close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

,,nahe 0 0 gro8at1 wie die Diihrlaawo lutante des Ohlor-

EinbettenHerunterladen
G. Briigdmann.
277
Werth nicht angibt und sicb mit dem A u a h c k , sie sei
,,nahe 0 0 gro8at1wie die Diihrlaawolutante des Ohlorkaliumsl) im Wwser begnw, M) reioht diem Angab
nicht aus, um seine BeatimmaLgap mnit meinen obigen zu
vergleichen.
29. April 1878.
-
(Zweite Abhandung.)
Irn
Verlaufe meiner weiteren Untersnchungen bin ich
zur Darstellung gr6aeerer Strontian- und Barytkrystalle,
als fruher?, sowie zur Ermittelung m h r e r krystallograund dee epecihchen Gewichtee und
phiacher Eige-n
specifischen Volumene der drei
gelangt.
I. D a r e t e l l n n g grbsaerer S t r o n t i r n - u n d B a r y t Kryatalle. Bei SrO und B.0 eonohl wie an& beim
CaO ist man nach meinen zahlmichen Verenchen an die
Zersehng einer nur kleinen Menge der entapreahenden
salpetereanren & a h auf einmd &mden, wenn man die
unter den obwalhden Verhbltnimen @htm6gliohen Krystalle erhalten will. Beim golLe sind dies die bereite
frtiher als passend zur Zemetaung im Porzellantiegel anI) Diwe Ooort.ote iat miner W
n d@direat bwtimmt warden. Ann den Ve&n
Beilrtein’r
Am. XCIX p. 198) r e i n
man nru, dur br chlorlt.lilom e t r n 1,s 4reheller in Wu#r diffadirt, ah du Chlornatriam (vgl. a d Ybrignae: Beoheraher our
la d i i o u hdb& de quelqasr reL p. 88). Die Conhate den
Chlornatriunm bsgii(lt nach den neuatba Bmhmuogeo mu Johann i n janz (Wed. Ann. II. p. 48) im -1
0 , f i O z0de-r O.OW0068
s-
Dana& r k e die Conmtaaka dw Chbrlmliama 0.0000064s, dao eine
Zshl, die noch nioht rin Drittel der vou air obea sugqpbmen Zahien
aurnuoht.
2) Vgl. Wied. Ann. 11. p. 466.
218
G. Briigelmann.
gegebenen Quantitilten, beim Strontian und Baryt beziehungsweise etwa 20 und 15 gr, oder was genauer, weil
die salpetersauren Salze je nach der Darstellung oft von
verschiedenem Wassergehalte, von jedem der drei Salze
solche Mengen, dass dieselben etwa 8 gr Oxyd entsprechen.
Auch Strontian und Baryt lassen sich in bedeckten
Porzellantiegeln (z. B. Meissener Tiegeln von 6,5 cm Hijhe
und 8 cm Oeffnung), welche man bis fast an den Deckel
in Cokesfeuer einsetzt, darstellen. Die auf diese Art erhaltenen Prilparate, ebenso der Kalk, erweisen sich, abgesehen von der aus den Tiegeln stammenden geringen
Menge von Kieselsaure, den im Porzellankolben gewonnenen allerdings nicht ganz gleichwerthig, so dass
meiner frtiheren Angabe entsprechend die Anwendung
der Kolben immer dann unvermeidlich ist, menn man sich
der absoluten Reinhei t der Praparate moglichst nilhern
muss; auch lassen sich in einem Kolben die genannten
Salzmengen weit ofter zersetzen und deshalb weit grossere
Mengen der Oxyde darstellen als in einem Tiegel. Allein
wenn es sich hauptdchlich um die Beobachtung der
Kqstallform oder einiger anderen krystallographischen
Eigenschaften , welche erst durch die Beriihrung der
Erystalle mit den Feuergasen als chemischen Agentien
zum Vorschein kommen, handelt, sind Porzellantiegel die
geeigneten Zersetzungsgefkie.1)
Die bei der Verarbeitung der vorermahnten Salzmengen entstehenden Strontiankrystalle sind vielfaeh, besonders hei Beleuchtung durch das directe Sonnenlicht.
schon mit blossem Auge deutlich wahrzunehmen. Die
grijssten solcher namentlich an der Oberflgche dunner
Kiwten beobachteten Exemplare hatten eine Kantenlinge
von etwa 0,5 mm, wogegen beim Baryt zur Wahrnehmung
1) Die Dantellung des Kalkes in Platingefassen iiber der Qliihlampe ist nicht strtthaft, weil das Platin durch den Kdk, obaohl
dieeer an i c h ohne Einwirkung aof dm Metall, dennoch in Folge der
gleichzeitigen Gegenwart von nnzersetztem salpetersauren Sdze a h
Flussmittel angegriffen rird.
G. Bnrgslrrralup.
279
der Krystalle drrs BLiLroakop erforderlich ist; aber schon
bei Anwendung ;on 26-50 mr%igerVqr44mrung erscheint
die ganze Mame durch und dproh aaa einzdnen .schdnen
Wiirfeln auf'gebaut. Deneellaen hbliak g e e e n auch
die in der hcrhriehnen Weiw ertensn Kalk- una
StrontianprQmrate unter dem Mikroskope.
Isornorphe IYirchungen der Oxyde mrden verschiedenemal durch gleichedtige Zemhng von je 4 gr Oxyd entsprechenden fhhmngep in den sehon erwiihnten gr6wten
Xeissner P o d m t i e g e l n dargwbllt. Die meisten der so
erhultenen vielfach gut auagebilbbn Krystalle waren nur
mikroskopisch, mibhrend einzelne rurakhernd der Ausdehnung
der grbssten beobhteten StrontiruOLrpataUe glsich kamen.
11. K ry s t a l l o g r a p h i 8 c h e Eig en 8 c h a f t en. Die
S p a l t b a r k e i t , welahe mit den Wtlrfel&llchen parallel
vorhanden und ale vollkommen zu bezeichnen ist, liess
sich wegen der Kleinheit der Objecte nur durch Betrlrchtung der in Folge Zeratostaens erhaltenen Spaltungslamellen und Spaltungsformen im mflwtirten sowohl wie
im durchfaUsnden Lichte unter dem IKikroSlrope nachweisen.
husser von parallel mit 00 0 w vahufenden, in der
Spaltungeriohtang begriindeten Linien und Sprtlngen zeigen eich die Spsltaryelamellen auch von eben solchen in
der Richtung der w o n a l e der W i i h U c h e n durchzogen,
modurch also das Vorhandensein noeh einer zweiten, aber
neniger schuf ausgepr-n
Cohibionsrichtang mgedeutet
wird. Die adhetenden Bruchflbohen wird glatt, aber
nicht eben, and die D u r c h s i c h t i g k e i t der Erystalle, ist
nicht nur, wie in meiner ersten Abhaadlung angegeben,
eine siemlich hohe, eondern bei wohlgduqpnen Krystallen
s&mmtlicherdrei Oxyde eine vollkommene. Treten dagsgen
Starungen bei der Bildnng ein, wie aie z. B. in einer ungleichmllssigen Zersebang oder in einer Einwirkung der
umgebenden OISe h r f i n d e t sind, so gntstehen einemeits
charakteristische W a c h s t h umse r s c h einungen, andrerseitsUnebenh6itender Oberflhhe. E i n e d d das Wachsthum
hervorgerufene 'linregelmibsigkeit,niir an,namentlich grasse-
200
C. Briigelmann.
ren, Ka.lk-, (Big. l), und Strontiankrystallen wahrzunehmen,
beeteht darin, dass die betreffenden Exemplsre erscheinen,
ah sei aus den drei sichtbaren zu einer Ecke zusammenstossenden F h h e n je eine kleinere ebenfalls quadratische
Fliiche gegentiber den der Ecke zugehorendenWinkeln gleichs a m ausgeschnitten, eine Gestaltung , welche tibrigens
mit der dem abgebildeten Exemplare eigenen Vollkommenheit nicht hhfig auftritt; die Umrisse sind vielmehr meist
weniger acharf nnd die Entwickelung der drei sich rechtwinklig kreuzenden Balken auf ihrem Wege zur Bildung
ekes ringsum geschlossenen Krystalles bald weiter, bald
weniger weit vorgeschritten.
Aus der Betrachtung dieser Wachethumsform, der
zufolge die Kalk- und Strontiankrystalle bei Annahme
ihrer Unterlage als Horizontale, und soweit
Fig. 1.
dies iibersehbar, in der der Fig. 1 entsprechenden Weise, immer in der Richtung
einer Ecke, nicht einer Fliache, aufgewachsen
sind,
also auch mit einer Ecke emporVergr. 1:29.
ragen, gibt sich a h Wachsthumsrichtung der
Krystalle die octaedrische zu erkennen.1) Die glinzende
0be r f 1ii ch e gut entwickelter Krystalle erscheint bei allen
drei Oxydenf oft von grbsseren oder kleineren, rundlichen
oder llrnglich geebeckten Poren bedeckt; auch bieten die
Krystalle hiinfig ein Anssehen dar, als hlitten sie gleichSam eine beginnende Schmelzung erlitten: Die Form ist
indessen, wenn die sogleich ngher betrachtete, diese Erscheinung hervorbringende Einwirkung nicht zu weit gegangen, noch deutlich wahrzunehmen, aber die Ecken und
Kanten sind abgeatnmpft und die Fliichen uneben, so
dass die Krystalle ganz trtibe erscheinen. Da dieselben
im reinen Zuatande feuerbestiindig, so kann hier nur insofern von einer Schmehung die Rede sein, als die erwbhnte Verllnderung jedenfalls in einer Einwirkung der
A
1) vgL auch A. Knop. Molecularconetitntion und Wschathum der
Krystde, Leipzig 1867.
28 1
G. Btiigtdmann.
aus den umgebenden Gallen dammeaden Verbindungen
Waurar und Xahlemhre, sowie dm beretoffee ihren
Q-rund hat, Stronth- und w y b t wie auch Baryumsuperoxyd aber mmigatens e c h d k d.
Bei der Darstellung in einm ,unvbrBehrtbn h & t o l b e n
ist daher
eine solche Verhderung der KqsUle awgerahlossen;
w e n habe ich sie mehrfad bei dm Tiegelpriparaten,
besondere a k dann stets b e o W t e t , wenn dieselben
naoh rollendeter Zeraetzung n o d kurze Zeit im Feuer
belaasen, auch wohl die Deckel in geringen Zwischenriiumen abgehoben wurden und tiberhaupt nachweislich
ein Zutritt der umgebenden Gase atattgefunden hatte.
Ueberechreitet dieser Zutritt nicht einen gewiaaen Grad,
so erscheinen ausserordentlich sohad und deatlich auf
jeder Wlirfelfllrohe der Kalk- oder 8tmutiankryetalle mit
den vier Kanten parallel laufende, mehr oder weniger
breite und kleine Quadrate zeigende f3tmifungen, wie dies
Fig. 2 fiir die Flbche einea Strolrtirn*.
kryetalles wiedergibt. Da nun einmsrrl die
vorstehende suf die Tiegelprirp#r.te beschrgnkte Art der Streifung BA&h bei
diesen nur auf die Oberfllrche der Mmee,
also auf die den Gtasen ngbgliohen Vegr. 1 : 140.
Kryatalle sich eretreckt nnd auefmrdem bei voraichtiger
mikrochemischer Bebandlung der Objecte mit verdlinnten
Slluren (2. B. auf das fnnffache verdfhnhr Snlm&ure) unter
deutlicher Entwickelung zahlreiabr Kohlemfbureblikmhen
welche bei Eystallen mit &&or Ober%lLche nicht
hervorzubringen sind - verachnindet, 80 werden clie beobachteten quadratischen Zeichnungen wohl nichte anderes
als A e t r f i g n r e n win, und fallen die durch diem angedeuteten Cohieionarichtungen d e m d im vorliegenden
Falle maammen mit den entapreohmden durch die Spaltbarkeit bedbgbn Bichtungen.
Beim Beryt konnten ebeneowenig wie bei dem isomorphen Miachawn der Oxyde Wachnthumserscheinungen
oder Aetdguren bemerkt werden.
w
-
282
G. Briigejmann.
III. S p e c i f i s c h e s G e w i c h t u n d s p e c i f i s c h e s
Vol um en. Zur Feststellung des specifischen Gewichtes
und Volumens hat dasselbe fast vollkommen reine Material
gedient, dessen Untersuchung auch zu den in meiner ersten
Abhsndlung mitgetheilten analytischen Belegen l) geflihrt
hat.? Sodann sind die nachstehenden Zahlen fiir das spec.
Gewicht das arithmetische Mittel aus den entsprechenden,
durch finf Versuche fiir jedes Oxyd gefundenen Werthen
(wenn das spec. Gewicht des Wassers zu 1 angenommen
wird) :
Specifisches Gewicht von :
Ca 0 = 3,251, Sr 0 = 4,750, Ba 0 = 5,722,
aus denen sich das specifische Volumen wie folgt berechnet :
Specifisches Volnmen von:
Ca 0 = 17,226, Sr 0 = 21,759, Ba 0 = 26,739.
Da die drei Oxyde isomorphe Mischungen zu bilden vermogen, so ist es bemerkenswerth, dags die von H. K o p p
entcieckte Thatsache, der zufolge ,,Verbindungen, welche
hei ZLhnlicher atomistischer Zusammensetzung gleiche
Krystallform besitzen, im allgemeinen sehr nnhe dasselbe
specifische Volumen haben" gerade hier bei drei Verbindnngen von virllig analoger Zusammensetzung und so
1) Wied. Ann. 11. p. 476.
2) In den Ber. d. D. chem. Ges. II. p. 148 nnd besondere VII.
p. 5.28-W maaht C. R s m m e I s b e r g die Mittheilnne; durch Gluhen
von salpetersaurem Baryt erhalte man nicht Ba 0 sondern eine sanerstofieichere Verbindung alr Endergebniss. fur die man die Formel
2BoO+Ba02 snnehmen konne, nud der sich dnrch starlces eliihen nnr
bei Beruhrnng mit Kohlensanre Sanerstotf entziehen laese. Ich habe jedoch trotz wiederholter dnrch Analysen controlirter Versnche ein solcher
Priiparat nicht erhalten konnen, bin vielmehr in Uebereinshmung
mit den binherigen Angaben der chemischen Werke zu dem Resultate
gelangt, daes dpetersanrer Baryt durch starkev bis znm vollliommenen
Entweichen der Gaee nndauerndes Erhitzen nnd Gliihen bei geniigendem Lnftsbschlnss, - wiihrend den Andy sen znfoige Kohlensanre nicht
eingewirkt hatte - auaschliesslich die Verbindung Be 0 liefert.
G. Brigelmann.
283
ilhnlichen chemischen Eigenschaf'ten keine Qeltung hat,
obwohl dennoch eine Regelaaltsaighit (auch fits das spec.
Gewicht) darin besteht, dase die filr dsn Strontian gefundene Zahl dem Mittel aus den mbpreehenden Werthen
fiir Kalk und Baryt fmt genau gleich ist:
Spec. Gtewicht:
Spec. Volnmen:
ron SrO = 4,750 ,
von S r O = 21,789.
Xittel aus CaO + BaO = 4,487, CaO BaO = 21,982.
+
Die betreffenden Vershche wurden shmtlich mit Anmendung von Anilin, Toluol und Xylol in ganz reinem
Zuetande (ftk ein jedes der drei Oxyde, auf welche diese
Flilseigkeiten nachweisIich ohne chemische Einwirkung
sind) in einem Pyknometer von etwa 22 ccm Inhalt und
bei genau 15O C. bemirkt. Die immer zwischen anniihernd
? und 10 gr betragenden Substanzmsngen wurden so schnell
mie mbglich hbchst fein zerrieben und endlich bei sibmmtlichen Beetimmungen, wm unbedingt erforderlich, weil die
anhaftende Luft sonst nicht volletlsndig xu entfernen ist, die
die Subetanz amgebende Fltissigkeit unter fortwiihrendeln
Umschwenken zum Sieden erhitzt.
Diisseldorf, 28. Februar 1878.
D i e Vermuthang lag nahe, dam, wie Kalk, Strontian und
Baryt, auch andere Oxyde vielleicht in derselben einfachen
Weiee in Krystallen darstellbar mien. 1) Unter den nach
dieser Methode gewonnenen und sorgMtig mikroskopisch
Sahnler hat bereita friiher gofinden (Ann.d. C%em. u. Phnrm.
48), dam man du Cadmiuaoxyd daroh Zemtmng reinrs
salpetersanren Salees in mikroekopisahen OMdcrn erhiilt.
1)
LXXXVII. p.
Document
Kategorie
Kunst und Fotos
Seitenansichten
10
Dateigröße
326 KB
Tags
1/--Seiten
melden