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Geht ab wie ein Zäpfchen…

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TEST |
MEINRAD DEBATIN
Geht ab wie ein Zäpfchen…
Design-Rumpf Uvular von Mikado
Schon ein seltsamer Name, den die Firma Mikado ihrem
neuen Rumpf gegeben hat. Ob das nun auf einen Zusammenhang mit dem Gaumenzäpfchen (medizinisch: uvula) oder anderen, ähnlich geformten Zäpfchen anspielt,
konnte nicht zweifelsfrei ermittelt werden. Nehmen wir
das also einfach mal so hin.
Der Uvular ist keiner der gängigen ScaleRümpfe, die möglichst exakt einem Vorbild
nachempfunden sind, bei denen man einen
großen bautechnischen Aufwand treibt und
gegebenenfalls auch begrenzte Flugeigenschaften in Kauf nimmt. Die Form des Uvular ist
ohne Anlehnung an ein großes Vorbild gestaltet, soll in etwa einen Hubschrauber darstellen
und dennoch einigermaßen gut zugänglich
sein. Nicht zuletzt sollen die Flugeigenschaften
einem „Besenstiel-Trainer“ ähneln, klassischer
Kunstflug mit weicheren 3D-Einlagen muss
schon drin sein. Obwohl es die Rumpfform
suggeriert, muss man aus dem Ganzen nicht
zwingend einen Speed-Heli machen, das Einsatzspektrum ist breit und erlaubt eigentlich
jede Anwendung. Immer bleibt jedoch die
flüssige Linie, die große Oberfläche für gute
Erkennbarkeit und nicht zuletzt eine gewisse
Exklusivität, die man einem Trainer nun wirklich nicht mehr nachsagen kann.
Technische Auslegung
Ausgelegt ist der Uvular-Rumpf für den Einbau
einer Mikado Logo 600SE Mechanik, also die
Ausführung mit 25-mm-Heckrohr und 700er
Blättern. Im Idealfall hat man einen Logo
600SE, der gut eingeflogen und in gutem
Zustand ist. Die 10s-Ausführung reicht vollkommen, am Kopf ca. 1.700 bis 1.800 U/min
sind ok. Leistungsexzesse gehen natürlich
auch, die Grenze wird hier wahrscheinlich
vom Hauptgetriebe des Logo 600SE gesetzt.
Die Erfahrung zeigt, dass aerodynamisch
gestaltete Rümpfe oder Hauben bei gleicher
Kopfdrehzahl sehr wohl einen Einfluss auf die
Fluggeschwindigkeit haben, so dass man auch
mit „normalen“ Drehzahlen schnell unterwegs
sein kann.
Lieferumfang
Da der Uvular-Rumpf explizit für den Logo
600SE konzipiert ist, sind auch die Einzelteile
exakt dafür ausgelegt. Da ist zunächst einmal
der Rumpf selbst, mit allen Bohrungen, Ausschnitten und Fixierungen für die Haube. Diese
ist ebenfalls komplett fertig, auch die Verzapfungen mit dem Rumpf sind fix und fertig und
passen einwandfrei. Für die Verschraubung
der Haube mit dem Rumpf sind Bohrungen,
eine Lasche und ein Gewindeinsert vorhanden
und passgenau ausgerichtet. Der gesamte
Rumpf, hier die Ausführung in Neon-rot, ist
FMT 03| 14 | www.fmt-rc.de
perfekt lackiert, mit Dekor versehen und hat
darüber eine hochglänzende Klarlackschicht.
Der Rumpfbausatz wird nicht, wie eigentlich erwartet, im fernen Osten hergestellt,
sondern mitten in Deutschland, beim HeliCenter-Berlin. Produktionsstandort und Bauqualität schlagen sich im Preis nieder, das ist
halt Realität.
Im Lieferumfang sind des Weiteren das
Landegestell mit weißen CFK-Kufenbügeln,
ein neues Seitenleitwerk, eine AustauschHeckgetriebeplatte und sämtliche Schrauben
und Distanzbuchsen. Da beim Logo 600SE das
Seitenleitwerk auch direkt Heckgetriebeplatte ist, muss hier das Bundlager entfernt und
bei der Uvular-Heckgetriebeplatte eingesetzt
werden. Sinnvollerweise sollte man gleich das
entsprechende Bundlager mitordern und neu
einsetzen.
Vorbereitung der Mechanik
Zunächst muss das Heckgetriebe komplett
entfernt werden, den Zahnriemen etwas
fixieren. Ebenso die Stützstreben entfernen,
am Chassis dann andere Schrauben einset-
zen. Bevor man das Kufengestell entfernt, die
Muttern in den Chassiseinsätzen festkleben,
da man diese später beim neuen Landegestell braucht und nicht mehr erreichen kann.
Ich habe das mit Heißkleber gemacht, geht
schnell und hält. Dann müssen oben die beiden Haubenhalter ausgewechselt werden,
ebenso die beiden kleinen Haubenstützen
vorne seitlich am unteren Chassisrand. An
diesen vier Punkten wird später der Rumpf
an der Mechanik aufgehängt.
Der Regler, ein Kontronik Heli-Jive mit Aktivkühler, kann längs vorne bleiben, ging bei
mir einwandfrei. Hat man einen Stützakku
verbaut, muss der entsprechende Stecker oder
Schalter gut erreichbar bleiben, also vorher
kontrollieren. Ebenso natürlich auch der Zugang zum Stabisystem fürs Einstellen. Mein
HoTT-Empfänger wurde so platziert, dass die
Set-Taste von oben erreicht werden kann. Der
Data-Anschluss für Sensoren und Update wurde mit einem Verlängerungskabel versehen, so
dass der Sensoranschluss vorne aufgetrennt
werden konnte. Man sieht also, bei einem
Rumpfheli muss man an Dinge denken, die
beim offenen Trainer kaum eine Rolle spielen.
Auch am Rumpf, der ja schon alle Bohrungen und Aussparungen hat, sollte trotzdem
noch etwas Hand angelegt werden. Vorne
passt alles perfekt, selbst die gesamte Mittennaht des Rumpfes ist exzellent verarbeitet.
Hinten geht es allerdings für das Heckgetriebe
etwas eng zu. Das offene Heckgetriebe wird
später von hinten in die rechteckige Rumpfkeule eingeschoben. Da ist sehr wenig Platz,
da das Getriebe ja noch nicht festgezogen sein
darf, es muss ja auch noch über das Heckrohr
gehen. Andererseits muss das Heckvierkant
des Rumpfes auch stramm anliegen, da es
später zusammen mit dem Heck verschraubt
wird und nicht verspannt sein sollte. Daher
ist es sinnvoll, das Innere des Vierkantes mit
einem Vierkantholz – belegt mit Schleifleinen
– leicht auszuschleifen, so dass die beiden Seitenwände schön glatt sind. Die Längsschlitze
für die Befestigungsschrauben des Heckgetriebes wurden mit einer dünnen Flachfeile
leicht nachgezogen, damit die M3-Schrauben
leichtgängig eingeschoben werden konnten.
Ebenso auch den Ausschnitt für den Umlenk-
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TEST | Design-Rumpf Uvular von Mikado
Die beiden Rumpfteile, wie sie aus dem Karton kommen. Sie sind sehr gut mit Folie geschützt.
Auch die Innenseite der Haube ist sehr sauber verarbeitet, die Trennnaht
ist kaum sichtbar.
hebel-Halter bearbeiten. Diese Arbeiten sind
nicht zwingend notwendig, erleichtern aber
später das Einschieben des Heckgetriebes ungemein. Das Einsetzen der Gummitüllen in die
entsprechenden Bohrungen vervollständigt
die Rumpfvorbereitung.
Der Rumpf wird in Deutschland gefertigt und ist an
beanspruchten Stellen mit CFK-Band verstärkt.
Das Dekor ist bereits aufgebracht. Die Haube ist hinten komplett geschlossen und wird dort verschraubt.
Die Hochzeit
Beim Autobau nennt man den Einbau des
Antriebs in die Karosserie bekanntermaßen
„Hochzeit“. Soweit ist es nun beim Uvular. Da
der Rumpf schon perfekt lackiert ist, sollte man
diesen bei allen Arbeiten vor Kratzern oder
Wie aus einem Guss: So sieht der Rumpf mit dem selbstgebauten Höhenleitwerk aus.
Beschädigungen schützen. Zum Einsetzen
der Mechanik habe ich daher den Rumpf in
eine dicke Decke gelegt und anschließend mit
zwei kleinen, beschwerten Kartons so seitlich
gestützt, dass er aufrecht auf der Werkbank
fixiert war und keine Gefahr des Wegrutschens
bestand. Das Heck kann man dann noch in der
Höhe unterstützen, so dass man schön überall
rankommt. Die Mechanik wird eingeschoben,
auf die seitlichen Halter achten. Dann bis zum
Anschlag einschieben, damit das Heckrohr
hinten möglichst weit heraussteht. Ideal wäre
es, wenn jetzt ein zweiter Mann alles festhalten
könnte, es geht aber auch so. Jetzt wird das
Heckgetriebe einmal auf das Heckrohr und zugleich zwischen das Heckvierkant des Rumpfes
aufgeschoben, nun ist auch klar, warum das
leichtgängig gehen sollte. Zum Auflegen des
Riemens muss die linke Getriebeplatte nach
außen gebogen werden, aus dem Bundlager
heraus, damit der Riemen eingefädelt werden
kann. Das geht, ist aber eine Fummelarbeit,
bei der man sich sehnlichst ein Alu-Ritzel
wünscht, das erst nach Durchschieben der
Heckwelle befestigt werden muss. Dann würde sich das Aufbiegen erübrigen. Unbedingt
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Der Umbau beginnt. Die
normalen Haubenhalter
werden gegen passende
Distanzbuchsen getauscht.
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 Auch vorne müssen die Halterungen
angebracht werden.
Dahinter sind die eingeklebten Muttern
für die Kufenbügel zu
sehen.
auf die Drehrichtung des Riemens achten.
Anschließend wird das Heckgetriebe lose
zusammengeschraubt und möglichst weit
auf das Heckrohr aufgeschoben.
Nun wird vorne die Mechanik so positioniert, dass die seitlichen Aluhalter und die
Gummitüllen übereinstimmen. Jetzt die Kufenbügel einschieben, vorne kommt der kürzere
hin, und dann wird die Mechanik mit den Distanzbuchsen und den Gummitüllen am Rumpf
verschraubt. Erst jetzt können die Kufenbügel
ausgerichtet und mit den eingeklebten Muttern fixiert werden. Das Anbringen der Kufenrohre mit den Stahllaschen ist nochmals etwas
tricky, funktioniert aber. Dazu sollte der Rumpf
auf dem Rücken, also auf dem quergestellten
Rotorkopf, liegen. Damit haben Rumpf und
Mechanik zum ersten Mal einen festen, eigenständigen Stand auf der Werkbank.
Nun wird das Heckgetriebe fertig montiert.
Dazu wie üblich das Getriebe nach hinten
ziehen, den Riemen spannen und die restlichen Schrauben entsprechend anziehen. Die
Masseleitung zwischen der Andruckrolle und
dem Heckrohr nicht vergessen, dieses wird in
der Anleitung nicht erwähnt. Dazu kann man
an der linken Seitenwand des Heckvierkants
eine größere Bohrung, möglichst von Hand,
anbringen, so dass man an das Heckrohr dahinter rankommt und das Massekabel dort
verschrauben kann. Dann ebenfalls links das
lackierte Seitenleitwerk festmachen, dieses
verdeckt jetzt die Bohrung für das Massekabel. Nicht vergessen, das Hecksteuergestänge
wieder einzuklipsen. Und zuletzt das Verkleidungssegment hinten mit den Einschlagmuttern verschrauben, damit bekommt auch das
Heck eine gewisse Eleganz. Damit ist das Heck
erledigt und nun kann die Haube zum ersten
Mal aufgezogen werden.
Haube drauf
Diese ist ebenfalls schon fertig vorbereitet,
mit Aussparungen für Kühlluft, Fixierstiften,
seitlichen Führungslaschen und der Haubenbefestigung hinter der Rotorwelle. Zum
Aufschieben sollte der Rotor quer stehen,
damit die Seitenteile der Haube nicht zu weit
aufgespreizt werden müssen. Dann vorne die
Stifte in die Bohrungen einführen und die
seitlichen Laschen in die entsprechenden
Schlitze, das war’s.
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TEST | Design-Rumpf Uvular von Mikado
Das Heckgetriebe wird lose verschraubt und dann über das Heckrohr und anschließend in den Heckvierkant geschoben.
Der Heckvierkant sollte mit Schmirgel etwas geglättet werden, das vereinfacht das Montieren
des Heckgetriebes.
In eigener Regie wurde ein Höhenleitwerk nachgerüstet: Gesperrtes Balsa mit Oracover-Klebefolie,
die exakt die gleiche Neonfarbe wie der Rumpf hat.
Die verlängerte Haubenschraube steht etwas heraus, kann aber so gut
mit der Hand geführt werden.
Die eigentliche Befestigung der Haube auf
dem Rumpf erfolgt ein Stück hinter der Rotorwelle. Auf der linken Seite der Haube, von
vorne gesehen, hat die Haube am Übergang
eine schräge Bohrung, in die später die Befestigungsschraube eingesetzt wird. Vorher wird
die Lasche der anderen Seite in diese Bohrung
Das Einfädeln des Heckriemens ist eine knifflige Geschichte, aber
es geht.
Der vorhandene Blattcaddy von Mikado wird etwas beschnitten und dient
dann problemlos als Blattauflage.
eingeschoben, so dass jetzt beide Haubenenden zusammen verschraubt werden können.
Die M3×14-Inbusschraube ist unpraktisch einzusetzen, da sie beim Ansetzen nicht mehr von
Hand geführt werden kann, sondern lediglich
noch durch den Inbus des Schlüssels. Dabei
kann die Schraube herausrutschen und in der
Mechanik verschwinden. Eine perfekte Abhilfe
habe ich nicht gefunden, aber eine, mit der
man schon mal leben kann. Dazu reicht eine
M3×18-Inbusschraube und eine ca. 11 mm
lange Hülse, die auf die Schraube aufgeklebt
wird. Jetzt kann man diese Schraube zumindest solange mit den Fingern führen, bis sie
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 Im Rumpf ist nicht
viel Platz für die Befestigungsbänder des
Akkus, aber der 10s
5.000er passt.
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Flugerfahrungen
Bereits das erste Hochfahren der Drehzahl
zeigte, dass der Rumpf keinerlei Schwingungen, Resonanzen oder Dröhngeräusche verursacht. Ein sehr angenehmer Sound, das
geringe Pfeifen des Kontronik Pyro 700-45
war nicht mehr zu hören, also eitel Sonnschein. Bereits beim „Cruisen“ mit geringerer
Drehzahl zeigt sich das rumpftypische Verhalten der Geschwindigkeitsaufnahme, der
Uvular will laufen. Das Steuerverhalten ist
jetzt zwangsläufig etwas weicher, das höhere
Gewicht und die große Rumpffläche machen
sich schon bemerkbar. Man könnte zwar die
Parameter höher schrauben, aber mir passt
dieses Flugverhalten.
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Änderungen und Irrtümer vorbehalten
im Gewinde des Rumpfes gefasst hat. Das
Gleiche gilt beim Rausschrauben, man kann sie
rechtzeitig fassen, bevor sie aus dem Gewinde
heraus ist. Im eingeschraubten Zustand steht
sie etwas über, aber damit muss man dann leben. Jetzt wieder die Rotorblätter anschrauben
und fertig ist der Uvular.
Zum Festlegen des Schwerpunktes musste
der Akku ca. 3 cm weiter nach vorne, dazu
wurde einfach im Akkuschacht hinten ein
Styropor-Klotz eingeklemmt. Natürlich interessiert auch sofort das Gewicht. Logo 600SE
ohne Akku: 2.700 g, Uvular ohne Akku, aber
sonst absolut identisch: 3.080 g. Also nur
380 g mehr, das kann sich wirklich sehen
lassen.
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 Schick von vorne
bis hinten. Mit dem
bogenförmigen Segment bekommt der
Rumpf einen gelungenen Abschluss.
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TEST | Design-Rumpf Uvular von Mikado
Mit hoher Drehzahl wird sehr schnell Geschwindigkeit aufgebaut, man kann den Uvular schön rennen lassen. Rollen werden etwas
länger, sehen damit auch besser aus, Loopings
werden schön groß und rund. Bei Fahrtüberschlägen dauert es jetzt etwas länger, man
merkt, dass sich der Rumpf etwas sträubt – ob
Fahrtüberschläge mit einem Rumpf sein müssen, sei mal dahingestellt. Insgesamt ergibt
sich ein sehr angenehmes Flugverhalten, das
auch seinen optischen Reiz hat.
Bei Loopings mit niedrigerer Drehzahl
musste allerdings die Ausleitung präzise erfolgen, sonst kam es vor, dass sich der Uvular
beim Abfangen etwas aufbäumte. Hier gibt es
nun verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Gut
ist halt immer mehr Drehzahl und natürlich
auch schwere Blätter, die Edge 693 mit ca.
194 g sind schon recht leicht. Eine Erhöhung
der Precomb Nick im Expertmenü des VStabiFlybarless-Systems von 8 auf 12 hat bei mir
geholfen. Eine weitere Maßnahme, allerdings
ganz nach persönlichem Geschmack, war ein
zusätzliches Höhenleitwerk. Das hat mich von
Anfang an gestört. Ein schneller, eleganter
Durch vier Luftschlitze tritt die Kühlluft ein, am
Übergang zwischen Rumpf und Heckausleger
werde ich noch eine Austrittsöffnung schaffen.
Rumpf und kein Höhenleitwerk ist eine ästhetische Sünde in meinen Augen. Also wurde mit
Hilfe von Balsaplatten ein elegantes Leitwerk
geformt, mit Oracover neon-rot beklebt und
sehr sorgfältig am Heckrumpf verstiftet und
verklebt. Man muss sicherlich nicht extra erwähnen, dass dies eine heikle Arbeit ist, bei
der man wissen sollte, was man macht. Nun
gefällt mir die Optik nochmals besser und ich
habe auch das Gefühl, dass der Rumpf beim
schnellen Fliegen einfach etwas satter liegt,
der letzte Rest der Nickempfindlichkeit ist
komplett weg. Allerdings, bei Fahrtüberschlägen quält sich jetzt der Uvular deutlich mehr,
ich habe mich damit fürs schnelle Fliegen
entschieden, was beim Rumpfheli sicherlich
auch optisch schöner wirkt.
Da diese Flugerfahrungen noch bei schönem Wetter gemacht wurden, interessierte
natürlich auch, ob der thermische Haushalt
stimmt, denn der Rumpf hat lediglich vier
Lüftungsschlitze vorne in der Haube. Bei 28° C
brachte es der Heli-Jive-Regler bei der JLogMessung auf 58° C interne Temperatur. Der
Motor, der kaum Frischluft erhält, konnte zwar
vorsichtig angefasst werden, aber ich werde noch am Übergang zwischen Rumpf und
Heckausleger unten eine Lüftungsöffnung
anbringen, da die vorne einströmende Luft
keinen adäquaten Austritt hinten hat. Es wäre
sicherlich von Vorteil, auch oben am Motor
eine Lüftungsmöglichkeit anzubringen, aber
das ist dann eine persönliche Entscheidung.
Fazit
Ein Rumpf wie der Uvular von Mikado ist
allemal eine optische Bereicherung im Helibereich. Er verströmt einfach einen Hauch
von Exklusivität, selbst wenn er nicht in der
Luft ist. Der Bausatz ist absolut komplett,
die Bauausführung und Vorbereitung ist
exzellent und von sehr hoher Qualität. Fliegerisch muss man Einbußen beim harten,
eckigen Fliegen in Kauf nehmen, aber dafür
ist ja eigentlich ein Rumpf nicht vorgesehen. Die Montage selbst ist mit normalen
Mitteln problemlos machbar, bis auf die
Befestigungsschraube der Haube ist alles
durchdacht und alltagstauglich. Der Uvular
ist einfach ein schöner, eleganter Heli.
Zum Aufsetzen der
Haube sollte der Rotor
querstehen, damit die
Haube nicht zu sehr
aufgespreizt werden
muss.
Die Verarbeitung des Rumpfs ist sehr gut, das Dekor ist mit einer abschließenden Schicht Klarlack versiegelt.
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Der Uvular hat eine elegante Linienführung, die auch für eine gute Gesamtstabilität des Rumpfes sorgt.
Der schnittige Uvular-Rumpf
unterstützt das schnelle, großräumige Fliegen. Für enges,
hartes 3D sind „Besenstiel-Trainer“ die bessere Wahl.
TECHNISCHE DATEN
Rumpfbausatz: Uvular von Mikado
Mechanik: Logo 600SE von Mikado
Motor: Pyro 700-45 von Kontronik
Regler: Heli Jive von Kontronik
Servos: Savox SA-1258TG und SH-1290MG
Akku: 10s/5.000 mAh von SLS
Gewicht ohne Flugakku: 3.080 g
Rotordurchmesser: 1.550 mm
Info und Bezug: www.mikado-heli.de, Tel.: 0331 237490
Preis Rumpfbausatz: 399,- €
Die Haube umschließt die Rotorwelle, die Taumelscheibe verschwindet
komplett.
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