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Die Operation ist vorbei – Wie geht es weiter? - Schulthess Klinik

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Austrittsinformation
Die Operation
ist vorbei – Wie geht es weiter?
Liebe Patientin, lieber Patient
Sie haben sich kürzlich bei uns einer Fussoperation unter­zogen. Mit dieser Broschüre wollen wir Ihnen einige
Hinweise geben, worauf Sie nach der Operation achten
sollen, um Ihren Heilungsprozess optimal zu unterstützen.
Schmerzen und Schwellung
Erfahrungsgemäss klingen operationsbedingte Schmerzen in den meisten Fällen innert ein bis
zwei Wochen weitgehend ab. Durch das Einhalten weniger Regeln können Sie dies (teilweise)
selber beeinflussen.
Die wichtigste Regel ist das konsequente Hochlagern des operierten Fusses. Das heisst: nur so
lange am Stück stehen oder gehen, bis Spannungsgefühle oder Schmerzen im operierten Fuss
auftreten. Dies ist ein Zeichen, dass es an der Zeit ist, den Fuss wieder hochzulagern. Mit Hoch­
lagern ist gemeint, den Fuss entweder beim Sitzen auf einen Stuhl oder ähnliches zu legen oder
im Liegen den Fuss zum Beispiel auf ein Kissen zu lagern.
Die regelmässige Einnahme von Schmerzmitteln ist nach dem Spitalaustritt in den meisten Fällen
nicht mehr nötig. Wenn die oben erwähnten Massnahmen jedoch eine zu wenig s­ chmerzlindernde
Wirkung zeigen, dürfen Sie jederzeit die auf dem Rezept als R­ eserve ver­schriebenen Schmerzmittel
einnehmen. Bitte beachten Sie die auf dem Rezept ­angege­­bene Dosierung.
Belastung
Je nach Art der Operation dürfen Sie den operierten Fuss in einem speziellen Schuh /­ ­Stiefel
voll belasten oder unter Zuhilfenahme von Stöcken teilentlasten.
Vollbelastung
Sie können den Fuss voll belasten, dürfen aber selbstverständlich bei Schmerzen oder
Unsicher­heiten jederzeit auch die Stöcke zu Hilfe nehmen.
Teilbelastung
Sie dürfen den operierten Fuss unter Zuhilfenahme von Stöcken nur mit dem Beinge­
wicht auf den Boden aufsetzen. Hierzu werden Sie während Ihres Spital­aufenthaltes
von einem unserer Physio­therapeuten instruiert. Auch das Treppensteigen mit Stöcken
wird, wenn nötig, mit Ihnen geübt.
Operationswunde
Im Spital wird Ihnen durch Ihren Arzt oder durch das Pflegepersonal gezeigt, wie Sie zu
Hause den Verband selber wechseln können. Das dafür benötigte Verbandsmaterial
ist ebenfalls auf Ihrem Rezept aufgeführt. Der Verband sollte, solange die Wunde noch
nässt (Blut / Wundflüssigkeit), alle ein bis drei Tage gewechselt werden. Grundsätzlich
ist beim Verbandswechsel keine Desinfektion nötig. Das alte Verbandsmaterial sollte jedes
Mal vollständig entfernt werden. Sollte die Opera­tions­wunde noch bluten oder nässen,
decken Sie die Wunde mit einigen Kompressen (siehe Rezept) ab und wickeln die elastische
Binde (siehe Rezept) mit leichtem Zug drei- bis viermal um die Kom­presse herum.
Später, wenn die Wunde nicht mehr blutet oder nässt, reicht es vollkommen aus, die
Wunde mit einem normalen Pflaster a­ bzudecken. Um einer Schwellung und den damit
­verbundenen Schmerzen etwas vorzubeugen, ist es wichtig, dass Sie auch weiterhin die
elastische Binde mit leichtem Zug drei- bis viermal um den Fuss wickeln. Der operierte
Fuss sollte bis zur ersten Kontrolle bei uns weiter­hin so verbunden werden. In der Regel
gibt es keine Probleme mit dem selbstständigen Verbandswechsel. Falls Sie sich
dies jedoch nicht zutrauen, geben Sie uns bitte noch während Ihres Spitalaufenthaltes
Bescheid, damit wir Ihnen eine Verordnung für die Spitex ausstellen können. Mit
dieser Verordnung können Sie oder Ihre Angehörigen den ersten Besuch des Spitex­
personals bei Ihnen zu Hause selbstständig organisieren.
Duschen
Während der ersten sieben Tage nach der Operation sollte der Fuss zum Duschen mit
einem normalen Plastiksack (z. B. Abfallsack) abgedeckt werden. Der Plastiksack kann
mit einem einfachen Klebeband befestigt werden. Nach sieben Tagen können Sie ohne
­Abdeckung duschen. Das heisst, die Wunde darf jetzt für kurze Zeit feucht werden.
Baden
Da die Wunde beim Baden in der Badewanne längere Zeit im Wasser verbleibt als beim
Duschen, sind einige Regeln einzuhalten.
Grundsätzlich ist die Wunde nach zwanzig Tagen so weit abgeheilt, dass Sie wieder ein
Bad nehmen dürfen.
Wenn jedoch während der Operation Kirschnerdrähte (siehe Kapitel Kirschnerdrähte) zur
Fixation von Knochen oder Gelenken eingebracht worden sind, ist Vorsicht geboten,
da die Drähte in direkter Verbindung mit dem Knochen stehen. Solange sich Drähte im
Fuss befinden (in der Regel sechs ­Wochen, genaues Datum siehe Behandlungsplan
auf Rückseite), sollten Sie auf das Baden verzichten.
Für das Duschen mit den Kirschnerdrähten gelten die im Kapitel «Duschen» beschriebenen
Regeln.
Thromboseprophylaxe
Nach Vorfussoperationen sind Thrombosen oder Embolien eine Seltenheit.
Eine ­«einfache» Thromboseprophylaxe empfehlen wir trotzdem allen unseren P­ atienten: Mehrmals
täglich sollten Sie Ihre Beine bewegen («Velofahren» im Bett, auf dem Rücken liegend). Nach
Operationen des Vorfusses können Sie zusätzlich noch das obere Sprunggelenk («Fussgelenk»)
täglich mehrmals bewegen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, immer wieder einmal aufzustehen
und ein paar Schritte zu gehen – besser mehrmals am Tag für kurze Zeit, als ein- bis zweimal täg­
lich während längerer Zeit zu gehen oder zu stehen.
Bei besonderem Risiko in der Vergangenheit, bereits durchgemachten Thrombosen, Embolien oder
bei Ruhigstellung des Fusses mit Stockentlastung empfehlen wir, um sicherzugehen, zusätzlich
zu den Bewegungsübungen auch eine medikamentöse Thromboseprophylaxe für die Zeit der Ruhig­
stellung. Dies geschieht bei uns mittels sogenannter Fertigspritzen, die Sie sich problemlos zu
Hause selber in das Fettgewebe am Bauch oder am Oberschenkel spritzen können. D
­ iesbezügliche
Instruktionen erhalten Sie während Ihres Spitalaufenthaltes durch unser Pflegepersonal. Die
Fertig­spritzen sind auf Ihrem Rezept vermerkt und können in jeder Apotheke bezogen werden. Sie
sollten täglich eine Spritze applizieren, bis alle Spritzen aufgebraucht sind. Danach ist keine
Blutverdünnung mehr nötig.
Kirschnerdrähte
Kirschnerdrähte werden während der Operation eingesetzt. Sie dienen zur vorübergehen­
den Führung oder zur Stabilisation von Zehen, Gelenken oder Frakturen. Da sie nur
kurz­­fristig (in der Regel ein paar Wochen) im Körper verbleiben, treten sie aus der Haut
­heraus. Da­durch können die Drähte dann ohne Probleme in unserer Sprechstunde
­entfernt wer­den. Dieser aus der Haut ragende Teil sollte während der ganzen Zeit mit
einem Pflaster abgedeckt werden, damit Sie mit dem Schuh oder der Socke nicht
am Drahtende hängen ­bleiben. Wenn die Drähte für kurze Zeit nass werden (z. B. beim
Duschen), ist das kein ­Pro­blem.
Baden sollten Sie jedoch erst wieder, nachdem die Kirschnerdrähte ent­fernt wurden. Dies
geschieht nach einigen Wochen während Ihres Kontrolltermins in unserer Sprech­stunde
(genaues Datum siehe Behandlungsplan auf der Rückseite). Keine Angst: Das Ent­fernen
der Drähte ist nahezu schmerz­­los und vergleichbar mit einer Fadenentfernung!
Arbeitsunfähigkeit
Wie lange Sie nach einer Fussoperation nicht arbeiten können, hängt von Ihrer b­ erufli­chen
Tätig­keit sowie von der Art des Eingriffes ab. Oft kann nach Absprache mit dem Arbeit­geber eine
Lösung und vorübergehend eine leichtere Arbeit gefunden werden, sodass einer vorzeitigen
Rück­kehr zur Arbeit nichts im Wege steht. Auch bei sitzenden Tätig­keiten muss der operierte Fuss
möglichst hochgelagert werden (z. B. auf einem Stuhl).
Unsere Angaben auf dem Arbeits­unfähigkeitszeugnis, das Sie nach der Operation von uns e­ rhal­ten,
sind Richtwerte. Falls Sie sich bereits früher in der Lage fühlen zu arbeiten, können Sie dies
selbst­verständlich tun.
Sollten Sie jedoch nach Ablauf des Arbeits­unfähigkeitszeugnisses noch nicht in der Lage sein, Ihre
berufliche Tätigkeit wieder auf­zunehmen, müsste Ihr Zeugnis entsprechend verlängert werden.
In diesem Fall müssen Sie entweder Ihren Hausarzt aufsuchen oder mit uns Kontakt aufnehmen.
Ihr Behandlungsplan
nach der Operation
Ruhigstellung
Gips bis am
Inno-Step-Orthese bis am
Spezialschuh bis am
nicht nötig (normaler Konfektionsschuh)
Ihre Inno-Step-Orthese / Ihren Spezialschuh dürfen Sie:
im Liegen und im Sitzen ausziehen, auch nachts
im Liegen und im Sitzen ausziehen, nur tagsüber
für die nächsten ............ Wochen nur zur Körperpflege ausziehen
Belastung (siehe Kapitel Belastung)
Vollbelastung erlaubt
Teilbelastung Beingewicht mit Stöcken bis am
Fadenentfernung
ist nicht notwendig (selbstauflösend)
bei Ihrem Hausarzt nach zirka drei Wochen
bei uns in der Sprechstunde am
Verbandswechsel (siehe Kapitel Operationswunde)
selbstständig alle ein bis drei Tage
bei uns in der Sprechstunde am
durch die Spitex
durch den Hausarzt
nicht nötig, da Gips
Thromboseprophylaxe (siehe Kapitel Thromboseprophylaxe)
durch spezifische Bewegungsübungen
durch Prophylaxe mittels Blutverdünnungsspritzen (siehe Rezept)
Duschen (siehe Kapitel Duschen)
Zum Duschen decken Sie bitte die Wunde während sieben Tagen ab Operationsdatum mit
einem normalen Plastiksack ab (wie in Kapitel Baden beschrieben).
Baden (siehe Kapitel Baden)
dürfen Sie wieder nach der Fadenentfernung am / in
dürfen Sie wieder nach der Drahtentfernung am
dürfen Sie wieder ab dem
Wichtig: Diese Informationen sind lediglich eine Ergänzung zum Gespräch mit dem Arzt und zum
persönlichen Behandlungsplan.
In dieser Drucksache wird der Einfachheit halber die männliche Form ver­wendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen.
Autoren: Team der Fusschirurgie; Bilder: Schulthess Klinik und Schaffner & Conzelmann, Basel
Schulthess Klinik
Fusschirurgie
Lengghalde 2, 8008 Zürich, Schweiz
Postadresse: Postfach, 8032 Zürich, Schweiz
Telefon +41 44 385 72 30
Fax +41 44 385 72 31
E-Mail: fusscenter@kws.ch
www.schulthess-klinik.ch
© Schulthess Klinik 2013, 15004.1113.3000
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