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Bürger helfen mit Gefällt mir! Wie geht es weiter? Film ab! VEP

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VEP vor Ort
VerkehrsEntwicklungsPlan in Speyer
Bürger helfen mit
Echte Bürgerbeteiligung bei „VEP vor Ort“
gern neue sogenannte „Konfliktpunkte“ in den VEP-Entwurf aufgenommen werden,
die dort bisher nicht zu finden
waren.
Voll dabei: Das ist echte Bürgerbeteiligung.
Wer kennt sich besser aus in einem Stadtteil als ein
Bürger, der dort wohnt und tagtäglich unterwegs ist?
Das dachte sich die Speyerer Stadtverwaltung und bezog beim Entwurf des Verkehrsentwicklungsplanes
(VEP) ihre Bürgerinnen und Bürger mit ein. Diese wurden aufgefordert, aktiv zu werden und Verbesserungsvorschläge für den Verkehr in ihrem Stadtteil zu machen. Der Erfolg dieser Bürgerbeteiligung spricht für
sich: Nach insgesamt fünf Mitmach-Aktionen „VEP
vor Ort“ konnten dank des Engagements von 675 Bür-
93x goldrichtig
Das Gewinnspiel
„VEP vor Ort“ war eine Aktion,
bei der die Speyerer sich umfassend informieren konnten,
welche Maßnahmen in ihrem
Stadtteil umgesetzt worden
waren, um den Verkehr sicherer zu machen, und welche
Konfliktpunkte – oft Stellen
mit erhöhter Unfallgefahr – bereits erfasst waren. Ein Team
aus Fachleuten nahm Anregungen der Bewohner in
den Stadtteilen auf und stand bei Fragen Rede und
Antwort. Oberbürgermeister Hansjörg Eger war bei allen fünf Aktionen vor Ort, um sein Team zu unterstützen. Auch von politischer Seite gab es eine kontinuierliche Beteiligung bei den Veranstaltungen.
Das VEP-Team besuchte einzelne Stadtteile und
knüpfte seine Aktionen nach Möglichkeit an Veranstaltungen. In Speyer-West erwies sich das bunte
Stadtteilmodell, das die Straßensituationen besonders
gut veranschaulichte, als Publikumsmagnet. Das
Grußwort des Oberbürgermeisters
Liebe Mitbürgerinnen
und Mitbürger,
August 2012
Merkmal der Aktionen wurde die große Litfasssäule,
an der die Bürgerinnen und Bürger bunte Zettel mit
ihren Anregungen und Lösungsvorschlägen anbrachten. 242 Anregungen und Problempunkte trugen die
Speyerer so in allen Aktionen zusammen. Insgesamt
jedoch führte das Team sogar rund 600 Gespräche.
„Viele hatten kein konkretes Anliegen, sondern sind
einfach nur gekommen, um sich informieren zu lassen“, berichtet Projektleiter Thomas Zander.
Mit ihrer Bürgerbeteiligung ist die Stadtverwaltung auch neue Wege
gegangen, denn neben
den VEP-vor-Ort-Aktionen
bot sie den Speyerern die
Möglichkeit, auf einer
Art „Pinnwand“ Vorschläge im Online-Netzwerk „Facebook“ einzustellen. Darüber hinaus
band sie benachteiligte
Jugendliche ein, die den
Prozess filmisch begleiteten. „Wir freuen uns,
dass wir mit unseren
Aktionen so viele Speyerer
erreichen konnten“, sagt
der Oberbürgermeister,
„denn das hier ist echte
Bürgerbeteiligung, bei der
die Bürger etwas bewirken können“.
VEP – was ist das?
Seit Oktober 2009 hat das Ludwigsburger Verkehrsplanungsbüro „BS Ingenieure“ den Verkehr in Speyer
umfassend analysiert und insgesamt 106 sogenannte
Konfliktpunkte ermittelt. Das sind meist Stellen, an
denen häufig Unfälle passieren, aber auch solche, an
denen etwa die Verkehrsführung nicht optimal ist, an
denen es besonders laut ist oder oft falsch geparkt wird.
Das Planungsbüro hat all diese Punkte zu einem
„Konfliktplan“ zusammengefasst.
Es hat aber auch Lösungsmöglichkeiten für diese kritischen Situationen erarbeitet, also einen Plan für die
Verbesserung des Speyerer Verkehrs – den Verkehrsentwicklungsplan, kurz VEP genannt.
Wie geht es Das VEP-Team
weiter?
Glück gehabt (v.l.): Oberbürgermeister Hansjörg Eger, Glücksfee
Niran, Sascha Schneider, Hauptgewinner Mark Weiffenbach,
Rolf Sieberg und Sponsor Matthias Schumacher.
Mehr als hundert Besucher der VEP-Veranstaltungen
forderten Fortuna heraus und machten beim VEP-Gewinnspiel mit. Es galt nur eine einzige Frage richtig zu
beantworten: „Welche ist die am stärksten befahrene
Straße in Speyer (Bundesstraßen ausgenommen)“?
Die meisten, die falsch tippten, vermuteten, es müsse
sich um die Wormser Landstraße handeln. Doch wer
den ausgehängten „Belastungsplan“ genauer anschaute, konnte die Lösung schnell finden. 93 Teilnehmer lagen mit der „Dudenhofer Straße“ goldrichtig
und hatten die Chance auf den Hauptgewinn: ein
Fahrrad, gesponsert von Radsport Matthias Schumacher. Die achtjährige Niran hatte sich spontan dazu
bereit erklärt, bei der letzten Veranstaltung in SpeyerMitte Glücksfee zu spielen – und sie machte ihre
Sache richtig gut. Neben dem strahlenden Gewinner
des Rades, Mark Weiffenbach, konnten sich auch Rolf
Sieberg und Sascha Schneider über schöne Preise der
Stadtwerke und der Verkehrsbetriebe Speyer freuen.
Marlies Unser und Jörg Czerran waren bei der Verlosung nicht anwesend und wurden über ihre Gewinne,
gesponsert vom blueBanana Store und dem TechnikMuseum, schriftlich informiert. Zum Schluss gab es
für die Glücksfee eine Überraschung, denn auch sie
sollte etwas mit nach Hause nehmen können: Einen
Roller Skooter von Intersport Scheben – Niran konnte
ihr Glück kaum fassen, denn genau so einen hatte sie
sich schon lange gewünscht.
Mal reichte schon ein klärendes Telefonat, mal wurde
eine Ortsbegehung nötig – aber ausnahmslos allen
Hinweisen und Anregungen ging das VEP-Team nach.
Was so gravierend ist, dass es Gutachter und Team
zum neuen „Konfliktpunkt“ erklären mussten, findet
Eingang in den schon bestehenden „Konfliktplan“.
Doch auch alle anderen Punkte wurden begutachtet
und bewertet. Wo möglich, wurde ein Vorschlag für
eine Maßnahme gemacht und die Kosten hierfür ermittelt.
Wie die großen und kleinen „Konflikte“ zu lösen sind,
wird derzeit in einem Maßnahmenkatalog festgehalten, der noch in diesem Jahr als VEP-Entwurf den
politischen Entscheidungsträgern vorgelegt wird. Diese überprüfen den Entwurf auf Machbarkeit, Bezahlbarkeit und Priorität – und legen schließlich jene Maßnahmen fest, die in den kommenden Jahren umgesetzt
werden.
Gefällt mir!
Pilotprojekt facebook
Das VEP-Team nahm die Anregungen der Bürger bei
den Veranstaltungen vor Ort auf – doch das funktionierte auch im Internet. User nutzten die Plattform
„facebook“, um aus ihrer Sicht kritische Stellen öffentlich zu machen. Das Pilotprojekt einer innovativen
Bürgerbeteiligung über Facebook bot eine weitere Beteiligungsmöglichkeit und erschloss eine neue Zielgruppe. Wer den Button „Gefällt mir“ anklickte, wurde
„Fan“ der Seite und erhielt automatisch die neuesten
Infos und die Einladungen zu den Veranstaltungen.
Die Fanpage verfügte über 64 Fans, die über alle ihre
Das Team, das den VEP steuert, setzt sich überwiegend aus Angehörigen der Stadtverwaltung zusammen. Bereichert wird es durch Vertreter des Verkehrsplanungsbüros BS Ingenieure und der Polizeiinspektion Speyer. Durch die unterschiedlichen fachlichen Kompetenzen ergänzt sich die Gruppe optimal.
knapp ein halbes Jahr
intensive Bürgerbeteiligung zum Thema Verkehrsentwicklungsplan
Speyer (VEP) liegt hinter
uns. Das Konzept, eine
breite Öffentlichkeit in
den Stadtteilen (VEP vor
Ort) zu erreichen und
gemeinsam mit Ihnen
Stärken und Schwächen
unseres Verkehrs in
Speyer zu diskutieren,
ist aus unserer Sicht voll
aufgegangen. Mehr als 600 Menschen gaben uns bei
den insgesamt fünf Veranstaltungen wichtige Hinweise,
brachten selber sehr gute Verbesserungsvorschläge
ein und waren kritische, aber auch konstruktive Begleiter und Gesprächspartner. Ferner haben wir zahlreiche Anregungen auch über die facebook-Seite der
Stadt entgegengenommen. Hier sind wir online in den
Dialog getreten und konnten zusätzlich über dieses
Medium für die Veranstaltungen werben. Das von Jugendlichen begleitete Filmprojekt rundete den Prozess ab.
Jetzt gilt es, die gesammelten Anregungen zu prüfen, in den Verkehrsentwicklungsplan einzuarbeiten,
Lösungen zu finden und in den nächsten Monaten gemeinsam mit den politischen Entscheidungsträgern zu
diskutieren. In diesem Zusammenhang muss aber
ehrlicherweise auch gesagt werden, dass nicht nur
aus Gründen der historisch gewachsenen Situation in
Speyer nicht alle Wünsche und Anregungen umsetzbar sind, sondern auch aus finanziellen Gründen und
aus der Tatsache heraus, dass oftmals verschiedene
Interessen aufeinandertreffen. Ich kann Ihnen aber
versprechen, dass wir nach den besten Lösungen für
unsere Stadt suchen werden.
Es zeigt sich in solchen Planungsprozessen immer
wieder, dass diese direkte Form des Austauschs, wie
wir sie erlebt haben, das richtige Mittel ist, um Menschen zu erreichen und ihnen eine echte Plattform für
ihr Anliegen zu geben.
In diesem Zuge möchte ich auch meiner Verwaltung
danken, die sehr engagiert und kreativ die Beteiligungsaktionen ausgestaltet hat. Herzlichen Dank auch
an die Institutionen, die uns in den Stadtteilen so stark
unterstützt haben, an das Büro Stadtberatung Dr.
Sven Fries für die Begleitung, und an alle, die sich an
diesem vorbildlichen Prozess beteiligt haben.
Ihr
Hansjörg Eger
Film ab!
Jugendliche dokumentieren den VEP
Der Steuerungskreis (v. l.): Projektleiter Thomas Zander (Leitung
Fachbereich 2), Helmut Reimer (Abteilungsleitung Tiefbau),
Frank P. Schäfer (BS Ingenieure), Sandra Süß (Umweltamt,
Lokale Agenda), Kerstin Trojan (Abteilungsleitung Stadtplanung),
Maria-Theresia Kruska (Abteilungsleitung Umwelt und Forsten),
Uwe Rudingsdorfer (Abteilungsleitung Straßenverkehr), Jürgen
Preek (Verkehrssachbearbeiter bei der Polizeiinspektion Speyer).
Freunde für eine
Reichweite von
15.440 Bürgern
sorgten. Über die
Notizenfunktion
wurden Vorschläge der VEP-Fans
gesammelt. Insgesamt gingen
dadurch 14 zuNeugierig: Wie kommt VEP in facebook an?
sätzliche Empfehlungen ein. Das Ergebnis ist umso beachtenswerter, da es keine Werbung hierfür gab. Dieses Angebot
lebte von der reinen Mund-zu-Mund-Propaganda und
zeigte, dass die Bürger diese neue Form der Beteiligung
gerne annehmen und nutzen.
Konzentriert: Dennis Jankovic und Waldemar Storz.
Von Beginn an dokumentierten Jugendliche, Mitarbeiter und Auszubildende der CoLab GmbH, filmisch die
VEP-Aktionen. Aus ihrem Mix von Informationen, Eindrücken von Veranstaltungen und Interviews schnitten
sie einen rund sechsminütigen Film zusammen, den
sie während der letzten Veranstaltung in Speyer-Mitte
präsentierten. So konnten sich die Besucher auch von
den Aktionen in den anderen Stadtteilen ein Bild machen.
Um auch die jüngere Generation zu erreichen, sollte
bewusst eine Gruppe von Jugendlichen die Videoproduktion übernehmen. Auf diese Weise wurden diese
während ihrer Arbeit für das Thema sensibilisiert. Mit
diesem Projekt wurden die auf dem Arbeitsmarkt als
„chancenlos“ geltenden Jugendlichen qualifiziert. Ihr
Selbstbewusstsein wurde gestärkt, sie wurden kreativ
und nutzten ihre Energie positiv.
VEP vor Ort – „Tolle Sache!“ Oh du Fröhliche in Speyer West
Neuer „Konfliktpunkt“ in Speyer-Nord
Interessiert: Gespräche in Speyer-Nord.
Über 70 Gespräche, 40 konkrete Anregungen und sogar ein neuer „Konfliktpunkt“ – das war die beachtliche Bilanz der ersten Mitmach-Aktion „VEP vor Ort“
am 19. November 2011. Bei dieser Bürgerbeteiligung
im Rahmen des „Herbstlichen Familienmarktes“ am
Mehrgenerationenhaus informierten sich Bewohner
aus Speyer-Nord über den Verkehrsentwicklungsplan
(VEP) in ihrem Stadtteil, sie diskutierten und machten
eigene Vorschläge.
„Tolle Sache“, lobte einer der Besucher auf einem Zettel, der zwischen den anderen Anmerkungen und
Tipps an der großen Litfasssäule hing, „Beteiligung
sinnvoll“. Schautafeln, Fotos und Pläne zeigten, wo in
den letzten Jahren in Speyer-Nord Straßen oder Plätze
so umgebaut worden waren, dass sie für die Bewohner sicherer wurden, und wo noch Handlungsbedarf
besteht.
schnell füllte. Rasende Autos, gefährliche Radwege,
ungünstige Ampelschaltungen und immer wieder
Parksünden gehörten zu den Problemen, die die Besucher am häufigsten nannten, und viele dieser Punkte
konnten auf dem großen Stadtteilmodell noch anschaulicher gemacht werden.
Das VEP-Team hatte alle Hände voll zu tun, um alle
Anmerkungen aufzunehmen. Vor allem zu hohe Geschwindigkeiten wurden kritisiert. Etliche der Besucher nannten die schlechte Übersicht an der Ecke Am
Sandhügel/Waldseer Straße. „Diese Stelle war uns
zwar bekannt“, sagte Teamchef Thomas Zander, „aber
wir haben sie bisher als nicht so kritisch eingeschätzt“.
Hatte die erste große VEP-Aktion, die zwei Wochen
zuvor in Speyer-Nord durchgeführt worden war, zu
einem weiteren „Konfliktpunkt“ geführt, so ergaben
sich hier im Westen durch Hinweise der Bewohner
sogar drei neue, die
bisher nicht im
Konfliktplan aufgeführt waren: eine
Lücke im Radweg
der
Iggelheimer
Straße
zwischen
Ampelanlage und
Kreisel, die Überlastung des Kreisels
in der gleichen
Straße und mangelnde Sicherheit
für Fußgänger und
Radfahrer in der
Burgstraße.
Die VEP-Aktion zeigte, dass diese Ecke für die Bürger,
die hier wohnen, durchaus problematisch ist. Für
Zander stand schnell fest: Sie musste ein neuer „Konfliktpunkt“ und somit in den Entwurf zum VEP aufgenommen werden. „Fast alle Besucher haben sich positiv über unsere konstruktive Aktion geäußert“, zeigte
er sich nach der Veranstaltung hochzufrieden, „denn
sie haben gemerkt, dass sie ernst genommen werden“.
Mitten in der Stadt
Sogar Touristen machen mit
Sogar Touristen wurden neugierig:
Was es mit diesem „VEP“ wohl auf
sich hatte? Unübersehbar war der
Andrang vor den Stellwänden und
der VEP-Litfasssäule direkt vor
dem Rathaus in der Maximilianstraße. Hier fand die Bürgerbeteiligungsaktion „VEP vor Ort“ am 20.
April 2012 ihren Abschluss, und
wieder war die Resonanz „überwältigend“, wie Oberbürgermeister
Hansjörg Eger zusammenfasste. Über 100 Gespräche und 51 konkrete Kritikpunkte und Ideen konnte das VEP-Team am Ende der
Veranstaltung in Speyer-Mitte verbuchen. Wen wundert es, dass die
Touristen kostenlose Parkplätze
auf dem Festplatz und in der Innenstadt forderten?
Blickfang: VEP auf der Maximilianstraße.
Verständlich auch, dass Anwohner das anders sahen,
sogar eine Erhöhung der Parkkosten anregten. Aber so
war es mehrmals: Was der eine sich wünschte, em-
Drei neue Konfliktpunkte auf dem Adventsmarkt
pörte den anderen. Ein Fall für die
VEP-Fachleute, die hier sachlich
argumentieren, aber auch feststellen mussten, dass sie es eben
nicht immer allen recht machen
können. Die „schwierige Situation“ in der
Schützenstraße war ein Thema,
Geschwindigkeitskontrollen, rücksichtslose Radfahrer, fehlende Zebrastreifen an Spielplätzen und der
Bahnübergang in der Hafenstraße,
der als gefährlich eingestuft wurde. Altstadtbewohner beklagten
„fremdbeparkte“ Parkplätze und
wünschten sich ein Fahrverbot auf
der Maximilianstraße zwischen 11
und 23 Uhr.
Das VEP-Team sammelte Ideen,
informierte und hörte gut zu –
denn „VEP vor Ort“ soll den Speyerern wirklich nutzen, den Verkehr komfortabler und vor allem die Straßen sicherer machen.
Aufgeklebt: Gute Ideen kommen auf die Litfasssäule.
Das Interesse an der Bürgerbeteiligungsaktion „VEP
vor Ort“ war riesengroß in Speyer-West: Zahlreiche
Bürgerinnen und Bürger aus dem Stadtteil drängten
sich in das Zelt, in dem das VEP-Team am 4. Dezember 2011 im Rahmen des Adventsmarktes auf dem
Berliner Platz zum Mitmachen einlud. Über 200 von
ihnen sprachen mit den Verkehrsfachleuten.
Viele Stadtteilbewohner wollten sich einfach nur informieren. Sie erkundigten sich nach den „Konfliktpunkten“ in ihrem Quartier und erfuhren, was die Stadtverwaltung in den letzten Jahren bereits getan hat, um
einige dieser Stellen zur Sicherheit der Bewohner zu
entschärfen.
Rund 80 Besucher kamen mit ganz konkreten Anliegen und hefteten diese an die Litfasssäule, die sich
Spannend:
Der Blick auf das
Modell.
Dialogfreudiger Süden
Schulkinder und Parkprobleme
Bis es endgültig dunkel war und nur noch ein paar
Baustrahler die Szenerie mit all den Verkehrsplänen
erhellten, hielten Oberbürgermeister, VEP-Team und
Besucher durch – so groß war der Diskussions- und
Informationsbedarf der Bewohnerinnen und Bewohner aus Speyer-Süd.
Gut 100 Gespräche zählte das Team an diesem
20. März 2012 vor der Grundschule im Vogelgesang,
wo die vierte VEP-vor-Ort-Aktion stattfand. 59 farbige
Zettel mit Anregungen kamen bis zum Ende der langen Veranstaltung zusammen.
Diskussionsbedarf: Lange Gespräche im Süden.
Eine Gefahr für die Schulkinder sahen Eltern im Closweg durch die vielen abfahrenden Autos von der B39,
in der alten Schwegenheimer Straße wurden die „diffuse Verkehrsführung“ und der fehlende Gehweg beklagt und die Remlingstraße als „Rennstrecke“ bezeichnet. Ein Kind forderte eine Ampel vor der
Grundschule und unterstrich dies mit bunten Ausrufezeichen. Und auch in Speyer-Süd gab es etliche Klagen über Parkprobleme. „Die Bewohner hier sind sehr
dialogfreudig“, zeigte sich Teamleiter Thomas Zander
hochzufrieden – und damit niemandem kalt wurde,
versorgten Mitglieder des Elternbeirats und einige
kleine Helfer die engagierten Besucher nicht nur mit
Brötchen, sondern auch mit viel heißem Kaffee.
Dudenhofer Straße: Hier sorgt die Gleichschaltung von drei
Ampeln für mehr Sicherheit der Schüler.
In der Waldseer Straße wird es manchmal unübersichtlich –
und gefährlich.
Hier wird es oft eng: Parkdruck in Speyer-West.
„Flüsterasphalt“ sorgt in der Gilgenstraße für leiseren Verkehr.
Spaldinger Straße: Die Aurofahrer können die neu markierten
Radwege nicht mehr übersehen.
Im Closweg kommen zwei fahrende Autos nur schlecht aneinander vorbei.
Zwischen Warenregalen
und Gabelstaplern
VEP im Zentrallager
Ende Februar 2012 war es Zeit für
die dritte VEP-vor-Ort-Aktion. Dieses Mal war sie sehr speziell: Geladene Speyerer Unternehmerinnen
und Unternehmer, für die Logistik
ein Thema ist, trafen sich im Zentrallager der Firma LIDL an der
Franz-Kirrmeier-Straße.
Schwerlast ganz leicht: Lockere Runde im Lager.
IMPRESSUM
Herausgeber: Stadt Speyer,
Projekt „Verkehrsentwicklungsplan 2020“
Redaktion und Begleitung: Büro Stadtberatung
Dr. Sven Fries, Ostfildern und Speyer
Verantwortlich für den Inhalt: Stadt Speyer
Auflage: 4.000 Stück
Kontakt: Thomas Zander,
Stadtverwaltung Speyer, Tel. 0 62 32 /14- 28 19
Zwischen endlosen Warenregalen
und Gabelstaplern informierten sie
sich zum Thema Schwerlastverkehr. Einige von ihnen nutzten die
Gelegenheit und berichteten, wo sie
der Schuh drückt. Zustand und
Breite der Zufahrt zur Stockholmer Straße kamen
ebenso auf den Tisch wie zu hohe Geschwindigkeiten
von Lastkraftwagen in der Industriestraße oder die
starke Vermüllung dort, wo jene parken. Ein Firmenvertreter forderte eine Haltemöglichkeit für zwei wartende Lkw an der Siemensstraße, ein anderer eine
Auffahrt zur Rheinbrücke direkt von der Industriestraße
aus.
„Schade ist es“, so das Fazit von Projektleiter Thomas
Zander, „dass die Resonanz bei den Unternehmen so
gering war und ausgerechnet sie, die so viel auf Speyers Straßen unterwegs sein müssen, diese Möglichkeit
ungenutzt verstreichen ließen, den Verkehr positiv zu
beeinflussen“.
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