegrüßet seist Du, Maria ...
O zärtlich geliebte Mutter Maria, zur Salbung Deines leidenden Mutterherzens flehe ich um die Gnade der Bekehrung für jeden von uns, der in
Taten, Worten oder Gedanken Jesus aufs Neue verspottet, verschmäht,
geißelt und kreuzigt, damit er lernen möge, den wahren Weg zu lieben,
der zum Fuß des Kreuzes führt, um dort sich selbst Dir anzubieten zum
Trost und zur Freude Deines Schmerzvollen Herzens.
178. Gebet zu Maria, Spiegel des Göttlichen Lichtes
2. Leben im innigen Kontakt zu Gott: Gebet
Liebe Mutter Maria,
3. Die Notwendigkeit der Eucharistie
Unbefleckte Empfängnis, unendlich reiner Edelstein aus Gottes Hand, in
dem der Glanz der göttlichen Schönheit seine Vollendung gefunden hat.
Lass die Seelen Deiner Kinder an Deinem Reichtum teilhaben; denn viele von ihnen sterben an Armut.
4. Der nicht zu überschätzende Wert des Leidens
5. Bedingungsloser Glaube
6. Der Geist der Kindheit
7. Verzicht auf den Geist der Welt
8. Totale Vergebung
9. Totale Hingabe
10. Immer vorbereitet sein
2.1 Totale Liebe zu Gott und zum Mitmenschen
Jesus lehrt eindeutig: “Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das
wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt
das ganze Gesetz samt den Propheten.” Wiederholt wird darauf hingewiesen, dass die Liebe das größte Gebot ist. Ohne Liebe gibt es kein
Heil, weder für die Seele noch für die ganze Welt. Ich habe in früheren
Schriften bereits darauf hingewiesen, dass die Liebe der Kraftstoff der
ganzen Schöpfung ist. Sie ist die treibende Kraft aus Gottes Herzen, von
der Er alles durchdringt. Sie schenkt den Geschöpfen das wahre Leben,
aber nur in dem Maß, wie die Geschöpfe sie freiwillig in sich aufnehmen
und weiterleiten: Damit die Liebe ungehemmt strömt, soll die Seele sie
uneingeschränkt an ihre Mitgeschöpfe weiterleiten UND sie auch an Gott
Selbst zurückgeben. Die Wirkung eines jeden Mangels an tiefer Erfahrung und Weiterleitung der Liebe ließe sich mit einer Störung in der
Kraftstoffzufuhr eines Motors vergleichen, wobei der Motor anfängt zu
stottern und jeden Augenblick aussetzen kann. So erfolgt es ebenfalls
mit der Schöpfung in dem Maß, wie die Liebe an Kraft und Strömung
verliert. Eine Welt ohne Elend ist durchaus möglich, wenn die Liebe
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Glitzernder Morgenstern, schwanger von der Sonne des Lebens. Aus Dir
strahlt das große Licht, Gottes Antwort auf den Mantel von Finsternis,
der sich wie eine Zwangsjacke um das Werk Seiner Hände geschnürt
hat.
Komm, o Wunder von Schönheit, gieße Gottes große Gabe in die Herzen; denn viele von ihnen haben nie den Sonnenaufgang gesehen.
Schmerzvolles Herz von Maria, Schatzkiste, worin das unendliche Licht
des Kreuzes bewahrt ist. Nur das Fenster Deines Herzens besitzt die
Reinheit, um die Liebesstrahlen aus den gesegneten Rubinen von Jesu
Händen, Füßen und Seite in ihrer Fülle in Dein Wesen aufzunehmen.
Hilf mir, das Fenster meines kleinen Tempels zu reinigen; denn Unreinheit wirft Schatten auf meinen Altar.
O Mutter, glückselig die Augen, die den Deinen begegnen, bezaubernde
Saphire, die mit Gottes Licht Deinen Namen von Liebe in die Seelen
schreiben.
Glückselig die Schultern, die Deine Hände gefühlt haben, Trägerin von
Gottes Licht bringenden Segen, der den Weg aufs Neue meinen Augen
zeigt.
Herd von Liebe, der die Fackel gebären wird, an der alle Seelen entzündet werden. Wer sich in Dir verzehren lässt, erlebt den Todeskampf des
vor Kälte erstarrten Taus, womit die Nacht seine Seele umhüllt hat.
Tempel des Allerheiligsten Feuers, von Deiner Glut in meinem Herzen
geführt, lasse ich mich jeden Tag durch Engel des Lichts an den Fuß
Deines Altars niederlegen, damit mein ganzes Wesen dort das Wunder
der Selbstentzündung erfahren möge.
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Sprühende Fontäne der Gnaden, Spiegel von Gottes Herrlichkeit, im
Brennpunkt des makellosen Spiegels Deines Herzens wurde meine Lunte entzündet. Unlöschbar lodert jetzt das Feuer des Verlangens nach
bleibender Einswerdung mit dem Licht, womit das Kreuz die Seele umarmt, die sich selbst in Deinem Unbefleckten Herzen begraben hat.
Liebe Mutter, Deine Seele war die Perle der schöpfenden Quelle des Ewigen Lichtes. Dein brennendes Herz war das vollkommene Erbe des
erlösenden Lichtes des Kreuzes.
Komm, o Spiegel des Göttlichen Lichtes, und trotze der Finsternis jeder
Seele, worin die Sonne untergegangen ist.
179. Kredo zur Heiligen Jungfrau Maria
Heilige Jungfrau Maria,
zur Verherrlichung der Heiligsten Dreifaltigkeit, zur Wiedergutmachung
Deines Schmerzvollen und Unbefleckten Herzens und zur Reinigung der
Seelen bekenne ich meinen Glauben an Deine Auserwählung über alle
Menschen als Vorbereiterin und Mitarbeiterin von Gottes Plan zur Erlösung und zum ewigen Heil der Menschheit.
Ich glaube, dass Du unbefleckt empfangen bist, frei von der Erbsünde,
die seit Evas Ungehorsam alle Menschenseelen verunreinigen und ihnen
den Himmel versagen sollte.
Ich glaube, dass Du auf Erden ein Leben in vollkommener Heiligkeit geführt hast, vollkommen frei von Sünden im Tun und Lassen, in Worten,
Gedanken und Gefühlen.
Ich glaube, dass Gott Dich als ein ewiges Zeichen von Heiligkeit vorherbestimmt hat, unantastbar für alles Böse, die Frau, die den Teufel unter
Ihren Füßen zerschmettern wird in dem endgültigen Sieg des Lichtes
über die Finsternis.
Ich glaube, dass der Heilige Geist auf Dich herabgestiegen und Gottes
Sohn Jesus Christus, den Erlöser, in Deinem Schoß gegossen hat, wodurch Du ohne menschliches Einschreiten Mutter des Messias geworden
bist.
Ich glaube, dass Du Jesus als Mensch zur Welt gebracht hast, doch ewig Jungfrau geblieben bist.
Ich glaube, dass Du im tiefsten Schmerz Deines Herzens bei Jesus
warst, als Er das große Leiden und am Kreuz den Tod des Leibes erduldete, um den Himmel für uns zu öffnen, und dass Du dadurch die Miterlöserin der Menschheit bist.
Ich glaube, dass Jesus Dich vom Kreuz herab zur Mutter aller Menschen
gemacht hat und dass Du deshalb auch meine Himmlische Mutter bist,
58
Umfang erreicht, und die Versuchungen versengen die Herzen wie ein
Fieber, das sich für viele als unauslöschlich erweist: Diejenigen unter
uns, die in spiritueller Hinsicht offensichtlich die Schwächsten sind, erliegen der Macht der unzähligen Verführungen aus der Welt.
Um die Stunde der Gründung von Gottes Reich voranzubringen, ist es
höchste Zeit, dass die Christen ihren Widerstand gegen die Stürme des
Bösen vergrößern. Die Fülle der Zeit für Gottes Reich kommt in der
Stunde, in der die Lehre Christi unter den Christen vollkommen
wieder zu Ehren gebracht und das Vermächtnis des Neuen Bundes
wahrhaftig in den Herzen akzeptiert wird. Jesus darf nicht umsonst
unter uns gekommen sein, zu uns gesprochen haben und für uns am
Kreuze gestorben sein. Er hat das Testament des Bundes mit Seinem
Blut geschrieben. Lasset uns als Christen nie zulassen, dass sich
diese Worte aus Blut gegen uns wenden als Zeugnis gegen die Härte unserer Herzen.
2. Kapitel: Öffnung von dem Testament des Bundes
Das Ganze der Belehrungen, die Jesus Christus auf Erden predigte, ist
im Evangelium zusammengefasst worden. Die Lehre Christi, das
Christentum, wird als die Frohe Botschaft bezeichnet, weil diese
Lehre den Seelen den Schlüssel überreicht hat, mit dem sie sich
den Himmel öffnen können. Ein Schlüssel funktioniert nicht von selbst,
er muss durch einen Menschen bedient werden. Dasselbe gilt für die
Frohe Botschaft: Sie liegt vor, wartet allerdings auf uns, um sie uns zu
Nutze zu machen. Nur wenn wir die Lehre Christi völlig in unser Leben
aufnehmen, unser ganzes Wesen so vollkommen von ihr durchdringen
lassen, dass wir sie in allen Einzelheiten unseres Lebens tatsächlich leben, können wir die Frucht des Erlösungswerkes Jesu vollkommen in
uns zur Reife kommen lassen, und:
1. für uns selbst dem Leben der ewigen Glückseligkeit entgegensehen;
2. für die ganze Menschheit das Reich Gottes auf Erden gründen helfen.
Die Gründung von Gottes Reich auf Erden bedeutet der Anfang einer
Ära von Liebe und Frieden und das Ende unseres Elends. Alles Elend in
der Welt ist die Frucht des Bösen – der Sünden, die dadurch begangen
werden, dass den Einflüsterungen des Bösen (den Versuchungen!) Folge geleistet wird. Somit macht das Elend es auch notwendig, den Schaden, der dem Gleichgewicht innerhalb von Gottes Schöpfung durch diese Sünden zugefügt wird, instand zu setzen. Diese Wiedergutmachung
ist nur durch Leiden möglich: Krankheiten, Bürden, Prüfungen, Erfahrungen der Müdigkeit, Schmerzen, Rückschläge, Kummer, sogar Naturkatastrophen. Wie Jesus sagte: Der Weg zu Gott ist uns bekannt: Der
Weg heißt “Jesus Christus”. Seine Lehre ist ebenfalls ein Weg aus
35
Nach der Erbsünde sollte allen weiteren Generationen von Seelen der
Zutritt zum Himmel verweigert werden. Weil Gottes Liebe zum Menschen, der Krone Seiner Schöpfung, unendlich groß ist, entschloss Er
Sich, mit der Menschheit einen Neuen Bund einzugehen. Dieser sollte
der Menschheit eine neue Chance bieten, das ewige Heil zu erwerben,
und dafür sollte der Mensch durch genaue Nachfolge des ewigen Gesetzes der Liebe für die Verwirklichung des größten Göttlichen Planes einstehen: die Gründung von Gottes Reich von Frieden und Liebe auf Erden. Um dazu die heilige Saat auszuschütten, sollte der Sohn Gottes Jesus Christus als Messias in die Welt gesandt werden, um den Menschen
in Bezug auf das Gesetz und die Wahrheit Gottes (die Frohe Botschaft
des Evangeliums) zu unterrichten und durch Seine erlösenden Leiden
und Seinen Tod am Kreuze den Himmel wieder aufzuschließen für alle
Seelen, die ein Leben in Übereinstimmung mit dem Gesetz Gottes führen.
Die Menschheit hat die Lehre Christi nur in einem geringen Grad akzeptiert, und diese in immer größerem Ausmaß vernachlässigt, so dass die
Seelen in einem sich unaufhörlich weiter verschlimmernden Stand der
Ungnade versunken sind. In unserer Zeit ist die Welt dadurch in einen
solchen Zustand der Ungerechtigkeit und der Sünde herabgesunken, so
dass eine weitgehende Reinigung der Schöpfung notwendig geworden
ist, um den Fortbestand der Welt zu ermöglichen. Gottes Gesetz der Gerechtigkeit ist fast hoffnungslos schwer beleidigt worden, so dass nur eine totale Reinigung der Herzen und ein Eingriff von Seiten der Barmherzigkeit Gottes das Gleichgewicht wiederherstellen können: Gott hat dem
Menschen die Gründung Seines Reiches versprochen, sobald die Fülle
der Zeit dafür gekommen sein wird. Die Fülle der Zeit verweist auf die
sogenannte messianische Ära, die mit dem Wiederkommen Jesu Christi
auf Erden und dem Triumph der Allerheiligsten Jungfrau Maria über Satan, den Urheber alles Bösen (“Sie wird ihm den Kopf zertreten”), anfangen soll. Die Stunde dieser Morgendämmerung der neuen Welt (des
Kommens vom Reich Gottes) liegt auch in unseren Händen: Sobald eine
ausreichende Zahl von Menschenseelen die Rückkehr zu den traditionellen Werten und Normen der von Christus gegründeten Lehre in
ihrem Leben zur Blüte gebracht haben, ist die Welt für die Gründung
von Gottes Reich auf Erden bereit. Gottes Barmherzigkeit und die unübertreffliche Macht von Marias Gebet und Fürsprache werden der
Menschheit dabei in einem hohen Maß entgegenkommen; denn das Ungleichgewicht ist so groß geworden, dass kein menschliches Leiden es
jemals noch einmal wiederherstellen kann.
Diese letzte Phase vor der Gründung von Gottes Reich von Liebe und
Frieden auf Erden wird durch ein nie zuvor gesehenes Elend, Leid, Katastrophen und verwüstende Angriffe des Bösen gegen alle Seelen gekennzeichnet. Die Verirrungen und Irrwege haben einen entsetzlichen
34
die über mich wacht, die mich schützt und mich liebt, wie Du Dein Kind
Jesus geliebt hast.
Ich glaube, dass Du am Ende Deines Lebens auf Erden mit Leib und
Seele in den Himmel aufgenommen bist, dort verherrlicht bist und zur
Königin des Himmels und der Erde gekrönt bist.
Ich glaube, dass Du Mittlerin aller Gnaden bist, durch deren Hände Gott
den Menschen auf ihr Gebet hin Seine Gaben schenkt, um ihnen beizustehen an Seele, Geist, Herz und Leib.
Ich glaube, dass Du bei Gott Fürsprecherin für alle Menschen bist, für
die Reuwilligen Vergebung ihrer Sünden erwirkst und damit für die Rettung zahlloser Seelen verantwortlich bist.
Ich glaube an Dein mütterliches Erbarmen über alle Menschen, die sich
Dir weihen, sich selbst in Freude und Leid in Deine Hände legen, dass
Du ihre Seele vor dem ewigen Verderben behütest und sie in der Stunde
ihres Todes Gott gibst.
180. Herabrufung des Heiligen Geistes auf meinen Tempel
Geliebter Heiliger Geist,
in und durch das Licht wurde mein Tempel geschaffen. Zu Dir singen
jetzt seine Glocken, um sein Opfer anzukünden. Komm dann, süße Seele der Schöpfung, unendliche Macht der strahlenden Liebe, damit keine
Finsternis meinen Altar entheiligen kann.
O Wind der Erneuerung, kein Spreu erstickt das Korn auf dem Acker, der
von der Gnade gestreichelt wird.
Komm, Heiliger Geist, lasse Deinen heiligenden Wind durch meinen
Tempel wehen, damit aller Staub außerhalb seiner Mauern verbannt
wird.
O Sonne von Licht, unfühlbar und unlöschbar für die Sinne der vergänglichen Welt, wie sollen meine Augen meinen Altar finden, wenn Deine
Strahlen sie nicht beseelten?
Komm, Heiliger Geist, lasse Deinen goldenen Schleier durch mein beflecktes Fenster dringen, damit ich erkennen möge, dass Gott in meinem
Tabernakel wohnt.
O Stimme der Ewigen Weisheit, kein Blatt an Christi Weinrebe bleibt regungslos unter Deinem Geflüster.
Komm, Heiliger Geist, öffne meine Ohren für die Klänge von Liebe und
Schmerz, womit der Hohepriester und die Königin des Himmels meinen
Altar überwölben.
59
O Fontäne Göttlichen Feuers, keine andere Bestimmung hat das Buch
des Lebens für den Tempel des Geistes vorgesehen, als die der Selbstvernichtung in dem Flammenmeer der Liebe.
Komm, Heiliger Geist, besprenge die Opferkerzen meines Herzens, damit sie sich in den Ewigen Mysterien verzehren mögen.
O Göttlicher Tröster, hast Du die Frucht von Jesu Opfer nicht über die
Welt ausgegossen, als die Krone der erlösenden Gnade vom Altar von
Golgatha zum Himmelstor aufstieg?
Komm, Heiliger Geist, breite Deine Flügel über meinem Kreuz und dem
Tempel, der es trägt, aus, damit sie geläutert und geheiligt werden.
O Tau der Heiligung, Du hüllst in den Mantel des Lebens alles, was
durch die Welt versengt wird, weil es zur heiligen Opfergabe bestimmt
ist.
Komm, Heiliger Geist, gieße Seele und Leben in mein Brot und meinen
Wein, damit sie zur Nahrung von Liebe, Erlösung und Reinigung werden,
Schlüssel zur Erschließung der Quelle der Gnaden, woraus Du neue
Tempel für den Aufbau des Reiches des Lichtes schaffst.
181. Gebet zu Maria, Königin des Rosenkranzes
Liebe Mutter Maria,
von Deiner Unbefleckten Empfängnis an bis zum heutigen Tag hast Du
die Welt mit Rosen der Liebe besät.
Zu Bethlehem gebarst Du für die Menschen die Blume der Erlösung,
doch auf Kalvaria gaben die Menschen Dir an deren Stelle Dornen.
Jeden Tag durchbohren auch die Dornen meiner Gleichgültigkeit, Fehler
und Nachlässigkeiten Dein liebendes Herz.
Daher komme ich jetzt in Liebe und Demut zu Dir, um mein Gebet als
Rosen zu Deinen Füßen niederzulegen.
Mögen meine Rosen das Himmlische Parfüm Deiner Seele über unsere
Welt verbreiten, um sie vom Gestank der Sünden zu befreien.
Möge die Schönheit meiner Rosen Dein Herz in Verzückung bringen,
damit die Strahlung Deiner Liebe unsere Welt von allem, was hässlich
ist, reinigt.
Mögen meine Rosen Dich mit der Krone des ewigen Sieges über die
Dornen meiner Untugenden schmücken, die Dein Schmerzvolles Herz
durchbohren.
Mögen meine Rosen die Pracht von Gottes Schöpfung wiederherstellen,
die immer mehr in die farblose Finsternis des Bösen gehüllt wird.
60
Kampf zwischen Licht und Finsternis seinen Höhepunkt erreicht. Der
Ausgang dieses Kampfes steht unverrückbar fest: Gott wird siegen durch
den totale Sieg über den Bösen, der unter den Füßen der Allerheiligsten
Jungfrau Maria zertreten werden soll als Zeugnis gegen Satan, der von
Anfang an versucht hat, Gott zu entthronen. Infolgedessen wurde er aus
dem Himmel vertrieben und seitdem versucht er, Gott durch das Geschöpf zu treffen, das vom Allerhöchsten als Krone der Schöpfung gemeint war: den Menschen. Maria, der Heiligsten der Menschenseelen
aller Zeiten, ist die Macht gegeben worden, Satan in den Letzten Zeiten
Sich total zu unterwerfen zwecks der Gründung des Reiches Christi auf
Erden. Es ist unsere Berufung und unsere heilige Pflicht als Christ,
dabei mitzuwirken. Gott wartet auf jeden, um die Befreiung aus dem
Griff des Elends zu vollenden. Die Stunde hat geschlagen, uns total
zur Lehre Christi zu bekennen, Sein Testament mit Liebe und Dank anzunehmen und uns total Ihm und Maria hinzugeben, damit die Früchte
des Sieges auch uns zuteil werden können. Jesus predigte wiederholt:
“Fürchtet euch nicht.” In dem vorliegenden Manifest wiederholt Er diese
Worte durch den Mund Seiner Mutter auch in unserem Herzen. Christen
dieser Zeit, habt Vertrauen und bildet jetzt eine Kette von Gebet und Heiligkeit.
In Voluntate Dei (im Willen Gottes),
Eure “Myriam” – im Mai 2005 (Datum des Originaltextes in niederländischer Sprache)
1. Kapitel: Die Heilsgeschichte und das Testament Christi
Der Mensch verharrt so sehr im menschlichen und weltlichen Denken,
dass die Augen seiner Seele nicht mehr imstande sind, die Zeichen
wahrzunehmen, die darauf hinweisen, in welchem Stand der Gnade sich
die Menschheit befindet. Jesus spielte darauf an, als Er sagte: “Sobald
ihr im Westen Wolken aufsteigen seht, sagt ihr: Es gibt Regen. Und es
kommt so. Und wenn der Südwind weht, dann sagt ihr: Es wird heiß.
Und es trifft ein. Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels
könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen dieser Zeit nicht
deuten? Warum findet ihr nicht schon von selbst das rechte Urteil?” Dieses Wort des Evangeliums trifft in unseren Tagen wieder genau zu. Die
Welt und die Menschheit sind im Begriff, im Abgrund der tiefsten Finsternis zu versinken, und der Mensch bleibt mit sehenden Augen blind und
liefert sein Herz und seine Seele schlafend den Manipulationen des Bösen und der Sünde aus. Wie hat es denn so weit kommen können? Ich
möchte mit Ihnen einen kurzen Flug durch die Heilsgeschichte machen,
um Ihnen zu helfen, Ihr Herz für die unüberbietbare Gabe aufzuschließen, die Jesus Christus Ihnen schenken will.
33
keit hinein zu gehen, vorausgesetzt, die Seele führt ein Leben in
Übereinstimmung mit der Lehre Christi.
Jesus Christus hat Seinen Nachfolgern ein unabschätzbar wertvolles
Testament hinterlassen. Dieses Göttliche Geschenk ist im Laufe der Zeiten in einem hohen Maß vernachlässigt worden. Unsere Zeit ist als die
letzte Phase der “Letzten Zeiten” bekannt, als die unmittelbare Vorstufe
der Gründung vom Reich Gottes, welche ja die eigentliche und letztendliche Zielsetzung der Mission Jesu als Messias auf Erden war. Wir erleben eine Zeit vorher nie gekannter Prüfungen. Diese sind Äußerungen
der letzten Phase des Kampfes zwischen Gott, der Sein Versprechen
vom Reich Christi auf Erden verwirklichen will, und den Kräften des Bösen unter der Führung Satans, der dieses Reich verhindern will, weil die
Gründung desselben das Ende der Herrschaft der Finsternis auf der
Welt bedeuten würde. Gott könnte Satan ohne weiteres vernichten bzw.
dessen Werke lähmen, allerdings unternimmt Er nichts ohne die Mitwirkung des Menschen. Gott hat den Menschen mit einem freien Willen
ausgestattet und respektiert diesen in jeder Hinsicht. Er wird Sich auch
nie bei Prüfungen oder Angriffen vom Bösen einmischen, es sei denn,
der Mensch bittet (durch Gebet) um Sein Eingreifen und ist auch bereit,
selber dadurch einen Beitrag zum Kampf zu liefern, dass er die Schuld
der Menschheit gegenüber der Göttlichen Gerechtigkeit begleichen hilft
(durch Opfer, Sühneleiden und Akzeptierung und Weihe von Leiden,
Bürden und Prüfungen). Die Schuld wurde aus der Sünde geboren und
vergrößert sich noch täglich durch die unaufhörlich zunehmende Menge
und Schwere der Sünden, die auf der ganzen Welt begangen werden.
Das Böse wuchert in unserer Welt, und diese Wucherung verbreitet sich
in den Seelen wie ein metastasierender Krebs. Gegen diesen Krebs
liegt jedoch ein wirksames Heilmittel vor: die Rückkehr zu einem
Leben in vollkommener Nachfolge der Lehre Jesu Christi, in totaler
und bedingungsloser Weihe an die Heilige Jungfrau Maria.
Diese Schrift ist ein Manifest, ein Programm mit Richtlinien in Form eines
dringenden Aufrufes von Seiten der Heiligen Jungfrau an die Christen. Dieses Manifest trägt den Titel Testament des Bundes, weil es jeder
Seele an erster Stelle in Erinnerung bringen will, welches Vermächtnis
Jesus ihr im Neuen Bund geschenkt hat. Mit dem Untertitel Ewiger Frühling im Schatten des Kreuzes will dieser Text betonen, dass es in unserer Seele nie mehr Winter wird, sobald sie zum Schritt bereit ist, ihr Leben völlig und ganz am Zeichen des Neuen Bundes zu orientieren: am
Kreuz Christi, Symbol für das ewige Leben als Frucht eines Lebens in
Übereinstimmung mit der Lehre Christi.
Das vorliegende Manifest beabsichtigt nicht nur, den Seelen den Kern
der Frohen Botschaft in Erinnerung zu bringen, sondern auch, ihnen zu
helfen, zu den Wurzeln der Lehre Christi zurückzukehren und sie zu verstärken in den Prüfungen, die in dem Grad zunehmen werden, wie der
32
Mögen meine Rosen das Leben bringende Heilmittel für schwerkranke
Seelen im Zustand der Ungnade sein, in denen keine Blumen des ewigen Lebens mehr blühen.
O Allerheiligste Mutter der Liebe, geruhe, meine Gebetsrosen zu einer
Krone von Blumen rund um unsere Welt zu flechten.
Mögen sie Dich mit der Liebe krönen, die Du Selbst jeden Tag in das
Blumenbeet meines Herzen säst, und mögen sie meine Antwort auf die
Kette von Sünden sein, womit das Böse Deine Kinder binden will.
O Königin des Rosenkranzes, Dir vertraue ich alle meine Rosen der Liebe an; denn ich weiß, dass Du sie als Bausteine für die Häuser vieler
Seelen im Himmel bestimmen wirst.
***
Die Rose wird manchmal die Königin der Blumen genannt. Die Rose ist
ein Symbol für Liebe. So ist Maria auch die Himmlische Rose, die Verkörperung von Gottes unendlicher, vollkommener, glühender Liebe. Es
ist unsere Berufung als Christen, für unsere Mitmenschen eine Rose zu
sein: Körperliche Schönheit ist eine Gabe, mit der wir, wenn überhaupt,
geboren sind, doch die Schönheit unseres Herzens und unserer Seele
ist die Eigenschaft, die bestimmt, ob wir in den Augen unserer Mitmenschen und in denen von Gott Selbst wirklich schön sind. Jeden Abend,
an dem wir sagen können, dass wir diesen Tag wie eine Rose echter
Liebe zu Gott und zu unserem Nächsten gelebt haben, können wir uns
selbst Maria als Opfergabe einer Blume geben. Je öfter wir uns selbst Ihr
als eine Blume schenken können, desto mehr wird sich unsere Seele der
Heiligkeit nähern, die Gott für uns bestimmt hat.
182. Gebet zum Ewigen Vater um Befreiung und Schutz
Geliebter Ewiger Vater,
Gott von Liebe, Licht und Leben. Schöpfer meiner Seele und von allem,
was ihr Freude schenkt. Meine Quelle und meine Bestimmung in der
Glückseligkeit des Himmels.
Zu Dir rufe ich um Licht in meiner Finsternis, um Kraft in meinen Qualen,
um Mut in meiner Verzweiflung.
Reinige meine Seele, meinen Geist, mein Herz, die Menschen, denen
ich begegne, und meine ganze Umgebung von allem Bösen und allen
Einflüssen, die mit Deinem Licht unvereinbar sind.
Um des Kreuzes Jesu willen, schenke mir die Gnade, meine Schwachheiten zu überwinden, die mich zur Sünde veranlassen, und rette mich
von jeglicher Bedrohung durch Instrumente des Bösen.
61
Um der Heiligen Wunden Jesu willen, für uns erlitten aus vollkommener
Liebe, befreie mich von allem Hass und aller Selbstsucht, die in mir geboren werden, und von jenen, denen ich zum Opfer falle.
Um des Heiligen Blutes Jesu, Quelle der Erlösung und der Heilung, willen, befreie mich aus aller Verfolgung und Bedrohung für Leib und Seele
und aus aller Angst an Geist und Herz. Verleihe mir die Kraft zur Beharrlichkeit und zum Vertrauen in Augenblicken, wo alles verloren scheint.
Um der Unbefleckten Empfängnis Mariens willen, befreie mich von aller Unreinheit, die mich bedroht an Seele, Geist, Herz und Leib, und gib
mir die Weisheit, Unreinheit und Sünde zu erkennen,
Um der Tränen Mariens, unserer Miterlöserin, willen, befreie mich von
aller Niedergeschlagenheit, womit das Böse mich untergräbt, und von
aller Gleichgültigkeit gegenüber den Schmerzen und Nöten meiner Mitmenschen.
Um der Heiligen Kirche Christi willen, befreie mich von allen Anwandlungen von Unglauben über das ewige Heil und Deine Liebe, und von
allem Irrtum gegenüber dem wahren Glauben, den Jesus, der Erlöser,
verkündet hat, um uns zum ewigen Glück zu führen.
Um der Heiligen Sakramente willen, Instrumente Deiner Barmherzigkeit, Berührungspunkte zwischen Himmel und Erde, befreie mich von allen Gefühlen der Einsamkeit, Verlassenheit und Dürre. Salbe mein ganzes Wesen mit der fühlbaren Anwesenheit von Jesus, meinem Heiland,
Maria, meiner liebevollen Mutter, und dem Heiligen Geist, meiner treibenden Kraft.
Ewiger Vater, Quelle von Licht und Hoffnung, verleihe mir, in der heilig
machenden Gnade zu leben, unter dem starken Schutz der Engel des
Lichtes und gestärkt durch die Gaben des Heiligen Geistes.
Ich flehe Dich darum an in den allerheiligsten Namen von Jesus Christus, meinem Erlöser, und der Unbefleckten Heiligen Jungfrau Maria,
Schrecken der Teufel.
183. Anrufung des Kreuzes
Lieber Jesus,
dunkle Wolken werfen Schatten auf den Berge der Hoffnung, und wollen
Dein rettendes Kreuz meinen Augen entziehen.
Unglauben und Verkennung von Gott und allen Himmlischen Mächten
hüllen meine Umgebung in tiefe Nacht und wollen das Licht in meiner
eigenen Seele löschen.
O Jesus, rette Deine Welt, höre mein flehen um die leuchtende Morgendämmerung der Wahrheit.
62
satz aller unserer Kräfte an unserer eigenen Heiligung arbeiten, damit das Reich in unserem Herzen Wurzeln schlagen kann und das
Böse in uns besiegt wird.
TOTUS TUUS, MARIA !
Einführung
Liebe Schwestern und Brüder in Jesu und Maria,
in unserer Gesellschaft sind Kräfte am Werk, welche die Erfahrung unseres Christ-Seins zunehmend erschweren. Dennoch ist Jesus Christus,
Messias und Sohn Gottes, gekommen, uns Seine Lehre zu bringen als
die einzige, ewige, unabänderliche Wahrheit Gottes, als den einzigen
Weg zum Heil für die Menschheit. Jesus Christus wurde vor etwa zweitausend Jahren vom Schöpfer in die Welt gesandt, um in einem menschlichen Körper zwei einmalig große Aufgaben zugunsten der Menschheit
aller Zeiten zu erfüllen:
1. die Gründung Seiner Lehre, des Christentums, durch das Predigen
des Evangeliums, des Wortes Gottes. Das Evangelium war als eine
Sammlung von Richtlinien für das Leben der Seelen beabsichtigt,
damit diese den wahren Weg zurück zu Gott finden sollten. In der
Verkündigung der Frohen Botschaft war Jesus das Licht der Welt, das
Licht, das für ewig in der Finsternis der Sünde und der Verirrung
leuchtet. Die Verkündigung der Frohen Botschaft bildet die erste Phase der Erlösung der Seelen. Die Erlösung ist die Wiederherstellung
der Möglichkeit für die Seelen, nach diesem irdischen Leben die ewige Glückseligkeit im Himmel zu genießen. Diese Möglichkeit war
durch die Erbsünde (die erste Sünde des ersten Menschenpaares)
weggefallen. Jesus hat diese Möglichkeit wiederhergestellt. Durch die
Frohe Botschaft zeigte Er den Weg, die Frucht desjenigen, wozu Er
gekommen war - zu leiden und zu sterben um den Menschen wieder
den Himmel aufzuschließen - in jeder Seele zur Reife zu bringen.
2. die Vollendung der Erlösung: Sein Leiden und Kreuzestod. Nichts
gleicht mehr Schulden gegenüber der Göttlichen Gerechtigkeit aus als
das Leiden. Jesus hat unvorstellbar viel gelitten, physisch, emotional
und geistig. Sein Leben des Leidens fand seine Krönung in Seinen
beiden letzten Tagen auf Erden. Indem Er gleichzeitig Gott und
Mensch war, konnte Er Seine schrecklichen Leiden so vollkommen
mit dem Willen Gottes vereinigen, dass sie eine allumfassende Kraft
für alle Jahrhunderte entwickelten. Deshalb konnte das Opfer Jesu
Christi allen Seelen aller Zeiten die Möglichkeit aufschließen, aus den
Folgen der Erbsünde erlöst zu werden und in die ewige Glückselig31
strickt. Die Faktoren, die am meisten zum Verfall der Welt und zum
anwachsenden Stand der Ungnade der Menschheit beitragen, sind:
1. Materialismus
2. Modernismus in der Kirche
3. Mentalitätsänderungen in der Gesellschaft
4. Massenmedien
5. Erziehung
Der Rückweg aus dem Elend kann nur eine einzige Bestimmung haben: kompromisslose Rückkehr zu den Wurzeln der Lehre Jesu
Christi, dem ursprünglichen, traditionellen Christentum, durch:
Glänze, o Kreuz, durchstrahle alle Finsternis.
Hass, Verblendung und Versuchung fressen wie Raubtiere an allem,
was Gott teuer ist, und schlagen in zahllosen Herzen und Seelen Wunden.
O Jesus, rette Deine Welt, höre mein Flehen um eine neue Welt der Liebe und des Lebens.
Glänze, o Kreuz, durchstrahle alle Finsternis.
Sündhaftigkeit und Selbstsucht haben die Welt eisig gemacht und bedrohen die Sonne in meinem Herzen. In so vielen Seelen frieren die
Blumen der Reinheit.
O Jesus, rette Deine Welt, höre mein Flehen um die liebkosende Wärme
von Gottes Liebe und Frieden in einer heiligen Welt.
1. Vergeistigung (Befreiung aus dem Griff des Materiellen)
Glänze, o Kreuz, durchstrahle alle Finsternis.
2. radikale Rückkehr zu den Wurzeln der Liturgie und der Heiligen
Messe
Mein Jesus, Erlöser, Gott der Liebe, um der Tränen von Maria willen,
meiner Mutter der Schmerzen und Miterlöserin, brenne Dein Kreuz in alle Herzen, damit das Feuer des wahren Lebens in Gott aufs Neue die
Erde verzehren möge.
3. Orientierung aller Gefühle und Gedanken an den ewigen Interessen der Seele
***
4. strikte Beschränkung der Berührung mit den Medien
5. Rückkehr zur Erziehung und zum Familienleben nach der urchristlichen Tradition
Die Stürme des Bösen haben nunmehr ihren Höhepunkt erreicht,
weil sich die Stunde der Gründung von Gottes Reich auf Erden nähert. Was können wir tun, um in den letzten Prüfungen stärker zu
stehen?
1. felsenfester Glaube und unerschütterliches Vertrauen
Die Macht des Kreuzes gegen das Böse kann unmöglich überschätzt
werden. Die einzige Begrenzung verbirgt sich in unserem eigenen Zweifel, in dieser Tatsache, dass wir oft ungenügend vertrauen. Wunder geschehen, wenn der Glaube von demjenigen, der sie empfangen kann,
groß genug ist. Gott schenkt Sich Selbst nicht voll und ganz den Menschen, die sich selbst nicht voll und ganz Ihm schenken. Wer das Kreuz
verehrt, als ob es wirklich sein einziger Halt ist, zieht damit eine wahre
Mauer aus Licht um seine Seele. Das Licht verblendet die Finsternis und
verjagt sie. Das gilt auch für das Licht in der Seele.
***
2. viel Gebet
5. totale Weihe an Maria
Mein lieber Schutzengel, geruhe, Jesus in mein Herz zu begleiten, und
gib Ihn in die Arme Seiner und meiner allerliebsten Mutter Maria, damit
ich Ihn dort wieder finden möge, jedes Mal, wenn ich der Himmlischen
Königin in meinem Herzen begegne.
6. Aufopferungsbereitschaft und Bußfertigkeit
(Myriam, 18. Oktober 1998)
3. regelmäßiges Beiwohnen der Heiligen Messe
4. völlige, gründliche Reinigung unseres ganzen Wesens
7. uns gegen Unwissenheit wappnen
Die Zeit für die Gründung von Gottes Reich auf Erden erreicht bald
ihre Fülle. Wir können die Stunde dadurch voranbringen helfen,
dass wir kompromisslos zu einem Leben in vollkommener Übereinstimmung mit der Lehre Christi zurückkehren und dass wir mit Ein30
63
184. Gloria an Maria, Patronin des Heilsmysteriums
Liebe Mutter Maria,
durch Eva wurde die Erblast der Sünde auf die Seelen herab gerufen.
Gepriesen sei Dein Name, o Königin meines Heils; denn durch Dein Jawort kann die Blüte der Heiligkeit aufs Neue in mir aufblühen.
Ehre sei Dir, Maria; denn mit Dir kam die Lilie zur Vollendung, die Gott
dem Boden des Alten Bundes anvertraut hatte.
Ehre sei Dir, Maria; denn Deine Unbefleckte Seele wurde aus der Quelle
der göttlichen Tugenden geschaffen und als erste im Blut der Ewigen
Seligkeit getauft.
Ehre sei Dir, Maria; denn in der Blume Deiner Seele strömte die Lebenskraft der Ewigkeit.
Ehre sei Dir, Maria; denn durch Dich wurde die Wolke durchbrochen, die
durch die Erbsünde auf die Menschheit herab gerufen wurde.
Testament des Bundes
Dieses Manifest ist den Christen der Letzten Zeiten gewidmet, damit
sie in der Gnade des Heiligen Geistes bereit sein mögen, den
Kampf für die Gründung von Gottes Reich auf Erden zu führen
Einführende Betrachtung:
Kerngedanken des vorliegenden Manifestes
Jesus Christus ist als Messias in die Welt gesandt worden, um den
Neuen und ewig dauernden Bund zwischen Gott und der Menschheit zu besiegeln: Der Zutritt zum Himmel, der nach der Erbsünde
des ersten Menschenpaares allen weiteren Generationen verweigert
war, sollte den Menschenseelen wieder ermöglicht werden: Jesus
besiegelte den Neuen Bund mit Seinem Leib und Blut im Leiden und
im Kreuzestod, und hinterließ der Menschheit Sein Testament, in
Form:
Ehre sei Dir, Maria; denn Du bist die Hostie, über die die schöpfende
Kraft des Heiligen Geistes sich ausgegossen hat.
1. der Frohen Botschaft mit der Lehre Christi, die durch die Katholische Kirche, die einzig wahre Kirche Jesu Christi, Erbin der einen
Wahrheit Gottes, verbreitet und erhalten werden sollte.
Ehre sei Dir, Maria; denn Du bist der Tabernakel, dem die tiefsten Göttlichen Mysterien anvertraut wurden.
2. der Heiligen Eucharistie, das ewige Andenken an das ewige Opfer des Leibes und des Blutes Christi am Kreuze.
Ehre sei Dir, Maria; denn auf Dein Jawort hin nahm Gott Dich zu Seiner
Braut, und in Seinem Sohn wurdest Du die schmerzvolle Mutter aller
Menschen.
Das Wesen der Frohen Botschaft Jesu Christi lässt sich in den
nachfolgenden Kerngedanken zusammenfassen:
Ehre sei Dir, Maria; denn in Dir wurde der Keim des Neuen Bundes gesät.
1. totale Liebe zu Gott und zum Mitmenschen
Ehre sei Dir, Maria; denn in Dir ist die Saat meiner Hoffnung zur Blüte
gekommen.
3. die Notwendigkeit der Eucharistie
2. Leben im innigen Kontakt zu Gott: Gebet
Ehre sei Dir, Maria; denn in Dir reifte das Blut zur Salbung der Urwunde
der Seelen.
4. der nicht zu überschätzende Wert des Leidens
Ehre sei Dir, Maria; denn in Deinem Schoß wurde der Pakt der Versöhnung zwischen Gott und den Menschen geschrieben, der auf Kalvaria
mit dem Blut Jesu und Deinen Tränen ausgeführt wurde.
6. der Geist der Kindheit
Ehre sei Dir, Maria; denn durch die goldene Tür Deiner geheiligten Jungfräulichkeit kam das göttliche Licht in die Welt.
5. bedingungsloser Glaube
7. Verzicht auf den Geist der Welt
8. totale Vergebung
9. totale Hingabe
Ehre sei Dir, Maria; denn aus Dir wurde der Hirte geboren, und in Dir finden auch die Schafe ein Zuhause.
10. immer vorbereitet sein
Ehre sei Dir, Maria; denn wo die Feuersäule Deines Unbefleckten Herzens regiert, können weder Unreinheit noch Sünde gedeihen.
Die Menschheit hat das Vermächtnis der Frohen Botschaft und der
Eucharistie nicht in gebührender Weise akzeptiert und erhalten. Die
Folge ist eine Welt, die zunehmendem Elend anheim fällt, und eine
Menschheit, die sich immer fester in den Netzen des Bösen ver-
Ehre sei Dir, Maria; denn Deine Berührung entzündet Herzen, heiligt
Seelen und heilt Wunden.
64
29
5. Februar 2008
"(...) 25. März: An diesem Tag wurde im Himmel gedacht, wie der Erzengel Gabriel im Auftrag des Allerhöchsten zu Mir gesandt wurde, Mir in
tiefer Demut Gottes Einladung bekannt machte, die Mutter Seines Sohnes zu werden, und sich bei Meinem Jawort vor Meinen Füßen niederwarf, in Anbetung der Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die Mich damals mit
Sich bekleidete, und als ein Akt tiefer Unterwerfung gegenüber Mir, die
er von diesem Augenblick an uneingeschränkt als die Frau anerkannte,
die die für Sie vorgesehene Erhabenheit dadurch besiegelt hat, dass Sie
an Sich die totale Himmlische Hochzeit mit der Gottheit vollziehen
ließ. Dies ist der Festtag Meiner totalen Hingabe an den Dienst gegenüber Gottes Heilsplan. Im Himmel wird an diesem Tag feierlich gedacht,
wie die Frau, von Gott für alle Zeiten als die Herrin aller Seelen vorherbestimmt, es durch Ihr Jawort möglich machte, dass an Ihr ALLES vollzogen werden konnte, was Gott vorgesehen hat. Dies ist die einzige Gelegenheit, bei der Gottes Wünsche gegenüber einer Seele total und ungeteilt verwirklicht sind. Dieses vollkommene Überfließen Meines ganzen
Wesens in die Gottheit lässt Mich an der Macht von Gott Selbst Anteil
haben."
28. März 2008
"Als der Erzengel Gabriel Mir Meine Göttliche Mutterschaft ankündigte,
sagte er, dass die Kraft des Allerhöchsten Mich überschatten würde.
Diese Worte müssen in einem breiteren Sinne verstanden werden vor
dem Hintergrund der Offenbarung, die Ich dir soeben gegeben habe: In
Antwort auf Meinen Akt totaler Hingabe an Gottes Plan wurde Ich total
mit Göttlicher Lebenskraft erfüllt. Freilich besaß Ich diese bereits in einem außerordentlichen Grad auf Grund Meiner Unbefleckten Empfängnis, doch sie wurde damals absolut und vollkommen gemacht, damit
Mein Leben die höchst mögliche Fruchtbarkeit erhält: die Mutterschaft
über den Gott-Mensch. Dies ist genau das, was Ich unterrichtet habe:
Vollkommene Übereinstimmung mit Gottes Willen bringt der Seele ein
Übermaß an Göttlicher Lebenskraft, durch die sie ein Leben führen kann,
das überaus verdienstvoll und fruchtbar für Gottes Pläne und Werke ist.
Die erste Voraussetzung hierfür ist der totale Verzicht auf alle Interessen
für die weltlichen Aspekte des Lebens. Das Herz muss auf den Himmel
gerichtet bleiben. Über die Details des täglichen Lebens darf die Seele
im Dienste Gottes nur noch bei absoluter Notwendigkeit nachdenken oder sprechen, und dann nur noch so eingeschränkt wie möglich: Jede
Sekunde, die hieran aufgewendet wird, ist Zeitverlust für die Gründung
von Gottes Reich in der Seele und auf Erden.“
28
Ehre sei Dir, Maria; denn du bist der Obstgarten der Heiligsten Dreifaltigkeit. In Dir sind Nahrung, Ruhe und Erholung für die gequälte Seele.
Ehre sei Dir, Maria; denn Du bist der Schlüssel, der die Himmelspforte
für mich öffnen wird.
185. Anrufung der Namen Jesu und Mariä zur Rettung von Seelen
Vereinte Herzen Jesu und Mariä, die Ihr Schätze von Rettung und Gnade tragt in Euren Namen, von Gott Selbst gemacht, sät den süßen Klang
Eurer allerheiligsten Namen als Rosen der Befreiung in die Herzen Eurer
Kinder, damit sie aus dem Griff des Bösen erlöst werden.
O Jesus, Dein erlösender Name ist der Schrecken alle Kräfte der Finsternis; denn Dein Kreuz hat sie für ewig überwunden.
O Maria, Dein unbefleckter Name ist die Verzweiflung aller Kräfte der
Finsternis; denn Du hattest totale Macht über alle Sünde.
O Jesus, Dein verheißungsvoller Name ist die Ratlosigkeit aller Kräfte
der Finsternis; denn Deine Ankunft auf Erden hat Gottes Reich des Lichtes gegründet.
O Maria, Dein gnadenvoller Name ist die Demütigung aller Kräfte der
Finsternis; denn unter Deinen Füßen windet sich die geschlagene
Schlange der Täuschung, der Versuchung, der Zerstörung und des Hasses.
O Jesus, Dein liebevoller Name ist die Vernichtung aller Kräfte der Finsternis; denn die Seele, die sich zum Kelch Deines Blutes macht, ist kein
Sklave des Teufels mehr.
O Maria, Dein allerreinster Name beschämt alle Kräfte der Finsternis;
denn Du bist die unantastbare Herrin aller Tugenden.
O Jesus, Dein hoffnungsvoller Name entwaffnet alle Kräfte der Finsternis; denn für diejenigen, die in Deiner Nachfolge Ihre Kreuze mit Hingabe
tragen, ist Leiden nicht länger eine sinnlose Qual, sondern eine Quelle
des Heils für viele Seelen.
O Maria, Dein liliensüßer Name ist die Wut aller Kräfte der Finsternis;
denn sein heiliger Klang salbt Wunden, entzündet Herzen und bekehrt
Seelen.
O Jesus, Dein mächtiger Name ist die Niederlage aller Kräfte der Finsternis; denn wer ihn ausspricht, öffnet sich die Quellen des ewigen
Lichts.
O Maria, Dein rettender Name ist unser letzter Schild gegen alle Kräfte
der Finsternis; denn keine Seele, die Dich anruft, fällt ihnen zum Opfer.
65
O mein Erlöser und meine Miterlöserin, vor Liebe schmachtend nach jeder Menschenseele, lasst Eure allerheiligsten Namen mir mit unauslöschbarem Verlangen in das Herz brennen, damit mein Mund sie als
läuterndes Feuer in die Seelen gießen möge, die Ihr so schmerzvoll begehrt.
***
Die Namen von Jesus und Maria sind an sich bereits Gebete gegen das
Böse und zur Reinigung von Herz und Seele. Selbst für einen Ungläubigen, der dazu überredet werden kann, in seiner Sterbestunde mit Liebe
und Überzeugung die Namen "Jesus" und "Maria" auszusprechen, kann
dies die Rettung seiner Seele bedeuten.
186. Gebet zum Erzengel Michael um Beistand
Heiliger Erzengel Michael, Prinz der Engel des Lichts,
zusammen mit meinem Schutzengel und im Namen von Maria, der Herrin der Engel, flehe ich in meiner Not um Deine Hilfe, Deinen Beistand
und Deinen Schutz gegen alle Einflüsse, die nicht im Einklang mit Gottes
Willen sind.
Geruhe, das Heilige Blut Jesu und die Tränen von Maria entlang aller
meiner Wege wie eine undurchdringliche Mauer von Licht zu versprengen, damit nichts Böses mich berühren kann.
Schütze mich immer und überall gegen alle Angriffe, die Anhänger der
Mächte der Hölle und Finsternis gegen meine Seele, meinen Geist, mein
Herz und meinen Leib planen und zur Ausführung bringen wollen.
Strahle in Deiner Siegeskraft. Vertreibe alle Schatten um mich herum,
damit meine Seele im göttlichen Licht bleiben möge.
Wehre alle bösartigen Einflüsse von den Menschenseelen ab, damit sie
nicht dem Druck der Finsternis erliegen und im Licht Deiner streitenden
Engel zur völligen Bekehrung kommen mögen.
Stärke die Schutzengel derjenigen, die mir teuer sind, damit sie diese
jeden Augenblick vor jeglichem Einfluss oder jeder Handlung bewahren
können, durch die sie Gottes Gnade verlieren würden.
Stärke auch die Schutzengel derjenigen, die meine Feinde sein wollen,
damit sie ihre Schützlinge von allem Hass, aller Gewalt und aller Bosheit
in Worten, Gedanken und Handlungen abhalten können, womit diese
mich treffen wollen.
28. April 2007
"Jede Seele muss in ihrem Leben auf Erden eine Anzahl von Entscheidungen treffen. Die größte dieser Entscheidungen steht im Zusammenhang mit ihrer Lebensberufung: Sie kann diese ignorieren, sie kann dafür
blind bleiben, sie kann sie annehmen, und in diesem letzteren Fall, gibt
es noch viele Unterschiede in der Weise, wie, und dem Maße, in dem die
Seele ihrer Berufung folgt. Meine Berufung war, die Mutter des Erlösers
zu sein. Gott hatte Mich dafür bestimmt, doch aufgrund Meines freien
Willens hätte Ich beim Besuch des Erzengels Gabriel noch immer ablehnen können. Du beklagst zu Recht, dass viele Seelen glauben, dass
Mein Jawort an den Engel eine Selbstverständlichkeit war und dass es
nichts mehr war als die logische Zustimmung eines Mädchens, das erfährt, dass sie Mutter werden wird, und dies als die Erfüllung des Traumes eines jeden Mädchens sieht.
Ich sage ausdrücklich zu den Seelen, dass in Meiner Seele bei Meiner
Empfängnis eine völlige Kenntnis über die Tragweite Meiner Mutterschaft eingegossen worden war. Als der Engel die Worte aussprach,
wurde dieses Wissen in Meiner Seele erschlossen und in ihrer Fülle in
Mein Bewusstsein gegossen. Ich sah damals in wenigen Augenblicken
die Fülle der ewig dauernden Schmerzen, die ein Jawort mit sich bringen
würde. Darum basierte das Aussprechen Meines Jawortes nicht in
erster Linie auf dem Wunsch, Mutter zu werden, sondern auf einer
nie zuvor auf Erden gesehenen Explosion der Liebe für Gottes
Heilsplan und für alle Seelen, die den Himmel und die Hölle buchstäblich erbeben lieβ.
Mein größter Wunsch ist, dass die Seelen, die Mir folgen wollen, dies
tun, indem sie ihr eigenes Jawort gegenüber ihrer Lebensberufung sprechen, im vollen Bewusstsein aller Schmerzen, die mit diesem Jawort
einhergehen können, und mit dem alles überwiegenden Verlangen, dass
sie ihre eigenen Schwächen und Untugenden überwinden werden, damit
ihr Jawort wie ein heiliger Tabernakel sein möge, in dem ihr Bund mit
Gott und mit Mir bewahrt werden kann. Mein eigenes Jawort war genau
das: ein heiliger Tabernakel für Meinen Bund mit Gott. Nur gab es bei
Mir aufgrund Meiner Unbefleckten Empfängnis nicht die Notwendigkeit,
Schwächen und Untugenden zu überwinden. Ich betone, dass Seelen,
die nicht unbefleckt empfangen sind, heilig werden können, so dass diejenigen, die von Mir berufen sind, auch zur wahren Heiligkeit berufen sind. Damit Ich Ihnen tatsächlich helfen kann, verlange Ich von ihnen:
Sei der Hüter meines Hauses, damit es immer ein Herd von Licht sein
möge, aus dem die Sünde flieht.
1. eine ganz bewusstes und tief erlebtes Jawort;
O glorreiche Leibwache der Himmlischen Mächte, ich stelle mich völlig
unter Deinen Schutz. Geruhe, mich unversehrt zu bewahren; denn ich
3. das Einbauen Meiner Richtlinien und ihres Bewusstwerdens ihrer
Schwächen in ihr Leben. (...)
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2. einen beharrlichen Kampf gegen ihre Schwächen und Untugenden;
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Dies ist auch das Fest von Maria als Brücke zwischen Himmel und Erde.
Ich bin heute der Ring bei der Vermählung zwischen Gott und den Seelen: das Zeichen der Treue und des ewig dauernden Bundes. Ohne Ring
gibt es keine Vermählung. So wie der Ehering aus Gold besteht, so sollte
Ich eine Seele und ein Herz aus Gold besitzen, um diese Ehe möglich zu
machen. Das Gold Meiner Seele ist Meine Unbefleckte Empfängnis, aus
der Meine Vollkommenheit in der Heiligkeit entsprang. Jeder Versuch,
Meine Rolle in der Heilsgeschichte zu minimieren, ist gleichbedeutend mit dem Wegwerfen des Ringes, bevor man zur Hochzeit
geht.“
"Bei der Ankündigung, die der Erzengel Mir von Gottes wegen brachte,
wählte Gott Mich zum Schlüssel auf die Tür zum Heil für die ganze
Menschheit. Ich bestätige dir heute, dass Ich dich zum Schlüssel auf die
Tür zur Befreiung vieler gewählt habe. Mir gehört alle Macht über diesen
Schlüssel: Meine Hand bewegt ihn zu Meiner Zeit [die Gottes Zeit ist].
Sage den Seelen, dass sie sich vorbereiten sollen, zu einem Schlüssel in
Meiner Hand zu werden. Welche Bedingungen muss ein Schlüssel erfüllen um brauchbar zu sein? Er muss stark sein, damit er nicht bricht. Dazu muss er aus den richtigen Materialien bestehen, die richtige Beschaffenheit haben. Dies bedeutet, dass er geeignet sein muss, Schlösser zu
öffnen. Das kann er nur, wenn er sich in allen Tugenden schleifen lässt.
Schließlich muss er bereit sein, von Meiner Hand beherrscht zu werden.
Ich werde ihn benutzen, wann immer Ich es will, aus sich selbst kann er
keine Tür öffnen. Seine Willigkeit, Fügsamkeit, Kraft und Eignung machen ihn zu einem Instrument Meiner Macht. Gott hat alle von Ihm gemachten Seelentüren mit Schlössern vorgesehen, auf denen nur eine Art
von Schlüssel passt: die Tugend. Ein Schlüssel ist nur in dem Maße
brauchbar, wie er in das Schloss passt. Es ist Meine Macht, die den
Schlüssel im Schloss zur Wirkung bringt.
"Heute ist der heilige Tag des Jawortes gegenüber Gott. Wahre Nachfolge Jesu und Mariä ist das Aussprechen eines offenen Jawortes: ‚Siehe,
Ich bin gekommen, Deinen Willen zu tun’ oder ‚Mir geschehe nach Deinem Wort’. Ich kann für die Seelen unendliche Gnaden in dem Maße erlangen, wie sie Mir tatsächlich durch ihr eigenes Jawort folgen wollen in
liebevoller Annahme aller Prüfungen. Nur das ist totale Hingabe an
Mich: liebevolle Annahme aller Prüfungen, in Ruhe und Frieden des
Herzens, im Wissen, dass dies alles vorbei geht. Warum sich bekümmern über Dinge, die vorüber gehen? Nur EINES geht niemals
vorbei: ein Leben in ewiger Finsternis oder im Licht von Gottes Angesicht. Diese Wahl trifft die Seele durch die Weise, wie sie ihr Leben auf Erden führt."
gehöre Maria, der Königin des Himmels und der Erde, für die ich arbeite,
leide und kämpfe und mit der Du die gefallenen Engel und ihr Gefolge für
immer zur Errichtung des Reiches Christi auf der Erden überwinden
wirst.
Heiliger Erzengel Michael, ich liebe dich.
Heiliger Erzengel Michael, ich glaube an Dich.
Heiliger Erzengel Michael, ich vertraue auf Dich.
Komm, Heiliger Erzengel Michael, und werde mein unüberwindlicher Begleiter auf dem Weg zum Leuchtenden Kreuz, zu dem ich mich heute
aufs Neue mit allen Kräften meiner Seele bekenne und den ich unter
Deinem Schild zu Ende gehen will.
***
Einst wurde seitens eines Papstes verfügt, dass jede Heilige Messe zur
Bekämpfung des Bösen mit einem Gebet zum Erzengel Michael beschlossen werden sollte. Wir dürfen zutiefst bedauern, dass dieser
Brauch nicht beibehalten wird.
187. Morgengebet eines Apostels von Maria
Liebste Mutter Maria,
darf ich heute um innige Einswerdung mit Dir flehen.
Möge mein Herz mit Deinem Herzschlag klopfen.
Möge mein Geist Deine Gedanken denken.
Möge mein Mund Deine Worte sprechen.
Mögen meine Hände Deine Handlungen ausführen.
O Mutter, drücke Dein ganzes Wesen so tief in mich, dass nicht mehr ich
lebe, sondern dass Du in und durch mich lebst, in vollkommener Verschmelzung von Seele, Geist, Herz und Leib.
Gieße Deine Heiligkeit und Deine Tugenden in mich und lasse Dein Licht
in und durch mich strahlen, damit ich jeden Augenblick des Tages Deine
Wege gehen möge, vollkommen empfänglich für Deine Führung und Inspiration sein möge und auch andere Menschen zum Licht ziehen möge,
um auch sie zu Dir zu bringen, zur Verherrlichung Deines Unbefleckten
Herzens, zum Trost und zur Freude für Dein Schmerzvolles Herz und zur
Ehre und Glorie Gottes.
Totus Tuus, Maria. Amen.
***
Wer von Maria für einen besonderen Auftrag gerufen wird, ist Ihr Apostel. Ein Apostel von Maria sollte ein Leben führen, das die Art und die
26
67
Tugenden seiner Himmlischen Herrin in seinem gesamten Verhalten
ausstrahlt, in all seinen Worten, in all seinen Wünschen und Bestrebungen, sogar in seinen Gefühlen und Gedanken. Die erste Bedingung, um
das in die Tat umzusetzen, besteht darin, dass er die brennende Liebe
von Maria in sich aufzunehmen sucht und diese zu seinem eigenen
Brennstoff macht.
In dem Maße, wie ihm dies mit Ihrer Hilfe gelingt, wird er auch in allen
anderen Tugenden stärker. Es ist wichtig, dass er sich täglich durch intensives Gebet weiterhin motiviert; denn das echte, beharrliche Apostolat
im Dienst von Maria ist ein hartes Leben, und die Stimme der Welt hört
nicht in ihren Versuchen auf, den Apostel zu entmutigen. Glaube an Maria, liebe Sie mehr als dein eigenes Leben, verehre Sie bis zum Äußersten und gib dich Ihr selbst total, bedingungslos und für ewig.
***
Liebe Mutter Maria, dies ist für mich ein Gesetz der Liebe: dass ich mich
reicher fühle in dem Maße, wie ich Dir mehr geben kann; denn da Du
und ich vereinigt sind, erhalte ich selbst alles, was ich Dir gebe, zurück,
bereichert dadurch; dass es durch Deine Hände gegangen ist, und sind
die Freude des Gebens und die Freude des Bekommens immer in mir
vereint.
(Myriam, 23. April 1999)
188. Selbsthingabe an Maria, Königin des Himmels und der Erde
Liebe Mutter Maria,
von Gott über alles verherrlicht und gekrönt zur mächtigen Königin von
allem, was lebt, höchste Verzückung des Himmels, hoffnungsvolle Freude jeder Seele, die Dich erkennt, und vernichtende Qual der Hölle.
Meine Himmlische Herrin, durch die ich als Diener für die Errichtung von
Gottes Reich der Liebe berufen bin, ich werfe mich zu Deinen Füße nieder und gebe mich Dir als Dein Sklave hin, damit Du vollkommen in mir
herrschst.
In meiner Armut will ich Dich mit meiner Treue krönen als ein Diadem
von zwölf Edelsteinen.
Sei meine Königin in der Liebe. Lass mich im alles verzehrenden Feuer
Deines Herzens verglühen, damit der Prinz des Hasses in Deinen
Flammen verschlungen wird.
Sei meine Königin in der Reinheit. Bändige in mir alle Sünde, o unbefleckte Jungfrau, damit der große Beflecker der Seelen in Dir seine Herrin erkennt.
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Übereinstimmung mit den Voraussetzungen, die gegenüber dem Gesetz
der Göttlichen Gerechtigkeit erfüllt werden müssen, müssen die folgenden Elemente vorhanden sein:
1. die Seele muss sich aus freiem Willen, mit glühender Liebe zu Mir und
mit Verlangen nach Neuschöpfung zu Meinen Füßen niederwerfen. (Maria offenbarte bereits früher, dass Sie von Gott eine "neu schöpfende"
Macht empfangen hat. Sie meint damit: Die Macht, Seelen total umzuwandeln.);
2. sie muss zu Mir mit Beharrlichkeit und im unerschütterlichen Vertrauen auf Meine alles vermögende Macht flehen;
3. ihre Liebe, ihr Verlangen und ihre Unterwerfung Mir gegenüber müssen so viel Licht ausstrahlen, dass sie Meine Augen zu der Seele hinziehen und Mich dazu bewegen, über sie den Erlass der Herrin der Seelen
auszusprechen, der da lautet: "Ich will, es sei so!" Keine einzige Kraft im
Himmel, auf Erden oder unter der Erde kann Meinen Willen einen einzigen Millimeter von dem Weg abbiegen lassen, wohin Ich ihn zur Verwirklichung Meines Erlasses lenke. Nur Gott allein wird dies können, doch tut
dies niemals; denn Er verweigert Mir nichts, weil Mein Willen vollkommen mit dem Willen Gottes zusammenfließt.
Ich kann das wahre Göttliche Leben in jede Seele bringen. Die einzigen
Hindernisse liegen bei der Seele selbst: die Aufrichtigkeit ihres Verlangens nach dem Göttlichen Leben, ihre Schwachheit, die Intensität ihres
Liebesfeuers, der Grad ihrer Unterwerfung Mir gegenüber, die Motivation
all ihrer Handlungen und Gedanken und das Maß ihrer Entsagung in Bezug auf das Weltliche und in Bezug auf ihre eigene Vergangenheit und
ihre eigenen Wünsche. Je mehr Ich in, über und durch die Seele herrschen kann, desto größer werden Meine Werke in ihr werden und desto
weniger wird sie letztlich sich selbst gleich bleiben: Sie wird in das wahre
Göttliche Leben aufgenommen werden."
Sonntag, 25. März 2007
"Heute wird gedacht, wie deine Herrin durch Ihre Zustimmung vermittels
des Erzengels Gabriel die Menschwerdung Jesu möglich gemacht hat
und hierdurch den Schlüssel in der Tür zum Heil umgedreht hat, die damals bereits seit dem Sündenfall von Adam und Eva geschlossen war.
An diesem Tag habe Ich zeigen wollen, wie ein Akt der Selbstverleugnung der Beginn der Befreiung von unzähligen Seelen werden kann.
Gott verlangt, dass die Menschheit Mir dafür dankt. Dieser Akt der
Selbstverleugnung bildet einen der Gründe, warum Ich wirklich die Herrin aller Seelen bin: Sie verdanken ihr Heil Meiner Entscheidung für die
Menschwerdung des Messias. Dies ist das Fest der Berührung, der
Vermählung zwischen Himmel und Erde, zwischen Gott und den Seelen.
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Aufgrund des Gesetzes der Zeitlosigkeit von allem, was Göttlich ist, verschmelzen sich die Menschwerdung und die Selbstaufopferung Christi
ab dem Letzten Abendmahl bis auf das Kreuz von Golgatha. In einigen
Minuten wird die ganze Grundlage des Erlösungsplanes ab Meinem Jawort bis zum Kreuzestod Jesu dargestellt. Ab der Gabenbereitung bis
einschließlich der Konsekration wiederholt sich immer wieder das
Heilsmysterium und wird Meine Beteiligung an diesem Mysterium in
Meiner Eigenschaft als die Miterlöserin bestätigt.
Bedenke, dass der Allerhöchste in jenen Augenblicken die Seelen ebenfalls daran erinnert, dass Ich die Herrin aller Seelen bin; denn zwischen
Meinem Jawort und der Auferstehung des Erlösers hat Meine Macht über alle beseelten Geschöpfe einen Großteil ihres Fundamentes erhalten. Bedenke, dass die Seele in der heiligen Kommunion nicht nur Christus empfängt, sondern aufgrund der übernatürlichen Einheit der Personen der Allerheiligsten Dreifaltigkeit ebenfalls die Fülle des Dreieinen
Gottes und sogar Mich, Maria, empfängt, wegen Meiner ewig dauernden
Einheit mit der Gottheit, die bei der Menschwerdung Jesu in Meinem
Schoß besiegelt worden ist.
Ich bin vollkommen eins mit Christus. Ich bin auch vollkommen eins mit
dem Heiligen Geist, genauso wie das Evangelium sagt, dass Mann und
Frau untrennbar sind, da sie ‘eines Fleisches’ sind: Der Heilige Geist hat
an Mir die vollkommene Himmlische Vermählung vollzogen. Ich bin auch
eins mit dem Ewigen Vater, der Mich mit Sich Selbst bekleidet hat, um
Tabernakel des Gott-Menschen werden zu können. (...) Deswegen ist es
unnatürlich, dass viele Seelen die heilige Kommunion empfangen und
sich trotzdem weigern, sich Mir zu weihen für ein Leben der Dienstbarkeit und der Hingabe Mir gegenüber.”
24. Dezember 2006
"Die Fülle Meines Lebens als Seele begann, als der Keim Jesu in Mich
gegossen wurde. Der Heilige Geist überschattete Mich und goss das volle Göttliche Leben in Mich. Durch Meine Unbefleckte Empfängnis war Ich
ein vollkommener Tabernakel, ein fertiger Palast für die Gottheit. Dieser
Palast wurde mit der Menschwerdung Jesu vollends zum Leben gebracht. Neun Monate lang hielt Mein Leib die Gottheit im Fleisch umschlossen. Mein Blut nährte Ihn und wurde seinerseits mit der Fülle des
Göttlichen Lebens genährt. Ich empfing Seine Lebenskraft, Seine Beschaffenheit und Seine Macht bis in die äußersten Ecken des jungfräulichen Tempels Meines Leibes. Keine Kraft in der Welt kann die Auswirkungen dieser vollkommenen Verschmelzung zunichte machen oder sie
an Kraft abnehmen lassen. Darum trage Ich Gottes Kraft und Gottes Willen in allen Bereiche Meines Wesens: in Seele, Geist, Händen, Füßen ...
(...) Sieh doch, was Ich für die Seele tun kann, die Mich hierum bittet. In
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Sei meine Königin in der Demut. Mache mich wie Du groß in der Kleinheit, damit der König des Hochmuts unter Deinen Füßen zerschmettert
wird.
Sei meine Königin in der Friedsamkeit. Möge Dein klarer Blick mich im
Sturm unerschütterlich machen, damit die höllische Furie durch die Majestät in Deinen Augen in die Knie gezwungen wird.
Sei meine Königin in der Sanftmut. Möge Deine salbende Ausstrahlung
durch mich hindurch in meine Mitmenschen dringen, damit Deine Feinde
sich auf Deiner heiligen Mauer zu Tode stürzen.
Sei meine Königin in der Hingabe. Lass meinen Mund nicht aufhören,
Dein Jawort zu Gott wie Weihrauch um mich herum zu verbreiten, damit
der Teufel durch den Glanz Deiner Glorie geblendet wird.
Sei meine Königin im Schmerz. Kröne Deinen Diener mit den Dornen
aus Deinem leidenden Herzen, damit meine Schmerzen geheiligt werden; denn der alte Drache wird in Deinen Tränen ertrinken.
Sei meine Königin in der Freude. Rühre mich nur an, und ich werde in
Glückseligkeit in Dir sterben, zum Untergang des großen Quälers.
Sei meine Königin in der Gottesfurcht. Nimm mich auf in die Feuerfontäne Deiner ununterbrochenen Lobpreisung, damit Gottes großer Feind
sehen möge, dass ich Dein Besitz und Eigentum bin.
Sei meine Königin in der Abtötung. Mache mich los von der Welt und von
mir selbst, damit der Geist der Finsternis alles verliert, womit er Dich in
mir zu treffen dachte.
Sei meine Königin in der treuen Beharrlichkeit. O betäube mich unter der
Verzückung der Gaben des Heiligen Geistes, damit er, der die Seelen
entmutigt, sich unter Deiner Macht besiegt gibt.
Sei meine Königin in der Bußfertigkeit. Lehre mich, Dir zu dienen mit einem Leben von Opfer und Wiedergutmachung, damit der Prinz der Ausschweifung, Genusssucht und Entheiligung begreift, dass Dein Reich in
mir nicht mehr untergeht.
Meine Himmlische Königin,
ich gebe Dir mein Herz, damit meine Gefühle Dir Quelle der Freude sein
mögen.
Ich gebe Dir meinen Geist, damit meine Gedanken Dir Quelle der Hoffnung sein mögen.
Ich gebe Dir meinen Leib, damit meine Leiden Dir Quelle des Trostes
sein mögen.
Ich gebe Dir meine Seele, damit das ganze Wesen Deines Dieners Dir
Quelle der Wonne sein möge.
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189. Gebet um Marias Fürsprache für die Vergebung von Sünden
Liebe Mutter Maria,
Goldene Stimme der Fürsprache und mächtige Mittlerin aller Gnaden,
gequält durch Deine Tränen schenke ich Dir mein Gebet der Liebe als
Sühnopfer für die Sünden der Welt.
Um Deiner Flucht mit dem kleinen Jesus nach Ägypten willen, stärke
mich in meiner Schwachheit; denn ich werde von Versuchung verfolgt.
Lass doch den fruchtbar machenden Regen der Gnade über die Verfolger kommen, damit sie sich zum Licht bekehren.
Um Deiner Schmerzen willen, als Dein zwölfjähriger Sohn in Jerusalem
zurückblieben war, erflehe ich Deine Fürsprache um Vergebung von aller
Ablehnung Gottes, von Ketzerei und Gottlosigkeit. Entzünde in den Menschenherzen das Verlangen, jeden Tag aufs Neue nach Jesus zu suchen.
Um der schrecklichen Leiden im Herzen Jesu im Garten von Gethsemani
willen, flehe ich um Deine Fürsprache zur Vergebung aller sündigen Gefühle. O Mutter der Liebe, entzünde alle Menschenherzen zur Reinigung
aller Anhänglichkeit an die Sünde.
Um der Geißelwunden Jesu willen, erflehe ich Deine Fürsprache um
Vergebung aller mit dem Leib verübten Sünden. O befreie die Welt von
aller Fäulnis der Moral, die Gottes Licht löscht. Zeige Dich in den Menschenherzen in Deiner blendenden unbefleckten Schönheit, damit sie
nur noch nach Reinheit verlangen.
Um des verwundeten Hauptes des mit Dornen gekrönten Jesus willen,
flehe ich um Deine Fürsprache um Vergebung aller sündigen Gedanken,
aller unreinen Phantasien und allen Hochmuts. Herrsche in den Herzen
als die Königin der Demut, damit alle Deine Kinder zur Glorie erhoben
werden können.
Um der Verurteilung Jesu zum Tode willen, erflehe ich Deine Fürsprache
um Vergebung für alle Sünden des Mangels an Ehrerbietung vor dem
Leben und der Beurteilung und Verurteilung anderer. Lehre Deine Kinder, nicht länger Gott in ihren Mitmenschen zu verfolgen.
Um des wiederholten Fallen Jesu unter dem Kreuz willen, erflehe ich
Deine Fürsprache um Vergebung der immer wiederkehrenden Sünden,
denen Deine Kinder den geringsten Widerstands bieten können. Sei bei
ihnen, während sie ihr Kreuz tragen, damit sie zur Einkehr kommen und
begreifen, dass ihre Leiden mit Liebe ihre Ketten brechen werden.
Um der Bereitschaft Jesu bei der Annagelung an das Kreuz zu vergeben
willen, erflehe ich Deine Fürsprache um Vergebung aller mit dem Mund
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leidet sie noch den Schmerz des Stranges, aus dem sie kaum noch den
Kopf zurückziehen kann. Ich kann jeden Strang mit einem einzigen Finger lösen und die Schürfwunde vom Seil heilen. Sobald die Seele vom
Banalen der weltlichen Bestrebungen durchdrungen ist und sich Mir in
innigst gelebter Weihe total hingibt, wird sie frei und öffnen sich ihre Tore
für das Einströmen der Gnaden. Ich besitze unendliche Ozeane der
Gnade und der Macht, und diese dehnen sich unaufhörlich weiter aus.
Die Quellen im Herzen Gottes hören nicht auf, Mich mit Gaben zu erfüllen, die Meine Macht, die bereits unendlich ist, noch immer weiter ausbreiten lassen, ähnlich einer Pfütze, in die es Tag und Nacht, Jahr für
Jahr, unaufhörlich regnet. (...)”
9. Oktober 2006
“Die Seelen begreifen zu wenig, welch großes Ereignis die heilige Messe
ist, und was diese für sie bedeutet. Der eucharistische Teil der Heiligen
Messe ist nicht weniger als die “Neuschöpfung” des Lebens Jesu als
Gott-Mensch. Die Gabenbereitung in der Heiligen Messe könnte man als
die Hinführung zu der Menschwerdung Christi betrachten. Es wäre besonders heilvoll für die Seelen, sich während der Opferung des Brotes
und des Weines das Bild der unbefleckten Maria vor Augen zu halten,
die gerade Ihr Jawort ausspricht, so dass der Heilige Geist die Saat des
Gott-Menschen in Sie legen kann. In jenem Augenblick kommt ein von
Seelen wenig begriffenes Element Meiner Macht zum Ausdruck: Mein
Jawort hat über den Anfang des Heils für alle Seelen entschieden.
Nie zuvor und nie nachher hat der Allerhöchste einer Menschenseele eine dergleichen Macht über das Schicksal aller Seelen gewährt.
Ja, das Brot ist bereit, sich in Christus zu verwandeln. Begreife aber,
dass das Brot auch Meinen Leib enthält, der bereit ist, mit Gottes Sohn
eins zu werden. Aus diesem Grunde soll auch die noch nicht konsekrierte Hostie mit Ehrfurcht betrachtet und behandelt werden; denn sie ist dazu bestimmt, den Wirkungen der Menschwerdung unterzogen zu werden
und ist in jenem Augenblick bereits Symbol für den unbefleckten Tabernakel, den jungfräulichen Leib Mariens, der die Gottheit in sich empfangen soll. Er wartet nur auf die Ausgießung des Heiligen Geistes während
der Konsekration, um sich in den Leib Christi zu verwandeln. Mein Mutterschoß ist bereit, in Christus überzufließen und Er in Mich. Neun Monate lang wird der Leib Christi vollkommen eins sein mit dem Leib Mariens
und nachher, wenn die beiden Leiber bei der Geburt des Gott-Menschen
getrennt werden, dauert die Einheit für ewig weiter in der Seele.
Mögen die Seelen sich während der Gabenbereitung der Verkündigung
durch den Erzengel Gabriel an Mich bewusst werden und begreifen,
dass Ich am Anfang der Konsekration Mein Jawort wiederhole, damit
sich während der Konsekration die Menschwerdung wiederholen kann.
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mitzuwirken, wurde die Öffnung des Himmels für die durch die Erbsünde
verdammte Menschheit ermöglicht. Man könnte es so betrachten, dass
der Allerhöchste Mir als Lohn für Meine vollendete Selbstverleugnung
zugunsten des ewigen Heils aller Seelen die Herrschaft über alle Seelen
in die Hände gelegt hat.
verübten Sünden. Lehre Deine Kindern zu begreifen, dass Hass, Groll,
Rachsucht, Klatsch und Verleumdung Waffen des Teufels sind.
Sag deshalb den Seelen, dass sie Mir für das von Mir gesprochene Jawort danken sollen; denn in Gottes Augen bilden dieses Jawort und der
Kreuzestod Jesu die größten Akte selbstverleugnender Liebe, die je auf
Erden dargebracht worden sind. Von den Seelen erbitte Ich die Nachfolge dieses Vorbildes der Selbstverleugnung, dass sie den Mut und die
Liebe aufbringen, sich selbst zu vergessen für das Heil ihrer Mitmenschen.”
Um Deiner Tränen willen, erflehe ich Deine Fürsprache um Vergebung
aller mit den Augen verübten Sünden. O Mutter, lehre uns, wie die Begierde nach den Dingen der Welt ein Grab für die Seele gräbt.
Um der Kreuzeswunden Jesu willen, erflehe ich Deine Fürsprache um
Vergebung aller mit den Händen verübten Sünden. Lehre die Menschen
sehen, dass Hände Blumen der Freude für ihre Nächsten sein sollen.
Liebe Mutter der Schmerzen, um des Todeskampfes Jesu am Kreuz willen, erflehe ich Deinen Beistand für Menschen in ihren letzten Lebensstunden, damit sie im allerletzten Kampf um ihre Seele gestärkt werden
mögen und damit ihre Bekehrung und Rettung für die Ewigkeit in Deinen
Hände besiegelt sein möge.
5. Oktober 2006
“Der Erzengel Gabriel begrüßte Mich bei der Verkündigung der von Gott
geplanten Menschwerdung Jesu als ‘voller Gnade’. Das heißt, dass Gott
Meine Seele so sehr mit Seinen Eigenschaften und Gaben erfüllt hatte,
dass diese bereits zu jenem Zeitpunkt im Überfluss aus Mir wegströmten, um sich über die Menschheit zu verbreiten zwecks Vorbereitung der
Wege des Messias. Ich war wie ein Krug, der voll ist und trotzdem immer
mehr Wasser zugeführt bekommt und in sich aufnimmt, so dass das
Wasser unaufhörlich über den Rand strömt und den Boden um den Krug
herum immer weiter durchtränkt.
So ist es heute noch. Die Gnadenströme vervielfältigen sich für ewig
in Mir, wie eine Rose, die Blättchen für Blättchen entfaltet, ohne dass
dieser Vorgang je ganz zu Ende geht. Weil Ich vollkommen von Göttlichen Gnaden, Gaben, Eigenschaften, Macht, Heiligkeit, Weisheit und
Mysterien durchtränkt bin und Mein Wesen die absolute Vollkommenheit
bereits während Meines irdischen Lebens verwirklicht hatte, flieβen diese
sich endlos vervielfältigenden Gnadenströme weiterhin aus Mir zu den
Seelen. Allerdings, der größte Teil dieser Ströme erreicht die Seelen
nicht, weil sie sich nicht auf den Erhalt und das Einbauen derselben vorbereiten. Eine Seele kann Gottes Gnaden nur in dem Maß in sich aufnehmen, wie sie dafür empfänglich ist, und die Empfänglichkeit wird
durch ihre Offenheit gegenüber Gott bestimmt, ebenso wie durch den
Grad, in dem die Seele bereit ist, ihr Leben in Übereinstimmung mit den
Plänen und Erwartungen Gottes einzurichten.
Das größte Hemmnis liegt in der Bindung der Seele an weltlichen Dingen, mit dem Materiellen, mit Geld, Gütern und Besitz, und in allen Wünschen und Bestrebungen, die an weltlichen Zielsetzungen orientiert sind:
Eigentum, Ehre, Prestige, Genuss, Laufbahn. Dies alles sind wie Stränge um den Hals. Wenn die Seele letzten Endes das Licht sieht und zum
Entschluss kommt, dass sie sich aus diesen Strängen befreien muss,
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190. Tägliche Einladung an Maria
Liebe Mutter Maria,
wie leer sind meine Wege, wenn meine Augen Dich nicht finden.
Komm doch, o mächtige Begleiterin, damit ich heute wirklich leben möge.
O Mutter, rühre mich an; denn in Deinen Händen ist Himmlische Kraft.
O Mutter, schau mich an; denn aus Deinen Augen strömt Himmlische
Ruhe.
O Mutter, sprich in mir; denn Dein Mund ist eine Quelle der Himmlischen
Freude.
O Mutter, hauche mich an; denn mein Herz braucht Deine Himmlische
Wärme.
O Mutter, umarme mich; denn Dein ganzes Wesen ist Himmlische Liebe.
O Mutter, inspiriere mich; denn Dein Geist ist ein Fass Himmlischer
Weisheit.
O Mutter, leite meine Schritte; denn Deine Füße kennen den Weg zum
Himmel.
O Mutter, lass Dein Herz in mir klopfen; denn ich will der Welt absterben.
O Mutter, öffne Deinen Schoß; denn aus Dir will ich aufs Neue geboren
werden.
***
Liebe Mutter Maria, Du bist ein Lächeln durch die Tränen hindurch, eine
zärtliche Umarmung, wenn ich Trost brauche, ein warmer Kuss auf meine Wunden, ein süßes Streicheln, wenn mein Herz geschlagen wird.
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(Myriam, 16. April 1999)
8. September 2006
***
Wir erleben finstere Zeiten. Es hat den Anschein, dass das Böse in allem
siegt. Doch ist dies in der Tat nur Schein. Gott hat den Menschen einen
freien Willen gegeben und greift nicht ungebeten ein, wenn Dinge verkehrt laufen. Wir müssen durch Gebet darum bitten. Menschen haben
die Neigung, durch die Bosheit der Welt entmutigt zu werden, in der
Meinung, dass Gott nicht auf ihre Herzen hört. Bedenken wir jedoch,
dass die Bosheit der Welt solch gewaltige Dimensionen angenommen
hat, dass sehr viel Gebet notwendig ist, um alles zum Guten zu wenden.
Bedenken wir außerdem, dass der Zustand dieser Welt kein Beweis für
das Unvermögen Gottes ist! Zahllose Seelen gehen verloren. Tragen wir
durch unser Gebet, Opfer und ein heiliges Leben dazu bei, dass sie noch
gerettet werden. Jede Seele, die wir aus den Klauen des Bösen retten
können, ist ein Schatz für Gott. Jesus sagt: "Eine Seele, die betet, ist
stärker als eine ganze Armee von Teufeln."
Lassen wir gemeinsam eine Kette glühenden Gebetes formen, um das
Böse aus der Welt zu verbannen und die Wiederkunft Jesu zu erflehen.
Bereiten wir Gottes Reich der Liebe und des Wahren Glücks mit dem
Zweiten Kommen Jesu und Mariens vor, durch ein heiliges Leben des
Gebets, der Reinheit an Geist, Herz und Leib, totale Weihe an Maria und
Abtötung (Fasten, Buße, so oft wie möglich auf Dinge zu verzichten, die
wir tatsächlich sehr gerne getan haben). Unsere Heiligkeit, glühende
Liebe und Opfer werden die Glorreiche Wiederkunft beschleunigen.
“Ich bin der abgeschlossene Garten der Gottheit. Ich bin der einzige
Mensch, der sowohl körperlich als seelisch die Fülle Gottes hat berühren
dürfen. Eine uneingeschränkte Macht ist Mir gegeben worden, weil Ich
damit einverstanden war, Mein ganzes Leben in den Dienst von Gottes
Heilsplan zu stellen. Siehe, Gott respektiert Seine eigene Schöpfung
grenzenlos. Er hat dem Menschen einen freien Willen geschenkt und betrachtet diesen als heilig und unantastbar, auch wenn der freie Wille von
allen Seelen bei jeder begangenen Sünde missbraucht wird. Aus diesem
Grunde hat Er auch in tiefstem Respekt für Meinen Willen gefragt, ob Ich
die Mutter Seines Sohnes werden wollte, sogar dann, wenn dies für Mich
bedeuten sollte, dass Ich Mein ganzes Leben und alle menschlichen Bedürfnisse vollkommen verleugnen sollte, um die allerhöchste Heiligkeit
zu bewahren, die notwendig war, die Mutter Gottes sein zu können.
Als Dank für Meine Zustimmung gab Er Mir eine uneingeschränkte
Macht über sämtliche Geschöpfe. (...) Die Fülle des Rechtes, diese
Macht anzuwenden, erhielt Ich aber bei Meinem Jawort. Das ist die vollkommene Liebe Gottes, Seine Treue gegenüber den Seelen. Vollkommene Heiligkeit ist auch die Erfüllung von Versprechen durch die Jahrhunderte hindurch. Deshalb siehst du jetzt das mächtigste Mädchen, das
je geboren wurde (Maria sagt dies, weil diese Offenbarung gesprochen
wird, während eine Vision läuft), die Fleisch gewordene Herrin über alles.
Dir übergebe ich meine Krankheiten. Geruhe, sie mit Jesu gekreuzigtem
Leib im Todeskampf zu vereinen, zur Abbüßung der Sünden der Welt.
Satan bemerkte Meine ungewöhnliche Heiligkeit. Völlig verdutzt und neidisch sah er, wie Mir Engel zu Füßen lagen und welche Macht Ich über
sie ausübte. (Mit diesen Worten verweist Maria auf eine Reihe von Visionen, die Sie mir früher geschenkt hat und in denen das Verhalten von
Engeln gegenüber Ihr gezeigt wurde.) Gleich richtete er gegen Mich seine Angriffe, die bald immer verwegener wurden. Er musste auch seine
Machtlosigkeit Mir gegenüber feststellen. Trotzdem bleibt er in Bezug auf
Meine wahre Natur verwirrt und im Ungewissen, weil Meine Demut ihn
irreführte. Er konnte nicht verstehen, dass eine Frau, die eine so zerschmetternde Macht besaß, diese Macht nicht dazu anwendete, über die
ganze Welt zu herrschen zu Ihrem eigenen Nutzen und Vorteil. Ich habe
Meine Macht tatsächlich kaum sichtbar angewandt. Dies hat Satan dazu
veranlasst, daran zu zweifeln, dass Ich überhaupt die Herrin sein könnte,
zu deren Füßen er eines Tages aufs Tiefste gedemütigt werden soll. Erst
beim Kreuz von Golgatha hat er diesbezüglich Gewissheit erhalten.”
Dir übergebe ich meine Betrübnis. Geruhe, sie mit Deinen Tränen zu
vereinen, zur Reinigung der Welt.
22. September 2006
191. Aufopferung meiner Bürden an Maria
Liebe Mutter Maria,
Mutter des Himmlischen Erbarmens, in Deine Hände lege ich alle meine
Bürden, damit sie mir nicht zur Quelle von Ärger werden, sondern auf
das Kreuz von Jesus gebunden werden mögen als Opfer der Miterlösung für eine neue Welt von Licht und Liebe.
Dir übergebe ich meine Schmerzen. Geruhe, sie mit Jesu Kreuzeswunden zu vereinen, zur Rettung von Seelen im Zustand der Ungnade.
Dir übergebe ich mein Verletztsein. Geruhe, es in das durchbohrte Herz
des gekreuzigten Jesus zu bergen, zur Erschließung des Stromes der
Gnaden Gottes in die Herzen der Menschen.
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“Durch Mein Jawort an Gott, die Mutter des Erlösers zu werden, hatte Ich
das Vorrecht, über das Schicksal aller Menschenseelen aller Zeiten zu
entscheiden; denn durch Meine Zustimmung zu jenem Zeitpunkt, an der
Vollziehung des Göttlichen Plans in Bezug auf das Erlösungsmysterium
21
ten Zeitpunkt geöffnet zu finden. Mein Jawort an den Engel hat Gott gegenüber den Beweis erbracht, dass Mein Wille völlig im Einklang war mit
dem Willen Gottes. Aus diesem Grunde erwartet der Allerhöchste eine
unaufhörliche Dankbezeugung und Ehrerbietung an Diejenige, die die Ihr
geschenkte Macht zum Vorteil unzähliger Seelen und in vollkommener
Selbstverleugnung angewendet hat und die zu jener Stunde von Ihm als
die wahre Herrin aller Seelen bestätigt worden ist. Sage den Seelen,
dass die Notwendigkeit, Mich zu ehren und Mir zu danken, nicht als eine
Zwangsmaßnahme gedacht ist, sondern als eine Quelle der größten
Herrlichkeiten und himmlischen Gnaden. Die Verherrlichung der Herrin
aller Seelen eröffnet ihnen ungeahnte Schatzkammern.”
31. August 2006
“Ich bin die große Mittlerin des Heils geworden, als Ich Meine Zustimmung aussprach, die Mutter Christi zu werden, mit den Worten ‘Mir geschehe nach deinem Wort’. Dadurch habe Ich das Tor zu den Gnaden
geöffnet: die Erlösung. Ohne Mein Jawort hätten Milliarden von Seelen
nie die Gelegenheit bekommen, in die ewige Glückseligkeit des Himmels
hinein zu gehen. Darin liegt einer der Gründe, weshalb Mir für alle Jahrhunderte so viel Macht gegeben worden ist. Ich bin sozusagen die Weizenscheune Gottes. In Mich schüttet Er allen Weizen, der den Seelen als
Nahrung dienen soll. Ich habe die Macht erhalten, das Tor zu öffnen,
wann Ich will und für wen Ich es will. So erhalten die Seelen Gottes Weizen aus Meinem Schoß. Das erste Weizenkorn wurde Mir bei Meinem
Jawort in den Schoß gelegt: Christus der Erlöser, der kam, um die Seelen für die Ewigkeit zu ernähren. Dieses Weizenkorn wurde bei der Einsetzung der Eucharistie am Abend von Gründonnerstag zum Brot ewigen Lebens geknetet und wurde zwischen dem Garten von Gethsemani
und dem Kreuz von Golgatha gebacken.
Als Mittlerin aller Gnaden trage Ich immer noch den Weizen des Lebens
in Mir. Die Seelen müssen ihn jetzt, mit Hilfe des eucharistischen Jesus
und Meiner Führung in ihrem Leben, durch ihre Prüfungen und Kreuze
selber backen, nachdem sie ihn in sich haben kneten lassen. Ja, auf
Mein Wort haben die Seelen das lebendige Brot erhalten, auf Mein Wort
erhielten die Seelen in Kana Wein für den Körper, auf Mein Wort wurde
ermöglicht, dass sie später auf Golgatha Brot und Wein für die Seele bekommen würden. Auf Mein Wort können die Seelen nach wie vor Brot
und Wein erhalten durch das ewig dauernde Gedächtnis der Eucharistie,
durch Meine unaufhörliche Vermittlung der Gnaden und durch Meine
treuesten Diener, die als Antwort auf Mein Rufen in ihrem Herzen ein
Leben der Selbstaufopferung zu Meinen Füßen akzeptieren, um auf diesem Wege Gnaden für ihre Mitseelen zu erflehen.”
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Dir übergebe ich meine Müdigkeit. Geruhe, sie mit der des herumziehenden Jesus zu vereinen, damit der Weg zu Gott in die herumirrenden
Herzen gedrückt werden möge.
Dir übergebe ich meine Bedürftigkeit. Geruhe, sie mit dem Hunger des
fastenden Jesus in der Wüste zu vereinen, zur Bekehrung jener, die materiellen Wohlstand zu ihrem Gott gemacht haben.
Dir übergebe ich meine Sorgen. Geruhe, sie mit Deinem Kummer um
Jesus zu vereinen, der durch die Pharisäer verfolgt wird, damit die Saat
der wahren christlichen Lehre die ganze Welt befruchten möge.
Dir übergebe ich meine Ängste. Geruhe, sie mit den Qualen des Blut
schwitzenden Jesus im Olivengarten zu vereinen, zur Befreiung der Seelen aus dem Griff des Bösen.
Dir übergebe ich meine Demütigungen. Geruhe, sie mit den Demütigungen des leidenden Jesus zu vereinen, zur Bekehrung der Hochmütigen,
die Gott so sehr missfallen.
Dir übergebe ich meine Rückschläge. Geruhe, sie mit den Schmerzen
Jesu um jene zu vereinen, die Seine Worte nicht annehmen, zur Beschleunigung des Triumphes der Vereinten Herzen Jesu und Mariä.
Dir übergebe ich meine Enttäuschung über Menschen, die gegen mich
sündigen. Geruhe, sie mit dem schweren Schmerz des verratenen Jesus
zu vereinen, damit das Feuer der Göttlichen Liebe auf die Welt kommen
möge.
Dir übergebe ich meine Bürden. Geruhe, sie mit der Erschöpfung des
Kreuz tragenden Jesus zu vereinen, zur Errichtung des Glorreichen Reiches Christi auf Erden.
Öffne Deine Hände, o Mutter der Gnaden, um alles zu empfangen, was
mich beklemmt; denn in Deinen Händen werden meine Kreuze zu Gold
für meine Seele und für die Welt.
192. Bittgebet zu Maria, Königin der Engel
Liebe Mutter Maria,
von Gott berufen zur Königin der Himmlischen Heerscharen, zu Dir flehe
ich um das mächtige Einschreiten unserer Brüder des Lichts, damit das
schwelende Feuer Christi in allen Herzen auflodern möge und die Brise
der Himmlischen Liebe unsere Welt streicheln möge.
Sende Gottes Engel unter die Menschen, damit das Reich der Himmel in
allen Seelen erweckt werden möge.
O Himmlische Herrin,
73
sende die Engel zu jenen, die in ihrem Leib leiden, um ihnen die Verdienste des gekreuzigten Jesus als Licht in die Seele zu gießen.
Sende die Engel zu jenen, die in ihren Herzen leiden, um die Verdienste
des leidenden Jesus im Olivengarten als gnadenvollen Balsam auf ihre
Betrübnis und verletzten Gefühle zu streuen, so dass sie Gott in ihrem
Herzen finden mögen.
Sende die Engel zu jenen, die in ihrem Geist leiden, ungläubig und misstrauisch sind und leicht durch das Böse beeinflusst werden, um sie der
Verdienste des mit Dornen gekrönten Jesus teilhaftig zu machen und ihren Geist für das Gute zu öffnen.
Sende die Engel zu jenen, die ihre Seele für Gottes Licht abgesperrt haben, um sie der Finsternis zu entreißen.
Sende die Engel zu jenen, die stark verführt werden und nicht glauben,
dass sie dem Bösen Widerstand bieten können, um seine Ketten zu zerbrechen.
Sende die Engel an Orte, wo Finsternis herrscht, die die Seelen erstickt,
wo Sünde verübt und Gott in Wort und Tat beleidigt wird, um dort den
Herd des Verderbens auszurotten.
Sende die Engel an Orte, wo Menschen sich begegnen und der Geist
von Unfrieden und Versuchung die Herzen bedroht.
Sende die Engel zu jenen, die durch das Böse aufgehetzt werden zu
Hass, Streit, Gewalt oder Krieg, um ihnen die Klänge der Himmlischen
Liebe in das Herz zu flüstern.
Sende die Engel zu Kirchen und Orte der Frömmigkeit, damit der Geist
der Unehrerbietigkeit und Entheiligung keine Chance bekommt.
Sende die Engel zu den Priestern Jesu, um ihnen die Kraft, Inspiration
und Beharrlichkeit zu schenken, um ihre Berufung mit Treue und tiefer
Liebe zu leben, damit das Licht Christi aus ihnen weiterhin strahlen möge.
Sende die Engel zu jenen, die beten oder Taten ausführen zu Gunsten
des Glaubens und der Kirche Christi, damit sie hierbei geschützt, ermutigt und inspiriert werden mögen.
Sende die Engel zu jenen, die die Sakramente empfangen, damit sie
dies im vollen Bewusstsein von Gottes Gegenwart und der Gabe Seiner
Gnade tun.
Sende die Engel zu allen Familien, damit ihre Wohnung den Geist der
Heiligen Familie von Nazareth atmen möge.
Sende die Engel zu den Menschen im Todeskampf, damit sie im Stande
der Gnade sterben, mit einem Herzen voller Liebe und bereit, in Gottes
Schoß zurück zu kehren.
74
Rosen am Wegrand
6. Mariä Verkündigung – Das Jawort Mariens an Gott –
Die Menschwerdung Jesu
21. Juni 2006
“(...) Am Tag der Empfängnis Jesu als Gott-Mensch, als Mir der Erzengel
Gabriel die Botschaft verkündigte, vollzog der Heilige Geist auf formelle
Weise die Heirat zwischen der Gottheit und Meinem Wesen. (...)”
29. Juni 2006
“Durch Mein Jawort hat sich die Heilsgeschichte völlig verändert. Der Allerhöchste hat Mir ein alles verzehrendes Verlangen nach dem Kommen
des Messias ins Herz gelegt. Als der Erzengel Gabriel zu Meinen Füßen
niederkniete, um von Mir die Zustimmung zu erbitten, den Keim des Körpers Christi in Mich zu legen, der die Menschheit aus dem Todesurteil
erlösen sollte, das durch den Sündenfall des ersten Menschenpaares
über die Seelen verhängt worden war, begriff Ich in einigen Augenblicken, welch einmaliges Kreuz Mein Jawort Mir auferlegen würde. Ich sah
jedoch auch den unvorstellbaren Einfluss vorher, den diese Zustimmung
auf das Schicksal der Menschheit ausüben würde. Bei der Verkündigung von Seiten des Engels wurde Mir somit eine uneingeschränkte
Macht über das Schicksal aller Seelen anvertraut. Gewissermaßen
ist in jener Stunde zwischen Gott und Meiner Seele der heilige Bund
unterschrieben worden, kraft dessen Ich für ewig die Herrin aller
Seelen sein sollte.”
9. August 2006
“(...) Erwäge doch mal, welche Macht Mir der Allerhöchste bereits als
Mensch auf Erden geschenkt hatte. Er legte den Schlüssel zur Ausführung Seines Erlösungsplanes zu Seiner Zeit in die Hände eines jungen
Mädchens. Mein Jawort gegenüber dem Engel galt als Bedingung für die
Durchführung der Menschwerdung Jesu zu der von Gott vorgesehenen
Zeit. Hätte Ich das Jawort nicht gesprochen oder hätte Ich um Aufschub
gebeten, so hätte Gott Seinen Plan aufschieben müssen. Ja, Er hätte
dies getan; denn Seine unbestreitbare Weisheit hatte verfügt, dass diese
Macht bedingungslos in Meine Hände gelegt werden sollte. Dadurch hat
der Allerhöchste gegenüber den Engeln und gegenüber den Menschenseelen aller Zeiten ein überwältigendes Zeugnis für den Umfang der
Macht abgelegt, die Er Mir geschenkt hatte.
Das Schicksal der Menschheit wurde Mir tatsächlich in die Hände gegeben, und durch Mein Jawort zum gegebenen Zeitpunkt bekamen Millionen von Seelen die Gelegenheit, den Himmel zu dem von Gott bestimm19
Es versteht sich allerdings, dass sich manche „Berührungen“ mit der Außenwelt nicht immer vermeiden lassen. So ist ein Gespräch mit dem
Nachbarn nicht „unbedingt schlecht“. Ob eine Handlung fruchtbar ist oder nicht, hängt davon ab, in welcher Absicht und mit welcher Gesinnung
im Herzen sie vollbracht wird. Ein Gespräch kann durchaus für alle beteiligten Seelen fruchtbar sein, oder es kann sich lohnen, etwas kurz zu
durchdenken, oder kurz an etwas zurück zu denken, das der Entwicklung der Seele förderlich sein kann. Selbstverständlich ist den Werken
Gottes auch nicht damit gedient, dass man zum Beispiel die Loslösung
von Anhänglichkeiten dadurch anstrebt, dass man seinen Nachbarn
nicht einmal mehr gebührend begrüßt und sich dadurch womöglich eine
Untugend zu schulden kommen lässt (Unfreundlichkeit oder Unhöflichkeit) und sich diesen Menschen zum Feind macht, weil er unsere plötzliche Schweigsamkeit nicht richtig verstehen kann. Vernunft sei überall
zugegen, auch im Umgang mit den Regeln der Abtötung...
O Königin des Himmels, sende die Engel auf die Erde, lass das Himmlische Licht unter uns strahlen.
Viele Seelen wären darüber erstaunt, wie viel leichter ihr Leben würde
und welche Freiheit sie plötzlich erfahren würden, falls sie auf eine Anzahl von alten Gewohnheiten und Bindungen verzichten. Zahlreich sind
diejenigen, die unter den Bürden ihres Alltags seufzen, während sie selber ihre Tage viel schwerer belasten als nötig. Es sind vor allem diese
Seelen, die tief überzeugt predigen, sie “hätten keine Zeit für spirituelle
Beschäftigungen” oder “keine Zeit für ein zusätzliches Gebet”.
Heiliges Kreuz, mit Jesus eins geworden im Tod zum Ewigen Leben, hilf
mir, mich abzutöten.
Fasten in Form von Loslösung von unseren weltlichen Anhänglichkeiten
können wir als “Purgieren der Seele” betrachten: Das Seelenleben empfindet es als Befreiung, und es kann ein neues Gefühl des Frohmuts
vermitteln. An weltlichen Bindungen festzuhalten, bildet eine der größten
Bremsen für die Entwicklung der Seele und deswegen einen der wichtigsten Gründe dafür, dass so viele Seelen jahrelang unverändert scheinen: Im Alter von siebzig Jahren stellt sich oft heraus, dass sie an spiritueller Entwicklung seit ihrem dreißigsten Lebensjahr kaum einen Schritt
vorangekommen sind. Seelen, die spirituell nicht wachsen, sind für die
Werke und Pläne Gottes wenig fruchtbar.
Heiliges Kreuz, segensreiche Standarte des Reiches Christi, lehre mich,
an Gottes Gnade zu glauben.
193. Weihe an das Heilige Kreuz
Heiliges Kreuz von Jesus Christus, Quelle unserer Erlösung, ich vereine
mich mit Dir in einem Geist der Anbetung, und vertraue mein ganzes
Wesen Dir an zur Wiedergutmachung aller gegen Dich begangenen Sakrilegien in dieser Welt, zur Bekehrung von Seelen und zur Gutmachung
meiner eigenen Sünden.
Heiliges Kreuz, von Jesus so inbrünstig umarmt, lehre mich das Leiden
lieben.
Heiliges Kreuz, mit Jesus drei Mal zur Erde gestürzt, erhebe mich aus
allen Schwierigkeiten.
Heiliges Kreuz, Zeuge Mariens heiliger Tränen, mache mich reumütig
über die Sünden der Welt.
Heiliges Kreuz, Krönung von Kalvaria, drücke das heilige Verlangen
nach der Krone des Märtyriums in meine Seele.
Heiliges Kreuz, unzerstörbares Zeichen des Triumphes des Lichtes, lehre mich, auf den Sieg des Guten zu vertrauen.
Heiliges Kreuz, Kronzeuge der Erlösungstat, mache mich zum Miterlöser
von Seelen.
Heiliges Kreuz, Ring der Vermählung zwischen Gott und der Menschheit,
vereinige mich in allem mit Christus.
Heiliges Kreuz, Totenbett des Sündenfalls, hilf mir, meine Sünden zu
begraben.
Heiliges Kreuz, befruchtet von dem Göttlichen Blut, befruchte mich mit
den Gaben des Heiligen Geistes.
Heiliges Kreuz, Baum der Früchte des Ewigen Lebens, bringe den Himmel in mir zur Reifung.
Heiliges Kreuz, Instrument der Vernichtung von allem Bösen, lasse Blumen von Heiligkeit in meiner Seele aufblühen.
Heiliges Kreuz, Quelle des Göttlichen Lichts in der Finsternis, mache mir
alle unsichtbaren Versuchungen bewusst.
18
75
Heiliges Kreuz, niederschmetterndes Zeichen von Gottes Liebe und
Barmherzigkeit, lass mein Herz entbrennen.
Heiliges Kreuz, Thron vom Gott der Vergebung, lehre mich, alles Böse
durch Bereitschaft zur Vergebung zu entkräften.
Heiliges Kreuz, erhöht über dem Berg der Sünden, lehre alle Seelen das
Erlösungsmysterium begreifen.
Heiliges Kreuz, Beschämung für die Gottesmörder, präge Dich selbst in
das Herz Deiner Verfolger, damit sie bekehrt werden.
Heiliges Kreuz, mit Nägeln durchbohrt, nagle mein ganzes Wesen an Dir
fest, damit ich nicht mehr herumirren kann.
Heiliges Kreuz, unverstandenes Gottesgeschenk der Befreiung, rette alle
unwissenden Seelen.
Heiliges Kreuz, sei mein Führer auf allen meinen Wegen, und schütze
mich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. (Mache das Kreuzzeichen)
194. Bittgebet zum Kind Maria
Liebe Mutter Maria,
Stolz des Vaters, darf ich Dir in Deiner kindlichen Unschuld begegnen,
kristallklarer Edelstein, der niemals aus Gottes Krone entfernt wurde.
In Dir, o himmlisches Kind, sind alle Schönheiten der Schöpfung vereint.
Keine Quelle goss jemals mehr Segen und Früchte auf die Erde aus, als
der Strom der Gnaden, der ab Deiner Empfängnis Deiner unbefleckten
Seele entfloss.
O allerheiligste Kinderaugen, rühre die verhärtetsten Herzen, breche sie
mit den Strahlen aus der schönsten Seele auf, die jemals die Erde bewohnte, und bekehre jene, die ihre Wunden für den Balsam der Liebe
verschlossen haben.
Lass mich Dein Herz umarmen, o heiligstes der Menschenkinder. Hat es
nicht vor allen Zeiten begehrt, in mir zu klopfen? Vor Dich lege ich meinen alten Menschen ab; denn in Dir will ich aufgehen, um wie Du zu
werden.
Hilf mir, die Unschuld des Kindes wieder zu finden, das ich auf meinem
Lebensweg verloren habe.
Lass mich eins werden mit Deiner Seele rein wie ein Himmlischer Diamant, mit Deinem Herzen rein wie eine Himmlische Blume, mit Deinem
Geist rein wie das Wasser aus den Quellen des Paradieses, und mit
Deinem Leib rein wie ein Himmlischer Tempel.
76
der Gipfel des Berges im Land von Morija ist, wo die Anhänglichkeiten
aufgeopfert werden. Auf dem Gipfel dieses Berges erfolgt die Verherrlichung, der Aufstieg der Seele in die Unendlichkeit des Göttlichen Lebens.
Auf dem Berg im Land von Morija wurde diese Verherrlichung von der
Stimme aus dem Himmel vertreten, die kam, um Abraham aus seiner
großen Bedrängnis zu befreien, und die in seinem Herzen die Freude
der Seele hinterließ, die Gott begegnet ist und Seine Liebe erfahren hat,
weil sie zum Opfer aller Opfer bereit war. Auf Kalvaria verkündete Jesus
in Taten die Verherrlichung der Seele, nachdem sie ihr ganzes materielles Wesen für Gottes Heilsplan zur Gründung von Gottes Reich auf Erden preisgegeben hat.”
Zur Betrachtung
In dieser modernen Welt leben viele Menschen in relativem Überfluss.
Dies gilt nicht nur im Bereich der Nahrungsaufnahme, sondern auf allen
Ebenen des Lebens. Das wahre Fasten der Seele besteht deshalb in einer möglichst weitgehenden Loslösung von allerhand materiellen Einflüssen. Fasten durch Nahrungseinschränkung bildet eine starke Waffe
gegen das Böse und bietet uns darüber hinaus eine wunderbare Chance, für den Hunger in der Welt Wiedergutmachung zu leisten, der nicht
an erster Stelle eine Folge von Nahrungsmangel an sich ist - denn
die Göttliche Vorsehung verfügt es so, dass kein Geschöpf zu hungern braucht. Hunger ist wahrhaftig ein Unrecht, weil er in weitgehendem Maß die Frucht von Materialismus und Gewinnsucht ist, also von
Ungleichgewichten, die aus rein wirtschaftlichen Zielsetzungen hervorgehen.
Fasten kann jedoch zu einem unüberbietbaren Heilmittel für sterbende
Seelen werden, die unter den unzähligen Einflüssen der Welt verwelken,
von denen sie viele durch eigene Anstrengungen aus ihrem Leben entfernen könnten. Das wahre Fasten, das die Seele heilt, ist eine Loslösung, ein “Verzichten auf” weltliche Einflüsse: auf Fernsehen, Zeitungen,
Zeitschriften, Bücher, Gespräche und Kontakte mit Mitmenschen (Nachbarn, Kollegen, Freunden, Angehörigen...), aber auch Verzicht darauf,
sich bewusst Schaufenster anzusehen, Werbeschilder und Mitteilungen
am Wegrand bewusst zu lesen, bewusst auf Gespräche zwischen Mitmenschen zu hören, oft über die Vergangenheit nachzudenken und zu
sprechen, oft Zukunftspläne zu schmieden, oft über allerhand Angelegenheiten aus dem Alltag nachzudenken, genau an bestimmten Gewohnheiten und Zeitplänen festzuhalten - außer in den Fällen, wo dies
unumgänglich ist -, regelmäßig Zeit auf Tätigkeiten zu verwenden, die
die Seele nicht näher zu Gott führen...
17
kann, indem sie dabei sanft in das tiefe Wesen des Göttlichen Lebens
hinüber fließt. Diese Gesinnung bringt Frieden, Ruhe, Entspannung,
Freude, als ob die Seele aus der Sphäre des Zeitbedingten in die des
Zeitlosen hinüber gleitet, in ein Leben ohne jegliche Spannung, ohne jeglichen Druck, ohne Zwang, ohne Unfrieden, Unruhe noch Ungeduld.
Wenn die Seele sich der Fastenzeit bedient, um die Saat dieser Gesinnung, die Gott ihr bereits bei ihrer Schöpfung geschenkt hat, als die Saat
neuen Lebens unter der Frühlingssonne aufkeimen zu lassen, wird es
tatsächlich Frühling in ihr und gleitet sie tatsächlich in das Leben hinüber, wie Gott es für die Seelen beabsichtigt hatte. So wird die Fastenzeit zu einer Zeit totaler Reinigung, die eine Wiedergeburt zum wahren
Leben möglich macht.”
Hilf mir, mich klein und abhängig zu fühlen; denn ich will mich in Deinen
kleinen Armen verbergen können.
23. Februar 2007-2
Präge in mich die Gottesfurcht der Seele, die unverseucht geblieben ist
und die Erinnerung an ihre Geburt in der göttlichen Quelle lebendig bewahrt hat.
“Das wahre Fasten als Erfahrung Göttlichen Lebens erfordert eine tiefe Demut. Das Maß an Demut, zu dem eine Seele bereit ist und wonach
sie sich sehnt, ist ein Maßstab für das Maß ihrer Loslösung von den weltlichen Dingen. Diese Loslösung soll möglichst vollständig werden, damit
die Seele das Göttliche Leben in der Tiefe erfahren kann. Lass dein Bewusstsein in den Mittelpunkt deines Herzens herabsinken, wo du mit
Meinem Willen eins sein kannst. Ich werde dich das tiefe Wesen des heiligen Fastens empfinden lassen, damit du die Seelen inständigst daran
teilhaben lassen kannst.”
Lass mich durch Deine verzaubernden Augen schauen, damit ich die
Schönheit von allem sehen kann; denn Du hast Gottes heilige Absichten
durchschaut.
Gieße in mich die Freude Deines Kinderherzens, das sich eins weiß mit
Gott, und selbst meine Tränen werden Glück über die Welt bringen.
Bekleide mich mit dem makellosen Geist, mit dem der Vater Dich gesegnet hat, damit keine bösen Gedanken aus mir geboren werden können.
Forme in mir die Fügsamkeit und alles verzehrende Liebe des Heiligen
Mädchens von Nazareth, das "ja" gesagt hat zu einem Leben der
Selbstaufopferung für die Menschheit aller Zeiten.
O kleine Maria, unendlich erhaben, öffne auch mein Herz für die Göttliche Vorsehung, die all Deine Wege beleuchtet hat, damit auch meine
Seele zum allerhöchsten Bund mit dem Heiligen Geist berufen werden
möge. O mache mich zur Substanz, worin die Saat Deiner Blume keimen
kann, damit auch ich für Gott zur Quelle der Entzückung werden möge.
195. Weihe an Maria, Mutter der Schmerzen
21. Februar 2007
“Ich erinnere die Seelen daran, wie groß in Gottes Augen das Opfer Abrahams war. Abraham war bereit, Gott sogar das Opfer seines Sohns,
seines eigenen Fleisches und Blutes darzubringen. Nun denn, jede Seele kann täglich das Opfer Abrahams wiederholen, indem sie in aller
Aufrichtigkeit Mir gegenüber auf Gewohnheiten, Wünsche, Anhänglichkeiten und Quellen des Genusses verzichtet, die ihr so teuer sind,
dass sie sich diese nicht leicht entgehen lässt, weil sie wirklich Teil ihres
festen Lebensmusters geworden sind. Das ist die richtige Gesinnung des
Fastens: sämtliche Ketten zu zerbrechen, welche die Seelen mit den
weltlichen Dingen verbinden, so dass die Seele ihren Aufstieg beginnen
kann, den Flug zum Gipfel des Berges aller ihrer Gewohnheiten, Wünsche, Anhänglichkeiten und Quellen des Genusses.
Der Kampf für die Verwirklichung von all dem ist wie ein Kreuzweg, wobei das Kreuz der eigenen Gewohnheiten, Wünsche, Anhänglichkeiten
und Quellen des Genusses getragen wird; denn das alles sind die wahren Bürden, unter denen die Seelen in Bedrängnis geraten. Der Zug endet auf dem Gipfel vom Kalvaria der Selbstüberwindung, der ebenfalls
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Liebe Mutter Maria,
Königin der Märtyrer, die mich gerufen hat, die Finsternis von Seelen auf
dem Kreuz des Lebens abzubüßen, Dir vertraue ich alle meine Leiden,
meine Schmerzen, Qualen, Betrübnis und Tränen an.
Wie sehr will ich mit Dir für das Heil Deiner Kinder leiden, wenn ich die
Betrübnis sehe, die Du für mich durchstanden hast.
Siehe, ich lege mein Verlangen in den Kelch Deines Schmerzvollen Herzens, damit es dort in Deinen Tränen gewaschen und in Jesu Blut geheiligt werden möge.
Ich will Dein sein beim Kreuz von Golgatha, Schmelzofen der Sünden
der Welt, um dort meinen Widerwillen gegenüber den Leiden in den
Flammen der Himmlischen Liebe verzehren zu lassen.
O blutendes Mutterherz, durchbohrt mit dem Schwert der Leiden, welche
Worte aus einem Kindermund können die Wunden schließen, die Jahrhunderte des Hasses Dir zugefügt haben? Hier kann nur das Herz sprechen, das sich in das Deine begraben hat.
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O Mutter aller Schmerzen, Dein Schmerzvolles Herz ist der Kelch, in
dem der Tau der Gnade wohnt, die Du über mich ausgießt als das Taufwasser der Wiedergeburt in das Licht, damit ich sehen möge, wofür ich
leide.
und des gekreuzigten Christus bildet diese Selbsterniedrigung die größte
Ehrerbietung an Gott und den eindeutigsten Akt des Verlangens, an Seinen Wunderwerken Teil zu haben.”
In Deine Hände lege ich mich selbst mit allem, was mich belastet, um es
mit Deinen unermesslichen Schmerzen zu vereinen; denn sie haben vielen das Himmelstor aufgeschlossen.
Frühlingssonne
In Deine Hände lege ich alle Leiden, gegen die ich in Auflehnung gekommen bin, um sie mit dem Schleier Deiner Tränen zu umhüllen; denn
sie haben die Fenster mancher Seele rein gewaschen für das Licht von
Gottes Geist.
In Deine Hände lege ich alle Schmerzen, die Gottes Heilsplan für mich
vorgesehen hat, um sie mit dem heiligen Klang Deines Jaworts zu beatmen; denn Deine Stimme hat die Erlösung über die Seelen ausgerufen.
In deine Hände lege ich den Kreuzweg, den ich auf Deine Fürsprache
hin in Gleichförmigkeit mit dem gefolterten Jesus gehen werde; denn
kein Blut, das geheiligten Wunden entflossen ist, wurde jemals dem Vater als Sühnopfer angeboten, bevor es mit Deinen Tränen vermischt war.
In Deinen Schoß lege ich mein altes „Ich“, das ich an das Kreuz geschlagen habe, weil es Dir so viele Opfer vorenthielt. Geruhe, es mit
Deinen Händen zu Grabe zu tragen, damit es am dritten Tag seine
Wunden zeigen möge zur Waschung von Seelen an der Quelle der
Gnade.
196. Bittgebet zur Auferstehung des Kreuzes der Erlösung
Mein Jesus, geliebter Erlöser,
für weltliche Augen hat die Liebe keine Früchte geboren, und viele Herzen haben Dein rettendes Kreuz außerhalb ihrer Mauern verbannt. Unter
dem Staub der Erde haben sie es begraben; denn sein Glanz hat alle
Finsternis beschämt.
Komm, o Jesus, präge den Kuss der Versöhnung auf die Menschenherzen, damit ihre Türen aufschmelzen und sie das Kreuz der Erlösung umarmen.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, und aller Staub wird fallen zur Entschleierung blinder Augen.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, und kein anderer Wind wird noch
wehen als der der Heiligung.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, Sonne in der Nacht, und in den Seelen werden wieder Blumen blühen.
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Über die Fastenzeit (21.-23. Februar 2007)
22. Februar 2007
“Während der Fastenzeit soll die Seele sich darauf vorbereiten, den Vorhang ihres alten Tempels zerreißen zu lassen; denn der Geist Gottes
wird ihr zeigen, dass ihr ‘Allerheiligstes’ nichts anders gewesen ist als
eine Sammlung von Abgöttern, welche die Welt in ihr hat erheben wollen.”
23. Februar 2007-1
“Die Allerheiligste Dreifaltigkeit hat durch die Jahrhunderte die Seelen
dazu angeregt, eine heilige Fastenzeit zu halten. Sie hat dies in der Absicht getan, den Seelen zu ermöglichen, sich ins Göttliche Leben einzufühlen. Siehe, die Fastenzeit will den Körper innerlich zur Ruhe bringen.
Sie will dies aber vor allem auch in der Seele bewirken. Gott hat die Fastenzeit als einen Abglanz des wahren Göttlichen Lebens in der Seele
beabsichtigt.
Das wahre Fasten ist eine Gesinnung des Herzens, ein Lebensmuster,
wobei die Seele Ruhe findet, so wie ein aufgewühltes Meer, das dadurch
spiegelglatt wird, dass sich die starken Winde legen und die Unterströmungen sich mäßigen. Die Seele in der geeigneten Gesinnung wird erfahren, dass die Winde (die Prüfungen von außen, die weltlichen Einflüsse und Prüfungen) womöglich noch stärker werden, aber dass ihre
Unterströmungen im Mittelpunkt ihres Wesens sich so entschieden dem
Gleichmut nähern, dass sich dadurch ihre Oberfläche (ihre konkreten
Reaktionen gegenüber der Außenwelt) besänftigt.
Die Fastenzeit ist vor allen Dingen eine Zeit zur Heiligung, zur Entdeckung des inneren Friedens, der Sicherheiten, des Glaubens, des Vertrauens, des Gefühls der Geborgenheit und der Unerschütterlichkeit, die
der Schöpfer in jede Seele gelegt hat, die allerdings von weltlichen Einflüssen schwer gestört werden können. Der Christ soll die Fastenzeit mit
Dank annehmen, wie ein Geschenk, eine Gelegenheit, die seligen Wirkungen des Göttlichen Lebens in sich zu erfahren und so zu lernen, diese zu seiner festen Lebensweise zu machen.
Das wahre Fasten ist kein auferlegtes Sühnen, das die Seele in Verspannung versetzt, ganz im Gegenteil, es ist eine tiefe Veränderung des
Herzens, wodurch die Seele ganz nah an Gott heran gebracht werden
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tisch ist mit derjenigen der direkten Selbsterniedrigung gegenüber der
Gottheit.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, und die Last unserer weltlichen
Kreuze wird leicht werden.
Ich betone den Seelen gegenüber, dass die Selbsterniedrigung Gott gegenüber, sei es unmittelbar, sei es dem Kreuz gegenüber, sei es Mir, der
Herrin aller Seelen, gegenüber, eine außerordentlich kräftige reinigende
Wirkung in der Seele entfaltet, da jede Handlung und Gemütsbewegung
der totalen Selbsterniedrigung Gott, dem Kreuz oder Mir gegenüber, mit
einem Aderlass verglichen werden kann, wodurch sich die Seele einer
Welle von Finsternis entleert, die in ihr wirksam war. Die Selbsterniedrigung muss dabei allerdings auf einem Gefühl aufrichtiger Liebe gegründet sein.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, und alle Tränen werden in der Glut
Deines Liebesfeuers trocknen.
Es gibt Seelen, die befürchten, sie würden Gott dadurch verärgern, dass
sie sich Mir gegenüber erniedrigen. Ganz im Gegenteil. Ich bin die Brücke zwischen Himmel und Erde, die Himmlische Brücke, über welche
Gottes Gnaden in die Seelen strömen und die Seelen das Paradies des
Göttlichen Herzens betreten können. Indem sich die Seele vor Mir erniedrigt, entleert sie sich ihres ‘Selbst’ und ihres Bedürfnisses, über sich
selbst zu verfügen. Sie vertraut sich dadurch völlig Mir an.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, durchbreche das Abendrot in verzweifelten Seelen, damit sie der Morgendämmerung der Hoffnung entgegenzutreten wagen.
Dadurch kann Ich diese Seele allmählich mit allem erfüllen, was Ich in
Mir trage. Da Ich eine Schatzkammer der Vollkommenheiten bin, die
Gott in Mir angesammelt hat, kann Ich in diese Seele immer mehr von
Mir überfließen lassen, so dass sie bald im neuen Frühling einer immer
größeren Ähnlichkeit mit Gott aufblühen kann. Dadurch werden alle ihre
Handlungen, Worte und sogar Gedanken fruchtbar, und alle ihre Wege
zu Eroberungen im Reich des Göttlichen Lebens.
In Gottes Augen ist die Selbsterniedrigung der Seele gegenüber der Herrin aller Seelen eine Anerkennung der Eigenschaft Seines Meisterwerkes
und ein Akt des Verlangens nach Vollkommenheit und nach höchster
Fruchtbarkeit der Seele für Seine Pläne und Werke. Deshalb wird ein
Leben der Selbsterniedrigung Mir gegenüber für die Seele zu einer unerschöpflichen Quelle von Reichtum und von Ausgleich früherer Fehler.
Vergesst nicht, dass sehr viele Sünden eine Komponente des Hochmuts
in sich tragen: jede Sünde ist wesentlich ein Mangel an Liebe zu Gott.
Nun denn, jedes Mal, wenn die Seele eine mangelhafte Liebe zu Gott
aufweist, ist es als ob sie zu Ihm sagen würde: ‘Ich brauche Deine Liebe
nicht’. Das ist Hochmut; denn sollte Gott Seine Liebe eine einzige Sekunde lang nicht in die Seele strömen lassen, so würde die Seele sterben, da es die Göttliche Liebe ist, die das Leben trägt.
Durch die Selbsterniedrigung der Seele vor Mir, dem Meisterwerk Gottes, öffnet sich die Seele vollkommen für die Einströmung der Liebe und
somit des Göttlichen Lebens. Die Selbsterniedrigung der Seele gegenüber Mir als Herrin aller Seelen ist ein goldener Schlüssel zur Quelle des
Göttlichen Lebens; denn zusammen mit der Verherrlichung des Kreuzes
14
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, damit die Gottesstadt sehen möge,
dass Gott Sich aufs Neue mit ihr versöhnt hat.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, und Deine Schatten werden die
Mächte des Bösen verjagen.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, stehe wieder auf in allen Herzen,
und alle Irrlichter werden erlöschen.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, und diejenigen, die in der Finsternis
umherirren, werden ihre Bestimmung wieder finden.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung; denn Deine durstige Geliebte wartet
immer noch auf Labung.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, damit der Christus wahrlich alle Seelen an sich ziehen kann.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, damit die Seelen aufs Neue den
Herzschlag ihres rettenden Gottes fühlen mögen.
Erhebe Dich, o Kreuz der Erlösung, verberge Deine Ewige Glorie nicht
länger vor den Blinden der Welt; denn keine Mauer wird Dein Licht zurückhalten, kein Regen wird Dein Feuer löschen, keine Seele wird unempfindlich gegen die Arme bleiben, aus denen das Wort der Erlösung
zum Himmel aufgestiegen ist.
197. Anrufung zum Licht der Welt
Lieber Jesus,
Gottes Liebe hat die Menschen frei geschaffen, doch die Menschen haben ihren freien Willen missbraucht, um sich von Gottes Licht abzuwenden und der Finsternis zu folgen. O Sohn Gottes, erleuchte die Seelen,
damit sie das ewige Licht wieder finden mögen.
Ich erkenne, dass Evas Ungehorsam die Menschen in Finsternis und
Sünde gestürzt hat, doch dass der Vater Dich als Messias unter uns hat
senden wollen, um einen Neuen Bund ewigen Heils zwischen Gott und
den Menschen zu schließen.
Komm, Jesus, Licht der Welt, komm aufs Neue, um sichtbar unter uns
zu wohnen.
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Ich erkenne, dass Maria mit Ihrer Unbefleckten Empfängnis die vollkommene Heiligkeit erhalten hat, damit in Ihr die Menschen alles Böse
überwinden und Sie Gott in Ihrem Schoß tragen kann.
Komm, Jesus, Licht der Welt, gieße das Licht der Heiligkeit in die Seelen.
Ich erkenne, dass Maria sich als Erste der Menschen vollkommen Gott
hingegeben hat, dass der Heilige Geist Ihr die Fülle Seiner Gaben geschenkt hat und Sie zur Mutter des Sohnes Gottes gemacht hat, und
dass in Ihr das Wort Gottes Fleisch geworden ist.
“(...) Ich habe den Mond unter Meinen Füßen: Ich habe dir gesagt, dass
der Mond der Spiegel von Gottes Licht in der Finsternis ist. Ich habe somit alle Finsternis, jede gottesfeindliche Kraft, unter Meinen Füßen: Sie
ist Meiner Macht ausgeliefert. Ich bin mit der Sonne bekleidet, weil die
Fülle des Lichtes vollkommen mit Mir eins geworden ist und keine Spur
von Finsternis Mich berühren kann noch je in Mich vorgedrungen ist. Ich
bin vollkommen mit dem Heiligen Geist, der Sonne der Wahrheit und der
Weisheit, und mit dem Licht der Welt verschmolzen. (...)”
Komm, Jesus, Licht der Welt, geruhe, durch Maria in jedem von uns
lebendig zu werden.
Die Demut als Quelle des Heils
(Donnerstag, 26. März 2009)
Ich erkenne, dass durch Deine Geburt aus der Heiligen Jungfrau Maria
das Licht in die Finsternis schien, doch dass die Finsternis es nicht angenommen hat.
“Eine der Grundgesinnungen des Christen in wahrer Nachfolge seines
Herrn Jesus Christus ist die Demut. Die Demut ist eine unentbehrliche
Gesinnung für die Seele, die vollkommen aufblühen will wie eine Blume
im Licht der Göttlichen Weisheit und in der Wärme der Göttlichen Liebe.
Die Seele soll die Demut als die Gesinnung betrachten, wodurch ihre
menschliche Natur möglichst klein gemacht wird. Durch die Demut
macht die Seele ihre menschliche Natur gleichsam kleiner und kleiner
und legt sie die Kanäle trocken, durch welche ihre menschliche Natur
genährt werden kann. Die menschliche Natur ist durch die Erbsünde
verwundet und zieht somit leichter die Finsternis an als das Licht. Durch
eine ausdauernde Demut lässt die Seele gleichsam sich selbst, all dasjenige, was Träger von Spuren der Finsternis sein kann, leer laufen, so
dass dem Göttlichen Leben mehr Raum geschaffen wird. Dies ist der
erste Grund, wieso Ich dich seit Jahren einer sehr strikten Disziplin der
Selbsterniedrigung Mir gegenüber unterziehe.
Komm, Jesus, Licht der Welt, vernichte alle Finsternis in den Seelen,
damit sie dazu gebracht werden, das Licht anzunehmen.
Ich erkenne, dass Du mit dem Evangelium die Wahrheit Gottes der Welt
offenbart hast und dass Du die einzige wahre Kirche gegründet hast, um
diesen gnadenvollen Schatz ewigen Glücks zu bewahren.
Komm, Jesus, Licht der Welt, gib Deinem Wort und Deiner Kirche die
Kraft, Herzen nach dem Licht verlangen zu lassen.
Ich erkenne, dass Du am Abend Deiner Verurteilung die Eucharistie eingesetzt hast, damit alle Menschen aller Zeiten sich in der Heiligen Kommunion mit Gott vereinen können.
Komm, Jesus, Licht der Welt, überwältige mit Deinem Licht jede Seele,
die Dich in der Hostie, im Wein oder im Geist empfängt.
Ich erkenne, dass durch Deine Leiden alles menschliche Leid geheiligt
ist zu einer Quelle der Erlösung von Seelen aus der Finsternis, nämlich
dass Du durch Dein freiwilliges Opfer das Lamm Gottes bist, dass die
Sünden der Welt hinweg nimmt.
Komm, Jesus, Licht der Welt, lass das Blut und die Tränen von Deinen
Getreuen alle Mächte der Finsternis entwaffnen.
Ich erkenne, dass Dein Tod am Kreuz den Weg zum Himmel für alle
Menschen freigemacht hat, die an Dich glauben, und ich glaube an das
Kreuz als ewiges Zeichen des Sieges vom Licht über die Finsternis.
Komm, Jesus, Licht der Welt, präge das Licht Deines Kreuzes in alle
Herzen, damit sie Gottes Liebe begreifen,
Ich erkenne, dass Du vom Tode auferstanden bist und dadurch der Welt
gezeigt hast, dass Sterben in Hingabe an Gott kein Ende ist, sondern der
Beginn des Ewigen Lebens.
80
Wie kann die Seele groß werden in der Demut? Indem sie sich vor Gott
erniedrigt. Sie kann das auf zwei unterschiedliche Weisen tun, die in ihren Wirkungen gleichwertig sind:
1. die Seele kann sich in unterschiedlichen Weisen der Allerheiligsten
Dreifaltigkeit gegenüber erniedrigen: dem Ewigen Vater, Jesus Christus,
dem Heiligen Geist und dem Kreuz Christi als großem Symbol für Gottes
Ewige Wahrheit und für die Mysterien der Menschwerdung von Gottes
Sohn und der Erlösung;
2. die Seele kann sich ebenfalls vor Gott in Seinen Werken erniedrigen.
Das größte, absolut vollendete Werk Gottes bin Ich, Maria, die Unbefleckte Empfängnis. Die Seele, die sich Mir gegenüber dadurch erniedrigt, dass sie tief vor Mir niederkniet, verherrlicht dadurch das Meisterwerk aus Gottes Hand. Der erlösende und heiligende Wert der tiefen
Demütigung Mir gegenüber in Meiner allerhöchsten Eigenschaft – der
Herrin aller Seelen – entfaltet in Gottes Augen eine Wirkung, die iden-
13
wahren Empfindung der Erlösung zu führen, die Jesus zu einem solch
hohen Preis für euch erwirkt hat.
Seelen im Schatten des Kreuzes der Erlösung und der Ewigen Wahrheit
Gottes, große Verheißungen hat euch Jesus gemacht. Die Herrlichkeiten
des Inhaltes Seiner Göttlichen Worte kann sich der Menschenverstand
nicht vorstellen. Der Weg in das Leben in diesem Paradies, bereits auf
Erden, läuft über die Brücke Meines Herzens. Er ist ein Weg der totalen
Hingabe an Mich, damit Ich euch gemäß Meinen vollkommenen Erkenntnissen im letzten Kampf gegen den Fürst der Finsternis einsetzen
kann. Meine Macht über diesen Fürsten ist absolut; denn Ich bin für ewig
der Tabernakel vom Licht der Welt, die Arche des Neuen Bundes. Ich
komme, euch für diesen Kampf zu stärken mit Meinen Belehrungen in
der Wissenschaft des Göttlichen Lebens.
Komm, Jesus, Licht der Welt, ich bitte um die Gnade eines Ausbruchs
des Lichtes der Göttlichen Mysterien in die Seelen, damit sie aus der
Finsternis des Bösen und der Sünde auferstehen mögen.
198. Gebet zur Anbetung
Mein Dreieiniger Gott, in Deiner Anwesenheit lege ich mich selbst in die
Hände von Maria, der Perle Deiner Schöpfung, die mir während der Vollziehung des großen Erlösungsmysteriums zur Mutter gegeben wurde.
Möge Sie mich in die Quelle der Gnaden eintauchen und Ihren Mantel
um meine Seele herum schlagen, damit diese in Reinheit mit Dir allein
sein kann.
Ich lade euch deswegen betont dazu ein:
Mein Gott, was kann ich sagen? Welche Worte tun der heiligen Glut, die
mein Herz beseelt, keinen Abbruch?
1. Meine sämtlichen Belehrungen und Richtlinien zu studieren, die Ich,
die Herrin aller Seelen, euch seit Jahren durch Meinen Propheten bekannt gebe;
Komm, o Lamm Gottes, ich weiß, dass Du hier bist, näher als ich zu
träumen wage. Wer kann den seligen Duft Deiner Gegenwart vor mir
verborgen halten?
2. Euer ganzes Leben und euer ganzes Wesen Mir, der Herrin aller Seelen, zu weihen, damit Ich eure Prüfungen optimal benutzen kann;
In meinem Herzen quellt der Weihrauch des Lobpreises aus dem Feuer
der Liebe auf.
3. Euch nicht länger an den morschen Bäumen inhaltsloser Lektüre und
weltlicher Bilder festzuklammern, die euch nicht heiligen können, sondern euch nur angesichts des großen Kampfes für Gottes Reich entmutigen und schwächen können;
Vor meinen Augen weicht der Vorhang der Unwissenheit auf den Flügeln
Deines Geistes, der mich mit dem Licht des Glaubens bestrahlt.
4. Euren freien Willen ausschließlich zugunsten der Werke Gottes zu
gebrauchen. Bedenkt, dass Jesus euch Sich Selbst geschenkt hat wie
einen Göttlichen Schatz, dass Ich Selbst die Schatztruhe bin, mit der Er
ab Seiner Menschwerdung eins geworden ist, und dass euer freier Wille
der Schlüssel ist, der diese Schatztruhe aufschließen muss, damit sich
die Seele den Inhalt zu eigen machen kann: die Erlösung, die Heiligung,
die ewig dauernde Verherrlichung und die Gründung von Gottes Reich
der vollkommenen Liebe auf Erden.
Alle Meine Worte sind Wahrheit; denn Ich schöpfe sie aus den Quellen
der Ewigen Weisheit und lasse sie über euch ausschütten durch Meinen
Propheten. Mein Prophet ist Mein Besitz und Eigentum. Nehmet Mich
dann auf als die Morgendämmerung des Ewigen Frühlings und als die
Säerin der Früchte, die den Obstgarten einer jeden Seele vollenden. Das
ist, was Ich von Gottes wegen bin, und was Ich für jeden und jede von
euch sein will.”
In meinen Ohren hallt der Gesang der Hoffnung auf Deine sanfte Stimme, die mein ganzes Wesen umarmen und mich auf all meinen Wegen
führen und ermutigen wird.
Du hast mich geschaffen, Du hast mir endlose Herrlichkeiten bereitet,
Du hast mir ein Leben auf Erden gegeben, um den Himmel zu verdienen, Du hast den Kreuzestod angenommen, um mich in Deinem Reich
willkommen zu heißen, nun gießt Du Deinen Geist auf mich aus, damit
ich wahrlich ein Kind des Lichtes sein möge.
O Dreieiniger Gott der Liebe, geruhe, hier und jetzt mein Verlangen nach
Vereinigung mit Dir anzunehmen als ein Gebet der Versöhnung zur Rettung von Seelen aus dem Griff der Finsternis.
Mache mich zu einem heiligen Tabernakel, der Deine Gegenwart in sich
bergen kann, damit wir eins bleiben.
_____________________
Präge Dein Antlitz unauslöschlich in mein Herz, damit ich den Sinn meines irdischen Lebens begreifen möge und meine wahre Berufung innerhalb Deines Heilsplans für die Ewigkeit mir offenbart werden möge, heute und bis zur Stunde meiner Rückkehr zu Dir.
(*) in einer Offenbarung an “Myriam” am 1. Februar 2008 sagte Maria in
diesem Zusammenhang weiterhin unter anderem:
Dank sei Dir, mein Gott, ich darf Dich anbeten, weil meine Seele von Dir
gemacht wurde.
12
81
Ich kann Dich anbeten, weil Maria mich auf die Begegnung mit Dir im
Garten der Himmlischen Blumen vorbereitet.
Ich will Dich anbeten, weil mein Herz nichts anderes kann, als Dich lieben.
Sei gepriesen, o Vater, in Deiner schöpfenden Liebe, die mir zur Saat in
das Herz gegossen ist.
Sei gepriesen, o Jesus, in Deinem erlösenden Kreuz, das mir das ewige
Glück geben wird.
Sei gepriesen, o Heiliger Geist, in der Weisheit und dem Licht, die meine
Seele leiten, und in Maria, Deiner Braut, die den Garten Ihrer Herrlichkeiten für mich zugänglich gemacht hat, damit ich Dir, meinem Gott, für ewig gehören möge.
199. Gebet des Dankes für die erlösenden Leiden
Lieber Jesus, liebe Mutter Maria, mein Erlöser und meine Miterlöserin,
in der Liebe des Göttlichen Heilsmysteriums sind Eure Leiden und
Schmerzen, Euer Blut und Eure Tränen für mich gesegnet, damit ich die
Wahrheit und das Leben finden möge. Habt Dank; denn Eure erlösenden
Leiden haben mir den Weg zum ewigen Leben im ewigen Heil für meinen Nächsten und für mich selbst gezeigt.
O Jesus, Dein Blutschweiß im Garten von Gethsemani lehrt mich, dass
Sünden, die ich nicht bereut oder nicht gebeichtet habe, das Göttliche
Licht in der Welt löschen helfen und die Nacht in meiner Seele hereinbrechen lassen. Dank sei Dir, Jesus, meinem Erlöser.
O Jesus, Deine Geißelung lehrt mich, dass die Krone der Verherrlichung
auf jene wartet, die ihren Leib in Krankheit und Schmerz für das Heil ihrer sündigen oder ungläubigen Mitmenschen aufopfern. Dank sei Dir,
Jesus, meinem Erlöser.
O Jesus, Deine Dornenkrönung lehrt mich, dass das Himmelstor nur für
diejenigen aufgeht, die klein bleiben und sich erniedrigen. Dank sei Dir,
Jesus, meinem Erlöser.
O Jesus, die Wunde Deiner Schulter lehrt mich, dass alle meine Lasten,
mit Liebe und Hingabe getragen, meine Mitmenschen zum ewigen Heil
bringen. Dank sei Dir, Jesus, meinem Erlöser.
O Jesus, Dein dreifacher Fall unter dem Kreuz lehrt mich, dass die ewige
Glorie diejenigen erwartet, die ihr Kreuz mit Mut jeweils wieder aufnehmen, aus Liebe zu Gott, zu Maria und zu ihrem Nächsten. Dank sei Dir,
Jesus, meinem Erlöser.
82
senschaft des Göttlichen Lebens. Wie könnt ihr euch in den Stürmen des
Lebens bewähren, wenn ihr keine Nahrung für die Seele aufnehmt? So
viele Seelen sättigen sich das Herz und den Geist mit hohlen Kenntnissen. In Wirklichkeit setzt sich die Landschaft ihres seelischen Lebens lediglich aus morschen Bäumen zusammen. Wenn sich der Sturm erhebt,
klammern sie sich an Ästen fest, die sofort abbrechen und sie erbarmungslos mitreißen mit dem tosenden Wasser der Versuchungen, der
irreführenden oder beunruhigenden Bilder und der Verirrungen, die aus
einer Lebenswelt entspringen, die von Satan in eine Scheinwelt umgestaltet worden ist.
Wenn ihr lest, stellt euch dann die Fragen:
- Bringt diese Lektüre mich näher zu Gott?
- Lerne ich dadurch Seine Werke besser kennen?
- Lerne ich dadurch mich selbst besser kennen?
- Finde ich in dieser Lektüre Richtlinien dafür, wie ich die Heiligkeit in mir
aufblühen helfen kann und wie ich zu den Werken Gottes beitragen
kann, und finde ich in ihr das Licht der Hoffnung und der Ermutigung,
das mir dabei helfen kann, die Hand Gottes auch in den Nebeln der Prüfung wieder erkennen zu können?
Die Seele, die ihren Geist mit Ballast nährt, der diesen Bedingungen
nicht gerecht wird, nimmt gleichsam morsches Holz in sich auf. Wenn sie
dieses Holz verbrennt durch die von ihr vollbrachten Werke und die von
ihr gesprochenen Worte, ergibt sich eine unsaubere Verbrennung, so
dass die Seele gleichsam Rauch entwickelt und somit noch mehr Finsternis in sich selbst und um sich herum verbreitet.
Seelen, werdet euch dessen bewusst, dass Satan eure Blindheit für die
himmlischen Hintergründe aller Umstände eures Lebens und für Gottes
Vermittlungen in eurem Leben dazu ausnutzt, euch die Wirklichkeit anders wahrnehmen zu lassen, als diese in Wahrheit ist. Die Seele, die
sich nicht mit Kenntnissen aus dem Garten von Gottes Ewiger Wahrheit
ernährt, entwickelt nicht die Fähigkeit, durch die Scheinwirklichkeit aller
Ereignisse ihres Lebens hindurch zu schauen und so die unzähligen
Versuche zu erkennen, die Satan unternimmt, um Seelen irre zu führen.
Seelen Meines Herzens, als die Herrin aller Seelen besteht Meine Berufung darin, in diesen Letzten Zeiten die Menschenseelen zu der vollen
Wahrheit des Göttlichen Lebens zu führen. Zu dem Zweck soll Ich wahrhaftig über euren ganzen Lebensweg, über eure Prüfungen, über eure
ganze Gefühls- und Denkwelt, über all dasjenige, was durch die Sinne in
euch aufgenommen wird, über alle eure Werke und Worte und über euren freien Willen herrschen können. Ich habe die Macht, euch aus jeder
Verirrung zu befreien, alle Nebel um euer Herz und euren Geist aufzulösen im Feuer Meiner vollkommenen himmlischen Liebe und euch zu der
11
25. Oktober 2007 – “Die Worte ebenso wie die Belehrungen und die Erkenntnisse, die Ich dir vermittle und die Ich dir zum größten Teile gebiete
aufzuzeichnen, sind Lehrsätze, die zusammen die Wissenschaft des
Göttlichen Lebens bilden, die Wissenschaft der Seele und ihres Vermögens und ihrer Fähigkeiten als Bild ihres Schöpfers zu leben.”
26. Januar 2008 – “Die Wissenschaft des Göttlichen Lebens wird von
Mir in allen Meinen Offenbarungen unterrichtet, die Ich unmittelbar durch
das gesprochene und geschriebene Wort Meines Propheten verkünde,
zusammen mit allen Unterrichtungen, die Ich in das Herz Meines Propheten gesät habe, dort zum Reifen bringe und von dort aus in die Welt
schicke.”
Die richtige Nahrung für die Seele
(Dienstag, 24. März 2009)
“Seelen im Schatten des Kreuzes Jesu Christi, Ich bin die Herrin aller
Seelen. Ab Meiner Unbefleckten Empfängnis wird Mein ganzes Wesen
für ewig unaufhörlich mit nie zuvor gesehenen Strömen Göttlicher Liebe,
Göttlicher Weisheit und Göttlicher Macht beflossen. Die Allerheiligste
Dreifaltigkeit hat Mich mit der Sonne bekleidet und hat Mir den Mond unter die Füße gelegt. Das heißt, dass Sie Mich an Sich – der Sonne – hat
Teil haben lassen, in einem Grad, der innerhalb der ganzen Schöpfung
für ewig wahrhaft einmalig ist und bleiben wird und dem kein einziges
anderes Geschöpf je nahe kommen könnte. Das heißt weiterhin, dass
Sie Mir Macht gegeben hat über die Ausführung Ihrer Werke – der Mond
als Spiegel der Werke des Göttlichen Lichtes – ebenso wie über die
Werke der Finsternis. Ich erinnere die Seelen an dieser Stelle an dasjenige, was Ich in diesem Zusammenhang bereits früher gesagt habe. (*)
Begreift doch, was Ich für euch bedeuten kann, sobald ihr euch in der
vollkommensten Hingabe Mir zu Füßen niederwerft. Seid Mein, um in der
Tiefe Gott zu gehören. Gott hat Mir eine uneingeschränkte Macht über
die Engel gewährt, die auf euer Jawort Mir gegenüber warten, damit ihr
mit ihnen gemeinsam die Finsternis und alles Elend aus der Welt vertreiben könnt. Die Welt gehört von Natur aus Gott alleine, ist allerdings
durch die unermessliche Bürde der Sünden der Menschheit Satan ausgeliefert worden.
Seelen, Ich brauche euren freien Willen, um den Sieg des Lichts über die
Finsternis zu vollenden. Weihet Mir alle eure Prüfungen, damit Ich sie in
strömendes Wasser von Göttlichem Leben umwandeln kann, das die
Werke Satans verschlingt.
Speist euer Herz und euren Geist nicht länger mit toter Lektüre, mit Bildern, welche die Werke der Finsternis verherrlichen, und mit Tätigkeiten,
welche die Seele nicht zur Entfaltung bringen. Ich bringe euch die Wis10
O Jesus, die Wunden Deiner Hände lehren mich, lieber zu geben als zu
erbitten, und nach der selbstlosen Gabe meiner selbst auf dem Kreuz
des Lebens zu verlangen. Dank sei Dir, Jesus, meinem Erlöser.
O Jesus, die Wunden Deiner Füße lehren mich, immer mehr von irdischen Dingen und weltlichem Denken loszukommen, weil das wahre
Glück nicht von dieser Welt ist. Dank sei Dir, Jesus, meinem Erlöser.
O Jesus, die Wunde Deiner durchbohrten Seite lehrt mich, auch mein
Herz zu öffnen, um über meinem Nächsten alles auszugießen, womit die
Göttliche Gnade mich erfüllt hat. Dank sei Dir, Jesus, meinem Erlöser.
O Maria, Deine Tränen, vergossen am Fuße des Kreuzes, prägen mir
die Reumütigkeit über die zahllosen Weisen, auf die Jesus in den Seelen
gefoltert und gekreuzigt wird, ins Herz. Dank sei Dir, Maria, meine Miterlöserin.
O vollkommene Mutter, darf ich mit dem Kreuz als stillen Zeugen Deine
Hand in die meine nehmen, um meinen Dank mit Deiner geheiligten Liebe zu vereinen, damit das Erlösungsmysterium gepriesen sei bis in alle
Ewigkeit.
200. Weihe an die Flamme der Liebe aus dem Unbefleckten Herzen
Mariens
Liebe Mutter Maria,
Gottes Geschenk an die leidenden Menschenherzen, Dir liefere ich mich
selbst und alle Deine Kinder aus. Sie sind so hilflos; denn ihre Liebe ist
unvollkommen.
Wie finster ist die Welt geworden; denn der Gott des Lichts wurde aus
Seiner eigenen Schöpfung verstoßen.
Wie arm hat die Erbsünde die Seelen zurückgelassen; denn der Reichtum der heiligen Tugenden wird nicht mehr begriffen.
Glänze in Deiner Schönheit, o Königin der Liebe, rufe das Himmlische
Feuer aufs Neue auf die Herzen herab, damit sie das Antlitz ihres rettenden Gottes erkennen.
Wie soll die Kälte des Lebens in einem Herz regieren, wenn Du es beherrschst, o Trägerin der Sonne und des Feuers des Heiligen Geistes.
Wenn ich in Deiner mütterlichen Gegenwart die Welt aus mir verbannen
will, schmeichelt sich Deine Milde um mein Herz wie ein himmlischer
Mantel.
Komm, Thron der unendlichen Zartheit, der den Messias in die Welt trug,
lass Deine Kinder fühlen, wie Heiligkeit die Seele entflammt.
83
Ich gebe mich Dir, o Unbeflecktes Herz von Maria, Fackel des Himmlischen Feuers.
Lass nicht zu, dass die Glut gelöscht wird, womit der Vater bei meiner
Schöpfung mein ganzes Wesen beseelt hat.
Lass nicht zu, dass das Feuer gelöscht wird, das Christus, das Schlachtopfer der Liebe, mit Seinem Blut am Kreuz in meine Seele gesät hat.
Lass nicht zu, dass der Docht gelöscht wird, den der Geist Gottes bei
meiner Taufe in mir entzündet hat.
Entzünde mich für immer an der Flamme der Liebe aus Deinem Unbefleckten Herzen, damit ich begreifen möge, dass ich gemacht bin, um zu
lieben, und damit mein Liebesfeuer durch mein Herz Zeugnis ablegen
möge gegen allen Hass und alle Gleichgültigkeit, die das Glück der
Menschenseelen verdammt.
***
Die Liebe, wie wir sie als Menschen kennen, ist unvollkommen. Sie ist
notgedrungen verseucht von weltlichen Einflüssen, verunreinigt von Gedanken, Gefühlen und Wünschen, die manchmal nicht vollkommen übereinstimmen mit dem, was Gott von uns erwartet, und sie ist ferner in
vielen Fällen mehr auf unsere eigenen Bedürfnisse gerichtet als auf die
unserer Mitmenschen. Marias Liebe ist frei von jeder Unreinheit. Weil die
Liebe die größte unter den Tugenden ist, ist es daher klug, um die Gnade zu bitten, dass unsere Liebe glühender werden möge.
201. Aufopferung vom Apostolat an Maria
(Gelübde an die Heilige Jungfrau)
Liebe Mutter Maria,
Unbefleckte Königin des Paradieses, in Deiner Seele, Deinem Geist,
Deinem Herzen und Deinem Leib wurde das reinste Licht des Ewigen
Vaters gegossen.
Allerheiligste Jungfrau und Mutter des Messias, durch Dich ist das Licht
Christi in die Welt gekommen.
Unüberwindlicher Schrecken der Teufel, auf Deine Fürsprache hin
kommt bald das Licht des Heiligen Geistes, um unsere Welt der Finsternis umzugestalten, damit Gottes Reich kommt.
Krönung von Gottes Schöpfung, vom Kreuz herab hat Jesus mich Dir als
Dein Kind gegeben. Heute werfe ich mich zu Deinen Füßen nieder, um
mich selbst aus freiem Willen Dir zu geben als Dein Diener für die Verwirklichung von Gottes Heilsplan in einer neuen Welt der Liebe und des
Friedens.
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he und begreife somit das Gleichnis: Die Herrin aller Seelen ist von Gott
wie ein Herz für die Seele vorgesehen worden: Das Herz erschafft nicht
das Leben, sondern verbreitet es durch den Körper, stärkt dadurch den
Körper und fördert somit die Reinigung jeder Körperzelle. Dasselbe tue
Ich in der Seele: Ich verbreite das Göttliche Leben durch jede Kammer
der Seele, verstärke die Seele, steigere ihre Lebenskraft und beschleunige ihre Reinigung. Ich fördere das Aufblühen sämtlicher Seelenkräfte,
damit die Seelenrose zu einer Lust für Gottes Augen wird. So lege Ich
ein Paradies von Rosen an, einen Lustgarten für die Allerheiligste Dreifaltigkeit: das Reich Gottes auf Erden.
Wenn sich die Seele Mir weiht, bekommt sie dieses spezielle Herz eingepflanzt. In dem Grad, wie sie diese Weihe wirklich lebt, schlägt dieses
Herz intensiver und verstärkt es die Lebenskraft der Seele. Die Seele,
die wirklich an das Erlösungsmysterium glaubt, bekommt das neue Leben eingegossen. In dem Maß, wie die Sakramente in geeigneter Weise
benutzt werden, wird dieses Leben immer tiefer genährt. Damit dieses
Leben die ganze Seele wirklich bis in ihre entlegensten Winkel durchdringt, sie in die Lage versetzt, in die tieferen Geheimnisse des Göttlichen Lebens vorzudringen und dieses Göttliche Leben vollkommen benutzen zu können, um eine beträchtlich tiefere Heiligung zu erzielen, hat
Gott das Mysterium der Wirkungen der totalen Weihe an Maria, das
Meisterwerk der Schöpfung, ins Leben gerufen.
Sage den Seelen, dass die Heiligung der Menschheit und dadurch ebenfalls die Gründung von Gottes Reich auf Erden von zwei Faktoren bestimmt werden sollen:
1. von der radikalen Rückkehr zu der traditionellen Lehre Jesu Christi,
dem tiefen Glauben an die von Jesus Selbst eingesetzten Werte und einem ehrfürchtigen Gebrauch der heiligen Sakramente gemäß den diesbezüglichen traditionellen Vorschriften;
2. von der totalen und tief gelebten Weihe einer immer zunehmenden
Anzahl von Seelen an Maria, die Herrin aller Seelen kraft Göttlicher Verfügung, unter strikter Einhaltung der Belehrungen und Richtlinien, wie Ich
sie als die ‘Wissenschaft des Göttlichen Lebens’ unterrichte (*).
Seelen, gebt euch Mir total und bedingungslos, damit Ich euch in jeder
Einzelheit eures täglichen Lebens in den Kampf des Lichtes gegen die
Finsternis einschalten kann; denn Gott hat die Herrin aller Seelen als
Brücke über den tosenden Strom der Prüfungen und des Elends vorgesehen, zum Tor von Gottes Reich vollkommenen himmlischen Friedens
und vollendeter Liebe auf Erden.”
(*) Zur Erinnerung: Was Maria unter “Wissenschaft des Göttlichen Lebens” versteht, erläutert Sie unter anderem in den nachfolgenden Auszügen aus den Öffentlichen Offenbarungen der Herrin aller Seelen:
9
Totale Weihe an Maria als das Herz der Seele
(Donnerstag, 19. März 2009)
“Die drei größten Göttlichen Mysterien des Neuen Bundes sind das Erlösungsmysterium, die Sakramente und die Wirkungen der totalen und bedingungslosen Weihe an Mich, Maria, die Mutter Christi.
Ich will den Seelen das nachfolgende Gleichnis vorlegen, damit sie den
wirklichen Wert der totalen Weihe an Mich besser abschätzen können.
Das Erlösungsmysterium könnte man als das wahre Leben betrachten,
das in die Seele gegossen wird. Die Sakramente sind die Kanäle, durch
welche die Lebenskraft in der Seele ständig erneuert wird. Die totale
Weihe an Mich ist wie das Einpflanzen eines Herzens, das, solange die
Weihe intensiv gelebt und angewandt wird, Tag für Tag unaufhörlich die
Kraft des Göttlichen Lebens durch das ganze Wesen der Seele presst,
so dass jedes Element des Mensch-Seins von dieser Kraft durchdrungen
werden kann.
Die Seele, die sich Mir total, bedingungslos und für ewig weiht, diese
Weihe wirklich wie einen Bund totaler Hingabe ihres ganzen Wesens
und ihres ganzen Lebens an Mich lebt und diesen Bund durch ein Leben
in strikter Nachfolge Meiner Belehrungen heiligt, die unmittelbar aus der
Quelle der Göttlichen Weisheit zu den Seelen strömen, wird Tag für Tag
intensiver vom Göttlichen Leben durchdrungen.
Die Wirkungen der totalen Weihe an Mich bilden ein Göttliches Mysterium, wodurch die Allerheiligste Dreifaltigkeit die Werke der Schöpfung,
der Erlösung und der Heiligung der Seele vollenden will, das heißt, wodurch Sie die Göttlichen Werke in der Seele zu ihrer absoluten Vervollkommnung führen will. Der Wert der totalen Weihe an Mich kann auf
keinen Fall überschätzt werden. Wie jedes Göttliche Mysterium bildet
auch das Mysterium der Wirkungen der totalen Weihe an Maria eine
Quelle von seelischer Nahrung und Gnaden, deren Ströme sich unaufhörlich vervielfältigen, damit die Seelenrose Blatt für Blatt entfalten kann,
bis sie der glänzenden Pracht der vollkommenen Heiligkeit so nahe
kommt, wie dies für die erschaffene Seele überhaupt möglich ist. Die
Seele, die sich Mir total und bedingungslos weiht, trinkt aus der Quelle
der Unbefleckten Empfängnis, einer einmaligen Quelle von Wasser totaler Heiligung, Wasser, das der Heilung der Narbe der Erbsünde förderlich ist und dadurch die Anfälligkeit gegen Versuchung, Sünde und Untugend Schritt für Schritt verringert.
Ich bin die Herrin aller Seelen, weil der Allerhöchste Mir die Macht gegeben hat, die Ströme des Göttlichen Lebens in der Seele so sehr zu verstärken, dass sämtliche Schichten und Elemente des seelischen Lebens
von ihnen durchdrungen werden, wie ein vollkommen gesunder Kreislauf
jede Körperzelle mit neuen Nährstoffen, Wasser und Sauerstoff versieht
und diese Zelle von all dem reinigt, was auf Dauer für sie giftig wird. Sie8
Ich erkenne Dich als meine Himmlische Herrin und bitte Dich, mich als
Dein Eigentum anzunehmen, mich zu schützen und zu führen, damit ich
von heute an als Dein Instrument im Kampf für die baldige Gründung des
Reichs Christi auf Erden dienen kann.
O Maria, makellose Perle des Himmels und der Erde, Dir ist die Macht
gegeben, den Kopf der teuflischen Schlange zu zertreten und die Wiederkunft von Christus, dem Licht der Welt, auf uns herabzurufen.
O heilige Morgendämmerung des neuen Reiches des Lichts, damit Du
unbegrenzt über mich verfügen kannst, biete ich Dir mein Gelübde einer
totalen Hingabe meiner Selbst an Dein Unbeflecktes Herz, dem Gott die
Führung im Kampf gegen alle Kräfte anvertraut hat, die Seine Schöpfung
zerstören, Seelen in das Verderben stürzen, die Menschheit in weltlichen
Belangen gefangen halten und sie vom Weg der Wahrheit und des Ewigen Lebens wegführen.
Ich schenke Dir mein Gelübde einer vollkommenen Hingabe an Gottes
Willen mit Anstreben einer Nachfolge sämtlicher christlicher Tugenden
und eines Lebens im Einklang mit den Geboten und dem Evangelium.
Ich schenke Dir mein Gelübde einer bedingungslosen Liebe zur Heiligsten Dreifaltigkeit und zu Deinem Schmerzvollen und Unbefleckten Herzen.
Ich schenke Dir mein Gelübde der Reinheit an Geist, Herz und Leib, damit ich ein würdiger Tempel des Heiligen Geistes und Deiner Selbst sein
möge.
Ich schenke Dir mein Gelübde ewiger Treue zu Deiner Führung auf dem
Weg Christi.
Ich schenke Dir mein Gelübde des bedingungslosen Gehorsams gegenüber Deinen Eingebungen und der Folgsamkeit gegenüber dem Papst,
der sich mit Dir vereinigt.
Ich schenke Dir mein Gelübde des Gebets zu Reinigung der Welt und
Rettung von Seelen.
Ich schenke Dir mein Gelübde eines Lebens in Nachfolge Deiner heiligen Tugenden und in Hingabe an Gottes Belange über alle weltlichen
Vergnügen.
Ich schenke Dir mein Gelübde der Bereitschaft zu Opfern an Leib und
Geist für das Erflehen von Gnaden für irrende Seelen und zur Wiedergutmachung von Sakrilegien und Beleidigungen gegen alle himmlischen
Mächte.
Ich schenke Dir mein Gelübde totalen Vertrauens in Deine Führung über
meine Seele, meinen Geist, mein Herz und meinen Leib und des Glaubens an die Macht, die Dir dazu von Gott gegeben ist.
85
O Königin der Apostel, Du bist mir gegeben, ich will Dein sein. Gib mir
die Kraft, vollkommen nach diesem heiligen Gelübde zu leben, damit
Gott und Du Selbst in mir verherrlicht werden.
202. Opfergabe der Liebe an Jesu in Vereinigung mit Maria
Liebe Mutter Maria,
verherrlichte Mutter der Schmerzen, aus Liebe kamst Du, kam Dein Jesus, um Seine Himmlische Reichtümer über die Menschen auszugießen.
Siehe, wie armselig die gleichgültigen Menschen Ihn am Kreuz zurückgelassen haben.
O Mutter, wie wird mein Herz Frieden finden, wenn es nicht an Deiner
Seite mit Dir trauern darf.
Allerheiligste Königin von Golgatha, nur wer das Feuer der Erlösung in
seinem Herzen empfangen hat, begreift die Kraft der Tränen, womit Du
den zerreißenden Anblick der sterbenden Mittagssonne bezwungen
hast.
O Miterlöserin der Menschheit, nur Dein Liebesfeuer kann den ausgelöschten Menschensohn die Kälte Seiner Welt vergessen lassen.
O darf ich meine Selbsthingabe der Deinen hinzufügen, damit Er, der
Liebe ist, Seine Welt mit den Strahlen der Gnade entflammen möge.
Sieh doch, wie Er nach Seelen dürstet. O Mutter, lassen wir Ihn gemeinsam mit Gebet um Bekehrungen laben.
Sieh doch, wie Er nach aufrichtiger Liebe hungert, die nichts mehr zurückhält. O Mutter, darf ich Ihn mit den Weizenkörnern der Opfer nähren,
die ich in Deine Hände lege; denn alle meine Handlungen habe ich Dir
anvertraut.
Sieh doch, wie Er beschmutzt ist durch alle Sakrilegien in Taten, Worten
und Gedanken. O Mutter, darf ich Ihn zur Wiedergutmachung mit dem
Wasser meiner Buße waschen, womit Du mein geweihtes Herz befließt.
Sieh doch, wie krank Ihn die Misshandlungen und die Lieblosigkeit zurückgelassen haben. O Mutter, geruhe, Ihn mit den liebkosenden Liebeserklärungen Deines hochheiligen Gebets zu heilen, wobei ich mich in
tiefer Demut durch meine Selbsterniedrigung zu Deinen Füßen anschließe.
Ich betone noch einmal dasjenige, was Ich bereits früher durch Meinen
Propheten habe verkünden lassen: dass Meine Anerkennung durch
die Seelen als die Miterlöserin mit Jesus Christus den vollkommenen Gnadenstoß für Satan bedeuten würde: durch diese Anerkennung kann ihm gezeigt werden, dass die Seelen glauben und anerkennen, dass er, Satan, nicht nur von der Mensch gewordenen Gottheit besiegt worden ist, sondern sogar von der erschaffenen menschlichen Natur der Frau, die ihn aufgrund einer völlig aufgeblühten, vollendeten Heiligkeit unterworfen hat und die von Gott die Macht erhalten hat, Kinder
Gottes im Geist zu gebären, indem Sie diese aufgrund ihrer totalen Weihe an Sie völlig zu Ihrem eigenen Spiegelbild umgestaltet. Mir ist die
Macht gegeben worden, die Frucht des Göttlichen Lebens in den Seelen
auszutragen. Zu dem Zweck müssen die Seelen zunächst die Vermählung mit Mir in einer tief gelebten, totalen Weihe an Mich vollziehen. Bedenkt, wie schwer es Satan in seinem Hochmut fällt, seine Niederlage
Gott gegenüber anerkennen zu müssen. Bedenkt dann, dass es ihn
noch tausend Mal schwerer demütigt, seine Niederlage der Frau gegenüber anerkennen zu müssen. Dies ist genau, was geschehen wird,
wenn Mich die Seelen als die Miterlöserin anerkennen und bezeichnen.
Seelen, begreift, dass totale Weihe an Mich der totalen Nachfolge Christi
kein Hindernis setzt, sondern ganz im Gegenteil die absolute Krönung
dieser Nachfolge bringt. So wie Gottes Werke an sich vollendet sind, aber diese Gott eine viel größere Freude bereiten, wenn sie von Seelen
anerkannt, verherrlicht und wahrhaftig benutzt werden, so ist das Erlösungswerk an sich vollendet, aber bereitet Gott eine viel größere Freude,
wenn die Seelen in ihrem Prozess von Wachstum und Blüte, von Erlösung und Heiligung auch den zusätzlichen Wachstumsfaktor, den Gott
ihnen in Mir geschenkt hat, anerkennen und sich diesen wahrhaftig zu
Nutze machen und sie so Seinen Werken die größtmögliche Verherrlichung zukommen lassen. Vergesst nie, dass der Allerhöchste in Mir, Maria, sämtliche Vollkommenheiten angesammelt hat, die je aus Seiner
Hand gekommen sind, und dass Ich somit die Fülle Seiner schöpfenden,
erlösenden und heiligenden Werke vertrete. Deshalb werde Ich in diesen
allerletzten Zeiten als die Herrin aller Seelen verkündet; denn die Zeit der
totalen Verherrlichung der Werke Gottes ist nunmehr gekommen.”
Sieh doch, wie die Kälte der Seelen Ihn erstarrt. O Mutter, schlage Ihm
doch Deinen Mantel um, das Gehäuse des größten jemals von Gottes
Geist geschaffenen Schatzes, worin alle Klänge meiner Liebesworte
aufbewahrt sind.
86
7
Seelen jedoch begreifen, dass der Dreieinige Gott Mich, Maria, den Seelen als den goldenen Weg zur Verherrlichung Seiner Werke gibt. Gott ist
vollkommen und absolut vollendet. Trotzdem wünscht Er von Seinen
Geschöpfen Verherrlichung und Anbetung zu erhalten. So betrachtet Er
auch Seine Werke erst als absolut vollkommen in ihren Auswirkungen,
wenn die Seelen diese verherrlichen. Die Seele kann sich tatsächlich die
Vollendung ihrer Erlösung durch die ausschließliche Nachfolge Christi
erwirken, aber Ich biete den Seelen die nachfolgenden Punkte zur Betrachtung:
1. dass Christus und Maria aufgrund eines Göttlichen Erlasses eines
Herzens sind;
2. dass Ich den Seelen als Vorbild der vollkommenen Heiligung der
menschlichen Natur gegeben worden bin;
Sieh doch, wie Er als Gefangener des Kreuzesholzes von der Erde dem
Vater zurückgegeben werden soll. Sprich, meine geliebte Mutter, sprich,
damit Er von dem Schmerz durch die Stimme des einzigen Geschöpfes
befreit werden möge, das Ihn jemals vollkommen geliebt hat.
Wie ein leer geraubter Schatz des Himmels hat der Erlöser das Opfer
Seiner Liebe vollbracht.
Komm, o Rose von Kalvaria, damit ich Ihm durch Dich das armselige
Nichts, das ich bin, geben kann; denn durch Deine Liebe hat Er die Welt
erlösen können.
203. Gebet zur geistlichen Kommunion des Maria Geweihten
O Jesus, komm zu mir und geruhe, für immer bei mir zu bleiben)
3. dass das Schließen und die konkrete tägliche Einhaltung eines heiligen Bundes totaler Weihe an Mich, die Herrin aller Seelen, kraft Göttlicher Vollmacht Gott gegenüber als Jawort der Seele dafür gilt, dass sie
bereit ist, sich völlig dem größten, dem erhabensten und vollkommensten der Göttlichen Werke – Maria – hinzugeben, um von Ihr nach Seinem
Bilde umgestaltet zu werden.
Das bitte ich Dich um Mariä willen, Deine und meine Mutter und meine
Himmlische Herrin, die einzige, die Dich jemals vollkommen geliebt hat.
Seelen, begreift dies richtig: ihr könnt durch strikte Nachfolge Jesu Christi eure Erlösung und Heiligung verwirklichen. Gott hat euch aber Maria
als unübertroffenen Beweis Seiner Liebe gegeben, weil Er auf Mich deutet als das große und ewige Vorbild des vollkommenen Weges ab der
menschlichen Natur bis zum vollendeten Bild Gottes, in dem Maße, wie
dies sich von der erschaffenen Natur verwirklichen lässt. Die Seele, die
den Weg ab der menschlichen Natur bis zur vollendeten Heiligkeit gehen
will und die sich dafür entscheidet, diesen Weg in totaler Nachfolge Mariens in Ihrer absolut vollendeten Eigenschaft als der Herrin aller Seelen
zu gehen, zeigt dadurch, dass sie das Geschenk der Erlösung akzeptiert, dass sie:
Sie ist es, die Dich in mir wachsen lassen soll, bis wir vollkommen eins
sind.
1. Gott die oberste Verherrlichung bietet in Seinem Meisterwerk: Maria;
2. einen totalen Akt der Liebe zu diesem Meisterwerk Gottes darbringt;
3. einen heiligen Akt der Entgegennahme des Geschenkes darbringt,
das Gott den Seelen auf dem Gipfel des Erlösungswerkes bereitet hat:
‘Frau, siehe, Dein Sohn; Sohn, siehe, deine Mutter’;
Sie ist es, die Dich in mein Herz einlädt.
Sie ist es, die Dich in mir empfangen soll.
Sie ist es, die Dich in mir wärmen soll.
Komm, o Jesus, um der Freude Mariens über jedes Herz willen, in dem
Du geboren wirst.
Komm, o Jesus, um der Tränen Mariens wegen die Welt willen.
Auch wenn ich unwürdig bin, o Jesus, komm, tue es für Sie.
***
Es ist nicht so selbstverständlich, dass Jesus in uns Wohnung nimmt.
Nicht jede Kommunion ist gleich fruchtbar. Für die Menschen, die die
Kommunion mit wenig Liebe und wenig Gefühl, sondern mit einem eher
gleichgültigen Herzen empfangen, ist sie kaum mehr als eine rituelle
Handlung, die nicht die volle Wirkung des Sakraments in der Seele mit
sich bringt. Vorbereitung auf die Kommunion mit Maria kann uns helfen,
die richtige Einstellung anzunehmen.
***
4. einen Akt des Glaubens an die Vollkommenheit von Gottes Werken
darbringt; denn durch die totale Weihe an Mich erkennt die Seele, dass
Ich alle Macht und alle notwendigen Eigenschaften besitze, sie ins Herz
Gottes hineinzuführen; ebenso einen Akt des Glaubens an die von Gott
verfügte Einheit des Herzens zwischen dem Erlöser und Seiner Mutter;
Liebe Mutter Maria, ich weihe Dir alle Seelen, für die ich bete, die aber
nicht genügend für das Licht offen sind. Möge der Heilige Geist auf Deine Fürsprache hin in ihnen den Funken entzünden, der ihre Herzen entflammen lässt, damit das Feuer ihrer eigenen Seelen ihnen den Weg
zum Licht offenbaren möge.
5. einen Akt der Anerkennung Mariens als die Miterlöserin darbringt.
(Myriam, 1. Mai 1999)
6
87
***
Wenn Sie das wahre Glück finden wollen, geben Sie den folgenden Elementen einen festen Platz in Ihrem Leben:
- Beten Sie täglich den Rosenkranz.
- Wohnen Sie so oft wie möglich der Heiligen Messe bei.
- Weihen Sie sich der Heiligen Jungfrau Maria: Sagen Sie Ihr, dass Sie
Ihr vollständig gehören wollen, damit Sie bis in die Einzelheiten über Ihr
Leben wachen und Ihre Seele mit Sicherheit zu Gott bringen kann. Je
mehr Menschen sich Maria weihen, desto gründlicher und schneller wird
unsere Welt zum Reich der Liebe, des Friedens und des Glücks, das uns
durch Jesus Christus verheißen ist.
204. Litanei zu Maria, Mutter der Tränen
Liebe Mutter Maria,
in Deinem schmerzvollen Leben, den Qualen der Passion und der Trostlosigkeit des Ostersamstags sind Deine Tränen um die Menschheit für
ewig geheiligt. Möge mit ihnen auch die Bekehrung der Sünder Deinen
Augen entfließen.
(nach jedem Aufruf: "Bekehre uns Sünder")
Tränen Mariens, vergossen wegen der verstockten Blindheit der verblendeten Seelen, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen der Härte der Menschenherzen, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen der unzähligen Seelen, die verloren
gehen, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Lieblosigkeit gegenüber dem
Kreuz, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen der willigen Diener des Bösen, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Verbrechen gegen die Ungeborenen, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Verbrechen gegen kleine Kinder, B.
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Verbrechen gegen das Leben,
B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen der Verstümmelung des ursprünglichen Erbes des Christentums, der Kirche und der Eucharistie, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen allen Unglaubens und aller Verleugnung der Anwesenheit Jesu in der Eucharistie, B. ..
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dadurch tun, dass sie einen heiligen Bund der Einheit mit Mir eingeht,
weil in Meiner Seele die erste völlig aufgeschlossene Schatztruhe geborgen war und Ich in Mir all dasjenige trage, womit die Seele die
Schatztruhe der Erlösung öffnen und den Inhalt bestens rentieren lassen
kann. Ich habe die Macht erhalten, in jeder Seele die Erlösung durch die
Werke zu vollenden, die sie in Einheit mit Mir zu Diensten von Gottes
Plänen vollbringt. Ich bin die vollkommen erlöste und vollkommen geheiligte menschliche Natur. Deswegen wiederhole Ich ständig, dass Ich einen Schlüssel zur Vollendung der Erlösung einer jeden individuellen
Seele in Mir trage.”
Myriam: “Meine Herrin, Jesus Christus hat den Seelen die Erlösung gebracht. Manche Seelen könnten aus diesem Grunde diese Worte so auslegen, als hättest Du gesagt, die Seele könne sich die Fülle der Erlösung
und somit die Heiligung nicht erwirken, wenn sie Dich umgeht und sich
ausschließlich an Jesus Christus weiht. Sie könnten diese Worte somit
als nicht von Dir stammend und deshalb als Irrlehre bezeichnen.”
MARIA: “Das sind sie am Allerwenigsten. Begreift dies richtig. Gott Selber hat zwischen Seinem Sohn und Mir eine vollkommene Einheit des
Herzens zu Stande gebracht. Nur durch diese vollkommene Einheit, diese vollendete mystische Vermählung, konnte Ich zur Miterlöserin mit
Christus werden. Als Gott-Mensch hat Jesus den Seelen die Erlösung
gebracht. Das Erlösungswerk ist vollkommen und es kann nur aus dem
Göttlichen Herzen Christi vollzogen werden und musste in seinen Auswirkungen konkret durch den Mensch gewordenen Aspekt Seines Wesens, nämlich durch die Leiden an einem Leib aus Fleisch konkret ausgefüllt werden. Damit der Erlösungsakt die Werke Satans jedoch total
und vollkommen ihrer Wirkungen berauben kann, hat Gott erlassen,
dass dieser Akt während seiner Vollziehung im Laufe des irdischen Lebens Christi und im engeren Sinne zwischen dem Garten von Gethsemani und Golgatha in einer erschaffenen Seele ergänzt werden soll: in
Meiner erschaffenen menschlichen Natur. So hat Gott den Erlösungsakt,
der Ihm gegenüber von Natur aus vollendet war, auch gegenüber den
Kräften der Finsternis bekrönt in einer totalen, vollkommenen Besiegelung der vollendeten Vermählung zwischen der Göttlichen und der
menschlichen Natur, zwischen vollkommener Liebe und vollkommenem
Leiden sowohl aus dem Göttlichen Herzen wie aus der erschaffenen Materie.
Aufgrund der Vollkommenheit Meiner Einheit mit dem Herzen Christi,
des Göttlichen Erlösers, an dessen Fleisch Ich sogar Anteil hatte, sind
Mir die Macht und die Weisheit geschenkt worden, die Erschließung der
Erlösung in der individuellen Seele zu vollenden. Jesus Christus kann
dies alleine tun: Seine Gottheit benötigt dazu keine menschliche Beihilfe,
weil Ihm als Gott keine Beschränkungen gesetzt sind und Seine Werke
aus Seiner Göttlichen Natur heraus somit vollkommen sind. Mögen die
5
erwirbt sich die größtmöglichen Verdienste, in dem Maß, wie sie sich Mir
tatsächlich hingibt, in totaler Weihe. Dies kommt dadurch, dass die Seele, die in totaler Weihe an Mich lebt, den größten Akt des Glaubens an
die Vollkommenheit von Gottes Werken aufbringt und von Mir auf Wege
geleitet wird, welche die vollkommenste aktive Beteiligung an der Erlösung gewährleisten.
Siehe den Unterschied. Die Seele, die felsenfest an die erlösenden Werke Christi glaubt, kann durchaus bis zum Gipfel der Heiligkeit ‚durchblühen’. Wenn diese Seele sich jedoch darüber hinaus Mir weiht, um von
Mir zu diesem Gipfel begleitet zu werden, bringt sie dadurch einen Akt
des vollkommenen Glaubens an die Tatsache dar, dass Ich, die Ich von
Natur aus eine erschaffene Seele bin, Trägerin der vollkommenen Blüte
von Gottes Werken bin, und somit an die Tatsache, dass die erschaffene
Seele auf aktive Weise bei ihrer Erlösung und Heiligung mitwirken kann.
Sie bekräftigt dadurch ebenfalls ihren Glauben an die Vollkommenheit
von Gottes Liebe, die alle Göttlichen Werke in Mir zu ihrer Vollendung
geführt hat.
Der Unterschied ist somit der, dass die Seele, die sich für die totale Weihe an Mich als vollendeten Weg zur Vervollkommnung des Göttlichen
Lebens in sich entscheidet, dadurch ein ungehemmtes Kredo in Bezug
auf die totale Vermählung, die totale Vereinigung, der menschlichen Natur mit Gott ausspricht. In Mir war diese Vermählung ab Meiner Unbefleckten Empfängnis vollendet. In der Erlebung der totalen Weihe an
Mich vollzieht die Seele die Vermählung mit der Vollkommenheit von
Gottes Werken und weist sie Ihrem Schöpfer gegenüber ihren Glauben
an die Tatsache nach, dass auch sie, durch die Fülle ihrer Mitwirkung,
vollkommen aufblühen kann.
In Jesus Christus vollendet die Mensch gewordene Gottheit die Erlösung
der Seele. In Mir begleitet die absolut geheiligte menschliche Natur Mariens die Erlösung der individuellen Seele zu ihrer höchsten Verwirklichung: zur Entfaltung der Seele nach dem Bilde ihres Gottes. So hat es
der Allerhöchste gewollt, und dazu hat Jesus vom Kreuze der Erlösung
die Seelen Mir gegeben und Mich den Seelen.
Gott hat es so verfügt, dass die Erlösung in die Seelen wie eine Schatztruhe gelegt wurde, die aber geschlossen ist. So trägt die Seele in sich
einen unendlich wertvollen Schatz, den sie sich allerdings erst dann zu
nutzen machen kann, wenn sie dabei aktiv mitwirkt. Solange die Seele
nicht durch eigene Mitwirkung die Schatztruhe öffnet, trägt sie in sich einen Reichtum, mit dem sie nichts anfangen kann. Die Seele wird durch
sämtliche Zeichen des christlichen Vermächtnisses an die Schatztruhe
erinnert, aber sie muss die Truhe selber aufschließen, durch ihren freien
Willen, es zu tun, und durch ihre Anstrengungen, den Inhalt der Truhe zu
kapitalisieren. Kraft Göttlicher Verfügung kann die Seele dies am besten
4
Tränen Mariens, vergossen wegen der abtrünnigen Priester und Ordensleute, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen des Auswuchses aller Formen des
Modernismus und des Liberalismus in der Kirche und im Glauben, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen der zahlreichen Sakrilegien der Welt,
B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen allen Hasses und jeden Krieges, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen der Ausbeutung der Armen, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen des Missbrauchs von Schwachen, B.
..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Verwilderung der Sitten, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Vergötterung von Geld, Besitz
und Materiellem, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Menschen, die ihr Kreuz nicht
aufnehmen wollen, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Menschen, die nicht nach der
Heiligkeit verlangen, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Menschen, die Gott nicht lieben,
B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Gleichgültigkeit gegenüber dem
Nächsten, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Unaufrichtigkeit gegenüber Gott
und dem Nächsten, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen aller Selbstsucht und allem Hochmuts, B. ..
Tränen Mariens, vergossen wegen all meiner Verirrungen, bekehre mich
Sünder, B. ..
O Jesus, ich opfere Dir alle Tränen von Maria, meiner Miterlöserin, für
die Umkehr jener auf, die Ihre Schmerzen täglich vermehren.
Möge die Herz zerreißende Betrübnis der Mutter der Schmerzen Dich
bewegen zur Ausgießung der Gnade der Tugendhaftigkeit und der Heiligung in die Seelen all Ihrer Kinder, damit sie nur noch Quelle der Freude
für Sie sind, die Dein Leid am Kreuz mit Ihren Tränen gemildert hat.
205. Gebet um die Einheit mit Jesus am Kreuz
Lieber Jesus,
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siehe, wie mein Herz wegen der von Dir und Maria durch die Jahrhunderte gelittenen Schmerzen blutet.
Höre, wie mein Herz unter den Hammerschlägen und dem heiligen
Schluchzen stöhnt, das niemals aufgehört hat.
Fühle das wilde Klopfen meines Herzens aus Liebe zum ewig Gekreuzigten und zu Seiner gequälten Mutter.
Wie sehr verlangt mein Herz, an den erlösenden Wunden und dem
Schwert der Schmerzen Teil zu haben.
Zur Wiedergutmachung für Deinen Todeskampf im Garten von Gethsemani wegen meiner Sünden, o Jesus, verwunde mich.
Zur Wiedergutmachung für Deine schändliche Geißelung und Dornenkrönung, o Jesus, verwunde mich.
Zur Wiedergutmachung für die Schläge, Beleidigungen und Verspottungen, von Dir während der langen Stunden Deiner Passion erlitten, o Jesus, verwunde mich.
Damit ich wirklich Dein Kreuz tragen helfen möge, o Jesus, verwunde
mich.
Zur Wiedergutmachung Deiner Leiden in Einsamkeit am Kreuz, o Jesus,
verwunde mich.
Zur Wiedergutmachung für das zerreißende Leid Mariens unter dem
Kreuz, o Jesus, verwunde mich.
Zur Bekehrung der Sünder, die Dein und Mariä Herz am meisten verwunden, o Jesus, verwunde mich.
Zur Ausgießung von Gnaden des Lichtes und der Befreiung in irrende
Seelen, o Jesus, verwunde mich.
Zum Zerbrechen der Ketten der Sklaverei der Sünde, die Menschenkinder gefangen halten, o Jesus, verwunde mich.
Zur Abbüßung der Sakrilegien gegen die Heiligste Dreifaltigkeit und das
Schmerzvolle und Unbefleckte Herz Mariens, o Jesus, verwunde mich.
Damit Maria Dich vollkommen in mir wiederfinden möge, o Jesus, verwunde mich.
Zur Linderung der Schmerzen Mariens um Ihre Kinder, die verloren gehen, o Jesus, verwunde mich.
Damit ich ein wahrer Zeuge des Kreuzes der Erlösung sein möge, o Jesus, verwunde mich.
Damit in meinem Leib der Himmel sich mit der Erde vermählen möge, o
Jesus, verwunde mich.
90
Botschaften
Maria und die absolute Krönung von Gottes Werken in den Seelen
(Montag, 2. und Dienstag, 3. März 2009)
“Das Leben der Seele entfaltet sich in drei Phasen: Schöpfung, Erlösung
und Heiligung. Wenn du die Seele mit einer Rose vergleichen würdest,
so könntest du sagen, dass die Schöpfung das Pflanzen der Rosenzwiebel in den Boden ist, die Erlösung die Entwicklung dieser Zwiebel, bis
alle Teile der Rose sichtbar werden, und die Heiligung die Blüte der Rose.
So wie die Rose eine ganze Entwicklung erlebt, ab der Zwiebel bis hin
zur Entfaltung, so ist auch die Erlösung der Seele ein komplizierter Prozess, der sich auf vielen aufeinander folgenden Ebenen vollzieht. Die Erlösung ist gleichsam ein Prozess, wobei die Seelenrose ‘aufgeschlossen’
wird, bis sie damit anfangen kann, sich Schicht um Schicht zu entfalten.
Dieses ‘Entfalten’ ist die Heiligung der Seele: So wie die Rosenknospe
aufspringt und sich die Blätter eines nach dem anderen entfalten, so erschließt die Seele eine Fähigkeit nach der anderen, um in allen Tugenden zu leben. Je nachdem sich mehr Rosenblättchen aufschließen,
nimmt die Rose an Schönheit zu und macht sich ihr Duft deutlicher bemerkbar. Dasselbe gilt für die Seele in ihrem Heiligungsprozess: Ihre
Schönheit in Gottes Augen nimmt zu, und sie verbreitet immer mehr die
Düfte des wahren Göttlichen Lebens.
Siehe doch, wie weit Gottes Liebe zu jeder Seele geht. Der Ewige Vater
erschafft die Seelenrose. Sein Sohn Jesus Christus bereitet sie vor, damit sie sämtliche notwendigen Phasen ihres Wachstums vollenden kann,
um völlig aufblühen zu können. Der Heilige Geist begleitet den ganzen
Prozess von der Schöpfung bis einschließlich der Heiligung durch Seine
vielseitigen Formen der Beihilfe, welche die Seele in die Lage versetzen,
die Göttliche Intelligenz, die bereits in der Rosenzwiebel im Keim verborgen liegt, völlig auswirken zu lassen, und welche versucht, die Göttliche
Weisheit, Liebe und Macht in allen Seinen Eingebungen und in den unzähligen Winken der Göttlichen Vorsehung auswirken zu lassen.
An dem Punkt, wo sich die Entfaltung und das Wachstum der Seelenrose ihrer Vollendung nähern, gerade bevor diese ihre eigentliche Blüte
wird beginnen können, setzt Gott das Zeichen der obersten Vermählung
zwischen Gott und dem Menschen: Er gibt Mir, der absolut vollendeten
Seelenrose, den Schlüssel, um in jeder Seelenrose die Erschließung zu
vollziehen. Freilich, auch Jesus bringt die Seelenrose, die sich Ihm weiht,
zum Blühen, indem in ihr die Erlösung mit der Heiligung gekrönt wird,
aber die Allerheiligste Dreifaltigkeit hat verfügt, dass Ich, das Wunderwerk Gottes, in dem sämtliche Schritte ab der Schöpfung bis zur höchsten Stufe der Heiligkeit vollendet sind, die Seelenrose zur Fülle der Heiligkeit führen kann. Die Seele, die den Weg unter Meiner Führung geht,
3
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,
Sie interessieren sich für die Schriften, die die Gottesmutter
„Myriam van Nazareth“ eingegeben hat. Ständig kommen neue
Texte hinzu. Wir versuchen, Sie über die neuen Texte regelmäßig zu informieren.
Falls Sie an einer regelmäßigen Zusendung nicht interessiert
sind, teilen Sie uns das bitte mit.
Der Versand der „Myriam van Nazareth“-Schriften erfolgt auf
Spendenbasis. Allerdings sind wir dringend auf Ihre Spenden
angewiesen, um die Kopier- und Versandkosten decken zu können. Daher bitten wir um eine angemessene Spende entweder
in Form von Briefmarken oder auf das untenstehende Konto.
TOTUS TUUS, MARIA, DOMINA ANIMARUM OMNIUM !
(Ich bin ganz und gar Dein, Maria, Herrin aller Seelen!)
Ihr Apostolat “Myriam van Nazareth”
Bankverbindung
Apostolat „Myriam van Nazareth”, Konto 3646445;
Deutsche Bank; BLZ 370 700 60
BIC: DEUTDEDKXXX , IBAN: DE66370700600364644500
Kontaktdresse:
Apostolat „Myriam van Nazareth“
Postfach 50 15 59
D-50975 Köln
e-mail: myriam@myriam-van-nazareth.net
www.myriam-van-nazareth.net
Damit Deine Allerheiligsten Wunden auch durch mich zum Ausdruck
kommen mögen, o Jesus, verwunde mich.
Damit Dein Kostbares Blut der Befreiung auch durch mich die Welt befließen möge, o Jesus, verwunde mich.
Damit ich wirklich mit Dir eins sein werde, o Jesus, verwunde mich.
206. Weihe an Maria, Miterlöserin
Liebe Mutter Maria, Heilige Quelle gesegneter Tränen,
Du hast zum Vater „ja“ gesagt zum allerheiligsten Leben der Opfer und
der Selbstverleugnung.
Du hast zum Heiligen Geist „ja“ gesagt zur allerheiligsten Vermählung
mit Gott als schmerzvolle Mutter des Erlösers der Welt.
Du hast zum Sohn „ja“ gesagt zu den allerheiligsten Schmerzen Seines
Kreuzesopfers der Versöhnung und Liebe.
Du hast zur ganzen Menschheit „ja“ gesagt zu den allerheiligsten Tränen
der Mutterschaft über unzählige irrende Sünder, damit sie das Tor der
Rettung finden.
Nun sagst Du „ja“ zu mir, Deinem armen Kind, zur Vermählung zwischen
Deinem Herzen und dem meinen, mit meiner ewigen Glückseligkeit als
Brautschatz für mich, doch so vielen Dornen meiner Untugenden als
meinen Brautstrauß für Dich; denn meine Seele ist so arm.
O meine Miterlöserin, Du hast nur gelebt, um mit Jesus die Fesseln zu
zerbrechen, womit der Teufel mich an sich festketten will. Säe jetzt die
Dankbarkeit in mich, damit sie aufblühen möge wie eine Blume der Liebe
zu Dir, die Du für mich das Schwert der Schmerzen umarmt hast.
Komm, o Mutter der Erlösung, lebe in mir, damit ich wirklich Dein sein
möge.
Ich sage „ja“ zu Dir für ein Leben in Selbstaufopferung und Buße, damit
ich in Dir wirklich dem Vater gehören möge.
Ich sage „ja“ zu Dir für eine Vermählung mit Dir, damit ich in Dir wirklich
unter den Flügeln des Geistes leben möge.
Ich sage „ja“ zu Dir als ein kleiner Miterlöser von Seelen, damit ich in Dir
wirklich mit Jesus auf das Kreuz gehen möge.
Ich sage „ja“ zu Dir, o meine Mutter und Miterlöserin, damit ich nur in Dir
leben möge und Du allein in mir leben und herrschen mögest, so dass
das Schwert Deiner Schmerzen in mir für die Erlösung vieler Seelen, die
Dein Herz zerreißen, Früchte trägt.
Komm, o Maria, nimm mich mit Dir zum Fuß des Kreuzes mit, um dort
Deine Vermählung mit mir zu vollziehen und Früchte von Miterlösung
2
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und ewigem Heil in den Tränen und dem Blut zu gebären, die Du und
Jesus in mir entspringen lassen werdet.
***
Unsere Weihe an Maria als Miterlöserin bedeutet, ganz "Ja" zu sagen zu
allem, was auf unserem Lebenspfad kommt, auch das scheinbar am
Wenigsten Angenehme. Denken wir, dass alles in diesem Leben vergänglich und von ganz kurzer Dauer ist im Vergleich mit dem ewigen
Glück des Himmels.
Fortsetzung folgt
Die Herrin aller Seelen
© Copyright 2008: Diese heiligen Botschaften sind eine freie
Veröffentlichung. Daher wurde von Myriam van Nazareth erlaubt, Kopien von ihnen zu machen, unter der Bedingung, dass
diese Texte in keiner Weise verändert und die Kopien kostenlos
verbreitet und nicht verkauft werden, um finanziellen Gewinn
zu erzielen.
der Gottesmutter, der Herrin aller Seelen, an
"Myriam van Nazareth"
Apostolat
Postfach 50 15 59
März 2009
D-50975 Köln
e-mail: myriam@myriam-van-nazareth.net
© Copyright 2008: "Myriam van Nazareth"
Weitere Texte auch in Deutsch unter:
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Dieses Heft enthält die in den letzen Tagen hinzugekommenen Texte.
Neue Botschaften,
neue Übersetzungen von Gebeten und
Belehrungen der Gottesmutter
29.03.2009
92
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Seele and Geist
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