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Genau gleich wie beim Strassenverkehrsamt - Indermuehle

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FREITAG, 4 . JULI 2003
AARGAUER ZEITUNG
ZURZACH-AARETAL
Genau gleich wie beim Strassenverkehrsamt
Rekingen Service-Center für Nutzfahrzeuge ein weiterer Meilenstein im Logistik- und Gewerbezentrum (LGZ)
250 Nutzfahrzeuge werden
im neuen Service-Center des
Logistik- und Gewerbezentrums
Hochrhein (LGZ) in Rekingen
geprüft und gewartet. Die für
1,4 Millionen Franken erstellte
Anlage verfügt über dieselben
technischen Möglichkeiten wie
das Strassenverkehrsamt.
Auf dem neuesten Stand ist auch die
Bremsenprüfanlage. Weil diese Anlage
die Beladung der Fahrzeuge simulieren
kann, fällt das umständliche Beladen
der Fahrzeuge eigens für die Bremsenprüfung weg. Vor einer Prüfung beim
Strassenverkehrsamt wird die Bremsenprüfung mit simulierter Ladung
durchgeführt, protokolliert und das
Protokoll dem Prüfer beim Strassenverkehrsamt vorgewiesen.
Kurzum: Die Prüfstrasse im neuen
Service-Center des LGZ verfügt über
dieselben technischen Einrichtungen
wie das Strassenverkehrsamt. Die
Fahrzeuge können hier auf genau dieselbe Art geprüft werden, was die Firma
Indermühle bei ihren Fahrzeugen sowieso intensiver als vorgeschrieben tut.
Ist für Lastwagen die jährliche Prüfung
beim Strassenverkehrsamt vorgeschrieben, schickt die Indermühle AG ihre
Fahrzeuge aus Gründen der Sicherheit
und angesichts des hohen Anteils an
Gefahrenguttransporten alle sechs Monate auf die Prüfstrasse.
FRANK REISER
D
as ist der letzte Meilenstein
beim Umzug von Zurzach ins
Logistik- und Gewerbezentrum
Hochrhein (LGZ) in Rekingen», sagt
Werner Indermühle. Bisher habe man
immer noch auf die Infrastruktur am alten Standort in Zurzach zurückgreifen
müssen; insbesondere was das Betanken der Fahrzeuge angehe. Doch das ist
dank des neuen Service-Centers auf
dem LGZ-Areal nun vorbei. Nicht weniger als 1,4 Millionen Franken hat die
LGZ AG dafür investiert. Ursprünglich,
so Werner Indermühle, habe man das
ehemalige Feuerwehrmagazin des Zementwerks in ein Service-Center umbauen wollen. Diese Pläne seien dann
aber wieder fallen gelassen und stattdessen der Neubau erstellt worden. Der
eigentlich vorgesehene Umbau wäre
mit vernünftigem Aufwand nicht realisierbar gewesen.
Anstelle des alten Feuerwehrmagazins steht nun ein Neubau, der es in
sich hat. Er besteht aus ingesamt vier
Bahnen, von denen zwei in der Halle
und zwei im überdachten Aussenbereich angeordnet sind. «Die Aussenbahnen sind für den durch die Chauffeure durchzuführenden Tagesparkdienst vorgesehen», so Werner Indermühle. Hier können die Chauffeure ihre Fahrzeuge betanken, den Luftdruck
Service-Center Die Aussenbahnen sind für den täglichen Parkdienst, nebenan befinden sich Wasch- und Prüfstrasse.
kontrollieren, Ölstände überprüfen
und die Kabinen mit einem Sauger säubern.
Saubere Fahrzeuge sind Programm
Gleich nebenan ist die grosse Waschstrasse eingebaut. Diese trägt wesentlich dazu bei, dass die Firma Indermühle ihre Philosophie von sauberen und
gepflegten Fahrzeugen umsetzen kann.
Die moderne Anlage verfügt über diverse Einrichtungen für die Reinigung verschiedenster Fahrzeug- und Anhängertypen. Für eckige Auflieger steht eine
automatische Waschanlage mit drei
Bürsten zur Verfügung. Tanklastzüge
werden mit auf der Seite und oben angebrachten Hochdruckrohren ebenfalls automatisch gereinigt, für Cars
gibts eine halbautomatische Waschbürste, die manuell mit geringem Kraftaufwand geführt werden kann und
auch schräg angeordnete Fahrzeugflächen reinigt. Und für das Waschen der
Unterböden steht eine Hochdrucklanze zur Verfügung. Der Clou: Die Anlage
wurde so konzipiert, dass neben Wasser aus der eigenen Grundwasserfas-
REI
sung auch Regenwasser verwendet werden kann. Derzeit laufen die Abklärungen, wie die Waschzusätze beim weicheren Regenwasser dosiert werden
müssen.
Eine Bahn weiter befindet sich die
Prüfstrasse, gewissermassen der Stolz
des neuen Service-Centers. «Wir können hier Tacho-Prüfungen vornehmen,
die Spureinstellung und die Lenkgeometrie überprüfen, das Spiel von Achsschenkeln messen sowie Abgasmessungen vornehmen», sagt Markus Hagenbuch, Leiter des technischen Dienstes.
«Was man ihm in die Hände gab, das klappte»
Zurzach Lehrer Felix Wenzinger nach 35 Jahren an der Bezirksschule verabschiedet
E
ine lange Zeit: 35 Jahre hat Felix
Wenzinger an der Bezirksschule
Zurzach unterrichtet – Mathematik, Physik und Chemie. Jetzt tritt er
in den wohlverdienten Ruhestand. Mit
Musik, Gesang, Gedichten, Geschenken und natürlich den besten Wünschen für die Zukunft wurde er gestern
Donnerstagmorgen in der Oberen Kirche in einer stimmungsvollen Feier verabschiedet. «Ich habe viel erlebt an der
Schule», blickte Wenzinger zurück.
«Für die gute Zeit bin ich den Schülerinnen und Schülern sowie den Personen, die stets hinter der Schule standen,
sehr dankbar.» Über mangelnde Unterstützung, so der frisch gebackene Pensionär, habe er sich nie beklagen können. RektorThomas Knecht fiel derAbschied von seinem Kollegen nicht
leicht. Er ist sich aber sicher, dass Wenzingers Leben weiterhin «spannend,
abwechslungsreich und aufregend»
bleiben wird.
Bei der Probelektion überzeugt
Seine Stelle in Zurzach trat Felix
Wenzinger 1968 an, nachdem er im
Jahr zuvor die Schüler wie auch die Vertreter der Schulpflege bei einer Probelektion mit seinem Stil zu begeistern
wusste. Der damalige Rektor Franz
Keller: «Felix Wenzinger ist mir beruflich und persönlich immer sehr nahe
gestanden und wir sind einen guten
Weg gemeinsam gegangen.» In seiner
Würdigung schilderte Keller die frühere Situation an der Bezirksschule, als
vier Hauptlehrer noch reichten. Wen-
I N S E R AT
torat. «Der Rektor war damals ein Allrounder, auch zuständig für den Stundenplan und für die Schreibarbeiten
der Schulpflege», führte Keller aus.
«Man hatte weder ein Sekretariat noch
einen Schulleiter.» Nicht zuletzt war
Wenzinger auch der Vater der Musikschule Zurzach. «Er hat sie über etliche
Jahre auch geleitet.»
Ende einer Ära Felix Wenzinger (rechts) nimmt die guten Wünsche von Bezirksschulrektor Thomas Knecht entgegen.
MHU
zinger löste den letzten Lehrer der alten
Garde, Dr. Walter Zimmermann, ab.
Untergebracht waren die vier Klassenzimmer sowie der Singsaal im Langwiesschulhaus. «Der Schulbetrieb war
streng geregelt und im Unterricht
herrschten strenge Bräuche», rief Keller in Erinnerung. «In den Pausen gingen die Lehrer nicht ins Café, sondern
patroullierten auf dem Pausenplatz.»
Die «Amerikanisierung» habe dann
aber auch vor der Schule in Zurzach
nicht Halt gemacht. «Zum ersten Mal
gabs Coca-Cola, Kaugummi und BlueJeans.» Wobei die Blue-Jeans, so wusste Keller, für Mädchen anfänglich verboten waren.
1974 übernahm Wenzinger das Rek-
Seriös, bescheiden, aufgeschlossen
Franz Keller bezeichnete den langjährigen Lehrer als seriös, pflichtbewusst, bescheiden und aufgeschlossen.
Sein Gesamteindruck: «Was man ihm
in die Hände gab, das klappte.» Den
Schülerzeitungen, so fuhr Keller fort,
habe er später entnehmen können, dass
Wenzingers Pünktlichkeit geschätzt
wurde. «Er ist ein Frühaufsteher. Bei
Schulbeginn hatte er jeweils schon zwei
Arbeitsstunden hinter sich.» Immer
wieder sei auch zum Ausdruck gekommen, dass Wenzinger «seine Allergie
auf Kaugummi nicht loswurde». Mittelmässige Noten habe der Lehrer stets
zu seinem modischen Outfit bekommen.
«Er trägt heute noch die gleiche Frisur wie beim Stellenantritt», meinte
Franz Keller mit einem Schmunzeln
und fuhr fort: «Ich bin dankbar, dass
ich Felix Wenzinger so lange in meinem
beruflichen und persönlichen Umfeld
erlebte und von seinen Qualitäten profitieren durfte. Und ich bin überzeugt,
dass es Schülern, Eltern, Behördenmitgliedern und Kollegen gleich ergeht.»
(mhu)
Regionales Kompetenzzentrum
Derzeit beträgt die Auslastung des
Service-Centers, in dem auch LSVAGeräte eingebaut werden, rund 250
Fahrzeuge und umfasst den Park der
Firmen Indermühle AG, DST, des
Nutzfahrzeug-Vermieters Pema und
der Julius Meier AG. Freilich könnten
hier noch mehr Lastwagen geprüft und
gewartet werden. «Die Kapazität umfasst sicher sämtliche in der Region verkehrenden Lastwagen», so Roland Indermühle. Aus diesem Grund bietet die
Indermühle AG ihren technischen
Dienst als regionales Kompetenzzentrum für Nutzfahrzeuge auch Dritten
an. Angesichts der Tatsache, dass die
nächsten Nutzfahrzeug-Garagen einige
LSVA-pflichtige Kilometer entfernt beheimatet sind, ein strategisch wohl
sinnvoller Schachzug.
Vizeammann
tritt zurück
Zurzach Georg Edelmann
ist seit 13 Jahren im Rat
Seit 13 Jahren im Gemeinderat, davon
9 Jahre als Vizeammann und bei den
letzten Erneuerungswahlen glanzvoll
wiedergewählt: Das sind die Fakten zu
CVP-Politiker Georg Edelmann. Gestern hat er beim Departement des Innern das Rücktrittsgesuch eingereicht.
Edelmann betont, dass er sich im Gemeinderat sehr wohl fühle. Aber wegen
der grossen und zunehmenden Arbeitsbelastung in der eigenen Firma müsse
er seine Demission einreichen. In seine
Amtszeit fiel die Erweiterung der Zurzacher Schulanlagen mit dem neuen
Schulhaus Neuberg. (rei)
I N S E R AT
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Seele and Geist
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