close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Dietmar Woidke – ein Typ, wie ihn die Brandenburger mögen - SPD

EinbettenHerunterladen
roteradler
Herausgegeben vom SPD-Landesverband Brandenburg
Editorial
Lausitzer soll Matthias Platzeck
als SPD-Landesvorsitzender und
Ministerpräsident nachfolgen
Dietmar Woidke –
ein Typ, wie ihn die
Brandenburger mögen
Brandenburg bekommt seinen dritten Ministerpräsidenten! Nach Manfred Stolpe und Matthias Platzeck
soll Dr. Dietmar Woidke am 28. August vom Landtag in das Amt des
Landesvaters gewählt werden.
Zwei Tage vorher kandidiert der Lausitzer Dietmar Woidke auf einem außerordentlichen Parteitag auch als Landesvorsitzender der Brandenburger
SPD. Hintergrund des Doppelwechsels
in Partei- und Regierungsamt ist die
Entscheidung von Matthias Platzeck,
seine Ämter aus gesundheitlichen
Gründen zur Verfügung zu stellen. Im
Juni hatte er einen leichten Schlaganfall erlitten. Trotz guter Erholung war
der Rat der Ärzte eindeutig. „40, 50
Stunden arbeiten pro Woche ist kein
Problem, aber 80 geht nicht mehr“,
hatten ihm die Ärzte schließlich gesagt. Aus Verantwortung für das Land,
die Partei und seine Familie traf er
daraufhin die richtige Entscheidung.
Künftig will er etwas kürzer treten und
als „einfacher“ Landtagsabgeordneter
seinen Wahlkreis in der Uckermark
vertreten.
Noch am Tag seiner Rücktrittsankündigung kamen Landesvorstand und
Landtagsfraktion der SPD zu einer
gemeinsamen Sitzung zusammen.
In minutenlangem Applaus zollten
September 2013
deren Mitglieder Matthias Platzeck
Respekt und Anerkennung für seine
Entscheidung. Anschließend berief
der Landesvorstand einen außerordentlichen Parteitag am 26. August in
Potsdam ein und nominierte Dietmar
Woidke einstimmig für das Amt des
Landesvorsitzenden. In allen Wortbeiträgen zeigten sich die Teilnehmer
davon überzeugt, dass Dietmar Woidke ein guter Ministerpräsident und
SPD-Landesvorsitzender wird. „Er ist
umgänglich und bodenständig – ein
Typ, wie ihn die Brandenburger mögen. Dietmar Woidke bringt die nötige Erfahrung für beide Ämter mit.
Er hat als Landwirtschaftsminister,
Fraktionsvorsitzender und Innenminister seine Durchsetzungskraft und
Führungskompetenz bewiesen“, lobte etwa SPD-Fraktionsvorsitzender
Ralf Holzschuher den designierten
Platzeck-Nachfolger.
Mit dem Wechsel von Matthias Platzeck zu Dietmar Woidke sind weitere
Personalentscheidungen verbunden.
Nachfolger von Dietmar Woidke als
Innenminister wird SPD-Fraktionschef Ralf Holzschuher. Ihm soll der
bisherige Generalsekretär Klaus Ness
ins Amt des Fraktionsvorsitzenden
folgen. Neue Generalsekretärin wird
die Potsdamer Landtagsabgeordnete
Klara Geywitz.
Die Brandenburger SPD erlebt bewegte und bewegende Tage. Mitten in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes geht eine Ära zu Ende und
beginnt eine neue. Matthias Platzeck hat 13 Jahre
unseren Landesverband geführt und war mehr als
elf Jahre unser Ministerpräsident. Matthias und vor
ihm Manfred Stolpe haben die Geschicke unseres
Landes und unserer Partei seit seiner Wiedergründung geprägt. Dafür gebührt Matthias, der allen
fünf Landesregierungen seit 1990 angehört hat, Respekt, Anerkennung und
ganz viel Dank des ganzen Landes. Matthias Entscheidung, nach seinem Schlaganfall seine Ämter als Landesvorsitzender und Ministerpräsident abzugeben,
hat sehr viel Verständnis in der Bevölkerung gefunden, ja nach meiner Beobachtung ihm sogar noch einmal zusätzliche Sympathien eingebracht. Die Menschen wissen: Matthias hat einen riesigen Beitrag geleistet, dieses Land zum
modernen Brandenburg zu machen. Ich bin froh, dass er weiter dem Landtag
angehören wird. Wir werden seine Erfahrungen auch in Zukunft brauchen.
Wenn diese Ausgabe des „Roter Adler“ erscheint, werden die aus der von Matthias getroffenen Entscheidung resultierenden Konsequenzen vollzogen. Der
Landesvorstand hat einstimmig Dietmar Woidke als seinen Nachfolger in beiden Ämtern vorgeschlagen. Am 26. August werden wir Matthias Platzeck auf
einem Sonderparteitag als Landesvorsitzenden verabschieden und Dietmar
hoffentlich mit einem sehr guten Ergebnis wählen. Am 28. August wird Matthias seinen Rücktritt als Ministerpräsident erklären und der Landtag Dietmar zu
seinem Nachfolger wählen. Im Anschluss wird Dietmar sein Kabinett berufen
und unseren bisherigen Fraktionsvorsitzenden Ralf Holzschuher zum neuen Innenminister ernennen. Das hat auch für mich persönlich Konsequenzen, denn
Dietmar hat mich gebeten, den Vorsitz der Landtagsfraktion zu übernehmen.
Wenn die Fraktion seinem Vorschlag folgt, geht damit auch für mich eine lange
Zeit als „Hauptamtlicher“ der SPD zu Ende. Ich bin 1991 als Referent zu unserem Landesverband gekommen, war dann ab 1994 Landesgeschäftsführer und
ab 2006 Generalsekretär. Ich habe mich in diesen mehr als zwei Jahrzehnten
immer darum bemüht, unsere Partei auf allen Ebenen zu stärken und versucht,
meinen Beitrag zu leisten, dass wir unseren Status als d i e Brandenburg-Partei
verteidigen. Dieser Aufgabe werde ich mich auch in meiner neuen Funktion verpflichtet fühlen. Meine Nachfolgerin wird Klara Geywitz. Das ist eine gute Entscheidung, da Klara hohe Wahlkampferfahrung hat und unsere Partei gut kennt.
Und sie ist auch ein Beitrag zur Verjüngung unserer Partei. Klara wird sich auf
meine volle Unterstützung verlassen können, wo immer sie sich das wünscht.
Es sind noch 13 Monate bis zur nächsten Landtagswahl. Lasst uns alle geschlossen dafür arbeiten, dass die Brandenburger uns im Herbst 2014 wieder das Vertrauen als stärkste Partei geben und mit Dietmar Woidke eine neue und gute
Ära für Brandenburg beginnt.
Euch allen möchte ich herzlich für die gute Zusammenarbeit danken. Ich freue
mich auf eine erneute Zusammenarbeit in meiner neuen Aufgabe.
Euer Klaus Ness
ViSdP.:
Daniel Rigot
Alleestraße 9 · 14469 Potsdam
Tel.: 03 31/73 09 80-0
Fax: 03 31/73 09 80-60
2
September 2013
roteradler
Interview mit dem designierten Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Dr. Dietmar Woidke
„Der direkte Kontakt zu den Menschen ist das Entscheidende
überhaupt in der demokratischen Politik.“
Dietmar Woidke ist Brandenburger durch und durch und seit vielen Jahren in der Brandenburger Politik tätig. Der Lausitzer bekleidete
in dieser Zeit viele verschiedene Ämter. Ab Ende August wird er nun Matthias Platzeck als Ministerpräsident des Landes beerben. Im
Interview spricht er über Heimatgefühle, die Wichtigkeit des Kontaktes zu Menschen und seine zukünftige Aufgabe als Landesvater.
Sie sind in der Lausitz, in der Nähe
der Kleinstadt Forst, aufgewachsen
und arbeiteten einige Jahre in Bayern. 1992 kehrten Sie dann wieder
in die Lausitz zurück. Was bedeutet
Heimat für Sie?
Heimat ist da, wo man am liebsten
lebt, weil einem Land und Leute vertraut sind. Das muss im Einzelfall
nicht unbedingt der eigene Herkunftsort sein – wir in Brandenburg zum
Beispiel sind längst die neue Heimat
ganz vieler Menschen, die aus anderen Regionen zu uns ins Land gekommen sind. Aber mich persönlich hat es
nach einiger Zeit in Bayern doch zurückgezogen zu meinen Wurzeln. So
wie mir geht es übrigens sehr vielen
Ostdeutschen, die nach der Wende der
Arbeit wegen in den Westen gegangen
sind: Inzwischen kehren sie verstärkt
wieder in ihre alte Heimat zurück.
Insofern ist mein eigener Lebensweg
durchaus typisch. Zum Glück ist die
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt
bei uns in Brandenburg inzwischen
insgesamt so, dass hierbleiben kann,
wer lieber hierbleiben möchte – und
zu uns zurückkommen kann, wer
weggegangen ist. So wünsche ich mir
das: Brandenburg als Heimat für alle,
die hier leben wollen.
Seit 19 Jahren sind Sie ohne Unterbrechung in der Brandenburger
Politik engagiert. Sie waren Abgeordneter im Landtag, Umweltminister, Chef der SPD-Landtagsfraktion, Innenminister und werden
Rosen und Hausbesuche
Der Mann öffnet die Haustür und
staunt nicht schlecht: „Gerade
eben habe ich über Sie in der Zeitung gelesen“, sagt er verblüfft.
„Und jetzt stehen Sie vor meiner
Tür, Frau Wicklein.“
Es ist die 450ste Haustür, an der die
Wahlkämpferin Andrea Wicklein
geklingelt hat. In Potsdam, Teltow,
Stahnsdorf und anderen Orten ihres Wahlkreises 61. Noch viele weitere sollen es bis zum Wahltag am
22. September werden. Die Sozialdemokratin hat Freude daran, mit
den Bürgern direkt ins Gespräch
zu kommen. Mit 999 roten Rosen,
die sie am 8. März zum Internationalen Frauentag verteilte, ging
für sie der Wahlkampf 2013 los.
„Fast alle Menschen, die ich persönlich besuche, reagieren sehr
freundlich“, resümiert Wicklein
nach anstrengenden Wahlkampfwochen. Nach drei erfolgreichen
Bundestagswahlen ist Andrea
Andrea Wicklein
Wicklein in ihrem Wahlkreis nicht
nur bekannt, sondern die Menschen schätzen sie. „Die Andrea
verbiegt sich nicht“, sagt beispielsweise Katja Artz (38) aus Michendorf. Von so viel Sympathie getragen, nutzt Andrea Wicklein die
Wochen bis zur Wahl, um sich
beim Wähler persönlich zu empfehlen. Und ganz sicher wird sie
persönlich an hunderten weiteren
Haustüren klingeln.
Foto: Marco Urban
jetzt bald Ministerpräsident. Wie
schaffen Sie es, neben der Politik
einen Ausgleich zu finden?
Zunächst mal ist Politik aus meiner
Sicht überhaupt keine unangenehme
Plackerei. Lösungen und Kompromisse zu organisieren, damit möglichst
alle Menschen im Land gemeinsam
gut und einvernehmlich leben können – das tue ich gerne und aus Leidenschaft. Aber es stimmt natürlich:
Manchmal sind Abstand und Ausgleich nötig, damit man wieder neu
auftanken kann. Zuhause in Forst bekomme ich das mit Familie, Sport, Musik und Lesen sehr gut hin. Und so soll
es auch bleiben.
Matthias Platzeck sagte auf ihrer
gemeinsamen
Pressekonferenz,
Sie seien ein „Mensch, der Nähe
sucht“. Wie wichtig ist Ihnen der
direkte Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern?
Der direkte Kontakt zu den Menschen
ist das Entscheidende überhaupt in
der demokratischen Politik. Die Leute im Land müssen zu Wort kommen
können und gehört werden – gerade
auch die so genannten kleinen Leute,
die in Wirklichkeit diejenigen sind,
die den Laden am Laufen halten. Wer
das vergisst oder Politik mit technokratischer Verwaltung von oben nach
unten verwechselt, der sollte die politische Laufbahn gar nicht erst einschla-
gen. Dass am Ende Entscheidungen getroffen werden müssen und dass nicht
alle Entscheidungen immer allen gefallen – das ist auch klar. Umso wichtiger ist, dass niemand im Land den Eindruck haben muss, die Dinge würden
von vornherein an bestimmten Gruppen oder Regionen vorbeilaufen und
sie hätten sowieso keine Chance, sich
einzubringen. Kein Mensch darf abgehängt werden – darauf kommt es an!
Ab Ende August sollen Sie ihr Heimatland als Ministerpräsident
führen – was bedeutet Ihnen diese
neue Aufgabe?
Eine Menge Verantwortung, das ist
doch ganz klar. Brandenburg ist ja
inzwischen fast ein Vierteljahrhundert alt und hatte mit Manfred Stolpe
und Matthias Platzeck bisher nur zwei
Ministerpräsidenten. Beide haben
auf ihre jeweils eigene Art absolute
Maßstäbe gesetzt. Vor beiden und ihrer Leistung für unser Land habe ich
immensen Respekt. Von beiden habe
ich – hoffentlich – viel gelernt. Aber
andererseits würde es natürlich niemandem im Land nutzen, wenn ich
versuchen würde, Vorbilder zu kopieren. Das klappt sowieso nicht. Ich
glaube, die entscheidenden Hinweise
stammen von Willy Brandt: „Besinnt
Euch auf Eure Kraft und darauf, dass
jede Zeit eigene Antworten will.“ Wir
haben in Brandenburg noch eine ganze Menge vor. Darauf freue ich mich.
roteradler
September 2013
3
4
September 2013
Jusos Brandenburg
diskutieren über ein
soziales Europa
roteradler
Der ganz normale Alltag –
eine Pflegeschicht in der
„Arche Noah“
Eine Schicht lang tauschten Bundestagskandidatin Kerstin Weide
und Landtagsabgeordnete Gabriele
Theiss Akten, Büroarbeitsplatz und
politische Bühne gegen die Arbeit
als Altenpfleger ein.
Alexander Poitz (GdP), Marion Hackenthal (IG BCE), Erik Stohn (Jusos) und Europaparlamentskandidatin Sylvia-Yvonne Kaufmann (SPD) diskutierten über die soziale Perspektive
Europas (von links).
Die soziale Perspektive Europas
diskutierten die Jusos mit der
Berliner Kandidatin für das Europaparlament Sylvia-Yvonne Kaufmann und Vertreter/-innen von
Gewerkschaften im Rahmen ihres
Landesarbeitskreis-Wochenendes.
Kaufmann war schon Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments
und hat die neue EU-Verfassung,
den sogenannten Vertrag von Lissabon, mit ausgearbeitet. In einem
einführenden Vortrag stellte Max
Jacobi die europäische Strategie
„Europa 2020“ zur Sozialpolitik vor.
Sein Fazit: Wir leben in einer Wissensgesellschaft und von jungen
Menschen wird ganz viel gefordert,
aber werden sie auch genug gefördert? Auch Sylvia-Yvonne Kaufmann
will verhindern, dass die EU eine
neoliberale Freihandelszone wird.
Andererseits erklärt die bekennende Europäerin: „Im Vertrag von
Lissabon wird die EU erstmals als
‚soziale Marktwirtschaft’ definiert
und es gibt eine Sozialverträglichkeitsklausel für die EU-Gesetzgebung,
d. h. jedes EU-Gesetz muss auf seine
Sozialverträglichkeit überprüft werden. Das sind enorme Fortschritte.“
Der Juso-Landesvorsitzende Erik
Stohn ergänzt: „Allerdings vergessen wir nicht, wie dieses Versprechen ausgestaltet wird, obliegt auch
uns und unseren Forderungen als
junge Menschen in Europa.“ Für
Marion Hackenthal von der IG BCE
Landesbezirk Nordost ist die europäische Gewerkschaftszusammen-
arbeit wichtig: „Nur wenn wir mit
einer Stimme sprechen, bekommen
wir Baustellen auf der europäischen
Ebene abgeschlossen“, meint die
studierte Volkswirtin und Soziologin. Ein Weg dazu ist die Gründung von „industriALL European
Trade Union“, eine Vereinigung der
Grundstoff-, Produktions- und Energiegewerkschaften aus ganz Europa
mit dem Ziel, menschenwürdige
und sichere Arbeitsplätze zu sichern.
Kooperation ist auch Alexander
Poitz, Vertreter der Junge Gruppe
Polizeigewerkschaft (GdP), bedeutsam: „Die europaweite Zusammenarbeit der Polizei dient auch dazu,
europäische Freiheiten zu schützen. An einigen Stellen muss diese
noch verbessert werden, etwa beim
Thema Computerkriminalität (sog.
Cybercrime).“ Die stellvertretende
Juso-Landesvorsitzende Juliane
Meyer identifiziert die Chancen und
Probleme der EU: „Wir profitieren
von Erasmus-Erfahrung an europäischen Unis, mehr Flexibilität sowie
einem riesen Binnenmarkt. Gleichzeitig steigt der Konkurrenzdruck.
Wer gut ausgebildet ist, hat viele
Vorteile, wer nicht, wird immer
mehr abgehängt.“
Erik Stohn fasst zusammen: „Deshalb müssen wir als Jusos dafür
Sorge tragen, dass der Zugang zu
Bildung für alle eröffnet ist. Gleiche
Chancen für alle!“
Punkt 6:30 Uhr beginnt die Arbeit
für die Pflegekräfte im Ortrander Altenpflegeheim „Arche Noah“. Kerstin
Weide und Gabriele Theiss nehmen
ihren Dienst ebenfalls auf. In einer
ganz normalen Schicht helfen die
beiden Vollblut-Politikerinnen bei
der Pflege, sprechen mit den Bewohnern, bringen sie zum Frühstück und
begleiten sie durch den Tag.
Die „Arche Noah“ ist in Trägerschaft
der Stiftung Diakonie Sozialwerk Lausitz und hat auch baulich die Form eines Schiffes, das an der Pulsnitz vor
Anker gegangen ist. Tatsächlich legt
das Team des Altenpflegeheims viel
Wert auf die individuelle Betreuung
der Bewohner. So spielt die Biografiearbeit eine ganz große Rolle, insbesondere bei den Demenzpatienten.
„Wir müssen wissen, was unsere Bewohner gern essen, am liebsten anziehen, wie sie ihre Haare immer trugen
und welche einschneidenden Erlebnisse ihr Leben prägen“, erklärt Kathrin Dittmann, während das Haus
langsam zum Leben erwacht.
„Ich bin fasziniert von dieser Arbeit“, fasst Gabriele Theiss die ersten
Stunden des Arbeitseinsatzes leicht
Gabriele Theiss (links) und Kerstin Weide
(2. v. rechts) im Gespräch mit Bewohnerinnen
des Seniorenpflegeheims „Arche Noah“
in Ortrand
erschöpft zusammen. Denn die Pfleger haben einen sehr engen Zeitplan
pro Patient, der eingehalten werden
muss. Viel Zeit bleibt einfach nicht.
Vor allem die genaue Dokumentation
jedes einzelnen Vorgangs nimmt viel
Zeit in Anspruch. „Hier sollte doch
der Bürokratiewahnsinn nicht zu
weit getrieben werden“, sind sich die
Politikerinnen einig.
Die „Arche“ hat große Nachwuchssorgen. „Schon seit zwei Jahren haben
wir nicht einmal eine Bewerbung für
einen Ausbildungsplatz bekommen.
Der Beruf ist einfach nicht attraktiv
genug für junge Menschen“, so Kathrin Dittmann. „Wir müssen diesen
wichtigen und schönen Beruf mehr
in die Öffentlichkeit bringen, zumal
der Bedarf an qualifizierten Fachkräften weiter steigen wird“, fasst Kerstin
Weide zusammen. Ein erster Schritt
ist mit dem medienwirksamen Einsatz der beiden Frauen getan.
Wir trauern um unseren Genossen und langjährigen
stellvertretenden Vorsitzenden der Landesschiedskommission
Jürgen Malinowski
* 14. Juli 1949 † 24. Juni 2013
Er starb überraschend im Alter von 63 Jahren.
Sein Tod erfüllt uns mit tiefer Trauer.
Wir werden seine Erfahrung, Aufrichtigkeit und Engagement für
Gerechtigkeit vermissen und sein Andenken in Ehren halten.
SPD-Landesverband Brandenburg
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
3
Dateigröße
590 KB
Tags
1/--Seiten
melden