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6 A. Engl er. — Araccae-Aroideae. Ih-acontium und Amorphophallus

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A. Engl er. — Araccae-Aroideae.
Ih-acontium und Amorphophallus
erinnert. Wie bei den Lasioideen gilt auch hier die
Regel, daß mit fortschreitender Größe und Teilung der Blattspreiten die Zahl der in
einem Jahr über die Erde tretenden Blätter geringer wird, so daß bei Taccarum in
der Regel nur ein einziges Laubblatt erscheint.
Blütenverhältnisse. B l ü t e n s t a n d .
In keiner Unterfamilie der Araceae sind die
Gestalt der Spatha und die Stellung der Blüten so mannigfach, wie bei den Aroideae.
S p a t h a . a) Am wenigsten modifiziert ist die Spatha bei Staurostigma,
Tacca­
rum und den verwandten Gattungen, auch bei Gallopsis.
Die Spatha ist hier mit dem
Stiel der Infloreszenz bis zur Basis desselben vereint oder wird schon unterhalb der In­
floreszenz frei; sie ist meist grün oder zeigt nur innen rötliche oder gelbliche Färbung
(bei Synandrospadix
und Staurostigma),
gelblichgrüne bei Taccarum, ist rein weiß bei
Gallopsis.
Bei Gallopsis ist sie am Grunde mit dem unteren Teil der weiblichen Inflores­
zenz verwachsen und ähnlich verhält sich auch die schmale, lineal-Ianzettliche, grünliche
Spatha von Ulcarum.
Die grüne Spatha ist mit der ganzen Rückseite der Infloreszenz ver­
einigt und am Ende der Blütenentwicklung ausgebreitet bei Spathantheum und Spathicarpa.
Zu einer Einschnürung und zur Ausbildung einer geschlossen bleibenden Röhre oder
eines Kessels kommt es hier nirgends. — b) Eine weiter vorgeschrittene Stufe zeigt die
Spatha bei den Gattungen Arisarum und Ambrosinia.
Die von Anfang an bestehende
Zusammenrollung der Spatha mit Deckung des einen Randes durch den anderen und
zwar entsprechend der Randdeckung bei den Jugendstadien der vorangegangenen Laub­
blätter bleibt bis zur Fruchtbildung ohne Einschnürung bestehen; bei Arisarum ist das
obere Ende breit, in Form eines Daches übergebogen, bei Ambrosinia dagegen in einen
röhrigen, langen, spitzen Schnabel ausgezogen. Auch bei Pinellia zeigt die hier stark
abgestutzte Spatha keine Einschnürung, doch geht von ihrer Innenwandung eine ring­
förmige Leiste aus, welche bis an die Kolbenachse hinanreicht und eine Scheidewand
zwischen männlicher und weiblicher Infloreszenz bildet (Fig. Li 4 (7—E. — c) Einen be­
sonderen, aber an b) sich anschließenden Typus weist Stylochiton auf; hier ist an der
Spatha keine deutliche Einschnürung vorhanden, aber es kommt zur Bildung eines röh­
rigen, ringsum vollständig geschlossenen Kessels, der meistens länger ist als der obere
Teil der Spreite, bei welchem die Ränder derselben anfangs übereinander greifen. Der
Blütenstand ragt gewöhnlich mit seinem obersten Ende ein wenig aus dem Kessel her­
aus, in dem er ganz frei ist. •— d) Bei der großen Mehrzahl der Aroideae kommt es
wie bei vielen Philodendroideae und Golocasioideae in der Entwicklung der anfangs
dem Kolben dicht anliegenden Scheide zur Sonderung eines röhrigen oder länglichen
oder eiförmigen Kessels, den die übereinander greifenden Ränder des basalen Teiles der
Spatha bilden und einer stets dünneren, mehr oder weniger korollinisch beschaffenen,
eiförmigen, länglichen oder lanzeltlichen Spreite oder Lamina, welche nach der Bestäu­
bung dahinwelkt, häufig auch abfällt, während der den Kessel bildende Teil der Spatha
länger erhalten bleibt.
Die Einschnürung zwischen Kessel und Spreite ist meistens
sehwach; sie befindet sich bei einem Teil der Galtungen an der oberen Grenze der In­
floreszenz und wird nur von dem Kolbenanhang überragt: so bei Arum,
Biarum,
Theriophonum,
Eminium,
Ilelicodiceros,
Dracunculus,
Zomicarpa
und Arisaema,
auch bei Lagenandra und Cryptocoryne; dagegen tritt bei einem anderen Teil der
Gattungen die Einschnürung unterhalb der fertilcn männlichen Infloreszenz auf, wie bei
den Golocasioideae-Golocasieae.
So namentlich bei Typhonium,
aber auch bei Arum
pietum und Sauromatum,
doch ist bei letztgenannten Gattungen die Einschnürung nur
schwach, während bei manchen Typhonium
die Einschnürung so stark ist, daß von
der männlichen Infloreszenz abfallender Pollen sich am Grunde der konkaven Lamina
ansammeln kann. Hierzu ist noch zu bemerken, daß ähnlich wie bei Stylochiton auch
bei Sauromatum, mehr oder weniger auch bei Biarum, in hohem Grade bei Lagenandra
und Cryptocoryne der Kessel oder die Röhre der Spatha ringsum geschlossen ist, also
nicht zwei sich deckende Blattränder aufweist. Es ist beachtenswert, daß die geschlossene
Kesselbildung nie bei Infloreszenzen beobachtet wird, welche hoch über den Boden er-
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Gesundheitswesen
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