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Fassade dämmen: Wie man Wärme festhält - Verband

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Fassade dämmen: Wie man Wärme festhält
Zwei Drittel der 37 Millionen deutschen Wohneinheiten haben keinen ausreichenden
Wärmeschutz. Gehören Ihre vier Wände dazu?
Wärme entweicht durch ungedämmte Außenwände, zugige Fenster und
Türen, übers Dach. Wie viel Energie Sie sparen können und was Sie dafür
tun müssen, hängt ab von der Bauzeit und Konstruktion sowie der
Haustechnik und dem Zustand des Hauses. Im Zuge der Energie-EinsparVerordnung (EnEV) ist Renovierern freigestellt, wie sie unter den
zulässigen Höchstwerten bleiben, ob mit Dämmung,
Wärmerückgewinnung oder intelligenten Heizungsanlagen. Denn das
Haus wird als ganzes bewertet.
Das 50er Jahre Haus bekam
einen Winterpelz.
© Foto: WDV-Systeme
Energiesparen
In 50er-Jahre-Häusern steckt ein Sparpotential von durchschnittlich 78 Prozent, in 70er-Jahre
Bauten 72% und in den 20er-Jahre-Häusern 67%: sofern komplett gedämmt und die Technik
verbessert wird. Der theoretische Energiebedarf und der praktische Energieverbrauch klaffen oft
weit auseinander. Um Energie zu sparen muss die Dämmschicht die beheizten Räume möglichst
lückenlos abschirmen (an Außenwänden und vor unbeheizten Bereichen wie Keller oder nicht
ausgebautem Dach). Jede Lücke in der Wärmedämmung bildet eine Wärmebrücke: erhöht die
Gefahr von Schimmelbildung und steigert Energieverluste. Energieberater helfen Ihnen,
Wärmelecks zu entdecken und die richtige Saniermethode zu finden.
Sparplan
Energieberater listen nach der Bestands-Analyse verschiedene Maßnahmen auf, was diese im
Vergleich kosten und bringen. Das kostet für ein übliches Einfamilienhaus rund 500 Euro. Eine
Infrarotkamera macht sichtbar, wo Wärme entweicht – kostet rund 700 Euro. Ein Blower-DoorTest dokumentiert, wie luftdicht das Haus ist, Kostenpunkt: um 700 Euro.
Förder-Infos
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt mit 300 Euro eine
Beratung vor Ort: www.bafa.de Gemeinden, Bund und Länder machen Aktionen, etwa das
Impulsprogramm Baden Würtemberg (Ruf 08000 – 12 33 33, www.impuls-programm-altbau.de).
Förderung für Modernisierungsmaßnahmen gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW,
etwa das Programm CO2-Minderung (Infos unter www.kfw.de).
Fassade dämmen:
Außen- und Innendämmung
Hat Ihr Haus eigentlich nur ein Putz-Problem? Hervorgerufen durch
Temperaturschwankungen und Regen? Wenn Sie schon ein Gerüst ans Haus stellen
lassen, sollten Sie auch gleich Außenwände dämmen.
Außendämmung
Wer mehr als 20 Prozent Putz tauscht, ist dazu ohnehin verpflichtet. Mit der Dämmung steigen
Hauswert und Wohnkomfort: Die Außenwände sind innen wärmer. Ein Dämm-Mantel rund ums
Haus mindert den Wärmeverlust um ein Fünftel. Altbauten dämmt man üblicherweise von außen.
Wärmedämmverbundsysteme: Das Dämmmaterial wird direkt auf die Wand montiert, im
Grundputz eine Armierung eingelegt und mit Oberputz schlussbeschichtet. WDV-Systeme werden
geklebt, oft zusätzlich verdübelt. Achtung: Dübel sind Wärmebrücken, nur thermisch entkoppelte
Dübel verwenden. Man kann die Dämmplatten auch in Schienen montieren, der Untergrund
benötigt dann keine Vorbehandlung. Laibungen um Fenster und Türöffnungen sind
Schwachstellen. Die Dämmung dünner um die Ecken ziehen und Nahtstellen zum Rahmen
Dübel verwenden. Man kann die Dämmplatten auch in Schienen montieren, der Untergrund
benötigt dann keine Vorbehandlung. Laibungen um Fenster und Türöffnungen sind
Schwachstellen. Die Dämmung dünner um die Ecken ziehen und Nahtstellen zum Rahmen
abdichten. Mehr Informationen erhalten Sie von dem Fachverband WärmeDämmVerbundsysteme
WDV-Systeme (Ruf 07221-300 98 90 oder unter www.heizkosten-einsparen.de
Vorgehängte Fassadenbekleidung: gibt den Wänden eine mehr oder weniger kleinteilige
Struktur – egal ob die Schutzhaut aus Holz, Zementplatten oder Metallbahnen besteht. Alle
platten- und mattenförmigen Dämmmaterialien lassen sich dahinter einbauen. Hinterlüftete
Vorfassaden muss man winddicht dämmen, ohne offene Dämmplattenstöße und Fehlstellen.
Lückenlos anschließen an die Unterkonstruktion. Luftschicht zur Hinterlüftung: über 2 cm.
Vormauerung: Hohlräume mit Schüttung dämmen.
Wärmedämmputz: Der Spezialputz enthält organische oder mineralische Zugschlagstoffe, kann
maximal 8 Zentimeter dick aufgetragen werden; dämmt nur etwa ein Fünftel einer gängigen
Dämmung.
Innendämmung
Sie kostet wenig, gut geeignet für einzelne Räume oder Etagenwohnungen. Dreierlei Probleme
entstehen:
• Es entstehen fast immer Wärmebrücken, die kälter sind, feucht und schimmelig werden
können.
• Das Temperaturgefälle der von innen gedämmten Wände ändert sich: Wenn weniger Wärme
nach außen fließt, dringt Frost tiefer ein – das kann gefährlich werden für Wasserrohre.
• Wenn Wasserdampf aus der Raumluft nach außen wandert, verflüssigt er sich nun in der Wand
statt draußen. Man muss ihn also durch Folie am Wandern hindern. Oder in der Beplankung
puffern mit Calciumsilikatplatten.
Fassade dämmen:
Das Material
Materialwahl
3 Gruppen von Dämm-Materialien werden unterschieden: mineralische
Dämmstoffe wie Blähton, Mineralwolle, Calziumsilikat und Schaumglas;
organische Dämmstoffe aus Erdöl, etwa Polystrolschaum oder
Polyurethanschaum (PUR). Organische Materialien aus nachwachsenden
Rohstoffen wie Hanf, Holzfasern, Schafwolle, Zellulose. Der effektivste
Dämmstoff ist gratis: Luft. Hersteller packen viele Poren in ihr Material,
Wärmeleitgruppen geben an, wie gut solch ein Dämmstoff puffert. Je
kleiner der Wert desto effektiver. Besonders gut: ein Wert von 0,035
Blähton: Die Schütt-Dämmung W/(mK). Platten lassen sich auf Wände dübeln, Schüttungen gleichen
ist leicht, hochfest und
schiefe Böden aus, füllen Hohlräume in Wänden. Es dürfen keine Lücken
formstabil.
bleiben. Für Außendämmungen setzen Sie mindestens 8 Zentimeter
© Foto: Liapor
Dämmstoff ein, besser 10 bis 12. In Fensterlaibungen mindestens 2
Zentimeter Dämmstoffdicke einplanen, besser 4 cm.
Zwickmühle
Manchmal bekommt man mit der Dämmung aber auch unerwünschte Mitbewohner. Auf feuchter
Fassade siedeln sich Algen, Pilze und Bakterien an. Algen sind zwar hässlich, schaden aber
eigentlich nicht, bilden jedoch – wie auch die Bakterien – einen Biofilm. Dieser schützt sie vor
dem Austrocknen und zieht Nässe an. Pilze produzieren keinen Biofilm, sondern zersetzende
Säure. Biozide im Putz und im Anstrich verhindern zwar ihr Wachstum. Aber sie sind
wasserlöslich, Regen wäscht die Wirkstoffe ins Grundwasser. Besonders gefährdet sind Nord- und
Westseiten, weil wenig Sonne hinkommt, die Fassaden nicht rasch trocknen können. Dies gilt
auch in kälteren Regionen und in locker bebauten, folglich kühleren Wohnvierteln. Zum
Verständnis: Eine 4 cm dicke Mörtelschicht, die sieben Stunden durchfeuchtet wird, braucht 14
auch in kälteren Regionen und in locker bebauten, folglich kühleren Wohnvierteln. Zum
Verständnis: Eine 4 cm dicke Mörtelschicht, die sieben Stunden durchfeuchtet wird, braucht 14
Tage zum Trocknen. Dachüberstand, Simse und Abdeckbleche lenken Regen weg und beschirmen
die Fassade, verringern das Auskühlen. Hohe Feuchtebelastung: Auf Additive in Beschichtungen
verzichten. Nährstoffquellen (organische Zusätze in Putz und Anstrich) vermeiden.
Dach sanieren:
Dämmung verbessern
Eine Dämmschicht erhöht den Wohnkomfort unter der Schräge und senkt die
Heizkosten. Man packt die Dämmung von außen auf die Sparren, von innen unter die
Sparren oder dazwischen – je nach Sparrenquerschnitt sind auch Kombinationen
möglich.
Auf-Sparren-Dämmung
lässt schöne
Holzdachstühle sichtbar.
© Foto: Pavatex
Dämmung von außen
Wenn die Deckung sowieso erneuert werden muss, bietet sich die AufSparren-Methode an. Dämmung von außen
• lässt sich flächig über die Sparren montieren,
• leistet lückenlosen Wärme- und Hitzeschutz,
• vermeidet Wärmebrücken,
• gewährt unter der Schräge mehr Kopffreiheit,
• ermöglicht die Gestaltung des Dachraums mit schönem Sicht-Dachstuhl.
Dämmung von innen
Wer das Dach nicht abdecken will, dämmt die Schräge von innen – das empfiehlt sich auch, um
eine vorhandene, aber wenig effektive Dämmung zu verbessern.
• Dämmung unter den Sparren ermöglicht eine durchgehende Dämmschicht ohne Wärmebrücken.
• Dämmung zwischen den Sparren ist richtig, wenn der Raum sonst zu niedrig würde. Man sollte
aber bedenken: Die Sparren machen etwa 12 Prozent der Dachfläche aus. Mit einer Dämmung
zwischen den Dachsparren verschlechtern diese die Dämmleistung der Gesamtkonstruktion um
fast 20 Prozent – man benötigt bis zu einem Viertel mehr Dämmstoff.
Dach sanieren:
Wärmeschutz mit System
Das Regelwerk des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH)
enthält die allgemein anerkannten Regeln der Technik und bildet die Grundlage für
fachgerechte Arbeiten am Dach – Nichtbeachten der Vorgaben gilt als Baumangel.
Systematisch dämmen mit Holzfaser-Produkten
Für die diffusionsoffene Auf-Sparren-Dämmung mit Holzfaser-Produkten
empfiehlt das Regelwerk die Kombination von Dämmplatten und einer
Unterdeckung. Die beiden Dämmschichten lassen sich in getrennten Ebenen
verlegen oder in einem Arbeitsgang als Verbund-Dämmplatte.
Auf-Sparren-Dämmung:
bauphysikalisch
günstigste Lösung.
© Foto: Pavatex
Dämmplatten:
Wärme-, Hitze-,
Schall- und
Brandschutz.
© Foto: Pavatex
Holzfaser-Dämmplatten und Dämmkeile
„Pavatherm“ erfüllt mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,04 W/mK problemlos die
Vorgaben der Energie-Einspar-Verordnung (EnEV). Erhältlich in mehreren
Standardformaten und im Trennwand- und Holzbau-Format in Dicken von 20 mm
bis 120 mm.
Unterdeckplatten
„Isolair“ verbessert den Wärmeschutz zusätzlich und verlängert die
Phasenverschiebung – die Zeitspanne, in der Sommerhitze von außen nach innen
wandert. Für diffusionsoffene Unterdeckungen gemäß ZVDH-Regelwerk.
Erhältlich im Format 77x250 cm mit Nut- und Federverbindung in den Dicken 20
mm, 22 mm, 35 mm, 52 mm, 60 mm.
Unterdeckplatten:
diffusionsoffene
Unterdeckung gemäß
Regelwerk des
DachdeckerHandwerks.
© Foto: Pavatex
Dämm-Elemente mit Feuchteschutz
Verbund-Dämmelemente „Pavatherm-Plus“ bestehen aus „Pavatherm“ und
oberseitiger, 20 mm starker Auflage „Isolair“ – das Element bietet die Vorteile
beider Platten im Verbund. Formate 78x118 cm und 78x158 cm, jeweils mit NutVerbunddämmplatte: und Feder-Verbindung. Dicken: 60 mm, 80 mm, 100 mm, 120 mm.
Holzfaserplatte mit
oberseitiger
Unterdeckung.
© Foto: Pavatex
Luftdicht-Programm
Für die zwingend notwendige Luftdichtigkeit der Gebäudehülle gemäß der
Energie-Einspar-Verordnung (EnEV) wird das Dämmsystem ergänzt durch
„Pavatex-Bahnen“: Dampfbremsen, Schalungsbahnen, Dichtbänder und
Rundschnur. Für die Deckendämmung wird zusätzlich angeboten:
Rieselschutzpapier und Estrichpapier.
Zubehör für
luftdichte
Gebäudehülle gemäß
EnEV.
© Foto: Pavatex
Dach sanieren:
Wärme speichern
Viele Materialien dämmen Wärme gut. Komfort zieht aber erst unters Dach, wenn man
die Räume gegen Hitze und Kälte von außen schützt – das kann nur Dämmstoff mit
hohem Rohgewicht.
Holzfaser-Dämmplatten gegen stickige Dachstübchen
Übliche Dämmstoffe wiegen zwischen 15 und 85 Kilogramm je Kubikmeter – genug, um Wärme
zu dämmen. Je höher jedoch das Rohgewicht eines Materials, desto mehr Wärme kann es auch
speichern – Dämmplatten aus Holzfasern kommen auf 140 bis 240 Kilogramm Gewicht pro
Kubikmeter. Bauherren profitieren zweifach:
• Hitzeschutz: Ist das Rohgewicht des Dämmstoffs gering, kann es im Sommer auch unter einem
gedämmten Dächern brütend warm werden. Untersuchungen der Technischen Universität Kassel
belegen, dass Dämmstoffe mit hoher Wärmespeicherfähigkeit den Dachraum um 4 bis 5 Grad
gedämmten Dächern brütend warm werden. Untersuchungen der Technischen Universität Kassel
belegen, dass Dämmstoffe mit hoher Wärmespeicherfähigkeit den Dachraum um 4 bis 5 Grad
Celsius kühler halten. Holzfaser-Dämmstoffe dämpfen Sommerhitze wirkungsvoll: Sie speichern
Wärme, die von draußen unters Dach eindringen will und geben sie zeitverzögert wieder ab –
Fachleute bezeichnen diesen Vorgang als Phasenverschiebung. Sie liegt für Holzfaser-Dämmstoffe
bei 13 Stunden und mehr: Bevor mittägliche Höchststemperaturen den Innenraum erreichen,
setzt schon nächtliche Kühle ein. So lässt sich sommerliche Überhitzung allein mit einem AufSparren-System vermeiden – das spart Energiekosten für eine zusätzliche Klimaanlage.
• Schallschutz: Die hohe Masse von Holzfaser-Dämmstoffen schützt ebenso vor Lärm von außen
und dämmt Luftschall wirkungsvoll. Ein Auf-Sparren-System mit einer 22 Millimeter dicken
Unterdeckplatte aus Holzfasern weist eine Schalldämmung von 51 dB auf. Viele ReihenhausBewohner klagen über Nachbarlärm, der über das Dach eindringt – das Problem ist als SchallLängsleitung bekannt. Unabhängige Studien ergaben, dass Auf-Sparren-Systeme mit HolzfaserDämmstoffen den besten und kostengünstigsten Schallschutz erzielen.
Holzfaser-Dämmung: Sicheres Gefühl
Die Landesbauordnungen enthalten Mindestanforderungen an den baulichen Brandschutz. Mit
Holzfaser-Dämmprodukten erreicht man einen normgerechten Feuerwiderstand der
Dachkonstruktion – mit einem beruhigenden Vorteil: Dämm- und Unterdeckplatten bestehen aus
natürlichem Holz ohne Zusatzstoffe – im Brandfall entstehen keine giftigen Gase.
Dachaufbau vor der
Brandprüfung: Sparrendach
mit Außendämmung aus
Dampfbremse, Dämmschicht
und Unterdeckplatten.
© Foto: Pavatex
Brandprüfung der Dachkonstruktion
Das Institut für Baustofffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) in
Braunschweig prüfte das Brandverhalten einer Dachkonstruktion mit
folgendem Aufbau:
1. Dacheindeckung
2. Lattung/Konterlattung/Belüftung
3. Unterdeckplatten „Isolair“
4. Dämmschicht „Pavatherm“
5. Dampfbremspapier „Pavatex“
6. Nut- und Feder-Holzschalung 19 mm
7. Vollholz-Sparren
Nach 50 Minuten Prüfdauer stellte das iBMB folgende Temperaturen fest:
An den Sparren war es 800 Grad heiß, an der Unterseite der Holzschalung
820 Grad. Die Temperatur in der Mitte der „Pavatherm“ Dämmschicht
betrug 100 Grad, die Außenseiten der Unterdeckplatten wiesen nur 18
Grad auf.
Gemäß diesem Prüfprotokoll lassen sich durch den Einsatz von HolzfaserDämmprodukten sehr gute Bauteil-Feuerwiderstände erreichen.
Nach 50 Minuten Branddauer
wurde eine Lufttemperatur von
940 Grad gemessen, an den
Sparren 800 Grad Celsius.
© Foto: Pavatex
Dach sanieren:
Dämmung erstmals einbauen
Die U-Werte der folgenden Altbau-Konstruktionen schließen die Sparren ein und
wurden anhand teilweise historischer Baustoffdaten berechnet.
Neue Grenzwerte für den Altbau
Bei erstmaligem Einbau einer Dämmung oder Erneuerung gilt gemäß der Energie-EinsparVerordnung EnEV ein U-Wert von 0,3 W/qmK. Vor der Dachsanierung sollten Architekt oder
Holzhandwerker den Tauwasserschutz rechnerisch nachweisen – so lässt sich herausfinden, ob
eine zusätzliche Dampfbremse eingebaut werden muss. Berechnungshilfe für Profis
Welche Dämm-Methode am sinnvollsten ist, hängt ab von Alter und Zustand des Dachs und der
Lage des Gebäudes. Technische Beratung am Telefon
Altbau-Dach, noch ohne
jegliche Dämmung: Die
Phasenverschiebung beträgt
2,7 Stunden, dann ist es
unterm Dach so heiß wie
draußen.
Wenn die Dämmung fehlt
Der vorhandene Dachaufbau von innen nach außen:
15 mm Innenputz
25 mm Holzwolle-Leichtbauplatten
120 mm Sparren ohne Dämmung
19 mm Holzschalung mit Unterspannbahn
Lattung und Konterlattung, Dacheindeckung.
U-Wert vor der Sanierung: 1,93 W/qmK.
Vorschlag 1: Um- oder Neudeckung mit Unterdeckplatte und
Zwischen-Sparren-Dämmung
Zwischen den Sparren 120 mm dicke Dämmung „Pavaflax“ eingelegen.
Von außen 22 mm Unterdeckplatte „Isolair“ montieren, Lattung und
Konterlattung verschrauben, Dach decken.
Mit zusätzlicher
Unterdeckplatte und Zwischen- U-Wert nach der Sanierung: 0,28 W/qmK.
Sparren-Dämmung beträgt die
Phasenverschiebung 9,1
Stunden.
Mit Dämmung auf und
zwischen den Sparren beträgt
die Phasenverschiebung 10,8
Stunden.
© Illustration: Pavatex
Vorschlag 2: Um- und Neudeckung mit Auf-Sparren- und
Zwischen-Sparren-Dämmung
Anstelle der Unterdeckplatte werden 60 mm dicke Dämm-Elemente
„Pavatherm-Plus“ montiert – die feuchtigkeitsgeschützte Verbundplatte
mit Nut- und Feder-Verbindung hat oberseitig eine 20 mm dicke „Isolair"Schicht.
U-Wert nach der Sanierung: 0,23 W/qmK.
Dach sanieren:
Dämmung verstärken
Verliert das Dach trotz Dämmung zu viel Heizwärme oder hält man es im Sommer unter
der Schräge kaum aus, reduziert zusätzliche Dämmung den Energieverbrauch und
bringt Wohlbehagen.
Zwischen-Sparren-Dämmung ist zu dünn: Sanierungsvorschlag
Der vorhandene Dachaufbau von innen nach außen:
15 mm Innenputz
25 mm Holzwolle-Leichtbauplatte
140 mm Sparren
Altbau-Dach mit früher
üblicher, dünner Dämmung: 100 mm Dämmung 045
Die Phasenverschiebung
19 mm Holzschalung mit Unterspannbahn unterlüftet
beträgt 6,5 Stunden – es geht
Lattung/Konterlattung, Dacheindeckung. U-Wert vor Sanierung: 0,42
komfortabler.
W/qmK.
Unterdeckplatte und
zusätzliche Zwischen-SparrenDämmung.
Aufsparren-Dämmung mit
zusätzlicher ZwischenSparren-Dämmung.
Illustrationen:Pavatex
Vorschlag 1: Um- oder Neudeckung mit Unterdeckplatte und
zusätzlicher Zwischen-Sparren-Dämmung
Auf die vorhandene Dämmschicht 40 mm Sparrenvolldämmung „Pavaflax“
sowie 52 mm Unterdeckplatte „Isolair“ verlegen. Die Konstruktion
verlängert die Phasenverschiebung auf 10,3 Stunden. U-Wert nach der
Sanierung: 0,24 W/qmK.
Vorschlag 2: Um- oder Neudeckung mit Auf-Sparren-Dämmung
und zusätzlicher Zwischen-Sparren-Dämmung
Auf die vorhandene Dämmschicht 40 mm Sparrenvolldämmung „Pavaflax“
sowie 60 mm dicke Unterdeckplatte „Isolair“ montieren. Gewinn
gegenüber dem ersten Vorschlag: Maxi-Komfort mit einer
Phasenverschiebung von 12,1 Stunden. U-Wert nach der Sanierung: 0,23.
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