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Ab Montag wird die Bodebrücke zur Baustelle – Wie stellen sich die

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Datum: 11, 2013; Ressort: Lokales; Seite: 1
Ab Montag wird die Bodebrücke zur Baustelle –
Wie stellen sich die Staßfurter darauf ein?
Fußgänger und Radfahrer können Brücke noch nutzen bis Behelfsbrücke steht /
Weiträumige Umleitungen
Von Falk Rockmann
Staßfurt Wie wird sich der Bau der neuen Bodebrücke Steinstraße auf Verkehr und Kaufgewohnheiten in Staßfurt
auswirken? Können sich die Bodestädter darauf einstellen? Am nächsten Montag soll‘s nun losgehen.
„Staßfurt hat drei
Bodebrücken. Das wird
irgendwie gehen“
Manfred Bechstein sieht keine besonderen Probleme. „Staßfurt hat drei Bodebrücken. Das wird irgendwie gehen“,
meint der Bäckermeister aus der Schillerstraße, die sich nördlich der Baustelle befindet. In Bernburg habe es doch auch
funktioniert, als die Saalebrücke dort gebaut wurde.
Für Frank Oehme wäre ganz wichtig, dass die Lkw einen großen Bogen um die Baustelle machen. „Sie müssten jetzt
wirklich gezwungen werden, den Gewerbering zu nutzen“, so der Fahrer eines Essenversorgers, der täglich auf Staßfurter
Straßen unterwegs ist. Es reiche ja manchmal schon ein 40-Tonner zum Stau, wenn der an der Ampelkreuzung
Hohlweg/Schlachthofstraße steht. „Und Betriebe wie das Sodawerk, Müllverbrennung oder Technisat sind ja alle über den
Eckigen Ring zu erreichen.“
So wirklich einstellen könne man sich wahrscheinlich nicht auf den Bau, meint Hans-Joachim Weber. „Wir lassen uns
überraschen. Ich wäre ja schon zufrieden gewesen, wenn die Gewerbetreibenden nicht erst einen Tag nach dem
Baubeginn von den Behörden informiert worden wären“, so der Drogist. Eine Sitzung mit dem Gewerbeamt der Stadt sei
nämlich am 16. Juli geplant. Er denkt jedenfalls, dass es so ein Chaos geben werde wie Anfang der 1990-er Jahre, als in
Staßfurt wie wild Straßen gebaut wurden. „Wichtig wird, dass die Hohlweg-Ampel Richtung Schlachthofstraße
ausreichend lange Grün-Phasen hat“, erklärt Hans-Joachim Weber, der noch hofft, dass die Kunden trotz allem die paar
Gewerbetreibenden nicht vergessen, die es am Prinzenberg noch gibt.
Bernhard Mann von der gleichnamigen Zoohandlung in der Nachbarschaft rechnet mit Umsatzeinbußen: „Kunden aus
Aschersleben zum Beispiel werden schwer zu überzeugen sein, eine große Runde zu drehen. Wir werden sehen.“
„Es wird wohl Staus geben“, denkt Maria Lorenz aus Löderburg. „Aber wir haben insofern Glück, dass unsere Schule
nördlich der Baustelle liegt“, ergänzt ihre Freundin Helena Jugenheimer. Die Leute aus Hecklingen, die ins Staßfurter
„Das wird wohl ein Chaos werden wie Anfang der 1990-er Jahre“, meint Hans-Joachim Weber. Der Drogist hofft
dennoch, dass die Kunden die Gewerbetreibenden am Prinzenberg nicht vergessen.
Gymnasium müssen, seien da schon schlechter dran. Auf ihre langen Unterrichtspausen, die die beiden öfter mal im
Stadtzentrum verbringen, müssen sie derweil nicht verzichten. Schließlich wird es ja eine Ersatzbrücke für Fußgänger und
Radfahrer neben der Baustelle geben.
„Wir werden den Verkehrsfluss im Blick
haben und flexibel
reagieren“
Dass sich ihre Kaufgewohnheiten nun ändern, ist für Ute Gehrke fakt. „Wir werden in
Frank Oehme ist täglich für einen Staßfurter Essenversorger unterwegs: „Die Lkw müssten gezwungen werden, den
Gewerbering zu nutzen, das wäre eine große Entlastung.“
Staßfurt-Nord unsere Lebensmittel holen“, ist sich die Staßfurterin sicher, die nördlich der Bode wohnt. Und ihre
Bekannte Sina Meßner stimmt ihr zu: „Wer hier oben wohnt, wird nicht über Umwege ans andere Ufer fahren und ewig im
Stau stehen.“
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„Wir werden den Verkehrsfluss im Blick haben und flexibel reagieren, was zum Beispiel die Ampelschaltzeiten anbetrifft.
Es ist ja auch nicht die erste Baustelle“, blickt René Zok relativ gelassen auf das bevorstehende Jahr. „Wir können im
Sinne der neuen Brücke nur an das Verständnis der Bürger und Kraftfahrer appellieren“, so der Oberbürgermeister. Au
ßerdem hätten sich „Fachleute über die Umleitungsstrecken Gedanken gemacht“.
Für das gusseiserne Geländer der alten Brücke gibt es seitens der Stadt übrigens nur sehr verhaltenes Interesse. „Mit
dem Geschichtsverein wird versucht, ein Teil im Museum als Anschauungsstück unterzubekommen“, so der OB. „Mehr
geht auch nicht als ein Feld“, bemerkt Heinz-Jürgen Czerwienski, Vorsitzender des Vereins. Eventuell eine Umgrenzung
für die Staßfurt-Gaensefurther Bogenbrücke daraus zu machen, die ja gesichert werden soll, übersteige auch die
finanziellen Möglichkeiten, so Czerwienski.
Helena Jugenheimer aus Löderburg schätzt sich etwas glücklicher als ihre Schulkameraden aus Hecklingen.
Das Dr.-Frank-Gymnasium liegt schließlich nördlich der Baustelle.
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Die Tage der alten Brücke sind gezählt. Ab Montag wird sie zur Baustelle. Fußgänger und Radfahrer sollen sie
noch so lange nutzen können, bis deren Behelfsbrücke steht. Fotos: Falk Rockmann
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