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Ein Besuch im Freizeitpark, wie hier im schwäbischen - Hymer

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SUPERCHECK | Hymer Camp 622 CL
www.promobil.de
Gewohnter Look: Den Ausbaustil übernimmt der Camp 622 CL von der Vorgängerbaureihe
Camp Classic. Der Grundriss mit flexiblen Etagenbetten quer im Heck hieß bislang 524.
Guter Ausblick: Die Liegefläche bietet trotz rundlicher Alkovenform befriedigende Maße,
die Kopffreiheit ist weniger üppig. Mit großzügiger Ausstattung lockt das Ford-Fahrerhaus.
■ STECKBRIEF
Hymer Camp 622 CL
Grundpreis: 40 970 Euro
Rein ins Vergnügen
Ein Besuch im Freizeitpark, wie hier im schwäbischen Tripsdrill, ist ein Spaß
für die ganze Familie. Ob der neue Hymer Camp CL für Papa, Mama,
Kind und Kegel ebenso zum reinen Vergnügen wird, klärt der Supercheck.
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promobil 12/2006
D
ie erfolgreichen Integrierten stehen bei Hymer
stets im Mittelpunkt. Da übersieht man leicht,
dass die Marke ebenso Alkovenmodelle zu attraktiven Einstiegspreisen anbietet. Auch die CampBaureihe hat eine lange Tradition, die in den vergangenen Jahren jedoch vom Kurswechsel geprägt ist:
Vom eigenen hohen Anspruch zur Rückbesinnung
auf ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Die aktuelle Antwort, die Hymer auf die Fragen
des Marktes gibt, sind die zwei Camp-Linien, SL und
CL. Während der SL auf dem neuen Fiat Ducato mit
Flachrahmen basiert und einen Doppelboden aufweist, setzt der schlichter ausgestattete CL auf den ▷
Länge: 6,59 m
Dreipunktgurte: 5
Schlafplätze: 5–6
Gesamtgewicht: 3500 kg
Charakter: Einsteiger-Alkovenmobil für vier- bis sechsköpfige
Familien, die besonderen Wert
auf eine anspruchsvolle Aufbautechnik legen und dafür eher
auf das ein oder andere Komfortdetail verzichten können.
Kindliche Perspektive: Trotz komfortabler Ausstattung sind die Stockbetten für Erwachsene tabu.
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SUPERCHECK | Hymer Camp 622 CL
ohne Holzverstärkungen auskommen. Selbst die elegant
umgebogenen und verklebten
Aufbaukanten der anderen Hymer-Baureihen zieren nun auch
den Camp CL. Dazu kommen
zwei aufwendig geformte GfKSchalen, die zusammen den Alkoven bilden und gemeinsam
weit über Klassendurchschnitt
angesiedelte Stellung zu sichern. Stöße und Fugen sind
mit Gummikedern abgedeckt
oder überwiegend sauber verfugt. Nicht mehr als Standard
repräsentieren allerdings die
vorgehängten Fenster mit Riegeln ohne Sicherungsknopf.
bedienen sind die Bügelgriffschlösser nach dem Hakenschnäpperprinzip. Klappergeräusche werden – zumindest im
Neuzustand – durch ein- bis
zweilagig aufgeklebte Schaumstoff-Fleckchen unterbunden.
Unterhalb der Hängeschränke
finden sich die optisch zwar ein
[Die Aufbaukonstruktion setzt eindrucksvolle
Maßstäbe in der gehobenen Einsteigerklasse ]
mit der optional blauen, roten
oder silbernen Farbgestaltung
nun auch sichtbar ein modernes
Erscheinungsbild ergeben.
Seitenschürzen aus Aluminium und solide Stautüren
und -klappen mit eingesenkten
Griffplattenschlössern tun ein
Übriges, um dem Aufbau eine
Erfreulich: Küchengröße und -ausstattung sind für die Klasse reichhaltig. Der Kocher bringt eine Elektrozündung
mit, der Kühlschrank fasst beinahe 100 Liter, die Besteckschublade ist groß. Eher knapp: der Stauraum.
Ansprechend: Bad und Dusche sind für
ein Einsteigermobil edel möbliert.
Ausbau: Im Interieur hat sich
der Camp weit weniger verändert. Ausbaustil, Möbeldekor,
ja sogar die Auswahl der zwölf
Polsterstoffe – drei davon aufpreisfrei – ist nahezu gleich geblieben. Die Hängeschrankklappen profilieren sich durch
gebogene Fronten. Leicht zu
Frei stehend: Kleiderschrank mit
Flach-TV-Fach neben dem Einstieg.
TECHNIK-INFO
Spurverbreiterung: Anders als
beim neuen Fiat Ducato besteht
beim Ford Transit keine Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen
Spurweiten an der Hinterachse. Um
den Abstand der Reifen auf einer
Achse zu erhöhen, müssen darum
so genannte Distanzscheiben verwendet werden. Diese Scheiben
werden wie eine Art Riesenunterlegscheibe zwischen Rad und Nabe
geschraubt.
Erweiternd: Der Truhenschrank neben der Küche entschädigt
für den eher knappen Stauraum in den Hänge- und Sitzmöbeln.
facegelifteten Ford Transit mit
Frontantrieb und Plattformrahmen. Mit dem Basisfahrzeug
änderte sich aber auch die Aufbaukonstruktion – Grund genug,
den Einsteiger-Hymer einem
Supercheck zu unterziehen.
Basisfahrzeug: Auch wenn der
Transit für junge Camp-Fans eine neue Erfahrung darstellt, so
sind sich die Marken Hymer
und Ford doch keineswegs
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promobil 12/2006
Einladend: Klappt man das Bett hoch,
wird der Heckstauraum zur Fahrradgarage.
fremd – allenfalls fremd geworden. So gab es bereits in der Anfangszeit der Integrierten Hymermobile auf Ford und bis
Mitte der 90er Jahre auch Alkovenmodelle auf Transit-Basis.
Der aktuelle Camp-CL-Fahrer profitiert nun von den
jüngsten Verbesserungen, die
dem Transit zum Facelift zuteil wurden. Ein moderner,
leistungswilliger 130-PS-Motor
sorgt optional für anspre-
Offen: Die großen Klappen erleichtern den
Zugang zu den Flaschen im Gaskasten.
chenden Vortrieb. Die 110-PSSerienmotorisierung zwingt sicherlich zu einer gemütlicheren
Gangart, besonders auf der Autobahn. Dazu gibt es eine
knackige Armaturenbrett-Fünfgangschaltung und auch einige
Helferlein wie Tempomat, zwei
Airbags, ABS und ASR, die Hymer serienmäßig beipackt.
Von Letzterem spürt man allerdings wenig, wenn das Mobil
bei Nässe mit dem kurveninne-
ren Rad haltlos durchdreht. Die
oft als unpassend empfundene
Fahrersitzposition im Transit
stellt sich im Camp 622 CL weniger dramatisch dar ohne die
sitzerhöhende Drehkonsole.
Auf kurviger Landstraße
hilft das griffige Lenkrad und
die nun direkter ausgelegte
Lenkung, den wegen der eher
weichen Federung spürbar wankenden Aufbau im Zaum zu halten. Nach etwas Eingewöhnung
Einschränkend: Die Faltverdunklung beschneidet den Ausblick.
gelingt dies ohne Probleme, zumindest solange keine stark
heckseitige Beladung Lenkung
und Traktion beeinträchtigt.
Aufbau: Eine hochwertige Kabinenkonstruktion ist schon länger hervorstechendstes Merkmal der günstigsten HymerBaureihe. Die Neuauflage bleibt
jedoch nicht bei den PUgeschäumten Sandwichplatten
für Dach und Wände stehen, die
Ziel dieser Modifikation ist, einerseits die optische Diskrepanz zwischen schmaler Spur und breitem
Aufbau zu verkleinern. Andererseits verbessert sich auch ein
Stück weit das Fahrverhalten, die
Kippstabilität nimmt zu. Unbeeindruckt bleibt dabei allerdings die
Wankneigung des Aufbaus über
der Achse. Eine ähnliche Wirkung
können auch spezielle Alufelgen
haben, wie auch eine insgesamt
breitere Bereifung.
Distanzscheiben wurden
bislang meist aus Stahl
hergestellt, im Pkw-Bereich
setzen sich aber zunehmend Versionen aus Aluguß
durch, die leichter und billiger sind. Auch für Transporter gibt es die ersten
Alumodelle, wie die jeweils
35 Millimeter starken
Scheiben auf der Hinterachse des Hymer Camp.
Problem der Leichtgewichte: Das spröde Material kann beim Radwechsel,
der bei Transportern oft etwas ruppiger abgeht,
schon mal an der ein oder
anderen Stelle brechen.
Unverkantetes Aufsetzen
des Rades und gleichmäßiges Anziehen der Schrauben bzw. Muttern ist darum
Breitere Spur: Distanzscheiben sind
umso wichtiger.
beim Camp CL hinten serienmäßig.
wenig verpönten, aber doch
praktischen offenen Ablagen.
Ein mattsilbernes Kunststoffrohr dient vorn als Rüttelkante
und gefälliger Abschluss.
Platz für Kleidung bietet zudem der großzügige Kleiderschrank hinter dem Beifahrersitz mit einem Extrafach obendrüber, das einen Flach-Fernseher aufnehmen kann. Weiteren
Stauraum verspricht die vordere Sitztruhe, die aufgrund des
umständlichen Zugangs und
empfindlicher Bordtechnik-Installationen aber kaum zu gebrauchen ist. Ihren Part übernimmt das ungewöhnliche Truhenfach, das sich rechts zwischen Küche und Heckbetten
auftut. Je nachdem, was man laden möchte, erscheint es praktisch oder nicht. Für Familien,
die angesichts des knappen
Hängeschrankraums noch weitere Kleidung verstauen müssen,
wären Schubladen hilfreicher.
Zumal sich sperrigeres Gepäck
im Heckstauraum unterbringen
lässt. Bereits mit abgesenktem
Bett ist ein ordentliches Stauvolumen vorhanden, hochgeklappt wird daraus eine Garage
für den Familienfuhrpark – solide Zurrösen fehlen nicht.
Erholung versprechen die
Betten mit Lattenrosten und angemessenen Liegemaßen rundum. Bei der Matratzendicke
gönnt Hymer den Etagenschläfern vier Zentimeter mehr als
im Alkoven. Verkehrte Welt,
denn Warnhinweise an den
Stockbetten lassen eine maximale Belastung von 80 Kilo zu.
Erwachsenen wird also eher
das Oberstübchen zugewiesen.
Neben der Matratzendicke ▷
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■ MESSWERTE*
Aufbau
Beschleunigung/Elastizität
Sandwichbauweise, Metall- und PU-Schaumverstärkungen, außen Aluminium, innen foliertes Sperrholz
• kein Doppelboden • Isoliermaterial Wand/Dach
PU-Schaum (Boden Styropor), Wandstärke Wand/
Dach/Boden 35/35/46 mm, Wandverbindungen verklebt • Eingangstür 465–495 x 1680 mm, Einstieg
(elektrische Trittstufe) 340/300 mm • 6 vorgehängte Kunststoff-Isolierfenster mit vorgehängten Rollos,
Fahrerhausverdunkelung/-isolierung mit Faltjalousien (Aufpreis) • 2 Dachhauben, 1 PanoramaDachfenster (Aufpreis).
0–50/80/100 km/h
60–80/100 km/h (4. Gang)
60–80/100 km/h (5. Gang)
Höchstgeschwindigkeit
bei 3750/min im 5. Gang
Wohnraum
Wendekreis
Möbelbau mit Sperrholz, verschraubt • Dekor Erle •
Metallscharniere, integrierte Federaufsteller,
Hakenschnäpper.
Bremsweg/Verzögerung
links/rechts
13,6/13,4 m
aus 100 km/h kalt
aus 100 km/h warm
Innengeräusche
Stand 50/80/100 km/h
* Messungen bei km-Stand 1070. Beladen nach DIN EN 1646-2,
Testgewicht 3305 kg. Daten beziehen sich auf getestete Ausführung.
52/60/63/72 dB (A)
■ ABMESSUNGEN UND FÜLLMENGEN
Abwassertank
100 L unterflur,
nicht isoliert
und beheizt
Reserverad
■ PREISE UND AUSSTATTUNG
Frischwassertank
120 L
*Versicherung: Tarif Allianz
Flach-TV-Fach
570 x 210 x 530 mm
1906
Dethleffs Fortero A 6785 HG
Hobby Toskana D 615 AK KLC
Knaus Sport-Traveller 600 DKG
GRUNDPREIS
45 124 Euro
43 955 Euro
41 980 Euro
BASISFAHRZEUG
Ford Transit, Turbodiesel 85 kW/115 PS,
Radstand 3960 mm, Leiterrahmen.
Fiat Ducato, Turbodiesel 96 kW/130 PS,
Radstand 3450 mm, Flachrahmen.
Renault Master, Turbodiesel 88 kW/120 PS,
Radstand 3580 mm, Flachbodenchassis.
AUF- UND AUSBAU
Alu-Sandwichbauweise, Holzverstärkungen
• Wandstärken Wand/Dach/Boden
34/34/41 mm, Isolierung Styropor •
Möbeldekor Kirschbaum • Küche mit
Absorberkühlschrank 96 L • Sanitärraum
mit separater Dusche.
Alu-Sandwichbauweise, Holzverstärkungen
• Wandstärken Wand/Dach/Boden
34/34/120 mm, Isolierung Styropor •
Möbeldekor Ahorn • Küche mit Absorberkühlschrank 150 L • Sanitärraum mit integrierter Dusche.
Alu-Sandwichbauweise, Holzverstärkungen
• Wandstärken Wand/Dach/Boden
33/33/40 mm, Isolierung Styropor •
Möbeldekor Kirschbaum • Küche mit
Absorberkühlschrank 105 L • Sanitärraum mit integrierter Dusche.
BORDTECHNIK
Gas-Gebläseheizung/Boiler Truma C 6002
• Frisch-/Abwassertank 117/109 L •
Bordbatterie Blei-Gel 80 Ah.
Gas-Gebläseheizung/Boiler Truma C 4002
• Frisch-/Abwassertank 100/92 L •
Bordbatterie Blei-Gel 80 Ah.
Gas-Gebläseheizung/Boiler Truma C 6002
• Frisch-/Abwassertank 100/100 L •
Bordbatterie Blei-Säure 80 Ah.
ABMESSUNGEN
UND GEWICHTE
Länge/Breite/Höhe 6940/2330/3150 mm
Leergewicht*
3185 kg
Zulässiges Gesamtgewicht
3500 kg
Länge/Breite/Höhe 6456/2330/2990 mm
Leergewicht*
3112 kg
Zulässiges Gesamtgewicht
3500 kg
Länge/Breite/Höhe 6420/2300/3160 mm
Leergewicht*
3028 kg
Zulässiges Gesamtgewicht
3500 kg
1130/
1250
1840
Bordbatterie
Blei-Gel
80 Ah (20 h)
3750
745 kg
1150 kg
Anhängelast
1000 kg
Leergewicht
Zul. Achslast 2250 kg
Zuladung hinten 675 kg Zul. Gesamtgewicht
Zuladung
1150 kg
785 kg
2995 kg
3500 kg
505 kg
Reifentragfähigkeit
Radlast
Zul. Achslast 1750 kg
Zuladung vorne 330 kg
1150 kg
675 kg
Das Testmobil wurde einschließlich Kraftstoff, Frischwasser und Gasflaschen gewogen. Mit an Bord waren
Extras mit einem Gewicht von rund 115 kg. Die Zuladungsreserven sind für eine drei- bis vierköpfige
Familienbesatzung angemessen, wenn auch nicht üppig. Eine Auflastung ist ab Werk nicht vorgesehen.
INFO: Hymer, Telefon 0 75 24/99 90, www.hymer.com
INFO
540–
1260
840
1500
Dethleffs, Telefon 0 75 62/98 70,
www.dethleffs.de
920/
960
1470
Hobby, Telefon 0 43 31/60 60,
www.hobby-caravan.de
2100
Radlast
Reifentragfähigkeit
1000/
1220
790 kg
1150 kg
2000/
2100
■ GEWICHTE UND ZULADUNG
2110
6590
2000
Teil von Distanzscheibe brach beim Radwechsel ab
Kleiderschrank
570 x 1240 x 525 mm,
4 Hängeschränke,
7 offene Ablagen
2040/
2100
Mängel am Testwagen
Küche 1185 x 910 x 620 mm,
2 Hängeschränke, 2 offene Ablagen, 1 Schublade, 1 Unterschrankfach, Absorberkühlschrank Thetford
N 100, Inhalt 97 L, Gefrierfach 11 L
Alkovenbett 2030 x
1240–1420 mm,
Matratze 80 mm,
Schaumstoff, einteilig, Lattenrost, zweiteilig, Kopffreiheit
240–700 mm
>> KONKURRENTEN
Kosten und Service
Kfz-Steuer (3,5 t zGG) 210 Euro (Änderung geplant)
Haftpflicht* (unbegrenzt)
565 Euro
Vollkasko*
(Selbstbeteiligung 500 Euro)
929 Euro
Teilkasko*
(Selbstbeteiligung 150 Euro)
265 Euro
Garantie (Dichtigkeit)
72 Monate
Kontrollintervalle Aufbau
12 Monate
Anzahl Servicepunkte in Deutschland
65
Innenbreite
2180 mm
Grundriss: H. Böttcher, cad-vision
Kraftstofftank 80 L
1830–2300
49 370 Euro
Truhenschrank
705 x 520 x
530–580 mm
Gasflaschen
2 x 11 kg
40 970 Euro
Turbodiesel 96 kW/130 PS
1620 Euro
ABS, ASR, Tempomat, Fahrer-/Beifahrerairbag Serie
Spurverbreiterung Hinterachse 70 mm
Serie
Chassis-Komfortpaket: Fahrerhaus in Blau,
Klimaanlage, elektr. Außenspiegel und
Fensterheber, Holzdekor-Armaturenbrett,
Stoßfänger lackiert (21 kg)
1850 Euro
Komfort-Paket: Alkovenfenster links, PanoramaDachfenster, Außenleuchte, Duschfalttür, Faltverdunkelung Fahrerhaus, Fliegentür, Alkoven beheizt,
Radiovorbereitung (28 kg)
1490 Euro
Arktis-Paket: Abwassertank (80 L) isoliert und beheizt, Fahrerhaus-Isoliervorhang und -haube, TrumaHeizung mit Elektro-Heizstab (29 kg)
1130 Euro
Hubalkovenbett mit Verkleidung (3 kg)
625 Euro
Sitzgruppe/Bett 1840 x 960 mm,
Polster 120 mm Schaumstoff mit
Vliesauflage, Polstergewebe,
Sitztruhe 470–610 x 350 x 605 mm
(ca. 115 L)
Außenstauraum
(Bett unten/oben)
640–905 x
770/1425 x 2170
mm (ca. 1800/4500
L), 1–2 Zugänge
(max. 580–650 x
1090 mm)
Außenbreite
2350 mm
(Ford Transit 350 L, Turbodiesel 81 kW/110 PS)
mit Vorfracht, TÜV und Zulassungsbescheinigung II
Testwagenpreis
Sanitärraum 730–900 x 1980 x 860 mm,
separate Dusche 865 x 1890 x 430–620
mm, Thetford-Cassettentoilette C 200,
Fäkaltank 17 L
2120
Grundpreis
44,9 m/–8,6 m/s2
47,6 m/–8,1 m/s2
Etagenbett oben: 2030 x 830 mm,
Kopffreiheit: 580 mm, unten: 2080 x
740 mm, Kopffreiheit 500–570 mm,
Matratzen 120 mm Schaumstoff mit
Vliesauflage auf Lattenrost
2120
Gas-Gebläseheizung/Boiler Trumatic C 6002, 8 Ausströmer (Alkoven, Fahrersitz, 2 x Sitzgruppe, Einstieg,
Bad, hinterer Gang, Heckstauraum). Wasseranlage:
Frischwasserschläuche, Abwasserrohre, Tauchpumpe, Boilerinhalt 10 L• Ladegerät 18 A, 12-/230-VSteckdosen 3/3 • 20 Halogenleuchten (2 x Alkoven,
6 x Sitzgruppe, Kleiderschrank, 4 x Küche, 2 x Bad,
2 x Etagenbetten, Heckstauraum, 2 x Außenlicht),
1 Glühlampe (Fahrerhaus).
9,2/16,3 L/100 km
12,8 L/100 km
Alle Angaben Breite x Höhe x Tiefe
2140
Bordtechnik
Typ
Ford Transit 2.2 TDCi 350 L
Motor
Turbodiesel mit Common-Rail-Einspritzung
Hubraum
2198 cm3
Anzahl Zylinder/Ventile
4/16
Leistung
96 kW/130 PS bei 3500/min
Drehmoment
310 Nm bei 1600/min
Schadstoffnorm
Euro 4
Batterie
12 V/70 Ah
Lichtmaschinenleistung
1800 W
Kraftübertragung
Vorderradantrieb
Fünfgang-Schaltgetriebe
Chassis
Original-Flachbodenchassis
Fahrwerk
Vorne Einzelradaufhängung,
McPherson-Federbeine,
hinten Starrachse, Blattfedern
Spurweite vorne/hinten
1737/1780 mm
Bremsen vorne/hinten
Scheiben/Scheiben
Reifengröße/-fabrikat
215/75/R 16 C,
Continental Vanco 8
7,0/17,4/30,2 s
7,1/17,0 s
13,7/27,8 s
145 km/h
Testverbrauch (Diesel)
minimal/maximal
Durchschnitt
■ AUF EINEN BLICK
■ BASISFAHRZEUG
800
1600
Die Konkurrenten
■ AUF- UND AUSBAU
2970
TESTPASS: Hymer Camp 622 CL
SUPERCHECK | Hymer Camp 622 CL
Knaus, Telefon 0 85 83/2 11,
www.knaus.de
* Masse in fahrbereitem Zustand; alle Werte Werksangaben; die Fotos stehen beispielhaft für die jeweilige Baureihe. Grundpreis jeweils mit Vorfracht, TÜV und Zulassungsbescheinigung Teil II
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promobil 12/2006
promobil 12/2006
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SUPERCHECK | Hymer Camp 622 CL
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verlangt hier auch die nur ganz
am Einstieg standesgemäße
Kopffreiheit Kompromisse. Belüftung, Beleuchtung und Absturzsicherung sind an allen
Betten vorhanden. Ablagemöglichkeiten nur in den angrenzenden Schrankbereichen.
■ FAHREN
Befriedigende Serienmotorisierung, umfangreiche
Ausstattung mit Komfortpaket, schwache Traktion.
■ SICHERHEIT
ABS, ASR und zwei Airbags serienmäßig, Dinette mit vier
Gurtplätzen, brauchbare Bettsicherungsnetze.
■ ZULADUNG
Befriedigende Gesamtzuladung, gute Reserven an den
Achsen, keine Auflastung ab Werk, geringe Anhängelast.
■ AUFBAU
Für die Preisklasse sehr hochwertiger Aufbau mit
GfK-Alkoven und gerundeten Kanten, vorgehängte Fenster.
■ MÖBEL
Unspektakulärer, funktionaler Möbelbau mit durchdachter
Konstruktion, schlichter, wenig dauerhafter Klapperschutz.
und
+ Schick
geschickt: der
optionale Hubalkoven
mit Stoffverkleidung
und eleganter Platzierung der Leiter.
–
Ohne Schutz
vor Schmutz:
Hahn und Ablaufstutzen liegen im Spritzbereich des rechten
Hinterrades.
■ SITZE
Gemütliche Vierer-Dinette mit passender Sitzgeometrie,
hochwertige Schaumstoffpolster, standfester Tisch.
■ BETTEN
Angemessene Liegemaße in allen Betten, mäßige
Kopffreiheit und Matratzendicke im Alkoven.
■ KÜCHE
Passende Küchengröße mit vernünftiger Ausstattung,
große Besteckschublade, etwas geringes Stauvolumen.
und
+ Clever
smart: Die Aluseitenschürzen verzeihen kleine Rempler,
elegant versenkt ist das
Schloss der Seitentür.
Die Wertung
■ SANITÄRRAUM
Ansprechender Sanitärraum mit separater Dusche,
Falttür optional, störender Radkasten, nette Accessoires.
■ BORDTECHNIK
Angemessene Wasser- und Stromvorräte, gut zugängliche
Gasflaschen, saubere Installationen, einfaches Kontrollbord.
■ STAURAUM
Etwas knapper Schrankraum, ladefreundlicher Heckstauraum zur Garage erweiterbar, störendes Ersatzrad.
–
Wenig Plan und
System: Der Zugriff ist schwierig, und
das Warmluftrohr behindert die Nutzung
der vorderen Sitztruhe.
Küche: Nett anzusehen sind der
kreisrunde Kocher und die
ebenso geformte Spüle. Dazwischen bleibt noch ein Stück reine Arbeitsfläche übrig. Positiv
am Kocher zu vermelden ist
der Piezozünder, negativ der
geringe Abstand zwischen den
vorderen Flammen und den
Bedienelementen. Am Auftischhahn mit bogenförmigem Auslauf lässt sich auch mal ein
Maßstab: Alkovenmobile der Einsteigerklasse für vier Personen.
großer Nudeltopf mit Wasser
füllen. Besonders hervorzuheben ist die großzügige Besteckschublade. Darüber hinaus bleibt im Unterschrank nur
wenig Stauraum, bedingt durch
Kühlschrank und Radkasten.
Sanitärraum: Auch in Bad und
Dusche setzt der Camp CL auf
die ansprechende Ausstattung
des Vorgängers Camp Classic.
Der zuletzt kritisierte einfache
Waschtischhahn wurde inzwischen durch eine hochwertigere
Einhebel-Mischarmatur ersetzt.
Für die dreiflüglige Faltwand
der Duschkabine muss aber
nach wie vor extra bezahlt werden. Steht sie offen, ist das
Raumgefühl großzügig. Aller-
und
+ Nützlich
nett: Der Stoffspiegel schützt den
oberen Etagenschläfer
vor Kälte und bietet zudem Taschenfächer.
JÜRGEN BARTOSCH
36
promobil 12/2006
Bordtechnik: Die Wasseranlage
wird Hymer-typisch von einer
Tandemtauchpumpe angetrieben. Keine Markenspezialität
mehr ist dagegen die Verwendung eines Frischwassertanks,
der, je nach Auslauf, 70 oder
120 Liter fassen kann. Der Abwassertank nimmt 100 Liter auf
– in der isolierten und beheizten
Version jedoch nur 80. Weiterer
Aufpreisposten für Wintercamper ist die Warmluftversorgung
des Alkovens. Die starke Truma-
[Der Ausbau stammt weitgehend
vom Vorgänger Camp Classic ]
■ WINTERTAUGLICHKEIT
Große Truma-Heizung serienmäßig, gute Wärmeverteilung,
beheizter Alkoven und Abwassertank gegen Aufpreis.
■ AUSSTATTUNG & PREIS
Interessanter Basispreis für ein einfach ausgestattetes, aber
grundsolides Mobil, unübersichtliche Paket-Aufpreispolitik.
dings beschränkt ein Absatz unter dem Waschtisch die Fußfreiheit genau wie in der Dusche.
Kinder freuen sich indes an der
Stufe, die als Aufstiegshilfe zum
Waschbecken dienen kann.
6002er-Heizung ist dagegen serienmäßig dabei. Die Wärme
gelangt schon nach kurzer Zeit
zu allen Ausströmern, vom Fahrerhaus bis zur Heckgarage und
auch ans Alkovenbett.
Auch hier hat sich Hymer
die Kritik der letzten Tests offenbar zu Herzen genommen –
zum Nutzen und Vergnügen
junger Camp-CL-Familien. Eltern mit spitzem Bleistift reiben
sich allerdings verdutzt die Augen beim Blick auf die undurchsichtige Paket-Aufpreispolitik.
Serienausstattung wird hier
noch einmal aufgeführt, um die
Paketumfänge zu schönen.
Text: Jürgen Bartosch
Fotos: Regenscheit, Bartosch
FAZIT: Der Camp 622 CL stellt Familienväter mit
begrenztem Budget vor eine schwierige Entscheidung: Leiste ich mir die hochwertige Aufbautechnik
des Hymer, der zum Grundpreis aber eher spartanisch bestückt ist, oder erliege ich der Versuchung
der Schnäppchenmobile, die teils für weniger Geld
vor Ausstattung fast überquellen. Die Ford-Basis
ist dabei ohnehin oft dieselbe. Bedacht werden
muss aber auch, dass sich der Mehrpreis beim
Wiederverkauf auszahlen kann – gerade für Eltern
ein Argument, schließlich kennen sich diese mit
Zukunftsinvestitionen bestens aus.
promobil 12/2006
37
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