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1 Gott ist nicht unfehlbar – Wie Gott aus eigenen Fehlern lernt - ekhg

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Gott ist nicht unfehlbar – Wie Gott aus eigenen Fehlern lernt
1.Mose 1 (LUT)
Die Schöpfung
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde… 31 Und Gott sah an alles, was er gemacht
hatte, und siehe, es war sehr gut.
1.Mose 6 (LUT)
Ankündigung der Sintflut
5 Als aber der HERR sah, dass der Menschen Bosheit groß war auf Erden und alles
Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, 6 da reute es ihn, dass er die
Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen 7 und er
sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom
Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter
dem Himmel; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe.
Jesaja 45 (LUT)
6 Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, 7 der ich das Licht mache und schaffe
die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies
alles tut.
Amos 3 (LUT)
3 Können etwa zwei miteinander wandern, sie seien denn einig untereinander? 4 Brüllt etwa
ein Löwe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreit etwa ein junger Löwe aus seiner Höhle,
er habe denn etwas gefangen? 5 Fällt etwa ein Vogel zur Erde, wenn kein Fangnetz da ist?
Oder springt eine Falle auf von der Erde, sie habe denn etwas gefangen? 6 Bläst man etwa die
Posaune in einer Stadt und das Volk entsetzt sich nicht? Ist etwa ein Unglück in der Stadt,
das der HERR nicht tut?
Matthäus 15 (LUT)
22 Und siehe, eine kanaanäische Frau kam aus diesem Gebiet und schrie: Ach Herr, du Sohn
Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird von einem bösen Geist übel geplagt. 23 Und
er antwortete ihr kein Wort. Da traten seine Jünger zu ihm, baten ihn und sprachen: Lass
sie doch gehen1, denn sie schreit uns nach. 24 Er antwortete aber und sprach: Ich bin nur
gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 25 Sie aber kam und fiel vor ihm
nieder und sprach: Herr, hilf mir! 26 Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht recht, dass
man den Kindern ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde. 27 Sie sprach: Ja, Herr;
aber doch fressen die Hunde von den Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen. 28 Da
antwortete Jesus und sprach zu ihr: Frau, dein Glaube ist groß. Dir geschehe, wie du
willst! Und ihre Tochter wurde gesund zu derselben Stunde.
Johann Sebastian Bach : Was Gott tut, das ist wohlgetan, BWV 100
Was Gott tut, das ist wohlgetan,
Es bleibt gerecht sein Wille;
Wie er fängt meine Sachen an,
Will ich ihm halten stille.
Er ist mein Gott,
Der in der Not
Mich wohl weiß zu erhalten;
Drum lass ich ihn nur walten.
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Am Tag vor seinem Tod 1968 meinte Karl Barth in einem Gespräch mit einem Freund: "Ja,
die Weltlage ist dunkel". Aber er fügte hinzu: "Nur ja die Ohren nicht hängen lassen! Nie!
Denn es wird regiert, nicht in Moskau oder in Washington oder in Peking, sondern es wird
regiert, und zwar hier auf Erden, aber ganz von oben, vom Himmel her. Gott sitzt im
Regimente. Darum fürchte ich mich nicht".
„Das ausweglose und sinnlose Leiden ohnmächtiger Kinder“ - so Jürgen Moltmann in
einer Bezugnahme auf den Bericht von der Erschießung jüdischer Kinder in einer ukrainischen
Stadt im Jahr 1941 - „lässt Menschen sowohl nach Gott schreien wie an Gott
verzweifeln…
Wo war der Gott Israels, als seine Kinder in ‚die Grube‘ geworfen wurden? Wo war
der Gott der Christen, als Menschen aus dem Christentum zu solchen grausamen
Unmenschen wurden ... Kann man nach Auschwitz noch an einen allmächtigen,
gütigen Gott im Himmel glauben? ... Wie kann Gott das zulassen, wenn er gerecht
ist? ...
Man kann die Frage in dieser Welt nicht beantworten, aber man kann sie auch nicht
aufgeben. Man muss in und mit dieser Frage wie mit einer offenen Wunde seines
Lebens existieren.“ (Moltmann,J. Gott im Projekt der modernen Welt. Beiträge zur
öffentlichen Relevanz der Theologie. Gütersloh 1997, 157).
Bedeutet Gott mit dem Schmerz der Kreatur zusammenzudenken, Gott selbst als
leidend zu denken, als einen "Gott im Leiden", einen leidensfähigen und
leidenschaftlichen Gott? (vgl. J. Moltmann).
Dorothee Sölle schreibt in: „Gott denken“, Stuttgart 1990, S. 246: „Verdinglichte
Transzendenz stellt den Gott dar, der nichts anderes kann als ein Supermann, der also
unabhängig, unberührbar und machtvoll agiert… Dieser Gott ist tatsächlich nicht mehr als ein
Traum einer von Männern beherrschten Kultur.“ – „Gerade die Überwindung solcher
verdinglichter Transzendenz wäre Aufgabe einer befreienden Theologie.“
Theodizee (aus Wikipedia)
Die Theodizee (frz. théodicée), von theos (griech. Gott) diké (griech. Gerechtigkeit) ist ein
klassisches theologisches Problem, das die Frage behandelt, wie die Allmacht, Allgüte und
Allwissenheit Gottes mit der Existenz des Bösen in der Welt vereinbar sei. Das
Problem wird schon im Alten Testament im Buch Ijob bedacht.
Der Begriff selbst geht auf den Philosophen Gottfried Wilhelm Leibniz zurück, der 1710
in seinem Werk „Essais de Théodicée sur la bonté de Dieu, la liberté de l'homme et l'origine
du mal“ nachzuweisen versuchte, dass diese Welt "die beste aller möglichen Welten"
sei und deshalb die Existenz des Bösen in der Welt nicht der Güte Gottes
widerspreche.
In klassischer Weise wurde das Problem bereits durch den griechischen Philosophen Epikur
(341-270 v. Chr) formuliert (überliefert durch den Kirchenschriftsteller Lactantius):
Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nicht:
dann ist Gott schwach, was auf ihn nicht zutrifft,
oder er kann es und will es nicht:
dann ist Gott missgünstig, was ihm fremd ist,
oder er will es nicht und kann es nicht:
dann ist er schwach und missgünstig zugleich, also nicht Gott,
oder er will es und kann es, was allein für Gott ziemt:
Woher kommen dann die Übel und warum nimmt er sie nicht hinweg?
Hinterfragt die Theodizee wirklich das Wesen Gottes – oder lediglich die Vorstellung, die wir
Menschen uns von Gott machen (unser „Gottesbild“)?
„Was tun Sie“, wurde Herr K. gefragt, „wenn Sie einen Menschen lieben?“ „Ich mache
mir einen Entwurf von ihm“, sagte Herr K., und sorge, dass er ihm ähnlich wird.“ „Wer?
Der Entwurf?“ „Nein“, sagte Herr K., „Der Mensch.“
(Bertolt Brecht in: „Geschichten vom Herrn Keuner“, Frankfurt 1977, S. 33)
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Seele and Geist
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