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Bestimmung Charakter Farbe-an-sich-Kontrast „So wie Schwarz

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Bestimmung
Charakter
Farbe-an-sich-Kontrast
„So wie Schwarz-Weiß den stärksten Hell-Dunkel-Kontrast zum Ausdruck
bringt, ergeben Gelb, Rot, Blau den stärksten Ausdruck des Farbe-an-sichKontrastes.“ [Itten 1987, S. 34]
„Die Wirkung ist immer bunt, laut, kraftvoll und entschieden. Die Stärke der
Farbe-an-sich-Kontrast-Wirkung nimmt ab, je mehr sich die verwendeten
Farben von den drei Farben erster Ordnung entfernen.“ [Itten 1987, S. 34]
Hell-Dunkel-Kontrast
Unter den reinbunten Farben ist Gelb unbestritten die hellste Farbe 1. Unbunte
Farben lassen sich eindeutig nach Hell-Dunkel in einer Graureihe ordnen.
Unter den Buntfarben gibt es welche gleicher Helligkeit, z. B. Rot und Grün.
wirksames Kompositionsmittel
Raumwirkungen
Kalt-Warm-Kontrast
„Es mag befremden, aus dem optischen Empfindungsbereich der Farben eine
Temperaturempfindung ablesen zu wollen. 2 [...] Rotorange oder Saturnrot ist
die wärmste und Blaugrün oder Manganoxyd 3 ist die kälteste Farbe.“ [Itten
1987, S. 45]
„Er ermöglicht sehr malerische Wirkungen und erzeugt eine Atmosphäre
von musikalisch klingendem, unwirklichem Charakter. In der Landschaft
erscheinen entferntere gegenstände wegen der dazwischen gelagerten
Luftschicht immer kälter in der Farbe.“ [Itten 1987, S. 45]
Komplementär-Kontrast
„Zwei pigmentäre Farben, die zusammengemischt ein neutrales Grauschwarz
ergeben, bezeichnen wir als komplementär.“ [Itten 1987, S. 49]
„[...] dass das Komplementärgesetz die Grundlage harmonischer Gestaltung
ist, weil durch seine Erfüllung ein vollkommenes Gleichgewicht im Auge
hergestellt wird.“ [Itten 1987, S. 49]
Simultan-Kontrast
„Mit dem Simultan-Kontrast bezeichnen wir die Erscheinung, dass unser Auge
zu einer gegebenen Farbe immer gleichzeitig, also simultan, die
Komplementärfarbe verlangt, dass es sie selbsttätig erzeugt, wenn sie nicht
gegeben ist.4“ [Itten 1987, S. 52]
Jede der beiden Farben sucht die andere in ihr Komplement zu drängen,
und meistens verlieren beide ihren realen Wirklichkeitscharakter und
leuchten in neuen Wirkungen auf. Die Farben scheinen in höchster
dynamischer Erregung zu sein. Ihre Stabilität ist aufgelöst, und sie kommen
in ein wechselvolles Vibrieren. [...] Die Farbe wirkt entmaterialisiert.“ [Itten
1987, S. 52]
Qualitäts-Kontrast5
„Als Qualitäts-Kontrast bezeichnen wir den Gegensatz von gesättigten,
leuchtenden Farben zu stumpfen, getrübten Farben. [...] Eine Farbe kann
neben einem stumpfen Ton leuchtend erscheinen und neben einem
leuchtenderen Farbton einen stumpfen Charakter annehmen.“ [Itten 1987, S.
55 f.]
„[...] seinen stillen, ruhigen Ausdruck“ [Itten 1987, S. 58]
Quantitäts-Kontrast6
„Der Quantitäts-Kontrast bezieht sich auf das Größenverhältnis von zwei oder
mehreren Farbflecken.“ [Itten 1987, S. 59]
„Die in die Minderheit versetzte Farbe , die sozusagen in Not geraten ist,
wehrt sich und wirkt relativ leuchtender als wenn sie [...] in harmonischer
menge vorhanden ist.“ [Itten 1987, S. 62]
1
Unter den reinbunten Farben ist Gelb unbestritten die hellste Farbe, Violett wird als die dunkelste empfunden. Violett mit Schwarz gemischt wird dunkler, mit
Weiß verliert sich der Violettcharakter. Noch deutlicher verschiebt sich der Farbton beim Verdunkeln von Gelb, wohingegen die Aufhellung von Gelb mit Weiß
den Farbcharakter verstärkt.
2
„Bei der Betrachtung des Farbkreises zeigt sich, dass Gelb die hellste und dass Violett die dunkelste Farbe ist, zwischen diesen beiden liegt der stärkste HellDunkel-Kontrast. Im rechten Winkel zu der Achse Gelb-Violett stehen Rotorange und Blaugrün, das sind die beiden Pole des Kalt-Warm-Kontrastes.“
3
4
5
6
auch: Türkis
„Diese Tatsache beweist, dass das Grundgesetz farbiger Harmonie die Erfüllung des Komplementärgesetzes in sich schließt.“ [ebenda]
eigentlich: Intensitätskontrast
eigentlich: Proportionskontrast
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Gesundheitswesen
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