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Geld ist billig wie nie zuvor - Die Onleihe

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Zu spät – Eine Auschwitz-Überlebende klagt die Justiz an
Die Seite Drei
NEUESTE NACHRICHTEN AUS POLITIK, KULTUR, WIRTSCHAFT UND SPORT
WWW.SÜDDEUTSCHE.DE
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(SZ) Jede Filmkomödie, in der jemand London besucht, muss mindestens eine Szene
vor dem Buckingham Palace enthalten.
Vor dessen gusseisernem Zaun stehen Soldaten in roten Uniformen und Fellmützen,
die nur drei Aufgaben haben. Erstens: stehen. Zweitens: hin- und hergehen. Drittens: alles ignorieren, was um sie herum
vorgeht. Die Reisenden können machen,
was sie wollen: schreien, singen, im Dinokostüm Lambada tanzen – die Soldaten
verziehen keine Miene. Stehen, gehen,
ignorieren, das ist im Film ihr Job. Mit diesem Klischee im Kopf fahren Millionen
Menschen nach London. Sie haben sich tolle Sachen zurechtgelegt, mit denen sie die
Wachen zu einer Reaktion bewegen werden. Wenn sie am Palast ankommen, stellt
sich aber heraus, dass die Soldaten gar
nicht vor dem Zaun stehen, sondern am Palasteingang, in sicherer Entfernung von
den Touristenmassen mit ihren Handy-Kameras und Soldatenverarschungsplänen.
Dorthin haben die Fellmützen sich
schon vor Jahrzehnten zurückgezogen,
weil die Touristen so furchtbar nervten.
Und weil sie einen richtigen Job haben, der
darin besteht, die Queen zu bewachen.
Auch wenn sie so aussehen, sind die
Queen’s Guards kein Operettenregiment.
Die meisten von ihnen waren bis vor Kurzem noch in Afghanistan im Einsatz; sie tragen geladene Sturmgewehre und nehmen
ihre Pflichten sehr ernst. Bis auf einen, wie
es scheint. Im Internet ist jetzt ein Clip aufgetaucht, in dem ein Buckingham-Gardist
seine Wachroutine ein wenig aufpeppt:
Beim Hin- und Hermarschieren dreht er
drei Pirouetten, sehr elegant übrigens. Er
kniet sich hin, um irgendwas aufzuheben.
Er verlangsamt auf Zeitlupentempo und erstarrt mitten im Schritt, bevor er kehrtmacht und zu seinem Wachhäuschen zurückkehrt. Am Ende nickt er den kichernden Touristen am Zaun schelmisch zu.
Ihre komische Wirkung bezieht diese
kleine Vorführung aus der Diskrepanz zwischen ihrer Albernheit und unserer Erwartung, dass diese Soldaten sich wie Automaten zu benehmen haben. Wenn sich einer
von ihnen als Mensch mit offenkundigem
Showtalent erweist, ist das ebenso amüsant für den Zuschauer wie inakzeptabel
für seine Vorgesetzten. Eine Armeesprecherin hat zu Protokoll gegeben, dass „jeder, der dem hohen Standard der Armee
nicht genügt, mit entsprechenden Maßnahmen zu rechnen hat“. Klingt nicht gut.
Hoffentlich lassen die Vorgesetzten des Pirouetten-Wachmanns Milde walten. Wenn
sie klug sind, loben sie ihn dafür, dass er in
Afghanistan seinen Humor nicht verloren
hat. Und wenn sie ihn denn unbedingt bestrafen müssen, sollten sie ihn einfach 600
Meter weiter vor den St. James’s Palace abkommandieren. Da stehen die Wachhäuschen noch direkt an der Straße, die Touristen können ihrer provokanten Kreativität
freien Lauf lassen. Das dürfte ihm die Freude am Pirouettendrehen rasch austreiben.
MÜNCHEN, FREITAG, 5. SEPTEMBER 2014
70. JAHRGANG / 36. WOCHE / NR. 204 / 2,60 EURO
Willkommen zurück! Claudia Schiffer erinnert sich für uns an die Ära der Supermodels. Der Stil von Helmut Lang drängt
mit Macht in die Mode zurück, er selbst
denkt aber nicht im Traum an eine Rückkehr. Und aus alten PET-Flaschen werden
jetzt Jeans und Taschen hergestellt. Gute
Idee? Oder nur gut fürs Gewissen? Ein
Modeheft über das Comeback.
Liegt nicht der gesamten Auslandsauflage bei
Sechs Seiten Beilage
Der Nato-Gipfel hat sich mit den beunruhigenden Entwicklungen der letzten Zeit befasst. Ukraine, Afghanistan, Irak: Selten war die
Lage brisanter, doch die Probleme lassen sich nicht einfach vom Tisch wischen, schon gar nicht der Ukraine-Konflikt. Kiews Präsident Petro Poroschenko (links zwischen Präsident François Hollande und Barack Obama) durfte an dem Treffen teilnehmen (rechts
Italiens Premier Matteo Renzi, Angela Merkel und David Cameron). Er kündigte eine Waffenruhe an. FOTO: M GAMBARINI/DPA Bericht unten
Ernste Runde
Geld ist billig wie nie zuvor
Rezessionsangst treibt die Europäische Zentralbank zu drastischen Schritten: Sie senkt den Leitzins
auf nur noch 0,05 Prozent – und will den Geldhäusern in großem Stil Risikopapiere abkaufen
von markus zydra
Frankfurt – Die Europäische Zentralbank
(EZB) hat überraschend ihren Leitzins auf
0,05 Prozent abgesenkt und ein milliardenschweres Kaufprogramm für Wertpapiere
beschlossen. „Das Wachstum in der EuroZone ist schwach, es gibt geopolitische Risiken und die Inflationsrate war zu lange zu
niedrig“, begründete EZB-Präsident Mario
Draghi die Entscheidung am Donnerstag
in Frankfurt.
Der Beschluss im EZB-Rat war umstritten. Manche der 24 Mitglieder haben dagegen gestimmt. „Einige Ratsmitglieder plädierten für noch umfangreichere Wertpapierkäufe, anderen ging dieser Beschluss
zu weit“, sagte Draghi. „Wir haben aber eine komfortable Mehrheit für diesen Mittelweg erreicht.“ Die Zinssenkung kam für
die Finanzmärkte völlig überraschend.
Noch im Juni, nach der letzten Zinssenkung, hatte Draghi gesagt, man habe nun
die „Untergrenze“ bei den Zinsen erreicht.
Die EZB zementiert damit ihre Niedrigzinspolitik. Auf absehbare Zeit werden
Konsumenten- und auch Hauskredite billig bleiben. Die EZB arbeitet nun neben Japan mit dem niedrigsten Leitzins der Welt.
Auch der Strafzins, den Banken bezahlen
müssen, wenn sie Geld über Nacht bei der
EZB parken, wurde erhöht. So sollen die Institute dazu bewegt werden, das Geld an
die Wirtschaft zu verleihen. Der Euro verlor am Donnerstag gegen den US-Dollar
weiter an Wert und steht nun auf dem niedrigsten Stand seit 14 Monaten.
Draghi kündigte weiter an, die EZB werde von Oktober an europäische Wertpapiere kaufen. „Es wird eine beträchtliche Sum-
me sein“, sagte Draghi, ohne einen genauen Betrag nennen zu wollen. Es geht um
den Ankauf von Pfandbriefen und Kreditverbriefungen. Das sind Wertpapiere, in
denen Einzelkredite als Paket gebündelt
werden.
Besonders der Ankauf von Kreditverbriefungen ist riskant. Diese Asset Backed
Securities (ABS) haben einen schlechten
Ruf, weil sie als Mitauslöser der globalen
Finanzkrise gelten. Findige Finanzingenieure hatten vor 2007 die Risiken so gut versteckt, dass Investoren sie nicht mehr erkennen konnten. Draghi sagte, dass er nur
gute ABS kaufen wolle: „Es kommt immer
darauf an, was drinsteckt.“
Der Gesamtmarkt, auf dem Draghi aktiv werden möchte, beläuft sich auf etwa
2,7 Billionen Euro. Es kann davon ausgegangen werden, dass die EZB mindestens
einen dreistelligen Milliardenbetrag investiert. Draghi möchte Anfang Oktober mehr
Details preisgeben. Für diese EZB-Käufe
haftet am Ende der Steuerzahler.
Der EZB-Chef stuft die wirtschaftliche
Lage in der Euro-Zone als sehr fragil ein.
Draghi möchte die Gefahr einer Deflation
abwenden. Beständig fallende Preise können eine Wirtschaft in die Rezession stürzen. Japan hat das erlebt. Die Inflationsrate in der Euro-Zone liegt aktuell bei 0,3 Prozent. Das ist der EZB viel zu nahe an der
Nulllinie, wo die Deflation beginnt. Draghi
hatte deshalb zuletzt bei der Notenbanktagung im amerikanischen Jackson Hole Politiker und Notenbanker aufgefordert, an
einem Strang zu ziehen. „Nur mit Geldpolitik allein schafft man keine Inflation, man
braucht Wachstum und wirtschaftspolitische Reformen.“
HEUTE
Meinung
Kiew musste erkennen: Gegen
russische Truppen ist der
Krieg nicht zu gewinnen
4
Panorama
Ein Ort ohne Türen: In Hameln
steht Deutschlands erstes Dorf
nur für Demenzkranke
9
Feuilleton
Der Stoff, aus dem Kinohelden
sind: Actionstar Dwayne Johnson
spielt „Hercules“
12
Wirtschaft
Wie sehen die neuen Euro-Scheine
aus – und welchen Irrtümern
unterliegen die Fälscher?
24
Wenn in wenigen Wochen das neue Semester beginnt, kann ein Studienanfänger zum Sitznachbarn links und rechts blicken – statistisch wird einer von den beiden oder er selbst aufgeben. Ein Drittel aller Bachelor-Anfänger an Universitäten
gelangt nicht ans Ziel, sie wechseln das
Fach oder verabschieden sich ganz vom
Studieren. In Umfragen gaben 30 Prozent
dieser Abbrecher an, dass sich ihre Erwartungen nicht erfüllten und ihre Motivation schwand; ähnlich viele scheiterten konkret an Prüfungen. Beides spricht für eine
falsche Wahl des Fachs. Um Abiturienten
ins richtige Fach zu bringen, setzen Politik und Hochschulen mittlerweile auf Online-Selbsttests. In einigen Dutzend Angeboten kann man seine Interessen und Talente einschätzen, löst teils Aufgaben in
Sprache und Geometrie. Die AkademikerOrakel verkünden dann passende Fächer.
„Keine verlässliche Entscheidungshilfe“ nennt das jetzt der Stifterverband für
Sport
Mario Gomez’ Rückkehr in die
deutsche Fußball-Nationalelf
verläuft glücklos
Medien, TV-/ Radioprogramm
Kinder- und Jugendliteratur
München · Bayern
Rätsel
Familienanzeigen
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Studenten-Orakel
Online-Tests der Universitäten helfen wenig bei der Fächerwahl
die Deutsche Wissenschaft. Die Initiative
der Wirtschaft hat sechs Angebote analysiert: unter anderem einen Test der Hochschulen Nordrhein-Westfalens, den einer
mittelgroßen Uni in Bayern sowie einen,
den die Hochschulrektorenkonferenz mit
einem Medienpartner offeriert. Die Untersuchung, die an diesem Freitag erscheint,
liegt der Süddeutschen Zeitung vor.
Wer eine klare Neigung habe, erhalte
„akzeptable Vorschläge“, heißt es. Wer unsicher sei und breite Interessen habe, werde enttäuscht – oder bekomme sogar Vorschläge, die seinen Passionen widersprächen. Genau die Gruppe benötige jedoch
Hilfe. Alle Verfahren, die der Verband von
zwölf Personen absolvieren ließ, seien
„durchgefallen“. Der Bericht nennt kurio-
se Beispiele. So bekam ein Test-Tester,
der beim „technisch-praktischen Interesse“ magere zwei von 100 Punkten erreichte, als Ratschlag: Maschinenbau. In einem ähnlichen Fall war es die ganze Palette an Technikfächern, sogar Nischen wie
Rohstoffingenieurwesen. Bei anderen
Tests kamen lange Listen heraus – in der
sich Theologie nebst Weinbetriebswirtschaft fand, immerhin den Messwein haben die beiden Fächer gemeinsam. Dass
ein Schüler, „den salopp gesagt alles und
nichts interessiert“, mit mehr als 100 möglicherweise geeigneten Studiengängen eine bessere Wahl treffen kann, sei „zweifelhaft“, schreiben die Autoren der Analyse.
Konkret rügt der Verband die Gewichtung der Fragen, zum Beispiel beim
„Bauchgefühl“ der Bewerber. Auch sei in
den Tests oft die Absicht erkennbar, möglichst viele Angebote als passend zu preisen. Der Marketing-Gedanke überwiegt
offenbar. Alle Tests seien ein „Ansatzpunkt“. Statt aber vielerorts „das Rad ohne ausreichende wissenschaftliche Expertise neu zu erfinden“, sollte man besser
ein bundesweites, fundierteres Angebot
entwickeln. Und generell seien die Selbsttests „kein preisgünstiger Ersatz“ für die
Studienberatung mit echten Personen.
Eine Alternative floriert längst: verbindliche Prüfungen. Die Anzahl der Studienanfänger hat sich bei der Rekordmarke von gut einer halben Million im Jahr
eingependelt und wird zunächst wohl stabil bleiben. Knapp die Hälfte aller Studiengänge ist daher mit einem Numerus clausus belegt. Manche Unis vertrauen dabei
nicht nur auf die Aussagekraft von Noten.
Sie sieben bei der Zulassung zusätzlich
mit Eignungstests aus.
johann osel
Poroschenko zu Waffenruhe bereit
Beim Nato-Gipfel kündigt der Präsident der Ukraine an, diesen Freitag eine Feuerpause mit den Separatisten zu vereinbaren
Newport – Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Hoffnungen auf eine
Waffenruhe in den umkämpften Gebieten
an der Grenze zu Russland geweckt. „Wir
hoffen, dass die Umsetzung des Friedensplans morgen beginnt“, sagte Poroschenko
am Donnerstag im walisischen Newport.
Er war dort Gast des Nato-Gipfels, auf dem
die Weichen für die Abwehr einer möglichen Bedrohung aus Russland gestellt werden sollten. Voraussetzung der Waffenruhe wäre die Einigung auf ein Abkommen
bei einem Treffen der Konfliktparteien in
Minsk. Auch die Separatisten stellten eine
Waffenruhe in Aussicht.
Der Waffenstillstand solle den Weg für
die schrittweise Umsetzung eines Friedensplans für sein Land ebnen und am Freitag
um zwölf Uhr in Kraft treten, sagte Poro-
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schenko. Am Freitag kommen in der weißrussischen Hauptstadt Vertreter der Ukraine, Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
zusammen. Die Anführer der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk,
Alexander Sachartschenko und Igor Plotnitzki, teilten mit, wenn die Vertreter der
Ukraine einen Plan zur Beilegung der Krise
auf politischem Wege unterzeichneten, seien sie bereit, um 15 Uhr eine Waffenruhe
zu befehlen.
Die Lage ließ allerdings noch keine Entspannung erkennen. So kam es zu heftigen
Explosionen am Rande der ukrainischen
Hafenstadt Mariupol, wo sich Regierungstruppen nach eigenen Angaben einem Angriff gepanzerter Rebellenfahrzeuge entgegenstemmten. Bei einem Treffen mit US-
Präsident Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel und weiteren Staatsund Regierungschefs äußerte sich Präsident Poroschenko skeptisch über einen Sieben-Punkte-Plan von Kremlchef Wladimir Putin zur Beilegung des Konflikts.
Geprägt wurde der noch bis zu diesem
Freitag dauernde Nato-Gipfel auch vom
Vormarsch der Terrormiliz Islamischer
Staat (IS) im Irak. Dem irakischen Militär
stellte das Bündnis Hilfe im Kampf gegen
die Terrororganisation in Aussicht. „Falls
die irakische Regierung um Nato-Hilfe bitten würde, bin ich mir sicher, dass die Verbündeten das sehr sorgfältig prüfen würden“, sagte Nato-Generalsekretär Anders
Fogh Rasmussen. Bisher gebe es allerdings
keine Anfrage. Bei der möglichen Hilfe
geht es um Trainingsmissionen für iraki-
sche Soldaten. Ein Nato-Kampfeinsatz gilt
derzeit als ausgeschlossen.
Rasmussens Aussage wurde jedoch als
erster Schritt auf dem Weg zu einem möglichen Nato-Engagement im Irak gewertet.
Der britische Premier David Cameron
schloss eine Beteiligung seines Landes an
Luftschlägen gegen die IS-Kämpfer nicht
aus. Der BBC sagte er, auch Luftangriffe
auf IS-Kämpfer in Syrien seien im Prinzip
ohne Einwilligung des Präsidenten Baschar al-Assad möglich, da dessen Regierung aufgrund der von ihr begangenen
Kriegsverbrechen „illegitim“ sei. Aus Regierungskreisen hieß es, Cameron prüfe,
ob er im Parlament eine Mehrheit für ein
militärisches Eingreifen finden würde.
d. brössler, c. zaschke
Seiten 4, 8 und Feuilleton
Heute mit Immobilien:
Kauf- und Mietmarkt
CSU uneins
über Mautkonzept
Seehofer kann sich vorstellen,
Landstraßen auszunehmen
Berlin/München – Der Streit um die Einführung einer Pkw-Maut spaltet nun offenbar sogar die wenigen Befürworter des Projekts. Der bayerische Ministerpräsident
und CSU-Chef Horst Seehofer zeigte sich
am Donnerstag erstmals bereit, Landes-,
Kreis- und Gemeindestraßen von der Gebührenpflicht auszunehmen. „Die Maut
wird kommen. Wie das am Ende ausgehen
wird, ob für alle Straßen oder einen Teil
der Straßen, das werden wir sehen“, sagte
er dem Sender Sat 1. Dagegen erklärte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt
(CSU), er werde einen Gesetzantrag „auf Basis des vorgestellten Konzepts“ erarbeiten.
Dieses sieht eine Mautpflicht für alle Straßen vor. Dobrindt trifft sich an diesem Freitag mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), um endlich Bewegung in die Sache zu bringen. hul Seite 6, Wirtschaft
Luftschlag gegen
Führung der IS-Miliz
Kairo – Bei einem Luftangriff sollen Mitglieder der Führungsgruppe des Islamischen Staats getötet worden sein. Das irakische Staatsfernsehen meldete, die Luftwaffe habe einen Angriff nahe der vom IS besetzten Stadt Mossul geflogen. Dabei sei angeblich der Vertreter des IS-Führers Bagdadi getötet worden, Abu Hadschir al-Suri.
Die USA wollen für den 25. September eine
Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zu
IS einberufen. ave
Seite 2
Väter vernachlässigen
Unterhaltspflichten
Berlin – Die Jobcenter müssen bei der Auszahlung von Hartz IV in immer größerem
Umfang für säumige Väter aufkommen,
die ihren Kindern und Ex-Partnerinnen
keinen Unterhalt zahlen. Ende 2013 schuldeten Unterhaltspflichtige den Jobcentern
knapp 170 Millionen Euro – etwa 30 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Dies geht aus
einer neuen Statistik der Bundesagentur
für Arbeit hervor. tö Seite 4, Wirtschaft
Dax ▲
Dow ▲
Euro ▼
Xetra 16:30 h
9699 Punkte
N.Y. 16:30 h
17143 Punkte
16:30 h
1,3011 US-$
+ 0,75%
+ 0,38%
- 0,0134
DAS WETTER
▲
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27°/ 11°
▼
NACHTS
Im Osten und Nordosten sowie im Südwesten längere Zeit sonnig. Sonst ist es wechselnd bewölkt. Von Südosten über die Mitte bis zum Nordwesten sind im Tagesverlauf Schauer und Gewitter möglich. 21 bis
27 Grad.
Seite 15
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