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22.06.03 wie schnell die Zeit vergeht..... Es ist nicht - traveldiary.ch

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22.06.03
wie schnell die Zeit vergeht.....
Es ist nicht zu glauben;.... mittlerweile sind gut 6 Monate vergangen, seit dem
letzten Eintrag im Diary und ich erinnere mich sehr genau an diesen langersehnten
22. Dezember 2002, bei der Ankunft in Zürich. Die Erinnerungen an diesen Moment
mit Familie und Freunden ist so wie wenn es gestern gewesen wäre.... Und doch, es
ist zwischenzeitlich vieles gelaufen; der Wiedereinstieg in s zivilisierte Leben ist gut
geglückt, das schöne Gefühl, einen geregelten Tagesablauf zu geniessen, keine
Fragen wo übernachte ich heute unter welchem Baum, was gibt es zu Essen oder wo
finde ich frisches Wasser; all diese Fragen haben sich mit dem sehr geschätzten
Lebensstandard, den wir in unseren Breitengraden als selbstverständlich erachten täglich geniessen dürfen. Ja, wie geht es uns doch so gut; was für einen Luxus wir
haben.... Die zahlreichen Erfahrungen und Erlebnisse auf meiner Reise bilden jedoch
den Kontrast und den Ausgleich zu diesem Standard. Der Gegensatz - v.a. aus dem
südamerikanischen Kontinent bilden die Waage und den Ausgleich dazu, ja vielmehr
--- eine innere Zufriedenheit und Ruhe, ein Wohlsein, der schwer zu beschreiben ist,
jedoch sehr wohl zu spüren ist. Oft bildet diese Einstellung und Erfahrung auch die
Antwort auf hektische und stressige Momente, wo eben ein Durchatmen und die
Einsicht, dass Morgen auch noch ein Tag ist - eine starke Basis, die Energie dort
einzusetzen, wo sie auch sinnvoll gebraucht wird... und was die zukünftigen
Reisepläne noch bringen werden... we will see...
20.12.02
Is it the end or is it the beginning...
Diese Frage hat sich in den letzten Tagen mehrmals wiederholt; denn einerseits geht
diese wunderbare Reise nun zu Ende und anderseits beginnt ein neues Kapitel wieder
zuhause in der vertrauten Schweiz im Kreise der Familie, der Freunde und im Job.
Ich freue mich sehr auf diesen Abschnitt, so viele tolle Menschen haben mir
waehrend der Reise sehr gefehlt. Auf der anderen Seite trage ich nun so viele
wunderschoene und unvergessliche Erinnerungen und Augenblicke im
Erfahrungsrucksack mit. Die sportlich-physischen und mentalen Grenzen wurden
erreicht und auch entsprechende Schlussforgerungen daraus gezogen. All dies
duerfte wohl die schoenste Bilanz aus der Zeit mit den Eskimos, den Indianern,
Nachfahren der Mayas, Inkas, Azteken oder der lebenserfahrenen Gauchos in den
Pampas sein. Der interkulturelle Austausch, die Kontraste zwischen Zelt und *****Hotel, Haute Cuisine und Gamelle ueber dem Feuer, Bueroalltag und Lagerfeuer, die
Unterschiede sind nur oberflaechlich gross, bei der genauen Analyse stellt sich
jedoch heraus, dass es nicht entscheidend ist WAS Du tust sondern WIE Du es
machst. Die Enstellung, der Wille, die Passion und Freude sind dabei die
Schluesselelemente und koennen entsprechend gewichtet und gefoerdert werden.
02.12.20
Ein paar Reise-Facts & -Figures
14 467 Bikekilometer von Anchorage bis Ushuaia, 156 Tage, 8 Stunden und 43
Minuten, 2.6 Mio Pedalumdrehungen, 92.14 km Durchschnittsdistanz pro Tag, 56
Naechte im Zelt, 45 kg Pasta, 468 Liter Wasser getrunken, 25 Begegnungen mit
einem Baer, 16 x Reifenpanne, 5 x Speichen ersetzt, 1 Sturz, 1 Neues Hinterrad, Fazit: ein unvergessliches, spannendes Abenteuer in einer wunderbaren Natur,
gespickt mit Kontrasten zwischen Feuer und Eis...
02.12.19
New York, New York...
Der Kontrast koennte wohl nirgendwo groesser sein als diese Weltmetropole in der
Vorweihnachtszeit, ueberall Sonderangebote und Sachen zum Kaufen, die vielen
hektischen Menschen, die verstopften Avenues und ein way of life, was man sich in
den argentinischen Pampas gar nicht vorstellen kann... In diese Grossstadt kann
man sich so schnell verlieben, die Kontraste und Farben, die Architektur und die
Kulturen zwischen Little Italy, Soho, Tribeca und Chinatown liegen - geografisch zwar
nur ein paar Blocks voneinander aber im Vergleich sind es Welten... Und dann
natuerlich Ground Zero - noch vor einem guten Jahr ein boomendes
Geschaeftsviertel rund um das World Trade Center und heute ein Riesenkrater - ein
Ort der Besinnung und zum nachdenken. Die Stimmung nach dem 9-11 ist nicht nur
hier anders, nein, dieser Tag hat die Welt veraendert, oder zumindest in den Koepfen
der Menschen hat sich vieles geaendert. Im Moment bin ich zwar von den
Eindruecken von Buenos Aires und New York schon ein Wenig ueberfordert, so waren
die Naechte unter freiem Himmel und die Gedanken unter den Sternen in Tierra del
Fuego oder Patagonien schon einer ganz anderen Welt... Natuerlich sind da noch
viele zu verarbeitende Eindruecke, Erlebnisse und Erfahrungen offen; und dies wird
wahrscheinlich noch eine Zeit dauern, bis all diese Erkenntnisse und
Schlussfolgerungen in s taegliche Leben umgesetzt werden koennen. Aber das wird
schon werden, mit Euch zusammen - ich freue mich. - Heute treffe ich Urs und Dina
mit den Boys und wenn alles klappt auch noch am Samstag, kurz vor Abflug die
Kuenstlerfamily Rentsch. Have a good time and kind regards from the Big Apple. Sil
02.12.18
Uruguay, Buenos Aires y Tango...
Wie die Zeit doch schnell verfliegt; es ist bald Weihnachten, in der Schweiz ist sicher
grosse Hektik in diesen Tagen, hier auch - aber anders. Die schoene Stadt Buenos
Aires mit rund 8 Mio Einwohnern ist mit Paris oder London zu vergleichen, jedoch ist
the way of life nicht ganz so gestresst, es laeuft und man nimmt sich eher Zeit. Das
Stadtleben laeuft - trotz Wirtschaftskrise, geregelt. Am 20. Dezember jaehrt der Tag
an dem die Wirtschatskrise dieses stolze Land in die Tiefe zerrte. Man spuert die
Spannunug und fuer diesen Tag sind Demonstrationen und Kundgebungen angesagt.
Mittlerweile ist auch Enrico, der Buendner Arzt den wir auf dem Schiff nach Tierra del
Fuego getroffen haben in B.A. eingetroffen. Vorgestern haben wir zusammen einen
Tagesausflug mit dem Schnellboot nach Colonia, einem herzigen touristischen Ort in
Uruguay gemacht. Uruguay ist ein friedliches Land und ist im Lifestyle mit Argentien
zu vergleichen. Gestern Abend war dann Tango angesagt; zusammen mit Enrico und
Samuel waren wir in einem typischen Tangolokal und haben diese eleganten,
passionierten Tanzschritte und die grazioese Musik genossen. Selbstverstaendlich
kamen wir drei Suizos nicht darum hin, mit der huebschen Veronica ein paar Schritte
auf s Parkett zu legen, denn ohne Fleiss, schlussendlich kein Preis... Aber auch hier es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen... Heute Abend geht es dann weiter
nach New York, wo ich Dina und Urs wiedersehen werde und ich hoffe ebenfalls, dass
es noch fuer ein Meeting mit dem grossen NY-Starfotografen reicht! Ich freue mich.
02.12.15
Buenos Aires
Nach einer wunderschoenen Zeit in Ushuaia, hiess es gestern dann Abschied zu
nehmen, von diesem wunderschoenen Ort zwischen der Suedspitze der Anden und
der Antarktis, dem ultimativen Ziel der Reise... Bye bye auch von unseren tollen
Freunden Ale, Maru, Epi und Martin, Alfredo und Tio Pello, welche fuer die amigos
Suizos eine grosse Abschiedsparty - bis tief in die Nacht - mit Parrillada mit einem
ganzen Cordero (Schaf) auf dem offenen Feuer organisiert hatten. Auch wenn die
Leute hier nicht reich sind, was sie haben, teilen sie mit Freude und Stolz.
Mittlerweile sind wir - Samuel, Peter from Australia und ich als Biker Trio in Buenos
Aires vereint. Individuell sind wir von Ushuaia mit den Bikes abgeflogen und wir
haben alle drei lustige Geschichten auf der Reise erlebt und freuen uns, hier noch ein
paar schoene Tage in der stolzen Stadt des Tangos zu erleben, bevor es dann am
Mittwoch weitergeht nach New York und dann schon bald back home for X-Mas. Ich
freue mich so sehr!
02.12.12
LA CIUDAD MAS AUSTRAL DEL MUNDO..
Heute ist der 12.12. Eigentlich gemaess Routenplan der Ankunftstermin in Ushuaia...
Aber bereits sind drei Tage in der suedlichsten Stadt der Welt vergangen, denn der
Drang, das Ziel zu erreichen, hat uns - Saemi und mich gepusht, taeglich
Doppeletappen zu fahren, trotz Gegenwind und nicht-asphaltierte Strassen. Die
Unterkunftsform unter den Sternen war gegeben und dieser Reiseabschnitt war einer
der abenteuerlichsten und spannendsten, die Momente am Lagerfeuer im Land der
Gauchos und des Feuers sehr intensiv. Es ist ein sehr schoenes Gefuehl, am Ziel
anzukommen, ein Schwall von Emotionen, der ausbricht, ein Gluecksgefuehl und
viele zu verarbeitende Eindruecke. - Es ist sehr schoen, diese Momente und
Erlebnisse mit Euch zu teilen. Herzlichen Dank fuer die vielen Glueckwuensche und
freudigen Mails! Doppelte Freude ist erst richtige Freude. Gestern waren wir - Saemi,
Ale, Maru, Epi und Martin, unsere Freunde in Ushuaia, welche wir auf dem Garibaldi
Pass getroffen haben im Parque National, am absoluten Ende der
Panamericana/Routa 3. Dort ist ein Schild mit der Distanz Ushuaia - Alaska 17 000
km angegeben. Ale ist ein ex-Panamericano und war natuerlich von unseren
Geschichten begeistert. Er bot uns seine Gastfreundschaft an, in seinem - z.T. noch
under construction - Blockhaus mit den Worten - MIA CASA ES LA TUYA - zu
wohnen. Auch hier, wie in vielen Laendern zuvor, sind die Leute so gastfreundlich
und herzlich. Du wirst aufgenommen und bist sogleich Teil der Familie, alles wird
geteilt und hier in Argentinien leben die Leute zur Zeit nicht gerade im Reichtum aber das was sie haben, teilen sie von Herzen und sind stolz! - Eine kleine, herzliche
Episode haben wir bei der Ankunft erlebt; als wir nach einer erfrischenden Dusche
fragten, antwortete Ale, dass die Dusche noch nicht funktioniere und wir gleich alle
zu einer Freundin fahren und dort einer nach dem andern duschen koennen. Danach
wurde ein Nachtessen serviert und Saemi und ich waren so gluecklich, am Ziel
angekommen zu sein und all dies erleben zu duerfen. In Ushuaia haben wir auch
viele alte Bekannte und Freunde wieder getroffen - Marcel, der Schweizer Macchu
Piccu Besteiger, Peter, Biker from Down Under und Catherine & Martin mit der
Nachtbus-Episode... So klein ist doch die Welt...
02.12.10
Emotionen
Im Moment ist schwierig zu beschreiben, wie die Gefuehle sind. Uebergluecklich, am
Ziel zu sein, zufrieden ueber den Verlauf der Reise, beeindruckt ueber die vielen
Erlebnisse und Abenteuer, erschoepft von den Strapazen der letzten Wochen... Zufriedenheit und Leere zugleich, - so wuerde ich den momentanen Zustand kurz
beschreiben. Seit einer Woche bin ich mit Saemi, dem Schweizer Biker unterwegs
und wir lassen es uns nun gut gehen, sind wieder frisch und sauber, tragen wieder
einen schnittigen Haarschnitt und werden uns bei kleinen Ausfluegen rund um
Ushuaia erholen... Morgen oder Uebermorgen werde ich dann probieren, die
Erlebnisse und Gefuehle zu beschreiben. Juhui und liebe Gruesse aus der
suedlichsten Stadt der Welt. Euer Sil
02.12.09
HAPPY LANDING IN USHUAIA
Ich freue mich riesig, Euch mitzuteilen, dass ich nach 156 Tagen/8 Std/43 Min die
Strecke von 14 467 km von Alaska nach Tierra del Fuego mit dem Bike bis Ushuaia
geschafft habe. Am 15.12. fliege ich nach Buenos Aires und am 19.12. nach New
York. Wenn alles klappt, so werde ich am Sonntag, 22.12. mit AA 64 um 07:35 in
Zuerich/Kloten landen. Ich moechte mich bei Euch allen fuer die grosse
Unterstuetzung und Motivation vor und waehrend der Reise danken. Vergessen sind
Hitze, Regen und Schnee, Schlammstrassen oder Staubpisten - was bleiben sind
viele wunderschoene abenteuerliche Erinnerungen, Natur, ein intensiver
interkultureller Austausch und viele neue Freunde. Euch allen wuensche ich
besinnliche Festtage und ein glueckliches und friedvolles Neues Jahr. Euer Silvano
Panamericano PS: Herzlichen Dank fuer die Unterstuetzung der Traeume
krebskranker Kinder zu Handen der Schweizer Forschungsstiftung Kind und Krebs,
8006 Zürich (PC-Konto 45-9876-3) - www.kinderkrebs.ch
02.12.06
Rio Grande
Heute ist Samichlaustag, wir - Saemi und ich feiern heute am Strand bei frischem
pescado Wein und Wind... Saemi ist der erste Schweizer Biker, den ich in den letzten
sechs Monaten getroffen habe und wir haben beide das gemeinsame Ziel Ushuaia.
Die Vegetation hier auf Feuerland ist eher karg und es leben nur rund 100 000
Einwohner auf dieser Insel. Entsprechend ist natuerlich auch die Verteilung der
Ortschaften und wir treffen ausser Porvenir, Rio Grande und Ushuaia keine richtigen
Orte an. So verbringen wir die meisten Naechte im Zelt oder wie die zwei
vergangenen Naechte in einer windgeschuetzten Gauchohuette mit Lagerfeuer.
Unsere Stimmen sind schon ganz rauchig, dafuer waren wir jeweils wind- und
wettergeschuetzt... Die Spannung ist gross, und so auch die Motivation. Auch wenn
wir gegen haeftige Winde ankaempfen muessen, so werden wir in 3 bis 4 Tagen abhaengig von der Strasse und dem Gegenwind in Ushuaia eintreffen. Euch allen
einen Happy Santa Claus und allen Geburtstagskinder ein Happy Birthday. Bis bald
und rauchige Gruesse von Saemi und Sil
02.12.03
Tierra del Fuego - Ein grosser Tag...
Heute wird - vorausgesetzt die Faehre faehrt... ein grosser Tag; zum ersten Mal
werde ich Tierra del Fuego bereisen. - Der Name Feurland stammt vom Seefahrer
Hernando Magellan, da bei der Entdeckung dieser Region ueberall Waerme- und
Signalfeuer der Ona Indianer brannten. Diese, nur mit Fellen bekleideten
Ureinwohner holten die Waerme aus dem Feuer... Von Punta Arenas fuehrt eine
Faehre mit einer Fahrzeit von ca. 2 1/2 Stunden ueber die Magellan Strasse bis nach
Porvenir. Dort warten dann die letzten 700 km des Abenteuers Panamericana. 700
km meist ueber Schotterpisten und wenig besiedeltes Gebiet ueber San Sebastian
und Rio Grande nach Ushuaia. Mindestens zwei Mal werde ich wieder das Gefuehl
geniessen koennen, im Zelt zu schlafen, da keine Ortschaften meilenweit auf der
Karte eingezeichnet sind. Wegen dem Wind mache ich mir heute keine allzugrossen
Sorgen. Er kommt oder kommt nicht... und wenn, dann hoffentlich als
Rueckenwind... Ich freue mich auf dieses grande Finale und bin gluecklich ueber die
Erlebnisse und Eindruecke auf dieser Abenteuerfahrt. Gestern hat mich Lisa, die
Chefin des Hostals, wo ich logiere Punta Arenas mit allen schoenen Seiten gezeigt
und wir besuchten neben dem kleinen Skigebiet und das Zentrum auch das Centro
de Rehabilitación del Sur, ein Heim fuer behinderte Kinder, verwaltet vom Lions Club,
wo sie im Vorstand ist. Die Direktion und die Aerzte waren von der Charity Idee fuer
krebskranke Kinder begeistert und am Abend wurde ich dann in der Casa Azul del
Arte zur Schmuckvernissage eingeladen, wo die Kunstwerke der Kinder und
Jugendliche ausgestellt wurden. Beim anschliessenden Nachtessen traf ich Magda
Raedler, ORF Redaktorin und Herbert Jochum, Filmproduzent und Kameramann bei
der Televisiun Romontscha in Chur und wir haben einen sehr interessanten und
Gespraechsintensiven Abend bis tief in die Nacht verbracht....
02.12.01
Die Wasserkuppe der Welt
Die Antarktis ist die letzte Landscholle, die alleine blieb, nachdem sich - Afrika,
Madagaskar, Suedamerika, Indien und Australasia aus dem Verbund des vor ca. 160
Mio. Jahren bestehenden Superkontinents Gondwana loesten. Heute ist das
antarktische Schild das kaelteste, windigste und trockenste Territorium der Erde. An
der russischen Station Wostok wurde die Rekordtemperatur von Minus 88 Grad
Celsius gemessen. Windmaschine der Erde wird die Antarktis genannt, weil die von
der zentralen Meseta zu den Raendern gleitende, dichtgepackte Kaltluft beim
Auftreffen auf die waermere Meeresluft unbaendige Turbulenzen erzeugt, die als
Blizzards mehr als 350 km/h Geschwindigkeit entwickeln und den Menschen
zeitweise erblinden lassen koennen. Der in den letzten 100 000 Jahren gefallene
Schnee hat die Eisdecke von 70 Mio. Kubikkilometern Rauminhalt verdichtet, im
Durchschnitt 2500 m hoch und so schwer, dass sie den unter ihr ruhenden Felssockel
tief in die Erde drueckt. Der antarktische Kontinent ist der groesste
Suesswasserspeicher der Erde; 70 % des Weltreservoirs liegen hier eingefroren.
Schmoelze diese gewaltige Eistafel ab, wuerde der Meeresspiegel um etwa 70 m
ansteigen und die kuestennahmen Niederungen der Erde ueberfluten. Das
antarktische Eiswunder bewirkt vielfaeltig ineinandergreifende Oekosysteme sowie
eine fabelhaft angepasste Fauna. Dank der Schutzmassnahmen leben heute im
Suedshetland-Archipel wieder ueber eine Million Pelzrobben und auf den CrozetInseln draengen sich eine Million Koenigspinguine und auch der Bestand an
Blauwalen erholt sich langsam wieder. Dabei spielt der Krill die Schluesselrolle in der
antarktischen Nahrungskette. Seit 1969 traeumen einige Erdoelgesellschaften davon,
die Energiedepots bergende Eiskappe aufzubohren. Das hiesse, warnte der
beruehmte Meeresforscher Jacques Cousteau - den Tresor aufbrechen, der die
letzten grossen Suesswasserreserven der Welt enthaelt. Dass dieser Traum zum
Alptraum werden koennte, stellen wir uns besser gar nicht vor...
02.11.30
Los Pinguinos
Ich bin ganz begeistert von dem Ausflug in die Magellan Pinguinkolonie
zurueckgekehrt. Diese kleinen Meeresvoegel, die eigentlich gar keine Voegel sind,
dafuer tolle Fischer, sind wirklich so faszinierend. Die Lebensart, die Aesthetik und
die schoenen Namen die sie tragen sind einfach begeisternswert. Ich habe mich
bereits zu einem Pinguinologie-Kurs angemeldet, um mehr ueber die Admirals-,
Koenigs-, Humboldt-, Magellan-, Maccaroni- und Zwergpinguine zu erfahren...
Freitag und Samstag war ich in Puerto Natales, dem Ausgangsort fuer den Torres del
Paine Nationalpark. Auf eine Hiketour habe ich verzichtet, da eine richtige Tour zu all
den schoenen Berggipfeln und Gletschern 4-5 Tage dauert und ich mich als Biker auf
das grosse Finale in Feuerland konzentriere. Die Landschaft Magellaniens ist
beindruckend und ich freue mich so sehr, naechste Woche erstmals Feuerland zu
betreten und wenn alles klappt, auf Schotterstrassen und gegen den Wind + - am
12.12.2002 am Ziel in Ushuaia einzutreffen. Bis dann. Herzlichst. Sil
02.11.28
Punta Arenas & die argentinischen Pampas
Nach der Ankunft in Perito Morenos und dem Versuch die Routa 40 in einer normalen
Tempo mit einem Stundenschnitt von 5-10 km gegen den Wind mit Seitenboehen
von ueber 100 km/h und einigen unfreiwilligen Umwegen in den Strassengraben,
habe ich mich ueberzeugen lassen, die Routa 3 zu fahren. Da die Distanz ueber die
Kueste rund 500 km laenger ist, ergab sich die Moeglichkeit mit dem Nachtbus bis
Rio Gallegos zu fahren. Was fuer ein Luxus! Bike unten rein, und schon ging die
Fahrt ueber Nacht los. Ich bin ganz begeistert vom Busfahren (was frueher
ueberhaupt nicht der Fall war...), denn die Busse sind komfortabel und ich konnte
mit diesem Entscheid einen Zeitvorsprung herausfahren um dann fuer das Finale
nach Ushuaia hoffentlich ein Good Feeling und keine Erschoepfung einfaedeln.
Anderseits trifft man im Bus oder im Terminal ganz interessante Leute, Globetrotter
und Hiker aus der ganzen Welt und junge Budgettraveller. Unter den
Weltenbummlern war auch ein herziges Paar aus der Westschweiz. Catherine und
Martin - er wurde soeben pensionert und nun war eine Suedamerikareise angesagt.
Catherine ist eine Lady mit viel Temperament und heute morgen hat sie uns eine
lustige Geschichte erzaehlt; Als der Bus in der Nacht mehrmals stoppte, stieg sie
kurz aus um die Toilette zu benutzen. Als sie wieder zum Bus zurueckkehrte, war
dieser jedoch bereits abgefahren, ohne dass der Chauffeur bemerkte, dass eine
Passagierin fehlte... Mit einem kleinen Spurt ueber den Parkplatz konnte sie dann
gluecklicherweise dem Fahrer ein Zeichen geben und es gab ein happy end :-) Nun
bin ich in Punta Arenas und werde heute einen Ausflug zur Pinguinera machen, wo
eine der groessten Pinguinkolonie von Suedamerika haust und morgen geht dann die
Reise nach Puerto Natales. Wenn die Zeit reicht und das Wetter mitmacht, werde ich
den Torres del Peines Nationalpark besuchen. Infos darueber folgen. Macht s guet
und hasta luego! El Pinguino
02.11.25
Perito Moreno, Argentina
Wie aus dem franzoesischen Team bereits erfahren, folgen nun nach Regen und
Schnee die Etappen durch die argentinischen Pampas mit viel Wind... Nachdem wir,
die baskischen Muskietiere und ich am Samstag zum ersten Mal bei Sonnenschein
aufbrechen konnten und die schoene Route auf der Hochebene zwischen Eisbergen
und Pampas mit Pferdeherden, Kuehen und Schafen, gehuetet von stolzen Gauchos
hoch zu Ross geniessen durfeten und den Passuebergang ueber den Piedra del Conde
schafften, genossen wir den letzten gemeinsamen Abend in einer kleinen Herberge
bei Mary am Fusse des wunderschoenen, schneebedeckten Cerro de Castillo (2318
muM). Am naechsten Morgen dann hiess es Abschied nehmen, das baskische Team
in die Berge Richtung Villa O Higgins und das schweizer Team nach Sueden Richtung
Puerto Ingenere Ibañez. Ich weiss nicht, wem der Abschied schwerer fiel, aber
Rodolfo, Igor und Iñigo schienen ziemlich traurig, ohne -el Suizo-, wie sie mich
herzlich nannten - weiterzuziehen. Ich kenne dieses Gefuehl seit Anfang der Reise,
mit guten Freunden unterwegs zu sein und dann heisst es: bye bye... Auf der Faehre
ueber den Lago Carrera, resp. Lago Buenos Aires, die ausnahmsweise sogar am
Sonntag fuhr - lehrte ich dann Kyra, eine britisch/amerikanische Architektin und
Helen aus Manchester, eine Soziologin kennen. Wir fuehrten interessante Gespraeche
und logierten dann in Chile Chico im Hospedaje Even Ezer. Heute morgen war dann
die Reise von Chile Chico ueber Los Antiguos ueber die argentinische Grenze bis nach
Perito Moreno angesagt. Die 80 km Reise war beinahe wie ein Flug; der Wind war so
stark, und er kam von allen Seiten und blies mich fast ans Ziel und manchmal auch
von der Strasse... Die Vegetation ist hier so anders, karge Pampas mit vereinzelten
Kuhherden, vielen Voegeln und viel Wind im Helm. Keine Regenwaelder, keine
Schneeberge und Gletscher, nur flache Einoede. Sehr schoen, im Wind zu traeumen
und planen... Mal schauen, wie die Wetterlage mit dem Wind wird, die Richtung ist
klar, es geht weiter nach Sueden, dem Ziel Ushuaia entgegen. Wenn es
einigermassen klappt, wuerde ich gerne nach Puerto Natales und dann noch einen
Abstecher in den Torre de Peines Nationalpark machen - einer der schoensten
Plaetze in Suedamerika, schroffe Felsen, blaue Seen und hellblaue Eisberge. Danach
folgt dann Punta Arenas, Port Avenir und dann Tierra del Fuego... Hasta pronto!
02.11.22
Aventura Carretera Part II
Trotz erschwerten Bedingungen, die Lage im baskisch-schweizerischem Lager ist gut.
Wir haben viel zu Lachen und auch bei Tiefs motivieren wir uns gegenseitig und sie
nennen mich cool - el Suizo... Auch nach dem gestrigen ganz schwerem Tag, mit
heftigen Regenfaellen, technischen Pannen, Schlammstrassen und Baustellen,
irgendwie haben wir es dennoch geschafft, nach Coihaique zu gelangen; das letzte
Stueck mussten wir dann (gluecklicherweise...) mit einer Camionetta ueber die
gefaehrliche Strecke wo Felsen gesprengt wurden, passieren. Heute ist BikeReparaturtag und Vorbereitung auf die kommenden Abenteuer... Hasta pronto! PS:
Vielen Dank fuer Eure zahlreichen Mails und Guestbook-Eintraege. Habe mich riesig
gefreut, kann momentan zwar nicht alle beantworten und die naechsten Etappen
werden punkto Kommunikation auch nicht viel versprechen. Hoffe bald jedoch, Zeit
und Infrastruktur dafuer zu finden... :-) PS II: auf die Frage, warum die
Internetverbindung denn so langsam sei, folgt die coole Antwort, dass die Leitungen
in Patagonien immer langsam seien und bei Regen sei Internet und Festnetz gar
nicht moeglich...
02.11.21
Still alive... Aventura Carretera Part I
Am Montag, 18.11. war die Abreise mit dem Kathamaran ab Puerto Montt nach
Chaiten angesagt. Am Morgen hatte ich Iñigo, Rodolfo und Igor - drei baskische
Biker kennengelernt und zufaelligerweise haben sie die gleiche Absicht, den
Carreteral Austral zu fahren. Als wir am Hafen ankamen, hiess es dann, die Fahrt mit
dem Kath sei wegen hohem Wellengang nicht moeglich, vielleich manana oder in
einer Woche... Nicht gerade gute Aussichten und wir suchten nach Alternativen; kurz
entschlossen, haben wir uns fuer eine abenteuerliche Fahrt mit einem Frachtschiff
entschlossen, das zwar 4x laenger fuer die gleiche Strecke braucht, aber trotz
schlechtem Wetter in See stechen konnte. Die Fahrt war alles Andere als angenehm;
hohe Wellen, bleiche Gesichter, die Bikes zwischen Containern im Regen und
Wellenrausch, kein Restaurant, kein Kino, jedoch eine Sitzmoeglichkeit fuer die rund
30 Passagiere - meist Fischer und 4 Bike-Abenteurer... Um 02:00 in der Frueh
dockten wir an und wir durften bei Sturm und Regen in das Fischerdorf Chaiten
pedalen. Wir hatten - zum Glueck davor ein Hostaje gebucht, wo wir dann nach
einem baskischen Late Night Dinner mit Brot, Kaese und Wein schnell in die Federn
gingen. Am naechsten Morgen dann brachen wir bei Regen auf, die naechsten 1000
km Abenteuer Naturstrasse zu meistern. Einfacher gesagt als getan, denn schon bei
km 45 hatte Torrero Igor den ersten Platten, es folgten dann noch einige und ich war
davor auch nicht verschont... Dann folgte der steile Aufstieg auf den Alte Moraga
Pass mit 650 muM bei stroemendem Regen und Schneefall und dann die
halsbrecherische Abfahrt nach Santa Lucia, ein Kaff mit einer kleinen Herberge, wo
wir herzlich aufgenommen wurden und uns bei Tee und heissem Ofen aufwaermen
konnten und unsere nassen Kleider ueber Nacht trockneten. Am naechsten Morgen
hatten wir dann Schnee und die Temperatur war um den Gefrierpunkt. Dennoch
waren wir gut gelaunt und packten das naechste Abenteuer Carretera Austral an. Es
war so kalt und nass, dass wir bei km 30 in einem Dorf Namens Villa Vanguardia uns
nach einem Restaurant erkundigten, jedoch waren in diesem Ort nur 4 Einwohner
und wir wurden bei einem herzlichen aelteren Bauernpaar zum Tee und Butterbrot in
die warme Stube eingeladen. Ein so schoenes Erlebnis, wieder aufgewaermt und
gluecklich aufzubrechen... Am Nachmittag ist dann Rodolfo auf der schwierigen
Strasse gestuerzt, jedoch nicht verletzt, nur das Bike ein Wenig demoliert. Am Abend
erreichten wir dann La Junta und konnten in einem kleinen Gasthaus lokale Speisen
geniessen und uns vom Tag erholen.
02.11.16
Fischmarkt und Puerto Montt Vol II
Draussen regnet es wie so of in den letzten Tagen; mit der richtigen Einstellung und
einem guten Umfeld ist dies halb so schlimm. Dass ich im Hospedaje Suizo bei der
Kuenstlerin Rossy enquartiert bin, das habe ich Euch schon erzaehlt. Dass da aber
noch viele interessante Leute aus Oesterreich, Spanien, Holland, Australien, USA und
Deutschland herbergen, alle mit vielen individuellen Geschichten... Globetrotter,
Hiker und Biker und so diskutieren wir bei Mate de Coca und Cabernet bis spaet in
die Nacht ueber Erlebnisse und Abenteuer. Ein sehr spannender interkultureller
Austausch - und dies meist auf spanisch! Gestern und heute habe ich viel Zeit am
Markt und vor allem am Fischmarkt verbracht. Wow, hier wird emsig gefeilscht,
gehandelt und verkauft. Man kann in den kleinen Stuben zu guenstigen Preisen die
beste Auswahl an frischem Fisch, Meeresfruechten und Bouillabessen geniessen.
Gestern wurde ich nach einer feinen Auswahl an bekannten und weniger bekannten
Meeresfruechten von der Grossmutter anschliessend zu einer gemeinsamen Runde
Mate de Coca (mit einer Art Pfeiffe geschluerft) eingeladen. Diese Art von Tee wird in
den hiesigen Laendern v.a. gegen Hoehenkoller und als Staerkung fuer den Alltag
getrunken. Dia Grossmutter hat dann viel ueber die Fischerei, aus frueheren Tagen
wie das Leben so lief und das Treiben ueber den Fischfang und dem Hafenbetrieb
erzaehlt. Heute werde ich mit Steffi, Lea und Juerg aus Berlin wieder am Fischmarkt
dinieren. Mal schauen, was heute in den Toepfen steckt... So faellt das Warten bis
die Fahrt am Montag weitergeht gar nicht schwer...
02.11.15
Puerto Montt
So, nun ist dieser Meilenstein geschafft, Puerto Montt, die groesste und wichtigste
Hafenstadt in Suedchile. Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen meinte es Petrus
gestern mit dem Wetter gut - zumindest hat es auf den 120 km von Osorno nicht
geregnet, und das ist schon ein Geschenk. Danke. Unterwegs besuchte ich die
suedlichste Cidre-Fabrik der Welt - Gran Sidra Antillanca (o.k. dieser ist mit einem
feinen italienischen Prosecco nicht ganz zu vergleichen...). Letzte Woche war ich auf
der chilenischen Weinstrasse und besuchte die Hacienda Balduzzi, wo die feinen
chilenischen Weine entstehen. Untergebracht bin ich bei der signora Rossy. Ihr
Temperament wird mit dem eines brodelnden Vulkans verglichen. Sie ist Kuenstlerin,
Malerin und hat ein schoenes Haus am Stadtrand gebaut und dies als Hospedaje
SUIZO eingerichtet. Ein wunderschoenes Haus mit Erker, ein Hauch von Swiss
Chalet, feine schweizer Kost und im Innern eine wunderbare Bildgalerie aus allen
Epochen und Stimmungen. Die Gaeste kommen aus allen Herrenlaendern und alle
fuehlen sich in diesem Hause sehr wohl. Wieso der Name Suizo? Rossy war mit
einem Schweizer verheiratet und hat diese Kultur und die Vorzuege aus dieser Zeit in
dieses Hostal umgesetzt... Was die Weiterreise auf dem Carrateral Austral betrifft, so
musste ich umdisponieren. Der Faehrbetrieb zwischen Quintupeu und Vodudahue ist
in der Zwischensaison (Fruehling) eingestellt. Die Alternative heisst jetzt, mit einem
Kathamaran 4 Stunden von Puerto Montt nach Chaitén zu fahren. Das naechste
Schiff laeuft erst am naechsten Montag aus und ich kann nun das Wochenende
ausspannen, das Bike instandstellen und sollte bis Ende naechster Woche die
Etappen - vorausgesetzt, das Wetter macht mit wieder wie geplant fahren koennen.
Gestern habe ich noch einen franzoesischen Biker kennengelernt und wir werden
wahrscheinlich ein paar Tage zusammen Richtung Ushuaia reisen.
02.11.13
Umberto: eine kurze Busgeschichte
Nach einem verregneten und kalten Ausflug nach San Carlos de Bariloche bin ich
heute morgen wieder mit dem Bus nach Osorno zurueckgefahren. Ich hatte mir
vorgenommen, waehrend der Fahrt ein Bisschen zu schlafen und zu entspannen. Ich
hatte die Sitznummer 4. Kurz vor 8 Uhr, der planmaessigen Abfahrt, setzte sich ein
netter Tat (Grossvater) neben mich auf Platz 3. Nach einem buenos dias, como
estas, war meine Konversation mit ihm schon fast am Ende - denn ich wollte ja
schlafen... Jedoch nichts da, mein netter Sitznachbar hatte da ganz andere
Absichten: zuerst waren da die klassischen Fragen: woher kommst du? was machst
du zuhause fuer eine Arbeit? wohin fuehrt die Reise? wie gefaellt dir das Land Chile...
usw. Freundlich gab ich Umberto - so hiess diese liebenswuerdige Person mit einer
dicken Hornbrille, einem Schnurrbart und einem franzoesischen Beret als
Kopfbedeckung - auf die Fragen antwort. Er erzaehlte dann, dass er seinen kranken
Bruder im Spital besuchte und er von den Aerzten dann genau wissen wollte, wie es
um seinen hermano steht. Diese hatten leider keine guten Nachrichten und so war
Umberto sichtlich erleichtert, mit jemandem darueber zu sprechen. Da war ich
natuerlich ein dankbares Opfer und - schlafen kann ich ja in der Nacht... Als sich
dann herausstellte, dass Umberto sein Leben lang als Techniker fuer die
Telekommunikation in Chile taetig war und von seinem mobilen Telefon schwaermte
und wie wichtig es sei, telefonisch jederzeit erreichbar zu sein, hatten wir ein
gemeinsames Thema gefunden und waren schon fast 2 Stunden unterwegs und auch
mittlerweilen schon am Grenzuebergang Argentinien-Chile angekommen. Fuer mich
war es auch eine interessante Konversation und alles ganz auf spanisch... Am Zoll
wie auch sonst fast ueberall, nimmt man sich Zeit, denn bis so ein Bus kontrolliert ist
und alle Passagiere abgefertigt sind, ist schnell mal eine Stunde vorbei und niemand
ist dabei gestresst, weder Beamte noch Reisende. Man nimmt sich einfach die Zeit...
Nach gut 5 Stunden Fahrt verabschiedete sich Umberto am Busterminal und wir
wuenschten uns gegenseitig viel Glueck. Ein schoenes Gefuehl, dieses Treffen mit
diesem Grossvater hat mich gepraegt und irgendwie gluecklich gemacht... Graçias
Umberto.
02.11.12
San Carlos de Bariloche
Zum Glueck habe ich mich ueberzeugen lassen, diesen Ausflug mit dem Bus und
nicht mit dem Bike zu machen. Es waeren zwar nur rund 500 km zu diesem wohl
beruehmtesten Wintersportort in Suedamerika gewesen... jedoch bei Regen,
Passuebergang, Schnee und Wind wohl keine gute Geschichte. Nun gut, San Carlos
de Bariloche ist ein Wenig mit St. Moritz und dem Engadin zu vergleichen. Schoene
Lage am Lago Naheul Huapi, ein pfiffiger Malojawind hoch 3, der Ort schoen am
Hang gelegen, Laeden, Hotels, Sportgeschaefte, jedoch beiweitem nicht so mondaen
und teuer wie St. Moritz. Alles ist hier 3x billiger als in Chile. Ein ***Hotel z.B.
kosten Fr. 7.50 und eine Hauptmahlzeit inkl. Glas Wein ca. Fr. 8.00. Jetzt ist ist
Fruehling, der letzte Firnschnee im Skigebiet schmilzt langsam dahin und im Ort eher
ruhig, genau das Richtige fuer eine Kurzvisite. Morgen kehre ich wieder nach Osorno
zurueck, wo dann die Reise mit dem Velo weiter nach Puerto Montt fuehrt;
ANMERKUNG I: zu meinem lieben Schutzengel Marc: natuerlich kannst Du Dir mal ne
Auszeit goennen, auch Du brauchst Erholung und musst Dinge erledigen. Solange Du
Dich abmeldest ist das kein Problem. Ich bin ja so stolz auf Dich! ANMERKUNG II:
habe ich das heute in einem Strassencafe richtig mitbekommen - hat der FCB
Liverpool in der Championsleague geschlagen????? wow wow, der Schweizer Fussball
steigt langsam aber sicher in hoehere Sphaeren.... pas mal!
02.11.11
Es geht wieder aufwaerts....
Heute ist Fasnachtsanfang in der Schweiz, hier ist Fruehling; Luca wuenscht sich fuer
die Fasnacht eine Peruecke und eine spezielle Maske aus Amerika, Isabel hat eine
erfolgreiche EMT Praesi hinter sich (bravo!), Marina hatte gestern Geburtstag, hier in
Chile ist das Wetter wieder stabiler und morgen fahre ich das erste Mal nach
Argentienen... Das sind doch schon einige News oder... Habe mich nach dem
schwierigem Start der vergangenen Woche mental wieder ziemlich aufgearbeitet, die
Rippen sind wieder verheilt, ich kann fast wieder normal atmen und vor allem, die
Moral ist wieder stabil. Auch sind wieder ueber 1000 km abgefahren und das Ziel
rueckt immer naeher. Morgen und Uebermorgen mache ich einen Ausflug nach
Bariloche und freue mich, diesen bekannten argentinischen Wintersportort zu sehen.
Es soll auch feine Schweizer Schokolade geben und der chilenische Wein sei in
Argentinen 3 x biller als in Chile... Mal sehen. Werde Euch darueber sicher detailliert
informieren. Danach fuehrt die Reise weiter nach Puerto Montt und dann ueber 1000
km auf Schotterstrasse ueber den Carreteral Austral. Sicher ein Abenteuer fuer sich.
Dann sind es nur noch 1500 km bis zum Ziel. Herzliche Gruesse und bis bald. Sil
02.11.08
chilenische Gastfreundschaft
Unterwegs treffe ich von vielen Seiten in den Hotels oder Hostals, am Markt, in der
Stadt, am Strassenrand, am Peaje (Strassenzoll), Leute an - Maenner und Frauen,
jung und alt, Niños, Carabineros und Truckfahrer, die immer wieder zurufen: bravo
ciclisto, suerte, que tu vayas bien oder vaya con dios. Freundlich und herzlich, so
sind die Chilenen. Danke, denn das ist Motivation.
02.11.08
Aus dem Tagebuch eines Bikers...
Das Bikerleben ist unglaublich gesund; taeglich an der frischen Luft (zur Zeit
eindeutig etwas zu frisch und feucht...), in der Natur mit Vogelgezwitscher,
rauschenden Baechen, pfeiffender Wind und dazwischen ein paar laute Lastwagen...
Gutes Essen, da der Appetit unheimlich ist (viel Kohlehydrate, Eiweis und Vitamine,
Pasta, Papas, viel Gemuese, Salat und Fruechte; dazu viel Trinken, v.a. Wasser,
Fruchtsaefte, Cola und am Abend ein Bier oder ein Glas chilenischen Wein) und
genuegend Schlaf, denn 7 - 8 Stunden an der Luft machen muede. Fuehle mich
manchmal fast zu gesund ohne Bueroluft, Abgase und Stadtleben...
02.11.07
Los Angeles Chile - friendly people
Auf dem rund 120 km langen Weg von Chillan nach Los Angeles war wieder Regen
angesagt, dafuer war der Gegenwind nicht so stark... Bei Ankunft in L.A. stand ich
tropfnass an der Kreuzung und wollte mich nach einem Hotel erkundigen, als ein
Ford Pickup stoppte und fragte - tu es Americano? - No soy Suizo, war meine
Antwort und Mathias antwortete, dann koennen wir ja deutsch sprechen, denn er ist
Deutsch-Chilene, zweiter Generation. Anstatt mich in ein billiges Hotel absteigen zu
lassen, bot er an, in seinem Landhaus zu logieren. Ich nahm die Einladung dankend
an und traf balddarauf seine sympathische Frau Elisabeth, eine ehemalige LAN Chile
Stewardess und die drei Kinder Christine, Benjamin (5 und Zwillinge) und der
Sproessling Thomas (3). Wir genossen ein feines Nachtessen und anschliessend
diskutierten wir am Kaminfeuer mit Piscocola ueber Politik, Wirtschaft und Reisen.
Waehrenddessen wurden die nassen Kleider gewaschen und getrocknet. Muchas
gracias a todo la familia! Am naechsten morgen war ich wohl ausgeruht und wir
genossen ein gutes Fruehstueck, bevor die Reise dann - wieder bei Regen bis nach
Victoria weiterging.
02.11.06
Ein verflixter kleiner Dorn... Part I
Der Tag hatte gut angefangen, nach einem ausgiebigem Fruehstueck und einem
angenehmen Businesstelefon mit Dani zeigte die Tageskurve nach oben. Dann kam
km 30 nach Linaris. Psssttt..., das bereits bekannte Geraeusch, weiter nichts
Schlimmes, nur ein platter Hinterreifen. Das Prozedere ist ja bekannt; Gepaeck
runter, Rad raus, Schlauch raus, Leim und Flick drauf, trocknen lassen, Schlauch
rein, aufpumpen, Rad in s Gestell, und schon fertig. 5 km weiter; wieder Psssttt...
unglaublich - vielleicht hatte sich ja der Flick geloest, kann ja passieren... Gleiches
Prozedere zum Zweiten; Rad wieder raus und rein und die Fahrt konnte weitergehen.
10 Minuten spaeter; NEIN, das kann und darf nicht wahr sein, nicht schon wieder.
Ok. - diesmal muss ein neuer Schlauch rein; vielleicht ist der alte poroes und nicht
mehr ganz dicht... - Nach einem erfrischenden Lunchstopp und einem Telefon mit
Kath sah die Welt wieder besser aus. Als bei der Weiterfahrt nach 10 Minuten wieder
das mittlerweiles alergieausloesende Psssttt...-Geraeusch aus dem Hinterrad
ertoente, war ich der Verzweiflung nahe, NEIN NEIN NEIN, das kann und darf doch
nicht wahr sein, so ein Pech, 4 Mal einen Platten an einem Tag einzufangen, das
passt unter keine Kuhhaut. Ich wollte davonlaufen, wusste zwar nicht wohin, war der
Verzweiflung nahe... - bloss nicht mehr auf s Bike steigen, geschwiegen denn
nochmals den Reifen wechseln. Wo war denn mein Schutzengel Marc geblieben? In
diesem Moment, wo ich ihn dringend gebraucht haette... Nun gut, ich habe mich
wieder gefasst und dem ganzen noch eine allerletzte Chance gegeben. Siehe Part II
02.11.05
Ein verflixter kleiner Dorn... Part II
Minuzioes habe ich den Schlauch untersucht und natuerlich wie bei den vorherigen
Pannen, auch den Mantel und das Profil... Diesmal bin ich jedoch durch jede Ritze
gegangen, denn das Modell ist noch fast neu und, siehe da, zwischen dem Profil war
ein klitzekleiner Dorn so versteckt, dass er kaum sichtbar war und jedesmal bei
Druck vom Gewicht den Schlauch picksen konnte, nur ein Bisschen, jedoch genug
um die Luft jedesmal wieder abzulassen... Erleichtert und doch mit einer Portion Wut
im Bauch, habe ich dann die Fahrt Richtung Feuerland fortgefuehrt und zwar in
einem Tempo, ich weiss nicht wie die verbleibenden 80 km nach Chillan in 3.5
Stunden zu meistern waren. Waere doch laecherlich, ein solches Vorhaben wegen
einem kleinen Dorn an den Nagel zu haengen... Im Nachhinein laesst s sich gut
lachen... Hihihi
02.11.04
Unterwegs auf der Routa Panamericana 5
Also, erstens Entwarnung betreffend Sturz: ich habe mich wieder einigermassen
erholt und abgesehen von der Rippenquetschung und der eingeschraenkten Atmung
geht es mir wieder gut. Bin gestern bei nachlassendem Wind rund 110 km von
Rancagua bis nach Curico und heute 130 km bis nach Linares geradelt. Im Moment
habe ich nur ein Ziel im Auge: Mitte Dezember in Tierra del Fuego ankommen und
gluecklich nach Hause zu reisen. So schoen die Natur und Landschaft hier auch ist,
so spannend das Abenteuer, so toll die Freiheit - irgendwann ist genug! Aber eben,
der Weg ist das Ziel und so arbeite ich taeglich an diesem Ziel und auch so werden
die rund 3000 km zu meistern sein.
02.11.02
Schneller als man denkt....
Unglaublich, erst ein Tag unterwegs, und schon wieder Kontakt, auch wenn gestern
avisiert, dass es mit der Kommunikation in den Pampas und in Patagonien nicht so
einfach sein wuerde... Aber auch hier macht die Telekommunikation Fortschritte...
Aber alles der Reihe nach; - heute morgen bin ich motiviert und guten Mutes bei
leichtem Sonnenschein in Santiago gestartet. Das Gefuehl war so toll, endlich wieder
in die Pedale zu treten, den Wind im Haar und die mittlerweile ausgeruhten Muskeln
zu spueren und dabei friedlich den Song - this is the Moment of life - zu pfeiffen...
Schon nach wenigen Kilometern stellte sich jedoch ein giftiger Gegenwind ein und ich
versuchte diesem durch Nichtgrossbeachtung zu trotzen. Mittlerweile war auch die
Temperatur gefallen und nach 50 km begann es dann wie aus Kuebeln zu regnen,
zuerst nur ein wenig, spaeter dann haeftige chubascos (Gewitter). Nach rund 90 km,
kurz vor dem Tagesziel in Rancagua wurde ich vor einer Kreuzung von einem Bus
ueberholt und - schwupps, eine kleine Unachtsamkeit und schon war ich auf der
glitschig nassen Strasse flach am Boden ausgerutscht. Ein nicht gerade sanfter
Abstieg, jedoch noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Bei der naeheren
Betrachtung, stellte sich fest, dass - neben ein paar Quetschungen an den Rippen
und am Oberschenkel, wohl noch das Hinterrad einen Schlag bekommen hat und
mindestens eine Speiche ist gebrochen. Nun bin ich im kleinen Hotel San Martin da
Rancagua und kann die gebrochene Speiche ersetzen und mich vom Schock erholen.
Ueberraschenderweise ist hier sogar ein Internatanschluss und dies ist sicher ein
Zeichen, dass es nun hoffentlich bei einem guten Nachtessen und einem Glas
chilenischem Cabernet dann wieder aufwaerts gehen wird...
02.11.01
Auf dem Weg nach Feuerland
Morgen werde ich die Panamericana wieder unter die Raeder nehmen. Nachdem die
Bicicletta gestern wieder repariert wurde - auf den Fluegen hat das Bike leider wieder
leiden muessen. Die Diagnose lautete: Speichenbruch, verbogene Kette und
Transmission damage. Dies ist nun alles wieder i.O. und dem morgigen Start steht
nichts mehr im Wege. Die Reise fuehrt ueber Rancagua, Chillian und Temuco nach
Puerto Montt und weiter ueber Coyhaique, Puerto Natales, Punta Arenas nach Tierra
del Fuego. Die Route verlaeuft parallel zur argentinischen Grenze und so werde ich
schon vor Feuerland Argentinien besuchen. Da noch nicht ganz klar ist, wie die
Telekommunikation in Suedchile sein wird und ob Internet- und/oder
Telefonverbindung zustande kommen, gehen wir davon aus, dass NO NEWS = GOOD
NEWS sind. Werde mich jedoch so bald wie moeglich von den Hauptorten melden.
Also, bis bald. Hasta pronto, amicas y amigos.
02.11.01
Ein paar Angaben zu Chile
Foldender Spruch aus dem Volksmund bringt dieses Land kurz auf den Nenner: -als
der Schoepfer seine in sieben Tagen erbaute Welt betrachtete, entdeckte er
allerorten noch uebriggebliebene Reste: Urwaldstuecke, Wuestenfetzen,
Flussschlingen, Kupferberge, Vulkane, Fjorde und Eis. So schuetteten die Engel auf
sein Geheiss all dies hinter einem langen Wall - den Anden - zusammen. Und es
entstand Chile, das vielgestaligste Land unseres Planeten... Aus dem Steckbrief
dieses Mosaikreichen Landes: 742 000 km2 Flaeche, Laengsstreckung n/s: 4 300
km, Kuestenlaenge 7 000 km, hoechster Berg 6 893 m Ojos del Salado,
Bevoelkerung 14 Mio, Landessprache 94 % spanisch, 6 % Indio Mapudungun,
Mapuche und Aymaru. Wirtschaft: Industrie und Bergbau, Landwirtschaft, Fischerei
und Dienstleistungen. Landeswaehrung: Pesos da Chile. Lebenserwartung fuer
Frauen 75.5, fuer Maenner 68.5 Jahre, zusammengefasst verrueckte Geographie und
15 000 Jahre Kulturgeschichte bilden die Grundlage fuer das bestorganisierte Land in
Suedamerika.
02.10.31
Santiago de Chile
Bin seit heute morgen um 02:00 in Santiago und wohlauf. Kann mir zur Zeit noch
kein objektives Bild ueber die Stadt und die Menschen machen, jedoch ist der erste
Eindruck positiv, im Vergleich zu Lima; diese Stadt hatte es einfach nicht so an sich,
die Gebaeude waren eher schmuddelig, kein richtiges Kulturzentrum, stinkige
Strassen und die Leute rupplig und als ich am Flughafen unter Protest 118.- US $
fuer das Bike bezahlen musste - und dies wieder bei der so unfreundlichen Airline
Taca, die schon bei der Ankunft und dem verpassten Anschlussflug alles andere als
hilfsbereit war... rrrrrr... So war ich froh, nach Chile weiterreisen zu koennen. Cuzco, Macchu Piccu und der Rest der Peru-Reise natuerlich ausgeschlossen, denn
dieser Teil war ein toller Hoehepunkt. Heute morgen war ich beim Instituto
Geografico Militar, einer Kaserne mit einem grossen Sortiment an gutem
Kartenmaterial um gut gewappnet fuer die Reise nach Suedchile zu sein. Am
Nachmittag steht dann der Bikecheck und ein eventueller Besuch beim Bikeshop fuer
eine Generaluntersuchung auf dem Programm. Ich freue mich so, voraussichtlich ab
Morgen oder Uebermorgen wieder auf zwei Raedern unterwegs zu sein; die Freiheit,
das Abenteuer, die Natur und den sanften Wind durch die Helmoeffnungen wieder in
vollen Zuegen zu geniessen. Das Klima ist hier im Raum Santiago sommerlich mild,
wenn auch nicht gar so heiss wie in Mexico und weiter suedlich soll es dann etwas
arktisch frischer werden, vor allem der Wind... Hoffe, Euch bald spannende
Geschichten auf dem Weg nach Feuerland zu liefern und gruesse ganz herzlich.
Hasta pronto.
02.10.29
bye bye Cuzco
Heute galt es nach einer schoenen Woche Abschied von Cuzco zu nehmen. Es war
natuerlich kein Abschied, denn was bleiben, sind schoene Erinnerungen an diese tolle
Stadt und die kulturreiche Umgebung. Erinnerungen auch an tolle Leute rund um
diesen Aufenthalt im andischen Hochland. Zusammen mit Hansruedi haben wir
gestern abend den Inka Trail gefeiert und wir fuehrten sehr interessante Gespraeche.
Er ist auf einer 3-monatigen Suedamerika Rundreise und wir verpassen uns leider
am 15. Dezember in Ushuaia nur um wenige Stunden... Am spaeten Abend trafen
wir unsere amerikanischen Kolleginnen dann auf der Plaza de Armas, nachdem sie
von der viertaegigen Tour zur Inkastadt (im Regen) zurueckkehrten. Auch war der
Aufenthalt in der Hostal El Andariego (ein Geheimtip) mit Maria-Hilda und ihrem
Team eine Freude. Jeden Tag gabs irgenwelche Ueberraschungen, entweder zum
Fruehstueck Allerheiligen-Gebaeck, frische Fruechte oder Pisco sour zur hora feliz.
Zum Abschied steckte sie mir liebenswuerdig eine Tuete Mate de Coca-Blaetter in s
Gepaeck, fuer die Weiterreise mit dem Velo. Die Inkas trinken diesen Tee und kauen
die Blaetter zwischen den Zaehnen um dem Hoehenkoller zu trotzen. Heute Morgen
begleitete mich die Reisebuero Inhaberin persoenlich um 6:10 zum Flughafen. Beim
Flug von Cuzco nach Lima wurde ich fuer die Unanehmlichkeiten beim Hinflug
ueberrascht und upgegrated. Es war ein Genuss, das Fruehstueck im breiten Sessel
und aus Porzellangeschirr hoch ueber den Anden einzunehmen. Manchmal lohnt es
sich, sich entsprechend zu wehren.... Nun bin ich bis Morgen in Lima und freue mich
auf den Weiterflug nach Santiago um von dort aus wieder in die Pedale zu treten.
Das hat mir in den letzten Wochen schon ziemlich gefehlt. Lima ist eine
Industriestadt und hat im Vergleich zu Cuzco nicht so viel zu bieten.
02.10.29
Kultur im Herzen des Inka-Reiches
Gerne moechte ich Euch zu dieser so reichen und gehemnisvollen Kultur noch ein
paar Informationen nachliefern: Die spanischen Concuestadores entdeckten 1533 die
Inka-Metropole Cuzco. Von diesen Schaetzen ist heute nur Wenig zu erahnen. Doch
zusammen mit den bedeutenden Ruinen im Umland, allen vor an das einmalige
Macchu Piccu, uebt Cuzco eine magische Anziehungskraft aus. Einst Metropole des
Inka Imperiums, dann wichtiger Aussenposten des spanischen Weltreichs, ist die
Stadt heute die touristische Hochburg der Anden. Nirgendwo sonst in Suedamerika
liegen die Zeugnisse einer vergangenen Hochkultur, kolonialen Kirchen und Palaeste,
bunte Maerkte und atemberaubende Landschaften so dicht beieinander wie am
oberen Urubamba und im Hochtal von Cuzco. Daher erklaerte die UNESCO Cuzco und
Macchu Piccu zum Weltkulturerbe. Was den Spaniern verborgen blieb, entdeckt 1911
der amerikanische Wissenschaftler Hiram Bingham. Als erster Weisser entdeckte er
die Reste der Inka-Stadt Macchu Piccu. Dabei ahnte er nicht, welche Bedeutung
dieser Fund fuer die Nachwelt haben wuerde. Er war einem Indio-Jungen gefolgt, auf
der Suche nach dem letzten Zufluchtsort des Manco Inca und einem Goldschatz,
ueber den Legenden in Umlauf waren. In den Ruinen wurden viele Skelette und
Toepferarbeiten gefunden, der grosse Goldschatz jedoch nicht; ob die Stadt im 16.
Jahrhundert als Zuflucht vor den Spaniern diente, ist nicht geklaert. Vielleicht hielten
sich dort die Sonnenjungfrauen von Cuzco versteckt, denn es wurden fast
ausschliesslich weibliche Mumien gefunden.
02.10.28
Der Berg der Berge... Macchu Piccu
Unter kundiger Fuehrung war nun der Besuch der sagenumworbenen und lange Zeit
verborgenene Inkastadt Macchu Piccu angesagt. In einer kleinen Gruppe von 8
internationalen Teilnehmern, kletterten wir den Steilhang auf dem Camino Inka,
entlang Ausgrabungsstaetten und Ruinen, Wasserfaellen und einer wunderbaren
Rundsicht Richtung Winaywayna, unserem ersten Tagesziel hinauf. Das Wetter war
sehr angenehm, leicht bewoelkt und rund 20 Grad warm. Uebernachtet wurde dann
in der Hostal Winaywayna, einer Art SAC Huette mit einem bescheidenen Komfort aber zumindest unter Dach. Am naechsten Morgen war um 4:00 Uhr Tagwache
angesagt um den Sonnenaufgang ueber Macchu Piccu zu erleben. Soweit kam es
jedoch nicht, denn die ganze Nacht hatte es geregnet, gedonnert und geblitzt, und
zum Glueck waren wir in der Huette und nicht wie viele Kolleginnen und Kollegen im
Zelt... Aus dem Sunrise wurde leider ein hiking in the mist... Am fruehen Morgen war
bei allen Teilnehmern eine leise Enttaeuschung zu spuehren, hatten sich doch alle so
lange auf diesen Tag gefreut... Nach einer ca. 2stuendigen archeologischen Fuehrung
durch die Ruinen der Inkastadt lichtete sich der Neben und Macchu Piccu war in einer
wundervollen, mysthischen Stimmung zu erleben. Am Nachmittag folgte dann der
Aufstieg zum Wina Piccu, dem schoenen runden Berg mit einer einmaligen Rundsicht
auf die Ausgrabungsstaedte und die umliegenden Berggipfel, welche bis ueber 6000
m.u.M. in den Himmel ragen. So wurde der steile und zum Teil gefaehrliche Aufstieg
belohnt und die Energie auf diesem Berg war so intensiv zu spuehren. Der Absolute
Hoehepunkt des Tages! Unterwegs waren viele interessante Hiker aus der ganzen
Welt anzutreffen und die cosmopoliten Diskussionen auf der Rueckreise am Abend im
Zug haben diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis abgerundet. Macchu
Piccu ist bei einem Suedamerika Besuch sehr zu empfehlen, auch wenn es
mittlerweile zu einer Massentouristenattraktion geworden ist. Aber eben, die
geheimnisvolle und zu einem grossen Teil noch unerforschten Geheimnisse wirken
wie ein Magnet und nicht umsonst wird dieser Ort Berg der Berge in Suedamerika
genannt...
02.10.25
Auf den Spuren der Inkas
Nun bin ich seit zwei Tage in Cuzco und es ist herrlich. Zwar macht die Hoehe
zwischen 3.400 und 3.700 m.u.M. schon etwas zu schaffen, alles geht etwas
langsamer und das Biken wird schon fast zur Qual. Somit ist klar, dass die Spuren
der Inkas entweder per pedes oder mit einem lokalen Bus verfolgt werden
muessen... Vorgestern war Kultur und Geschichte in und um Cuzco angesagt. Die
vielen Kirchen, Museen und Kathedrale aus der Zeit der Spanier und die
geheinmisvollen Konstruktionen der Inkas waren ein Schmaus. Da die Valle Sagrado
(ca. 100 km mit einem Hoehenunterschied von rund 2000 m) mit dem Bike zuviel
war, buchte ich die Rundfahrt mit dem Bus. Die Fahrt fuehrte ueber den Markt in
Pisaq ueber Calca nach Urubamba und Ollantaytambo nach Chinchero und nach fast
10 Stunden wieder nach Cuzco. Unterwegs war ich mit zwei amerikanischen
Krankenschwestern und Hansruedi, einem Schweizer CFO unterwegs. Auch hier
wieder viele interessante Menschen und Gespraeche und ein spannender
Erfahrungsaustausch. Morgen dann folgt der 2taegige Aufstieg zum Berg der Berge,
dem Macchu Piccu. Ich freue mich sehr, diese verborgene und sagenumworbene
Inkastadt zu besuchen und diesen Spirit vor Ort zu erfahren. Auch wenn es
mittlerweile eine Touristenmassendestiantion geworden ist, alle Besucher
schwaermen von diesem Ort nach Rueckkehr in die Stadt. Naechste Woche habe ich
sicher ein paar spannende Geschichten auf Lager. Also. hasta luego. Sil
02.10.22
Abenteuerreise nach Cuzco
Dass es eine lange Reise wuerde, war gemaess Routenplan klar; der Umweg von
Cancun ueber Mexico City nach Miami und dann nach Lima war von Anfang an ein
Abenteuer aber es kam noch viel besser... Da AeroMexico in Miami verspaetet
ankam, konnte ich den AA Anschlussflug um Mitternacht nur noch mit Muehe
erreichen, natuerlich ohne Gewaehr, ob Bike und Gepaeck mitkommen wuerden...
AA schaffte dann die Verspaetung auf ueber 3 Stunden zu verlaengern und der
Anschlussflug in Lima war dann wohl verpasst. Da der naechste Taca Flug nach
Cuzco erst wieder am Freitag fliegen wuerde, wurde ich von Schalter zu Schalter
geschickt um nach einer Loesung zu suchen, selber versteht sich. Nach einem kurzen
und deutlichen Gespraech mit dem Supervisor hiess es dann auf einmal - un
momentito por favor, senor - und der Alternativflug war geregelt, zumindest der
Abflug... Nach einer halben Stunde meldete der Captain, dass wir wegen
technischem Defekt umgehend nach Lima zurueckfliegen muessten und dass er so in
Cuzco nicht landen koennte. Nachdem das Triebwerk oder ein Teil davon
ausgewechselt wurde (es waren sicher 20 Techniker an der Maschine, was die
Effizienz sehr steigerte), konnten wir dann wieder einsteigen und abfliegen.
Unglaubich, ich habe mich niemals aufgeregt oder genervt, denn auf dieser Reise
habe ich viel an Geduld gelernt und an Weitsicht gewinnen koennen, was wichtig ist
und was weniger. Und nun bin ich gluecklich in Cuzco auf 3 400 m angekommen und
in einem kleinen Hotel im Zentrum einquartiert zu sein. In Baelde werde ich schlafen
gehen, denn ich weiss nicht ob die Reise oder die Hoehe ganz schoen muede machen
und deshalb wuensche ich allen una buena noche y hasta luego.
02.10.20
Mexico - time to say goodbye...
Zwei wunderschoene Wochen unter paradiesischen Bedingungen sind nun vorbei;
was bleiben sind schoene Erinnerungen und eine unvergessliche Zeit. Sonne, Beach,
erfrischende Drinks, Wassersport, Natur und Kultur und beste Gesellschaft. Der
Abschied von Gianni und Luca ist nicht leicht gefallen, jedoch mit der
Selbstmotivation, dass wir uns heute in 2 Monaten in der Schweiz wieder in die Arme
fallen werden, hat uns drei stark gemacht und der Trennungsschmerz wird sich mit
Sehnsucht und Telepathie abloesen. Esther, Kurt, Dominic und Lusti moechte ich fuer
die tolle Zeit nochmals herzlich danke sagen, wir hatten eine wunderbare Zeit im
Land der Mayas. Morgen gilt es fuer mich wieder ernst; kein all inclusive, kein
Luxushotel sondern wieder in die Pedale, respektive erst in s Flugzeug (fuer ca. 20
Stunden) von Cancun ueber Mexico City nach Miami, Lima bis zum Ziel Cuzco. Hasta
luego Mexico, hola Peru.
02.10.16
Paradies pur (by Lusti)
Wir geniessen hier eine ganz tolle Zeit, erholen uns am Strand unter Palmen, dazu
einen feinen Drink von der Poolbar, die Kids bauen Sandburgen, wir versuchen uns
im Kajakfahren. Im Naturpark XCaret tauchten wir durch den unterirdischen Fluss
(wie holt man durch den Schnorchel Luft???) dann entdecken Gianni, Luca und
Dominic die Riesenschildkroeten, Katzenhaie, Manatees (Seekuehe), Zebus,
exotische Voegel und Schlangen und vieles mehr. Am Abend dann eine gigantische
Show ueber die mexikanische Geschichte und Folklore. Ein Feuerwerk von ueber zwei
Stunden und am Schluss zufriedene aber auch etwas muede Gesichter! Zu all dem
auch ab und zu eine Shopping Tour nach Playa del Carmen und Morgen noch einen
Ausflug auf die Insel Cozumel. Jetzt wirds allmaehlich heiss, und uns ziehts wieder
an den Strand. Schoene Zeit Euch allen - Lusti, Muellers und the Monns.
02.10.09
Like in paradise...
Playa del Carmen/Mexico, Sonnenschein, Wassertemperatur 29 Grad, tolles Hotel,
gute Kueche und feine Drinks am Pool... und eine wunderbare Gesellschaft. Wie
geniessen eine Zeit wie im Schlaraffenland, Gianni, Luca und Dominic sind fast die
ganze Zeit im karibischen Meer oder im Pool oder sind sonst aktiv. Lusti, Esther, Kurt
und ich geniessen das dolce far niente mit relaxen, sportlichen Aktivitaeten und
kulturellen Ausfluegen auf den Spuren der Mayas. Details hasta pronto.
02.10.05
Cancun
Eigentlich bin ich diese Tage hier in Cancun und warte, bis ich morgen endlich nach
Playa del Carmen umziehen kann um dann am Abend die Boys in die Arme nehmen
zu koennen. Ich bin so froh, Luca und Gianni nach drei langen Monaten endlich
wiederzusehen und wir werden zusammen mit Lusti, Esther, Kurt und Dominic eine
tolle Zeit in Mexico verbringen. Die Voraussetzungen dazu sind gegeben:
tuerkisblaues Meer, Palmen und zuckerweisser Strand und Temperaturen ueber 30
Grad... die Tage hier in Cancun habe ich mit Biken, Kraftraining, Lesen und Relaxen
verbracht; die Leute sind sehr gastfreundlich und wir werden die naechsten 2
Wochen in vollen Zuegen geniessen.Hasta pronto!
02.10.01
Lilli was here...
Seit wenigen Stunden bin ich in Mexico und schon ist der erste Sturm vorbei; Lilli,
oder zumindest ein Hauch davon hat heute Nachmittag kurzerhand die Strassen von
Cancun in Fluesse umgewandelt. Im Landesinnern wurden Palmen wie Zuendhoelzer
geknickt und die bereits vom Hurican Isidore heimgesuchte Yucatan Hauptstadt
Merrida musste wieder daran glauben... Der Sturm zieht jedoch nach Norden
Richtung Texas und sollte hier Entwarnung geben, sicher ab Sonntag, wenn die
grosse Schweiz Delegation erwartet wird...
02.09.30
Thank you America & Canada
Last day in North-America but definitly not the last one... day to say good bye and
THANK YOU. Thank you for the great time and adventure and a warm thanks to all
the nice and friendly people and frinds from on the way from Alaska, Yukon, British
Columbia, Vancouver Island, Washington, Oregon and to California I have met on
this beautiful adventure until now. The approach, the hospitality and friendship will
be just a great experience for life! Now, starting the second part of this trip in
Central- and South America, there will be a different approach... Viva la vita latina...
02.09.30
On the way to Cancun
Quick note und beste Gruesse vom Zwischenstopp in Dallas. Alles o.k.
02.09.26
Rancho Santa Fee, San Diego
Nach 7000 km Panamericana bin ich nun am letzten Meilenstein in den USA
angekommen; San Diego, die wunderschoene Stadt am Pazifik mit Hafen,
Wolkenkratzern, Oldtown, Shoppingmalls und einem Flughafen mitten in der Stadt...
und nicht zu vergessen natuerlich der weltberuehmte San Diego Zoo. Habe Gianni
und Luca versprochen, diesen zu besuchen und ueber die dort lebenden Tiere zu
berichten. Zur Zeit bin ich noerdlich von San Diego in Rancho Santa Fe bei Liam O
Neil und geniesse die paar Erholungstage mit Ausfluegen und Beinehochlagern bis
die Reise am Montag ueber Dallas und Mexico City nach Cancun fuehrt. Bye bye
America - Mexico ole!
02.09.24
Huntington Beach - Californian Gastfreundschaft
Nach den tollen Tagen in L.A. auf dem Weg nach San Diego, wo ich ein paar Tage bei
Lean, einem Freund von Katharina und ehemaliger Irischer Footballprofi wohnen
darf, traf ich gestern einen Biker suedlich von L.A. und als ich ihn nach dem
naechsten Campground oder Motel fragte, meinte Tom - er arbeitet beim American
Red Cross und ist begeisterter Biker, I would be happy to invite you at my house and
present you to my family... - Dieser Satz ist mir nun so oft in den letzten Wochen
begegnet und es ist eine offene und gastfreundliche Art, was die Leute hier so
einmalig macht. Natuerlich sind alle fasziniert von meiner Reise und moechten alle
Erlebnisse und die Details erfahren, jedoch ist es ein wichtiger interkultureller
Austausch und es ist eine gute Gelegenheit die Schweiz und unserer Kultur der
amerikanischen Mentalitaet naeherzubringen...
02.09.23
Bye bye L.A.
Die paar Tage in L.A. waren einfach grossartig! Nicht nur die Gastfreundschaft von
Roli, Eric & Wicky sondern der ganze Way of life war einmalig. Die Geschichten von
Bikekollegen, die sich in dieser Riesenstadt nicht zurechtgefunden haben, ist nicht
eingetroffen, obschon die Stadt primaer fuer Cars auf grossen Highways konzipiert
ist. Da ist jedoch von Santa Monica bis fast suedlich von L.A. entlang der Beach ein
schoener Bikepath durch Venice, Manhattan-, Redondo-, LongbBeach und wie sie alle
heissen, was das Radfahren wirklich zur Freude macht. Gestern Sonntag war ich mit
Roland in Hollywood auf den Spuren der grossen und kleinen Stars und nach dem Big
commerce sind wir dann ueber die Mullholland Krete mit einer wunderbaren Aussicht
ueber die Stadt und Richtung Norden in s Valley ueber Sunset Boulevard nach
Beverly Hills und weiter ueber den Santa Monica Boulevard nach Santa Monica
zurueck. Am Tag davor besuchte ich das Getty Center mit der einmaligen
Architektur, Kunstausstellungen und Gartenanlagen. Nach dem Abschied bei Roli
habe ich mich mit Maja zum Brunch in Venice Beach getroffen. Thank s L.A. and all
good friends! - it was a great time!- Nun bin ich unterwegs Richtung San Diego und
werde heute wieder in einem State Park an der Beach im Zelt uebernachen, um
dieses Gefuehl von Abenteuer inmitten der Surfboys & -girls nicht zu verpassen...
02.09.20
Santa Monica & L. A.
Nach einigen wunderschoenen Tagen entlang der Kueste bin ich gestern zum 2. Mal
nach der Kurzvisite von letzter Woche happy in Santa Monica - und diesmal mit dem
Bike - angekommen. Ich bin bei unserem ST Freund Roland Ottiger bis anfang
naechste Woche einquartiert und werde ein paar schoene Tage mit Hollywood,
Beverly Hills und Baywatch verbringen... Es ist schoen, wieder einen Meilenstein
dieser wunderbaren Reise erreicht zu haben und ich bin nachwievor so gluecklich
ueber den Entscheid, dieses Abenteuer angetreten zu haben. So viel Substanz, so
viele Eindruecke und positive Erlebnisse... Naechste Woche geht es weiter Richtung
San Diego und am 30. September geht die Reise per Flug nach Cancun weiter, wo
ich endlich Gianni und Luca zusammen mit Lusti, Esther, Kurt und Dominic treffen
werde. Ich kann es kaum erwarten. Juhui!
02.09.20
Gianni & Luca...
Die Boys sind ja ein wichtiger Bestandteil dieser abenteuerlichen Reise. Nicht nur in
der Vorbereitung und Organisation, nein vor Allem waehrend der Reise ist kein
Telefongespraech gespickt mit allen moeglichen Detailfragen betreffend wo, was,
wann und wie genau. Wenn es sich um Tiere oder Natur handelt, so moechten sie
alle Details wissen und ich muss mir jedes Insekt oder Meeressaeugetier genau
anschauen, um die authentischen Informationen in den Origanlfarben und -groessen
weitergeben. Es ist so schoen, dass sie die Moeglichkeit haben, dieses Unterfangen
zu verfolgen und schon bald 1 zu 1 in Mexico miterleben.
02.09.18
Santa Barbara
Nachdem Jeremia und Gilles ihre Relaxing Days genossen, bin ich Vorgestern und
Gestern rund 300 km geradelt um fuer die Zeit in und um L.A. genuegend Zeit
geniessen zu koennen. Es war eine wunderbare Strecke und ich habe jeden km
ueber San Simeon, Morro Bay San Luis Obispo, Prismo Beach ueber Lompoc bis zum
Refugio St. Beach, wo eine Gruppe von begeisterten RV Campern mit einem
Nachtessen und erfrischenden Getraenken warteten. Die Nacht an der Beach mit
dem beruhigenden Wellengang war erholsam und Kraeftetankend. Am Vorabend
wurde ich von zwei Studenten und Velorennfahrern eingeladen, anstatt den
naechstgelegenen Campground aufzusuchen. Nun bin ich in Santa Barbara und
werde voraussichtlich morgen in Santa Monica sein.
02.09.16
Highway No 1
Diese Strecke war wohl sicher, dass ich mit dem Bike abstrampeln werde... Somit
bin ich bis Monterey mit dem Auto gefahren und ab dort wieder in die Pedale zu
steigen. Am Samstag fand auch noch ein Triathlon in Monterey statt und ich waere
so gerne gestartet, da ich jedoch keine richtigen Laufschuhe dabei hatte, musste ich
leider passen (...) Auf dem Weg habe ich dann Jeremias, einen sympathischen
deutschen Studi kennengelernt und wir haben die naechste Etappe zusammen in
Angriff genommen, entlang der wunderschoenen Klippen, schroffen Felsen und einer
einmaligen Aussicht genossen und schlussendlich in Big Sur das Camp
aufgeschlagen. Unterwegs haben wir unserem Bike Freund Tony im Kloster in Big Sur
einen Besuch abgestattet und die Kultur und das Leben hinter den BenediktinerKlostermauern zu erfahren. Eindruecklich, diese Stille und Disziplin. Am naechsten
Tag waren hat sich dem Eurepean Summit-Team Gilles aus Frankreich angeschlossen
und wir haben am Abend ein Dreilaender-Menu genossen. Waehrend der Fahrt haben
wir einem wunderschoenen Condor zugeschaut, wie er sich von der Thermik an den
Felsen emporschweben liess und kurz darauf hat uns ein mykrokleiner Kolibri
Gesellschaft geleistet, was fuer ein Kontrast... Heutiges Ziel ist San Luis Obisto um
dann in drei Tagen wieder in Santa Monica zu sein.
02.09.16
Abstecher nach L.A.
Nach den tollen Tagen mit Katharina in San Francisco habe ich Urs, meinen
ehemaligen Amsterdam Bigboss in L.A. getroffen. Kurzentschlossen, habe ich ein
Auto gemietet und um ein tolles Wiedersehen mit Urs moeglich zu machen. Wir
hatten uns sehr viel zu erzaehlen und es hat sich mehr als gelohnt. Herzlichen Dank
Katharina und Urs, bin sehr stolz, fuer solche Chefs gearbeitet zu haben.
02.09.11
Gedanken zum 9 - 11
... Heute vor einem Jahr hat der schreckliche Terroraschlag auf das World Trade
Center in NY und auf das Pentagon die Welt veraendert. Die Bekaempfung des
Terrorismus ist angesagt, die Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen sind ueberall
in den Staaten massiv verstaerkt worden und ueberall ist Allertstufe rot angesagt.
Heute nun, ein Jahr danach sind die Emotionen wieder freigelegt. Hier in San
Francisco - wie auch in fast allen US Staedten - wird auf dem Washington Square
oder anderen Plaetzen fuer alle 3037 Opfer eine US Flag gesteckt und ueberall
stehen die Fahnen auf Halbmast um den Opfern zu gedenken und die Stimmung ist
gedrueckt. Warum koennen wir nicht einfach in Frieden miteinander leben? Das
Leben koennte so schoen sein, ohne Hass, ohne Krieg... Miteinander, fuereinander,
just in Peace...
02.09.10
Trendscouting mit Katharina
Seit gestern ist Katharina in San Francisco und wir geniessen eine tolle Zeit in dieser
wunderschoenen Stadt. Heute war nun Trendscouting Downtown angesagt. Nach
einem intensiven Tag auf der Suche von Neuheiten und Innovationen von Shop to
Shop, Innendeko, Kleider, Gadgets und neuen Ideen waren wir am Abend richtig auf
den Felgen, mehr als nach einem 140 km Tag auf dem Bike... Nein, es war ein
wunderschoener Tag und wir hatten auch Zeit fuer Mario Bottas wunderschoenem
Museum of Modern Art zu besuchen.
02.09.08
Swiss Flag & Alaska Plate
Hinten auf dem Gepaeck habe ich stolz eine kleine CH-Flagge und darunter ein
Alaska Gouvernor Plate montiert. Dies ist natuerlich sehr oft Anlauf fuer
Gespraechsstoff und neben den vielen Gespraechen auf den Camps, vor dem
Supermarket oder am Rotlicht rufen sehr oft Leute aus dem fahrenden Auto zu und
gratulieren oder erzaehlen von ihren schoenen Erinnerungen oder Beziehungen zur
Schweiz. Es ist ein schoenes Gefuehl, als Swiss-Bike-Ambassador fuer unser
schoenes Land auf eine unkonventionelle Art Werbung zu betreiben und es liegt
einfach im Blut, diese Message fuer unser Ferienland rueberzubringen... Die
Uebernachtungszahlen werden es in den kommenden Jahren dann bestaetigen... Urs
Eberhard und Swiss Tourism werden sich sicher freuen.
02.09.08
San Francisco
Gestern konnte ich voller Stolz bei Sonnenschein und guter Verfassung die Golden
Gate Bridge mit dem Bike ueberqueren. Was fuer ein tolles Gefuehl, wieder einen
schoenen Meilenstein dieser Reise erreicht zu haben. Ich bin richtig stolz! Nach dem
Abschied von Liz und Bob wurde ich noch von einem Journalisten der Healsburg
Tribune und der Windsor Times interviewt und fotografiert bevor ich dann die 130
km bis nach Angel Island unter die Raeder nehmen konnte. Aber eben, alles braucht
seine Zeit und so auch das Interview am Morgen, dann kam natuerlich auf der Fahrt
nach Petaluma der Gegenwind und so geschah es, dass ich die letzte Faehre von
Tiburon nach Angel Island verpasste und es wurde auch lansam schon dunkel... Auf
der Suche nach Plan B, versuchte ich mich in diesem Stadtteil mit dem Stadtplan zu
orientieren, wo mich Charly, ein Fotograf und passionierter Biker mich ansprach und
meinte, in diesem schicki-micki Quartier seien die Hotelpreise sehr teuer und er bot
mir an, bei ihm auf dem Sofa zu uebernachten. Somit konnte ich relaxt am
naechsten Morgen die letzten Meilen antreten und nun bin ich in der Hostel in San
Francisco. Am Montag dann kommt Katharina von Chicago und wir werden sicher ein
paar schoene Tage in dieser tollen Stadt verbringen!
02.09.05
Geburtstagsgeschenk: Weingut
Ich bin seit gestern bei Liz und Bob in Healsburg zu Gast und geniesse eine
wunderschoene Zeit. Heute durfte ich meinen Geburtstagswusch einloesen und einen
Tag auf einem wunderschoenen Weingut verbringen. Auf der HOP KILN Winery durfte
ich bei der Weinernte mithelfen und wurde von den Eigentuemern Joyce und Martin
Griffin betreut und herumgefuehrt. Es war ein einmaliges Erlebnis und ich bin um
einige Erfahrungen und Weisheiten reicher geworden... Morgen geht es dann ab
Richtung Bay und San Francisco.
02.09.04
Birthday
Herzlichen Dank fuer die vielen Geburtstagswuensche, Mails, Telefone & SMS. Stosse
mit Freunden in Healsburg/Sonoma Valley auf Euch an. Cheers!
02.09.03
Find your way...
Apropos Gastfreundschaft; gestern Abend als ich hungrig und muede nach einem
Nachtlager Ausschau halten wollte, hat mir die freundliche Rangerin von Armstrong
National Park netterweise einen Campground empfohlen, den es gar nicht mehr gibt
und nach 15 Miles als ich den lokalen Sheriff nach einem Camp fragte, meinte er, ich
soll einfach nach Sebastopol, da finde ich alles... Gesagt, getan; es war mittlerweile
8:30 und noch kein Nachlager in Sicht, als ich einen netten Mann vor dem Haus
ansprach und er meinte, dass es noch so weit sei und er mir ein Gaestebett
anzubieten haette und er sowieso noch kochen wolle. So hat sich die Geschichte zu
einem Happy End ergeben und wir haben bis tief in die Nacht diskutiert. Heute werde
ich bei Freunden, die ich an der Coast kennengelernt habe, Gast sein.
02.09.03
Sunny Mendocino Coast
Kurz nach den Redwoods habe ich Tony, einen jungen Moench auf dem Fahrrad
getroffen. Zusammen sind wir die letzten drei Tage langs der wunderschoenen
Kueste ueber Fort Bragg (danke Andre, guter Tip!), Mendocino, Gualala und Jenner
auf kurvigen und kuestigen Strassen gefahren. Malerische Klippen,
Meeressaeugetiere, frisch duftende Eukalyptusalleen und viele interessante
Gespraeche ueber Weltanschauung, US Politik, Glauben und Radfahren haben uns
waehrend dieser Tagen begleitet, abseits von Telekommunkation und Internetcafes
in wunderschoener Landschaft. Seit gestern bin ich Richtung Santa Rosa, Sonoma
und Napa Valley unterwegs. Es ist Weinernte und etwas Geschichte ueber die edlen
kalifornischen Trauben angesagt, respektive Erweiterung der Weinkunde... In Fort
Bragg fand an diesem Wochenende in der Brauerei ein Bierfestival statt und am
Sonntag wurden wir von den Mendocino Firefighters zum Pancakes-Brunch
eingeladen. Ueberhaupt sind die Leute hier sehr Gast- und Kontaktfreudig und
manchmal muss ich die Ruhe richtig suchen.
02.08.29
Breakdown...
Seit gestern hatte ich ein ungutes Gefuehl im Magen... Das Hinterrad rollte nicht
mehr gleichmaessig und ich wusste, da stimmt was nicht. Nun bin ich in Arcada,
einer Kleinstadt noerdlich von Eureka angekommen und bin gleich zum Bikedoctor
und er hat diagnostiziert, dass die Felge an drei Stellen gebrochen ist, respektive die
Spreichen demnaechst durchgebrochen waeren. Was fuer ein Pech, respektive
Glueck, dass es hier passierte und nicht irgendwo in den Pampas. Dies sind wohl die
Spaetfolgen vom Alaska- und Cassiar Highway. So habe ich wieder etwas Zeit, mich
mit Internet und Shopping zu beschaeftigen, bis die Reparatur in 2 oder 3 Stunden
gemacht ist. Heute morgen konnte ich an der Kueste bei Patricks Point den
Grauwalen auf der Fischjagt und den Walroessern bei der morgendlichen Konferenz
zuschauen. Wenn das Bike wieder flott ist, geht die Reise heute noch weiter und
sonst halt erst morgen. Was solls...
02.08.28
Heros...
Seit Grants Pass bin ich in der high-fire-danger-zone. Hunderttausend Hektaren Wald
und Bush fielen dem Feuer zum Opfer. Die Luft ist grau-blau und es herrscht eine
gedrueckte Stimmung. Meine Stimme war gestern abend ganz rauchig... Das Feuer
ist nun soweit die Aussagen - under control - und ueberall am Strassenrand, in den
Schaufenstern der Laeden und vor den Pubs und Saloons stehen grosse Schilder mit
den Worten: thank you firefighters oder fire crew, you are heros! Es sind wirklich
harte Burschen und mancher Gesichtsausdruck bestaetigt den Willen Kopf und
Kragen gegen das Feuer zu riskieren. Diese Szenen und Bilder haben mich sehr
beeindruckt, vor allem jedoch die Natur, die grossen Wunden, welche eine derartige
Feuerbrunst hinterlaesst, Flora und Fauna flach am Boden und bis zu 30 - 40 Jahren,
bis es wieder einigermassen nachgewachsen ist. Mittlerweile bin ich in Kalifornien an
der Kueste in Crescent City gelandent und gestern konnte ich bereits den 5000sten
km feiern! Am Abend, beim Mexikaner haben wir darauf angestossen und die ganze
Service- und Kuechenbrigade stand Spalier und bestaunte das Bike und waren
beeindruckt von dieser Reise und natuerlich ueber den Besuch in Mexico!
02.08.26
Grants Pass
So, nun bin ich wieder im Trott mit den einsamen Distanzen und der Schnitt von 120
bis 140 km ist wieder Alltag. Gestern beim Aufstieg Richtung Grants Pass habe ich
mich am Anfang so richtig ueber die Steigungen gefreut und fuehlte mich grossartig.
Dazwischen wurde ich von netten amerikanischen Freunden, die ich am Vorabend auf
dem Camp kennengelernt hatte auf eine Erfrischung im Luxuscamper eingeladen und
die km flogen nur so dahin... Beim 4. Aufstieg bei allmaehlich 35 Grad kam das
unwohle Geraeusch psssssttttt und ich konnte bei gluehender Hitze den Vorderreifen
reparieren. Auf dem Highway liegen oft Glassplitter, davonfliegende Truckteile und
andere spitzigen Gegenstaende rum.... die wirklich nicht auf den Highway
gehoeren... Na ja, ich war dann umso gluecklicher, in Grants Pass anzukommen und
nach einer erfrischenden Dusche stand ein NY Steak mit Salat, Gemuese und
Kartoffeln mit einem erfischenden Alaska Beer auf dem Menu. Jeder Preis hat seinen
Fleiss... Herzlichst. Sil
02.08.24
Gefuehle eines einsamen Bikers...
Ja, heute morgen galt es Abschied zu nehmen; Sandy und Noel nach Norden, ich
nach Sueden... eine schoene Woche ist vorbei, eine naechste folgt... Ganz einfach oder eben doch nicht? Heute habe ich mich auf der Fahrt nach Sueden immer wieder
gefragt: was mache ich hier eigentlich? Wieso, warum und ueberhaupt... Ja, neben
den vielen Hochs, sind auch Gefuehle und Emotionen, Sehnsucht, Wuensche
nachdem wo Du eben im Moment nicht hast. Am groessten ist sicher die Sehnsucht
nach Gianni und Luca, meiner Familie und Euch, meinen tollen Freunde!
Gluecklicherweise koennen wir auf diesem Weg kommunizieren und ich fuehle mit
jedem geschriebenen Wort wieder einen Funken Freude und Elan, an diesem
Unterfangen festzuhalten. Aber auch die Einsicht, dass jede Medaille zwei Seiten
hat... Dies zu verstehen ist jedoch nicht immer einfach, jedoch ist das Gefuehl
danach wieder umso schoener. Dies soweit zu den feelings... Vor drei Tagen waren
wir in der Columbia River Gorge auf einer Reittour. Fuer Sandy ein Kinderspiel fuer
Noel und mich jedoch ein Gefuehl, gewisse Koerperpartien neu entdeckt zu haben...
ganz ein anderes Gefuehl als auf einem Bikesattel. Danach fuehrte die Reise ueber
Mount Hood ueber fruchtbare Landschaft, Steppen, Wuesten, Lava und Regenwald
ueber den McKenzie Pass nach Eugene. Morgen wird dann der Grants Pass eine neue
Herausforderung und ab Dienstag ist dann bereits California, die Nordkueste
angesagt.
02.08.20
Portland, Oregon
Nachdem wir sunny Victoria und Canada verlassen haben, sind wir mit der Faehre
nach Port Angeles gefahren und um den Olympic National Park durch Washington
State auf dem 101 gefahren. Wunderschoene Landschaft, Regenwald mit
Riesenbaeumen, und kein Regen (im Regenwald...) jedoch morgens und abends
kommt dann Bewoelkung vom Meer her und es geht ein frischer Wind. Seit letzter
Woche ist es wie Ferien; wir waecheln uns mit Fahren ab und geniessen jeden Abend
kulinarische Hoehenfluege. Wie wird das wohl ab Ende Woche.... kein Luxuscamper
mit kompletter Infrastruktur und der freundschaftlichen Begleitung... Ab dann heisst
es wieder Gaskocher, Pankaces, Spaghetti oder Linsen al dente und das Abenteuer
geht weiter. Heute sind wir von der Kueste nach Portland gereist um morgen mit
Sandy in den Sattel zu steigen, diesmal jedoch hoch zu Ross... Mal sehen wie der
Unterschied zwischen biken und reiten wird... Naehere Angaben folgen... Also, bis
dann. Herzlichen Gruesse.
02.08.16
Mit Sandy & Noel on the road
Sandy & Noel sind gluecklich in Canada angekommen und wir sind nun von
Vancouver mit der Faehre nach Vancouver Island von Nanaimo in die Hauptstadt
Victoria gefahren. Sandy und Noel haben gestern die erste Tagesetappe auf dem
Bike gut ueberstanden und heute sind wir auf dem Weg nach Port Angeles und
Einreise in die USA. Details folgen in Baelde. Liebe Gruesse vom Menage a trois...
02.08.13
Big City of lights...
Vancouver ist einfach grossartig. Ich geniesse jeden Augenblick, die schoene,
gepflegte Atmosphaere, die Landschaft zwischen Meer und Berge, Downtown,
Kulinarische Hoehenfluege (im Vergleich zu den Tagen auf dem Cassiar Highway ein
Paradies...) und die vielen netten Leute. Das Wetter spielt total mit, die Sonne
scheint und heute soll es 34 Grad werden. Dazu eine angenehme Brise vom Meer.
Aber anscheinend ist es nicht immer so, denn Vancouver wird oft auch Rain-couver
genannt aber wie auch immer ich sehe es als Fun-couver! Schon bald bin ich
unterwegs zum Flughafen um Sandy und Noel abzuholen und morgen geht es dann
ab Richtung der Britishen Metropole Victoria auf Vancouver Island, bevor wir
Richtung Staaten und den Highway 101 aufbrechen werden. Liebe Gruesse. Sil
02.08.12
Sunny Vancouver
Seit gestern Abend bin ich in Vancouver, der Perle von British Columbia. Eine Stadt
wo man sich wohl fuehlt, Harmonie zwischen Berg und Meer, Grossstadtfeeling und
verschneite Bergspitzen am Rande der Rocky Mountains im Hintergrund.
Multikulturelle Voelkermischung, sportliche und sympathische Leute - Gastown,
China- & Yadetown laden zum verweilen ein. Kulturell und kulinarische Abwechslung
aller Art und ein Way of life, einfach zum sich wohl fuehlen. Die Leute sind sehr
offen, sportlich (viele Jogger, Biker, Inlineskater und Schwimmer im Stanley Park),
weltoffen und immer fuer einen Chat zu haben. Vom Capilano Campground ist es nur
gerade ein Katzensprung ueber die Lions Gate Bridge (mit Bikeroute), quer durch
den Stanley Park bis nach Downtown. Einfach grossartig. Ich geniesse die zwei Tage
in vollen Zuegen und morgen Abend kommen dann Sandy und Noel. Ich glaube, sie
freuen sich sehr und wir werden dann mit der Faehre wieder nach Vancouver Island
nach Victoria reisen, bevor wir dann Richtung Port Angeles in die Staaten auf den
Highway 101, der wunderschoenen Kuestenstrasse durch Washington, Oregon und
die Redwoods Richtung California reisen. Viel Sonnenschein und die besten Gruesse
aus dem herrlichen Vancouver! Bis bald. Euer Sil
02.08.10
Hi von Whistler
Bin soeben in Whistler Village eingetroffen und schicke Euch von diesem
nordamerikanischen St. Moritz (nicht ganz, einfach etwas amerikanischer ...) die
besten Gruesse. Wow, ein eindruecklicher Wintersportort und der Unterschied zu
unseren Skigebieten liegt wahrscheinlich am Champagne-powdersnow und am
unterschiedlichen Way of life... Auch die Animation mit vielen jungen Downhill Biker
und einer Atmosphaere, da koennte sich manch Schweizer Kurort fuer den Sommer
ein Beispiel nehmen. Bin gestern von der Sunhshine Coast mit der Ferry nach
Horseshoebay gefahren und dann auf dem vielbefahrenen Highway 99 bis nach
Squamish gebikt. Ein Insiderkaf wo viele junge Sportler v.a. biken, klimben und
einfach ein Bisschen in sein koennen... Morgen geht es dann wieder zurueck und am
Abend moechte ich dann in Vancouver eintreffen. Am Dienstag kommen ja Sandy
und Noel an und dann geht es zusammen ueber Victoria nach Port Angeles in die
Staaten ueber die schoenste Kuestenstrasse auf dem Hwy 101 durch Washington,
Oregon nach Californien. Weitere Geschichten folgen in Baelde. Beste Gruesse. Euer
Sil
02.08.08
Moments aus dem Tagebuch
Sitze hier an einem kleinen Bach und mache eine kleine Erholungspause. Ein Stueck
Brot, Beef Jurk, ein Stueck Mozzarella - so ist er zumindest angeschrieben, denn es
schmeckt eher nach gummigem Emmentaler - dazu ein Coke, Nuesse und Karotten,
einfach so, als kleine Erfrischung. Das Umfeld, der Augenblick, es ist so intensiv und
schoen.... Warum eigentlich? Wenn Du den Moment richtig intensiv erlebst ist dies
ein wunderschoenes Gefuehl und ueberhaupt, ich habe in diesen Wochen gelernt,
dass es genau die Kleinigkeiten sind, die den grossen Unterschied ausmachen. Keine
Musik, welche ich sonst so gerne hoere, dafuer das Rauschen eines Baches, das
Tosen des Wasserfalls, das Gezwitscher der vielen Voegel... Just wunderfull - this is
the moment - here and now.
02.08.08
The Sunshine Coast...
Wow, wie es der Name schon sagt, dass muss wohl die Wiedergutmachung fuer die
vergangenen Wochen sein... Seit Ankunft in Port Hardy hat es Petrus mit nur
wenigen Ausnahmen wieder gut gemeint und es ist schon viel angenehmer unter
diesen Umstaenden zu reisen. Am Sonntag traf ich unterwegs Kirsten und Peter
unterwegs. Kirsten ist Sportfotografin u.a. am Ironman Zuerich und hat ein sponanes
Fotoshooting arrangiert. Die Resultate sehen toll aus - wer weiss, vielleicht schon
bald auf dieser Homepage zu sehen... Am Montag traf ich dann Pedro Oswaldo Lopez
Vega von den Kanarischen Inseln. Er ist auf Weltreise mit dem Bike unterwegs. Er ist
von Spanien ueber Frankreich durch die Alpen, u.a. auch ueber den Oberalp nach
Sedrun, weiter nach Oesterreich, Turkey, Irak, Iran, India, Thailand, Vietnam,
Australia und nun in Kanada. Wir haben dann am Abend im Bush campiert und bis
spaet in die Nacht spannende Geschichten erzaehlt. Am naechsten Tag haben sich
dann unsere Wege wieder getrennt, Pedro nach Norden ich nach Sueden, ueber
Campbell River nach Comox und mit der Faehre nach Powell River ueber eine
wunderbare huegelige Landschaft entlang der Sunshine Coast Richtung North
Vancouver. Es bleiben immer noch ca. 300 km bis dahin und ich moechte ja noch
den Abstecher ueber Whistler Mountain machen. Die hiesigen Leute sind beeindruckt,
alle sagen - wow it is only going UP... Im Moment bin ich in Sechelt in der Public
Library und schicke Euch allen herzliche Gruesse und viel Sonnenschein.
02.08.04
Vancouver Island
Happy Landing in Port Hardy, die noerdlichste Hafenstadt von Vancouver Island.
Nach einem erholsamen Tag auf der Faehre auf der Inline Passage mit viel Zeit zum
lesen, erholen und just relaxen, bin ich nun happy auf der Insel und werde die
naechsten Tage den noerdlichen Teil bereisen und dem 1. Teilziel schon sehr nahe.
Aufgrund der guten Verfassung und des Zeitvorsprunges bevor Sandy und Noel
ankommen, werde ich eine Rundreise um Vancouver ueber Whistler Mountain,
Kamloops und dann von Osten in die Big City reisen. Gestern haben wir vom Schiff
den Orkas und Grauwalen zugeschaut, wie diese wunderbaren Meeressaeugetiere
sich bewegen und Riesenspruenge machen, wow. Ansonsten alles o.k. Herzliche
Gruesse. Euer Sil
02.08.01
Nationalfeiertag und so...
Habe mich so sehr auf den 1. August gefreut, einerseits als stolzer Schweizer und
auf der anderen Seite, in Prince Ruppert zu sein und wieder einigermassen back into
civilisation... Aber alles braucht seine Zeit. Nachdem es die ganze Nacht geregnet
hatte und die dicken Tropfen, die vom Baum fielen, wo ich auf einer kleinen Picknick
Area Unterschlupf gefunden hatte - waren jeweils wie ein 1. August-Kracher oder
eine kleine Rakete. Dass noch per Zufall die Canadian Pacific CP Linie unweit von
diesem romantisch verregnetem Ort am Skeena River nachts auch noch laut hornte
und die 85 anhaengenden Wagen durchratterten, (ich kann Andre Ryf nun
verstehen, wieso er im Tessin im out in the green so schlecht geschlafen
hatte...)liessen den 1. August gut anfangen. Als am Morgen bei Abfahrt noch der
Vorderreifen platt war, wusste ich, es kann nur noch besser werden - und so ist es
auch gekommen; bin in einem kleinen B&B gleich am Hafen einquartiert, Mary, die
Hausmutter macht gerade frischgefangenen Lachs fuer den Winter ein und die Sicht
auf den Hafen ist toll. Morgen ist dann Ruhetag und am Samstag geht es um 06:30
auf die Faehre nach Port Hardy auf Victoria Island. Ich freue mich auf diese Insight
Passage, wo man mit etwas Glueck Orkas, Delphine und andere Wale bewundern
kann. Vorallem aber koennen sich die Beine von den vergangen 3500 km erholen
und das Bike kann auch wieder unterhalten werden. Liebe Gruesse aus Prince
Ruppert. Euer Sil
02.07.31
Viele nette Leute - nice surprise
Meet people und nette Gespraeche zu fuehren, ist sicher ein wichtiger Teil dieser
Reise; neben dem 0815 Gespraechen - where are you from, where are you goint
to... finden z.T. ganz interessante Begegnungen und Situationen statt. Sehr oft ist
die grosse Begeisterung fuer das Unterfangen, denn nur die allerwenigsten Kanadier
& Amerikaner wuerden sich so etwas zutrauen, womehr der Respekt ganz gross ist.
Oft entsteht durch ein Gespraech eine Einladung zum Nachtessen oder Fruehstueck,
zum Bier oder wie Gestern der Campingplatz-Waerter, der beim Verabschieden
aufstand und respektvoll den Hut zog, da er grosse Achtung vor solchen Leuten
habe. Anders heisst es immer you are a brave or great man und ich werde dann
ganz verlegen und antworte bescheiden - I m just a little biker following my way...
02.07.31
Moments - Gedanken eines Bikers...
Auszug aus dem Tagebuch... Daniela hat geschrieben, dass siedie naechsten 3
Wochen in Italien sein wird... Ich pedale im Rhytmus schon ueber 5 Stunden und obschon ich heute morgen mit Eggs & Pancakes gestartet bin, wuerde ich jetzt sehr
viel fuer einen Teller Spaghetti geben - egal ob ali olio, pesto oder bolognese. Oder
wie waere es mit feinen Gnocchi an einer Gorgonzolasauce, Penne all Arrabiata, dazu
einen feine insalata mista mit Aceto und Olivenoel, zur Hauptspeise una scaloppina al
limone mit Safranreis und zum Dessert eine feine panacotta mit frischen Fruechten.
Dazu einen reifen 87er Barolo und zum Schluss einen richtigen italienischen Espresso
mit Grappa... - Schwupps, der Traum ist weg, denn heute abend steht Cranberry
Beagles an einem Philadelphia Dipp, dazu Beef Jurk (wie bei den Indianern), frische
Ruebli, ein Snickers und ein paar Trauben auf dem Wildnis-Menuplan...
02.07.31
Hard times....
but they are over now.... I hope. Also, wo ich vor ueber einer Woche in Watson Lake
zum Cassiar Highway gestartet bin, wusste ich, da kommt was spannendes, etwas
aufregendes - beaten out of the tracks -. Ich war auf Paesse vorbereitet, lange
Aufstiege und auch nicht asphaltierte Strassen... aber es kam viel intensiver... Die
Strasse war steil, das ging noch, dazu kam ein giftiger, z.T. zermuerbender
Gegenwind, dann setzte Regen ein und die Temperaturen fielen ueber Nacht auf
rund Null Grad. Was fuer ein Gefuehl, wenn der Tacho sogar bei der Abfahrt und
volle Kraft in die Pedale unter 10 km/h sinkt...Es brauchte viel Ueberwindung, am
Morgen aus dem mittlerweile feuchtnassen Zelt zu kriechen, Feuer zu machen und
wenn ueberhaupt moeglich, einen Kaffee zu kochen. Alle paar 100 km kam dann eine
Petrolstation, wo heisser nordamerikanischer Kaffee (...) oder mit sehr viel Glueck
sogar mal Eggs & Bakon serviert wurden, ab und zu ein Campground und mit etwas
Glueck sogar eine Lodge wie beispielsweise in Iskut in der Bear Pow Lodge, wo ein
oesterreichisches Paar eine schoene Logde fuehrt und die Mutter hat mir dann
speziell am Nachmittag ein feines Menu gekocht. Danke! Oder in Bob Quinn - auf der
Karte gross eingezeichnet - wo sogar ein Bed&Breakfast aufgefuehrt wurde, kam ich
abends spaet an und fragte nach einem Zimmer... diese waren jedoch bereits von
den Strassenarbeitern fuer den ganzen Sommer gebucht und Eddy, der nette
Hausbesitzer, ein 68er Trucker und Harleyfahrer hat mir dann eine einmalige und
trockene, windgeschuetzte Schlafgelegenheit im Gewaechshaus zwischen Salat
Radieschen und Tomaten (!) organisiert, waehrend seine Frau eine tolle warme
Mahlzeit zubereitet hat. Das sind ganz intensive Momente und die Wertschaetzung ist
entsprechend gross. Einen Vorteil haben die tiefen Temperaturen - die Moskitos sind
rarer geworden, jedoch die wenigen Uebriggebliebenen sind umso giftiger. So hat
doch so ein freches Wesen genau am linken Handgelenk am Handschuhrand
gestochen, dass das Gelenk dick angeschwollen ist. Auch das geht vorbei. Auch das
Bike hat unter den Strapazen der letzten Tage gelitten, denn die Strasse glich z.T.
mehr einem Schlammstrich und manchmal half da nur noch die Grosswaesche im
Wildbach und - in dieser Gegend im wunderschoenen British Columbia muessen noch
echte Dinosaurier leben, denn solche Schlagloechen dieser Groesse koennen sonst
gar nicht entstehen. Mit den Baeren, wovon es hier 1000e gibt, habe ich mittlerweile
auch ein gutes Verhaeltnis, denn in den vergangenen Tagen habe ich ueber 20
Schwarzbaeren und einen Grizzly gesehen, und die einen auf 1 - 2 Meter Distanz am
Strassenrand. Wenn man diese schoenen Wesen nicht bedraengt und ihren
Lebensraum nicht stoert, sind sie ganz friedlich. Nun wieder halbwegs zurueck in der
Zivilisation habe ich mir gestern den Wildbart bei Annette im Barbershop schneiden
lassen - was fuer ein angenehmes Gefuehl... Dies waren wohl die hartesten 1000 km
in meinem Leben. Wuensche Euch einen HAPPY 1st of AUGUST und weiterhin viel
Spass.
02.07.23
Public Library Watson Lake - kurz vor dem Start
Bevor ich Richtung Cassiar Highway Richtung Sueden aufbreche, moechte ich Euch
erstens fuer die zahlreichen Eintraege im Guestbook bedanken. Es ist wie Benzin fuer
den Motor und ich moechte eigentlich alle persoenlich beantworten - aber die
kanadischen Leitungen sind soooooo langsam, dass einem dabei das Gesicht
einschlaeft, sofern ueberhaupt Computeranschluesse zu finden sind. Also, we stay
tuned und irgendwie klappt die Kommunikation dann schon. Ihr habt ja sicher sehr
vieles zu berichten, ueber die Sommerferien, wie lauft das Business oder ganz
einfach so. Also, fuer alljene die jetzt in die wohlverdienten Ferien reisen - viel Spass
und gute Erholung, allen Anderen einen wunderschoenen Sommer und. Keep cool.
Sil PS: kann mir einE SportsfreundIn noch die Resultate der Tour de France
durchgeben? Waere toll. Danke
02.07.22
37 Moskitos und Willy from Italy
Der Morgen hatte nicht so gut angefangen; ich war vom Vorabend am Lagerfeuer trotz Antibrumm - 37 mal gestochen worden, wenn ich mich dabei nicht verzaehlt
habe... So war meine Morgenstimmung noch nicht ganz top. Dies sollte sich jedoch
bald aendern, denn beim ersten Coffeebreak traf ich Bob, einen pensionierten
Uniprofessor, der mich gespannt ueber die Reise ausfrug und dann zu erkennen gab,
dass er mit Willy from Italy mit Begleitfahrzeug seit ein paar Wochen unterwegs sei
und Willy, eigentlich heisst er Gugliermo seit vielen Monaten von Uhshuaia/Argentina
auf der Panamericana unterwegs sei. Wir hatten einen unterhaltsamen
Erfahrungsaustausch und als sich dann zufaelligerweise der 69jaehrige Stan aus
Slowenien, der in NY lebt zu uns stosste und von seiner Panamericana Reise mit dem
Bike erzaehlte, so war der Tag schon bald zu ende... Spannende Geschichten...
Heute Montag hatte ich richtige Fluegel montiert, die Beine wollten so richtig in Trab
gehalten werden und so flogen die 140 km bis nach Whatson Lake nur so um die
Ohren. Ab morgen geht es dann ueber den Cassiar Highway Richtung Sueden und
schon bald wird Vancouver ins Visier stechen. Die naechsten Tage kann ich
wahrscheinlich nicht oft mailen, da die Ortschaften auf der Route sehr duenn
besiedelt sind... Aber das Motto lautet - no News are good news. Also bis zu den
naechsten Abenteuergeschichten...
02.07.21
Canadian way of life
Fruehmorgens um 8 sind wir Clerence und ich auf den See gefahren und er hat mir
die ganze Gegend erklaert und wo er im Herbst auf Moosejagt geht und wie das
einfach waere mit dem Boot und so. Fische haben wir zwar keine gefangen, jedoch
hat und Tracy ein feines kanadisches Fruehstueck mit allem drum und dran serviert.
Meine Reise fuehrte wieder zurueck auf den Alaska Highway weiter ostwaerts
richtung Teslin.
02.07.20
Between Whitehorse & Whatson Lake
Die Ueberraschung war perfekt und haette nicht groesser sein koennen. Nachdem ich
mich von den NY Kollegen vom Vorabend, die ein Jahr auf Weltreise sind
verabschiedet hatte, traf ich bei der Stadtausfahrt Richtung Alaska Highway einen
schwarzen PT Cruiser und ich staunte nicht schlecht, als es sich um Thomas Jenzer
von Sky Tours und Nicole handelte... was fuer ein Riesenzufall, dass wir uns genau
zur gleichen Zeit am gleichen Ort befanden - oder eben doch kein Zufall... Was fuer
eine Freude! Nicole und Thomas sind dann weiter nach Norden in die Wildnis
geflogen und ich Richtung Suedosten bis an die Johanns Crossing, wo ich von
kanadischen Campnachbarn zu einem feinen ZNacht eingeladen wurde und am
naechsten Tag solle es dann mit dem Schiff auf den See zum Fischen weitergehen...
we will see.
02.07.20
Aus den Gedanken eines einsamen Bikers
... die Sonne brennt heiss vom Himmel. Ein schoener Morgen auf dem Alaska
Highway - wie schon einige zuvor in den letzten 2 1/2 Wochen. Die Strasse
schlaendert ruhig durch die schoene Huegellandschaft, rauf und runter, immer
wieder. Die Voegel zwitschern und es riecht nach frischen Blumen. Auf der schoen
gebraeunten Haut bilden sich bei den langen Aufstiegen kleine Schweissperlen, die in
der Sonne wie Diamanten glitzern und bei der naechsten Abfahrt kuehl es wieder ab
und - blubbb, schon sind sie weg, die schoenen Gedanken...
02.07.18
Whithorse und so
Also, wie schon gestern erzaehlt, bin ich in Whitehorse gut angekommen und
mittlerweile wieder trocken und aufgewaermt. Nach einem saftigen T-Bone Stake
und einem Yukon Goldgraeber-Bier sah die Welt wieder ganz i.O. aus. Ueberhaupt,
dieser Ruhetag ist schon sehr wichtig. Die Beine koennen sich wieder erholen und
das Bike ist auch wieder fast wie neu. Alle Schrauben sitzen wieder fest und der
Hinterreifen neu und Kette und Stossdaempfer geschmiert. Fuer morgen ist alles
parat und ich werde fuer die kommenden 8 bis 10 Tage out in the bush sein. Die
Strasse soll die naechsten 100 km einigermassen passierbar sein. Ueber den zweiten
Teil will sich niemand so richtig ausdruecken... We will see. Ueber den Alaska
Highway weiter Ostwaerts bis zur Junction Sued Richtung Cassiar Highway in
Richtung Prince Ruppert oder Prince George. To be continued. See you.
02.07.17
Whitehorse, the capital of Yukon
Nachdem die taffen 200 km Staubpisten einigermassen ueberstanden sind, herrscht
im Moment ziemlich gewittriges Wetter ueber dem Yukon. Die letzte Nacht auf dem
Camping in Haynes Junction war von Blitz und Donner begleitet und als ich heute
morgen durchgefroren und pflotschnass mit dem Gemueselieferanten ein paar km
Richtung Whitehorse zwischen Blumenkohl, Salat und Zuckerrueben mitfahren
durfte, war ich uebergluecklich, einigermassen trocken nach Whitehorse zu gelangen,
wo ich die Nacht in einem kleinen, netten B&B verbringe. Hoffe, es geht Euch allen
auch gut, gruesse ich freundlich. Sil
02.07.15
15.-16.07.02
Mittlerweile ist Montag, und heute hat die 3. Woche angefangen. Unglaublich, dass
es erst 2 Wochen her sind, seit dieses Abenteuer begann. Irgenwie bin ich noch
voellig in der Schweiz - Gedanklich - und auf der anderen Seite schon ganz im
alltaeglichen Trott mit Etappen, Hochs- und Tiefs-, technischen- und
verpfegungstechnischen Fragen beschaeftigt... Im Moment jedoch machen die
Strassen in Yukon eher zu schaffen... den Strassenbau auf jeden Fall haben sie hier
nicht erfunden. Ueber 200 km Schotterpisten, Staubwolken oder wie heute nach
einem heftigen Gewitter schon eher Schlammstriche durch die Landschaft - aber
eben, irgendwie geht es immer - dann halt etwas langsamer. Man gewoehnt sich
banld an einen anderen Rhytmus und sowohl die Einheimischen sowie die zahlreichen
Radfreunde nehmen es mit der Zeit viel gelassener. Ich habe mich auch sehr daran
gewoehnt und es ist auch gut so. Es ist sehr schoen, mit Artgenossen, sprich
Velofahrer aus den Staaten, Canada, Japan, Italien, Deutschland, Oesterreich, GB
und andere Gedanken und Erlebnisse auszutauschen. Es ist jedesmal wieder eine
grosse Freude, kleine und grosse Tips auszutauschen. und miteinander zu
kommunizieren. Im Moment sitze ich in einer Bakery in Hajnes Junction, wo ich
gerade mit zwei tollen deutschen Kollegen Kaffee getrunken habe und Erfahrungen
ausgetauscht haben. Z.Z. zieht wieder ein heftiges Gewitter ueber die Gegend.
Schoen, in dieser Zeit mit Euch zu kommunizieren. :-) Vielen Dank fuer all Eure
Beitraege und freundlichen Kommentare, jedes Mal ein grosser Aufsteller und
Motivator auch dann weiterzumachen, wenns mal schwierig wird. Also, bis bald. Euer
Sil
02.07.12
11. - 14.07.02
Heute ist Freitag und ich habe soeben kurz vor Tok Junction die ersten 1000 km
erreicht. Kleine Sache - grosse Freude! Bis heute morgen bin ich mit Ikeya Kazuhiro,
einem japanischen Bikefreund den ganzzen Tag gefahren und wir hatten zusammen
eine gute Zeit. Am Abend hat er folgendes in sein Tagebuch geschrieben: the Swiss
fellow was very strong - or I am too soft... In der Nacht wurde ich auf dem kleinen
Campground um 5 Uhr von einem Laerm geweckt, wo sich zwei grosse Elchkuehe um
ein Kalb stritten und es war ein Schauspiel, diesen riesigen Tieren aus naechster
Naehe zuzusehen. Am darauffolgenden Tag bin ich dann alleine weitergezogen um
Richtung kanadische Grenze zu gelangen. Mit Erfolg, jedoch nicht ganz ohne
Zwischenfaelle... Der Alaska Highway ist mittlerweile zu einer regelmaessigen
Baustelle geworden und auch die Qualitaet laesst zu wuenschen uebrig... Dann kam
auch irgendwann zu erwartende psssssssst-Geraeusch - der erste Platte... Na ja, das
war dann relativ schnell repariert und als Kompensation darauf, ist mir ein
wunderschoener, wilder Weisskopfadler begegnet. Am naechsten Tag war ich dann
auch schon in Kanada im Staat Yukon und alles lief wie am Schnuerchen, ich war fit,
die Strassen am Anfang recht gut und ich hatte an der Grenze im Duty Free Shop
eine Flasche Bier gekauft, um daran am Abend genuesslich zu nippen. Denn die
Etappe war heute sehr lang; nach 170 km war dann das Nachtlager auch schon
aufgestellt und nun waere der Moment gekommen, aber... das Bier war nicht mehr
da, es muss wohl auf der Schotterstrasse irgendwann herausgefallen sein... es hatte
nicht sollen sein...
02.07.10
Startklar
Es ist 8 Uhr in der Frueh und ein reichhaltiges Fruehstueck mit Pancakes und
Sunnisideeggs von Mrs. Obrist warten schon bald in Energie umgesetzt zu werden.
Gemaess Routenplan und Etappeneinteilung, koennte Vancouver in ca. 20 Tagen
erreicht werden. Dazu kommen noch ein paar Erholungstage und es muesste
reichen, Sandy und Noel am 13.8. am Flughafen in Empfang zu nehmen. Hier im
B&B sind z.Z. chilenische Journalisten auf einer Reportage ueber die Geschichte der
Mayas und sie sind begeistert ueber das Projekt Panamericana und die Reiseroute,
welche auch z.T. von den Mayas stammt. Und natuerlich schwaermen sie von Chile,
dem grossen Land der Freiheit. Also good luck und happy day. Sil
02.07.09
Morgen ist offizieller Start zur Panamericana
Morgen Mittwoch ist der offizielle Start Panamericana ab Fairbanks Alaska mit dem
noch sehr weiten Ziel Feuerland. Let,s hope the best for it. Heute ist ein offizieller
Ruhetag und ich geniesse es bei Mrs Obrist, in einem schoenen Bed&Breakfast die
Beine zu schonen, die Moskitostiche und das Bike zu pflegen und die schoenen
Seiten von Fairbanks Downtown zu erkunden. Zur gestrigen Tour von Nanena nach
Fairbanks, welche mit 90 km als Kurztour zu bezeichnen waere, muss ich
hinzufuegen, dass es nur rauf und runter, Pass hier, Krete da, ging und der heutige
Ruhetag wie gerufen kommt. Die naechsten Tage fuehren ueber den Richardson- und
Alaska Highway Richtung Sueden. Die Tour fuehrt ueber North Pole (wo der
amerikanische Weihnachtsmann herkommt nach Richardson, Delta Junction Dot
Lake, Tok Richtung Whitehorse. Ziel ist es, am 13.8. im noerdlichen Raum von
Vancouver zu sein um dann zusammen mit Sandy und Noel fuer rund 10 Tage
gemeinsam Richtung Washington & Oregon zu radeln. All the best and see you soon,
folks! Smile. Sil
02.07.08
Fairbanks Day 3-5
Ein kurzes Lebenszeichen zurueck in der Zivilisation in der public library in Fairbanks.
Die ersten 615 km gehoeren nun der Vergangenheit an und die ersten Erfahrungen
sind gesammelt... Alles laeuft rund und das Radfahren macht richtig Spass. Viele
nette Freunde habe ich unterwegs kennengelernt, jedoch sind vor allem die Moskitos
die traeusten, wo sich die Freundschaft einseitig abspielt...)und ich darf den
interessierten Amerikanern gar nicht im Detail erzaehlen, wohin die Reise fuehrt,
denn sie sind so beeindruckt und in den kleinen Orten wird es als
Stammtischgespraech als News of the day gehandelt... Die Natur und die Landschaft
sind einfach wundervoll, die frische Luft und die Ruhe - abgesehen von ein paar
ledigen Trucks die vorbeibrummen, ist es wie im Traum. Apropos Traum... die erste
Bekanntschaft mit Baeren habe ich auch schon hinter mir - ich weiss zwar nicht wer
mehr Angst hatte, der Schwarzbaer oder ich - auf jeden Fall, der Baer ist sehr
schnell im Gebuesch verschwunden und ich bin noch schneller in die Pedale getreten.
Der Puls war wahrscheinlich bei ca. 180 oder so... Wunderschoene Elche und
Karibous, viele Voegel und Kleintiere sind staendige Begleiter auf der Reise. Vielen
Dank fuer die vielen Eintraege im Gaestebuch, das ist sehr motivierend und ich freue
mich bereits heute auf die naechsten Feedbacks. Leider sind die 15 Min abgelaufen
und ich muss fuer heute Schluss machen. Die detaillierten Infos folgen sobald ich
wieder einen Internet-Anschluss finde. Auf diesem Weg wuensche ich Euch viel
Spass und sende die besten Gruesse aus dem Land der Eskimos. PS: das Wetter ist
sehr angenehm, taeglich Sonne (ausser ein Tag im Regen - mit einer guten
Ausruestung - Kusi und Jeantex sei Dank! jedoch kein Problem).
02.07.03
2nd day Happy landing in Alaska
Auch wenn die Reise mit unfreiwilligem Stopover in Dallas nichts ungewoehnliches
war, es ist doch anstrengend und die Zeitverschiebung und das lange Warten... nun,
es hat sich gelohnt. Beim Anflug auf Anchorage mit dem Ueberflug ueber den Mt
McKinley (hoechster Punkt in Nordamerika) und die Aussicht ueber die wunderbare
Bergwelt und Landschaft - wow! Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit - es ist
fast wie in der Schweiz... Im Hotel eingecheckt kam dann aber der erste Schock beim Transport wurde das Hinterrad ziemlich havariert, die Nabe verbogen, das Rad
sieht eher nach Achterbahn aus und die Gaenge sind auch nicht mehr ganz so wie sie
Roger O und sein Backyard Team sauber eingestellt hatten... im Moment ist Stevens
beim Mech in Reparatur und ich hoffe nun, am Nachmittag die Tour starten zu
koennen. Heute fuehrt die Reise ueber Palmer richtung Denali National Park und bis
Ende Woche sollte dann Fairbanks auf dem Programm stehen, wo die eigentliche
Routa Panamericana anfaengt. Habe auf CNN kurz ueber das schreckliche
Flugzeugunglueck am Bodensee erfahren. Schrecklich... Also, bis zum naechsten Mal.
Ciao. Sil
02.07.02
1st day; Flug, Sturm und so....
Also, der Start ist soweit gelungen... auch wenn der Abschied von Familie und
Freunden nicht leicht gefallen ist (allen Fruehaustehern und tollen Freunden, die am
Flughafen waren ein herliches Dankeschoen), die AA Securtity mit sehr viel Geduld
verbunden war, die Boeing 777 ist abgehoben - wenn auch mit einer Stunde
Verspaetung, hier I am, im Land der unbegrenzten Freiheit, so sagt man
zumindest... jedoch nicht ganz dort, wo es eigentlich beginnen sollte, naemlich in
Alaska... Nein, der Flug fuerte nach grossen Stuermen ueber die Staaten mit
Zwischenstation in Oklahoma zum Auftanken bis hin nach Dallas. Da die Verspaetung
mittlerweile ueber vier Stunden betrug, war auch schon der letzte Flieger nach
Alaska weg... But anyway, tomorrow will be another day, und ich werde nun nach
einer angenehmen Nacht in einem guten Airporthotel die Reise wieder antreten. Bike
und Anhaenger sind vielleicht schon in Anchorage... We will see. Wuensche Euch
allen in der Schweiz einen schoenen Sommer und gruesse herzlichst. Sil PS: einzig
mit der telefonischen Verbindung USA-CH klappt es noch nicht... kommt noch, let,s
hope
02.06.30
Nur noch einmal schlafen...
Die gestrige Abschieds- und Geburtstagsparty von Gianni und Luca im engsten
Familien- und Freundeskreis ist bereits Vergangenheit; es war einfach riesig toll,
Euch alle nochmals zu treffen. Es ist schön, Euch als Freunde zu haben. Alles Gute
und ich freue mich, nächstes Mal dann von Uebersee zu berichten. Bis dann. Ciao.
02.06.28
2 days to go...
So, nun ist alles vorbereitet; die letzten Fragen betreffend Gepäck gestellt und Velo,
Anhänger und Seemannssack warten gespannt am Montag eingecheckt zu werden.
Morgen wird mit Freunden und Family der 9. Geburi von Luca und Gianni gefeiert.
Happy birtday, boys!
02.06.24
Last days
Ja, nun ist es soweit; die letzte Woche ist angebrochen und (fast) alles ist
vorbereitet. Das Herz pocht und die Zweifel ob dies wohl der richtige Entscheid ist,
sind da; und die überzeugende Stimme, welche die positive Energie fliessen lässt
und unwiderruflich zum Entscheid GO! antreibt. Also, bis bald. Cheers. Sil
02.06.09
Vorbereitungen
Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren; die Reise ist organisiert; die Flüge
gebucht, Equipment bereit... Jetzt gilt es noch die bleibenden 5 % zu erledigen um
dann am 1.7. startklar zu sein. Also, bis dann :-)
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