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Innovative Massnahmen für die Gelassenheit: Wie helfen - D-CHAB

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COLLEGIUM@Irchel
Forum Medizinische Wissenschaften
Innovative Massnahmen für die Gelassenheit:
Wie helfen Psychologie und Natur gegen den
Burnout?
29. Oktober 2008
Collegium@Irchel
Innovative Massnahmen gegen Burnout
- Einführung B. Brauckmann-
1
Burnout und Finanzen
Die finanziellen Kosten von Stress
betragen für die erwerbstätige
Schweizer Bevölkerung etwa 4.2
Milliarden CHF oder etwa 1.2% des
BIP.
Aus der Sicht eines Unternehmens
bedeutet dies, dass die Kosten für
einen durch Burnout ausgefallenen
Mitarbeiter mindestens 100.000
CHF betragen.
Nicht enthalten sind darin die durch
Stress verursachten Anteile für
Invalidität und die nichtmonetären Kosten menschlichen
Leidens.
Die effektiven volkswirtschaftlichen
Gesamtkosten dürften noch
deutlich höher liegen.
Ahmadinedschad leidet an Burnout
Teheran. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad
ist wegen seiner hohen Arbeitsbelastung erkrankt.
20 Stunden pro Tag …
29. Oktober 2008
Collegium@Irchel
Studie des Staatssekretariats für Wirtschaft
(SECO) ~ 2003
Innovative Massnahmen gegen Burnout
- Einführung B. Brauckmann-
2
Tibetische Medizin:
Geistesgifte als Ursache menschlichen Leides
Die Ursache für alle Krankheiten liegt in der Unwissenheit.
Sie bewirkt eine Illusion der Trennung des Individuums
von seiner Umwelt.
Mit der Wahrnehmung von "Ich" und "Mein" entstehen die
zentralen drei "Geistesgifte" Ignoranz, Gier und Hass:
• Verblendung, die sich als Ich-Wahn manifestiert.
• Begierde nach der Erfüllung des Lebensdurstes.
• Der Widerwille gegen alle Hindernisse, die dieser
Erfüllung entgegenstehen.
Æ Sie sind die unmittelbare Ursache für ein Ungleichgewicht
der Körperenergien Lung, Tripa und Beken.
Unsere Gesundheit wird auch vom individuellen Verhalten,
vor allem der Ernährung, der Umwelt und den
klimatischen Bedingungen beeinflusst …
29. Oktober 2008
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Innovative Massnahmen gegen Burnout
- Einführung B. Brauckmann-
3
Burnout aus der Sicht der TCM und Ayurveda
Æ www.mediqi.ch
Emotionen in der
ayurvedischen und chinesischen
Medizin z. B. in Form von:
•
•
•
•
•
•
•
•
Ängsten und Kopfschmerzen
Æ Helmkraut, Baldrian
Müdigkeit und
Energiemangel
Æ Indischer Spargel,
Ginseng
Stress
Æ Hafer, Taigawurzel
Depressionen
Æ Johanniskraut,
Zitronenmelisse
Seelische Probleme
Æ Rose, Echter Beifuss
Schlaflosigkeit
Æ Hopfen, Passionsblume
Identität, Bewusstsein
Æ Basilikum, Reishi-Pilz
Abnutzung, Verschleiss
Æ Ginkgo, Drachenauge
29. Oktober 2008
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Traditionelle Chinesische Medizin:
Ist der Stress übermässig stark oder hält lange an,
wird die Leber gereizt, „dringt in Milz und Magen ein“ und
stört die Verdauung …
Gestautes Leber- Qi/ Milz-Schwäche/
Disharmonie zwischen Herz & Niere
verursachen
Erinnerungsprobleme, Depression, Nervosität, Schlafstörungen.
Ayurveda:
Marashi Mahesh Yogi:
„Stress ist das, was den vollen Ausdruck
schöpferischer Intelligenz hemmt“
Vata-Beschwerden Æ Schwaches o. übersensibles
Nervensystems
Pitta-Beschwerden Æ Zorn, Reizbarkeit
Kapha-Beschwerden Æ Antriebslosigkeit, Müdigkeit
Innovative Massnahmen gegen Burnout
- Einführung B. Brauckmann-
4
Stressmodell von Lazarus
Stress reduzieren mit:
•Zeitmanagement
(Arbeit in passende Zeitintervalle legen)
•Reizmanagement
(Störreize reduzieren/kanalisieren)
•Erregungsmanagement
(vegetative Reaktion auf Stressoren mindern)
•Belästigungsmanagement
(subjektive Bewertung von Stressoren ändern)
29. Oktober 2008
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In der Sekundärbewertung wird überprüft,
ob es Möglichkeiten zur
Stressbewältigung gibt und ob die
Situation mit den verfügbaren
Ressourcen bewältigt werden kann. Nur
wenn die Ressourcen nicht ausreichend
sind, wird eine Stressreaktion ausgelöst.
Es wird eine Bewältigungsstrategie
entworfen, die abhängig von der
Situation und von der Persönlichkeit und
den kognitiven Strukturen der
betroffenen Person ist.
Mögliche Verhaltensweisen sind z. B. Angriff
oder Flucht, Änderung der Bedingung,
Verleugnung der Situation oder
Verhaltensalternativen.
Innovative Massnahmen gegen Burnout
- Einführung B. Brauckmann-
5
Stufen des Burnouts
Völlige
Erschöpfung „ausgebrannt
Zwang, sich zu beweisen
sein“
Depressionen
Innere
Leere
Mögliche Ursachen für den Burnout:
• Unter- oder Überforderung
& verstärkter Einsatz
• kein oder zu wenig Lob für Leistungen
Allmähliche
Gefühl, „ungerecht behandelt zu werden“
Vernachlässigung •
eigener Bedürfnisse •
Verlust des Gemeinschaftserlebens
• totale seelische Verausgabung
Verdrängung •
Erleben von Kontrollverlust
von Konflikten •
Wertekonflikte
und Wünschen
Verlust des
Gefühls für die
eigene Persönlichkeit
Beobachtbare
Rückzug
Verhaltensänderung
Umdeutung
von Werten
& Verleugnung
aufgetretener
Probleme
(nach Dr. Vinzenz Mansmann)
29. Oktober 2008
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Unterschied zwischen
Burnout und Depression:
• B: meist arbeitsbezogen
• D: durchdringt alle Lebensbereiche
Æ Ein grosser Lottogewinn könnte einem
Burnout-Patienten heraushelfen,
einem klinisch Depressiven nicht
Innovative Massnahmen gegen Burnout
- Einführung B. Brauckmann-
6
3 Experten/innen aus verschiedenen
Fachrichtungen
• Beate Schulze, M.A., Universität Zürich
• beate.schulze@bli.uzh.ch
• www.puk-west.uzh.ch
• Dr. Iris Görtler, Novartis Pharma AG, Basel
• iris.goertler@novartis.com
• Prof. Dr. Reinhard Saller, UniversitätsSpital Zürich
• reinhard.saller@usz.ch
• www.naturheilkunde.unispital.ch
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Burnout
Beispiele für Symptome:
Psychisch:
Niedergeschlagenheit,
Aggressivität, Ängste u. a.
Somatisch:
Müdigkeit, Schlafstörungen,
Herzrasen, Kopf- und
Rückenschmerzen u. a.
Kognitiv:
Selbstzweifel, Resignation,
Enttäuschung u. a.
Verhaltenstypisch:
Impulsivität, Zögern, Konsum
suchtfördernder Substanzen,
sozialer Rückzug u. a.
29. Oktober 2008
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www.
• stressnostress.ch
• stress-info.ch
• swissburmout.ch
• arbeitsmedizin.ch
• puk-west.unizh.ch
Innovative Massnahmen gegen Burnout
- Einführung B. Brauckmann-
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Beate Schulze
Universität Zürich, Forschungsbereich
Klinische und Soziale Psychiatrie
Ihre Spezialgebiete:
Zürcher Empowerment-Programm für
Stressmanagement und BurnoutPrävention; Engagement und Gesundheit
in der globalisierten Arbeitswelt;
öffentliche Wahrnehmung psychischer
Gesundheit
Ihre Stichworte:
Burnout-Modelle; Trainingsprogramme;
Ressourcenmanagement
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Innovative Massnahmen gegen Burnout
- Einführung B. Brauckmann-
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Beate Schulze, M. A.
Studium der Soziologie, Psychologie und Volkswirtschaft an den Universitäten Chemnitz (D)
und Cork (IRL)
Nachdiplomausbildung in „European Politics and Cultures“ an den Universitäten Brüssel (B),
Tilburg (NL), Bilbao (E) und Loughborough (GB)
1996 - 2002 wissenschaftliche Mitarbeit, später Leitung des Forschungsbereichs „Psychiatrie
und Öffentlichkeit“ an der Psychiatrischen Klinik der Universität Leipzig
2002 - 2004 Projektkoordination im EU-Projekt „Migrant-friendly hospitals" am WHOCollaborating Center, Universität Wien
seit März 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Zürich, Forschungsgruppe
Public Mental Health
Aufbau des Forschungsbereichs „Arbeit und Gesundheit“
Leitung des Zürcher Empowerment Programms für Stressmanagement und Burnout
Prävention
Vertretung der Schweiz in der Sektion „Stigma and Mental Disorders“ der World Psychiatric
Association
Beraterin weltweit für den Aufbau von Anti-Stigma Programmen
Initiatorin und Gründungsmitglied des Vereins „Irrsinnig menschlich e.V.“ für
Öffentlichkeitsarbeit in der Psychiatrie
Trainerin für Stressmanagement und Burnout-Prävention
Beratung in Unternehmen für Strategien zu Burnout-Prävention und betrieblichem
Gesundheitsmanagement
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Innovative Massnahmen gegen Burnout
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Betriebliches
Gesundheitsmanagement (BGM)
• bewusste Steuerung und Integration aller betrieblichen
Prozesse mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung der
Gesundheit und des Wohlbefindens der Beschäftigten
• der gestiegene Stellenwert des Faktors
Mitarbeitergesundheit und die Entstehung des BGM lässt
sich vor allem auf drei Entwicklungen zurückführen:
– den erweiterten Arbeits- und Gesundheitsschutz
– den Bedeutungszuwachs von Suchtprävention und
Gesundheitsförderung in Betrieben und Verwaltungen
– die Durchsetzung neuer Managementstrategien, z.B. des
Qualitätsmanagements und Human-Resource-Managements
-> u. a. Ernährung und Bewegung gegen Stress
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Iris Görtler
Novartis Pharma AG, Basel
Ihre Spezialgebiete: Arbeitsmedizin,
Gesundheitsförderung
Ihre Stichworte:
Strategien des betrieblichen
Gesundheitsmanagements zum
Erhalt nachhaltiger Leistungsfähigkeit: Ernährung, Bewegung,
Erholung, Mindset, Leadership,
Arbeitsumgebung und
Arbeitskultur
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Dr. med. Dr. oec. troph. Iris Görtler
1983 - 1988 Studium und Diplom in Ernährungswissenschaften, Universität Giessen
1992
Doktorat in Ernährungswissenschaft, Department Pediatrie
der Universität Freiburg
1991 - 1998 Studium und Staatsexamen der Humanmedizin, Universität Freiburg
1996
Doktorat in der Medizin, Department Dermatologie, Uni Freiburg
1992 - 1997 Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Pharmacia und Upjohn, Freiburg
1998 - 2005 Mitarbeit in verschiedenen Kliniken und Praxen
2005
Facharzt für Allgemeinmedizin
2006
FMH Arbeitsmedizin
2002 - 2007 Leitung Arbeitsmedizinische Praxis innerhalb des
neu entstehenden Novartis-Campus
Seit 2008 Medical Doctor von Novartis Basel Operations:
verantwortlich für das Management “Arbeitsmedizin und Gesundheit”
der Beschäftigten Novartis Rheintalwerke
29. Oktober 2008
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Innovative Massnahmen gegen Burnout
- Einführung B. Brauckmann-
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Komplementärmedizin - Naturheilkunde
• Komplementärmedizin
heterogene Vielfalt medizinischer Richtungen
mit therapeutischen und diagnostischen
Methoden sowie einzelnen Verfahren
• Traditionelle Europäische Naturheilkunde
Lehre von der Vorbeugung und Behandlung von
Krankheiten unter Verwendung von Mitteln
(„Naturheilmittel“), die der Natur
entstammen oder weitgehend naturbelassen
bzw. der Natur nachempfunden oder der
Natur des Menschen angemessen sind
• Phytotherapie
Methode zur Vorbeugung und Behandlung von
Krankheiten durch Pflanzen und deren
Zubereitungen
Phytopharmaka Æ Mehr-/Vielstoffgemische
(nach Reinhard Saller, Jörg Melzer)
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Reinhard Saller
Institut für Naturheilkunde am
UniversitätsSpital Zürich
Seine Spezialgebiete:
Arznei- und Heilmittel aus
Pflanzen; Phytotherapie;
alltagsnahe evidenzbasierte
Komplementärmedizin und
Phytotherapie
Seine Stichworte:
Vielstoffgemische in der Therapie;
Phytotherapie und andere
„Besondere Therapierichtungen“
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Prof. Dr. med. Reinhard Saller
Medizinstudium, Ausbildung Innere Medizin und Naturheilkunde
Seit 1994 Inhaber des Lehrstuhls für Naturheilkunde an der Universität Zürich
und Leiter der Abteilung Naturheilkunde im Departement für Innere Medizin,
UniversitätsSpital Zürich
2000 - 2004 stellvertretender Vorsitzender „Institut zur
Arzneimittelverschreibung in der gesetzlichen Krankenversicherung“
(Bundesministerium für Gesundheit, Berlin) mit dem Schwerpunkt
Phytotherapie und andere „Besondere Therapierichtungen“
seit 2005 Direktor des Instituts für Naturheilkunde am UniversitätsSpital Zürich
mit entsprechenden Aufgaben in Forschung, Lehre und Patientenversorgung
Präsident des Fachbeirates des Erfahrungsmedizinischen Registers (EMR) in der
Schweiz (Qualitätssicherung und Evaluation vor allem der nichtärztlichen
Naturheilkunde und Komplementärmedizin)
Vorstandsmitglied der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft für
Phytotherapie (SMGP)
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