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MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014 • WWW.WIRTSCHAFTSBLATT.AT
ärnten
ÖSTERREICHS ZEITUNG FÜR WIRTSCHAF T UND FINANZEN - REGIONALAUSGABE
◆ Interview Der scheidende Kelag-CEO Hermann Egger zieht Bilanz 6 ◆ Unternehmen Fertighausbauer
Griffner will mit neuem Bungalow in Italien punkten 12 ◆ Branchenreport Kleine Skigebiete unter Druck 22
So viel Potenzial hat der Kärntner Wein
Martin Steinthaler
Lese. Die Anbaufläche aller Kärntner Winzer zusammen entspricht in etwa jener von einem einzelnen Großwinzer
in Niederösterreich. Mit Quantität können sie also nicht punkten. Die Qualität der carinthischen Weine legte aber
zuletzt zu. Und auch die Menge soll steigen: Bis 2020 planen die Winzer eine Verdreifachung der Produktion. 2-4
ANZEIGE
Osteuropa im Fokus.
Das Baustoffunternehmen Sto sieht gute Marktchancen in
Ungarn, Bulgarien und Rumänien. Auch in Serbien ist eine
Produktionsstätte geplant. Die Firmenzentrale in Villach
10
wird zum Südosteuropa-Headquarter ausgebaut.
GZ 13Z039580W Retouren an PF 100, 1350 Wien Redaktion: 1030 Wien, Hainburger Straße 33, Tel: 01 60117-0
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THEMA
wirtschaftsblatt.at
MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
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MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
THEMA
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WEINBAU
Winzer wollen die Produktion bis 2020 verdreifachen
Kärnten Werbung (2)
Einst belächelt heimsen
Weine aus Kärnten immer
öfter Preise ein. Die Winzer haben ehrgeizige Pläne. Doch noch zeigen die
Konsumenten außerhalb
Kärntens wenig Interesse
an carinthischen Weinen.
VON WOLFGANG RÖSSLER
W
einausKärnten? Fehlanzeige, zumindest bei
„Wein & Co“
am Wiener
Naschmarkt. Den führe man nicht
im Sortiment, heißt es: zu
schwach die Nachfrage, zu klein
die Produktion. Nicht viel besser
sieht es beim Wiener Getränkegroßhändler „Del Fabro“ aus:
„Wein aus Kärnten bewegt sich im
Bereich der Superexoten“, sagt
der Leiter der Weinabteilung, Josef Schuster. „Zu sagen, dass es
SCHWERPUNKT
LANDWIRTSCHAFT
Nachfrage gibt, wäre gelogen.“ Allerdings habe er unlängst mit dem
Gedanken gespielt, einen „großartigen Pinot Noir“ aus Feldkirchen in sein Angebot aufzunehmen. Am Ende habe er sich
schweren Herzens dagegen entschieden: Der gute Tropfen sei im
Einkauf doch zu teuer gewesen.
Längst kein „Essig“ mehr
Die positive Nachricht: Die Zeiten, da Kärntner als „Essig“ oder
„Sauerampfer“ verunglimpft wurde, sind vorbei. Im Lavanttal, rund
um den Wörthersee, in St. Veit
Hohe Qualität, satte Preise: Noch gilt Wein aus Kärnten als exotische Spezialität
und Feldkirchen wird seit einigen
Jahren Wein gekeltert, der in
puncto Qualität mit dem aus anderen Bundesländern mithalten
kann. In der Fachwelt ist der
Kärntner Wein ein Begriff, immer
wieder heimsen findige Winzer
Auszeichnungen ein.
„Wer sich heute noch über
unseren Wein lustig macht, hat
keine Ahnung“, sagt Kathrin
Gindl. Die Weinexpertin und Texterin hat ihr Handwerk in Niederösterreich und in der Steiermark
gelernt, nun hat sich die Klagenfurterin der Bewerbung des
Kärntner Weins verschrieben. Sie
ist überzeugt, dass sie sich für ein
Produkt mit Zukunft entschieden
hat. „Die Bedingungen für den
Weinanbau haben sich durch die
gewisse Verbesserung des Klimas
Zu sagen, dass es
Nachfrage gibt,
wäre gelogen
JOSEF SCHUSTER
WEIN-CHEF DEL FABRO
in den letzten Jahren verbessert“,
sagt sie. Bis ins Spätmittelalter
blühte in Kärnten der Weinbau,
danach verschlechterte sich das
Mikroklima. Anfang des 20. Jahrhunderts kam der Weinbau völlig
zum Erliegen, erst seit rund 40
Jahren gibt es Bestrebungen, das
alte Winzerhandwerk wiederzubeleben.
Freilich, und das ist die ernüchternde zweite Nachricht: Noch
spielt der Weinanbau als Wirtschaftszweig keine Rolle. Gerade
einmal 100 Hektar Anbauflächen
gibt es. Zum Vergleich: In der
Steiermark sind es mehr als 3000.
Verdreifachung bis 2020
Knapp 200 Mitglieder zählt der
2001 gegründete Kärntner Weinverband, doch kaum mehr als eine
Handvoll von ihnen betreibt den
Anbau im Vollerwerb. „Mit dem
derzeitigen Preisniveau ist man ab
vier bis fünf Hektar lebensfähig“,
sagt Verbandsobmann Horst
Wild. Der produzierte Wein werde fast ausschließlich in Kärnten
vertrieben: „Es gibt noch keine
Apfelwein. Wolfsberger Most als Verkaufsschlager
Noch können die Kärntner Winzer mit den Mostbauern nicht
einmal ansatzweise mithalten –
zumindest was die Produktionsmenge betrifft. Auf rund 10.000
Hektar wird in Kärnten Obst angebaut, ein großer Teil davon
wird zu Most verarbeitet. „Alleine das Lagerhaus Wolfsberg produziert viel mehr Most als alle
Kärntner Winzer Wein“, sagt
Siegfried Quendler, Leiter des
Obst- und Weinbauzentrums der
Landwirtschaftskammer. 1,4 Millionen Liter Apfelmost werden
dort jährlich produziert.
Die Lavanttaler Raiffeisen-Niederlassung ist damit einer der
einst als Getränk für arme Leute
geltende Apfelwein in Kärnten
eine Renaissance. Ausschlaggebend dafür ist auch ein zunehmendes Qualitätsbewusstsein
der Mosterzeuger, die Wert auf
Sortenreinheit legen.
wichtigsten Apfelwein-Produzenten Österreichs. Der sortenreine Most wird an zahlreiche
Supermarktketten geliefert.
Ertragreich, aber schlank
Lose koordiniert wird die Kärntner Mosterzeugung vom Unterkärntner Verein Mostbarkeiten.
Mit der heurigen Ernte ist Obmann Hans Köstinger zufrieden:
„Wir hatten ein überdurchschnittlich gutes Ertragsjahr“,
sagt er. Der aktuelle Most sei im
Geschmack „eher schlank, von
der Aromatik her weniger breit
als in früheren Jahren.“ Seit
knapp zwei Jahrzehnten hat der
Most in Weinqualität
Most aus Kärnten: Längst kein
Arme-Leute-Getränk mehr
„Seit vier Jahren führen wir mit
dem Bundesamt für Weinbau ein
Qualitätssicherungsprogramm
durch“, sagt Köstinger. Ziel sei es,
Apfelmost zu produzieren, der
den strengen Kriterien für Wein
entspricht.
[rowo]
kaernten@wirtschaftsblatt.at
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wirtschaftsblatt.at
MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
THEMA
Exportstrategie, und ich glaube
auch nicht, dass sich das in den
nächsten drei Jahren ändern
wird“, sagt Wild.
Gemessen an der Vergangenheit, sei die Weinproduktion in
den letzten Jahren nahezu explodiert, von 40.000 Litern 2008 auf
170.000 im Vorjahr. Mittelfristig
hat der oberste Winzer Kärntens
kühne Ziele. Bis 2020 soll sich die
Produktion auf 500.000 Liter verdreifachen. Spätestens dann werde man sich auch aktiv an den
Markt außerhalb Kärntens wenden. „Noch kann man nicht von
einem typischen Wein aus Kärnten sprechen“, sagt Wild. „Das
hängt auch damit zusammen, dass
unsere Reben noch sehr jung
sind.“
Beim „Weinmarketing Österreich“ stellt man sich bereits auf
Kärnten ein. „Wir wollen dieses
aufstrebende Weinland besser
darstellen“, sagt Obmann Wilhelm Klinger. Der Wein aus dem
Süden soll auch international stärker beworben werden.
Begehrt in Hongkong
Zumindest in Einzelfällen wird
der Rebensaft aus Kärnten schon
jetzt ins Ausland verschifft. Eines
der raren Beispiele ist das „Burgunderweingut Georgium“ am
Längsee. Winzer Marcus Gruze
hat unlängst mit seinen Naturweinen gleich drei Gault-Millau-Auszeichnungen eingeheimst. „Das ist
das Ergebnis konsequenter
Arbeit“, sagt er. Noch vor wenigen
Jahren sei er als Träumer belächelt worden. Inzwischen hat es
sein Tropfen bis nach Hongkong
geschafft, wo er im Four Seasons
kredenzt wird.
Auch das traditionsreiche Wiener Weinmagazin „Falstaff“ ist inzwischen auf den Wein aus Kärnten aufmerksam geworden. Die
Tropfen seien „teilweise sensationell gut“, sagt Chefredakteur Peter Moser (siehe Interview rechts).
Doch auch er dämpft zu hohe Erwartungen der Kärntner Winzer:
„Von einer kommerziellen Bedeutung kann noch keine Rede sein.“
Seit 1972 wird die Tradition des
Weinbaus wieder gepflegt
Jeff Magione
Der Erfolg beflügelt
inzwischen etliche
Kärntner Winzer
PETER MOSER
„FALSTAFF“-CHEF
Kein günstiger Landwein
Das hängt auch mit den verhältnismäßig hohen Preisen zusammen. „Der Anteil an Landweinen
ist noch sehr gering“, sagt Weinverbandschef Wild. Soll heißen:
Erschwinglicher Wein unter sieben € ist kaum zu haben. „Im Vergleich zur Massenware aus anderen Bundesländern sind wir relativ teuer“, räumt Wild ein. „Bei
den Edelweinen ab zehn € sind
unsere Preise aber nicht überzogen“, meint er.
Dem kann Del-Fabro-Weinchef
Schuster nicht ganz zustimmen,
für ihn stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis noch nicht ganz.
„Aber wer weiß, was die Zukunft
noch alles bringt.“
Den Autor des Artikels erreichen Sie
unter kaernten@wirtschaftsblatt.at
WUSSTEN SIE
Kärnten Weinbau
Nachgefragt. „Kärntner Wein
zum Teil sensationell gut“
n Bergland-Wein. Noch ist Wein
aus Kärnten keine eigene Marke.
Kärnten firmiert gemeinsam mit
fünf anderen Nicht-Weinbau-Bundesländern als „Berglandregion“.
Doch der Süden holt rasant auf:
Schon jetzt kommt rund die Hälfte
des Berglandweines aus Kärnten.
n Weinpionier. Nach 1918 kam der
Weinbau in Kärnten völlig zum Erliegen. Ab 1972 experimentierte der
Weinpionier Herbert Gartner in St.
Andrä mit verschiedenen Rebsorten. Seit 2001 gibt es einen Weinbauverein, seit 2005 ermöglicht ein
Landes-Weinbaugesetz den geregelten Anbau. Nun gibt es 200
Weinbauern, überwiegend Nebenerwerbsbetrieb. Eine typische
Weinsorte gibt es nicht. Angebaut
werden u.a. Merlot, Burgunder,
Chardonnay, Traminer.
Als er im Vorjahr eine Verkostung Kärntner Weine ausrichtete, habe er gedämpfte Erwartungen gehabt, erzählt Peter Moser,
Chefredakteur des Wein-Magazins „Falstaff“.
Umso größer sei die Überraschung gewesen, dass der Rebensaft aus dem Süden Österreichs nicht nur trinkbar ist, sondern „teilweise sensationell
gut“. Im Falstaff-Ranking hat der
Rebensaft aus dem Süden inzwischen einen Fixplatz. Dennoch
warnt der Experte vor zu hohen
Erwartungen: Von einer „kommerziellen Bedeutung“ für die
Region könne noch keine Rede
sein.
WirtschaftsBlatt: Wann wurden
Sie zum ersten Mal auf Kärntner
Wein aufmerksam?
Peter Moser: Das ist noch nicht
allzu lange her. Immerhin gibt es
in Kärnten erst seit zwei Jahren
wieder Weinbau, der über ein
reines Hobby hinausgeht. Das
hängt auch mit den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen
zusammen, die Kärnten erst zu
einer Weinbauregion machten.
Erst dadurch wurde es möglich,
Qualitätswein zu produzieren
und diesen auch kommerziell zu
vermarkten.
Der „Falstaff“ hat den Kärntner
Wein mittlerweile am Radar?
Ich habe im Vorjahr erstmals
eine Verkostung von etwa 40
unterschiedlichen Kärntner
Weinen veranstaltet, roten, weißen und süßen Weinen. Ehrlich
gesagt habe ich mir nicht viel davon erwartet, ich dachte, das
sind allenfalls Hobbywinzer, die
ihre Weine einreichen. Es wurde
dann aber die im positiven Sinne
verblüffendste Probe, die ich je
hatte. Da waren einige wirklich
sensationelle Weine dabei. Inzwischen hat der Erfolg einige
der Winzer beflügelt, es gibt bereits weitere Rebflächen.
Wein aus Kärnten als Marke?
Dafür ist es noch zu früh. Es
gibt noch keine Rubrik für
Kärntner Wein, auch keine Sorte, die für Kärnten steht. Aber
ich würde ihn auf jeden Fall als
ernstzunehmend bezeichnen.
Die Kärntner Winzer träumen
von einer Verdreifachung der
Produktion innerhalb der kommenden sechs Jahre. Ist das realistisch?
Wenn sie die notwendigen
Flächen dafür haben, kann ich
mir das gut vorstellen. Ich glaube, dass es vor Ort genug Absatzmöglichkeiten gibt.
Außerhalb Kärntens noch nicht?
Derzeit saugt die regionale
Gastronomie alles auf. So weit,
dass Kärntner Wein auch in
Wien auftaucht, sind wir noch
nicht – von einigen Ausnahmen
vielleicht abgesehen.
Der Rebensaft ist also noch kein
ernsthafter Wirtschaftsfaktor für
die Region?
Eine richtig kommerzielle Bedeutung hat der Weinbau in
Kärnten noch nicht. Aber das
kann sich ändern, wenn die Qualität stimmt und die Menschen
ihn gerne trinken.
[rowo]
kaernten@wirtschaftsblatt.at
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INTERVIEW
H
ermann Egger war 26
Jahre lang Vorstand der
Kelag. Seine Agenden
wurden bereits Mitte
des Jahres auf die Vorstandskollegen Manfred Freitag und Armin
Wiersma aufgeteilt. Eggers Mandat wird nicht nachbesetzt, der
Kelag-Vorstand also 2015 auf ein
Zweier-Team reduziert. Im Interview zieht Egger Bilanz.
WirtschaftsBlatt: Sie sind der am
längsten dienende Vorstand eines
Versorgers in Österreich. Wie würden Sie Ihre Vorstandstätigkeit in
der Retrospektive bewerten?
Hermann Egger: Die Energiebranche hat sich in dieser Zeit total verändert und ich habe diesen
Wandel als Vorstand der Kelag
mitgemacht und mitgestaltet: ausgehend vom Zweiten Verstaatlichten-Gesetz und einer 100-prozentigen öffentlichen Eigentümerstruktur über die Preisregulierungen für Strom hin zur ersten Teilprivatisierung Ende der 80er-Jahre und der Liberalisierung des
Strommarktes mit Eintritt in die
EU in den 90er-Jahren.
Weil Sie die Eigentümerstruktur
ansprechen: Muss der Staat an
Energieversorgern beteiligt sein?
Infrastruktur ist im öffentlichen
Interesse. Bei uns gibt es mit dem
Land einen Eigentümer, der das
volkswirtschaftliche Interesse im
Auge behält und mit den Börseunternehmen RWE und Verbund
Eigentümer, die den betriebswirtschaftlichen Aspekt im Auge behalten. Ich glaube, das ist eine gute Kombination und gewiss auch
ein Grund für unseren Erfolg. Die
Frage nach einer weiteren Privatisierung ist ja immer nur eine des
Geldbedarfs der Eigentümer.
Was kann der Staat in puncto Infrastruktur besser als die Privatwirtschaft?
Der Staat hat die Verantwortung, die Voraussetzungen für
eine leistungsfähige Infrastruktur
für alle zu schaffen. Die Energiefrage ist immer auch eine der
Raumordnung und der Akzeptanz
in der Bevölkerung. Da ist die
Politik gefordert, wenn es darum
geht, eine Basisinfrastruktur zu
schaffen. Diesen Bereich sollte
man nicht ausschließlich privaten
Investoren überlassen.
Die Kelag hält 10,02 Prozent an der
Verbund-Tochter VHP. Ein Verkauf
wirtschaftsblatt.at
MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
Peroutka π
wirtschaftsblatt.at
MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
INTERVIEW
„Man muss
sich ambitionierte
Ziele setzen“
Hermann Egger. Der Kelag-Chef erklärt, warum er seine Nachfolger nicht beneidet,
warum die E-Wirtschaft momentan nicht investieren kann und was er von weiteren
Privatisierungen und einem Verkauf des AHP-Anteils hält.
VON ANNA OFFNER
werke und das gesamte Netz des
Unternehmens von einer einzigen
Warte aus ferngesteuert und fernüberwacht werden.
Der Staat hat Verantwortung, die Voraussetzung für eine
leistungsfähige Infrastruktur zu
schaffen
wird immer wieder diskutiert. Wie
stehen Sie dazu?
Diese Diskussion flammt immer
wieder auf. Die Kelag erzeugt
Strom ausschließlich aus erneuerbarer Energie und die VHP-Beteiligung ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Unternehmens.
Ein Verkauf dieser Anteile steht
nicht zur Diskussion, aber ich verstehe Begehrlichkeiten, diese Anteile zu erwerben.
Was ist Ihnen in den vergangenen
Jahren besonders gut gelungen und
was war eher ein Tiefschlag in
Ihrer Karriere?
Ich habe bereits Anfang der
1990er-Jahre die technischen und
organisatorischen Voraussetzungen für eine effiziente Betriebsführung unserer Kraftwerke und
des Netzes in der Form geschaffen, dass seit damals alle Kraft-
Und ein Tiefschlag war ... ?
Es gab immer wieder Themen,
wo wir nicht so vorankamen, wie
wir es gerne gehabt hätten – insbesondere bei der Genehmigung
von Kraftwerken. Beim Kraftwerk
Koralpe/Soboth gab es massive
Spannungen. Ein slowenisches
Unternehmen ist mit 20 Prozent
daran beteiligt, und der Bau und
die Inbetriebnahme fielen genau
in die Zeit, als Jugoslawien auseinanderbrach. Wir sind bei der
Fertigstellung des Projektes zwischen die Mühlsteine der politischen Auseinandersetzungen geraten. Das Thema wurde medial
hochgespielt, und die damalige
Landespolitik stand auch nicht geschlossen hinter dem Projekt. Das
alles durchzustehen, hat sehr viel
Energie gekostet. Aber letztlich ist
es doch planmäßig in Betrieb gegangen, und insofern war es wieder ein Erfolg.
Was raten Sie Ihren Nachfolgern,
wie sie mit Zurufen aus der Politik
umzugehen haben?
Ich erteile keine Ratschläge
von außen. Sie sollen sich ihrer
Verantwortung als Vorstände
einer Aktiengesellschaft und
unseres Unternehmensauftrags
bewusst sein. Letztendlich geht
es um das Wohl des Unternehmens, der Kunden, der Mitarbeiter und der Eigentümer. In diesem Spannungsfeld ist viel Geschick erforderlich, und es wird
sicher schwierig, wenn man das
Unternehmen ausschließlich auf
eines dieser Interessen fokussiert. Darin besteht die Verantwortung des Vorstandes.
Hat Ihnen die Politik viel reinregiert?
Das war am Anfang, als die öffentliche Hand noch 100 Prozent
Eigentümer war, indirekt spürbar.
Da wurden auch die Organe des
Unternehmens politisch bestellt.
Heute wird die Kelag ausschließlich auf Basis des Aktiengesetzes
geführt.
Ihre Agenden sind bereits seit Mit-
Heute wird die
Kelag ausschließlich
auf Basis des
Aktiengesetzes
geführt
|7
te des Jahres auf die beiden Nachfolger aufgeteilt. Wer wird Vorstandssprecher?
Ab Anfang 2015 wird es einen
Zweiervorstand mit gleichberechtigten Vorständen geben.
Ein Tiefschlag war die Pleite der
SWH, in der Sie gemeinsam mit den
Bundesforsten 30 Biomasseanlagen
betrieben haben. Die Banken mussten damals über 100 Millionen €
abschreiben. In Klagenfurt steht
jetzt ein solches Kraftwerk zur
Wärmeversorgung zur Diskussion.
Wie denken Sie darüber?
Projekte von Mitbewerbern
kommentiere ich grundsätzlich
nicht.
Glauben Sie, dass Biomasse ohne
staatliche Förderung je wirtschaftlich sein wird?
Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen, aufgrund der Energiedichte von Biomasse im Vergleich zu fossilen Energieträgern,
mit den geringen Wirkungsgraden
und den derzeitigen Rohstoffpreisen ist die Stromerzeugung aus
Biomasse ohne Förderung wirtschaftlich nicht darstellbar. Die
Kelag setzt Biomasse zur Wärmeversorgung nur in reinen Heizwerken ein. Wir haben aus der Situation mit der SWH unsere Lehren gezogen.
Was sagt der Hausverstand, wenn
der Staat Millionen an Ökostromförderungen in nicht wirtschaftliche und nicht effiziente Energiegewinnung steckt und das bereits im
Vorfeld weiß?
Es gibt viele Möglichkeiten, mit
demselben Kapitaleinsatz wesentlich mehr regenerative Energie zu
erzeugen. Ich bin gegen stromgeführte Biomasseanlagen, aber für
reine Heizwerke. Deutschland hat
im Vorjahr 23 Milliarden € an Förderungen für Strom bezahlt, der
einen Marktwert von zwei Milliarden € hatte. Gleichzeitig wurden alle mit fossilen Energieträgern betriebenen Kraftwerke
nicht mehr wirtschaftlich einsetzbar, werden aber nach wie vor für
eine sichere Stromversorgung
zwingend benötigt. Eine Neustrukturierung der Strombranche,
insbesondere in Deutschland und
Österreich, ist eine der vordringlichsten Aufgaben der Energiepolitik, um zukünftig eine sichere
und leistbare Stromversorgung zu
gewährleisten. Wettbewerbs-
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MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
INTERVIEW
Fotocredit
fähige Energiepreise sind auch
ein wichtiges Element für den
Wirtschaftsstandort Europa im
globalen Wettbewerb.
Rolf Holub, der grüne Landesrat,
hat sich einen Energiemasterplan
verordnet, von dem man bislang
noch nichts hört. Was würde Kärntens E-Wirtschaft benötigen?
Kärnten ist mit mehr als 50 Prozent erneuerbarer Energie in Österreich führend. Wir decken den
Großteil unseres Gesamtenergiebedarfes aus Wasserkraft und Biomasse. Kärnten ist unter den derzeitigen Rahmenbedingungen
kein günstiger Standort für die
wirtschaftlich rentable Stromerzeugung aus Windkraft. Erschwert wird der Bau von Windkraftanlagen derzeit aber auch
durch gesetzliche Rahmenbedingungen, basierend auf naturschutzrechtlichen Vorgaben. Das
große Problem ist, dass ein weiterer Ausbau der Stromerzeugung
in Kärnten auf Basis erneuerbarer
Energieträger an der fehlenden
Akzeptanz der Bevölkerung scheitern kann. Will man den Anteil
des Gesamtenergiebedarfes in
Kärnten auf Basis regenerativer
Energiequellen signifikant erhöhen, ist die Politik gefordert, dem
Bekenntnis zu erneuerbaren Energieträgern durch geeignete Rahmenbedingungen gerecht zu werden, in einer Form, dass auch die
Voraussetzungen für eine realistische Umsetzung gegeben sind.
Vermag ein grüner Landesrat
einen vernünftigen Kompromiss
zwischen Umweltauflagen und
wirtschaftlichem Interesse zu verhandeln?
Die Ziele des Kärntner Energiemasterplans sind, bis 2025 die
Stromversorgung und die Wärmeversorgung ausschließlich mit erneuerbarer Energie zu decken, also auf fossile Energieträger zu
verzichten; bis 2035 soll das auch
im Verkehr erreicht werden. Das
ist alles sehr ambitioniert. Aber
man muss sich ambitionierte Ziele setzen, um überhaupt etwas
weiterzubringen. Diesen Interessenausgleich in Form von umsetzbaren Rahmenbedingungen zu
schaffen, ist die politische Herausforderung des jeweils dafür zuständigen Regierungsmitgliedes,
sowohl auf Landes- als auch auf
Bundesebene.
Die E-Wirtschaft ist im Umbruch,
gleichzeitig stagniert die Wirtschaft und damit ihre Umsätze.
Wo sehen Sie die E-Wirtschaft in
den kommenden Jahren?
Die Wirtschaftsprognosen werden derzeit laufend nach unten revidiert, und es gibt ein neues
Energieeffizienzgesetz, das die
Versorger und Kunden massiv belasten wird. Hier fehlen aber der-
zeit noch die entsprechenden
Umsetzungsrichtlinien. Wir müssen Maßnahmen setzen, um effizienter zu werden, was mit massiven Kosten aber auch mit einem
Verbrauchsrückgang verbunden
sein wird. Hinzu kommt, dass sich
durch das bestehende Förderregime für Ökostrom die Großhandelspreise halbiert haben. Fazit: Investitionen in neue Anlagen
– außer sie werden wiederum gefördert – sind derzeit nicht wirtschaftlich darstellbar. Allein die
Kelag hat in den vergangenen fünf
Jahren jährlich rund 185 Millionen
€ investiert. Zu allerletzt kommt
auch noch die lange Genehmigungsdauer bei Kraftwerken hinzu. Diese Kraftwerke werden
dann fehlen, wenn Deutschland
tatsächlich aus der Atomkraft aussteigt und das letzte AKW abgedreht ist.
Eine Herausforderung für Ihre
Nachfolger ...
Sie sind nicht zu beneiden. Das
gilt nicht nur für unser Unternehmen, sondern für die gesamte
Branche. Zu allem Überfluss ist
der Regulator bemüht, auch noch
jene Bereiche, die derzeit noch
dem Wettbewerb vorbehalten
sind, in die Regulierung mit einzubeziehen. Laut einer Pressemeldung des Regulators wird derzeit
darüber nachgedacht, ob Stromhandel, Kapazitätsmechanismen,
Market Coupling und Regelenergie nicht auch ordnender Eingriffe durch eine Regulierungsbehörde bedürfen. Dann wären in einer
Behörde Regulierung, Wettbewerb und Konsumentenschutz angesiedelt, was nicht Ziel der Energiepolitik sein kann und darf.
Wenn diese Ziele der Wettbewerbsbehörde umgesetzt werden,
bleibt von der Liberalisierung
nichts mehr übrig, von den Kosten
für den explodierenden Bürokratieaufwand ganz abgesehen. Und
bezahlen werden die Zeche wie
immer die Kunden unserer Branche.
Die Autorin des Artikels erreichen Sie
unter kaernten@wirtschaftsblatt.at
ZUR PERSON
■ Hermann Egger (65) ist seit
1989 Vorstand der Kelag. Seine
Karriere beim Kärntner Energieversorger begann 1981 als Techniker und Betriebsleiter, nachdem
der promovierte Elektrotechniker
zuvor sechs Jahre Assistent an der
TU Graz war. Die Kelag ist mit
knapp 1,3 Milliarden € Umsatz
Kärntens größtes Unternehmen
und beschäftigte zuletzt 1422 Mitarbeiter. Die Kelag betrieb im Vorjahr 67 Wasserkraftwerke, drei
Windanlagen und sieben Photovoltaikanlagen.
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MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
UNTERNEHMEN
DÄMMUNG
Sto setzt Fokus auf Osteuropa
Beigestellt (2)
Das Dämmmittelunternehmen Sto baut den
Standort Villach zur Zentrale für Südost-Europa
aus und erhofft sich vom
Energieeffizienzgesetz
positive Impulse auf dem
400-Millionen-€-Markt.
VON GEORG MAURER
D
ie Österreich-Zentrale
der Sto Ges.m.b.H in
Villach wird zum Headquarter für Südosteuropa ausgebaut. Darauf verweist Geschäftsführer Walter Wiedenbauer, der für das auf Fassadendämmung und Bodenbeschichtung spezialisierte Unternehmen
auch gute Chancen in den Auslandsmärkten Ungarn, Bulgarien
und Rumänien sieht.
„Die jetzige Regierung in
Ungarn bringt Stabilität. Es zeichnet sich ein wirtschaftlicher Aufschwung ab“, sagt Wiedenbauer.
Über zwei Sto-Niederlassungen in
Ungarn sollen Rumänien und Bulgarien künftig mitbetreut werden.
Wiedenbauer: „Große Investoren
aus China und Indien errichten in
diesen Ländern Produktionsbetriebe. Dabei sehe ich vor allem in
der industriellen Bodenbeschichtung gute Aussichten für unser
Unternehmen.“
Weitere Sto-Vertretungen gibt
es in Slowenien und Kroatien,
aber auch in Serbien macht der
Fassadenbauer Geschäfte. „Die
Bemühungen um einen EU-Beitritt des Landes machen sich positiv bemerkbar,“ sagt der Sto-Geschäftsführer. In Serbien sei für
das kommende Jahr eine Sto-Produktionsstätte geplant.
Schulung wird ausgebaut
Sto Österreich beschäftigt insgesamt 350 Mitarbeiter, 280 an acht
inländischen Standorten, davon
fast 100 in Villach. Die Zentrale in
der Draustadt soll in den nächsten
drei Jahren weiter ausgebaut werden. Das betreffe die Logistik mit
einer Investition von rund einer
Million €, so Wiedenbauer. Bis zu
Der Fassaden- und Dämm-Spezialist Sto stellt pro Jahr 10.000 Tonnen Putz- und Spachtelmasse her
Der Energieeffizienzmarkt ist 400
Millionen € groß
W. WIEDENBAUER
GESCHÄFTSFÜHRER
STO
vier Millionen € sollen außerdem
in die Produktion investiert werden. Auch für den Ausbau des
Schulungszentrums könnten zwei
Millionen € fließen.
Konkurrenz wird härter
Aktuell werden in Villach jährlich rund 10.000 Tonnen Putzund Spachtelmasse erzeugt.
Hauptschiene ist die Pulverproduktion auf mineralischer Basis.
In Österreich sei das Geschäft
mit der Wärmedämmung seit
drei Jahren rückläufig, sagt Wiedenbauer, zum anderen drängen
deutsche Firmen auf den Markt,
die Konkurrenz in dem technologisch anspruchsvollen Segment
wird härter.
Wiedenbauer: „Allerdings besteht bei uns ein Energieeffizienzmarkt in der Größenordnung von
rund 400 Millionen €, der jährlich
nur um 0,9 bis 1 Prozent abgebaut
wird.“ Die Produkte von Sto und
Kollegen befriedigen den auch
von der EU vorgeschriebenen Bedarf an Energieersparnis. Mit dem
neuen Bundes-Energieeffizienzgesetz 2015 erhoffe er sich weitere Impulse, sagt der Geschäftsführer.
Das Sto-Projekt Future Plus
sieht vor, dass der in Deutschland
ansässige Mutterkonzern den
Umsatz bis 2020 von derzeit rund
1,2 Milliarden auf zwei Milliarden
jährlich steigert. Wiedenbauer:
„Unser Umsatz in Österreich liegt
bei rund 100 Millionen € jährlich.“
Weltweit gehören zur Sto-Gruppe
40 Tochtergesellschaften mit fast
4800 Beschäftigten. Zu den Geschäftsbereichen zählen Farben,
Putze, Lacke, Beschichtungs- und
Wärmedämmsysteme.
Den Autor des Artikels erreichen Sie
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UNTERNEHMEN
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SPARKURS
Harte Zeiten für Rohstoffbranche
Beigestellt
Die Republik Österreich
spart beim Ausbau der Infrastruktur und gefährdet
damit die Existenz mancher Unternehmen, moniert die Mineral Abbau
GmbH, deren Steinbruch
die Region trägt.
VON GEORG MAURER
BLEIBERG-KREUTH. Die geringe Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand bei Infrastrukturprojekten sei für manche Unternehmen der Rohstoffproduktion
in Österreich existenzgefährdend,
sagt Christian Kofler, Betriebsleiter der Mineral Abbau GmbH.
Das Unternehmen betreibt den
Jakomini-Steinbruch in BleibergKreuth. Die hohen Fixkosten erforderten eine entsprechende
Grundauslastung, sagt Kofler.
Falls diese Auslastung nicht gewährleistet sei, müssten Betriebe
schließen. In den vergangenen
fünf Jahren seien etliche Standorte stillgelegt worden.
Im Jakomini-Steinbruch wird
die Abbaumenge heuer rund
400.000 Tonnen betragen, 2015
wahrscheinlich noch weniger.
2013 baute das Unternehmen dort
noch 500.000 Tonnen ab. Der Jahresumsatz liege heuer mit fünf
Millionen € um 1,4 Millionen €
unter dem von 2013, sagt Kofler.
„Alleine bei Edelsplitten und
Gleisschotter zeichnet sich aufgrund der Wirtschaftslage ein
Marktrückgang von 20 Prozent
und ein Umsatzminus bis zu 30
Prozent ab.“
Steinbruch nährt Region
Die 18 Mitarbeiter des Steinbruchs erzeugen Material für den
Straßen- und sonstigen Verkehrswegebau, den Wasserbau, die Herstellung von Mineralwolle als
Dämmstoff und weitere Bereiche
des Bauwesens. Rund 30 Prozent
der Produkte werden exportiert.
Der Standort in Bleiberg Kreuth
werde seit 1992 ständig modernisiert, dank der Investitionen von
17 Millionen € in Geräte und Ma-
Der Jakomini-Steinbruch ist einer der modernsten Standorte in Europa und sorgt für Arbeitsplätze
ANZEIGE
Der Rückgang bei
Splitten und Schotter
beträgt 20 Prozent
CHRISTIAN KOFLER
BETRIEBSLEITER
MINERAL GMBH
schinen, davon 500.000 € im heurigen Jahr, zähle er zu den modernsten Rohstoffbetrieben Europas, so der Betriebsleiter.
Zur Mineral-Gruppe des Strabag SE Konzerns gehören 180
Standorte in Mittel- und Osteuropa. Kofler: „In Bleiberg-Kreuth ist
das einzige Hartgesteinvorkommen im Süden Österreichs, in Slowenien und der Region Udine.“
Der Jakomini-Steinbruch nährt
sozusagen die gesamte Region.
Verbrauchs- und Reparaturmaterial sowie Eisenwaren, Brennstoffe und Energie – alles kommt aus
der Nachbarschaft. Als Dienstleistungs- und Zulieferbetriebe dienen der Mineral Abbau Kärntner
Frächterunternehmen, Schlosserund Elektrikerbetriebe.
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unter kaernten@wirtschaftsblatt.at
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FERTIGHÄUSER
Griffner baut Umsatz aus
Blaue Lagune
Nach Pleite und NeuÜbernahme geht es für
den Fertighausbauer mit
einem Umsatzplus von 30
Prozent kräftig aufwärts.
Mit einem neuen Bungalow will man am italienischen Markt reüssieren.
VON WOLFGANG RÖSSLER
GRIFFEN. Anfang 2013 schlitterte
Griffner in die Pleite, die 1980 von
Ari Griffner gegründete Firma
wurde vom Unternehmer Georg
Niedersüß übernommen. Nun
geht es mit dem Fertighaushersteller wieder bergauf. Mit dem
neuen Bungalow-Modell „Moment“ will die Firma an alte Erfolge anknüpfen: Ende Oktober wurde ein Musterhaus in der Blauen
Lagune in Vösendorf eröffnet.
„Das ist unser erstes großes
Musterhausprojekt seit der Übernahme“, sagt Geschäftsführer Stefan Jausz. Er ortet einen starken
Trend zum „ebenerdigen Wohnen“. Mit der höheren Lebenserwartung steige auch die Nachfrage nach Barrierefreiheit. Diesen geänderten Kundenwünschen
wolle man mit dem neuen Modell
Rechnung tragen.
300.000 € kostet der Bungalow
in der Basisvariante mit 157 Quadratmetern Wohnfläche. „Billig ist
JUNGUNTERNEHMER
PORTRÄT
Nachrüstbare
Elektroantriebe
für Fahrräder
Der neue Griffner-Bungalow „Moment“ kostet in der Basisvariante 300.000 €
das nicht“, räumt Jausz ein. „Aber
wir sind auch deutlich besser als
die Konkurrenz“, sagt er selbstbewusst.
Insgesamt soll es fünf verschiedene Varianten geben, alle mit
einer ausgeklügelten Thermodämmung aus Wachswaben. Diese soll im Sommer für Kühle sorgen und im Winter die Wärme
speichern. „Die für Griffner typische Massivholzdecke bleibt weiterhin Standard“, sagt Jausz. Entwickelt wurde das neue Modell
von dem Architekten und Firmengründer Ari Griffner.
Mit der Nachfrage ist Jausz zufrieden. „Bisher haben wir zwei
Aufträge abgewickelt.“ Für Ende
Februar gebe es bereits Folgeaufträge. Griffner hat mit dem neuen
Modell vor allem den italienischen Markt im Fokus, dem trage
man auch mit der Bezeichnung
„Moment“ Rechnung. „Der Ausdruck ,Bungalow‘ hat im Italienischen keinen allzu guten Ruf.“
Insgesamt sei die Entwicklung des
VILLACH. Nachrüstbare Elektroantriebe für Fahrräder entwickelt Fabian Gutbrod. Der FH-Kärnten-Absolvent hat sich
2012 als Einzelunternehmer selbstständig gemacht und über
das Build-Gründerzentrum in der Tiroler Straße eine Bleibe gefunden, die er demnächst mit Räumlichkeiten im Villacher Technologiepark tau2012 machte sich
schen wird. „In Zusammenarbeit mit ThoFabian Gutbrod
mas Pucher, der CNC-gefertigte Bauteile
selbstständig
liefert, sollen 2015 wöchentlich bis zu 40
Einheiten des Add-E benannten Antriebes
hergestellt werden,“ sagt Gutbrod. Bei 150 Einheiten pro Jahr (Stückpreis rund 960 €) soll der Break-even
erreicht werden. 40.000 € habe man bisher in die Entwicklung investiert. 12.000 € wurden über Build lukriert. [gema]
Unternehmens zufriedenstellend.
Vor der Übernahme hatte Griffnerhaus Schulden in Höhe von 24
Millionen €. Die neue Geschäftsführung reduzierte die Mitarbeiterzahl von 250 auf 100 und führte
zahlreiche Umstrukturierungen
durch. So schaffte man 2013 einen
Umsatz von rund acht Millionen
€. „Heuer werden wir das Ergebnis um etwa ein Drittel steigern.“
Die Autorin des Artikels erreichen Sie
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MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
UNTERNEHMEN
| 13
ANSIEDELUNGEN
Slowenische Firma investiert in Völkermarkt
Kocevar
VÖLKERMARKT. Die grenznahe
Lage war für den slowenischen
Zaunhersteller Ograje Kocevar
(OGK) entscheidend. Am Dienstag kam es zum Spatenstich für
eine neue Produktionshalle im
Gewerbepark IPG in Völkermarkt. Unternehmenschefin
Zdenka Pecnik Kocevar will von
Unterkärnten aus den österreichischen Markt erobern. „Die Entscheidung für den Standort fiel
auch wegen der Nähe zu unserem
Stammhaus“, sagt sie. Auch die
günstigen Grundstückspreise hätten eine Rolle gespielt.
Bis 2017 will das Unternehmen
in mehreren Bauphasen auf 2000
Quadratmetern Produktionshallen, Lagerstätten und Ausstellungsräume errichten. Ograje Kocevar investiert 1,6 Millionen €,
insgesamt sollen zwölf Arbeits-
plätze geschaffen werden. Mit der
Produktion werde bereits im
Frühling 2015 begonnen.
Nach dem Vollausbau 2017
strebt das Unternehmen alleine
am Standort Kärnten einen Umsatz von einer Million € an. Abnehmer seien sowohl private als auch
öffentliche Institutionen. Schon
jetzt betreibt OGK Ausstellungsräume in Unterpremstätten und
Villach, die künftig von Völkermarkt koordiniert werden sollen.
Feinmechanik
Damit siedelt sich bereits der
zweite Metall-Bearbeiter innerhalb kurzer Zeit in Kärnten an.
Ende Oktober hat auch der italienische Feinmechanikhersteller BB
SpA Pläne zur Errichtung einer
Produktionsstätte in Klagenfurt
bekannt gegeben. Vier Millionen
Für OGK-Chefin Zdenka Kocevar
gab Grenznähe den Ausschlag
€ will das auf die Herstellung von
Metallteilen für Luxus-Accessoires spezialisierte Florenzer
Unternehmen investieren. 30
Arbeitsplätze sollen geschaffen
werden. „Ausschlaggebend für
den Standort Kärnten war die Stabilität und das unternehmerfreundliche Steuersystem“, sagt
Firmenchef Marco Bartoletti.
Die Betriebsansiedelung gilt
auch als Erfolg der Entwicklungsagentur Kärnten, die versucht, italienischen Firmen eine Niederlassung in Kärnten schmackhaft zu
machen. „Im Vorjahr waren von
46 Ansiedelungsprojekten, die wir
in Kärnten realisieren konnten, 28
italienischen Ursprungs“, sagt Geschäftsführerin Sabrina SchützOberländer.
[rowo]
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MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
UNTERNEHMEN
NEU IM GESCHÄFT
LG KLAGENFURT
aab24 Betreuung GmbH, Kindergartenstraße 1, 9560 Feldkirchen,
FN 423375k. GF+GS: Mag. Jovan
Kuc. GS: M.J.M.Consulting d.o.o..
ERJ Elektromechanik & Trafobau
GmbH, St.Veiter Straße 107H,
9020 Klagenfurt am Wörthersee,
FN 423896b. GF+GS: Ing. Thomas
Gruber.
MBS Handels GmbH, Seeblickweg
67, 9871 Seeboden, FN 423487a.
GF+GS: Brigitte Stingl-Herzog.
4 Elemente Installationen Oberlojer OG, Mötschlach 40, 9773 Irschen, FN 422538f. GS: Wolfgang
Oberlojer, Patrick Oberlojer.
Likos Gesellschaft mbH, Leutschacher Straße 36, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN 423235f.
GF+GS: Alojz Seljak.
Phoenix Energie Consulting Gesellschaft mbH, Pavor 3, 9212 Techelsberg am Wörther See, FN
423610g. GF+GS: Andreas Hönigmann, MMag. Robert Leitner. GS:
David Zauner.
SW-Naturhaus GmbH, Lastenstraße 47a, 9300 St.Veit an der
Glan, FN 422282d. GF: Simone
Sauer, DI Lars Gunnar Luft. GS:
RMW-Naturhaus GmbH, Helmut
Seiser.
ZLW Kleingarten KG, Birkenweg
5, 9161 Maria Rain, FN 423720v.
GS: Dietlinde Kreutzer. Komm.:
Realas GmbH.
A. Emanuela KG, Maglern 36,
9602 Thörl-Maglern, FN 423767m.
GS: Emanuela Acco. Komm.: Onofri Lelio.
dhpmusik OG, Fischertratten 22,
9853 Gmünd, FN 422718w. GS:
Herbert Pöllinger, Doris Pöllinger.
Fliesen Dabringer GmbH, Gries 2,
9761 Greifenburg, FN 423151g.
GF+GS: Philipp Dabringer.
Hotel-Restaurant Landhof Irschen KG, Stressweg 8, 9773 Irschen, FN 422917m. GS: Markus
Locker. Komm.: Sonja Moser.
M.C.Consultants GmbH, Aichholzstraße 54, 9521 Treffen bei Villach, FN 423062a. GF+GS: Harry
Michael Clark. GS: Maura Busico.
KMS Werkzeugmaschinenservice
GmbH, 10.-Oktoberplatz 19, 9150
Bleiburg, FN 423574d. GF+GS:
Hans Kellner.
SCFC Consulting Gesellschaft
mbH, Griffen 233, 9112 Griffen, FN
423302d. GF+GS: Mag. Günther Zikulnig, Mag. Horst Fürpaß.
Art Alpine Einzelunternehmen,
Hof 50, 9844 Heiligenblut, FN
423152h. Inh.: Thomas Stürzebecher.
Eclipse Aircraftmanagement
GmbH, Mageregger Straße 65,
9020 Klagenfurt am Wörthersee,
FN 423407h. GF: Werner Welz. GS:
WWForest-Management GmbH.
CMR Real-Invest GmbH & Co KG,
Klagenfurter Straße 2, 9100 Völkermarkt, FN 423489d. GS: CMR
Real-Invest GmbH. Komm.: fjt Besitz und Beteiligungs GmbH, WS
Beteiligungs GmbH, Architekt
Goltnik ZT-GmbH, LJ Beteiligungs
GmbH, MPB Projektentwicklung
und Beteiligungs GmbH.
Pansy Dach Gesellschaft mbH,
Koschatstraße 2, 9150 Bleiburg,
FN 422619z. GF+GS: Johann Pansy, Patrik Pansy.
S.N.Interior GmbH, Maria Gailer
Straße 16, 9500 Villach, FN
420708p. GF+GS: Gianluigi Piccinato, Stefania Neziosi.
Equusir Entwicklungs GmbH,
Tarviser Straße 48, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN 422518a.
GF+GS: Gerold Reinwald.
Ing. Werner Puschnig Gesellschaft mbH, Schülerweg 90,
9020 Klagenfurt am Wörthersee,
FN 423334a. GF+GS: Ing. Werner
Puschnig.
Realas Gesellschaft mbH, Platz
am Graben 3, 9300 St. Veit an der
Glan, FN 422994a. GF+GS: DI
Bernd Kreutzer.
Sulayr Green Technologies
GmbH, Fercher von SteinwandStraße 8B, 9500 Villach, FN
423435z. GF: Domenico Del Papa,
Serafin Garcia Fernandez. GS:
SMILAX INVERSIONES SOCIEDAD
LIMITADA.
Team & Sportswear Schellander
Gesellschafft mbH, Keutschacherstraße 24, 9073 KlagenfurtViktring, FN 422647s. GF+GS: Wilhelm Schellander. GS: Ellen Schellander.
MS Hotelbetriebs Gesellschaft
mit beschränkter Haftung, Am
See XI, 9122 St.Kanzian am Klopeinersee, FN 423303f. GF: Michael Sammer. GS: Kostmann
Sporthotel GmbH.
Varna Business Service Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Zweigniederlassung Österreich,
Roseggerstraße 47/1, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN
421267k. GF: Desislava Stoyanova
Ivanova.
Kurt Jöbstl Geflügelmast KG,
Vorderlimberg 5, 9413 St.Gertraud, FN 422946f. GS: Kurt
Jöbstl. Komm.: Sigrid Jöbstl.
Mag. Michael Jeschofnig KG,
Waldhofweg 27/II, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN 422815m.
GS: Mag. Michael Jeschofnig.
Komm.: Montana Immobilien
GmbH.
Malliga Holz & Forst Gesellschaft
mbH, Krastalstraße 2, 9722 Puch,
FN 422996d. GF+GS: Ing. Gerd
Malliga.
RH Immobilie Gesellschaft mit
beschränkter Haftung, St.Peter
38, 9184 St. Jakob im Rosental, FN
422937t. GF+GS: Franz Petschnig.
GS: Marija Stefan.
Taverna
Fast
Food
Z.O.R.B.A.S.OG, Stauderplatz 8/3,
9020 Klagenfurt am Wörthersee,
FN 423383y. GS: Nikolaos Kitsikidis, Athanasios Betas.
Krauland Elektrotechnik GmbH,
Rosentalerstraße 5/66, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN
423234d. GF+GS: Ing. Mag. Günter
Krauland.
M & F Trading Gesellschaft mbH,
Ossiacher See Straße, Gewerbeg,
9521 Treffen bei Villach, FN
422430x. GF+GS: Fanfan Wu, GS:
Shuangliang Ma.
M. Hämmerle Handelsunternehmen Einzelunternehmen, Koschatstraße 14, 9150 Bleiburg, FN
423280x. Inh.: Dr.Ferdinand Stefitz.
MA Epsilon Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Aich 30,
9102 Mittertrixen, FN 423304g.
GF+GS: DI Andreas Messner.
Mago Tuning Center GmbH, Südring 246, 9020 Klagenfurt am
Wörthersee, FN 422878f. GF+GS:
Gert Magometschnigg.
Regenfelder Lavanttaler EssenService OG, Reisnerweg 1, 9400
Wolfsberg, FN 422622d. GS: Karl
Regenfelder, Stefan Regenfelder.
Tischlereiunternehmen Bergmann OG, Oberdörfl 7, 9173 St.
Margareten im Rosental, FN
423283a. GS: Walter Bergmann,
Christian Bergmann.
bauwert Köstenberger GmH,
Preining 1a, 9363 Metnitz, FN
422898i. GF+GS: DI (FH) Peter
Köstenberger.
CWC Gunsystems OG, Salchendorf 4, 9064 Pischeldorf, FN
423198a. GS: Marc Rainer, Christian Sneditz.
Fliesen Janschitz GmbH, Pischeldorferstraße 239, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN 422162b.
GF+GS: Pauline Janschitz.
Gruber Bauträger GmbH, Hauptstraße 13, 9871 Seeboden, FN
422943a. GF+GS: Rene Gruber.
KH-Sondertec Gesellschaft mbH,
Obdacher Straße 116a, 9462 Bad
St.Leonhard im Lavanttal, FN
422720y. GF+GS: Klaus Hafner.
GS: Gerlinde Karner.
Kohlweis Reprografie GmbH, St.
Veiter Straße 98, 9020 Klagenfurt
am Wörthersee, FN 422993z. GF:
DI Immanuel Kohlweis, MBA. GS:
Ing. Mag. Johann Kohlweis.
MTM Gastro Betriebs GmbH,
Sonnenweg 34, 9141 Eberndorf,
FN 422840z. GF+GS: Thomas Merlitsch. GF: Martin Merlitsch. GS:
MPB Projektentwicklung und Beteiligungs GmbH.
Pesentheiner
Installations
GmbH & Co KG, Am Sand 1, 9330
Althofen, FN 423063b. Komm.:
Günther Pesentheiner, Martin
Feichtinger. GS: Pesentheiner Installations GmbH.
pyroline Feuerwerke Einzelunternehmen, Sommerau 42,
9463 Reichenfels, FN 422890y.
Inh.: Martin Hochegger.
Telos Law Group Winalek, WutteLang, Nikodem Rechtsanwälte
Gesellschaft mbH, Pfarrhofgasse
2, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN 423055s. GF+GS: Dr. Peter
Winalek, Dr. Thomas Nikodem,
LLM. Mag. Astrid Wutte-Lang.
ETA II Wohnbau-Errichtungs Gesellschaft mbH, Villacher Straße
43, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN 423238i. GF: Mag. Hannes
Wallner. GS: Wallner & Madile
Wohnbau GmbH, Johannes Striedinger.
EnUmtech Energieprojekte Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Waschanger 18, 9853
Gmünd, FN 422158x. GF+GS: Michael Mößlacher, Dr. Michael
Mößlacher. GS: Edith Mößlacher.
Tschurtschenthaler Rechtsanwälte Gesellschaft mbH, Dr. Arthur Lemisch-Platz 7, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN
423057v. GF+GS: Dr. Christian
Tschurtschenthaler, Dr. Hannes
Walder, Mag. Patricia Tassotti.
Hotel Gasthof Stoff Gesellschaft
mit beschränkter Haftung, Weißenbachstraße 30, 9412 St. Margarethen im Lavanttal, FN 422621b.
GF+GS: Veronika Baldauf.
Milan KFZ-Werkstatt Gesellschaft mbH, St.Jakob im Rosental
Nummer 199, 9184 St. Jakob im
Rosental, FN 422995b. GF+GS: Milos Vujicic.
Ingenity Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Süduferstraße 131, 9220 Velden am Wörther
See, FN 422152m. GF+GS: Ing.
Christian Ortner.
Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds, Völkermarkter Ring
21-23, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, FN 423155m. Vors: Dr. Erhard Juritsch, Mag. Sandra Venus.
bonneacta Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Völkermarkterstraße 14, 9141 Eberndorf, FN
422944b. GF: Jürgen Rohrmeister.
GS: bonneacta GmbH.
KFZ-Technik Mitter G.Gesellschaft mbH, Grintschach 18, 9562
Himmelberg, FN 422354i. GF+GS:
Günter Mitter.
Peter Kaßmannhuber Unternehmer, Olsach 47, 9701 Rothenthurn, Einzelfirma. MV: MMag. Dr.
Werner Hochfellner, 9020 Klagenfurt.
(K)
greenpartners Gesellschaft mit
beschränkter Haftung, St. Jakob
260, 9184 St. Jakob im Rosental,
FN390124m. MV: Dr. Michael
Krautzer, 9500 Villach.
(K)
Base Group Spezialtiefbau Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Bahnhofstraße 18, 9800
Spittal/Drau, FN310021p. MV: Dr.
Peter Patterer, 9500 Villach. (SV)
IPE Immobilien Gesellschaft
mbH in Liquidation, Maximilianstraße 6, 9020 Klagenfurt,
FN72990p. MV: Mag. Gunter Huainigg, 9020 Klagenfurt.
(K)
(K) = Konkurs, (SV) = Sanierungsverfahren, (SVE) = Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung. Forderungen können u.a. beim Kreditschutzverband, 1120 Wien, Wagenseilgasse 7, angemeldet werden.
Tel: 050 1870-1000, Fax: 050
1870-99 1000; www.ksv.at
E R Ö F F N E T E I N S O LV E N Z E N
LG KLAGENFURT
Trans K. Handels- und Logistik
GmbH, Kärntnerstraße 11, 9586
Fürnitz, FN174216a. MV: Dr. Paul
Wachschütz, 9500 Villach.
(K)
Valentin Stefan Tscheliesnig Industrievertretung, Hohenthurn
32, 9602 Thörl-Maglern, Einzelfirma. MV: Mag. Christian Köchl,
9500 Villach.
(K)
Reisebüro Dörflinger GmbH, Klagenfurterstraße 15, 9556 Liebenfels, FN326362w. MV: Dr. Leopold
Wagner, 9020 Klagenfurt.
(K)
Metall - Kunst Und Design Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Drautalstraße 5, 9813 Möllbrücke, FN290604i. MV: Dr. Robert Steiner, 9800 Spittal an der
Drau.
(SV)
ÜBERBLICK
wirtschaftsblatt.at
MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
Kärnten
in Zahlen
-4,5%
AUFTRÄGE
Bei 339 befragten Kärtner Gewerbe- und Handwerksbetrieben lagen die Auftragseingänge
im dritten Quartal 2014 um 4,5
Prozent unter dem Vorjahreswert, so die Konjunkturumfrage
der KMU-Forschung Austria.
Mehr als die Hälfte der Betriebe
erwartet, dass die Geschäftslage
weiterhin auf dem schwachen
Niveau des Vorjahres bleibt.
+10%
PREISANSTIEG
Die Quadratmeterpreise für neuwertige Häuser in Kärnten sind
laut Immobilien.net im ersten
Halbjahr 2014 um zehn Prozent
auf 1753 € gestiegen. Gefragt waren vor allem Grundstücke und
Häuser in Klagenfurt und Villach,
wobei die Nachfrage aus Italien
den Markt belebt hat. Lediglich
in Salzburg lag der Preisanstieg
mit elf Prozent höher.
Kärntner Gewerbe- und Handwerksbetriebe sehen
auch im vierten Quartal keine großen Sprünge. Die
Quadratmeterpreise für neuwertige Einfamilienhäuser
sind in Kärnten gestiegen.
12.701
-9863€
+114,2%
NEUZULASSUNGEN
VERDIENST
PFLEGEAUSGABEN
Im September 2014 ist in Kärnten laut Statistik Austria die Zahl an neu zugelassenen
Pkw im Vergleichswert des Vorjahres um
4,3 Prozent auf 12.701 Fahrzeuge gesunken. Österreichweit lag das Minus bei 4,3
Prozent. Insgesamt wurden 237.363 Fahrzeuge angemeldet.
| 15
Bis ins Jahr 2030 rechnet das Wirtschaftsforschungsinstitut mit mehr als einer Verdoppelung der öffentlichen Aufwendungen im Pflegebereich. Für Kärnten beträgt
der zu erwartende Anstieg 114,6 Prozent.
Am Stärksten steigt der Aufwand in Vorarlberg mit 158,8 Prozent.
Ganzjährig vollzeitbeschäftigte Kärntnerinnen verdienen im Schnitt um 9863 €
weniger als ihre Kollegen. Aufs Jahr umgelegt arbeiten sie 81 Tage unbezahlt. Der
statistische Equal Pay Day fiel daher heuer
auf den 11. Oktober. Die Einkommensnachteile sind nur in Wien geringer.
TRENDS
Landwirtschaftliche Produktion
Insolvenzen 1.-3. Quartal 2014
Passiva (in Mio. EUR)
456
401
Wert zu Herstellungspreisen im Jahr 2013 (in Mio. €)
2354
NÖ
1681
OÖ
Gesamt: 7,08 Mrd. €
1292
ST
Anteile an  Pflanzliche
414
399
374
310
149
B
K
T
S
V
 Tierische Erzeugung  Anderes
102
W
W
Gesamt: 2,00 Mrd. €
250
198
142
98
98
45
S
T
V
ST
OÖ
K
B
379
306
152
113
Fälle (absolut)
715
Quelle: Statistik Austria
NÖ
315
429
Gesamt: 2455
141
146
Quelle: RE/MAX AustriaWirtschaftsBlatt
74
Grafik/Cmund
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wirtschaftsblatt.at
MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
FORUM
ONLINE-UMFRAGE
Planen Sie in
der kommenden
Wintersaison einen
Skiurlaub?
66
Ja
Weiß noch nicht
Nein
Die Kelag als
Spielball der Politik
D
29
%
Diskutieren Sie mit:
kaernten@wirtschaftsblatt.at
5
29%
5%
66%
Ergebnis: Von 454 Lesern
planen 29 Prozent einen Skiurlaub. 66 Prozent legen
keinen Wert auf Pistengaudi.
IMPRESSUM
Medieneigentümer, Herausgeber und
Verleger: WirtschaftsBlatt Medien GmbH,
Anschrift: Hainburger Straße 33,
1030 Wien, Telefon: 01/60 117-0
Redaktion: DW 305, Fax 259
Vorsitzender der Geschäftsführung:
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Geschäftsführung: Mag. Herwig Langanger
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Gerhard Hofer
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Markus Stingl, DW 164,
regional@wirtschaftsblatt.at
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Romana Stelzl, DW 281,
anzeigen@wirtschaftsblatt.at
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www.wirtschaftsblatt.at/impressum
Hersteller: Druck Carinthia GmbH & Co KG
Alle Rechte, auch die Übernahme von Beiträgen nach § 44 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz,
sind vorbehalten. Gerichtsstand ist Wien.
ie Kelag wird immer wieder gerne für Privatisierungsdiskussionen herangezogen und auch sonst sehr gerne für
politische Scharmützel jeglicher Coleurs gebraucht. Das
liegt in erster Linie daran, dass der Landesenergieversorger quasi
die einzig wirklich geldbringende Beteiligung ist, über die Kärnten
noch verfügt. Syndiziert sind es 51 Prozent, wie es das Zweite Verstaatlichtengesetz vorsieht.
Sucht die Regierung händeringend nach Barem, kommt die Kelag
ins Spiel. Will der Bund das Land für das Hypo-Debakel zur Kasse
bitten, kommt die Kelag ins Spiel. Steigt die Inflation in Österreich
energiebedingt an, wird die Kelag publikumswirksam zu Strompreissenkungen aufgefordert. Nicht zu vergessen der Zukunftsfonds, der ursprünglich aus den Mitteln des Anteilsverkaufs der
Kelag an die deutsche RWE gespeist wurde.
Zumeist geht es aber um die zehnprozentige Beteiligung des Versorgers an der Verbund-Tochter Hydro Power (VHP). Dabei handelt es sich nicht nur um irgendeine Tochtergesellschaft, sondern
um das Kernstück des Verbund, in dem sämtliche Verbund-Wasserkraftwerke Österreichs gebündelt sind. Die Kelag besitzt somit
auch zehn Prozent an der Donau-Kraftwerkskette – dem Rückgrat
der heimischen Wasserkrafterzeugung. Der Wert dieser zehn Prozent wird gerne mit etwa 400 Millionen € beziffert. Weil die Kelag
aber nicht nur dem Land gehört, sondern auch dem deutschen Versorger RWE und dem Verbund, kann man den Landesanteil mit
rund 100 Millionen € beziffern. In Anbetracht der klammen Landeskassen eine schöne Stange Geld. Doch auch für die Kelag ist die
Beteiligung strategisch wichtig und deshalb sakrosankt.
D
er neue Hypo-Zweier-Vorstand ist also gut beraten, dem
Beispiel seines Vorgängers Hermann Egger zu folgen und
politische Zurufe an sich abprallen zu lassen. Die Kelag
unterliegt dem Aktienrecht, auch wenn sie mehrheitlich im öffentlich rechtlichen Besitz ist. Damit ist sie all ihren Stakeholdern verpflichtet und das sind, zum Wohl des Unternehmens und der Bürger, Gott sei Dank nicht nur die jeweils agierenden Landespolitiker mit ihren ideologischen Begehrlichkeiten.
ANNA OFFNER
kaernten@wirtschaftsblatt.at
FORUM
wirtschaftsblatt.at
MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
| 17
ZITAT
Eine flächendeckende Lkw-Maut wäre ein
Anschlag auf die Regionen
Peroutka π
JÜRGEN MANDL
Wirtschaftskammerpräsident Kärnten
AUSGEZEICHNET
Illustration: Michael Riedler
WIRTSCHAFTSBLATT REGIONAL IHR TEAM
Markus Stingl [mast] Der
Kärntner leitet das Regionalressort im WirtschaftsBlatt. Berichtet
über relevante Themen für KMU.
Anna Offner [off] Die gebürtige
Kärntnerin interviewt führende
Politiker und Unternehmer und
berichtet über Kärntner Firmen.
Michael Vorauer [vorm]
Beobachtet die Unternehmenslandschaft und berichtet über
wirtschaftlich relevante Themen.
markus.stingl@wirtschaftsblatt.at
kaernten@wirtschaftsblatt.at
michael.vorauer@wirtschaftsblatt.at
Georg K. Maurer [gema] Der
Kärntner schreibt über Unternehmen in seinem Bundesland
sowie über Immobilienthemen.
Martina Madner [mad] Die
Arbeitsmarktexpertin schreibt
über Landespolitik, Bildung,
Karriere und Unternehmen.
Christoph Pridun [chp] Berichtet über wirtschaftliche Events
und Unternehmensveranstaltungen in Ihrem Bundesland.
kaernten@wirtschaftsblatt.at
martina.madner@wirtschaftsblatt.at
christoph.pridun@wirtschaftsblatt.at
Wolfgang Rössler [rowo] Der
Kärntner berichtet über kleine
und mittlere Unternehmen,
Bildung und Forschung.
Claudia Peintner [clp] Die
gebürtige Osttirolerin schreibt
über Neuigkeiten aus Unternehmen und Wirtschaftsthemen.
ANZEIGENKONTAKT Robert
Kampfer ist Ihr Ansprechpartner in Kärnten.
kaernten@wirtschaftsblatt.at
claudia.peintner@wirtschaftsblatt.at
robert.kampfer@wirtschaftsblatt.at
Telefon: 0664/800 514 263
REDAKTION kaernten@wirtschaftsblatt.at Telefon: 01/60 117-0 DW 305, Fax 259
18 |
FINANZEN
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MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
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FINANZEN
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GELDANLAGE
Mit alternativen Investments das Portfolio erweitern
Bloomberg
Alternative Investments
können vieles sein – von
Hedgefonds übers Zinshaus bis hin zum Kunstwerk an der Wand. Freilich
gilt auch hier: Nicht alles
auf ein Pferd setzen.
der Meinung sein, dass US-Aktien
besser sind als europäische Aktien, und diese Meinung als Strategie in seinem Fonds umsetzen.“
Was alternative Investments in
der Regel eint, sind geringere Regulierung und geringere Liquidität. Wer kauft sich schließlich
schon täglich eine Karibikinsel?
VON ROSA KUPPKE
Nicht alles auf ein Pferd
Ungebremst in den Himmel wachsen die Erträge von alternativen
Investments freilich auch nicht.
Von den Höchstständen haben
sich beispielsweise Gold, Diamanten, Platin oder auch die Preise
feiner Weine zuletzt entfernt. Entsprechend gilt auch hier der alte
Investment-Leitspruch: Nicht
alles auf ein Pferd setzen.
D
ie Grenzziehung ist
nicht immer eindeutig: Was ist ein
alternatives Investment, was ein
herkömmliches?
„Grob gesprochen ist ein alternatives Investment eine Veranlagung, die nicht in den Bereich Aktien oder Anleihen oder dementsprechende Fonds fällt“, erläutert
Martin Greil, Generalsekretär Alternative Investment Fonds Manager (AIFM) Federation Austria.
Alternative Investments sollten
laut Greil „für eine höhere Diversifikation im Portfolio sorgen“ –
im Idealfall sollte also die Entwicklung der alternativen Anlage
mit den Entwicklungen des Mainstream-Marktes nichts zu tun haben, nicht korrelieren.
Abseits der Kapitalmärkte
Wer sich ganz abseits der herkömmlichen Kapitalmärkte bewegen will, der kann in Autos, Uhren, Diamanten oder Briefmarken
investieren. Bei Wein sind es allen
voran die großen Bordeaux-Weine, die international begehrt sind.
Vor allem die Nachfrage aus Asien
verknappt das Angebot zunehmend. Wer in Kunst investiert, so
raten Experten, sollte nur Werke
kaufen, die auch dem eigenen Geschmack entsprechen: Wenn die
erhoffte Wertsteigerung ausbleibt,
kann man sich zumindest an der
Die Autorin des Artikels erreichen Sie
unter regional@wirtschaftsblatt.at
LIV-EX100FINEWINEINDEX
380
280
Dist blub volla con unt utatvolla
sinveligni unt utat a dist paruptam quia con earuptat
180
31.10.09
1.4.12
31.8.14
smallCharts for Bloomberg
Alternative Investments sorgen für höhere Diversifikation
MARTIN GREIL
GENERALSEKRETÄR
AIFM AUSTRIA
Optik erfreuen. Die britische Privatbank Coutts, ein Tochterunternehmen der Royal Bank of Scotland, hat einen Index mit „Passion
Assets“ – frei übersetzt mit „Liebhaber-Werte“ – entwickelt und berechnet. Im „Objects of Desire“-
Index enthalten sind beispielsweise Kunstgegenstände wie alte
Meister, chinesische Kunst oder
Skulpturen.
Unter der Rubrik „Collectibles“
werden Classical Cars, Münzen,
Briefmarken, Wein oder seltene
Musikinstrumente aufgeführt.
Ebenfalls enthalten sind Juwelen
und Uhren sowie Immobilien. Seit
der Index im Jahr 2005 entwickelt
wurde, ist er um mehr als 77 Prozent gestiegen. Die Kategorie
„Classical Cars“ legte gar um
mehr als 250 Prozent zu, „Classical Watches“ verbuchte ein Plus
von über 170 Prozent und auch
Feriendomizile sind im Wert gestiegen.
Aber es muss nicht gleich eine
ganze Karibikinsel sein. Im Prinzip ist auch eine Eigentumswoh-
nung ein alternatives Investment,
ebenso wie der Kauf eines Waldes
oder eines Infrastrukturfonds.
Die komplexeste Variante von
alternativen Investments sind
Hedgefonds. Zwei Merkmale sind
es für Christian Süttinger, Alternative Investments Dachfondsmanager bei der Erste-Sparinvest, die
alternative Investments kennzeichnen. „Ein klassischer Investmentfonds kauft Anleihen oder
Aktien in der Erwartung, dass sie
steigen. Ein Hedgefonds kann – je
nach Ausrichtung – von steigenden und fallenden Kursen profitieren.“
Auf der anderen Seite zeichnen
Hedgefonds die Relativität aus.
„Ein Hedgefondsmanager muss
keine explizite Meinung zu einzelnen Aktien haben, er kann aber
Feine Weine. Lieber länger lagern als profitlos trinken
Wein kann man trinken, natürlich. Wer seinen Durst im Zaum
hält, kann aber auch auf Wertsteigerungen der edlen Tropfen spekulieren. International begehrt
sind französische Weine, und
hier in erster Linie der Bordeaux.
„Die Nachfrage nach Bordeaux
nimmt zu, vor allem in China und
Hongkong werden die Weine immer beliebter“, sagt Robin Khanna, Geschäftsführer von Bordeaux Traders in Wien. „Das Angebot an Bordeaux ist begrenzt,
weil die Weinbauern in Frankreich per Gesetz nur eine bestimmte Menge produzieren dürfen.“ Da die eine oder andere Fla-
sche auch ausgetrunken wird,
verknappt sich das Angebot weiter. Dennoch wurden zuletzt
nicht mehr die Rekordpreise wie
noch vor zwei, drei Jahren für die
großen Bordeaux-Weine bezahlt.
Wer in Wein investieren möchte, kann in internationale WeinFonds veranlagen oder sich ein
individuelles Portfolio zusammenstellen lassen, wie es bei
Bordeaux Traders angeboten
wird. Allerdings sollte man das
nötige Kleingeld dafür haben.
Bei Bordeaux Traders kann ab
10.000 € investiert werden. Die
Voraussetzung: „Die FMA hat
uns vorgeschrieben, dass unsere
Investieren in Wein – mit Fonds
oder flaschenweise im Depot
Investoren ein Vermögen von
100.000 € vorweisen müssen“,
sagt Khanna.
Wird dann der Wein für die
Kunden gekauft, landet dieser in
einem Weinlager. Der Investor
erhält ein Eigentumszertifikat.
Wird der Wein später mit entsprechendem Gewinn verkauft,
erhält Bordeaux Traders 20 Prozent des Profits. Die Gewinne, die
der Investor macht, sind steuerfrei. Einzig, wer sich ein Fläschchen behält, um es selbst zu trinken, muss dafür dann Mehrwertsteuer zahlen.
[roku]
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KONJUNKTUR
AUMFRAGE
Die Zukunft bringt ...
Jeden Monat bitten wir Unternehmer und Manager um ihre Einschätzung der Wirtschaftslage. Dieses regionale
Konjunkturbarometer bietet einen unmittelbaren Einblick in die Entwicklung in Ihrem Bundesland.
ERNST
HOFBAUER
CENTER MANAGER
CITY ARKADEN
ERICH
DÖRFLINGER
GF
FLEXTRONICS
INTERNATIONAL
GMBH
GÜNTHER
LEOPOLD
GF
VELOX WERK
GESMBH
HEIDI
SCHALLER
DIREKTORIN
HOTEL WERZER’S
STEFAN
JAUSZ
Wie schätzen Sie die
Konjunkturentwicklung
in den nächsten drei
Monaten ein?
Wie wird sich das Geschäft
in Ihrem Unternehmen in
den nächsten drei
Monaten entwickeln?
Suchen Sie aktuell
Mitarbeiter? Wenn ja, für
welche Bereiche werden
sie gesucht?
Das bevorstehende Weihnachtsgeschäft wird für eine
positive Entwicklung sorgen.
Ich erwarte, dass das Weihnachtsgeschäft so gut verläuft
wie im Vorjahr, vielleicht auch
mit einem leichten Plus.
Unsere Shops suchen immer wieder Mitarbeiter: www.
city-arkaden-klagenfurt.at/
jobs
Die politische und wirtschaftliche Situation ist ungewiss, was natürlich Einfluss
auf die Konjunktur hat.
In den kommenden
Monaten erwarten wir einen
leicht positiven Trend.
Wir suchen aktuell insbesondere Techniker für
Leistungselektronik und
Software-Engineers.
Unverändert gedämpft, die
große Hoffnung liegt wohl im
Weihnachtsgeschäft.
Die Preissituation im Bau ist
angespannt, trotzdem können
wir einen zufriedenstellenden
Auftragseingang verzeichnen.
Wir verstärken unser Team
im Bereich Int. Sales, Logistik/
Disposition und Fertigung.
November bis Jänner wird
die Konjunktur gleich bleiben.
Das Weihnachtsgeschäft aber
bringt Belebung.
Die Vorbuchungen laufen bereits besser als im Vorjahr und
wir erwarten uns noch einiges
an Zusatzgeschäft.
Wir suchen für die Ganzjahresmannschaft – Commis de
Rang, Stubenmädchen, Wellnessrezeption, Lehrlinge.
Ich sehe die Konjunkturentwicklung positiv.
Sehr gut, wir haben eine
volle Pipeline im Verkauf.
Im Bereich Verkauf suchen
wir Mitarbeiter.
t Es deutet viel darauf hin,
dass sich die Konjunktur
weiter eintrübt.
Die Konjunktur wirkt natürlich auch auf unser Geschäft,
wir hoffen aber trotzdem auf
eine stabile Entwicklung.
Wir suchen immer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in
erster Linie, um natürliche
Abgänge zu ersetzen.
Ich glaube, die Konjunkturentwicklung wird auf niedrigem Niveau gleich weiterlaufen wie derzeit
t Saisonbedingt werden die
nächsten drei Monate bei uns
etwas ruhiger werden.
Wir suchen derzeit keine
Mitarbeiter.
GF
J.M. OFFNER
FERTIGHAUS
GMBH
HERMANN
EGGER
CEO
KELAG
MARKUS
LEEB
GF
LEEB BALKONE
GMBH
Foltinπ, Peroutkaπ, beigestellt (2), Velox, flextronics, Kelag
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BRANCHENREPORT
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BRANCHENREPORT
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Kärnten Werbung Steinthaler
SKIGEBIETE
Seilbahnen
investieren rund
20 Millionen ¤
Im Spannungsfeld zwischen Qualität und Preisgefüge versuchen sich die Kärntner
Skigebiete zu positionieren. Die Kleinen finden ohne Unterstützung der öffentlichen
Hand kaum ihr Auslangen, das Land steht aber auf der Förderbremse.
VON MARKUS STINGL
V
om Glanz vergangener Tage ist auf
der Flattnitz zwar
wenig über – dennoch sperrt das
kleine Skigebiet
im Bezirk St. Veit unbeirrt jedes
Jahr wieder pünktlich zur Wintersaison auf. Mit den nur noch 200
Betten und dem entsprechenden
Pool an Gästen, die die Flattnitz
anzubieten hat, findet Seilbahnbetreiber Adi Isopp freilich wirtschaftlich nicht das Auslangen.
Entsprechend habe man sich als
Tages- und Familienskigebiet
positioniert, immerhin ist die
Flattnitz das einzige Skigebiet im
Bezirk.
„Die großen Skigebiete gehen
mit den Preisen immer weiter
nach oben, das ist unsere Chance.
Wir bieten noch immer Stundenkarten an“, sagt Isopp. Zum Beispiel können zwei Erwachsene inklusive zwei Kinder um 55 € für
drei Stunden Ski fahren. „Die Leute sind nicht mehr so lange wie
früher auf der Piste – diesem
Trend werden wir gerecht.“
Freilich will Isopp nicht bestreiten, dass er sich wirtschaftlich
Jahr für Jahr zur Decke strecken
muss. Der Nettoumsatz betrug zuletzt rund 170.000 €. „Wir haben
schon Deckungskosten von rund
60.000 € pro Jahr. Über solche Dimensionen können die großen
Skigebiete natürlich nur lachen.
Aber wir Kleinen brauchen Unterstützung.“
Ruf nach Förderungen
Damit spricht Isopp das an, was
man in der Landeshauptstadt ob
der klammen Budgetsituation
nicht gerne hört: den Ruf nach
Förderungen.
Etliche kleinere und mittlere
Skigebiete in Kärnten stehen mit
einem Fuß in der Pleite. Es fehlen
die langfristigen Konzepte. Genau
um diese geht es dem Land als
Fördergeber aber, erklärt Stefan
Primosch, Büroleiter von Finanzlandesrätin Gaby Schaunig. „Eine
Einzelinvestition zu fördern ist ja
vergleichsweise einfach. Ohne
Folgekostenberechnung ist es
aber fahrlässig, Projekte fortlaufend zu unterstützen.“ Des Pudels
Kern liege in der Frage, wie der
laufende Betrieb gewährleistet
werden kann.
Das Land sei gerade dabei, ein
Leitlinienkonzept zu erstellen, um
die Zubringerskigebiete zu erhalten. Diese seien, ob der vergleichsweise günstigen Liftpreise und der
Nähe zu den Kunden, für die Ausbildung der jungen, zukünftigen
Skifahrer und für Wiedereinsteiger immens wichtig – was natürlich langfristig auch den großen
Skigebieten zugutekommt. Letztere sollen deshalb den Kleinen
„finanziell unter die Arme greifen“, sagt Primosch. Erste Gespräche seien positiv verlaufen.
Wettlauf um Qualität
Die großen Skigebiete können international mithalten
WOLFGANG LÖSCHER
SEILBAHN-OBMANN
KÄRNTEN
Die Seilbahngesellschaften der
insgesamt 21 Skigebiete des Bundeslandes investierten in den vergangenen zehn Jahren rund 800
Millionen €. „Heuer werden es
wohl 20 Millionen €“, sagt der Obmann der Kärntner Seilbahnen
Wolfgang Löscher. Damit sehe er
die Kärntner Skigebiete gut aufgestellt. „Der Wettlauf um
Um die Sommersaison zu
forcieren, investierte die
Seilbahngesellschaft auf der
Turrach in eine
Rodelbahn
ZAHL
6,0
Milliarden €
■ Seit dem Jahr 2000 investierten die heimischen Seilbahnunternehmen laut eigenen Angaben
mehr als sechs Milliarden € in Modernisierung der Anlagen, Beschneiungstechnik, Gastronomie
etc. Im Vorjahr waren es rund 507
Millionen €.
Der Kassenumsatz der Branche
ging im Winter 2013/14 im Vergleich zum Jahr davor um 2,8 Prozent auf rund 1,2 Milliarden € zurück. Die Zahl der Beförderungen
sank um etwas mehr als drei Prozent auf 585 Millionen €.
HINTERGRUND
Foltin π
■ Zur Branche gehören laut Zahlen des Bundesministeriums für
Verkehr, Innovation und Technologie 253 Seilbahnunternehmen
(Winter-, Gletscher- und Zweisaisonbetrieb, dazu elf reine Sommerbetriebe) und rund 550
Schlepplift-Unternehmen. Insgesamt verfügt die Branche über
1098 Seilbahnen und rund 1850
Schlepplifte. Auf den Sommerbetrieb (205 Seilbahnunternehmen
haben zwischen Mai und Oktober
offen) entfallen rund zehn Prozent
des Gesamtumsatzes der Branche.
■ Österreichs Skigebiete verfügen über 23.000 Hektar Pistenfläche; 60 Prozent sind beschneibar.
Laut Branchenangaben konnte der
Energieverbrauch zur Schneeerzeugung zuletzt deutlich reduziert
werden - pro Skifahrer und Tag auf
4,2 Kilowattstunden. Damit käme
ein Pkw sechs Kilometer weit.
■ Die Seilbahnen beschäftigten
rund 15.600 Mitarbeiter. Laut Zahlen der Wirtschaftskammer sichert
die Branche zudem 67.500 Arbeitsplätze bei Partnern und Dienstleistern außerhalb der Bergbahnbetriebe.
■ Der Altersdurchschnitt der Skifahrer auf Österreichs Pisten beträgt laut Gästebefragungsdatenbank der Seilbahnen 38 Jahre, ein
Wert, der sich über Jahre hinweg
stabil halte.
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BRANCHENREPORT
Qualität ist gegeben, aber die
großen Skigebiete können international mithalten.“ Zum Vergleich: Die Vorarlberger Seilbahnen investieren heuer rund 45
Millionen €, in Salzburg sind es
gar 125 Millionen €.
Ein Kärntner Skigebiet, das
wirtschaftlich gut funktioniert, ist
die Turracherhöhe. 192.500 Nächtigungen in der vergangenen Wintersaison bedeuteten ein Plus von
sechs Prozent zum Jahr davor.
Was zeichnet die Turrach aus?
Wohl die Schneesicherheit – die
Turrach hat neben dem Mölltaler
Gletscher die längste Skisaison in
Kärnten. Elke Basler, Geschäftsführerin der Turracher Höhe Marketing Gesellschaft: „Wir können
keine 100 Pistenkilometer bieten,
das werden wir auch nie. Aber
unser Fokus auf Qualität und Service wird von den Gästen goutiert.“ Eines dieser ServiceSchmankerln ist der Pisten-Butler,
der schon vor 14 Jahren erfolgreich eingeführt wurde.
Um die Sommersaison auf der
Turrach zu pushen, wurde vor sieben Jahren der Nocky-Flitzer, eine
Rodelbahn, gebaut, „die sehr gut
angenommen wird“, so Basler. Die
Rodelbahn ist eine Allwetterbahn,
sie wird also auch im Winter betrieben. Die Investitionskosten
betrugen 1,6 Millionen €.
Betten schaffen
Für Seilbahn-Obmann Löscher
gibt es allerdings „kein Allheilmittel, wie man sich als Skigebiet
positionieren sollte“. Um eine höhere Grundauslastung zu generieren, seien Hotelbetten jedenfalls
sehr wichtig. Am Dreiländereck,
wo Löscher Geschäftsführer ist,
kämpfe man daher schon seit Jahren um eine Anbindung an
Kranjska Gora. Das Skigebiet in
Slowenien kann auf 2500 Betten
in Vier-Stern-Kategorie verweisen. Sieben Millionen € würde die
Anbindung kosten, ein Grundeigentümer auf österreichischer
Seite verhindert das Projekt allerdings mit Vehemenz.
Aus Marketing-Sicht rät Basler,
ganze Pakete in den Zielmärkten
zu bewerben. „Dafür muss man
sich aber auch intensiv mit dem
jeweiligen Markt auseinandersetzen.“ Es gilt, dran zu bleiben. „Zu
glauben, eine Einzelaktion wird
gleich zum Selbstläufer, ist naiv.“
Den Autor des Artikels erreichen Sie
unter markus.stingl@wirtschaftsblatt.at
OTS
Nachgefragt. „Freeride-Trend tangiert die
kleineren Skigebiete nur am Rande“
WirtschaftsBlatt: Die Wintersaison steht unmittelbar bevor – welche Trends orten Sie 2014/2015?
Markus Eck: Der Trend hin zu
Genuss-Skitouren, dem Fahren
abseits der Piste wird nicht abreißen, er wird sich verstärken.
Auch aus Kostengründen, Skitouren sind günstiger.
Skigebiete haben aus verschiedenen Gründen zu kämpfen – wie
schätzen Sie die Situation im Hinblick auf den Freeride-Trend ein?
Je früher es ins Tal schneit,
desto besser für die Skigebiete,
egal ob groß oder klein. Meiner
Meinung nach tangiert der Freeride-Trend die kleineren Skigebiete nur am Rande, für die ist es
ausschlaggebender, ob sie sich
Beschneiungsanlagen leisten
können oder nicht. Wir als Pieps
GmbH (Umsatz 2013: sechs Millionen €, Anm.) arbeiten mit großen Gebieten zusammen, also
Lech/Zürs oder Montafon. Hier
ist der Bedarf an Sicherheitsausrüstung groß.
Wintersportler, die vermehrt den
Weg abseits der Pisten suchen, benötigen Sicherheitsausrüstung –
wie sehr tangiert Sie das?
Sehr, ich kann mich noch an
Zeiten erinnern, als Skigebiete
gesagt haben, „bei uns gibt es keine Lawinen“. Nun treten Skigebiete mit Wunsch nach Schulungen an uns heran, und Organisationen empfehlen Sicherheitsausrüstungen, die unsere Produkte beinhalten: LawinenPieps, Schaufel und Sonde. Auch
Lawinen-Airbags wie unser Jetforce werden immer wichtiger.
Für 2014 erwarten wir eine schöne Umsatzsteigerung.
Hartl
Markus Eck, Geschäftsführer
der Pieps GmbH aus Lebring
Die Pieps GmbH hat eine Exportquote von 70 Prozent sowie einen
Weltmarktanteil von 40 Prozent.
Was unterscheidet Sie vom Mitbewerb?
Meiner Meinung nach ist es
die enge Verbindung zwischen
Praxis und Ingenieurskunst. In
unserem Entwicklerteam arbeiten drei ehemalige Bergführer,
wir kennen die Anforderungen
an unsere Produkte sehr genau.
Die gesamte Entwicklung passiert in der Zentrale in Lebring,
wir haben auch eine kleine Produktion hier. Zudem sind wir bemüht, alle Produktionsschritte
im nahen Umfeld zu behalten
bzw. aus Asien zurückzuholen.
Die Leiterplatten unserer LVSGeräte werden zum Beispiel von
Anton Paar in Graz hergestellt.
Seit 2012 steht die Pieps GmbH im
Eigentum des amerikanischen
Black-Diamond-Konzerns. Was
hat sich verändert?
Wir sind weiter ein eigenständiges Unternehmen, profitieren
aber vom Netz eines internationalen Konzerns. Das macht auch
die Planung einfacher. [male]
martina.leingruber@wirtschaftsblatt.at
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RECHT & STEUERN
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RECHT & STEUERN
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colourbox.de, Ecovis
ARBEITSPLATZ
Betriebe
müssen Psyche
prüfen
WIEN. Seit einer Novelle im
Arbeitnehmerschutzgesetz
(ASchG) 2012 müssen alle
Unternehmen in Österreich die
„arbeitsbedingten physischen
und psychischen Belastungen,
die zu Fehlbeanspruchungen
führen können“, ermitteln und
beurteilen. Die Arbeitsinspektorate statten seit 2013 in einem
ersten Schritt vor allem größeren Betrieben Besuche ab, um
diese Vorgänge zu kontrollieren, aber auch, um zu beraten.
Konkret müssen die Unternehmen durch einen standardisierten Fragebogen (Anm. erhältlich auf www.arbeitsinspektion.gv.at) oder in moderierten, anonymisierten Gruppengesprächen ermitteln, wo
Schwachstellen liegen: Liegt
eine hohe körperliche oder
geistige Belastung vor? Beispiele dafür wären ein häufiger
Umgang mit unzufriedenen
Kunden, der Zwang zum Dauerlächeln oder eine Unterforderung bei Aufgaben.
Abgefragt werden muss auch
die Zufriedenheit mit der Gestaltung des Arbeitsplatzes
oder mit dem Organisationsklima. Gibt es ausreichend
Unterstützung durch Führungskräfte oder Kollegen?
Werden Mitarbeiter aureichend informiert? Passt die Beleuchtung?
Konkrete Maßnahmen
Tauchen psychische Fehlbelastungen auf, sind Betriebe verpflichtet, „konkrete und nachvollziehbare“ Maßnahmen zu
setzen und diese zu dokumentieren. Fühlen sich Mitarbeiter
etwa von E-Mails in der Freizeit belästigt, können Betriebe
Server so einstellen, dass nach
18 Uhr kein Weiterleiten erfolgt. Ausgegangen ist die NeuRegelung im ASchG von der
EU. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, die Krankenstände aufgrund psychsicher Fehlbelastung zu reduzieren.
[clp]
claudia.peintner@wirtschaftsblatt.at
nehmenswert mittels eines Multiplikators in Verbindung mit Umsatz, Gewinn vor Zinsen und
Steuern (EBIT), Gewinn vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) oder dem Jahresüberschuss. Vorteil dieser Methode ist die schnelle
Berechnung.
GASTKOMMENTAR
Was mein
Betrieb
Wert ist
Achtung vor Fehlern
Die Planungsrechnung erfolgt durch den Unternehmer bzw. das Controlling im Betrieb. Der
Unternehmenswert wird vom Wirtschaftstreuhänder errechnet. Fehler treten in KMU oft bereits bei der Analyse der Gewinn- und Verlustrechnung auf und verfälschen die Planungsrechnungen und so die prognostizierten finanziellen
Überschüsse. Ebenso häufig wird der Diskontierungssatz falsch bestimmt. Schon kleine Veränderungen von Annahmen bewirken Schwankungen beim Wert: Es braucht daher niemanden zu
wundern, wenn zwei Gutachter des Öfteren zu
völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
Die Einschätzung des Unternehmenswertes
ist eine der schwierigsten Aufgaben für
Unternehmer. Maschinen oder Kunden sind
nebensächlich. Es kommt auf Zukunftsgewinne und die richtigen Formeln an.
BARBARA
HÖLZL
Was ein Unternehmen tatsächlich am Papier
D
ie Gründe für eine Unternehmensbewertung sind vielfältig:
Unternehmensnachfolge als Erwerber oder Veräußerer, Verkauf
von Unternehmensanteilen, Einund Austritt von Gesellschaftern,
Umgründungen oder als Planungsinstrument für
Unternehmensstrategien.
Die Einschätzung des eigenen Unternehmenswertes ist jedoch einer der schwierigsten unternehmerischen Vorgänge. Bilanzkennzahlen aus
aktuellen Bilanzen zu ermitteln, ist in Sekunden
möglich, da sie auf Vergangenheitsdaten aufbauen. Bei der Unternehmensbewertung sind aber
die zukünftigen finanziellen Überschüsse des
Unternehmens zu planen. Die gängigen Methoden der Bewertung wurden in einem neuen Fachgutachten vom 26. März 2014 von der Kammer
Fehler treten in KMU oft bereits
bei der Analyse der Gewinnund Verlustrechnung auf
der Wirtschaftstreuhänder beschlossen. Wesentliches Ziel ist die Aufwertung rechnerischer Verfahren zur Unternehmensbewertung.
Planung künftiger Cashflows
Die Basis jeder Bewertung ist die Planung künftiger Cashflows. Zu berücksichtigen sind insbesondere interne Plandaten und Analysen der Stärken und Schwächen des Unternehmens sowie der
vom Unternehmen angebotenen Leistungen.
Ebenso sind marktbezogene Faktoren wie die Ent-
wicklung der Branche, Konkurrenzsituation und
Absatzmärkte relevant. Der Substanzwert, wie
etwa Betriebsgrundstücke oder Maschinen eines
Unternehmens, haben für die Unternehmensbewertung keine Bedeutung. Die Substanzwertmethode, bei der die aktuellen Marktwerte der Vermögensgegenstände ermittelt werden, wird heutzutage nur mehr herangezogen, um prognostische
Bewertungsmethoden zu untermauern.
Formel zur Berechnung
Die finanziellen Überschüsse werden in der Regel in Phasen geplant, welche abhängig von Struktur, Größe, Branche und Lebensdauer des zu bewertenden Betriebes unterschiedlich lang sind.
Die Detailplanung sollte zumindest für die nächsten drei Jahre durchgeführt werden. Für die Zeit
danach wird die Formel der „ewigen“ Rente herangezogen. Das bedeutet, dass nach Ablauf der
zweiten Phase davon ausgegangen wird, dass der
ermittelte Ertrag auf ewig aufrechterhalten werden kann. Zwei Berechnungsverfahren sind in der
Praxis am gängigsten: das Diskontierungsverfahren und die Multiplikatormethode.
Bei den Diskontierungsverfahren ergibt sich
der Unternehmenswert aus dem Barwert finanzieller Überschüsse. Die Berechnung des Barwerts erfolgt mit dem Kapitalisierungszinssatz
(risikoloser Zinssatz zzgl. unternehmensabhängiger Risikoaufschlag). Je höher der Kapitalisierungszinssatz ist, desto niedriger wird der Wert
des Unternehmens ausfallen. Für einen kleinen
Gewerbebetrieb wird der Kapitalisierungszinssatz aufgrund des Risikoaufschlages höher sein
als beispielsweise bei einem leichter handelbaren
börsenotierten Unternehmen.
Multiplikatorverfahren ermitteln den Unter-
wert ist, steht nicht in den Sternen, sondern beruht auf rechnerischen Verfahren
■ Die Autorin ist Steuerberaterin bei ECOVIS Austria,
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
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KARRIERE
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PERSONALSUCHE
Mit dem
Stelleninserat
für sich werben
Bei der Suche nach den
optimalen Mitarbeitern
bringt so manches Inserat
von Klein- und Mittelbetrieben nicht den gewünschten Erfolg. Dabei
lassen sich manche Fehler
einfach ausräumen.
VON MARTINA MADNER
M
it einer Liste an fachlichen Qualifikationen und einem Anforderungsprofil alleine ist ein Stelleninserat selten
von Erfolg gekrönt. Dessen ist
sich Bert Jandl, Geschäftsführer
des Feriendorfs Vila Vita Pannonia in Pamhagen im Burgenland,
sicher. „Wir unterscheiden uns
mit der sozialen Komponente von
den Stelleninseraten anderer“,
sagt Jandl. Das Soziale spiegelt
sich im 164 Mitarbeiter großen
Betrieb zum Beispiel an Kinderbetreuung vor Ort, Freizeitangeboten für Mitarbeiter oder auch
Aus- und Weiterbildung wider.
Stelleninserate sind für Jandl
auch ein Marketinginstrument: „Es
ist sicher schwieriger geworden,
Fachkräfte zu finden. Tourismusberufe müssen für junge Menschen oder Wiedereinsteigerinnen
attraktiver werden. Auch die Generation 50 plus, in der viele hochqualifiziert sind, ist bei uns herzlich willkommen.“
Was Jandl bereits umsetzt, empfielt Christian Klement, Geschäftsführer der Personalberatung ePunkt, auch anderen kleinen und mittleren Unternehmen
(KMU): „Wesentlich ist beim Stelleninserat, dass Unternehmer es
als Werbeplattform für sich im
Kundenkreis Arbeitsmarkt sehen.
Der Kandidat ist kein Bittsteller.“
Bei der Suche nach den besten der
Besten müssen sich Unternehmen
mit ihren Inseraten aus der Masse
an Angeboten herausstechen. Irma Brazda, Leiterin des Bundesländergeschäfts der Personalberatung Iventa, sieht das ähnlich:
„Nicht nur bei Technikern auch in
der Bilanzbuchhaltung, Lohnverrechnung und im Controlling haben die Bewerber oft zwei bis drei
Angebote in der Hand. Da liegt es
an den Unternehmen, sich um sie
zu bewerben.“
Unternehmen vorstellen
Ziel eines Stelleninserats ist natürlich die rasche Besetzung der
Stelle mit dem passenden Mitarbeiter. Laut Florens Eblinger,
Geschäftsführer von Eblinger und
Partner, geht es deshalb um die
Stressresistenz wird
als 60-StundenWoche interpretiert
FLORENS EBLINGER
GESCHÄFTSFÜHRER
EBLINGER & PARTNER
Technisch und
kaufmännisch
ausgebildete
Bewerber können
aus vielen Stellenangeboten wählen
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„Treffsicherheit, eine qualitativ
gute und hohe Rücklaufquote“
von Bewerbungen.
Der Stil muss zum Unternehmen passen: „In der Kreativszene
kann das Inserat vermitteln: Bist
du schräg genug für uns?“, meint
Eblinger. Die Industrie müsse dagegen mit eher faktenorientierten
Argumenten wie der Marktposition oder konkreten Alleinstellungsmerkmalen der Produkte
punkten. Klar ist jedenfalls, dass
sich insbesondere KMU, die – anders als Konzerne oder BranchenLeitbetriebe – weitgehend unbekannt sind, sich Bewerbern vorstellen sollten: Die kurz umrissene Unternehmensphilosophie
sollte im Inserat nicht fehlen.
sei in einem Betrieb auch ein Projektmanager, in einem anderen gehe es rein um den Außendienst.
Mit zu detaillierten Vorgaben
könne man sowohl Branchenfremde verschrecken als auch hoch motivierte Personen mit einer fehlenden Qualifikation, die sich im Betrieb erwerben lässt. Für Bewerber
sind Möglichkeiten zur Weiterbildung und Entwicklung der Karriere laut Klement durchaus Gründe,
die für einen Betrieb sprechen.
Platz sparen könne man bei Nona-Aussagen, Controller sind per
Definition zahlenaffin und PRLeute kommunikativ. Vor manchem warnt Eblinger sogar:
„Stressresistenz wird von vielen
Häufige Fehler
WUSSTEN SIE …
Das Anforderungsprofil und das
Aufgabengebiet sollten nicht die
Suche nach der Eier-legendenWollmilch-Sau vermitteln. Große
Firmen, die mit 250 Bewerbungen
rechnen müssen, können laut
Eblinger sehr eng ausschreiben.
Ein Nischenunternehmen, sollte
aber Spielraum offen lassen.
Brazda ergänzt: „Interne Positionsbezeichnungen sollte man
besser vermeiden. Damit ist noch
nicht klar, was die konkreten Anforderungen sind.“ Ein Vertriebler
■ Diskriminierung ist in betriebliche Stellenausschreibungen verboten. Nicht gesetzeskonform wäre
die Suche nach einem „Abwäscher
mit sehr guten Deutschkenntnissen“. Das diskriminiert Migranten
und Frauen. Für die Tätigkeit reicht
„gutes“ Deutsch aus und mit der
Formulierung „Abwäscher/in“
spricht der Betrieb auch Frauen an.
■ Gehaltsangaben in Inseraten
sind ebenfalls verpflichtend. Ein
Kandidaten als 60 StundenArbeitswoche interpretiert.“
Aber: „Eine gewisse Ehrlichkeit ist
schon wichtig, schließlich kostet
die Personalsuche Geld. Wenn der
neue Mitarbeiter den Betrieb
gleich wieder verlässt, beginnt die
Suche von neuem.“
Konkret sollten auch die Gehaltsangaben sein: „Der kollektivvertragliche Mindestlohn mit der
Bereitschaft zur Überzahlung ist
eine Nullaussage, die abschrecken
kann. Charmanter ist eine realistische Bandbreite, die auch Topleute anspricht.“
Die Autorin des Artikels erreichen Sie
unter martina.madner@wirtschaftsblatt.at
korrektes Beispiel wäre: „2000 €
brutto pro Monat laut Kollektivvertrag, eine Überzahlung ist abhängig
von beruflicher Qualifikation und
Erfahrung möglich“. Die Kür sind
realistische Spielräume, wie „2500
bis 3000 € je nach Erfahrung.
■ Beim ersten Verstoß erfolgt jeweils eine Verwarnung durch die
Bezirksverwaltungsbehörde, bei
weiteren Verstößen ist mit Geldstrafen bis 360 € zu rechnen.
IMMOBILIEN
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MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
IMMO-TRENDS
GRÜNES BAUEN
GEWERBEIMMOBILIEN
KÄRNTEN
Mutige und kompromisslose
Politik gefordert
Miete, Oktober 2014
Tendenz gg. Sept.
AngebotsNettopreis
Geschäftsloksal
Büro
(in €/m²)
Alle Bezirke
7,3
Klagenfurt (Stadt)
8,1
Villach (Stadt)
5,5
Alle Bezirke
7,6
Klagenfurt (Stadt)
11,5
Villach (Stadt)
3,4
WirtschaftsBlatt
Grafik/Cmund
Quelle: www.immobilien.net
Laut der KPMG-Studie „Property
Lending Barometer 2014“ wird Österreichs Immobilienmarkt als stabil angesehen. Die befragten Banken sehen das Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung als strategisch wichtig an und zeigen sich
aufgeschlossen bezüglich der Finanzierung von Projekten.
In Kärnten hat nachhaltige
Denkweise, wie sie etwa in
Vorarlberg schon längst
Normalität ist, noch zu
wenig Platz. Das befinden
zumindest einige Planer
und Bauträger.
VON GEORG K. MAURER
S
olange gewisse Lobbyisten
der Wirtschaft die Politik
mitbestimmen, werden viele Bemühungen um Effizienz und
Nachhaltigkeit auch im Wohnbau
vergebens sein,“ befürchtet An-
dreas Müller. Als Projektverantwortlicher von Sun Media für
das Sonnendorf Finkenstein fordert er von Politikern mehr Mut
und kompromisslose Endscheidungen.
Sechs Häuser seines Projektes
seien fertig, fünf bereits in Betrieb. Mit Photovoltaikanlagen am
Dach, kombiniert mit Wärmepumpen und 50 Zentimeter starken Ziegelwänden gebe es praktisch keine Energiekosten, so die
ersten Erfahrungen. In der zweiten Bauphase werden ab Frühjahr
2015 weitere 16 Doppelhäuser errichtet. Kostenpunkt: sechs Millionen €.
Damit solche Energietechniken
attraktiver werden, müsse es bessere Förderungen geben, so Müller. Seine Kritik: „Wenn mit Fördergeld Styropor an Wände geklebt wird, ist das Sondermüll, der
in einigen Jahren teuer entsorgt
werden muss.“
Crowdworking
Mit einer alternativen Wohnidee
lässt Wolfgang Lackner aufhorchen. Der in Velden am Wörthersee ansässige Baukünstler versucht nach walisischem Vorbild,
Einbaumhäuser als touristische
Attraktion zu etablieren. „Berindete Bäume im Außenbereich,
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MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
IMMOBILIEN
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Sun Media
Lehmwände mit Strohdämmung
und Holzdach sollten die 50 bis
160 Quadratmeter großen Rundbauten mindestens hundert Jahre
alt werden lassen,“ sagt Lackner.
Wobei er diese Hausform auch
privaten Nutzern empfiehlt. Wer
Geschick hat, könne so ein Haus
selber aufstellen, mit Nachbarn,
in Form von „Crowdworking“. Da
könnte der Quadratmeter-Preis
dann durchaus bei 500 € liegen.
Professionell aufgestellt kostet es
zwischen 1500 € und 2800 €, je
nach Ausstattung.
Für die zweijährige Entwicklungsphase gab es keine Förderungen, bedauert Lackner. 2015
sollen die ersten Häuser errichtet
werden, mit Investoren sei er bereits im Gespräch.
Gewerbebau mau
Praktisch ohne Energiekosten werden die ersten fünf Häuser des Sonnendorfs Finkenstein betrieben
Der Grüne Umweltlandesrat Rolf
Holub kündigt an, dass Raumordnung, Bauordnung und Wohnbauförderung in Kärnten derzeit den
Kriterien der Nachhaltigkeit angepasst werden.
Bei all diesen Bestrebungen
sieht Finanzlandesrätin Gaby
Schaunig (SPÖ) gesetzliche Vorgaben des Bundes und der Europäischen Union als Hemmnisse.
Als Erfolg bezeichnet sie die
Wohnbauoffensive des Landes, die
alleine heuer mit rund 150 Millionen € dotiert sei und vor allem im
sozialen Wohnbau eingesetzt werde. „Die öffentliche Hand konnte
damit im ersten Halbjahr das Mi-
nus von 22,5 Prozent bei den privaten Investoren in der Bauwirtschaft mehr als kompensieren.“
Den Autor des Artikels erreichen Sie
unter kaernten@wirtschaftsblatt.at
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BUSINESSTALK
wirtschaftsblatt.at
MITTWOCH, 5. NOVEMBER 2014
Redaktion Alexander Pfeffer
alexander.pfeffer@wirtschaftsblatt.at
DISKUSSION
Blitzlicht
Luxus und
wahre Werte
VELDEN. Einblicke in das Leben von drei erfolgreichen Managerinnen gabs bei der ersten „Casinos
Austria Ladies Lounge“, zu der Frau in der Wirtschaft
Kärnten und das Casino Velden geladen hatten. Casinos-Austria-Vorstandsdirektorin Bettina GlatzKremsner, Renate Sandhofer, Chefin von GESA
Transporttechnik und Alphafloating, sowie Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, diskutierten vor rund 200 Unternehmerinnen über Luxus und
wahre Werte.
Nationalbibliothek-Generaldirektorin Johanna Rachinger, Casinos-Austria-Vorstandsdirektorin Bettina Glatz-Kremsner, WK-Vizepräsidentin Sylvia Gstättner und die Kärntner Unternehmerin Renate Sandhofer (v.li.) bei der ersten „Casinos Austria Ladies Lounge“
NETWORKING
Treffen der
Hoteliers
KLAGENFURT. Premiere für eine neue Talk-Plattform
der Hoteliervereinigung (ÖHV): Vizepräsident Bert
Jandl und Landesvorsitzende Heidi Schaller hatten
zum ersten „hotel.dialog“ geladen – und 15 Top-Hoteliers kamen ins Hotel Sandwirth zu dieser Networking-Veranstaltung. Anlass war der Neustart der
Tourismuspolitik unter Tourismuslandesrat
Christian Benger. „Ein tolles Format, ein
tolles Gespräch! Das führen wir weiter“, so ÖHV-Generalsekretär
Markus Gratzer.
ÖHV
Die Zukunft des
Kärntner Tourismus war Thema
beim ersten „hotel.dialog“ (v.li.):
ÖHV-Landesvorsitzende Heidi
Schaller, HelvigEva Kanduth,
Direktorin des
Hotel Sandwirth,
sowie Landesrat
Christian Benger
Richard Tanzer
Wolfgang Mandl
ist Honorarkonsul
KLAGENFURT. Statt „Guten
Tag“ wird es bei Wolfgang
Mandl nun künftig öfter
„Buon Giorno“ heißen. Der
BKS Bank-Vorstandsdirektor wurde von Botschafter
Giorgio Marrapodi zum
neuen italienischen Honorarkonsul in Kärnten ernannt. Er folgt Heimo Penker nach.
Ihr Event ist unser Business
Ein rundes Jubiläum, das Ihr Unternehmen feiert, eine festliche
Präsentation, zu der Sie Business-Partner laden, oder ein Galaabend,
der mit hochkarätigen Gästen über die Bühne geht: Halten Sie uns auf
dem Laufenden, schicken Sie uns Informationen und mailen Sie uns!
regionaltalk@wirtschaftsblatt.at
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Seele and Geist
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