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1 Das Spielforum - 211 Margarete Schoensee Weihnachten wie

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Das Spielforum - 211
SOFIE, eine alte Frau, die dem Alkohol verfallen ist
Margarete Schoensee
FRAU GRÜNLICH, eine Nachbarin
Weihnachten
(HANNES, ein Obdachloser)
wie noch nie
BÜHNENBILD:
Ein kleines Spiel zur Einstimmung
Es genügen ein Tisch und Stühle, in der zweiten Szene
sollten es 11 sein.
Dritte Auflage - ISBN 3-7695-3011-X
REQUISITEN:
Bestimmungen über das Aufführungsrecht
Eine Schale mit Weihnachtsgebäck, ein Weihnachtsbaum
Das Recht zur einmaligen Aufführung dieses Stückes
(kann auch nur angedeutet oder aufgemalt sein), ein
wird durch den Kauf der vom Verlag vorgeschriebenen
paar verschnürte Päckchen, ein Glöckchen, ein großes
Bücher erworben. Für jede Wiederholung bzw. weitere
Taschentuch.
Aufführung des Stückes muß eine vom Verlag
Sämtliche Rollen sind für Kinder gedacht. Kostüme
festgesetzte Gebühr vor der Aufführung an den
wären hübsch (z. B.: Herrenhemd und Krawatte für den
Deutschen Theaterverlag PF 10 02 61, D-69442
Vater, altmodischer Hut für Berta). Ob die in der 2. Szene
Weinheim/Bergstraße gezahlt werden, der dann die
nacheinander eintreffenden Gäste Geschenke
Aufführungsgenehmigung erteilt.
mitbringen (Christstollen o. ä.) bleibt den Akteuren
Für jede Aufführung in Räumen mit mehr als 300 Plätzen
überlassen.
ist außer dem Kaufpreis für die vorgeschriebenen
1. SZENE
Rollenbücher eine Tantieme an den Verlag zu
(Simon, Nina und Oma)
entrichten.
OMA:
Diese Bestimmungen gelten auch für
Was ist nur mit euch, Kinder? Ihr seid heute so still und
Wohltätigkeitsveranstaltungen und Aufführungen in
traurig! Noch nicht einmal von meinen Plätzchen habt
geschlossenen Kreisen ohne Einnahmen.
ihr gekostet! Fühlt ihr euch nicht wohl?
Unerlaubte Aufführungen, unerlaubtes Abschreiben,
NINA:
Vervielfältigen oder Verleihen der Rollen müssen als
Doch.
Verstoß gegen das Urheberrecht verfolgt werden. Den
OMA:
Bühnen gegenüber als Handschrift gedruckt.
Hat es in der Schule Ärger gegeben?
Alle Rechte, auch die der Übersetzung, Verfilmung,
NINA und SIMON:
Rundfunk- und Fernsehübertragung, sind vorbehalten.
(schütteln die Köpfe)
Das Recht zur Aufführung erteilt ausschließlich der
OMA:
Deutsche Theaterverlag PF 10 02 61, D-69442
Habt ihr Streit?
Weinheim/Bergstraße.
SIMON:
Für die einmalige Aufführung dieses Stückes ist der Kauf
Nein - wir nicht!
von 12 Textbüchern vorgeschrieben.
NINA:
Zusätzliche Rollen können zum Katalogpreis
Unsere Eltern.
nachbezogen werden.
OMA:
PERSONEN:
Nun, das kann auch mal vorkommen. Das gibt sich
wieder.
SIMON, ca. 11 Jahre
NINA:
NINA, ca. 9 Jahre
Du weißt ja nicht, wie schlimm es ist, Oma! Sie reden
SUSANNE, die Mutter
nicht mehr miteinander!
RAINER, der Vater
SIMON:
HILDE, die Oma
Und mit uns reden sie auch kaum was.
BERTA, die Großtante
OMA:
PIA, eine Freundin von Nina
Oh je.
FRAU KELLER, die Mutter von Pia
SIMON:
1
Es ist einfach schrecklich, Oma!
SIMON:
NINA:
Daß wir Plätzchen backen? Sie ist bestimmt froh, wenn
Wir fragen uns, wie es an Weihnachten werden soll!
wir ihr die Arbeit abnehmen. Wir fragen sie gleich, wenn
Jetzt sind es nur noch ein paar Tage, und Mutti mag
sie heimkommt. Wir brauchen auch Geld für den
überhaupt nichts davon hören!
Weihnachtsbaum. Und an Heiligabend schmücken wir
SIMON:
ihn und machen das Abendessen. Du wirst sehen, es
Kein Christbaum, keine Plätzchen, vielleicht auch keine
wird prima!
Geschenke!
NINA:
OMA:
Trotzdem - ich weiß nicht recht, ob ich mich freuen soll.
Hm. Das wär' natürlich ein trauriges Fest. Was könnten
Wenn sie bis dahin immer noch nicht miteinander
wir da nur machen? - Wie wäre es, wenn ihr an
reden?
Heiligabend einfach zu mir kommt?
(Seufzt)
SIMON:
Wie soll man da "Oh, du fröhliche, oh, du selige" singen?
Das wär' schon gut.
SIMON:
OMA:
(seufzt)
Na also. Oder aber, ihr nehmt die Sache selber in die
Dann singen wir eben was anderes - "Stille Nacht" -.
Hand! Ihr kümmert euch darum, daß es ein schönes Fest
VORHANG
wird!
2. Szene
NINA:
(Nina und Simon. Ein geschmückter Weihnachtsbaum,
Wie meinst du das?
11 verschiedene Sitzgelegenheiten)
OMA:
SIMON:
Ihr könntet den Christbaum kaufen und Plätzchen
Das ist der schönste Weihnachtsbaum, den wir je
backen!
hatten! Und unsere Plätzchen schmecken super!
SIMON und NINA:
NINA:
(erfreut)
Der Kartoffelsalat auch. Hoffentlich reicht er für soviel
Klar! Ja! Gute Idee!
Leute! Die Würstchen kochen wir erst, wenn alle da
(Umarmen sie)
sind! Wie spät ist es?
OMA:
SIMON
Wenn ihr wollt, helfe ich euch dabei.
(blickt auf die Uhr)
(Steht auf)
Gleich sechs. Wollen wir die Eltern hereinrufen? Unsere
SIMON:
Gäste müßten jeden Moment eintreffen.
Du bist die beste Oma der Welt! Nun habe ich einen
NINA:
Riesenappetit auf deine Plätzchen!
Mir ist ein bißchen mulmig. Vielleicht hätten wir doch
NINA:
fragen sollen -
Willst du schon gehen, Oma?
SIMON:
OMA:
Mutti war einverstanden, daß wir die Planung für das
Ich will noch einen Krankenbesuch machen. - Sagt euren
Fest übernehmen und Vater auch.
Eltern schöne Grüße.
(Er läutet mit dem Glöckchen)
(Geht)
MUTTER und VATER:
NINA und SIMON:
(jeder mit Päckchen beladen, kommen herein)
(essen Plätzchen)
MUTTER:
SIMON:
Wunderschön, der Baum!
Die Plätzchen schmecken toll. Ich werde Oma anrufen
VATER:
und nach dem Rezept fragen.
Ja, wirklich!
NINA:
(Sie legen ihre Päckchen unter den Baum, bleiben weit
Meinst du, Mutti ist einverstanden?
voneinander entfernt stehen)
2
MUTTER:
Wollen wir unseren Streit nicht endlich vergessen?
Nanu, soviel Stühle?
OMA:
SIMON:
Hm.
Setzt euch bitte. Unser Fest beginnt, wenn alle da sind.
NINA:
VATER:
Oma!
Wer alle? Oma - und wer noch?
OMA:
SIMON:
Na gut.
Ihr habt uns erlaubt, daß wir heute bestimmen dürfen.
VATER:
Deshalb dürft ihr nun auch nicht schimpfen!
Ich komm aus dem Staunen nicht heraus!
NINA:
(Es klingelt. NINA führt PIA und deren MUTTER herein)
Wir haben ein paar einsame Menschen eingeladen.
NINA:
MUTTER:
Pia kennt ihr ja, und das ist ihre Mutter, Frau Keller.
Wen?
FRAU KELLER:
NINA:
(geht auf Mutter zu)
Zum Beispiel meine Freundin Pia und ihre Mutter.
Es war so lieb von Ihnen, Pia und mich einzuladen!
MUTTER:
Heute ist das erste Weihnachten ohne Pias Vater, da
Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen?
säßen wir beide ganz verloren unterm Weihnachtsbaum.
NINA:
MUTTER:
Uns ist eingefallen, wie traurig es für Pia heute wäre.
Wir freuen uns, daß Sie gekommen sind, Frau Keller!
Ihre Eltern haben sich scheiden lassen, nun ist sie ganz
Bitte setzen Sie sich doch, du auch, Pia!
allein mit ihrer Mutter - sie hat ja keine Geschwister!
NINA und SIMON:
Und ihre Mutter ist immer traurig.
(flüstern miteinander)
SIMON:
SIMON:
Deshalb haben wir gedacht, es ist viel schöner, wenn Pia
Wir müssen kurz weg, zwei Gäste abholen. Die wissen
zu uns kommt. Und weil dann ihre Mutter ganz allein
nämlich nicht, wo wir wohnen.
wäre, da haben wir sie einfach auch -
(Sie gehen hinaus. FRAU KELLER und PIA setzen sich)
(Es klingelt. SIMON eilt hinaus, kommt mit OMA herein)
VATER:
OMA:
Heute abend führen unsere Kinder Regie. Wir lassen uns
(begrüßt alle)
überraschen.
(Es klingelt wieder. NINA geht, kommt mit BERTA)
(Die Frauen unterhalten sich)
OMA:
NINA:
(überrascht)
(schiebt SOFIE herein)
Meine Schwester Berta!
VATER und MUTTER:
BERTA:
(blicken sich entsetzt an)
(schüttelt allen die Hände)
SOFIE:
Guten Tag, Susanne! Guten Tag, Rainer! Vielen Dank für
(laut und munter)
die Einladung! Ich habe mich so gefreut!
Schönen guten Abend allerseits! Daß ich auf meine alten
MUTTER:
Tage in so ein feines Haus geladen werd! Ich wollt's dem
Wir hatten ja keine Ah - schön, daß du gekommen bist,
kleinen Fräulein kaum glauben!
Tante Berta!
(Zieht ein großes Taschentuch heraus, schnüffelt)
BERTA:
So ein schöner Christbaum!
(streckt OMA die Hand hin)
(Geht reihum, schüttelt allen die Hand)
Wie geht es dir, Hilde?
OMA:
OMA:
(leise)
Also, daß ich dich heute hier treffe!
Wer ist das?
BERTA:
VATER:
3
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Seele and Geist
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