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Eine Welt voller Atomwaffen: Wie rüstet man ab? - Uni-marburg.de

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27.10.2009
Vortrags – und Diskussionsabend:
Eine Welt voller Atomwaffen: Wie rüstet man ab?
Im nächsten Jahr steht die Überprüfungskonferenz des Vertrages über die
Nichtverbreitung
von
Kernwaffen
an.
Welche
völkerrechtlichen
und
zivilgesellschaftlichen Schritte sind nötig, um eine Welt ohne Atomwaffen zu
schaffen?
Donnerstag, 5. November 2009, 19 Uhr, Marburger Historischer Rathaussaal, Eintritt
frei
Wenn heute über Atomwaffen gesprochen wird, dann geht es zunächst oft um Nordkorea
und Iran: Nordkorea hat 2006 und im Mai 2009 eine nukleare unterirdische Testexplosion
durchgeführt. Beide Nukleartests waren nicht ganz erfolgreich, so dass weitere Tests
möglich sind. Der Iran bricht das Völkerrecht, indem er mehrere Resolutionen des UNSicherheitsrates missachtet, welche ihn zum Stopp seiner Uran-Anreicherung auffordern.
Ist auch der Iran auf dem Weg zur Bombe? Unbestreitbar bergen die nuklearen
Ambitionen Nordkoreas und Irans unvorhersehbare Risiken. Dennoch darf nicht außer
Acht gelassen werden, dass diese Länder nur einen Teil des nuklearen Problems
darstellen, welches die Welt heute bedroht. Der andere Teil des Problems manifestiert sich
in russischen, US-amerikanischen, chinesischen, französischen, britischen, indischen,
pakistanischen und israelischen Atomwaffen-Arsenalen. Mehrere tausend russische und
US-amerikanische Atomwaffen sind noch immer in höchster Alarmbereitschaft, in wenigen
Minuten einsetzbar. Völkerrechtliche Abrüstungsbestrebungen stecken gleich mehrfach in
der Klemme: Das grundsätzliche Abrüstungsgebot des Nichtverbreitungsvertrags ist kaum
einklagbar, der Umfassende Kernteststoppvertrag noch lange nicht in Kraft getreten, ein
Vertrag über den Produktionsstopp von atomwaffenfähigem Material noch nicht einmal
ausgehandelt. Dennoch wäre es fatal, sich apathisch von der Weltpolitik abzuwenden: In
der Vergangenheit war es oft die Zivilgesellschaft, welche die Politiker vom atomaren Kurs
abgebracht und an den Verhandlungstisch getrieben hat. Was kann und muss Politik und
Völkerrecht heute also leisten, damit abgerüstet werden kann – und was kann die
Zivilgesellschaft tun?
Dieser Vortrags- und Diskussionsabend bietet die Möglichkeit, mit Herrn Prof. Dr. Götz
Neuneck, einem Experten für Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung, ins
Gespräch zu kommen. Der Physiker Neuneck ist stellvertretender Wissenschaftlicher
Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität
Hamburg und dortiger Leiter der Interdisziplinären Forschungsgruppe Abrüstung,
Rüstungskontrolle und Risikotechnologien. Er ist Mitglied in der Vereinigung Deutscher
Wissenschaftler, welche aus den „Göttinger 18“ hervorging, und nimmt an den
renommierten und 1995 mit dem Friedensnobelpreis geehrten „Pugwash Conferences on
Sciences and World Affairs“ teil. Er hat zahlreiche Monographien und Artikel zur Thematik
verfasst. Link zur Website: http://www.ifsh.de/
Das Organisationsteam des Abends würde sich sehr freuen, wenn Sie zahlreich
erscheinen, viel Interesse und viele Fragen mitbringen!
Ansprechpartner:
Matthias van der Minde
Studentenwohnheim Forsthof
Ritterstrae 16
35 0 37 Marburg
mattvdminde@yahoo.de
Diskussionsabend der UN-Society Marburg e.V. in freundlicher Kooperation mit der Stadt
Marburg
www.unsociety.de/
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