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Der erste Satz in unserer Gemeindevision – wie Ihr ihn z.B. auf

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Predigt 1. Mai 2006
Markus Lennhoff
Anskar-Kirche, Projektgruppe Dortmund
Der er s te S atz in uns er er Gemeindevis ion – wie I hr ihn z.B . auf uns er er
I nter net- S eite findet – lautet:
„ W i r w ol l en vi el e Men s ch en i n D or t m u n d u n d U m gebu n g von Jes u s
Ch r i s t u s begei s t er n u n d m i t i h n en z u s am m en al s Gem ei n de l eben .“
B egeis ter n von Jes us k önnen wir natür lich nur , wenn wir s elbs t begeis ter t
von Jes us s ind. Und wenn wir der Über zeugung s ind, das s Jes us auch die
ander en begeis ter n wir d, wenn s ie ihn in ihr Leben einladen. Und wenn wir
dann Gemeinde als eine Gemeins chaft er leben, die uns im Glauben hilft
und nicht – wie es leider viel zu oft ges chehen is t – die B egeis ter ung
r aubt. I ch l ade E u ch ei n , das s I h r E u ch m i t u n s au f den W eg m ach t .
An dies en S onntagnachmittagen möchte ich mit Euch die B egei s t er u n g
von Jes u s n eu w ecken oder ver s t är ken . I ch möchte j eweils eine S eite
Jes u betonen, die ein ander es Gr undbedür fnis aller Mens chen ans pr icht.
Alle Mens chen – s o s agen uns die Ps ychologen – haben bes timmte
Gr u n dbedü r f n i s s e. Wenn dies e ges tillt s ind, s ind wir glücklich.
Dies e B edür fnis s e k ann man in ver s chiedene E ben en einteilen, wie bei
einer Pyr amide. Auf der unter s ten E bene befinden s ich die elementar s ten
B edür fnis s e wie E s s en, T r inken, Wohnen, K leidung u.s .w.. Dar über
befinden s ich höher e B edür fnis - Ebenen, die dann in den B lick k ommen,
wenn die dar unter ges tillt s ind.
I m Allgemeinen wer den folgende Gr u n dbedü r f n i s s e genannt, die I hr
s icher mehr oder weniger auch bei Euch findet, wenn I hr ein wenig in
Euch hinein hör t. I ch habe s ie einmal in 7 Ober punkte gefas s t:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
das B edür fnis nach Annahme und Fr eunds chaft,
das nach S icher heit und Ver s or gung,
das nach Hilfe in Not, Ver gebung und Fr eiheit,
das nach inner er Er füllung und Glück,
auch das nach einer Autor ität über uns , nach Hingabe, nach Wer ten
nach einem S inn im Leben, einer s pezielle Aufgabe und Aner kennung
das B edür fnis nach K r aft, Vollmacht, Fr eude und Er kenntnis
Das s pannende is t, das s Got t uns alle mit dies en B edür fnis s en ges chaffen
hat. Er hat s ie in uns er Her z gegeben. Alle Mens chen s uchen danach in
ihr em Leben – bewus s t oder unbewus s t, mit Ents chiedenheit oder ganz im
S tillen. Das haben alle Mens chen – Chr is ten wie Nichtchr is ten –
gemeins am. Gott möchte s ie alle s tillen. Denn wenn uns er Glaube den
Mens chen keine Antwor ten für ihr e F r agen und B edür fnis s e bieten wür de,
wär e er s chon lange aus ges tor ben. U n d w en n er D i ch n i ch t l an gf r is t ig
gl ü ckl i ch m ach t , i s t er kr an k, ver kü m m er t u n d Men s ch en w er k.
Viele Nichtchr is ten – und leider auch viel zu viele Chr is ten – s uchen aber
an der fals chen S telle nach Lös ungen. Gott hat uns auf Jes u s hin
ges chaffen, s agt die Bibel. Jes us is t Gottes Antwor t für uns er e B edür fnis s e. Wer das begr iffen hat – nicht nur an der Ober fläche im K opf, s onder n
tief im I nner en, s einen Wüns chen und T r äumen, wo uns er e inner e S ehns ucht ges tillt wir d - , der is t von Jes us begeis ter t, glücklich, voller Fr eude.
T hemenr eihe „B egeis ter t von Jes us “, T hema 1: Jes us uns er bes ter F r eund, S eite 1
Predigt 1. Mai 2006
Markus Lennhoff
Anskar-Kirche, Projektgruppe Dortmund
Heute geht es um den er s ten der s ieben T eile. E s geh t u m das
Gr u n dbedü r f n i s n ach An n ah m e u n d F r eu n ds ch af t .
D er T ei l h ei ß t : Jes u s – u n s er bes t er F r eu n d
1. War um wir Fr eunds chaft br auchen
Was macht einen wir klich guten Fr eund oder eine F r eundin aus ? Was
s chätzt I hr am meis ten an E ur em bes ten Fr eund oder Eur er bes ten
F r eundin? B i t t e r u f t es ei n f ach s o h in ei n . ….
Ein gu t er F r eu n d (ents pr echend eine F r eundin, was ich j etzt immer mit
meine, wenn ich davon r ede) nimmt einen s o, wie man is t. Man br aucht
keine Mas k en tr agen, k ann es s ich leis ten ehr lich zu s ein – zu s ich s elbs t
und dem oder der ander en. Er inter es s ier t s ich für das , was ich wir klich
bin, nicht für das B ild, das ich vielleicht mir s elbs t oder ander en
gegenüber aufgebaut habe.
Mit einem F r eund kann ich gu t u n d of f en r eden . Mit ihm k ann ich über
meine F r agen, Ängs te und T r äume r eden. Er hör t mir zu, wenn ich es
br auche und gibt nicht immer gleich gute Rats chläge oder s einen S enf zu
allem hinz u. F r eunde r eden mit dem ander en von der gleichen Ebene aus ,
nicht von oben her ab. Er hör t s ich meine Meinung an, fällt mir nicht gleich
ins Wor t, weil er glaubt alles bes s er zu wis s en. Er s agt mir aber auch offen
s eine Meinung – bei ihm las s en wir uns das auch gefallen, weil wir wis s en,
das s er uns s chätzt.
Ein guter Fr eund h äl t z u m i r , n i m m t m i ch an – auch wenn ich in
S chwier igkeiten s tecke, mich ander s ver halten habe als er es getan hätte
in einer S ituation. E r will nicht von mir pr ofitier en, s onder n mir etwas geben. Er er tr ägt meine Launen, S timmungen, S chwächen und Mar otten. Er
hält zu mir , auch wenn ander e s ich längs t abgewandt haben. Nicht ums ons t s agt man, das s man er s t in der Not s eine wahr en Fr eunde er kennt.
Die Z eit, die ich mit einem F r eund ver br inge, is t meis tens n i ch t an s t r en gen d, s onder n ver geht wie im Flug – auch wenn einmal gar nichts
ger edet wir d, s onder n wenn man nur etwas zus ammen macht oder
zus ammen is t. Mit dem bes ten Fr eund kann ich lachen, Uns inn machen,
ver r ückte Dinge denken und tun. Mit ihm möchte ich feier n oder Ur laub
machen, weil er nicht s tr es s ig is t, ich mich in s einer Nähe ents pannen
kann und es einfach S paß zus ammen macht - und vieles , vieles mehr .
K ein Wunder , das s wir F r eunds chaft br auchen! Wir br auchen an der e
Men s ch en , die uns annehmen wie wir s ind und eine Fr eunds chaft mit uns
aufbauen. Aber wir br auchen noch dr ingender s o eine f r eu n ds ch af t l i ch e
B ez i eh u n g m i t Jes u s , der uns s o ein F r eund s ein k ann und will wie kein
Mens ch. Leider er leben nur w en i ge Ch r i s t en dies e Fr eunds chaft, weil s ie
s ich nicht für gut genug halten, Jes u leis e S timme nicht hör en in den täglichen Her aus for der ungen oder Jes us nicht genug kennen und ver tr auen.
D es h al b m öch t e i ch j et z t ei n i ge B i bel s t el l en m i t E u ch du r ch geh en .
T hemenr eihe „B egeis ter t von Jes us “, T hema 1: Jes us uns er bes ter F r eund, S eite 2
Predigt 1. Mai 2006
Markus Lennhoff
Anskar-Kirche, Projektgruppe Dortmund
2. War um wir Jes us als bes ten Fr eund br auchen
I ch weiß j etzt nicht genau, was die Pr edigt bis her bei Euch au s gel ös t hat
– volle Z us timmung oder leis e S keps is , ob man wir klich s o eine intens ive
F r eunds chaft mit Jes us er leben kann. Oder – noch s chlimmer für mich,
weil das das letzte wär e, was ich wollte – S chuldgefühle, wenn I hr das
nicht die meis te Z eit über er lebt habt.
Dar um wollen wir noch ein wenig zus ammen in die B i bel s chauen, einige
S tellen s owohl im Alten wie im Neuen T es tament, die zeigen s ollen, das s
Gott wir klich eine tiefe F r eunds chaft mit uns möchte und s ie uns in s einer
Gnade auch s chenken wir d, egal wie viel davon wir bis her er lebt haben.
Z uer s t wollen wir einige Per s onen aus dem Alten T es tament ans ehen:
Jak . 2,23: Abr aham aber ver tr aute Gott … und er wur de „F r eund Gottes “ genannt.
Abr ah am qualifiz ier te s ich nicht dafür dur ch fehler los es Ver halten – das
wis s t I hr wahr s cheinlich - , s onder n ver tr aute, glaubte Gott. Ver tr auen
wächs t aus einer Beziehung, in der man den ander en mehr und mehr ,
tiefer und tiefer kennen ler nt und als ver tr auens wür dig er kennt.
2. Mos e 33,11: Und der HERR r edete mit Mos e von Anges icht z u Anges icht, wie ein Mann
mit s einem Fr eund r edet.
Auch Mos e hatte s ich nicht dur ch Fehler los igkeit pr ofilier t. Er war s ogar
zum Mör der gewor den. Dennoch r edete Gott der Her r zu ihm in der
S tifts hütte „wie ein Mann mit s einem F r eund r edet“. Wie r edet ein Mann
mit s einem F r eund? Er infor mier t ihn nicht nur über s eine Ents cheidungen,
s onder n will s eine Z us timmung dazu. Er will s eine Meinung dazu hör en,
s ein Her z er r eichen, nicht nur s einen K opf.
D avi d war ein ander er F r eund Gottes (auch er war ein Mör der und Ehebr echer ). Er k annte Gott bes s er als fas t alle im Alten T es tament, was man
ins bes onder e an den Ps almen s ehen kann. Er is t mir immer ein Vor bild,
wie er s eine B eziehung zu Gott lebte. Er r edete s o offen mit dem Her r n
wie wohl kein ander er Mens ch. Und er liebte Gott aus ganzem Her zen. E r
is t wohl auch das bes te Vor bild für Fr eunds chaft in s einer engen
F r eunds chaft mit Jonathan. Las s t uns hör en, was er s agt:
Ps . 25,14: Der Her r z ieht ins Ver tr auen, die ihn für chten (wör tl.: ver tr aute B es pr echung) .
Vielleicht s agt I hr j etzt: das war en E i n z el f äl l e. Das gilt doch nicht für
mich. Aber gucken wir ins Neue T es tament, da finden wir es aus dr ücklich
auch für uns . I n Johannes 15 s agt Jes us zu s einen Jü n ger n – die im NT
s t el l ver t r et en d f ür di e gan z e Gem ei n de s tehen, nicht nur eine kleine
pr ivilegier te Z ahl von Mens chen dar s tellen, die Jes u enge F r eunds chaft
genos s en (auch s ie war en nicht per fekt, s ogar Judas gehör te dazu):
Joh. 15, 14+ 15: Gr ößer e L iebe hat niemand als die, das s er s ein L eben hingibt für s eine
Fr eunde… I ch nenne euch nicht mehr S k laven, … [s onder n] F r eunde.
T hemenr eihe „B egeis ter t von Jes us “, T hema 1: Jes us uns er bes ter F r eund, S eite 3
Predigt 1. Mai 2006
Markus Lennhoff
Anskar-Kirche, Projektgruppe Dortmund
I s t Jes us nur für s eine Jünger ges tor ben? Nein, er s tar b für al l e s eine
F r eunde, für alle, die an ihn glauben wür den, für alle, die nicht an ihn
glaubten, er war s ogar der Fr eund der Z öllner und S ünder und s chämte
s ich nicht einmal dafür , weil es die Wahr heit war und er s ich nicht
s cheute, mit uns Mens chen in einem Atemzug genannt zu wer den.
E r s ch äm t s i ch n i ch t D ei n u n d m ei n F r eu n d gen an n t z u w er den .
Niemand hat gr ößer e Liebe als der , der s ein Leben hingibt für s eine
F r eunde. Jes u s i s t der bes t e F r eu n d, den m an s i ch w ü n s ch en kan n .
S ch l i eß l i ch s t eh t i n P h i l .2 , 1 3 f ol gen des : Denn Gott is t es , der in Euch wir kt
s owohl das Wollen als auch das Wir k en (oder : über eur en guten Willen hinaus ).
I ch hoffe Du k anns t j etzt glauben, das s Jes us wir klich eine intens ive
F r eunds chaft ger ade mit D i r will und Du s ie des halb auch er leben wir s t.
Das s er mit D i r r eden möchte, Z eit mit D i r ver br ingen möchte, D ei n
bes ter Fr eund s ein will, nicht nur Dein Her r und Du s ein S k lave. Er möchte
Dein H er z , nicht nur Deinen Gehor s am, er möchte lachen mit Dir , tr äumen, ents pannen mit Dir . Er möchte Anteil an Deinem gan z en Leben in
guten und in s chlechten Momenten. E r möchte den ganzen Müll wegnehmen und Dir einen fr eien und offenen Z ugang zu s einem Her zen geben.
3. Hilfen für die Fr eunds chaft mit Jes us
Enden möchte ich mit einigen kleinen Hilfen, wenn I hr s ie noch br aucht:
-
Rede mit ihm wie mit einem Fr eund, nicht wie mit dem B undes pr äs identen!
-
Nimm Dir Z eit ihm alles z u s agen, was auf Deinem Her z en is t, nicht was Du
denks t, das er hör en möchte!
-
Ler ne s eine S timme z u hör en, die ganz ander s is t als die ander en S timmen in Dir !
(Er s pr icht auf viele Weis en, dur ch die B ibel aber auch in uns er e Gedanken! )
-
Ver br inge Z eit mit ihm, s ons t kenns t Du ihn nur von Hör ens agen, was nicht
immer der Wahr heit ents pr icht! (Damit meine ich nicht nur die „S tille Z eit“.)
-
Er is t ganz ander s als Du und z ieht Dich z u s ich empor . Du kanns t ihn wir klich
nicht r unter z iehen, er is t immer s chon vor Dir da.
-
Las s Dir nicht einr eden, Du wär es t nicht gut genug für eine Fr eunds chaft mit
Jes us , Du hättes t viel z u oft ver s agt, ihn enttäus cht (er weiß alles vor her , Mens ch
und täus cht s ich des halb nie! )
-
S chließe nicht von s einem B odenper s onal auf ihn s elbs t, s onder n ver tr aue s einem
Wor t! Die S ehns ucht in Dir is t nicht unr ealis tis ch, s onder n von ihm entfacht!
-
Las s Dich nicht von Deine bis her igen E r fahr ungen ir r e machen, s onder n wage das
Abenteuer , Jes us k ennen z u ler nen, wie er wir k lich is t!
Das s Jes us uns er bes ter Fr eund s ein will, begeis ter t mich – ich hoffe auch
Euch. Wenn es das noch nicht tut, ver s uche ich es nächs tes Mal wieder
mit einem ander n Gr undbedür fnis als nach Annahme und Fr eunds chaft.
Und eines gar antier e ich: W en n I h r Jes u s w i r kl i ch begegn et , w er det
I h r begei s t er t von i h m s ei n . E r i s t ei n f ach gr oß ar t i g.
Am en .
T hemenr eihe „B egeis ter t von Jes us “, T hema 1: Jes us uns er bes ter F r eund, S eite 4
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