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ADFC – Spezial: Luft im Reifen Wie oft sieht man Radfahrer mit

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ADFC – Spezial: Luft im Reifen
Wie oft sieht man Radfahrer mit wenig bis fast gar keiner Luft im Reifen, die sich abmühen und
darüber wundern, dass ihr Rad "so schwer geht".
Nicht nur in der Fahrrad-Hochsaison sollte man am Rad nachsehen, ob die Bremsen leicht gehen,
noch fest zupacken und die Kette ölen. Auch die Reifen (Mäntel) des Fahrrades sollte man eines
gestrengen Blickes würdigen. Sie bedürfen wie jedes Teil einer gewissen Fürsorge:
Kontrollieren Sie, dass keine Teile am Reifen schleifen (z.B. Bremsen, Schutzblech etc.), ob sich
Blasen gebildet haben, Teile der Lauffläche oder der Flanke sich ablösen oder ob Fäden sichtbar und
locker sind. Fahrräder sollen und können problemlos draußen abgestellt werden, damit sie sofort
benutzbar sind. Allerdings sollten sie nach Möglichkeit vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein,
denn UV-Sonnenstrahlung und Ozon greift das Gummi an (ideal wäre ein überdachter,
sonnengeschützter Stellplatz).
Reifen, Schläuche und Ventile werden mit zunehmendem Alter spröde und rissig, verlieren
zunehmend Luft. Wichtig daher: Regelmäßig den Luftdruck kontrollieren. Wie hoch der Luftdruck sein
soll, entnehmen Sie dem Aufdruck auf der Reifenflanke (in bar oder PSI), oder falls die Angabe fehlt,
folgender Tabelle mit Anhaltswerten:
Reifenbreite:
Luftdruck:
18-25 mm
7,0 bar (ca. 100 PSI)
26-32 mm
5,0 bar (ca. 75 PSI)
35-44 mm
3,5 bar (ca. 50 PSI)
47-50 mm
3,0 bar (ca. 45 PSI)
52-62 mm
2,5 bar (ca. 40 PSI)
Wer keine Luftpumpe mit Manometer hat, kann den Druck auch an der an der Tankstelle kontrollieren
(je nach Schlauchventil ist ein Adapter nötig, der im Fachhandel erhältlich ist). Vorsicht: Druck nicht zu
schnell erhöhen, damit der Reifen nicht platzt.
Wie auch beim Kfz sollte möglichst immer der höchstzulässige Luftdruck genutzt werden, um sicher
und kraftsparend zu rollen. Je nach dem, wie gut der Reifen die Luft hält, wird empfohlen, alle 1 bis 2
Wochen den Druck zu kontrollieren und ggf. nachzupumpen. Der angegebene Maximaldruck sollte auf
Dauer nicht wesentlich unterschritten werden: Dies wirkt sich negativ auf die Fahrstabilität beim
Bremsen und in Kurven sowie auf die Haltbarkeit des Reifens selbst aus. Mit zu wenig Luft können
auch leicht beim Überfahren von Querkanten die Felgen beschädigt werden, oder man fängt sich
einen sog. „snake bite“ ein (Schlangenbiss; doppeltes Loch im Schlauch also Plattfuß).
Wer mit dem höchstzulässigen Luftdruck unterwegs ist, braucht sich auch vor Reifenpannen weniger
Sorgen zu machen: Eindringende Gegenstände haben kaum eine Chance. Auch die Felgen werden
geschont.
Entscheidend für den "Leichtlauf" eines Reifens bei mittlerer Geschwindigkeit ist übrigens die Höhe
des zulässigen Maximaldrucks, nicht seine möglichst geringe Breite. Prüfstandsversuche eines
Reifenherstellers zeigten: Von zwei ansonsten bauartgleichen Reifen, mit gleichem Luftdruck
aufgepumpt, läuft der breitere rund 1/3 reibungsärmer (wegen geringerer Walkarbeit), somit
kraftsparender und auch sicherer. Nicht nur im Winter kann auf dem Vorderrad im Zweifel ein breiterer
Reifen montiert werden. Damit sind Straßenbahnschienen oder Längsrinnen weniger problematisch.
Stollen an den Seiten verhindern ein Abrutschen von schräg angefahrenen Bordsteinkanten o.ä.
Übrigens: Beim Fahrradreifen ist keine Mindestprofiltiefe vorgeschrieben (beim Auto: 1,6 mm). Weil es
im Gegensatz zum Auto beim Fahrrad wegen des 4-fach höheren Anpressdruckes auf die Straße und
der niedrigen Geschwindigkeit niemals Aquaplaning gibt, sind beim Fahrrad völlig profillose Reifen
(sog. Slicks) sogar sinnvoll, solange hauptsächlich auf (sauberem) Asphalt gefahren wird.
Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club
Kreisverband Fürth Stadt und Land
Olaf Tobiasch (Beauftragter für den Landkreis Fürth)
Eichendorffstraße 8a
90587 Veitsbronn
Tel. 0911/7539786
info@adfc-fuerth.de
www.adfc-fuerth.de
1. Vorsitzender: Harald Löffler
2. Vorsitzender: Thomas Schwerdtner
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Reisen
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