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Furtmayr, Ernst (MSa 13/2003)
Der Alleskönner
Furtmayr konnte man jedes Auto in
Egaltrnst
die Hand geben – er gewann immer. Das
für seine Zeit als Abarth- und Alfa-
155
Werkspilot genauso wie für die gemeinsamen BMW-Jahre mit seinen Freunden Josef
und Herbert Schnitzer. Souverän und besonnen erledigte der Chef eines Unternehmens für Schweisstechnik seine Aufgaben
an der Rennstrecke. Ab 1959 mischte er
mit allen erdenklichen Alfa-Typen die Szene auf. Titel am Berg und auf der Rundstrecke waren die logische Konsequenz.
Mitte der 60er-Jahre holte ihn Carlo Abarth ins Werksteam, wo er ebenfalls Siege
einfuhr. Dabei hatte es der Münchner nicht
leicht: Erst bescherte ihm Alfa-Kollege
Toni Fischhaber ein faszinierendes Dauerduell, dann folgte die Auseinandersetzung
mit Abarth-Stars wie Toine Hezemans, Johannes Ortner, Erich Bitter oder Kurt Ahrens. Und schliesslich der nervige Imagekrieg mit Sepp Greger um die Nummer 1 in
München. Diesen Status beanspruchte
Bergkönig Greger wie selbstverständlich.
«Fremde Götter», ätzt Furtmayr, «duldete
der Sepp neben sich nicht.»
Als schönste Zeit seiner Karriere bezeichnet Furtmayr die Jahre bei Schnitzer.
Dreimal in Folge holte er mit den Autos
der Freilassinger BMW-Tüftler die BergEuropameisterschaft für Tourenwagen.
Von Motorengenie Josef Schnitzer (verunglückte 1979 auf der Autobahn tödlich)
hatte Furtmayr eine besonders hohe Meinung: «Der konnte zwei Minuten vor dem
Start die Haube aufreissen und die Vergaserbestückung ändern. Und er lag mit seinen Blitzideen immer richtig.»
Nach 13 Jahren beendete Ernst Furtmayr 1972 seine Laufbahn, um sich mit aller Kraft dem Ausbau seiner Firma zu widmen. 20 Jahre später wurde er rückfällig
und kehrte mit 55 noch mal zum Langstreckenpokal an den Nürburgring zurück.
«Einfach so zum Spass», ergänzt er. Heute ist Furtmayr 64, kerngesund und noch
immer topfit. Bis zu 250 km strampelt er
pro Wochenende auf seinem Rennrad.
Seine Firma läuft prima, er selbst hat
allerdings einen schweren Schicksalsschlag wegstecken müssen: Seine zweite
Frau starb im vorletzten Jahr an Krebs.
«Jetzt bin ich halt wieder Single», sagt er
traurig. «Das ist zwar nicht sehr schön,
aber da muss ich durch.»
Seine beiden Töchter (37, 33), der Sohn
(35) und die vier Enkel haben ihm über die
schlimmen Monate hinweggeholfen.
«Jetzt geht’s wieder, ich häng’ mich in meine Firma rein und finde hier neue Motivation. Rumhängen und Nichtstun sind für
mich noch längst kein Thema.»
Alfa und Abarth: Furtmayr 1968
Fitness und Firma: Furtmayr heute
Abarth-Demo 1967 am Nürburgring: Furtmayr, Ahrens, Hezemans, Bitter
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Kategorie
Seele and Geist
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