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IDS der Superlative – wie immer - EVE Ernst Vetter GmbH

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86-93_ZP_02_IDS_top12
20.04.2011
16:48 Uhr
Seite 86
TOP TWELVE
Quelle: © Koelnmesse
IDS der Superlative – wie immer
Sie liegt hinter uns, die „größte IDS aller Zeiten“, wie die Veranstalter nicht müde
werden zu betonen. Und wirklich zeigen alle Trends nach oben: mehr Fläche, mehr
Aussteller, mehr Besucher.
D
en größten Zuwachs gab es mit plus 20 % bei
den ausländischen Besuchern, was wohl auch
ein Hinweis auf die endlich auch um uns herum anziehende Konjunktur ist. Und selbstverständlich
konzentrierte sich das Interesse vieler Medien auf
die Großen der Branche und auf die neuen Anwendungen der Hochtechnologie. Genaue Zahlen zu
den vielen Superlativen finden Sie bei Bedarf unter
www.ids-cologne.de.
Wir möchten Sie abseits des Mainstreams an dieser
Stelle traditionell wieder auf einige kleinere, aber dennoch hochinteressante Produkte aufmerksam machen, die zwischen all den neuen und alten Implantatsystemen und CAD/CAM-Großschleifmaschinen
rasch übersehen werden könnten. Dafür haben wir
für Sie auch diesmal wieder alle Hallen abgegrast und
geben nun hier auch den kleinen pfiffigen Ideen etwas Raum. Das können Innovationen sowohl aus
dem Angebot der großen Marktführer als auch der
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kleinen Familienbetriebe sein. Es sind Produkte für die
Masse der Patienten und auch für ganz spezielle Sonderfälle. Ihnen gemeinsam sind die Neuigkeit und die
praktische Cleverness, dazu allerdings auch die Unsicherheit, ob sich daraus ein Verkaufsschlager oder ein
Ladenhüter entwickeln wird, ob sie bei der nächsten
IDS viele Konkurrenten bekommen werden oder nur
noch eine nette Erinnerung sind. Zugegeben, die
Auswahl erfolgte durch unsere persönliche Neugierde-Brille, sie kann daher keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erheben. Und auch die Reihenfolge ist hier willkürlich gewählt, denn innerhalb der
Top Twelve soll es weder Sieger noch Plazierte geben, dazu sind die jeweiligen Dinge einfach zu unterschiedlich. Sollten Sie mit einem der hier vorgestellten Produkte eigene Erfahrungen sammeln, so
würden wir uns über eine Rückmeldung (Kommentarfunktion auf www.zp-aktuell.de/top-twelve) freuen, ob denn unsere Auswahl wirklich einen nützlichen Hinweis geben konnte.
ZAHN PRAX 14, 2, 86 – 93 (2011)
86-93_ZP_02_IDS_top12
20.04.2011
16:48 Uhr
Seite 92
TOP TWELVE
CarieScan – Karieserkennung und -überwachung ohne „menschlichen“ Fehler
In erster Linie ihretwegen entstand der Beruf des Zahnarztes: die Karies. Aber auch nach 130 Jahren akademischer
Zahnheilkunde gibt es immer noch keine zu 100 % sichere Erkennungsmethode für die versteckten Läsionen unter den Fissuren, gibt es also sowohl falsch positive (irrtümliche Annahme einer Karies) als auch falsch negative
(irrtümlich für gesund gehaltene Läsionen) Ergebnisse der Diagnostik. Einen großen Schritt nach vorne soll nun
das batteriebetriebene Handgerät CarieScan bieten. Mithilfe einer Impedanzmessung (Wechselstromwiderstand) stellt es Veränderungen der Hartsubstanzdichte fest und erreicht damit Studien zufolge einen aus Spezifität und Sensitivität zusammengesetzten „Performance-Index“ von 92,5 %. Ideal wären 100 %. Zum Vergleich: Mit Bissflügelaufnahmen sind auf dieser Skala nur 62,5 %, mit dem „unbewaffneten“ Auge gar nur
48 % erzielbar. Der etwas größer als ein Füllfederhalter gebaute CarieScan verfügt über zwei verschiedene
Anzeigesysteme: Neben einer LED-Farbanzeige mit den üblichen Signalfarben (bei Rot ist Bohren angesagt!)
erscheinen auf einem Display für den eher konservativen Patienten dimensionslose Zahlen zwischen 0 (entspannt zurücklehnen) und 100 (bohren!). Solche Zahlen haben zudem den Vorteil, dass sie in der Patientenakte notiert werden können. Damit dienen sie sowohl der eigenen Absicherung im Streitfall als auch der Verlaufsbeobachtung. Die Sensoren, an deren Spitze kleine Metallbüschel sitzen, sind Einwegartikel zum Preis von
ca. 2 Euro. Die Anwendung ist denkbar einfach, auch weil die sonst oft nötigen Kalibrierungen komplett
wegfallen. Als Zahnarzt gewinnt man mehr Sicherheit und dazu überzeugende Argumente. Einziger
Nachteil: Approximalkaries ist noch (?) nicht detektierbar. Aber in zwei Jahren steht ja schon die nächste
IDS an. Fragen Sie dann nach, ob es neue Software oder spezielle Sensoren gibt.
Kontakt: CarieScan Ltd., UK-Dundee; www.cariescan.com
EVE Poliersets – für jede Oberfläche systematisch geordnet
Was haben Poliersysteme in den Top Twelve der IDS zu suchen? Streng genommen nichts, denn der Neuigkeitswert hält sich hier
in Grenzen. Das wirklich Innovative liegt hier im System, welches den Berichterstatter begeisterte. Der kennt nämlich das alte Dilemma: Ständig kommen neue Restaurationsmaterialien auf den Markt, deren Oberflächen möglichst hochglänzend poliert sein
sollten. Deshalb genügt es nicht mehr, zwischen Kunststoffen, Keramiken und Metallen zu unterscheiden. In jeder dieser drei Gruppen gibt es mittlerweile eine riesige Vielfalt. Keramiken gibt es von Oxid-, Glas-, Feldspat- bis zu leuzitverstärkten Silikaten, Metalle gibt es von Amalgam, Titan über Kobalt- und Nickel-Basis bis zu
verschieden harten Goldlegierungen, Kunststoffe können elastisch oder hart, mit Mikro- oder Nanopartikeln versetzt sein ... Fast
vergessen: Auch Schmelz will hin und wieder poliert sein. Und für
all diese Oberflächen hat man sich einmal den passenden Polierer
gekauft, ordentlich in den Schrank gestellt und dann irgendwann
die Orientierung verloren. Denn nach einigen Sterilisationen landen diese so ähnlich aussehenden Teile schnell im großen Pool der
Polierer, werden bestenfalls nach Farbe oder Größe sortiert und oft
nur noch zufällig indikationsgerecht angewendet. Deswegen sind
die Oberflächen all der genannten Materialien nirgendwo so
schön poliert wie auf den Messeständen der Hersteller. EVE setzt
dem nun ein schlichtes, aber wirkungsvolles kleines Leporello entgegen, die Orientierungshilfe „Discovery Guide“. Dort sind für die
verschiedensten Oberflächen die jeweiligen Sets beschrieben und abgebildet, dazu mit einem kleinen Anwendungstipp versehen,
z.B. zur idealen Drehzahl, zur möglichen Wärmeentwicklung, ob eine Wasserkühlung nötig ist oder nicht. Aber es wäre ungerecht,
nur den „Discovery Guide“ in unsere Top Twelve aufzunehmen. Auch einige der darin verzeichneten Instrumente haben hier einen
Platz verdient. Beispielsweise der EVE Unitrim, ein auch für die so schwer zu bearbeitenden elastischen Prothesenbasis-Kunststoffe auf Polyamidbasis oder Silikon-Unterfütterungen geeignetes Instrument. Eine selbstständige Innovation aber stellt die Serie EVE
Prophyclean dar, mit der man Zahnstein, Verfärbungen und Zementüberschüsse (Bracket-Entfernung!) perfekt entfernen kann, ohne die natürliche Hartsubstanz zu schädigen. Der Trick dabei: Das verwendete Schleifkorn ist „defensiv“. Soll heißen, auf der MohsSkala der relativen Härte rangiert dieses Korn um zwei Stufen unter der Härte des Schmelzes. Damit sind in der Prophylaxesitzung
auch Beschädigungen am Dentin, am Zement und selbstverständlich an keramischen Restaurationen ausgeschlossen. Und weil der
gesamte Polierkörper mit einer durchgehenden Körnung ausgestattet ist, kann mit einer langen Standzeit gerechnet werden.
Kontakt: EVE Ernst Vetter GmbH, Pforzheim; www.eve-rotary.com
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ZAHN PRAX 14, 2, 86 – 93 (2011)
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