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Die Briten Uriah Heep rockten wie in alten Zeiten - Dietfurt

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BR−RADLTOUR
NEUMARKTER TAGBLATT
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NMD1
Freundeskreis Neumarkt Suchtkrankenhilfe Gruppe Dietfurt: Jeden Donnerstag, 19.30 Uhr, Treff in
der ehemaligen Grundschule Zimmer
11.
Die Briten Uriah Heep
rockten wie in alten Zeiten
Tourist-Information: 8.30 bis 12.30
Uhr und 15 bis 18 Uhr geöffnet.
GRATIS Die fünf Musiker um
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AUS DIETFURT UND UMGEBUNG
HEUTE
VEREINE
Imkerverein Dietfurt: Freitag, 20
Uhr, Monatsversammlung im Vereinslokal Herrler.
TSV Dietfurt: Samstag ab 7 Uhr Eindecken des Daches, 19 Uhr Hebfeier
für bisherige und künftige Helfer.
Schützengesellschaft St. Sebastian: Heute um 19.30 Uhr ist wieder ein
Schießabend.
Feuerwehr Wildenstein: Am Samstag um 19 Uhr ist in Parleithen eine
Übung mit Besprechung des Grillfestes am 21. August.
KIRCHENGEMEINDEN
Dietfurt: Heute, 18.25 Uhr Rosenkranz und 19 Uhr Messe in der Frauenkirche. Staadorf: Heute, 19.30 Uhr,
Messe.
Ottmaring: Heute, 19.30 Uhr, Messe.
Dietfurt
begeisterte
REAKTIONEN Was die Stadt auf
die Beine gestellt hat, haben
selbst Radltour-Veteranen
noch nicht gesehen.
Einen gigantischeren Empfang, wie ihn Dietfurt für die BR-Radltour bereitet, hat es noch nicht gegeben. Das konnte man am Dienstagabend immer wieder von den Teilnehmern der diesjährigen Tour hören.
Matthias Keller-May, Leiter der
Abendschau des Bayerischen Fernsehens, fuhr zum sechsten Male mit und
sagte: „Ich hab schon vieles erlebt, aber
eine derartige herzliche Begrüßung
noch nicht.“ Und das, obwohl es bei
der Ankunft regnete. Er lobte die Stadt
und die gesamte Bevölkerung und betonte, Dietfurt habe sich damit nicht
nur bei ihm, sondern bei allen Teilnehmern der Radtour und den vielen Begleitern eingeprägt.
Karlheinz Sabelfeld aus Schwarzenbach in Oberfranken ist zum 19. Mal
dabei. Bei insgesamt 21. Auflagen
kann er sich als Stammgast der Radltour bezeichnen. „Mir fehlen die Worte. Mir ist das Herz aufgegangen, bei
dem, was die kleine Stadt auf die Beine
gestellt hat“, sagte er. Er bezeichnete
den Regen, der kurz vor der Ankunft
fiel, als Freudentränen des Himmels.
Und als er durch Zufall erfuhr, dass
Anton Bachhuber von der Tourist-Info
als Hauptorganisator für die Mammutveranstaltung tätig war, ging er zu
ihm, klopfte ihm auf die Schulter und
sagte: „Großartig, da können sich größere Städte verstecken.“ Der nahm das
Lob zufrieden, aber gelassen zur
Kenntnis und sagte, wenn nicht so viele Dietfurter mitgeholfen hätten, wäre
dies nicht möglich gewesen. Am Beispiel der Radltour zeige sich, was
machbar ist, wenn viele an einem
Strang ziehen, sagte Bachuber.
DIETFURT.
BR-Mann Matthias Keller-May fand
Dank- und Lobesworte für Stadt und
Bevölkerung.
DONNERSTAG, 5. AUGUST 2010
Zwei Sieger
am Laufrad
EINLAGE Zwei Mädchen liefer-
ten sich im Finale des Gaudi-Wettbewerbs für Kinder
ein „totes Rennen“.
Gitarren-Legende Mick Box
überzeugten in Dietfurt
8000 Zuhörer des RadltourKonzerts.
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SEITE 45
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DIETFURT. Da hat es selbst Roman Roell
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Die Meister des „Uh“ und
„Ah“ ließen am Dienstag rund 8000
Zuhörern wissen: 40 Jahre „Uriah
Heep“ sind noch lange nicht. Man
konnte es am besten Altmeister Mick
Box und Sänger Bernie Shaw auch ansehen, dass da eine Band spielte, der
solche Live-Konzerte weit weg von ihrer britischen Insel noch lange nicht
zur lästigen Pflichterfüllung geworden sind. Weise schmunzelnd der eine
mit Sonnenbrille, silbernem Kreuz auf
der Brust und überragenden linkshändigen Soli: Mick Box. Der andere, Dauerlächler Bernie Shaw mit nimmermüdem Posing und ausdauernder Stimme, die für viele weit jüngere Frontmänner ein tolles Vorbild wäre.
Und dazu Basser Trevor Bolder,
Schlagzeuger Russell Gilbrook und vor
allem Keyboarder Phil Lanzon als
Fleisch gewordenes Perpetuum Mobile im rhythmischen Antrieb eines erfolgreichen Hardrock-Unikats.
Keine Frage: Wer Uriah Heep hören
wollte, bekam Uriah Heep mit höchstem Wiedererkennungsgrad. Und das
in einer bestechenden Live-Qualität.
Natürlich waren sie alle dabei, die Kracher „Stealin‘“, „Easy livin‘“ und „Gipsy“ aus einer Zeit, als es schon wild dazu wippende Köpfe mit üppigen Mähnen gab. Übrigens: Das mittlerweile
eingedeutschte Wort „Headbanging“
war damals noch nicht erfunden…
Mit dabei waren Songs, die in den
an heißen Kriegen und Kaltem Krieg
reichen 70ern zu Visionen einer hoffentlich bald aufziehenden neuen,
friedlicheren Zeit gehörten: „July Morning“ und „The Wizard“. Und natürlich der größte Uriah Heep-Hit, „Lady
in Black“ – dazu griff sich Mick Box eine elektronisch abgenommene akustische Gitarre, was eine gegenüber dem
Originalsong nicht zu ihrem Nachteil
gereichende Abwandlung ergab.
Dieses Dietfurter Konzert unter
tiefschwarzem, seinen Regen aber für
sich behaltenden Himmel zeichnete
aus, dass es prall gefüllt war mit solistischen Glanztaten. Allen voran das Solo des Ur-Uriah Heep, Gitarrist Mick
Box, bei „July Morning“: Einhändig,
mit den Fingern seiner Linken, war
Box viel schneller zu Gange als man-
DIETFURT.
Uriah Heep-Gitarrist Mick Box zeigte, wie schnell er noch ist.
cher, der nicht mal dreihändig dieses
Tempo schaffen würde.
Als Untermalung diente immer der
Sound einer B3-Hammondorgel. Dafür
hat man und somit auch Mister Lanzon heutzutage ein technisches Wunderwerk zu bedienen, ohne dass sich
Roadies an dem schweren Originalstück einen Bruch heben müssen. Die
erwähnten „Uhs“ und „Ahhs“ im
Chorgesang wirkten auch als prächtige Einladung zum Mitsingen.
Uriah Heep haben sich in Dietfurt
als ebenso unverwechselbare wie gut
gelaunte Live-Band gegeben. Das
brachte nicht nur Stimmung. Der
Abend bot auch einiges an Überzeugung für alle, die Hardrock im Stil der
70er wegen seiner manchmal wunderlich verschnörkelten, aber auch ebenso eingängigen Melodieführung als
unsterbliche Liebe in sich tragen.
Zum Konzert ohne Schwachstellen
passte das Publikum. Da war beim
Blick in zahlreiche glückliche Gesichter viel Erinnerung an offensichtlich
schöne, eben 40 zurückliegende Jahre
Foto: Röhrl
als Teens und Twens zu spüren. Es war
an diesem Abend auffallend, dass sehr
viele 50- und 60-Jährige unbeschwert
mitgewippt und mitgesungen haben.
Und so durfte sich der Bayerische
Rundfunk für 90 Minuten Vollwertkost – so lange dauerte das Gratis-Konzert von Dietfurt – in Sachen Rock-Oldies eines enormen Danks sicher sein.
Dass Uriah Heep auch etwas fürs hier
und heute sind, zeigte die Anwesenheit vieler junger Konzertbesucher.
Mit ihren beiden neuen, erst 2009
auf dem „Celebration“-Album erschienenen Titeln „Only Human“ und vor
allem „Corridors of Madness“ gaben
Box, Shaw und Co. eine stimmige Visitenkarte bei denen ab, die mit härterer,
gitarrenbetonter Musik in Zeiten von
„Lady Gaga“ oder „Eminem“ vor diesem Abend vielleicht gar nichts mit
„Uriah Heep“ anzufangen wussten.
Der „Aha“-Effekt dürfte nicht nur wegen der vielen „Uhs“ und „Ahs“ an diesem Abend bei den Jüngeren groß gewesen sein. Der Riesenschlussapplaus
gilt als Beweis für diese Annahme.
und Tom Glas, die beiden schlagfertigen Radio-Moderatoren von „Bayern3“
die Sprache verschlagen: Was macht
man mit einem Finale, bei dem zwei
junge Damen so ziemlich gleichzeitig
über die Ziellinie mit ihren Laufrädern
rauschen? Marcus Praller vom gleichnamigen Autohaus in Deuerling hatte
flugs die Lösung parat: „Dann erklären
wir eben beide zu Siegern.“ Und so
huschte am Dienstabend abwechslungsweise einer Vierjährigen, Annika
Lindl aus Dietfurt, und einer Fünfjährigen, Melanie Wibmer aus Deising,
ein Lächeln über die Lippen.
Die beiden jungen Damen hatten in
dieser vom Neumarkter Tagblatt präsentierten Einlage im Rahmenprogramm des BR-Radltour-Aufenthalts
in Dietfurt bei den Qualifikationsrennen zuvor einigen männlichen Altersgenossen ihr Rückrad sehen lassen.
Als die beiden dann im Finale aufeinandertrafen, sahen die Zuschauer die
zuvor dominierenden Starterinnen direkt nebeneinander an der Ziellinie.
Wie, wenn sie seit mindestens vier
Jahren nichts anders geprobt hätten,
legten sich Melanie und Annika mit
ihren gelben Laufrädern ins Zeug. 20
Meter weiter war zwar schon das Ziel
erreicht – aber kein eindeutiger Sieger
gefunden. Marcus Praller wollte es
nicht auf eine Zentimeter-Entscheidung rauskommen lassen, fällte das
salomonische Urteil – jetzt bekommt
jede ein BMW-Laufrad als Preis.
Die Entscheidung, das Finale unentschieden zu geben, war salomonisch:
Denn da hatte wirklich keine der beiden Mädels die Nase voran. Foto: Röhrl
Dietfurt wird in guter Erinnerung bleiben
BR-RADLTOUR Mit einem „Kil-
le-Wau“ auf den Lippen verließen die Radler Dietfurt.
DIETFURT. Mach einer für viele Teilneh-
mer kurzen Nacht, verließ gestern die
BR-Radltour Dietfurt. Mit den Worten
„wir freuen uns, dass wir hier sein
konnten. Unser Aufenthalt hat sich gelohnt“, verabschiedete sich der Cheforganisator der BR-Veranstaltung, Thomas Gaitanides, von den Dietfurtern
und erhielt von den 1200 Radlern tosenden Beifall.
Nicht nur für die Radler, viele feierten lange und kamen spät in ihr Lager,
andere standen schon früh auf um
Dietfurt beim Sonnenaufgang zu erkunden, sondern auch für die Dietfurter Metzger und Bäcker war die
Nacht kurz. Nach der Radlerparty
mussten sie auf dem Festplatz ihre Imbissstände abbauen und zeitig am
Morgen im Zentrum der Stadt die zwei
zehn Meter langen Frühstücksbüfetts
herrichten. Denn schon um 6 Uhr kamen die Ersten, um sich für die weitere Etappe zu stärken.
Vor dem Start erwärmten und dehnten sich die Radler gemeinsam.
Blitzschnell war der ganze Stadtplatz ein Frühstücksraum unter freiem Himmel. Man sah allen, die gekommen waren, an, dass sie das Frühstück genossen. Die Radler nützten die
Gelegenheit, so oft nachzufassen, wie
sie wollten. Viele sahen dies als weiteres Sahnehäubchen, auf den großartigen Empfang am Dienstagabend in
Dietfurt. So war es nicht verwunderlich, dass sich die Radler bei der Unter-
Foto: ufb
haltung an den Tischen immer wieder
lobend über das gastfreundliche Dietfurt äußerten.
Um 8.30 Uhr begann das obligatorische Aufwärmprogramm für alle Radler, geleitet von Marion Meier aus Beratzhausen, die in dieser Funktion seit
Jahren die BR-Radltour begleitet. Geschickt baute sie den Schlachtruf der
Dietfurter Chinesen in ihr Übungsprogramm mit ein. Und der Ruf „Kille-
Wau“ wurde unüberhörbar von den
Frühsportlern übernommen.
Als Mitturner standen Bürgermeister Franz Stephan und Kaiser Ko Houang Di mit auf der Bühne, die aber bald
merkten, dass man mit den Anforderungen der Gymnastiklehrerin ins
schwitzen kommt.
Nach Hinweisen der Polizei und
wichtigen Informationen über die bevorstehenden Tagesstrecke, gab es
nochmals Komplimente für Dietfurt.
vom Leiter der Abendschau, Matthias
Keller-May, und dem Organisator der
BR-Radltour, Thomas Gaitanides. Bürgermeister Stephan dankt für die
Wahl Dietfurts als Etappenziel und
wünschte eine gute Weiterfahrt. er äußerte die Hoffnung, dass der eine oder
andere Radler gerne an Dietfurt denkt
und vielleicht sogar wiederkommt.
Dann starteten die 1200 Radler, um
durch das Tal der weißen Laber in
Richtung Altdorf zu radeln. „Eine
wunderbare Landschaft“, schwärmten
sie beim Vorbeifahren in Unterbürg,
wo Bewohner aus Unter-, Oberbürg
und Mallerstetten sie mit Beifall begrüßten.
(ufb)
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