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16.11.: Wie weit kommt die Wolke? - CL-Netz

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Anti-Atom Presseschau | Umschau
Sabine Ellersick <S.ELLERSICK ät NADESHDA.org>
10. Nov 2013 01:37
16.11.: Wie weit kommt die Wolke?
16.11.: Wie weit kommt die Wolke?
Gepostet von Johann Haas am 7. Nov 2013
(ra) An sechs Atomstandorten in Deutschland, darunter auch bei den Atomkraftwerken in Ohu, startetam Samstag, 16.
November eine Störfall-Luftballonaktion. Um 5 vor 12 ist es soweit. 499Luftballone mit Info- und Antwortkarten steigen in
die Luft. Die Fundorte können online oderdurch Rücksendung der Postkarte gemeldet werden. Über die
Internetadressewww.atomalarm.info werden diese Fundorte dann in einer Karte veröffentlicht.
Das Landshuter Bündnis für Atomausstieg (BüfA) aus Landshut will mit dieser Aktionzeigen, wie sich die radioaktive
Strahlung bei einer Reaktorkatastrophe ausbreitet. Ganze 10 km weitreicht die Evakuierungszone um ein AKW in den
amtlichen Katastrophenschutzplänen. Ein schwererAtomunfall kann aber weit größere Gebiete verstrahlen und
unbewohnbar machen - einerStudie des Bundesamtes für Strahlenschutz zufolge sogar noch in 170 Kilometer
Entfernung vomAKW. Eine rechtzeitige Evakuierung ist dann nicht möglich. Alle Menschen in der Region
werdengebeten, in den Tagen ab dem 16. November auf gelbe Luftballons zu achten und Funde umgehend zumelden.
Auch von stillgelegten AKW geht eine erhebliche Bedrohung aus. So lagern im Abklingbecken überdem Reaktorkern in
Isar I noch immer 1734 abgebrannte Brennstäbe (Stand 31.12.2012). InFukushima ist es gerade diese Anordnung, die
die Situation unbeherrschbar macht zum Austrittgroßer Mengen Radioaktivität geführt hat.
Die Atomkraftwerksbetreiber haften zusammen für alle deutschen AKW nur mit 2,5 MilliardenEuro. Der Schaden nach
einem Atomunfall kann jedoch hunderte Milliarden von Euro betragen, wie mandies eben in Fukushima erleben kann.
Keine Versicherung bezahlt den Schaden. Dies bedeutet, dass esim Katastrophenfall keine Entschädigung für den
entstandenen Schaden geben wird. Und: beieinem Super- GAU ist gegen die radioaktive Strahlung keine medizinische
Hilfe möglich. Deshalbfordert das Bündnis die schnellstmögliche Abschaltung von Isar II und allen noch inBetrieb
befindlichen Atomkraftwerken.
Mit der Aktion verbindet das Aktionsbündnis die Forderung an die Innenminister -konferenz imDezember in Osnabrück,
nachzuweisen, wie die Menschen bei einer Katastrophe geschütztwerden können. Es sei unverantwortlich, dass der
Super-GAU von Fukushima noch nicht in dieKatastrophenschutzpläne aufgenommen wurde.
Das Bündnis lädt zur Teilnahme an der Aktion am 16. November in Niederaichbach ein.Treffpunkt ist um 11 Uhr auf
dem Parkplatz am Sportheim, nördlich der Isarbrücke.
Quelle: regio-aktuell24, 7.11.13
http://www.regio-aktuell24.de/wie-weit-kommt-die-wolke-38709/
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