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Bäume knicken wie Streichhölzer ab - Freiwillige Feuerwehr Dülmen

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PRESSEARCHIV
DER
FREIWILLIGEN FEUERWEHR DÜLMEN
AUSZUG VOM: 19.01.2007
Orkantief Kyrill fegt über Dülmen hinweg
Am Heidelohweg fällt ein Baum auf ein Nachbarhaus. Die Feuerwehr zersägt die rund 20 Jahre alte Nordmann-Tanne.
DZ-Fotos: Jürgen Primus
Bäume knicken wie
Streichhölzer ab
Orkan hält Einsatzkräfte bis in den Abend mächtig in Atem
Von Jürgen Primus
Am Zeisigweg fallen mehrere Tannen um. Die Feuerwehr
stutzt die restlichen Bäume auf fünf Meter.
Die Fahnen reißen an ihren
Masten.
Über die Drehleiter werden Bei der Hazemag wird das
die Baum-Kronen bearbeitet. Dach abgedeckt.
Karl-Gregor Schulz (l.) und Günter Reuver koordinieren
die Einsätze auf der Wache in Dülmen.
Dülmen. Die Vorhersage ist
treffend. Pünktlich gegen 12
Uhr gestern Mittag erhebt
sich Orkantief Kyrill in Dülmen. Mit Wind-Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunde fegt der
Sturm über die Tiberstadt
hinweg. Für die Feuerwehr
kommen die ersten Einsätze
im Minuten-Takt. „Es ist unübersichtlich“, gesteht Wehrführer Uwe Friesen.
An der Tuzzo-Straße, an
der Kläranlage zwischen
Hiddingsel und Buldern, in
Rorup stürzen Bäume um.
Bei der Firma Hazemag am
Brokweg droht das Dach auf
die Straße zu wehen. Die
Fahrbahn wird vorsorglich
für den Durchgangs-Verkehr
gesperrt. Nach nur einer
Stunde ist der Spuk erst einmal vorbei. Die Einsatzkräfte
verschnaufen auf der Wache
an der August-Schlüter-Straße. Georg Reuver und KarlGregor Schulz ordnen die
Einsatzberichte.
Ab 14.30 Uhr geht es aber
erst richtig los. Am Brokweg
sind zwei Bäume umgeknickt. Bei Holz Mesem liegt
eine Birke auf dem Radweg.
Am Heidelohweg steht Professor Martin Grote achselzuckend in seinem Garten.
„Die Nordmann-Tanne war
eigentlich ganz gesund. Jetzt
liegt sie bei meinem Nachbarn auf dem Haus.“
Am Zeisigweg sind gleich
mehrere Tannen entwurzelt
worden. Einige streifen sogar
das Haus. Die Feuerwehr
kappt vorsorglich alle Nadelhölzer bis auf eine Höhe von
fünf Metern, so dass keine
Gefahr mehr für die Anwohner besteht.
Die Innenstadt wirkt am
Nachmittag wie leer gefegt.
Einige Geschäfte, wie Porzellan Frins, schließen vorzeitig. Die Bahn stellt den
Schienenverkehr
gegen
17.15 Uhr auf unbestimmte
Zeit ein. Rund 30 Fahrgäste
am Bahnhof Dülmen sind
betroffen. Die neue Bundesstraße 474 n (ehemals Kreis-
Selbst gesunde und kräftige Bäume werden abgeknickt
oder entwurzelt.
straße 55) muss für den Verkehr gesperrt werden, nachdem mehrere Bäume auf die
Fahrbahn gekippt sind.
„Es ist weiter wuselig“,
sagt Feuerwehr-Sprecher Daniel Niehues auf DZ-Anfrage
am Abend.
„Es gibt immer wieder Einsätze mit abgeknickten Bäumen.“ Doch richtig große
und schwerwiegende Schäden bleiben bis zum Redaktionsschluss am späten Abend
aus.
In Buldern laufen die Bäche langsam voll. Über-
schwemmte Keller gibt es
nach Angaben der Feuerwehr und Stadt aber nicht.
Gegen 17.45 Uhr fällt ein
Baum zwischen Buldern und
Hiddingsel auf ein fahrendes
Auto. Verletzt wird zum
Glück niemand. Auf den Autobahnen herrschen nach
Angaben der Autobahn-Polizei „chaotische Zustände.“
Bis 18 Uhr zählt die Feuerwehr rund 60 Einsätze, Tendenz weiter steigend. Die Polizei rückt kreisweit zu mehr
als zwei Dutzend Einsätzen
aus.
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