close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Lernen, wie es in den Rhythmus passt - die Fleckenbühler

EinbettenHerunterladen
Mittwoch, 22. September 2010
Meldungen
Telefonberatung
anlässlich des
Lungentags
Marburg. Wie steht’s eigentlich um Ihre Luft? Diese Frage stellt die DAK und bietet anlässlich des Deutschen Lungentags allen Marburgern eine Woche lang Informationen am Telefon. „Jetzt im Herbst ist es sicherlich normal, dass ein Infekt
auf die Bronchien geht. Wem allerdings schon bei kleinsten Anstrengungen die Luft wegbleibt,
der sollte dies als Alarmzeichen
sehen“, sagt Sabine Weinreich
von der DAK Marburg. Vor allem
Raucher haben nach DAK-Angaben ein hohes Risiko, an der
chronischen Lungenerkrankung
COPD zu erkranken. „Kaum einer kennt diese Krankheit, obwohl sie sehr verbreitet ist. Sie
ist häufiger als Asthma, Lungenentzündung und Lungenkrebs
zusammengenommen“, erklärt
Weinreich. Werde die Diagnose
rechtzeitig erstellt, kann COPD
aber gut behandelt werden. Fragen rund um das Thema COPD
– aber auch zu Asthma und anderen
Atemwegserkrankungen beantworten Mediziner der
DAK aus Anlass des Deutschen
Lungen-Tages vom 27. September bis 1. Oktober (Montag bis
Freitag) am Telefon. Zwischen 8
und 20 Uhr stehen die Experten
allen Interessierten unter der
Rufnummer 0180 – 1 000 743
zur Verfügung (3,9 ct./Min aus
dem Festnetz der Telekom).
Tischler und
Schreiner führen
durch Betriebe
Marburg.
Tischlerund
Schreinerbetriebe werden am
kommenden Wochenende ihre Pforten öffnen und Rede und
Antwort stehen – Anlass für diese Aktion ist der Tag des Tischlerhandwerks. Interessante Einblicke in heutige Fertigungsweisen werden ebenso gegeben wie
ein Überblick über die umfangreiche Leistungs- und Produktpalette. Diese Aktion findet auf
Initiative des Fachverbandes
Leben Raum Gestaltung Hessen
in fast allen Landkreisen statt.
Überall werden Tischlerbetriebe
und ihre Innungen den kleinen
wie auch den großen Besuchern
ein abwechslungsreiches Programm zum Schauen, Anfassen,
Reden und Mitmachen anbieten. In Weimar beteiligt sich die
Tischlerei Bruder an der Aktion. Am Sonntag wird das Unternehmen, Bahnhofsweg 25, von
11 bis 18 Uhr den Besuchern einen Einblick in das Handwerk
geben.
Neue Ausgabe der
Kooperationsbörse
liegt wieder aus
wirtschaft
Oberhessische Presse
Lernen, wie es in den Rhythmus passt
Der „Fleckenbühler Weg“ ist eine anerkannte berufliche Qualifizierung für Suchtkranke
Die Suchthilfeeinrichtung
Hof Fleckenbühl in Schönstadt hat einen neuen
Weg der beruflichen Qualifizierung und Ausbildung geschaffen: Der Fleckenbühler Weg soll
Suchtkranken nachhaltig
ins Berufsleben helfen.
Hintergrund
von Katharina Kaufmann
Schönstadt. Patricia Paßmann
und Adriane Degelmann sind
stolz. Auf sich und auf ihre Leistung. Beide Frauen waren drogen- beziehungsweise alkoholabhängig, sind seit mehr als vier
Jahren auf Hof Fleckenbühl und
haben nun innerhalb von zweieinhalb Jahren eine Ausbildung
zur Bürokauffrau abgeschlossen – mithilfe des Fleckenbühler Wegs.
„Der Fleckenbühler Weg ist eine berufliche Qualifizierung,
die sich speziell an den Bedürfnissen von Suchtkranken orientiert“, berichtet Hermann
Schleicher, Geschäftsführer des
Hofs Fleckenbühl in Schönstadt. Denn viele der Fleckenbühler seien einer regulären
Ausbildung nicht gewachsen.
„Es gab häufig Schwierigkeiten,
weil unsere Bewohner, wenn sie
eine Ausbildung machten in unseren Betrieben arbeiteten und
auf eine normale Berufsschule gingen“, erklärt Schleicher.
In der Berufsschule seien viele
aber rückfällig geworden. „Deshalb haben wir uns entschlossen, einen eigenen Weg zu finden und der ist nun auch anerkannt durch die Industrieund Handelskammer sowie die
Handwerkskammer“, freut sich
Patricia Paßmann (links) und Adriane Degelmann haben als Erste eine Ausbildung zur Bürokauffrau auf dem Fleckenbühler Weg abgeschlossen.
Foto: Katharina Kaufmann
der Geschäftsführer.
Adriane Degelmann und Patricia Paßmann sind die ersten
beiden Fleckenbühler, die eine
Berufsausbildung auf dem Fleckenbühler Weg absolvierten.
Die Fleckenbühler Ausbildung
läuft ab wie eine normale Ausbildung. „Der Unterschied ist
nur, dass alles bei uns vor Ort
stattfindet“, berichtet Marcus
Heil, der in Fleckenbühl für die
Öffentlichkeitsarbeit zuständig
ist. Die Auszubildenden absolvieren Module, die jeweils mit
einer Prüfung enden. „Haben
sie alle 12 bis 15 Module bestanden, können sie sich zur normalen Abschlussprüfung vor
der Kammer anmelden wie andere Auszubildende auch“, er-
gänzt Schleicher. Vorteil dabei
sei, dass die Auszubildenden ihren Stoff zeitunabhängig lernen
können. „Das heißt, der Teilnehmer kann selbst entscheiden, wie viel er lernt, wie viel er
sich zumutet“, so der Geschäftsführer.
Weiterer Vorteil sei, dass sollte
ein Fleckenbühler den Hof verlassen und seine Ausbildung extern fortsetzen wollen, die Module anerkannt würden und
nicht komplett von vorne begonnen werden müsse.
Adriane Degelmann ist froh,
dass diese neue Form der Ausbildung ihr neue Perspektiven
auf dem Arbeitsmarkt bietet:
„Ich bin gelernte Bauzeichnerin, aber in diesem Beruf hät-
te ich keine Chance mehr, weil
ich schon längere Zeit draußen
bin“, erläutert die 34-Jährige.
Nun hat sie sich mit der Ausbildung zur Bürokauffrau völlig
neu ausgerichtet.
Und Patricia Paßmann hat es
ihr gleich getan. Die 31-Jährige
brach ihre Ausbildung zur Krankenschwester wegen der Suchterkrankung vor Jahren ab. „Jetzt
kann ich etwas vorweisen“, sagt
sie stolz.
„Diejenigen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen, die
schaffen es meist auch nüchtern zu bleiben“, weiß Hermann
Schleicher: „Deshalb ist die Ausbildung in der Rehabilitation so
wichtig und praktisch lebensentscheidend.“
KontaKt
Katharina Kaufmann
0 64 21/409-344
Franz-Tuczek-Weg 1
35039 Marburg
E-Mail: wirtschaft@op-marburg.de
Fax: 0 64 21/409-302
Menschen mit Abhängigkeitsproblematik kommen über
die klassischen Wege der Berufsausbildung nur selten zu
einer qualifizierten Ausbildung. Doch ohne berufliche
Qualifikationen ist eine Erwerbstätigkeit nicht nachhaltig möglich.
Der Fleckenbühler Weg
schlägt daher eine neue Richtung ein, der den Voraussetzungen der Zielgruppe angemessen ist und ihre Erfolgschancen auf dem Arbeitsmarkt
entscheidend
verbessert. Die in die Bildungsmaßnahme eingebetteten Qualifizierungsbausteine werden eingesetzt, um jedem Einzelnen je nach Kenntnis- und Entwicklungsstand
ein aufeinander aufbauendes
System der beruflichen Qualifizierung zu bieten.
In fünf Berufsfeldern können derzeit Qualifizierungen erlangt werden: Bürokaufmann / -frau, Koch / Köchin,
Einzelhandelskaufmann /-frau, Verkäufer / Verkäuferin, Bäcker / Bäckerin,
Fachkraft für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice. Jeder Ausbildungsberuf umfasst
12 bis 15 Bausteine, die jeweils
mit einer Prüfung enden. Sind
alle Module bestanden, kann
die reguläre Abschlussprüfung des Berufes vor der Kammer abgelegt werden. Wer den
Hof Fleckenbühl in Schönstadt vorzeitig verlässt, kann
seine Ausbildung mittels der
Bausteine, die von den Kammern anerkannt sind, extern
fortsetzen.
Hommage auf die Gäste
Neu eröffnetes Café soll reiferes Klientel ansprechen
von Sofia Banzhoff
Marburg. Das Café und die
Bar „Hommage“ wurden am
Freitagabend in der Frankfurter Straße 14a von Daniel Krombach und Jan Paul Birkenstock
eröffnet. Das kleine Café sei vor
allem auf Wunsch der Anwohner
entstanden. Nach der Schlie-
ßung des „Hirschs“ habe es kein
Stammlokal mehr für die direkten Bewohner des Viertels gegeben, erklärt Daniel Krombach.
Klagen verboten – Handeln erwünscht. Die Idee für das Hommage war geboren. Durch die
überschaubare Größe wirkt das
Café sehr gemütlich.„Wir haben
hier eine für Marburg eher un-
typische Gäste-Mischung, nicht
unbedingt nur Studenten, sondern auch reiferes Klientel,“ so
Krombach. Daher haben die Betreiber mit dem renommierten
Marburger Sommelier Pietro
D’Alto eine erlesene Weinkarte
zusammengestellt. Kuchen und
kleine Bistrospeisen gehören
auch zum Angebot.
Daniel Krombach und Jan Paul Birkenstock (links).
Schlemmerabend mit den Profis der Küche
300 Gäste bei Küchenparty im Vila Vita Rosenpark · Trüffelpapst und Sternekoch zeigten ihr Können
Zum siebten Mal begeisterten Sterneköche bei
Marburg. Im Servicezentrum der Küchenparty im Vila
Marburg der Industrie- und Vita Rosenpark.
Handelskammer Kassel, liegt
eine neue Ausgabe der Kooperationsbörse der Industrie- und
Handelskammern im IHK Servicezentrum Marburg der IHK
Kassel vor. Sie enthält eine Vielzahl von Angeboten und Nachfragegesuchen. Interessenten
können kostenlos auch eigene
Anfragen oder Gesuche in der
Kooperationsbörse der Industrie- und Handelskammern veröffentlichen. Auskünfte erteilt
das Servicezentrum Marburg,
Tel.: 06421 96540.
I25
Heiko Krause
Marburg. Michael Hamann,
Vorsitzender der Geschäftsführung, versprach den fast 300
Gästen nicht zu Unrecht einen unvergesslichen kulinarischen Abend. Acht Meister ihres Fachs sorgten in den Küchen
für hohen Gaumengenuss. Der
Schwerpunkt der Veranstaltung
sei in diesem Jahr wieder etwas
internationaler, kündigte Hamann an.
Es ist immer etwas Besonderes, den Meistern in der Küche
über die Schulter schauen zu
können, schließlich ist dies ein
Ort, der normalerweise für die
Genießer im Verborgenen liegt.
Aber auch den Köchen war der
Spaß des direkten Kontakts anzusehen. Vor allem die Vorspeisen waren begehrt. Bei Hans
Neuner, der in Portugal kocht,
gab es als warme Vorspeise Rotbarbe. Der Syrer und Wahlhamburger Hanna Saliba hatte ori-
Sternekoch Hans Neuner (rechts) bereitet mit einem Mitarbeiter seine Rotbarbe zum Servieren vor.
Tempo ist angesagt. 300 Gäste warten.
Foto: Heiko Krause
entalische Vorspeisen aus 1001
Nacht zubereitet. Der als „Trüffelpapst“ vorgestellte Ralf Bos
aus Meerbusch servierte Spa-
getthini aus dem Parmesanlaib
mit den Edelpilzen.
Für die zweite Zwischenmahlzeit sorgte der Meckenheimer
Kai Siebenlist mit gebratener
Entenstopfleber mit Selleriepüree. Bevor es an die Hauptgänge
ging, standen noch zwei Fisch-
gänge auf dem Programm. Alfred Urthel aus Friedrichskoog
begeisterte die Gäste mit Nordseekabeljau in Krabbenrahm.
Und auch der Bretonische Seeteufel des Trierer Sternekochs
Wolfgang Becker begeisterte.
Den Abschluss des Menus
machten
Schwarzfederhuhn
aus dem Smoker von Alan Ogden aus Frankfurt, das dieser
im Kerzenschein auf der Terrasse bereitete, sowie geschmortes Short Rib vom US Beef, das
der einzige Marburger Sternekoch Bernd Siener, Chefkoch
der „Bel Etage“, in seiner Küche
kredenzte.
Und da zu einem guten Essen
auch ein guter Tropfen Wein gehört, waren Topwinzer anwesend, um ihre besten Tropfen
vorzustellen. Den Abschluss bildete das von Ulrich Timbert,
Konditormeister im Rosenparkcafé, zubereitete Dessert aus
Variationen von Weinbergpfirsich. Im Atrium wurden zudem
noch zahlreiche weitere Spezialitäten für jeden Geschmack gereicht: Von Edelbränden über
Cocktails, von Käse bis zu deftigen Wurst gab es alles, was das
Schlemmerherz begehrt.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
5
Dateigröße
548 KB
Tags
1/--Seiten
melden