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Der Bergsteiger Reinhold Messner erklärt, wie er - Mediaplanet

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EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
Frau Wegmann
Tipps zu ökologischer Mobilität
Dr. A. Aschmann
Dr. Daniel Brunner
Zürich; erste schnar- Obstruktive Schlafchfreie EU-Stadt
apnoe-Syndrom
Dr. Thomas Rothe
Wie sag ich’s
meiner Katze?
Mai 2011
LUFT UND LUNGE
5
TIPPS
FÜR DIE
GESUNDHEIT IHRER
ATEMWEGE
TROTZ
KLEINER
LUNGENKAPAZITÄT
AN DIE SPITZE
Der Bergsteiger Reinhold Messner erklärt,
wie er ohne Sauerstoffmaske den Mount Everest erklomm.
FOTO: MANUEL FERRIGATO
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2 · MAI 2011
EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
CHALLENGE
WIR EMPFEHLEN
Dr. Daniel Brunner
Zertifizierter Spezialist für Schlafmedizin
S. 10
«Eine Krankheit
mit Atempausen
im Schlaf»
DIE LUNGE im Einklang
mit der Umwelt.
FOTO: SHUTTERSTOCK
Tipps & Tricks
S. 6
Geschickt Luft und Portemonnaie schonen
Let’s talk about smoking
S. 10
Warum ist die Zigarette ein HightechProdukt?
Die Lunge bringt als «Blasbalg» frische Luft in unseren Körper und bildet unsere Kontaktfläche zur
Aussenluft. Als hauchdünne Membran ist sie dauernd Schadstoffen ausgesetzt; Tabakrauch, Abgasen und
immer neuen Noxen an den Arbeitsplätzen und in unseren Wohnungen. Lungenkrankheiten
wie Asthma, Bronchitis, COPD und Lungenkrebs nehmen zu. Wir müssen lernen zu unseren
Lungen mehr Sorge zu tragen!
SEITE 9
Unsere Lungen verstauben!
nsere Lungen verstauben! - jeden Tag atmen
sie bis zu 1000 unsichtbar kleine Feinstaubpartikel in jedes ihrer
500 Millionen Lungenbläschen! Vor allem betroffen sind die 40% unserer Bevölkerung, welche in Städten und in der Nähe
von viel befahrenen Strassen leben.Dort
wird der Grenzwert der Luftreinhalteverordnung für Feinstaub (20 mcg/m3
PM10, Feinstaubpartikel kleiner als 10
Mikrometer) dauernd überschritten! Die
Lunge ist mit über 150 m2 unsere grösste Kontaktfläche zur Aussenwelt.Sie «filtert» täglich über 10‘000 Liter Atemluft
von Feinstaub, Stickoxid, Ozon und anderen Schadstoffen und nimmt dabei
Schaden. Sie kann aber nicht wie zB die
Haare einfach wieder nachwachsen.
U
Tabakrauch
Tabakrauch ist leider immer noch die
häufigste Ursache von Lungenkrankheiten. Er schadet nicht nur dem Rauchenden selbst, sondern auch den passiv Mitrauchenden. Am wenigsten gegen Passivrauch wehren können sich
Kleinkinder: kürzlich wurde nachgewiesen,dass bei ihnen schon im Kindergartenalter ein erhöhtes Risiko für Blut-
hochdruck besteht. Später erkranken
passivrauchende Kinder auch häufiger
an Depression,Angsterkrankungen und
an einem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS).
Radon
Während sich gegenwärtig alle wegen
der Atomreaktorkatastrophe vor Strahlenschäden fürchten, muss daran erinnert werden, dass in der Schweiz allein
jedes Jahr 250 Menschen wegen Lungenkrebs durch das Einatmen von Radon sterben. Dieses unsichtbare und
geruchlose Gas entsteht beim radioaktiven Zerfall von Uran in unserem Erdreich und gelangt in die immer besser
isolierten Häuser. In einigen Gegenden
unseres Landes werden dabei Konzentrationen über dem von der WHO empfohlenen Grenzwert von 300 Bequerel/
m3 gemessen, was durch Einbau von
Lüftungsanlagen leicht vermeidbar
wäre.
UMWELT
«Helfen Sie uns
beim Einsatz für
saubere Luft und
gesunde Lungen!»
Luftverschmutzung
Aber auch die vermeintlich gute Luft im
Freien kann die Gesundheit schädigen:
Die Schweizer Umweltstudie SAPALDIA
(Swiss study on Air Pollution and Lung
Disease in Adults) hat eindrücklich gezeigt, dass in Gebieten mit stärkerer
Dr. O. Brändli
Präsident der Lunge Zürich
Luftverschmutzung Atembeschwerden häufiger sind. Kinder und Erwachsene leiden häufiger unter Asthma und
ihre Lungenfunktion ist schlechter.
Hochrechnungen haben ergeben, dass
die Luftverschmutzung allein in der
Schweiz für über 3000 vorzeitige Todesfälle wegen Lungen-, aber auch Herzkrankheiten und Lungenkrebs verantwortlich ist und Gesundheitskosten
in Milliardenhöhe verursacht. Für die
Luftverschmutzung sind vor allem der
motorisierte Verkehr und die Heizungen verantwortlich. Technische Lösungen wie die Pflicht zum Einbau von Partikelfiltern für alle Dieselmotoren und
Verhaltensänderungen zum Einsparen
von fossilen Brenn- und Treibstoffen
würden hier die Luftqualität verbessern
helfen. Geplante Massnahmen wie die
Oekologisierung der Motorfahrzeugsteuer sowie strengere Abgas- und Verbrauchsvorschriften für Fahrzeuge und
Heizungen sollten so rasch wie möglich umgesetzt werden. Dies wäre nicht
nur gut für unser Gesundheit und unser Portemonnaie, sondern würde auch
unser Klima schützen- eine klassische
Win-win-Situation!
Helfen Sie uns beim Einsatz für
saubere Luft und gesunde Lungen!
Dr. O. Brändli, Präsident Lunge Zürich
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LUFT UND LUNGE, ZWEITE AUSGABE,
MAI 2011
Managing Director: Frederik Colfach
Editorial Director: Corinne Meier
Project Manager:
Raphaele S. E. Berchtold
Tel.: +41 (0)43 888 73 13
Email: raphaele.berchtold@mediaplanet.com
Distribution: Tages-Anzeiger
Druck: Tamedia
Kontakt bei Mediaplanet:
Anna Pollinger
Tel.: +41 (0)43 540 73 06
Email: anna.pollinger@Mediaplanet.com
Das Ziel von Mediaplanet ist, unseren Lesern
qualitativ hochstehende redaktionelle Inhalte
zu bieten und sie zum Handeln zu motivieren,
somit schaffen wir für unsere Inserenten eine
Plattform um Kunden zu pflegen und neue zu
gewinnen.
EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
MAI 2011 · 3
NEWS
Kohlenmonoxid-Vergiftung
OKohlenmonoxid entsteht bei Verbrennungsprozessen. Es ist ein
starkes Atemgift, da es sich an den
roten Blutfarbstoff Hämoglobin bindet und damit die Bindungsstellen des Sauerstoffs blockiert. Hohe
Kohlenmonoxid-Konzentrationen
können deshalb gesundheitliche
Schäden verursachen und sogar
zum Tod führen.
Grundlagen
Sie können Kohlenmonoxid (CO) nicht
sehen oder riechen, aber bei hohen
Konzentrationen, kann es Menschen
innert Minuten töten. Kohlenmonoxid
entsteht bei der Verbrennung von Gas,
Öl, Kerosin, Holz oder Kohle. Wenn Geräte, die diese Stoffe verbrennen, vorschriftsgemäss verwendet werden, ist
die dabei produzierte CO- Menge in der
Regel nicht gefährlich. Funktionieren
Geräte allerdings nicht ordnungsgemäss oder werden sie falsch verwendet, können gefährliche Konzentrationen von CO entstehen. Hunderte von
Menschen sterben jedes Jahr weltweit
an CO-Vergiftungen, verursacht durch
Fehlfunktion oder unsachgemässe Anwendung von Brennstoffen.Noch mehr
Menschen sterben durch CO-Vergiftungen, die beim Leerlauf von Autos in
Garagen produziert werden. Besonders
betroffen sind Kleinkinder, ältere Menschen und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Erkrankungen der Atemwege. Für einen sicheren
Umgang mit Brennstoffen sollten Sie
die korrekten Anwendungen kennen
und wissen, was gefährlich ist.
VERSCHAFFEN SIE SICH SOFORT FRISCHE LUFT! Öffnen Sie Türen und Fenster, schalten Sie Verbrennundsvorgänge aus
und verlassen Sie das Haus.
bei Grippe, Lebensmittel-Vergiftungen
oder ähnlichen (harmlosen) Krankheiten, wird eine CO-Vergiftung leider oft
nicht erkannt.
Symptome
Massnahmen
Bei leichten CO-Vergiftungen können leichte Kopfschmerzen auftreten
sowie Atemnot und leichte Übelkeit.
Bei anhaltender Vergiftung werden
schwere Kopfschmerzen, Schwindel
und Verwirrungszustände beobachtet.
Die Betroffenen werden bleich, und es
kann ihnen schlecht werden. Anhaltende Symptome haben möglicherweise längerfristige Auswirkungen auf die
Gesundheit und können zu Bewusstlosigkeit und zum Tod führen. Da viele dieser Symptome sind ähnlich wie
Was ist zu tun, wenn Symptome auftreten, die eine CO- Vergiftung vermuten lassen?
OVerschaffen Sie sich sofort frische
Luft. Öffnen Sie Türen und Fenster,
schalten Sie Verbrennungsvorgänge
aus. Verlassen Sie sofort das Haus.
OWenden Sie sich bei akuten Symptomen und Verdacht auf Kohlenmonoxid-Vergiftung umgehend an
Tel. 144.
OIgnorieren Sie Symptome besonders
dann nicht, wenn mehr als eine Person
über ein Symptom klagt. Sie könnten
das Bewusstsein verlieren und sterben,
wenn Sie nicht sofort handeln.
OSuchen Sie eine Notfallstation oder
den Arzt auf und sagen Sie, dass Sie eine CO-Vergiftung vermuten. Wenn eine CO-Vergiftung vorliegt, kann diese
mit einem einfachen Bluttest diagnostiziert werden.
OBereiten Sie sich auf die folgenden
Fragen Ihres Arztes vor:
OTreten Ihre Symptome nur im Haus
auf?
OVerschwinden die Symptome oder
verringern sie sich, wenn Sie Ihr Haus
verlassen?
OBeschwert sich sonst noch jemand
in Ihrem Haushalt über ähnliche Symptome?
FOTO: SHUTTERSTOCK
OSind diese Symptome zur selben Zeit
aufgetreten?
OBenutzen Sie Heizungen, Öfen oder
Motoren mit Holz, Kohle, Gas, Benzin
oder Diesel in Ihrem Haushalt?
OWurden die verwendeten Geräte in
letzter Zeit überprüft?
OSind Sie sicher, dass alle Geräte ordnungsgemäss arbeiten?
Prävention
Prävention ist der Schlüssel zur Vermeiden von CO-Vergiftungen:
OLassen Sie Ihre Geräte – einschliesslich Öl- und Gas-Öfen, Gasherde, Gasheizungen, Trockner, Kerosin-Raumheizer, Kamine und Holzöfen – von
Fachleuten jährlich bzw. am Anfang jeder Heizperiode überprüfen.
OStellen Sie sicher, dass die Rauchrohre und Schornsteine korrekt nach
draussen verbunden
Osind, sich in gutem Zustand befinden und nicht verstopft sind.
OWählen Sie beim Kauf Geräte, die ihre Abgase wenn immer möglich nach
draussen ableiten, lassen Sie diese ordnungsgemäss installieren und pflegen
Sie diese nach Anweisungen des Herstellers.
OLesen und befolgen Sie alle Gebrauchsanweisungen, die den Geräten
beigelegt sind.
OBefolgen Sie die Verwendungsvorschriften von unbelüfteten Gas- oder
Kerosin-Raumheizungen und beachten Sie die Vorsichtsmassnahmen, die
zum Gerät empfohlen werden.
OBenutzen Sie den vorgeschriebenen
Brennstoff und halten Sie die Türen im
ganzen Haus offen.
OÖffnen Sie ein Fenster, um genug
Luft für den ordnungsgemäßen Verbrennungsvorgang zu erhalten.
OLassen Sie Autos niemals im Leerlauf
in einer Garage laufen – selbst wenn die
Garagentür geöffnet ist. Abgase können sich in einer Garage schnell ansammeln.
OVerwenden Sie keine Gas-Backofen,
um Ihr Haus zu heizen, auch nicht für
kurze Zeit.
OVerwenden Sie niemals einen Holzkohle-Grill in Innenräumen, auch
nicht in einem Cheminée.
OSchlafen Sie nicht in einem unbelüfteten Raum mit einer Gas- oder Kerosin-Raumheizung.
OBenutzen Sie keine Benzin betriebenen Geräte in Innenräumen (Rasenmäher, Unkrauttrimmer, Schneeschleudern, Kettensägen, kleine Motoren oder Generatoren).
OIn exponierten Situationen oder bei
längerem Einsatz von oben genannten
Geräten in Innenräumen wird der Einsatz eines Kohlenmonoxid-Detektors
empfohlen.
SARAH MÜLLER
redaktion.ch@mediaplanet.com
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4 · MAI 2011
EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
INSPIRATION
Frage: Wie gelangt man ohne Sauerstoff auf einen Achttausender?
Antwort: Reinhold Messner weiss: Es braucht eine gute Atemtechnik.
«Ich habe keine grosse Lungenkapazität»
dieser Welt, ob Journalismus oder
Bergsteigen, braucht man mehr mentale als körperliche Kräfte. Man kann
alles machen, wenn man es wirklich
will. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, nur das zu wollen, was man auch
kann.
LUNGENKAPAZITÄT
MOUNT EVEREST
O Herr Messner, im Jahr 1978
waren Sie und Peter Habeler die
ersten Personen, die den Everest ohne Sauerstoff bestiegen.
Vor diesem Aufstieg galt dies eigentlich als unmöglich – wieso
glaubten Sie trotzdem daran?
Im Grossen und Ganzen kam der Mut
für diesen Versuch daher, dass die Engländer in den 20er Jahren ohne Sauerstoffgeräte bereits sehr weit in die Höhe gestiegen waren – mit einer primitiven Ausrüstung. Mit einer besseren
Ausrüstung müsse man noch höher
kommen, dachte ich mir. Grundsätzlich weiss ich aber schon seit ich ein
Kind bin: Alles, was unmöglich ist, ist
eigentlich möglich. Man muss aber einen Zugang finden, gute Voraussetzungen haben, hart trainieren und eine Prise Glück haben.
O Hatten Sie bei der Besteigung
Angst?
Wenn ich beim Bergsteigen keine Angst hätte, wäre ich nicht mehr
am Leben. Die Vorgehensweise war
hier aber wichtig: Wir machten immer ganz kleine Schritte, gingen sehr
langsam den Berg hinauf. Durch diesen langsamen Aufstieg war das Ganze machbar – hinkommen und hochstürmen, das wäre tödlich gewesen.
O Wie fühlt sich das an, wenn
die Luft dort oben derart dünn
ist?
Ich war vor dem Everest bereits auf
drei Achttausendern ohne Sauerstoff.
Deshalb wusste ich: Bis 8000 Meter
O Was reizt Sie am Bergsteigen
ohne Sauerstoff?
Hillary und Tenzing bestiegen 1953
den Everest selbstverständlich mit
Sauerstoff, da es lediglich um die Eroberung des Berges ging. Aber nachdem alle Berge bestiegen worden waren, war es unlogisch, alle nur erdenkliche Technik zu benutzen, um nach
oben zu kommen. Ich verzichte bewusst: Ich benutze keinen künstlichen Sauerstoff, keine Bohrhaken und
keine Kommunikation. Wenn ich ohne diese Sachen nicht weiterkomme,
kehre ich um.
REINHOLD MESSNER
am Nanga Parbat im
Jahre 2000
FOTO: ZVG VON REINHOLD MESSNER
habe ich keine Probleme. Schlimm
war, dass wir am Schluss wegen dem
Sauerstoffmangel so langsam gehen
mussten. Fast nach jedem Schritt
mussten wir pausieren, und der Gipfel
schien unendlich weit weg. Da fingen
die Gedanken im Kopf zu drehen an was passiert, wenn wir es nicht schaffen? Wir kommen wir zurück?
O Wie haben Sie für diesen Versuch trainiert?
Wir haben viele Bergläufe gemacht,
um den Herzlungenkreislauf zu stärken. Das Herz muss pumpen können
wie noch nie. Die Anpassung an die
Höhe ist aber wichtiger als das Training - es braucht eine Akklimatisierung. Die Aufstiegstechnik habe ich
von den Sherpas abgeschaut: Einige
Schritte so schnell wie möglich gehen,
anschliessend stehen bleiben und hyperventilieren, um den Sauerstoffmangel auszugleichen.
O Welche Auswirkungen hat ei-
ne Bergbesteigung ohne Sauerstoff auf den Köper?
Ich war in der Höhe zum Glück nie
lungenkrank. Da ich bereits als 25-Jähriger Achttausender bestieg, lernte
mein Körper, damit umzugehen. Ich
hatte interessanterweise nie eine besonders gute Lungenkapazität, aber
das ist auch keine Voraussetzung für
eine solche Bergbesteigung. Voraussetzung war das Hyperventilieren und
die Fähigkeit, zu leiden und durchzuhalten, denn es war hart. Für alles auf
O Bedeutet für Sie Verzicht auf
Technologie die Rückkehr zum
echten Bergsteigen?
Ich möchte nicht werten. Ich persönlich verzichte freiwillig darauf - heute machen dies aber nur wenige Menschen. 99 Prozent der Alpinisten folgen einer Piste, ob an der Eigernordwand oder am Everest. Problematisch
wird es, wie letztes Jahr am K2, wenn
eine Lawine hinunterdonnert und die
Seile der Piste mitreisst. Da wissen einige Alpinisten nicht mehr, wie absteigen. Wir wären aber nie auf diese Piste angewiesen gewesen, da wir
bergsteigen konnten.
JESSICA KING
redaktion.ch@mediaplanet.com
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TIPPS
OUTDOOR
GIPFEL SOLO 1978
Reinhold Messner am
Nanga Parbat.
FOTO: ZVG
Richtig atmen
TESTEN
Beim Laufen richtig Ausatmen
OJe mehr Luft Sie beim Ausatmen rauslassen, desto mehr frischen Sauerstoff können
Sie beim nächsten Atemzug auch wieder reinlassen. Auf diese Weise erhöhen Sie Stück für
Stück Ihre Lungenkapazität.
OWeiterhin sollten Sie darauf achten, aus
dem Bauch zu atmen. Flachatmung versorgt Sie nämlich mit weniger Sauerstoff
und erhöht das Risiko von Seitenstichen.
COPD-RISIKO,
Atemrhythmus:
OIn der Gruppe Der "richtige" Atemrhythmus ist eine eher individuelle Angelegenheit, die unter anderem von Ihrem Tempo abhängt. Sofern Sie sich während des Laufens
noch unterhalten können sind Sie nicht zu
schnell unterwegs.
OAlleine Wer alleine läuft, kann sich daran orientieren, wie viele Schritte er zum Einund Ausatmen benötigt: Vier Schritte lang
ein- und vier Schritte lang ausatmen deutet
darauf hin, dass Sie eher noch Reserven haben.Zwei Schritte deuten dagegen darauf hin,
dass Sie relativ schnell unterwegs sind.
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DIE LUFT
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EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
TIPP
MAI 2011 · 5
1
STÄRKEN SIE
IHREN HERZLUNGENKREISLAUF
KURZNACHRICHTEN
Ein Leben als Grenzgänger
OReinhold Messner hat in seinem
Leben viele Rekorde gebrochen
und Preise eingeheimst. Trotzdem
geht es ihm nicht um Ruhm und
Ehre, sondern um die Erfahrung
am Berg.
Bereits als Fünfjähriger erklomm
Reinhold Messner seinen ersten Dreitausender – der Anfang einer lebenslange Liebe zu den Bergen.Der gebürtige Italiener aus Brixen wuchs mit acht
Brüdern und einer Schwester auf; der
Bruder Günther begleitete ihn später
in den Himalaya, der Bruder Hubert
in die Arktis. Nach einer aktiven Jugend am Fels und in den Bergen zählte
Messner anfang Zwanzig zu den besten Kletterern Europas.
Messner wurde bald für seine schnelle Bergbesteigungen bekannt: Für die
Standardroute an der Eigernordwand
beispielsweise benötigte er lediglich
zehn Stunden. Mit 26 Jahren, im Jahre
1970, plante Messner seinen erste grosse Himalaya-Bergbesteigung. Es wurde zu einem tragischen Erfolg: Obwohl
Messner die bisher noch unerklommene Rupal-Wand des Nanga Parbat bestieg, starb sein Bruder Günther zwei
Tage später auf dem Abstieg. Messner selbst erlitt starke Erfrierungen
an sechs Zehen, die amputiert werden
mussten.
Erstbesteigung ohne
Sauerstoff
Bekanntheit und Ruhm in der internationalen Öffentlichkeit ernetete Messner anschliessend, als er 1978 mit Peter Habeler erstmals den Mount Everest ohne Sauerstoff bestieg. Im Jahre
1986 wurde Messner zudem zum ersten Bergsteiger, der alle 14 Achttausender erfolgreich erklomm. Dieser Leistung kamen bis heute 22 weitere Bergsteiger nach, davon zehn, die ebenfalls
ohne Sauerstoff nach oben kamen,
und zwei Frauen.
Als roter Faden durch seine Biografie zieht sich der Glauben an den Alpinstil im Höhenbergsteigen, das heisst
REINHOLD MESSNER
DER BERGBAUER
Grenzgänger, Naturschützer, Politiker, Museumsgründer und Erzähler
FOTO: TONY FEDERICO
der Verzicht auf Fremdhilfe, Sauerstoff,
präparierte Route oder Zwischenlager. Auch die höchsten Berge, wie der
Mount Everest, werden in kleinen Seilschaften mit möglichst wenig Material in einem Zug von Basislager bis zum
Gipfel bestiegen – wohl die reinste Form
des Alpinismus. Dem häufiger vorkommenden Expeditionsstil, mit Hochträgern, Hochlagern, Materialdepots, Fixseilen und Leitern, möchte sich Messner nicht anschliessen.Trotzdem zeigt
er Verständnis: «Ich will nicht werten,
denn es ist ihr Bergsteigen. Ich verstehe, dass die Jungen sagen, ohne Bohrhaken machen wir das nicht.»
Laut Messner selbst geht es ihm auch
weniger um die Rekorde, die er gesammelt hat, sondern um das Ausgesetztsein in möglichst unberührten Naturlandschaften und das Unterwegssein
mit einem Minimum an Ausrüstung.
So verzichtet er neben Sauerstoffmasken auch auf Bohrhaken und Satellitentelefon. «Wenn ich auf einem Abenteuer bin, bin ich weg von der Welt»,
sagt er. «Wenn ich mit meiner Frau telefonieren würde, wäre es kein Abenteuer mehr.»
Antarktis und Gobi
Reinhold Messner hat aber nicht nur
im Gebiet des Alpinismus die Grenzen
des Möglichen ausgekitzelt. So hat er
schon die Antarktis auf Skis überquert,
oder die 2‘000 Kilometer der Wüste
Gobi durchreist. Als Zeichen der Anerkennung für seine Leistungen hat
Messner bereits zahlreiche Preise und
Ehrungen erhalten,unter anderem die
Patron’s Medal der Royal Geographic
Society – einer der höchsten Auszeichnungen des britischen Königshauses.
Eine ganz neue Rolle übernahm Messner im Jahre 1999, als er für die Südtiroler Grünen ins Europäische Parlament gewählt wurde.Seitdem widmet
sich der vierfache Vater vor allem seiner Messner Mountain Museum und
seiner Stiftung Messner Mountain
Foundation, die Bergvölker weltweit
unterstützt.
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6 · MAI 2011
EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
TIPP
2
INSPIRATION
FAHREN SIE
UMWELTBEWUSST
ECOCAR-EXPOS
Ecocar-Expos bieten die
Gelegenheit, einen persönlichen Eindruck der
umweltschonenden Antriebskonzepte zu gewinnen.
FOTO: NAME SURNAME
Mit Ecocars Luft und
Portemonnaie schonen
Der motorisierte Verkehr ist
weiterhin eine der bedeutendsten Quellen der Luftschadstoffe. Die Auswirkungen sind
vor allem in den Agglomerationen und entlang den Hauptverkehrsachsen spürbar. Neue
Fahrzeugkonzepte und Treibstoffe erlauben es, die Abgasemissionen spürbar zu reduzieren. Elektrofahrzeuge fahren lokal sogar ganz ohne Abgase.
«Sparsame und
saubere Fahrzeuge
sind in!»
an klimarelevantem CO2 um bis zu 75%
und von anderen Schadstoffen spürbar
reduzieren.
Auch bei den konventionellen Antriebstechniken ermöglichen verschiedene Massnahmen beachtliche Reduktionen beim Ausstoss von Schadstoffen
und beim Treibstoffverbrauch.
SUSANNE WEGMANN
redaktion.ch@mediaplanet.com
Susanne Wegmann
Geschäftsleiterin vom Schweizerischen Verband
für elektrische und effiziente Strassenfahrzeuge
e‘mobile.
UMWELTSCHUTZ
O Sparsame und saubere Fahrzeuge sind in: Sie vermindern
den Einfluss steigender Treibstoffpreise, leisten einen Beitrag zum Schutz des Klimas und
belasten die Luft weniger.
Die Ansätze zur Erreichung dieser Ziele sind unterschiedlich. Für die einen
stehen höhere Effizienz und damit
tieferer Verbrauch, niedrigere Emissionen und geringere Treibstoffkosten
im Vordergrund. Andere setzen auf
neue Treibstoffe mit Vorteilen in Bezug auf Emissionen. Zahlreiche Kombinationen dieser beiden Ansätze sind
möglich.
motor, der statt mit Benzin mit Erdgas
respektive Biogas betrieben wird. Beim
Verbrennen von Erdgas entstehen fast
keine Russpartikel, erheblich weniger
der anderen Schadstoffe und etwa 25%
weniger CO2-Emissionen. Biogas ist
sogar CO2-neutral. Alle Erdgasfahrzeuge haben zusätzlich einen Benzintank,
womit ihre Gesamtreichweite vergleichbar ist mit jener von herkömmlichen Fahrzeugen.
O Mit Strom fahren ohne Abgase
Beim Fahren keine Abgase und keine
CO2-Emissionen verursachen Elektrofahrzeuge. Sie zeichnen sich auch
durch ihre hohe Energieeffizienz und
geringen Energieverbrauch aus. Strom
lässt sich ausserdem zum Beispiel mit
Wasser, Sonne oder Wind erneuerbar herstellen. Die Modellauswahl der
Elektroautos wächst derzeit, ist aber
immer noch begrenzt. Zudem ist der
Anschaffungspreis meist hoch.
Hybridfahrzeuge haben einen Verbrennungs- und einen Elektromotor.
Letzterer dient vor allem zur Rückgewinnung der Bremsenergie und zum
Ausgleich der Leistungsspitzen. Dadurch sinken Treibstoffverbrauch und
CO2-Emissionen um jeweils etwa 30%,
die Freisetzung von Luftschadstoffe
nimmt sogar noch stärker ab. Voll-Hybrid-Fahrzeuge fahren kurze Strecken
nur mit dem Elektromotor und ohne
Abgase.
O Hybrid – ein Fahrzeug, zwei
Motoren
O Erdgas/Biogas statt Benzin
Erdgasautos verfügen über einen Otto-
O Weitere Alternativen
In der Schweiz wird vermehrt Flüssiggas (Autogas oder LPG) als Treibstoff
propagiert, das als ein synthetisches
Nebenprodukt beim Raffinieren von
Erdöl anfällt und zusammen mit Erdgas aus Gasfeldern gefördert wird. Die
meisten Benzinfahrzeuge können damit ausgerüstet werden. Beim Verbrennen entstehen weniger Russpartikel und andere Schadstoffe als bei Benzin und Diesel.
Einige Marken bieten Fahrzeuge an,
die mit E85 fahren, das heisst einem
Gemisch von 85% Bioethanol (ein Alkohol) und 15% Benzin. In der Schweiz
angebotenes Bioethanol wird aus Holz
als Nebenprodukt der Zelluloseproduktion hergestellt. E85 kann den Ausstoss
FACTS
Ecocars selber Probe fahren
O Ecocar-Expo ist eine Serie von
markenübergreifenden Ausstellungen von Elektro-, Hybrid-, Erdgas- und Bioethanol-Fahrzeugen,
an welchen Interessierte diese
Fahrzeuge unverbindlich Probe fahren und direkt miteinander vergleichen können. Die Fachleute vom
Verband e’mobile informieren vor
Ort über den aktuellen Stand der
neuen Fahrzeugtechnologien und
zeigen die Stärken der einzelnen
Konzepte auf. Weitere Informationen
zu diesen Veranstaltungen sind auf
www.e-mobile.ch zu finden.
EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
MAI 2011 · 7
TIPP
3
NEWS
ACHTEN SIE AUF
GEREINIGTE
RAUMLUFT
1. Wenn die Luft knapp
wird.
2. Wenn das geliebte
Haustier zur Plage wird.
1
FOTO: SHUTTERSTOCK
2
Wie sag ich’s meiner Katze?
OEin häufiges Dilemma für
Eltern mit Asthmakindern:
Muss die Katze weg, weil ihre Anwesenheit das Asthma
verschlimmert. Oder geht es
dem Kind nach dem Verlust
des geliebten Büsi noch viel
schlechter?
Erwachsene, die schon lange an Asthma leiden, sind oft trotz fehlendem Allergenkontakt nicht ganz beschwerdefrei, das Asthma ist chronifiziert.
Dies ist bei Kindern meist noch nicht
der Fall. Nach längerer Allergenkarenz lässt sich die Krankheit vorübergehend nicht mehr nachweisen. Das
Meiden auslösender Allergene stellt
deshalb das Grundprinzip der Asthmatherapie dar. Nur wenn dies nicht
möglich ist, sind Medikamente unvermeidlich und eine Desensibilisierung
(Im-muntherapie) mit dem Allergen
kann erwogen werden.
Häufig ist die Allergie gegen Hausstaubmilben. Die kleinen Spinnentiere vermehren sich in Bet-ten auf-
grund der Wärme und Feuchtigkeit
und menschlicher Hautschuppen, die
sie fressen. In sonnigen Lagen ab 1200
müM gibt es sie meist nicht mehr. Im
Unterland helfen milbendichte Hüllen für Matratzen, Kissen und Duvet,
der Wechsel von Teppichböden auf Laminat, sowie häufiges Lüften und der
Einsatz von Entfeuchtungsgeräten um
die Luftfeuchtigkeit in der Woh-nung
zu senken. Staubsauger müssen mit einem HEPA-Filter ausgerüstet sein, der
die feinen Allergene nicht mit der Abluft wieder ins Zimmer bläst.
Bei Pollenallergien sollte während
der Pollensaison an Tagen mit Sonne und Wind Sport in ge-schlossenen
Räumen erfolgen. Zum Lüften werden Fenster mit einem pollendichten
Gitter (TE-SA Protect®) versehen. Der
Pollenfilter im Auto muss jährlich erneuert werden. Fahrten mit offe-nem
Fenster sind zu vermeiden.
Schwieriger wird es bei Allergien gegen Haustiere. Sie zählen oft als Familienmitglieder und es besteht eine tiefe emotionale Verbindung. Das Katzen-
allergen ist so leicht, dass es mit jedem
Luftzug aufwirbelt. Wenn immer möglich ist das Verschenken des Tiers der
richtige Schritt. Für den Fall, dass seelische Schäden befürchtet werden,
gibt es Alternativen, die im Hinblick
auf das Asthma aber immer minder-
wertiger sind. Die Katze sollte ausserhalb der Wohnung gehal-ten werden
bzw. nie mehr das Schlafzimmer des
Allergikers betreten dürfen. Vor dem
Zubett-gehen wird geduscht. Kleider
mit Katzenhaaren kommen nicht ins
Schlafzimmer. Ein elektri-scher Luft-
PROFIL
Thomas Rothe
O Ich bin Pneumologe FMH und arbeitete viele Jahre als Co-Chefarzt
an der Luzerner Höhenklinik Montana.
O Seit 2009 bin ich Chefarzt der
Abt. für Innere Medizin der Zürcher
Höhenklinik Davos, die sich auf Patienten mit schwerem Asthma und
Atemwegsallergien spezialisiert hat.
Über diese Themen habe ich vielfach
publiziert, u.a. das Buch «Modernes
Asthma-Management», Hans Huber
Verlag Bern, 3. Aufl. 2005.
O Weiterhin bin ich der lokale (Davos) Direktor der Sapaldia-Studie
(CH Studie zur Erforschung der Zu-
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sammenhänge zwischen Asthma, Allergie und Umwelt) und seit diesem
Jahr amte ich als Präsident der Arbeitsgruppe «Asthma» der Schweizerischen Gesellschaft für Pneumologie.
reiniger, der die Raumluft durch einen
HEPA-Filter bläst, reinigt konstant die
Raumluft. Und was für viele unvorstellbar klingt: Das Büsi duscht einmal
pro Woche. In den USA ist dies Routine,
auch für die Tiere. Nicht zur Allergenreduktion, sondern weil die US-Amerikaner dies als hygienisch erachten. Es
ist also umsetzbar und reduziert den
Allergengehalt in der Wohnung.
In bestimmten Fällen kann eine
Immuntherapie Erfolg versprechend
sein.
Für den Fall, dass unklar ist, ob Allergene für die Asthmasymptomatik
noch hauptsächlich ver-antwortlich
sind, lohnt sich ein mehrwöchiger
Aufenthalt im Hochgebirge. Das Fehlen von Mil-ben, Tierkontakt und im
Winter von Pollen und Schimmelpilzsporen in der Luft zeigt rasch, wel-che
Bedeutung die Allergene noch spielen.
THOMAS ROTHE
redaktion.ch@mediaplanet.com
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8 · MAI 2011
EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
NEWS
Auch schöne Männer schnarchen.
Der amtierende Mister Schweiz, Luca Ruch (22),
hat damit seine Erfahrungen gemacht.
Jetzt will er sich einer Behandlung unterziehen.
«HOFFENTLICH
WERDE ICH
DAS LÄSTIGE
SCHNARCHEN LOS»
«Mein Entschluss,
ärztliche Hilfe aufzusuchen, um das
Schnarchen loszuwerden, ist erst vor
kurzem gefallen.»
Luca Ruch
Mister Schweiz 2011
O Seit wann haben Sie Probleme
mit dem Schnarchen?
Dass ich ein regelmässiger Schnarcher
bin, weiss ich eigentlich erst, seit ich eine Freundin habe und nicht mehr alleine schlafe. Ob ich bereits als Kind geschnarcht habe, kann ich nicht sagen.
Vermutlich hat es bei mir im Teenageralter angefangen, und es hat sicher auch
erbliche Gründe.Auch mein Vater ist ein
typischer Schnarcher.
O Leiden Sie denn unter dem
Schnarchen?
Nein, das würde ich so nicht sagen. Eigentlich konnte ich bis jetzt recht gut
damit leben. Ich muss aber bestimmte Einschränkungen in Kauf nehmen.
So kommt es beispielsweise vor, dass ich
auch nach zehn Stunden Schlaf müde
und abgespannt erwache. Dann weiss
ich, dass ich wieder stark geschnarcht
habe und dadurch einen sehr unruhigen
Schlaf hatte. Das hat dann Konsequenzen,die ich meistens den ganzen Tag spüre.Ich fühle mich dann oft nicht voll leistungsfähig und versuche, zusätzliche
Kräfte zu mobilisieren.
O Ist Ihr Schnarchen auch für Ihre
Lebenspartnerin ein Problem?
Ja, sicher. Es kommt hinzu, dass meine
Freundin einen sehr leichten Schlaf hat.
Ich schnarche vor allem dann, wenn ich
auf dem Rücken schlafe. Meine Freundin
erwacht dann oft mehrmals in der Nacht.
Sie stösst mich jeweils an oder rüttelt
mich,damit ich mich vom Rücken auf die
Seite oder auf den Bauch drehe und weniger stark schnarche.
O Haben Sie selber schon einmal
etwas unternommen, um das lästige Schnarchen loszuwerden?
Eigentlich nicht.Selbstverständlich habe
ich ab und zu einen Zeitungsartikel angeschaut, bei dem es ums Schnarchen ging.
Konkret habe ich aber nie etwas unternommen, um mein Schnarchen loszuwerden.
O Wann haben Sie sich denn entschlossen, ärztliche Hilfe aufzusuchen?
Ich wurde nach meiner Wahl zum Mister
Schweiz einmal in einem Interview gefragt,ob ich schnarche.Ich habe die Frage
dann offen und ehrlich beantwortet. So
hat die Öffentlichkeit von meinem Problem erfahren und dadurch wurde auch
der Kontakt zu Herrn Aschmann hergestellt, der auf diesem Gebiet als Spezialist
gilt. Mein Entschluss, ärztliche Hilfe aufzusuchen, um das Schnarchen loszuwerden,ist also erst vor kurzem gefallen.
O Sie haben sich Anfang Mai von
Herrn Aschmann, Facharzt FMH
für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, untersuchen lassen. Was
hat diese Untersuchung gebracht?
Die Untersuchung hat gezeigt, dass ich
bei drei von sieben möglichen Ursachen, die zum Schnarchen führen, Probleme habe. Das vor allem beim Zungengrund. Hinzu kommen Schwierigkeiten mit den beiden Rachenwänden.
Ein weiteres Problem hat sich bei den
Nasenhöhlen gezeigt. All diese Punkte
werden jetzt detailliert abgeklärt, um
herauszufinden, wie man mein Schnarchen behandeln kann.
O Sie haben also im Sinn, sich bei
Herrn Aschmann einer Behandlung zu unterziehen?
Grundsätzlich ja. Ich weiss allerdings
noch nicht, wann. Das hängt stark von
meinem Terminkalender ab. Mitte Juni
nehme ich ja an einer Pilger- und Wandernacht auf dem Jakobsweg teil. Die
Route führt von Schwyz nach Einsiedeln
und dauert von zehn Uhr abends bis am
nächsten Morgen.Dafür muss ich fit sein.
Der Eingriff,wie ihn Herr Aschmann vornehmen wird, hat eben auch zur Folge,
dass man nachher etwas Ruhe und Erholung braucht und sich nicht überanstrengen sollte. Die Massnahmen beim
Eingriff sind sanft und schonend,hat mir
Herr Aschmann versichert.Nach zwei Tagen ist man in der Regel wieder fit und
voll arbeitsfähig. Wenn man den Eingriff bei mir möglichst bald durchführen
könnte, wäre das sicher ein grosser Vorteil für mich. Ich habe unterdessen realisiert, dass die wegen des Schnarchens
häufig auftretende Müdigkeit am Tag belastend sein kann.
CHRISTIAN LANZ
redaktion.ch@mediaplanet.com
TIPP
4
LASSEN SIE
SICH FACHMÄNNISCH
BERATEN
EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
MAI 2011 · 9
FRAGE & ANTWORT
HERR DR. ASCHMANN UND LUCA RUCH
bei der Behandlungsberatung.
FOTO: ZVG
Ursachenbehandlung statt
Symptombekämpfung
«Langjähriges Schnarchen ist ein
gesundheitliches Alarmzeichen.
Besteht durch das Schnarchen ein
Defizit in der Tiefschlafphase,
dann vermindert sich die Leistungs
fähigkeit zunehmend», sagt
Antoine Aschmann, Facharzt
FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten.
O Sie gelten auch in Fachkreisen als Spezialist in Sachen
Schnarchen. Welches sind denn
die hauptsächlichsten Ursachen,
die zum Schnarchen führen?
Es sind bis zu 7 Verengungen der Luftpassage, die überwiegend im Schlafzustand entstehen. Kommt es zu einem
vorübergehenden Verschluss, sprechen
wir von Atemaussetzern (Apnoe).
O Schnarchen Männer generell
häufiger als Frauen?
Ja, 80% der Schnarcher sind Männer.
Wir verzeichnen allerdings eine steigende Tendenz bei Frauen.
O Welche Probleme und Komplikationen sind mit dem Schnarchen verbunden?
Langjähriges Schnarchen ist ein gesundheitliches Alarmzeichen. Es fängt
zunächst mit einem leichten Bluthochdruck an, der später zu Herzrhythmusstörungen übergehen kann. In weiter
fortschreitender Phase, wenn sich die
Schlafapnoe einstellt, steigt die Gefahr
der Impotenz, des Herzinfarktes und
sogar des Schlaganfalls erheblich.
O Nach welcher Methode gehen
Sie vor, damit Patienten, die unter ihrem Schnarchen leiden, davon geheilt werden können?
Zielsetzung einer erfolgreichen und
nachhaltigen Therapie ist: Ursachenbehandlung statt Symptombekämpfung.
Dadurch unterscheidet sich das neue
Behandlungskonzept sowohl in der Diagnostik als auch in Therapie von der
konventionellen Gaumensegeloperation wesentlich.
MISTER SCHWEIZ,
LUCA RUCH,
möchte schnarchfrei
werden.
FOTO: MISTER SCHWEIZ
MANAGEMENT
O Wie sieht der Ablauf der Behandlung aus?
Vor der Behandlung steht eine sorgfältige Diagnose, sowohl durch die erste persönliche Untersuchung als auch,
wenn nötig, durch die Durchführung
eines Schnarchtests oder gegebenenfalls einer Schlaflaboruntersuchung.
Kommen wir zu der Erkenntnis, dass
das operative Therapiekonzept erfolgsversprechend ist, dann wird am Ope-
rationstag eine raffinierte Diagnostikmethode angesetzt, die sogenannte
«Sleep Nose Endoscopy». Damit können
wir das Schnarchen nicht nur hören,
sondern auch sehen. Der Patient wird
durch Verabreichung eines kurzwirksamen Schlafmittels innerhalb von 2
Minuten in einen Dämmerschlaf versetzt. Das Schnarchen setzt ein und
kann mittels einer 360-Grad-Optik an
den Entstehungsstellen per Video aufgenommen werden um anschliessend
zielgenau behandelt zu werden. Modernste, unblutige Verfahren kommen
zum Einsatz. Die Behandlung ist ambulant, die Patienten sind bei uns ca. 3
Stunden im Operationszentrum und
können nach 48 Stunden Ihren Beruf
nachgehen.
O Mit welchen Kosten muss ich
rechnen?
Der Kostenrahmen liegt bei ungefähr
CHF 5000.O Ist die Behandlung kassenpflichtig, oder muss ich selber
für die Kosten aufkommen?
Die Behandlung gehört nicht zu der
Leistung der obligatorischen Krankenkasse.
O Welche Erfahrungen haben Sie
mit Ihrer Methode gemacht?
Sehr gute. Bis jetzt haben über 14.000´
Patienten davon profitiert.
O Zu Ihren Patienten gehören namhafte Sportler. Hat das
Schnarchen eine Auswirkung auf
die körperliche Leistungsfähigkeit?
Unsere «Batterie» lädt sich im Schlafzustand auf. Besteht hier durch das
Schnarchen ein Defizit in der Tiefschlafphase, dann vermindert sich die
Leistungsfähigkeit zunehmend. Das
gilt sowohl für Sportler als für Entscheidungsträger.
O Eine ganz persönliche Frage
zum Schluss: Schnarchen Sie
selber auch?
Ich habe im Alter von 30 Jahren angefangen zu schnarchen. Das war damals
für mich als ORL Facharzt die wichtigste Motivation, sich auf die Behandlung
des Schnarchens zu spezialisieren. Seitdem gehöre ich zu der schnarchfreien
Fraktion.
CHRISTIAN LANZ
redaktion.ch@mediaplanet.com
10 · MAI 2011
EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
TIPP
5
NEWS
Eine Krankheit mit
Atempausen im Schlaf
OSeit Jahren wird lautes
Schnarchen nicht nur als eine
lästige Ruhestörung im Schlafzimmer betrachtet, sondern
gewinnt in der Bevölkerung
und der Medizin als Zeichen
einer möglichen Atemstörung
im Schlaf zunehmend an Bedeutung.
So machen sich Betroffene und Angehörige wegen des Schnarchens berechtigte
Sorgen um eine verminderte Schlafqualität und um gesundheitliche Probleme,
die beim Schnarchen mit häufigen Atempausen auftreten können. Die als obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS)
oder krankhaftes Schnarchen bekannte
Schlafstörung findet sich bei zirka 4% der
Männer und bei ca. 2% der Frauen. Zeitweiliges oder nächtliches Schnarchen
wird hingegen bei fast 50% der Bevölkerung festgestellt, so dass bei der grossen
Mehrheit das Schnarchen medizinisch
harmlos ist. Finden sich aber neben dem
Schnarchen noch weitere verdächtige
Symptome - seriell auftretende Atempausen von über 10 Sekunden, vermehrte Tagesschläfrigkeit und Abgeschlagenheit, Übergewicht, Bewegungsunruhe im Schlaf, mehrmaliges Wasserlösen
nachts, Bluthochdruck, Nachtschweiss
oder vorübergehender Kopfdruck beim
Aufwachen - so sollte die Möglichkeit einer relevanten Atemstörung im Schlaf in
Betracht gezogen werden.
Wiederkehrende Atemstillstände
im Schlaf entstehen beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) durch
übermässige Verengung oder einen Kollaps der Atemwege im Rachen,insbesondere hinter der Zunge und dem weichen
Gaumen. Solche anatomisch bedingten
Atemblockaden geschehen nur im Schlaf
weil die Muskulatur im Schlafzustand
stark erschlafft.Durch eine Erschlaffung
und Verengung der Atemwege wird der
Luftfluss im Rachen so lange behindert,
bis sich die Muskelspannung durch eine vom Schläfer nicht bemerkte Weckreaktion wieder erhöht und das typische
Luftschnappen am Ende einer Atempause eintritt. Patienten mit dem OSAS
haben Dutzende oder gar Hunderte von
LEBEN SIE
RAUCHFREI
«Schlafen allein ist
bei der grossen bei
der grossen Mehrheit medizinisch
harmlos!»
Dr. Daniel Brunner
Zertifizierter Spezialist für Schlafmedizin
Leiter Zentrum für Schlafmedizin Hirslanden
Atempausen mit anschliessender Weckreaktion, wodurch der Erholungswert
des Schlafs stark beeinträchtigt wird.
Weil das Kollabieren der oberen Atemwege nur im Schlaf auftritt sind die damit
verbundenen Atempausen von den Patienten selber nicht wahrnehmbar.Nächtliches Aufwachen mit Atemnot und Gefühl blockierter Atmung ist deshalb kein
Zeichen eines obstruktiven SchlafapnoeSyndroms sondern ein Symptom anderer Aufwachursachen (z.B. Reflux, Asthma,Angststörung, Nachtschreck, Schlaflähmung).
Weil zwischen dem medizinisch
harmlosen Schnarchen und der obstruktiven Atemstörung fliessende Zwischenstufen bestehen, sollte bei Schnarchern
mit Symptomen einer schlafbezogene Atemstörung eine Abklärung der Atmung im Schlaf erfolgen bevor eine operative Schnarchtherapie erwogen wird.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben
gezeigt, dass der Erfolg von Weichteiloperationen im Rachenraum bei Patienten mit obstruktivem Schlafapnoe-Syndrom gering ist.Ein unbehandeltes obstruktives Schlafapnoe-Syndrom ist nicht
nur mit reduzierter Schlaf- und Lebensqualität, sondern auch mit vermehrtem
Unfallrisiko und erhöhtem Risiko für
Herz- und Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck,Arterienverkalkung, Herzinfarkt,Hirnschlag) verbunden.
Bei übergewichtigen Personen mittleren Alters ist das Schlafapnoe-Syndrom
verbreitet und ein häufiger Grund für
Tagesschläfrigkeit, Antriebsmangel und
Herz-Kreislauf-Beschwerden. Eine Untersuchung der Atmung im Schlaf dient
dazu, die Art und das Ausmass der Atemstörungen im Schlaf zu klären um danach eine sinnvolle und wirksame Therapie aufzunehmen. Für die Behandlung
des Schlafapnoe-Syndroms existieren
mehrere Therapiemethoden, die alle auf
eine Stabilisierung und ein Offen-Halten
der Atemwege im Rachenraum abzielen.
Bei vielen Patienten hat eine Gewichtsreduktion, das Vermeiden des Schlafs in
Rückenlage oder die nächtliche Benutzung einer Zahn- oder Gaumenspange
eine gute Wirkung gegen das Schnarchen und die behinderte Atmung. Die
medizinisch wirksamste und seit 30
Jahren angewandte Behandlung ist die
CPAP-Therapie, bei der Raumluft in die
Nase geblasen wird um mittels Luftdruck die Atemwege offen zu halten. Die
Überdrucktherapie mit CPAP-Gerät und
Nasenmaske ermöglicht selbst in schweren Fällen eine Normalisierung der Atmung im Schlaf und der Schlafqualität.
Die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität vieler Schlafapnoe-Patienten werden unter wirksamer Behandlung auf
eindrückliche Art verbessert. Gleichzeitig können Beschwerden wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, nächtliches Wasserlösen oder saures Aufstossen durch die Therapie der Schlafapnoe
positiv beeinflusst werden.
DANIEL BRUNNER
redaktion.ch@mediaplanet.com
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Tagesmüdigkeit?
Schnarchen?
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Ist die Zigarette ein Hightech-Produkt?
FOTO: SHUTTERSTOCK
Warum ist die
Zigarette ein
Hightech-Produkt?
OFrage: Warum ist die Zigarette
ein Hitech-Produkt?
OAntwort: Dieser und ähnlichen
Fragen wird im Info-Event «let›s talk
about smoking» nachgegangen.
Unternehmen rauchfrei, ein Projekt
der Lungenliga, bietet nebst spannenden Info-Events auch wissenschaftlich fundierte RauchstoppAngebote für Unternehmen und
deren Mitarbeitende an.
Das Thema Rauchen polarisiert. Seien
es die vielen Rauchpausen der Rauchenden, die mangelnde Akzeptanz der Raucher durch die Nichtraucher oder die
Konflikte wegen Passivrauchen, es gibt
viele Gründe eine öffentliche Diskussion des Themas zu vermeiden. Dennoch
lohnt es sich, einen kreativen und offenen Umgang damit zu pflegen, weiss
Buri, Verantwortliche für das Gesundheits- und Case-Management der Swisscom: «Unternehmen rauchfrei hat uns
wertvolle Inputs bei der Entwicklung
unserer Rauchregelungen geliefert. Besonders geschätzt haben unsere Mitarbeitenden die flankierenden Rauchstopp-Trainings.»
Von den modernen Angeboten profitieren sowohl das Unternehmen als
auch dessen Mitarbeitende. Das Unternehmen spart bei einem erfolgreichen
Rauchstopp der Mitarbeitenden Kosten. Diese fallen kurzfristig in reduzierten Rauchpausen mittelfristig in reduzierten krankheitsbedingten Absenzen
von durchschnittlich 2.5 Tagen an. Die
Mitarbeitenden,die den Rauchstopp gemeistert haben, freuen sich insbesondere über die gewonnene Freiheit und
Zeit. Helfenberger, Senior Consultant
bei Swisscom zieht sein Fazit: ««Step by
step» von der Zigarette weg zu kommen
hat bei
mir im Kopf zu Veränderungen geführt, die durch die vielen nützlichen
Tipps und Tricks nachhaltig
gestärkt wurden. Ich bin glücklich
und stolz zugleich, durch das Rauchstopp-Training mein rauchfreies Leben in vollen Zügen geniessen zu können. Und sollten Momente kommen, in
welchen der Drang zur Zigarette wieder
stärker wird, habe ich meine persönliche Strategie aus dem Rauchstopp-Training jederzeit zur Hand.»
CLAUDIO PAULIN Projektleiter Unternehmen
FOTO: ZVG
rauchfrei national
«Unternehmen rauchfrei» ist ein von
der Lungenliga beider Basel initiiertes,
nationales Projekt. Es wird massgeblich vom Tabakpräventionsfonds mitfinanziert. Vier Dienstleistungsbereiche unterstützen Unternehmen darin,
gesundheitsfördernde Massnahmen zu
planen und umzusetzen.
CLAUDIO PAULIN
redaktion.ch@mediaplanet.com
FACTS
O Beratung von Unternehmen bei
der Optimierung der Rauchregelungen
O Info-Events für rauchende und
nichtrauchende Mitarbeitende liefern
Antworten auf Spannende Fragen
zum Tabak, zur Sucht und zu Rauchstopp-Angeboten
O Rauchstopp-Trainings für Raucherinnen und Raucher basieren auf
mentalem Training und Verhaltensänderung. Sie sind wissenschaftlich
erprobt und sehr erfolgreich.
O Kommunikationsdienstleistungen um Rauchregelungen und
Rauchstopp-Angebote positiv zu
kommunizieren.
Weitere Informationen finden
Sie unter:
www.unternehmenrauchefrei.ch
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EINE THEMENZEITUNG VON MEDIAPLANET
MAI 2011 · 11
NEWS
Allergie,einefehlgeleiteteImmunreaktion
OFrage: Stimmt es, dass jeder
zweite Mensch an einer Allergie
leidet?
OAntwort: Grob gerechnet stimmt
diese Aussage sicher; allein fast ein
Drittel der Mitteleuropäer leidet an
Heuschnupfen, dazu kommen dann
alle anderen Allergien (Insekten,
Nahrungsmittel, Hausstaub etc.) so kommt man auf bis zu 50 % aller
Menschen hierzulande!
O Was ist eine Allergie?
Als Allergie bezeichnet man eine Immunreaktion des Körpers gegen Substanzen, gegen die eigentlich keine Abwehr nötig ist. Salopp gesagt, ist es eigentlich das Gegenteil einer Immunschwäche. Der Mensch oder auch Tiere bilden Abwehrstoffe und bekommen
Entzündungen und andere Symptome,
wenn sie in Kontakt zu diesen Dingen
kommen. Die häufigste Allergie ist der
Heuschnupfen, wo man auf Pflanzenpollen mit Schnupfen, Augenentzündungen, aber auch Asthma und Hautausschlägen reagiert. Ebenfalls häufig
sind Allergien auf Hausstaub (genau gesagt den Kot der Hausstaub-Milben),Tiere (Katzen- / Hundehaare) und auf Nahrungsmittel. Gefährlich, weil die Symptome sehr stark werden können,bis zum
Schockzustand, sind die Erdnuss-Allergie und Insektengift-Allergien (Wespen
und Bienen).
O Wie klärt man ab, wenn man
Verdacht hat, eine Allergie zu
haben?
Das Allerwichtigste ist nicht ein Test,
DR. MED. MATTHIAS KAELIN Facharzt FMH für Allgemeinmedizin,
Spezialist FAMH für Klinische Immunologie
sondern zuerst kommt die Aufnahme
der genauen Krankengeschichte. Man
sollte versuchen, herauszufinden, wann
und in welchem Zusammenhang man
die Beschwerden hat, um den Kreis der
«Verdächtigen» einzuschränken. Es gibt
so viele Allergieauslöser, dass es nicht
möglich ist, alle zu testen. Man muss
vorher wissen, in welche Richtung es
wohl geht.
So ist der Heuschnupfen von der
Krankengeschichte her typisch: Nicht
das ganze Jahr, sondern nur zur Blütezeit von bestimmten Pflanzen. Wenn
man weiss, wann die Beschwerden auftraten, und wo der Patient da war, kann
man mithilfe von Pollenkalendern herausfinden,welche Pflanze an diesem Ort
dann geblüht hat und am ehesten der
Auslöser war.
Dagegen sind ganzjährige Beschwerden zum Beispiel typisch für die Haus-
FOTO: ZVG
stauballergie. Weil die Hausstaubmilben vor allem im Bett sind, ist es so, dass
man vor allem morgens Beschwerden
wie Augenbrennen, Husten, Nasenlaufen,Asthma hat.
So muss der Arzt ein «Detektiv» sein,
wenn es um die erste Abklärung eines
Allergieverdachts geht.
O Was für Allergietests gibt es?
Prinzipiell gibt es zwei Tests: Haut- und
Bluttests.
OBei den Hauttests wird die allergische
Reaktion durch Kontakt mit dem vermuteten Auslöser direkt provoziert. Bei
der Soforttyp-Allergie (z. B. Heuschnupfen, Hausstaubmilben-Allergie, Tierhaarallergie) werden Extrakte aus Pollen,Milbenkot,Tierschuppen etc.auf die
Haut getropft, und nachher wird mit einer stumpfen Plastikspitze die Flüssigkeit etwas in die Haut gedrückt. Wenn
der Patient allergisch ist, treten rasch
eine Quaddel, Rötung und Juckreiz an
dieser Stelle auf. Diesen Test nennt man
Prick-Test (von engl. «to prick»= piksen,
stechen).
Es gibt auch Hauttests, wo man mittels Pflastern die verdächtige Substanz
für mehrere Tage auf die Haut bringt –
dies ist dort nötig, wo keine Sofortreaktion zu erwarten ist, bei so genannten
Kontaktallergien, zum Beispiel der Nickel-Allergie.
ODie Bluttests messen in einer Blutprobe des Patienten das Vorkommen
und die Menge von Antikörpern gegen
die verdächtigen Substanzen. Diese sind
Immun-Eiweisse, sie werden Immunglobulin E genannt. Es gibt Tests für
mehrere 100 verschiedene Immunglobulin E-Typen, z. B. gegen Hundeschuppen, Birkenpollen, Kiwi, Haselnüsse
etc. – die Menge der Antikörper ist exakt
messbar und gibt Auskunft, ob jemand
gegen eine Substanz sensibilisiert ist.
Von Allergie redet man erst, wenn zur
Sensibilisierung auch tatsächlich Symptome hinzukommen.
O Wann werden welche Tests eingesetzt?
Die Hauttests werden bei häufigen Allergien und bei klarem Verdacht eingesetzt.
Ist eine Allergie auf viele verschiedene
Stoffe vorhanden, oder ist der Fall nicht
klar, kommen dann auch die Bluttests
zum Einsatz. Bluttests können auch den
Verlauf der Sensibilisierung gut abbilden, weil die Menge der Antikörper oft
proportional ist zur Aktivität der Krankheit oder zur Schwere der Symptome.
Es gibt aber auch Suchtests im Blut, wo
mehrere häufige Allergene zusammen
getestet werden.
O Was kann man tun, wenn man
Allergiker ist?
Wenn eine Allergie leicht ist, zum Beispiel leichter Heuschnupfen nur während einiger Wochen pro Jahr, mit roten
Augen und Nasenlaufen, reichen meist
symptomatische Therapien mit Medikamenten, die die Histaminwirkung
blockieren.Zudem sollte man möglichst
dem Allergie-Auslöser aus dem Weg gehen (z. B. an Tagen mit viel Pollenflug
nicht unbedingt draussen joggen).
Ist eine Allergie schwerer, zum Beispiel das ganze Jahr vorhanden oder mit
schweren Symptomen wie Asthma, und
ist der Allergie-Auslöser bekannt, kann
man bei gewissen Allergenen eine Immuntherapie (auch Desensibilisierung
genannt) machen lassen: Es wird das
Allergen in sehr niedriger Konzentration regelmässig unter die Haut gespritzt,
mit dem Ziel, den Körper an diesen Stoff
zu «gewöhnen», eine Toleranz zu erzeugen. Dies muss aber meist über mehrere Jahre gemacht werden, hat aber gute Erfolgsraten vor allem bei isolierten
Pollenallergien, Insektengiftallergien
und zum Teil bei gewissen Nahrungsmitteln.
Bei schweren Allergien muss der Patient auch immer ein Notfallset auf sich
tragen, mit Medikamenten, die verhindern, dass er schwerste Symptome bekommt.
MATTHIAS KAELIN
redaktion.ch@mediaplanet.com
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8 TIPPS FÜR ALLERGIKER
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4 Tipps für Hausstauballergiker
1
Lüften Sie Ihre Wohnung regelmässig und
achten Sie darauf, dass sie möglichst trocken
4 Tipps für Pollenallergiker
1
Waschen sie Ihre Haare abends bevor Sie zu
bett gehen. Pollen verfangen sich darin.
ist.
Oberbett, Bettdecke und Bettwäsche sollten
sie regelmässig bei mindestens 60°C waschen.
Diese können Sie auch mit milbendichten Überzügen überziehen.
2
Verzichten Sie auf Staubfänger wie aufwendige Vorhänge, langhaarige Teppiche oder offene Bücherregale.
3
4
Ziehen Sie Ledermöbel Polstermöbel vor.
Achten Sie beim nächsten Kauf eines Staubsaugers, dass er einen speziellen Feinstaubfilter besitzt.
2
Bauen Sie sich in Ihrem Auto ein Pollenfilter
ein. Andernfalls, lassen Sie beim Autofahren
die Fenster geschlossen und fahren Sie mit ausgeschalteter Lüftung.
3
Informieren Sie sich beispielweise über die
Tageszeitungen, Internet oder Radio über die
aktuelle Pollenflug-Situation.
4
Ein Leben ohne Schnarchen...
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Operative Therapie des Schnarchens und der Schlafapnoe
Mikrochirurgische Nasenoperationen
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Privatpraxis
Dr. med. (SYR)
ANTOINE ASCHMANN
Spezialarzt FMH ORL
Am Schanzengraben 29, 8002 Zürich
www.schnarchoperation.ch
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Seele and Geist
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