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Einladung zum Workshop „Zweinutzungshuhn – wie kann es gehen?“

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Einladung zum Workshop
„Zweinutzungshuhn – wie kann es gehen?“
2. Juni 2010, 11.00 – 16.00 Uhr
Ka Eins, Frankfurt am Main
In Deutschland werden jährlich 40 Millionen Küken am ersten Lebenstag
getötet. Die hochgezüchteten Legehennen erkranken oft an Eileiterentzündungen, leiden vermehrt unter Federpicken und Kannibalismus.
Bei den Masthybriden entwickeln sich aufgrund der schnellen und hohen
Gewichtszunahme schmerzhafte Veränderungen des Bewegungsapparates, Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen zu.
Die Folgen der Hochleistungszucht haben nicht nur eine Tierschutz-,
sondern auch eine gesellschaftliche Dimension: Immer mehr Menschen
sind sich der Tierschutzprobleme in der Hühnerhaltung bewusst und
suchen nach Produkten aus einer artgerechteren Haltung. Doch auch in
solchen Haltungen werden häufig Hochleistungstiere eingesetzt und die
Kükentötung in Kauf genommen. Insbesondere für die bäuerlichen
Betriebe, die tiergerecht wirtschaften oder Bio-Betriebe ist eine Lösung
aus diesem Dilemma unverzichtbar. Der Ausweg kann nur ein Zweinutzungshuhn sein – ein robustes, freilandtaugliches Huhn, das
genügend Eier legt und gemästet werden kann.
Der Tierzuchtfonds, die gemeinsame Initiative des Deutschen Tierschutzbundes, der Schweisfurth-Stiftung und der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, stellt in diesem Workshop Praxisbeispiele vor und ermöglicht den
Austausch der Praktiker. Dabei sollen auch wirtschaftliche Gesichtspunkte (wie z.B. Legeleistung, Gewichtsentwicklung, Futterverwertung)
eingehen. Es soll eine Strategie entwickelt werden, wie zukünftig die
Zweinutzung von bäuerlichen und ökologischen Betrieben weiter vorangetragen werden kann.
Programm
11.00 Uhr Begrüßung
1) Qualzucht - welche tierschutzrelevanten Auswirkungen in der Legehennen- und
Mastgeflügelhaltung sind züchtungsbedingt?
Dr. Brigitte Rusche (Deutscher Tierschutzbund)
2) Kükentöten – was tun? Stand der Forschung und Praxisprojekte
Dr. Katharina Reuter (Tierzuchtfonds)
3) Ansätze in der Praxis
Zweinutzungshoffnung bei Naturland: Les Bleues (2009)
Christian Hetzenecker (Naturland, Bio-Geflügelzucht und Brüterei)
250 Eier, 14 Wochen: 2,34 kg, Futterverwertung 1: 2,99 kg
Les Marans – rotbraune Eier als Hingucker
Hermann Kühne (Maran-Ring Brandenburg, Betriebsleiter)
210-240 (?) Eier, 14 Wochen: 1,7 kg
13.-14.00 Uhr Mittagessen
Hybridlinie Sussex - Hühner für Demeterbetriebe (Schweiz)
Dr. Veronika Maurer (FiBL Schweiz)
240 Eier, 15 Wochen: 1,5 kg Schlachtgewicht, 6,7 kg Futter/ kg Schlachtgewicht
Zuchtring für Rassehühner – wie geht das eigentlich in der Praxis?
Dr. Karin Stricker, Erhaltungszuchtring Vorwerkhuhn
4) Kritische Beleuchtung der verschiedenen Ansätze
Willy Baumann (Geflügelberater, Öko-Marketing GmbH)
5) Gemeinsame Strategie zur Etablierung einer Zweinutzung
16.00 Uhr Ende der Veranstaltung
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Anmeldung bitte bis 19.5.2010 per Email oder schriftlich an:
Tierzuchtfonds für artgemäße Tierzucht
Dr. Katharina Reuter, Christstr. 9, 44789 Bochum
k.reuter@zs-l.de
Die Teilnahmegebühr beträgt 30 Euro. Im Preis enthalten sind Tagungsmaterialien, ein
ökologisches Mittagessen sowie Kaffee/Tee und sonstige Getränke.
Bankverbindung: Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Kennwort: Tierzuchtfonds-Tagung
Konto-Nr.: 30 00 54 54, BLZ: 430 609 67, GLS Bank Bochum
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Bildung
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