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Leucobryaceae, Weissmoose. 91 minder sonderbar: viel kräftiger

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Leucobryaceae, Weissmoose.
91
minder sonderbar: viel kräftiger, wie die vorige Art, wird auch
die Frucht weit grösser und becherförmiger, dagegen die Mütze
mindestens um 10—15 Mal länger als die Kapsel. In Folge dessen
nimmt das noch mit seinen Mützen versehene Polsterchen eine
Tracht an, als ob es mit kleinen Anthoceros-ähnlichen Hörnchen
besäet sei. Eine siebente Art, die ich wenigstens hierher ziehe,
obgleich ich wegen ihrer Unfruchtbarkeit keine Gewissheit darüber
habe, habe ich 1881 (Reliquiae Rutenbergianae, p. 204) als 0.
Rutenbergi beschrieben. Auch dieses ist ein winziges Moos, aber
mit winzigen dicht über einander liegenden, ein fast stielrundes
Stengelchen bildenden Blättern, deren Spitze abgerundet-abge­
stumpft erscheint. Es sollte mich sehr wundern, wenn das Moos
zu einer anderen Gattung gestellt werden müsste. Jedenfalls aber
erschweren die Ochrobrya, sobald sie steril nach Europa kommen,
ihre Unterscheidung von Leucobryum ungemein. An sich selbst
gruppiren sie sich in zwei Sectionen: in solche, deren Stengel
eine .mehr oder weniger stielrunde Tracht annehmen und dichte
Polster bilden ( I m b r i c a t e l l a ) und in solche, deren Stengel die
Blätter locker umgeben ( L a x i c a u l i s ) . Zu den Ersteren gehören:
0. obtusifolium, Polakowskyi und Rutenbergi, zu den Letzteren
die vier übrigen Arten. Im Jahre 1897 war die Zahl der Arten
in einer Abhandlung von B e s c h e r e l l e auf 16 gestiegen, von
denen ich leider die Hälfte nicht kenne.
27. S c h i s t o m i t r i u m Dz. u. Mb. in Muse. Fr. Ined. Archipel.
Ind. (1854) p. 67, Spaltmütze.
Mütze conisch oder cylindrisch glockenförmig, am Grunde
in Wimpern zerschlitzt; Frucht gleichmässig; Mundbesatz einfach,
aus 16-gleichweit von einander entfernt stehenden, langen oder
kürzeren lanzettlichen, unterhalb des Kapselmundes entspringen­
den, -ganzen, qüerrippigen, einwärtsgebogenen, im trockenen Zu­
stande zurückgeschlagenen, durch eine Mittellinie nicht ausge­
zeichneten Zähnen.
Auch diese schöne Gattung hatte Anfangs das Geschick, von
denselben Autoren als zu Syrrhopodon gehörig, wie Leucophanes,
angesehen zu werden. Als sie aber später die Berechtigung der
Gattung erkannten, beschrieben sie eine Art: S. apiculatum von
den Sunda-Inseln, zu welcher sie in der Bryologia Javanica später
noch eine zweite Art von Java brachten: S. robustum. Erstere
fand B e c c a r i übrigens auch auf Borneo, F e o d o r J a g o r auf der
Philippineninsel Luzon, so dass die Gattung nur auf eine höchst
beschränkte Region der indischen Tropenwelt eingeengt ist.
Gleichzeitig mit Sch. apiculatum veröffentlichten D o z y und M o l -
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Seele and Geist
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