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295 wie auch in den folgenden Pflanzengruppen eine erhebliche

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Physiologie.
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wie auch in den folgenden Pflanzengruppen eine erhebliche Rolle. Die Unter­
suchungstemperatur lag bei 28° C. — 4. Unreife Trockenfrüchte: Es wurden
ebenfalls keine hohen Werte gefunden (0,94—1,06). Bilanzversuche könnten
hier erst Klarheit schaffen über den Ort der Reduktion der Speicherverbin­
dungen. — 5. Saftige Früchte: Wie schon früher, unterschied Verf. 3 Gruppen:
a) „wenig saftige, lufthaltige Früchte" (Rosa u. a.) mit RQ = 1; b) „kleine,
saftige Früchte" (Berberis, Fragaria u. a.) mit RQ = 1,2—1,3; schließlich
c) „große, saftige, mit einer wenig durchlässigen Assimilationsschicht ver­
sehene Früchte" (Physalis, Prunus u. a.) mit sehr hohen über 1 liegenden
Werten, die aber offenbar auf intramolekularer Atmung beruhten. Durch
Eingewöhnung auf die Versuchstemperatur konnten die RQ erheblich herab­
gemindert werden. — 6. Saftige Speicherorgane: Raphanus sativus, Dahlia
variabilis und Solanum tuberosum mit einem kaum von 1 abweichenden RQ.
— 7. Pilzfruchtkörper: Mit Ausnahme von Psalliota campestris (Werte über 1)
gaben Collybia velutipes, Polyporus inberbis, Polystictus versicolor und
Stereum hirsutum einen RQ um 0,9. Hier weicht Verf. beträchtlich von
B o n n i e r und M a n g i n ab, die kleinere Zahlen bekamen.
Skallau
(Berlin).
Holdheide, W., Über die Beeinflussung der Bodensaugkraft durch die Tem­
peratur. Jahrb. wiss. Bot. 1935. 81, 747—768; 3 Textfig.
Zur Untersuchung gelangten etwas verrotteter Ballentorf aus dem
Botanischen Garten zu Darmstadt, Moorerde aus dem Landstuhler Bruch
(Pfalz), Marmormergel und Löß aus dem Kaiserstuhl-Gebiet. Die Arbeits­
temperaturen lagen bei 0, 20, 40 und 50° C, daneben wurden die Wasser­
gehalte verändert. Am stärksten ist der Einfluß auf die beiden ersten Boden­
arten. Je geringer der Wassergehalt wird, um so größer wird die Saugkraft,
so steigt diese z. B. bei Torf mit 115,5 Gewichtsprozent Wassergehalt bei
20° C von 0,3% NaCl auf 30,2% NaCl, wenn der Wassergehalt auf 28,35%
fällt. Der Einfluß der Temperatur auf den relativen Dampfdruck wird mit
steigendem Wassergehalte relativ größer, trotzdem die Kurven auf den ersten
Blick das Gegenteil angeben. Am größten sind die Saugkräfte beim Torf,
um in der angegebenen Reihenfolge für die anderen Bodenarten abzunehmen
(verglichen bei gleicher Temperatur und gleichem Wassergehalt). Dem­
entsprechend ist auch bei Torf der Temperatureinfluß am stärksten, bei
36% Wasser und 0° C fällt die Saugkraft von 229 Atm. auf 97 Atm. bei
50° C. Für Moorerde wäre die Differenz etwa 25 Atm. Diese Schwächung
der Saugkraft durch steigende Temperatur wird bei Marmorerde und Löß
noch geringer. Hier nähern sich die Wassergehalts- und Saugkraftkurven
immer mehr der typischen Kurve vom reinen Sand. — Wurden die Boden­
proben abwechselnd höheren und tieferen Temperaturen ausgesetzt, so ließ
die Saugkraft nach, gemessen bei Zurückbringen auf die gleiche Ausgangs­
temperatur. Moor und Marmorerde fielen am meisten ab. Abkühlung auf
den Gefrierpunkt wirkt dabei nicht so stark wie Erwärmung auf 50° C. Der
Temperatureffekt der Saugkraft der Böden hat nach Ansicht des Verf.s für
die Wasserversorgung der Pflanzen kaum Bedeutung, der Ausschlag der
Bodentemperatur ist in den maßgebenden Tiefen nur klein. Allerdings wird
die Saugkraft durch die Erwärmung für die Pflanzen verbessert, sie kann
dann eine Rolle spielen, wenn durch sie erst Wasser physiologisch verfügbar
gemacht wird. In den theoretischen Erörterungen weist Verf. nach, daß der
Temperatureffekt in erster Linie von dem Quellungswasser abhängig ist,
weniger vom Kapillarwasser. Interessant waren seine Versuche, nach denen
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Gesundheitswesen
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